Donnerstag, 28. Juli 2011

Bohnenauflauf


Superlecker war der deftige Auflauf mit Bohnen, Kartoffeln, Tomaten, Feta und Hackfleisch, den es gestern bei uns gab. Er bot sich in diesem Fall wirklich an, da wir alle Zutaten daheim und zu verwerten hatten. Bis auf das Hackfleisch, das man ja besser nicht lagern sollte ;-). Ein entsprechendes Rezept habe ich auf mehreren Internetseiten und in leicht variierenden Formen gesehen, dieses hier deckt sich aber ziemlich genau mit meiner Vorgehensweise.

Dienstag, 26. Juli 2011

Ein paar Worte zur Hungersnot am Horn von Afrika

Ich finde es manchmal komisch, über Essen zu schreiben, mit dem Wissen, dass in anderen Teilen der Erde Menschen verhungern. Sicher, irgendwie ist es uns ja allen bewusst, dass das konstant der Fall ist und nicht nur im Moment, wo die Medien fleißig über die akute Dürrekatastrophe in Ostafrika berichten. Dadurch wird einem die ungleiche Verteilung von Lebensmitteln und die Tatsache, dass ein großer Teil der Weltbevölkerung schlichtweg gar nichts hat, nochmal deutlicher vor Augen geführt. Deshalb finde ich es nur gut, wenn die Medien auch im Moment darüber berichten (obwohl ich generell an den Schwerpunkten und der Art der Berichterstattung der Medien sehr viel auszusetzen habe).

Ich habe mich folglich auch entschieden, etwas Geld zu spenden. Es sollte eine große Organisation sein, die nicht unter dem Dach der Kirche agiert. So habe ich einen kleinen Betrag an die UNO Flüchtlingshilfe für Somalia gegeben. 

Sicherlich weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein, da ich alle Maßnahmen und Hilfslieferungen in die betroffenen Gebiete gemeinhin nur als Tropfen auf dem heißen Stein bezeichne. Im besten Fall können durch Hilfsgelder momentan einige Menschen, insbesondere Kinder, kurzzeitig vor dem Hungertod gerettet werden. Das Elend und die Perspektivlosigkeit der Bevölkerung dort wird so nicht beseitigt, dazu ist viel mehr notwendig. Und zu helfen, bzw. richtig zu helfen und etwas zu bewirken ist schwer. 

Alle meine jahrelangen Überlegungen, wie die Situation von Menschen in völliger Armut verbessert werden kann, haben mich zu dem Schlüsselwort Bildung geführt. Diese ist wichtig, um den Menschen eine Grundlage zur Hilfe zur Selbsthilfe zu schaffen, das Bevölkerungswachstum einzudämmern und den Wohlstand zu erhöhen. Selbstverständlich eine langfristige Sache und nicht einfach anzupacken und durchzuführen. Auf politische Rahmenbedingungen will ich hier auch nicht genauer eingehen. Jedenfalls mein persönliches Fazit: Sollte ich eines Tages mehr Geld zur Verfügung haben, werde ich mir genau überlegen, wie ich dieses sinnvoll einsetzten kann.

Nun zurück zum Anfang meines Textes. Es ist niemandem geholfen, wenn ich ein schlechtes Gewissen beim Essen habe oder selbst auf Nahrung verzichte, weil andere Leute nicht genügend zu essen haben (wenn ich mein Mittagessen auf dem Tisch einem Kind geben könnte, das sonst verhungern würde, würde ich das natürlich sofort tun und die meisten anderen Menschen bestimmt auch. Aber das geht nun mal leider nicht so einfach und es liegt viel eher ein Verteilungsproblem vor). Und derartige Reaktionen will ich auch gar nicht bei anderen bezwecken. Viel mehr wollte ich die Gedanken loswerden, die ich mir mache, wozu mich insbesondere die aktuelle Situation in Verbindung mit dem Thema meines Blogs veranlasst haben.

Letscho

Der Gemüsegarten hat uns wieder reich beschenkt, diesmal mit gelben Spitzpaprika. Diesen bekam das feuchte Wetter besser als anderem Gemüse wie den Tomaten oder Gurken. Daraus wird hier dann sehr gerne Letscho gekocht. Das Gericht lässt dann auch Kindheitserinnerungen bei meinem Vater sowie Erinnerungen an einen gemeinsamen (Groß-)familienurlaub in Ungarn am Balaton aufleben, wo wir zusammen auf der Terrasse fleißig Paprika geschnibbelt und dann auch Letscho gegessen haben. Das Rezept habe ich nun auch in meiner Datenbank gespeichert, sodass ich mit dem Kochen des Familientraditionsgerichtes fortfahren kann.


Letscho

für 4 Portionen

750 g Tomaten
750 g Paprika
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe 

Olivenöl 
300 g luftgetrocknete Paprikawurst 
Salz

Die Tomaten und Paprika waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel waschen, schälen und klein schneiden, in Öl anbraten. Den Knoblauch schälen, fein hacken und nach zwei Minuten hinzugeben. Wenn die Zwiebelstücke goldbraun sind, die Tomaten und Paprika zufügen, mit Salz würzen. Alles aufkochen lassen und bei zugedecktem Topfdeckel auf mittlerer Hitze garen lassen. Die Paprikawurst in Stücke schneiden und nach 20 Minuten zum Eintopf geben. Evtl. mit Salz etwas nachwürzen. Nochmals 10 Minuten auf dem Herd einkochen lassen, dann mit Brot zusammen servieren.

ungarische Spitzpaprika

Donnerstag, 21. Juli 2011

Die gute alte Tomaten-Mozzarella-Kombi

Wenn ich durch Kochbücher stöbere, wundere ich mich immer, dass in wirklich (fast) JEDEM Buch ein Rezept für klassischen Caprese-Salat drin ist. Das ist jetzt keine Weltneuheit und ich wäre auch selbst auf die Idee gekommen, dass ich Tomaten und Mozzarella in Scheiben schneiden und schichten kann, denke ich mir dann immer.
Sehr nett fand ich allerdings die Idee (auch aus einem Kochbuch), die Zutaten zu Türmchen zu stapeln und dann kurz im Ofen zu grillen, bis der Käse etwas schmilzt


Das Rezept ist auch hier zu finden.

Mittwoch, 20. Juli 2011

"Echte" Tomatensuppe

Während ich in den letzten Tagen so richtig Zeit dafür hatte in den Romanwelten von Murakami und Irving zu versinken (Schonungstage nach der Weisheitszahn-OP, hatte ich glaube ich oft genug erwähnt ...)), habe ich mich dann doch immer relativ kurz in der Küche aufgehalten. Und sicher die Hälfte der Zeit dort mit dem Pürierstab in der Hand dagestanden, darin bin ich jetzt echt geübt. Erkenntnis: Man kann so ziemlich alles abkochen, pürieren und würzen und das schmeckt dann auch. Suppe, Kompott oder etwas weniger charmant Brei genannt. So verhält es sich auch mit Tomaten. Endlich ist ja auch Saison. Dass in den letzten Monaten noch keine Saison war, hat mich zwar überhaupt nicht davon abgehalten ständig mit Tomaten zu kochen, jetzt war aber die ideale Gelegenheit, eine "echte Tomatensuppe"  herzustellen.


Tomatensuppe

1 kg frische Tomaten
1 Zwiebel (100 g)
1 Knoblauchzehe
20 g Butter
1 EL Mehl
entweder 500 ml Gemüsebrühe selbstgemacht oder instant oder 500 ml Wasser
1 Rosmarinzweig 

Salz, Pfeffer
Schnittlauch
evtl. etwas Sahne oder Crème fraîche


Zwiebel und Knoblauch waschen, schälen und fein hacken. Die Tomaten waschen, den grünen Teil entfernen und achteln. In einem großen Topf die Butter erhitzen, 3 Minuten die Zwiebel anbraten, dann den Knoblauch hinzufügen. Nach 2 weiteren Minuten mit dem Mehl bestäuben. Kurz anschwitzen lassen, dann die Tomaten und die Gemüsebrühe bzw. das Wasser hinzufügen. Den Rosmarinzweig ebenfalls mitkochen. Alles 10 Minuten mit zugedecktem Topfdeckel kochen lassen. Anschließend den Rosmarinzweig entfernen, den Topfinhalt mit einem Stabmixer gut pürieren und die Suppe würzen. Etwas steif geschlagene Sahne und fein gehackten Schnittlauch mit der Suppe servieren.

Anmerkung: Ich koche ja gerne mit Gemüsebrühe, muss aber gestehen, dass ich meist Brühwürfel verwende, was mir ein Dorn im Auge ist. Ganz ganz bald werde ich selbst eine große Ladung Gemüsebrühe herstellen. Die Suppe kann alternativ und um nicht vom Aroma der Tomaten abzulenken, mit Wasser gemacht und dann etwas mehr gewürzt werden.


Dienstag, 19. Juli 2011

Vanillepudding OHNE Tüte


Ein erklärtes Ziel von mir beim Kochen ist es, weniger Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und andere Zusatzstoffe zu verwenden und zu mir zu nehmen als durch den Verzehr von Fertigprodukten. Da ich ja erst seit ein paar Tagen ohne meine Weisheitszähne bin, ist weiche Kost immer noch ganz hoch im Kurs. Und aus diesem Grund stand die Zubereitung von klassischem Pudding ohne Tütchen ganz oben auf der Liste. Wenig überraschend erscheint sicherlich mein Ergebnis, dass der ganz selbstgemachte Pudding besser ist. Ich werde dann ab jetzt grundsätzlich ohne Puddingpulver auskommen, auch bei Kuchen (wobei ich Ausnahmen nicht ganz ausschließe). 


Vanillepudding

500 ml Milch
1 Vanilleschote
40 g Speisestärke
50 g Zucker

Speisestärke dem Zucker und dann mit 5 EL der 500 ml Milch so lange verrühren, bis eine "klumpenlose" Masse entsteht. Den Rest der Milch in einem Topf erwärmen. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark sowie die Schote hinzufügen. Die Schote wieder entfernen, bevor die Milch kocht. Sobald sie allerdings kocht, die Mischung aus Speisestärke, Zucker und Milch unter ständigem Rühren in den Topf geben. Den Pudding in ein oder mehrere Schälchen füllen, sobald der Topfinhalt Blasen wirft. Warm oder kalt servieren.

Montag, 18. Juli 2011

Ganz großes Backofenkino: Zitronensoufflé


In meiner ersten WG hatten saßen wir immer ganz hungrig und neugierig zu dritt vor dem Ofen, wenn wir was gebacken haben. Und da wir keinen Fernseher hatten, wurde der Backofen als Ersatz für diesen betitelt.
Bei Soufflé ist es ja ebenfalls eine äußerst spannende Angelegenheit zu beobachten, wie es durch das Backen aufgeht. Deshalb saß ich gestern auch ganz gebannt vor dem Ofen und erinnerte mich an unser WG-Backofenkino.

Auf die Idee gekommen bin ich, da ich nach einer Weisheitszahn-OP immer noch flüssige, bzw. weiche Nahrung bevorzuge. Ich will aber gar nicht jammern. Klar, es gibt schöneres als mit dicken Backen und leichten Schmerzen ein paar Tage zwangsweise auf dem Sofa rumzuhängen, aber der Zeitpunkt ist für mich im Moment ideal, deshalb bin ich froh, es in Angriff genommen zu haben. Und gestern war mir sogar wieder nach Kochen, sodass ich das Soufflé ausprobiert habe. Gelesen hatte ich ja oft, dass Soufflé eine etwas heikle Sache ist. Ich hatte wohl Anfängerglück. Oder das Rezept war gut.

Zitronensoufflés nach Donna Hay
Das Rezept stammt nämlich aus Modern Classics 2 von Donna Hay. Veröffentlicht ist das Rezept übrigens auch hier, auch wenn ich den Kauf des Buches wirklich empfehlen kann.

Da ich die Rezepte von Donna Hay manchmal etwas zu süß finde, habe ich für den Sirup 100 g anstatt 150 g Zucker verwendet. Die Süße war so gut für meinen Geschmack. Und ich habe die Soufflés in 8 Förmchen gefüllt (Durchmesser 7,5 cm). Diese kleinere Portionsgröße finde ich auch angenehm. Dafür habe ich sie nur 10 Minuten im Ofen gelassen.


Also die Herstellung war doch etwas aufwändiger, als ich anfangs gedacht hatte, bzw. habe ich eher einfach mal gemacht als gedacht. Im Ergebnis fand ich die Soufflés aber sehr gut. Ist nur schade, dass sie so schnell wieder zusammenfallen, denn meiner Meinung nach gibt es viele andere Nachtische, die besser vorzubereiten sind bzw. sich etwas länger halten und mindestens genauso lecker schmecken.

Samstag, 16. Juli 2011

Zucchiniwoche - 7. Tag: Suppe

Zu guter letzt noch ein Süppchen ... wer mich nach dieser Woche hasst, weil ihm Zucchini allein vom Lesen und Anschauen zum Hals raushängen, dem sei verziehen. Auch wenn ich noch lange nicht alle Ideen für die Zucchiniverarbeitung umgesetzt habe, so gibt's jetzt trotzdem eine Zucchinipause und ich verspreche, mich ab jetzt erst einmal anderen Lebensmitteln zuzuwenden. Ist ja nicht so, dass es nur das eine gäbe. 
Jetzt trotzdem noch die Suppe: Wir haben vor einer Woche schon zwei riesige Töpfe (Menge des Rezeptes unten)  davon gemacht und lange an der guten Suppe gegessen. Finde ich im Juli aber auch von Zeit zu Zeit ganz angenehm, so heiß war es hier in der letzten Woche ja gar nicht.


Zucchini-Kartoffel-Suppe

800 g Zucchini
500 g Kartoffeln
25 g Butter
200 g Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Liter Gemüsebrühe
100 g Crème fraîche
2 EL gehackte Petersilie
Salz
Pfeffer


Die Zwiebel hacken. Die Zucchini waschen, die Enden entfernen und in kleine Würfel schneiden. Die rohen Kartoffeln waschen, schälen und würfeln. In einem großen Topf die Zwiebeln glasig dünsten, anschließend die Zucchini- und Kartoffelstücke dazugeben. Den Knoblauch auch fein hacken und hinzufügen. Nach ein paar Minuten die Gemüsebrühe in den Topf geben, alles aufkochen und zehn Minuten weiter kochen lassen (bei zugedecktem Topfdeckel). Anschließend den Topfinhalt mit einem Pürierstab bearbeiten. Die Suppe salzen und pfeffern und kurz vor dem Servieren Crème fraîche und die gehackte Petersilie daruntermischen. 

Zum Beispiel damit servieren:

Freitag, 15. Juli 2011

Zucchiniwoche - 6. Tag: Pizza


Diese Pizza hat soo gut geschmeckt, dass ich das hier erzählen muss. Ja, Zucchini kann man auch auf Pizza legen, mal so als Anregung. Klingt nicht besonders innovativ. Sorry, denn viel mehr habe ich für den Moment auch gar nicht anzumerken. Wir haben noch Lauch draufgestreut und als Käse eine Mischung aus geriebenem Gouda und Mozzarella genommen. Ausnahmsweise gibt's auch gar kein Rezept bzw. Link, da ich bei der Pizza lediglich beim Belegen geholfen habe. Und ich will mich ja nicht mit fremden Lorbeeren schmücken. Mit Pizzateig werde ich mich in naher Zukunft aber ausführlicher beschäftigen. Verschiedene Rezepte ausprobieren und für mich vergleichen. Und nebenbei darf ich dann oft Pizza essen, juhu.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Zucchiniwoche - 5. Tag: Pasta

Ein Nudelgericht darf natürlich auch nicht fehlen. Erwähnenswert finde ich, dass die Sauce ganz ohne Sahne auskommt und das Gericht so schön leicht und pur nach Sommer schmeckt. Dies gab's bei uns am letzten Samstag Abend zu einem Gläschen Rotwein sowie mit frisch gebackenem Brot und einem grünen Salat. Das war gut. Und wenn es ein Kriterium ist: dass dafür niemand lange in der Küche stand, braucht nach einem kurzen Blick auf das Bild oder Rezept gar nicht extra erwähnt werden.


Zucchini-Pasta

für 2 Portionen

200 g Nudeln (egal ob kurz oder lang, dick oder dünn)
250 g Zucchini
10 g Butter
evtl. 1 Knoblauchzehe
1 Schluck Milch
ein paar Basilikumblätter
1 Prise Muskat
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
geriebener Parmesan zum Bestreuen

Die Zucchini waschen und klein schneiden. Entweder mit dem Julienne-Schäler in dünne Streifen oder alternativ mit dem Messer die Zucchini zuerst in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden. Je 4 Scheiben aufeinander legen und diese nun in dünne Streifen schneiden. Die Knoblauchzehe schälen, fein hacken und beiseite stellen. Das Basilikum waschen und ebenfalls hacken. In einem Topf Nudelwasser zum Kochen bringen und die Nudeln gar kochen. In einem anderen Topf zur gleichen Zeit die Butter erwärmen und die Zucchinistücke darin anbraten. Nach 2 Minuten den Knoblauch hinzugeben und 2 weitere Minuten braten. Mit einem Schluck Milch ablöschen, alles einmal aufkochen und dann die Sauce bei sehr niedriger Temperatur garen lassen, bis die Nudeln fertig sind. Die Sauce mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen, und zusammen mit den fertigen Nudeln und dem Basilikum vermischen (wer die Zucchini mit sehr viel Biss mag, fängt etwas später mit dem Anbraten an oder schaltet die Herdplatte direkt nach dem Aufkochen der Milch ab). Mit Parmesan bestreut servieren.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Zucchiniwoche - 4. Tag: Kuchen



Zunächst fand ich es ja etwas befremdlich, das Gemüse Zucchini in einem klassischen Blechkuchen wiederzufinden. So einen hat meine Mama nämlich vor ein paar Jahren ausprobiert, als der Gemüsegarten im Sommer wieder einmal mehr als genug Zucchini auf einmal abwarf, die es zu verarbeiten galt. Aber probieren kann man ja mal, die Zutaten im Kuchen sind ja alle nicht exotisch, nur die Kombination wäre mir nicht eingefallen. Ich war damals aber positiv überrascht vom Zucchinikuchen. Und bin es auch jetzt noch (viel mehr), wo ich ihn auch selbst gebacken habe. Die Zucchini machen den Kuchen nämlich schön saftig und der Geschmack ist auch gar nicht komisch im Kuchen. Bei der Glasur (die bei mir natürlich sein muss) habe ich mich künstlerisch ausgetobt, was auch großen Spaß gemacht hat.

Ich verfüge im Moment nur über ein großes Backblech mit den Seitenlängen 35 x 42,5 cm (1488 cm²). Dafür sind die Mengenangaben unten genau richtig. Der Kuchen war in gebackenem Zustand auch nicht besonders hoch, irgendwas zwischen 1 und 2 cm. Bei einem kleineren rechteckigen Blech kann man ja die Fläche berechnen, auch ohne  Pi, und die Mengen entsprechend anpassen und problemlos nur 3/5 der Menge oder so machen.


Zucchinikuchen

500 g Zucchini

250 g Butter + etwas für die Form
350 g Zucker 
5 Eier 
2 TL Zimt
500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
250 g gemahlene Haselnüsse
150 g Vollmilchkuvertüre
50 g weiße Kuvertüre

Die Butter aus dem Kühlschrank stellen. Zucchini waschen und mit einem Gemüsehobel raspeln. Den Ofen auf 200°C (Ober-und Unterhitze) vorheizen. In einer großen Schüssel Butter und Zucker gut verrühren. Die Eier nacheinander hinzufügen. Zimt ebenfalls dazugeben und alles nochmal verrühren. Mehl und Backpulver einsieben, weiter rühren und schließlich die gemahlenen Nüsse beigeben. Die Zucchiniraspel gut ausdrücken und dann ebenfalls unterheben. Eine Springform ausfetten und den Teig darin verteilen. Bei 200°C im Ofen ca. 20 Minuten backen (Anmerkung: in meinem Originalrezept steht 40 Minuten Backzeit. Ist für einen Blechkuchen etwas lange. Aber letztendlich hängt das immer von der Blechgröße bzw. Kuchenhöhe ab. Und jeder Ofen ist anders ... also am besten nach 20 Minuten schauen, welche Farbe der Teig schon hat und eine Stäbchenprobe machen). Nach dem Abkühlen des Kuchens in einem Wasserbad/Topf die Vollmilchkuvertüre auf niedriger Hitze erwärmen. Wenn sie geschmolzen ist, die weiße Kuvertüre ebenfalls separat erwärmen. Die Vollmilchkuvertüre mit einer Gabel auf dem Kuchen verteilen, sodass ein Muster entsteht. Mit der weißen Kuvertüre kurze Zeit später ebenso verfahren.

Dienstag, 12. Juli 2011

Zucchiniwoche - 3. Tag: Salat


Zucchini schmeckt auch roh. Heute wurde sie sehr sommerlich für einen Salat mit Käse und Pinienkernen eingesetzt. Die Kombination aus Balsamico, Dijon-Senf und Honig im Dressing begeistert mich immer wieder. Dazu Käse und frisches Gemüse und ich gerate ins Schwärmen. Der Zucchinisalat ist dabei keine Ausnahme. Ob's nun an der Zusammenstellung des Dressings oder an der rohen Zucchini liegt, sei dahingestellt.


Zucchinisalat mit Käse

für 1 Portion

für den Salat:
150 g Zucchini
30 g Feta
20 g Parmesan
1 EL Pinienkerne
für das Dressing:
2 EL Olivenöl
1 EL Balsamico, dunkel 
1/2 TL Dijon-Senf 
1 TL Honig
Salz und Pfeffer

Pinienkerne ohne Öl in einer Pfanne bei niedriger Temperatur anrösten, ab und zu umrühren. Die Zucchini waschen und mit einem Gemüseschäler in dünne Streifen schneiden. Auf einem Teller anrichten. Den Feta in Würfel schneiden und darüber streuen. Die Zutaten für das Dressing verrühren und über den Salatteller geben. Anschließend den Parmesan in hauchdünne Scheiben schneiden. Diesen dann zusammen mit den Pinienkernen auf dem Salatteller garnieren. Evtl. nochmal mit frischem Pfeffer und Salz nachwürzen. Mit Brot servieren.

Montag, 11. Juli 2011

Zucchiniwoche - 2. Tag: Pfannkuchen

Ein voller Zucchini-Erfolg waren letzte Woche auch die Pfannkuchen mit Käse. Dazu passt sehr gut ein frischer Salat, zum Beispiel aus Gurken und Tomaten. Zusammen mit diesem stellen die Pfannkuchen auch eine vollwertige und gesunde Mahlzeit dar. Ok, relativ gesund, bis auf das Öl zum Braten. Aber das mit der gesunden Mahlzeit muss ich auch mal wieder sagen, nachdem ich so viel gebacken habe ...


Zucchinipfannkuchen

für 10-12 Mini-Pfannkuchen - für 3 Portionen

300 g Zucchini
3 Eier
100 g Gouda
150 g Mehl
Salz
Pfeffer
Öl zum Braten

Die Zucchini waschen und raspeln. Die Eier mit dem Mehl verrühren. Den Käse reiben und zur Eier-Mehl-Mischung geben. Die Zucchini gut ausdrücken (bei mir gingen dabei 100 g Wasser verloren) und zum Teig hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer gut würzen. In einer (oder in zwei) Pfanne(n) Öl erhitzen. In die Pfanne drei Mal ca. 2 EL des Teiges geben und drei Mini-Pfannkuchen backen. Diese dazu bei mittlerer Temperatur von beiden Seiten anbraten, bis sie Farbe annehmen, was ca. 8-10 Minuten dauert. Den Vorgang wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist. Schon fertige Pfannkuchen können im Ofen bei 50° C warm gehalten werden. 

Sonntag, 10. Juli 2011

Zucchiniwoche - 1. Tag: Beilagengemüse

Zucchini aus dem Gemüsegarten ... zum Teil fast 1 kg schwer

Es gab Zeiten, als ich noch Kind war, da war ich vom Gemüsegarten meiner Eltern nicht sonderlich angetan. So hatte ich als Kind ein Trauma von Kopfsalat aus dem Gemüsegarten, der nach 10-maligem Waschen immer noch mit einigen Läusen behaftet auf den Tisch kam (und nachdem zuvor die ganzen Schnecken entfernt wurden, aber sicher nicht von mir) - und das Monate am Stück. So erinnere ich mich auch an sehr angefressene Karotten, voll von Erdklumpen, nach deren stundenlanger Bearbeitung dann noch ungefähr ein Bruchteil an weiter verwertbarer Karotte übrig war. Oder wie meine Mama einen ganzen Tag lang zunächst mit der Ernte einiger Schüsseln Johannisbeeren beschäftigt war, dann mit dem Entfernen der Stiele und schließlich mit dem Einkochen zu Sirup oder Gelee. Ich konnte jedenfalls überhaupt nicht verstehen, wie man seine Zeit freiwillig mit so einem Gemüsegarten verbringen kann, wo die Verarbeitung der rauen Mengen an Erzeugnissen (im Endstadium der Arbeit mit dem Garten) auch schnell zur Verpflichtung wird. Wenn das Gemüse überhaupt so toll gedeiht, was ja eigentlich schon einen großen Erfolg darstellt.

Auch heute bin ich noch weit davon entfernt, selbst Gemüse und Obst anzubauen. Allerdings kann ich den selbst angebauten Lebensmitteln einige positive Aspekte abgewinnen. Sie sind einfach doch viel aromatischer, unbehandelt und ich bin auch überzeugt, dass die Ernte von eigenem Gemüse nach liebevoller Pflege großen Spaß macht und allein deswegen schon besser schmeckt.

Da ich ja momentan auch als Zwischenstopp bei meinen Eltern verweile, bevor ich demnächst zu arbeiten beginnen und in eine eigene Wohnung ziehen werde, profitierte ich selbst von den Erzeugnissen des Gemüsegarten und sehe alles mit anderen Augen als damals als Kind. Nun habe ich Zeit und Lust, mit frischen Lebensmitteln zu kochen. Und im Moment herrscht hier eine Zucchinischwemme ... ich verwerte seit Tagen Zucchini zu allen möglichen Speisen. So habe ich mir gedacht, dass ich auf meinem Blog auch eine Zucchini-Themenwoche starten kann. Beginnen werde ich mit Beilagengemüse, es werden aber in den kommenden Tagen noch andere, auch interessantere Varianten folgen wie Pfannkuchen, Nudeln, Salat, Suppe und ein süßer Kuchen mit Zucchini.


Zucchinigemüse 

600 g Zucchini (oder etwas mehr oder weniger, es kommt nicht genau auf die Menge an)
400 g frische Tomaten oder eine Dose Tomaten
100 g Zwiebel ( 1 normalgroße Zwiebel)
evtl. 1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
3 EL frische, gehackte Petersilie
Pfeffer
Salz

Zwiebel waschen und kleinschneiden. Zucchini ebenfalls waschen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Mit den frischen Tomaten ebenso verfahren bzw. die Dose öffnen. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin für ca. 3 Minuten anbraten. Dann die Zucchini hinzugeben. Den Knoblauch klein schneiden und danach beimischen. Nach ca. 5 Minuten bzw. sobald die Zucchini zu bräunen beginnen mit den Tomaten ablöschen. Alles aufkochen lassen, dann bei niedriger Temperatur einige Minuten einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die gehackte Petersilie kurz vor dem Servieren mit dem restlichen Gemüse mischen.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Es crumbelt sehr


Crumbles sind eine Sache, zu der ich dieses Jahr ganz sicher durch das Lesen von Blogs inspiriert wurde. Wie bei Gourmandises Végétariennes, bei Essen aus Engelchen's Küche, 1x umrühren bitte und Joy the baker. Dort hatte ich überall so leckere Crumbles gesichtet, das ich bei den richtig vielen Himbeeren, die wir geschenkt bekamen, eben sofort an Crumble dachte. So wie man praktisch alle Obstsorten dafür verwenden kann, sind bei den Streuseln auch alle möglichen Varianten denkbar. Zum Beispiel kann man anstatt nur Mehl ja auch Haferflocken, gemahlene Nüsse oder Kokosraspeln nehmen. Das mit den Haferflocken hätte mich auch sehr interessiert, da ich aber keine gefunden habe, gab's für den Anfang ein ganz normales Himbercrumble ohne Extras.


Himbeer-Crumble

400 g Himbeeren
100 g Mehl
70 g Butter
35 g weißer Zucker
35 g Rohrzucker
1 TL Zitronensaft

Die Butter aus dem Kühlschrank stellen und einige Minuten warten. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Himbeeren waschen und in eine Form legen. Butter und Mehl mit einem Rührgerät mixen, dann Zitronensaft und den Zucker hinzufügen und weiterrühren, bis der Teig streuselartig wird. Die Streusel über den Himbeeren verteilen und für ca. 30 Minuten im Ofen backen.


Ich fand es warm sehr lecker, aber auch nach einem Tag kalt, da die Streusel dann sehr mürbe waren. 

Dienstag, 5. Juli 2011

Pastasaucen V: Pesto rosso


Nun habe ich einen Plan, den ich schon ganz lange hatte, endlich in die Tat umgesetzt: rotes Pesto selbst herstellen. Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass man das Rad nicht immer neu erfinden muss und ändere Rezepte nicht alle aus Prinzip ab. Gern koche ich auch genau nach Rezept, wenn es mich überzeugt. Mir ist aber trotzdem aufgefallen, dass ich in letzter Zeit oft, bevor ich ein bekanntes Gericht koche, lange Zeit Rezepte durchsehe und dann doch meine eigene Variante zusammenstelle. So ist es mir heute auch gegangen. Die Pestorezepte haben sich doch in der Ölmenge, der benutzten Kräuter, Gewürze und anderen Extras ziemlich unterschieden. Lediglich die getrockneten Tomaten sind buchstäblich der "rote Faden" bei der Geschichte. Deshalb habe auch ich mir mein eigenes Pesto nach meinem Geschmack kreiert.


Pesto rosso

1 Glas in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten (340 g)
entweder das Öl der Tomaten oder alternativ qualitativ hochwertiges Olivenöl
50 g Pinienkerne
75 g frisch geriebener Parmesan 
2 Knoblauchzehen 
10 Basilikumblätter
Chilipulver/Cayennepfeffer
Salz
Pfeffer

Die Pinienkerne in einer Pfanne anrösten und beiseite Stellen. Die Tomaten aus dem Glas abgießen, dabei das Öl auffangen. Tomaten, Pinienkerne, Parmesan, Knoblauch und Basilikum entweder in einem Mörser zerstampfen, oder in einem Mixer oder mit dem Pürierstab. Es kann unter Umständen helfen, die Tomaten und das Basilikum im Voraus mit dem Messer etwas klein zu hacken. Ca. 3/4 der abgegossenen Ölmenge (wie oben vermerkt entweder das Öl, in dem die Tomaten eingelegt waren, oder  (und besser) gutes Ölivenöl in der gleichen Menge) nach und nach einrühren, bis das Pesto die gewünschte Konsistenz erreicht. Mit Salz, Pfeffer und Chili gut würzen. 


Pesto kann man ja sehr vielseitig verwenden. Bei uns gab's das Pesto heute zunächst mit Nudeln. Wir haben die Hälfte der Pestomenge mit 500 g gekochten Nudeln und 3 EL des Nudelwassers (der Tipp ist mir bei der Recherche heute des Öfteren im Internet begegnet) vermischt. Genauso wie der Tipp, dass sich das Pesto im Kühlschrank mit einer Ölschicht bedeckt ewig hält. Aber jetzt höre ich mal auf mit meinen Ratschlägen, die ja nun wirklich keine Geheimtipps sind.

Sonntag, 3. Juli 2011

Saltimbocca a la romana

Lange hat's gedauert bis ich hier mal ein ordentliches Fleischgericht präsentiere. Oft muss es bei mir ja wirklich kein Fleisch geben, aber als Ausnahme mit hochwertigem Fleisch ist es dann doch ein Genuss, vor allem wenn selbst gekocht. Heute habe ich mich für einen italienischen Klassiker mit Kalbsschnitzel, Schinken und Salbei entschieden. Als Dilettant beim Kochen mit Fleisch war das Mittagessen für fünf Personen mit 700 g Kalbsschnitzel und zwei Pfannen eine Herausforderung mittleren Grades für mich, sodass ich ganz froh war, dass mein Vater mir assistiert hat, bzw. ich ihm. Dann ist im Ergebnis auch alles gut geworden. Fast freiwillig sprang einem dann das Schnitzel in den Mund ... es musste nur ein wenig mit der Gabel nachgeholfen werden.

Saltimbocca mit Salzkartoffeln und Kopfsalat

Saltimbocca a la romana

für 4 Portionen

600 g Kalbsschnitzel
100 g in sehr dünne Scheiben geschnittener, roher Schinken
einige Salbeiblätter (ca. 10-12)
40 g Butter
200 ml Weißwein
Salz
Pfeffer

Die Kalbsschnitzel dünn klopfen und evtl. halbieren. Jedes Stück Fleisch mit einer Scheibe Schinken und einem Salbeiblatt belegen und mit einem Zahnstocher fixieren. Die Butter auf zwei Pfannen verteilt heiß werden lassen und die Schnitzel bei mittlerer bis starker Hitze von beiden Seiten ca. 5 Minuten anbraten. In jeder Pfanne mit einem guten Schuss Weißwein, je ca. 75 ml, ablöschen. Einmal aufkochen lassen und dann das Fleisch bei geringer Hitze und mit Deckel für weitere 15-20 Minuten in der Pfanne garen lassen. Wenn die Flüssigkeit schon vor Ende der Garzeit verdampft ist, mit etwas mehr Wein ablöschen. 

Freitag, 1. Juli 2011

Cheesecake - New York style

Als ich diesen Käsekuchen auf amerikanische Art zum allerersten Mal gegessen habe, dachte ich nur: Käsekuchen habe ich irgendwie nicht so gut in Erinnerung, dieser Kuchen ist verdammt lecker. Ich bin seitdem ein Anhänger der Käsekuchen mit Frischkäse anstatt Quark, denn davor hat mich Käsekuchen nie besonders gereizt. Den Keksboden habe ich auch durch dieses Rezept kennen gelernt, seitdem aber oft wieder gesehen und gebacken. Der Guss aus Crème fraîche passt auch noch perfekt dazu.

Amerikanische Rezepte gelten ja in unseren Sphären als sehr süß, das ist dieser Kuchen im Original auch. Daher habe ich die Zuckermenge für das Süßeempfinden des europäischen Gaumen heruntergeschraubt sowie die Mengen für meine Springform mit 24 cm Durchmesser angepasst.


Cheesecake - New York style

für eine Springform mit 24 cm Durchmesser


für den Boden:
16 Löffelbisquits
60 g Butter

für die Füllung:
450 g Frischkäse
100 g Zucker
1 Pck. Bourbon-Vanillezucker
1 Prise Salz
3 Eier

für den Guss:
200 g Crème fraîche
15 g Zucker

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Löffelbisquits zerkrümeln (diese dazu zum Beispiel in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Teigroller (Zweckentfremdung ;-) zertrümmern). Die Butter für den Boden schmelzen und anschließend mit dem Zucker und den Krümeln vermengen. Den Boden einer Form damit auslegen. Frischkäse, (Vanille-)zucker und Salz in einer Schüssel gut verrühren. Die Eier nacheinander einzeln einrühren. Die Füllung auf den Keksboden geben und alles für 30 Minuten backen. Crème fraîche und Zucker für den Guss verrühren und nach der halben Stunde Backzeit über den Kuchen geben. Alles für weitere 10 Minuten im Ofen backen.