Samstag, 5. Februar 2011

Über die arabische Welt - kulinarisch und politisch

Taboulé, Hummus und Fladenbrot

Ich verfolge im Moment sehr gespannt die Entwicklungen im arabischen Raum, was unter anderem in Tunesien und Ägypten vor sich geht. Einerseits bin ich berührt, wie viele Menschen in den letzten Tagen in Ägypten auf die Straße gegangen sind, um für mehr politische Freiheit zu demonstrieren, und dabei ihr Leben in Gefahr gebracht haben, manche sogar geopfert. Vor all diesen Leuten ziehe ich meinen Hut. Ich frage mich dann, ob ich das gleiche getan hätte, wenn in meinem Heimatland die selben Zustände herrschen würden. Ich weiß es nicht. Es kann sein, aber ich würde es nie behaupten, so lange ich es nicht getan habe.
Und andererseits bin ich auch besorgt, denn es ist offen, wie es in diesen Ländern weiter geht, und ob es gelingt, dass langsam aber sicher demokratische Strukturen etabliert werden. Wenn nicht, würde sich die Lage dort eventuell verschlimmern, wenn sich nämlich extreme politische Kräfte an der Macht durchsetzen.
Wie sich die Dinge entwickeln, werden erst die nächsten Jahre zeigen, während das Thema wohl bald wieder aus den Medien verschwunden sein wird.


Nun aber zum kulinarischen Teil: Schon lange steht Taboulé auf meiner Kochliste. Genau das wurde nun zubereitet. Und zwar habe ich mich an ein Rezept von Chefkoch gehalten, mit Bulgur, Pfefferminze, Petersilie, Zitrone, Zwiebelstücken und Tomaten. Die Zutatenliste stimmt mit einigen anderen Rezepten überein, die ich durchgesehen habe. In meiner Rezeptquelle wird behauptet, Taboulé sei ursprünglich ein libanesicher Salat. Das habe ich ebenfalls in anderen Quellen gelesen, also glaube ich es mal, will hier aber auch nichts Falsches sagen (ich bin immer für Kritik oder Anmerkungen offen). Aber das ist mit Rezepten ja oft so eine Sache, dass das Ursprungsrecht von mehreren Seiten beansprucht wird...ist ja auch nicht immer so wichtig. Taboulé jedenfalls hat sich auf den ganzen arabischen Raum ausgebreitet.
Als Beilage habe ich noch Hummus zubereitet, und zwar nach Vorlage dieses Rezeptes von Chefkoch, das Rezept stammt von einem Syrer, wie dort steht. Was das Brot angeht, fiel die Wahl auf das (ägyptische) Fladenbrot, von der gleichen besagten Kochseite.

Es ist ewig her, seit ich zuletzt Taboulé gegessen habe, das war mal wieder sehr gut. Wegen der Zitrone richtig frisch, und rohe Zwiebeln und Knoblauch mag ich auch total gerne, traue mich wegen meiner Mitmenschen nur fast nie, das zu essen. Aber heute sollte es mal okay gewesen sein.

Kommentare:

  1. Hallo Sarah, genau so ein Taboulé hab ich auch gestern gemacht :) Bei mir gab es marinierte, gegrillte Zucchini dazu, aber die Kombi mit Hummus und Fladenbrot stell ich mir auch sehr lecker vor. Viele Grüße!

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