Dienstag, 26. Juli 2011

Ein paar Worte zur Hungersnot am Horn von Afrika

Ich finde es manchmal komisch, über Essen zu schreiben, mit dem Wissen, dass in anderen Teilen der Erde Menschen verhungern. Sicher, irgendwie ist es uns ja allen bewusst, dass das konstant der Fall ist und nicht nur im Moment, wo die Medien fleißig über die akute Dürrekatastrophe in Ostafrika berichten. Dadurch wird einem die ungleiche Verteilung von Lebensmitteln und die Tatsache, dass ein großer Teil der Weltbevölkerung schlichtweg gar nichts hat, nochmal deutlicher vor Augen geführt. Deshalb finde ich es nur gut, wenn die Medien auch im Moment darüber berichten (obwohl ich generell an den Schwerpunkten und der Art der Berichterstattung der Medien sehr viel auszusetzen habe).

Ich habe mich folglich auch entschieden, etwas Geld zu spenden. Es sollte eine große Organisation sein, die nicht unter dem Dach der Kirche agiert. So habe ich einen kleinen Betrag an die UNO Flüchtlingshilfe für Somalia gegeben. 

Sicherlich weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein, da ich alle Maßnahmen und Hilfslieferungen in die betroffenen Gebiete gemeinhin nur als Tropfen auf dem heißen Stein bezeichne. Im besten Fall können durch Hilfsgelder momentan einige Menschen, insbesondere Kinder, kurzzeitig vor dem Hungertod gerettet werden. Das Elend und die Perspektivlosigkeit der Bevölkerung dort wird so nicht beseitigt, dazu ist viel mehr notwendig. Und zu helfen, bzw. richtig zu helfen und etwas zu bewirken ist schwer. 

Alle meine jahrelangen Überlegungen, wie die Situation von Menschen in völliger Armut verbessert werden kann, haben mich zu dem Schlüsselwort Bildung geführt. Diese ist wichtig, um den Menschen eine Grundlage zur Hilfe zur Selbsthilfe zu schaffen, das Bevölkerungswachstum einzudämmern und den Wohlstand zu erhöhen. Selbstverständlich eine langfristige Sache und nicht einfach anzupacken und durchzuführen. Auf politische Rahmenbedingungen will ich hier auch nicht genauer eingehen. Jedenfalls mein persönliches Fazit: Sollte ich eines Tages mehr Geld zur Verfügung haben, werde ich mir genau überlegen, wie ich dieses sinnvoll einsetzten kann.

Nun zurück zum Anfang meines Textes. Es ist niemandem geholfen, wenn ich ein schlechtes Gewissen beim Essen habe oder selbst auf Nahrung verzichte, weil andere Leute nicht genügend zu essen haben (wenn ich mein Mittagessen auf dem Tisch einem Kind geben könnte, das sonst verhungern würde, würde ich das natürlich sofort tun und die meisten anderen Menschen bestimmt auch. Aber das geht nun mal leider nicht so einfach und es liegt viel eher ein Verteilungsproblem vor). Und derartige Reaktionen will ich auch gar nicht bei anderen bezwecken. Viel mehr wollte ich die Gedanken loswerden, die ich mir mache, wozu mich insbesondere die aktuelle Situation in Verbindung mit dem Thema meines Blogs veranlasst haben.

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