Sonntag, 30. September 2012

Ein Wochenende im Namen der Linse

Bisher haben mich ja Linsen bzw. Gerichte mit Linsen immer völlig kalt gelassen. Für eine vielversprechend geglaubte Kochaktion (die ich mal lieber unerwähnt lasse, da meine Erwartungen enttäuscht wurden) habe ich vor ein paar Wochen beim Einkaufen dennoch zu Linsen gegriffen. Diese verweilten nun eine Weile im Schrank, bis ich die Nährwerte studiert habe: Ganz begeistert war ich, dass die Hülsenfrüchte sehr viel Eiweiss enthalten (je nach Sorte 1/2 bis 2/3 im Verhältnis Eiweiss/Kohlenhydrate). Und dazu so gut wie kein Fett. Das klingt schwer nach Sportlernahrung ... was mein Interesse an Linsen signifikant steigert.


So hab ich gleich 3 Linsengerichte gemacht dieses Wochenende. Fangen wir mit einem Salat mit Hauptbestandteil Linsen an. In diesem Rahmen sollte ich als erstes dem Blog "My New Roots" Erwähnung schenken. Von diesem bin ich nämlich schwer begeistert, nicht nur wegen des Linsenrezeptes. Die Seite motiviert, gesunde, organische und regionale Produkte zu kaufen, diese kreativ zu verwenden (ach, es gibt so viele Blogs, die so professionell sind und hinter denen so viel Zeit und Mühe stecken muss)... Zudem enthält sie viel Informationen zu den verwendeten Lebensmitteln. Wo ich das Thema bei den Linsen schon angeschnitten habe, noch eine Extrainfo, die ich auf der Rezeptseite gelesen habe: Linsen enthalten auch viel Folsäure. Wie wichtig es im Voraus einer (geplanten) Schwangerschaft ist, genug Folsäure zu sich zu nehmen hat mir sogar mein Frauenarzt bei meinem letzten Termin eingeschärft, auch nachdem ich versichert hatte, dass ich in der nächsten Zeit (es handelt sich um Jahre) sicher nicht schwanger werden will. Also alles in allem: Linsen sind gesund. Und sie schmecken mir auch, wie ich dieses Wochenende erfahren habe. Ich werde sie ab jetzt sicher nicht mehr ignorieren.


Nun zum Salat. Das Rezept ist hier zu finden. Die erste Zutat dafür sind Puy-Linsen, die sich anscheinend besser eignen. Ich hatte noch grüne und rote Linsen daheim und wollte erst mal die verbrauchen, beim nächsten Mal dann Puy. Sonst kommen in den Salat noch Rosinen, Kapern, rote Zwiebeln und in das Dressing die ganze Palette an Gewürzen von Kümmel bis Zimt. Ich liebe ja solche Kombinationen und fand den Salat super. Wenn auch durch die ganzen Gewürze auch für meine Verhältnisse speziell. Aber wenn man so viele Gewürze verwendet, dann schmeckt man die einzelnen Zutaten natürlich weniger heraus und wichtig ist, dass sich alles zu einer guten Kombination verbindet, was hier der Fall ist. Zudem habe ich noch Rucola und Sprossen in den Salat getan.

Donnerstag, 27. September 2012

Lauch-Apfel-Salat

Wie in meinen vorigen Posts schon angeklungen ist, haben es mir die Rezepte auf der Alantura-Seite spontan angetan. Denn wann sonst koche bzw. backe ich innerhalb so kurzer Zeit drei Sachen von nur einer Seite nach? Der Grund dafür sind die durchaus raffinierten Kombinationen aus wenigen und nicht besonders ausgefallenen Zutaten. Rezepte, die interessant klingen und schnell nachgemacht sind.


Nach dem Sprossensalat und dem Apfelbrot habe ich auch noch den Lauch-Salat gegessen. Mit den Äpfeln und den Trockenfrüchten eine fruchtige Kombination. Und durch das Andünsten des Lauches wird dieser als Grundlage des Salates auch etwas bekömmlicher.

Dienstag, 25. September 2012

Apfelbrot

Normalerweise werden Äpfel bei mir ja nicht mürbe, da ich die Frucht täglich konsumiere. Ausnahmsweise hatte ich  aber so viele daheim, dass ich nicht ganz nachgekommen bin und sie schon mürbe geworden sind. Also Zeit, sie (auch ausnahmsweise) weiterzuverarbeiten.


Dabei habe ich mich für Apfelbrot entschieden. Nach zwei Wochen Müslifrühstück bin ich für die leckere Abwechslung ganz dankbar. Und das Apfelbrot ist auf jeden Fall gesünder als ein Kuchen (für mein Frühstück im Moment ein wichtiges Kriterium), schön sättigend durch das Vollkornmehl und nährstoffreich durch die Trockenfrüchte. Und durch den Kakao und vor allem das Zimt schmeckt es auch irgendwie schon sowas zwischen herbstlich und weihnachtlich. Es passt also alles.

Sonntag, 23. September 2012

Pasta kombiniert mit Ofengemüse

 Pasta - immer noch der Klassiker um nach einem langen Lauf die Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen. Und mit viel Gemüse dazu gibt's gleich noch eine Ladung Vitamine. Aus diesem Grund (und weil ich am Wochenende wieder mal was richtiges kochen wollte) gab es bei mir Bucatini mit geröstetem Gemüse.


Bei diesem Rezept wird das Gemüse im Ofen gegart. Die Methode gefällt mir generell besonders gut, da ich finde, dass das Gemüse so sehr aromatisch wird. Und in diesem Fall (kombiniert mit der Pasta) hervorzuheben finde ich die Idee, die Hälfte des Ofengemüses mit dem Mixer zu zerkleinern, so hat man praktisch eine Gemüsesauce plus noch erkennbare Stücke. 
 

Das leckere Pastarezept habe ich aus der Living at home Spezial N° 6 (aus der Zeitschrift habe ich bereits das Möhrenpesto nachgemacht) -es ist aber auch auf der Webseite veröffentlicht.


Ich merke mir die Pasta zudem für den Anlass, wenn ich mal gemüseliebende Vegetarier zum Essen einlade und ein relativ schnell gehendes Gericht brache. Nicht nur für nach dem Joggen.

Samstag, 22. September 2012

Von der Karotte zur Beilage

Sämtliche Orangetöne dominieren im Moment die Farbe dieses Blogs ... dabei mag ich die Farbe eigentlich gar nicht. Aber von meiner frisch gewonnenen Karotten-Erkenntnis will ich doch gleich berichten.

Natürlich kann man Karotten auch einfach kleinschneiden und in einem Topf mit Wasser dünsten bis sie mehr oder weniger weich sind - so hab ich das bisher auch immer gemacht. Aber mit ein bisschen mehr Aufwand (und auch ein wenig Butter ;-)kann man aber auch ein sehr präsentables Beilagengemüse erhalten. Bisher hatte ich dafür aber kein Rezept. In dem Buch "Wie koch' ich ...?" von Sebastian Dickhaut wurde das Geheimnis für mich gelüftet, siehe unten.

Das Buch hatte ich aus der Bibliothek ausgeliehen und nach dem Durchblättern so viele Merkzettelchen reingeklebt auf die Seiten die ich kopieren wollte, dass ich mir gedacht habe, es würde sich lohnen, das Buch doch gleich zu kaufen. Leider vergriffen im Moment .Muss mal schauen, wie ich es trotzdem bekommen könnte. Denn dort sind mal wirklich total grundlegende, aber wichtige Kochtechniken und Tipps drin, die ich in so manchem anderen (Schul-)kochbuch vergeblich gesucht habe. Und die machen ja bekanntlich oft den großen Unterschied.


Karotten als Beilagengemüse

für 3-4 Beilagenportionen

600 g Karotten
3-4 EL Butter
1/2 TL Salz
200 ml Mineralwasser (evtl. etwas mehr)
1 TL Zucker
frische Petersilie (oder Korianderwer mag), gehackt
frisch gemahlener Pfeffer

Die Karotten waschen, schälen und schräg in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben zusammen mit der Hälfte der Butter und dem Salz in einen Topf geben und knapp mit Mineralwasser bedecken. Alles mit Topfdeckel aufkochen, dann bei mittlerer Temperatur ca. 10 Minuten ohne Deckel einköcheln lassen, bis das Wasser größtenteils verdampft ist.  Den Zucker und den Rest der Butter hinzufügen und alles 1-2 weitere Minuten dünsten. Noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren die Kräuter unterheben.

Donnerstag, 20. September 2012

Es ist Saison!

Saison - wenn ich im Moment von Saison spreche, dann geht es ganz natürlich ganz klar um den Kürbis. Aber bei einigen von euch ist das nicht anders, wenn ich mir andere Blogs ansehe .... der jährliche Hype genau wie beim Spargel. Aber da es sich um wirklich exquisites Gemüse handelt, bin ich voll dabei!


Ich bin heute ganz einfach mit Kürbis aus dem Ofen in die Saison gestartet, nach dem bewährten Rezept für gebackene Kürbisspalten. Den Kürbis auszuhöhlen, zu schälen und kleinzuschneiden ist wohl die grösste Herausforderung (bei der ich mich vor Ungeduld auch gleich in den Finger geschnitten habe ;-)). Und dann nur noch die Kürbisstücke in den Ofen tun, würzen und 25 Minuten warten. Auf das Rezept von den Küchengöttern verweise ich, da ich die Gewürzmischung aus Cayennepfeffer und Kreuzkümmel sehr gut finde zusammen mit dem Sesam. Knoblauch ist meiner Meinung nach zwar gut, nicht obligatorisch, vor allem unter der Woche. Aber es geht natürlich auch mit anderen Gewürzen - oder gar keinen ausser Salz und Pfeffer. Solange nur noch der Kürbisgeschmack durchkommt.
Den empfohlenen Minz-Joghurt-Dipp gab's bei mir ebenfalls dazu - sehr passend.

Dienstag, 18. September 2012

Tofu-Sprossen-Salat

Abends nach dem Sport gibt es im Moment meistens Salat oder gekochtes Gemüse (ja, ich bin ganz stolz, dass ich mich schon damit rühmen kann, mich sogar mehrfach die Woche körperlich zu betätigen - ganz im Gegensatz zu vor ein paar Wochen ;-)). Es wurde mal Zeit für einen Salat, der in seine Konzeption darüber hinausgeht, ca. 2/3 der im Kühlschrank vorhandenen Lebensmittel in eine Schüssel zu werfen und alles mit Dressing zu begiessen.  Dafür habe ich mich auf der Alnatura-Rezepteseite ein wenig nach Anregungen umgesehen und bin auch gleich mehrfach fündig geworden.


Der erste nachgemachte Salat ist mit Tofu (alternativ Hühnchen, ich hab mich aber für Tofu entschieden) und Sprossen, Bohnen und Karotten. Besonders Tofu und Sprossen sind Lebensmittel, die bei mir nicht immer auf der Einkaufsliste stehen, aber sehr gesund und nährstoffreich sind.Rezept: hier.

Sonntag, 16. September 2012

Orzo mit Hähnchen-Oliven-Tomaten-Sauce

Eigentlich hatte ich das Hähnchenbrustfilet ja extra für ein Poulet au citron aus der Gefriertruhe geholt. Da das mit der Herstellung der konfierten Zitrone, die man für das poulet au citron benötigt aber nicht so geklappt hat wie gehofft, war eine Planänderung von Nöten. Bei meinen üppig gefüllten Vorratsschränken aber kein Thema, mit stach sofort die Packung Orzo ins Auge. Und die restlichen Zutaten wie Tomaten, Zwiebeln, Oliven und etwas Petersilie sind ja eh sowas wie Standard. Und mehr braucht man auch nicht für das Gericht "Orzo mit Hähnchen-Oliven-Tomatensauce".


Und jetzt kann ich endlich mal das Kochen mit der Pasta in Reisform von meiner To-Do-Liste abhaken. Aber nicht von meiner Einkaufsliste. Denn ich mag Orzo vom Geschmack und der Form (etwas grösser und hat mehr Biss) eigentlich lieber als Reis (aber natürlich gibt es auch Fälle, in denen sich der Reis besser als Beilage eignen mag, wie zum Aufsaugen der Sauce eines Currys).


Orzo mit Hähnchen-Oliven-Tomatensauce

für 2 Portionen

2 Hähnchenbrustfilets
etwas Öl
160 g Orzo
1 Dose stückige Tomaten (400 g)
1 Zwiebel
frische Petersilie, klein geschnitten
ein paar schwarze Oliven
Pfeffer
Salz

Die Hähnchenbrustfilets waschen, in Stücke schneiden und  in einer Pfanne mit etwas Öl scharf anbraten, bis sie durch sind (ca. 5 Minuten), etwas mit Salz und Pfeffer würzen. Die Zwiebel waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und beiseite Stellen, wieder etwas Öl erhizten, die Zwiebel darin glasig dünsten (ca. 3 Minuten). Mit den Tomaten aufgiessen und die Sauce ca. 15 Minuten bei niedriger Temperatur einkochen lassen. Während dessen den Orzo nach Packungsanweisung garen. Die Sauce im Anschluss mit Salz und Pfeffer würzen, das Fleisch und die Oliven für ca 2 Minuten dazugeben. Am Schluss noch die Petersilie und den Orzo hinzufügen und alles vermengen.

Mittwoch, 12. September 2012

Ein gelbes Curry mit Banane und Zucchini

Als es in der Cafeteria neulich ein Curry mit Gemüse und Bananen gab, habe ich mich noch nicht getraut, zuzugreifen, da ich kein allzu großer Fan von zu intensivem Bananengeschmack bin. Erst als eine Kollegin mir dann erzählte, dass das Curry super war und auch nicht wirklich nach Banane geschmeckt hat, kam mir der Gedanke, dass ich doch was verpasst haben könnte. Also wurde ein derartiges Curry kurzerhand nachgemacht - bei gekochten oder verbackenen Bananen mache ich ja auch mal eine Ausnahme.


Bei meiner Suche bin ich auf dieses Rezept mit Banane und Zucchini gestossen. Zucchini haben ja noch Saison, also schien mir die Variante ganz passend.
Die Sauce besteht hier aus einer Mischung von Joghurt und Crème fraîche und einiges Gewürzen, also ziemlich simpel, harmoniert aber sehr gut mit dem Gemüse und Obst. Und noch eine Erkenntnis: Ein gutes Curry muss nicht mal zwingend Chili beinhalten, ich hab mich an das Rezept gehalten und auch nicht "nachgeschärft". Der Bananengeschmack war auch wirklich nicht zu dominant, das Ganze hat halt ein wenig süßlich geschmeckt, was aber auch bezweckt war. Und dass ein Curry ohne Fleisch auskommen kann ist ja keine neue Erkenntnis ... also eine eindeutige Nachkochempfehlung für den, der mal (ohne großen Aufwand) was Exotisches ausprobieren will.

Montag, 10. September 2012

Pastasaucen XIV: Ligurische Pasta

Das Pesto alla Genovese ist so gut, dass man es gar nicht oft genug machen kann. Diesmal gab es das Pesto hier als Erweiterung zur Pasta noch mit Kartoffeln und Bohnen. Und das ergibt dann in dieser Kombination auch schon einen weiteren Klassiker: die Ligurische Pasta.


So wie das Ligurien im Namen auch eine Erweiterung des "genuanischen Pesto" ist. Genua ist nämlich die Hauptstadt der norditalienischen Region Ligurien, wie ich soeben erfahren habe, als ich den Ort gegoogelt habe. Ich war noch nie dort, sonst hätte ich diese Bildungslücke nicht mehr beseitigen müssen. Und ein paar ganz schöne Orte scheint es laut den Bildergebnissen der Suchmaschine dort auch zu geben, wie im Rest von Italien.


Ligurische Pasta

für 4 Personen

360 g Nudeln (bzw. nach Belieben; ganz original sind die Trofie)
200 g grüne Bohnen
200 g Kartoffeln

Die Nudeln gar kochen. Während dessen die Bohnen und die Kartoffeln gar kochen. Ich habe TK-Bohnen verwendet und relativ kleine Kartoffeln, die ich gewaschen, geschält und in ziemlich dünne Scheiben geschntiten habe. So konnte ich auch beides in einem Topf mit kochendem Salzwasser 10 Minuten kochen und das Gemüse war gar. Wenn man frische Bohnen (oder grössere Kartoffeln) nimmt, würde ich das Gemüse zur Sicherheit aber auf jeden Fall separat kochen. Am Schluss Nudeln, Pesto und Gemüse mit etwas Nudelwasser vermengen und servieren.

Samstag, 1. September 2012

Sommerpasta

Vor ein paar Jahren habe die Seite mit dem Rezept für die "Linguine mit Limette, Minze und Erbsen" von Christian Rach aus einer Zeitschrift herausgerissen und aufgehoben (gut, soo viele Jahr kann es auch noch nicht her sein, maximal 3 oder 4, davor hab ich mich eigentlich nicht für Rezepte interessiert). Und immer im Winter habe ich mal meine gesammelten Rezepte angesehen, wobei ich mir vorgenommen habe, diese Pasta im Sommer zu machen. Das mit der Limette und der Minze klingt nämlich so sommerlich und erfrischend.


Der Zeitpunkt meines Posts ist zugegebenermaßen etwas ungünstig, denn wenn man heute zum Fenster rausschaut, dann sieht das nach allem außer Sommer aus. Aber wer weiß, ob's dieses Jahr nochmal besser wird, deshalb verschiebe ich das Rezept hier nicht nach hinten.


Da ich allgemein ein Fan von Zitronengeschmack in Pastasaucen bin (s. hier und hier), hat mir auch diese Variante sehr zugesagt. Das Gemüse macht sich auf jeden Fall auch noch sehr gut zu den Nudeln, der Zitrone und dem Parmesan. Ich habe übrigens Vollkornlinguine benutzt, wie man evtl. auf den Fotos erkennen kann, was der Sache keinen Abbruch getan hat.

Ach ja, noch eine wichtige Information zum Schluss, das Rezept hat auch hier jemand veröffentlicht.