Mittwoch, 31. Oktober 2012

Maisbrot (zum Flusskrebscocktail)

Das ebenfalls für die Südstaatenküche bekannte Maisbrot gab's ganz nach Rezept zum Flusskrebscocktail dazu. Ich kann mich noch erinnern, dass ich zum ersten Mal bei der Lektüre des Romans "Die Liste" von John Grisham, zumindest literarisch, mit der Südstaatenküche in Berührung kam. Dort bekocht die mütterliche Figur "Miss Callie" ganz klischeehaft mit ausschließlich Gemüse aus Eigenanbau ihre Familie und den Protagonisten des Romans mit ziemlich lecker klingendem Essen. Das Maisbrot ist mir dabei in besonderer Erinnerung geblieben. Mal zwei Beispiele, warum:

"In der Mitte des Tischs stand eien große scharze Bratpfanne, und als sie das Tuch darauf zur Seite zog, sah ich ein mindestens zwei Kilogramm schweres, warmes Maisbot."

Und gehaltvoll schien es auch zu sein:

" Während ich wartete, nahm ich mir ein weiteres Stück Maisbrot. Bald tropfte Butter von meinem Kinn."


Das von mir nachgemachte Maisbrot hat zwar weder die Dimension noch den Fettgehalt des oben beschriebenen Exemplars, noch habe ich eine Pfanne für den Ofen genommen, aber sehr gut war es trotzdem. Zunächst hatte ich etwas Bedenken, dass die Springform mit 26 cm Durchmesser etwas zu gross ist für die Teigmenge, aber die Bedenken waren dann doch unbegründet. Und Brot in Kuchenform hat doch auch was ;-)
Der durch den Mais süßliche Geschmack des Brotes verbindet sich übrigens sehr gut mit dem auch süßlichen Geschmack des Garnelencocktails und ist somit eine schöne und sättigende Ergänzung dazu.

Flusskrebscocktail

In der Living at Home vom Februar diesen Jahres war eine Rezepteserie zum Thema Südstaatenküche der USA. Dort hat auch der Begriff Soul Food seine Ursprünge (auch wenn er mittlerweile etwas weitläufiger von uns benutzt wird). Alle in der Zeitschrift vorgestellten Rezepte klingen auch wirklich danach. So, dass ich am liebsten alle sofort nachkochen würde. Aber fangen wir doch mal mit dem Flusskrebs-Cocktail mit Maisbrot an. Genauer gesagt mit dem edlen Flusskrebs-Cocktail:


Typisch für die Südstaatenküche daher, da es in den Fluss- und Sumpflandschaften von Louisiana anscheinend viele Flusskrebse und anderes Getier geben soll. Ich muss aber gleich zu Anfang sagen, dass ich genau an dem Tag, an dem ich das Rezept nachgemacht habe, keine Flusskrebse auftreiben konnte (obwohl ich davor mal Flusskrebsschwänze im Globus gesehen habe). Mit Sumpflandschaft kann hier halt auch eher weniger gedient werden ... aus diesem Grund gab's normale Shrimps. Sonst habe ich mich aber an das Rezept gehalten und fand das Ergebnis ziemlich genial. Schön fruchtig durch die Ananas und Zitrone, und der Boden aus Salatblättern macht sich auch ganz gut (und ist gesund). Und Meeresfrüchte mag ich auch wirklich gern. Sie sind schon was Besonderes, und so ein Garnelencocktail erst recht - den isst man ja auch nicht alle Tage. Ich zumindest nicht. Umso mehr habe ich ihn genossen.


In einen Garnelencocktail kommt typischerweise Mayonnaise, in diesen hier auch. Ich bin ja eigentlich wirklich kein Fan von dem Zeugs, hab in dem Rahmen aber zum ersten Mal Mayonnaise selbst gemacht und war sehr positiv überrascht über das Ergebnis. Genau wie Steph, von deren Kuriositätenladen ich das Rezept her habe. Ist eben eine sehr verlässliche Adresse für so ziemlich alles, wie dieses Beispiel mal wieder gezeigt hat. Ich habe ein Eigelb und ungefähr 100 ml Öl verwendet (ich wichtig, dass da Öl geschmacksneutral ist, kein Olivenöl). Da meine Mayonnaise erst auch zu flüssig war, habe ich mich an den Tipp gehalten, etwas Milch hinzuzufügen: Perfekt, sofort die richtige Konsistenz. Das grenzt an Zaubertei!

Dienstag, 30. Oktober 2012

Pastasaucen XV: Bucatini all'amatriciana

Es wird Zeit, dass es mit meinem Projekt, die bekanntesten italienischen Pastasaucen nachzukochen, mal weitergeht. Der Grund für die lange Pause war, dass ich lange nach Guiancale gesucht habe, eine italienische Specksorte, die ganz original für die Pasta all'amatriciana verwendet wird. Leider bin ich noch nicht fündig geworden, deshalb musste Pancetta herhalten (da ich auf dem Gebiet aber eh kein Experte bin, glaube ich nicht, dass der Unterschied für mich so groß gewesen wäre). Also zählt in dem Fall der Wille ;-)


Namensgebend hat auch hier ganz klassisch ein Ort in Italien gewirkt: Amatrice, ein Städtchen im Inneren Italiens.
Für weitere Informationen zur Entstehungsgeschichte der Pasta habe ich die perfekte Quelle entdeckt und verweise ich auf die Seite von Petra Foede. Die Kulturhistorikern hat einen sehr fundierten Artikel zur Geschichte geschrieben, inklusive einer Legende und der Erörterung der realistischeren Begebenheiten und teilt ihr Wissen großzügig. Da füge ich am besten gar nichts mehr hinzu, ausser der Aufforderung: lesen, wen's interessiert!


Bucatini all'amatriciana

für 2 Portionen

200 g Bucatini (alternativ Spaghetti)
50 g Guiancale (alternativ Pancetta)
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Chilischote (optional)
400 g Dosentomaten
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
25 g frisch geriebener Parmesan (optional)

Zunächst zur Vorbereitung die Zwiebel, den Knoblauch und die Chilischote waschen und alles in feine Stücke schneiden.  Den Speck in dünne Streifen schneiden und in einer Pfanne anbraten (ca. 2 Minuten). Danach aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. 
Das Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln anschliessend darin gar kochen.
 Im verbleibenden Fett in der Pfanne die Zwiebel und die Chilischote ungefähr 2 Minuten andünsten (wenn das nicht genug ist, noch etwas Öl in die Pfanne tun), danach den Knoblauch hinzufügen und für 2 weitere Minuten auf dem Herd lassen. Die Temperatur auf mittlere bis niedrige Hitze senken und die Tomatenstücke in die Pfanne geben. Die Sauce nun mindestens 15 Minuten einköcheln lassen. Gegen Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Speck hinzufügen.
Zum Schluss die Sauce mit den Nudeln vermengen und die Pasta mit Parmesan bestreut servieren.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Das Comeback der Pastinake

Neulich war im "Blick am Abend" (einer S-Bahn-Zeitung in der Schweiz, auf die sich gewöhnlich alle Leute  in den öffentlichen Verkehrsmitteln stürzen, da sie gratis ist) ein Artikel zu früher gegessenen, dann vergessenen und nun wiederentdeckten Gemüsesorten (dieser Artikel war für mich ein inhaltliches Highlight der Zeitung, das ist sonst höchstens durchblättere, wenn ich zu müde bin, eine andere Lektüre aufzuschlagen). Im besagten Artikel wird erwähnt, dass es sogar einen Verein namens Pro Specie Rata gibt, der vom Aussterben bedrohte Sorten schützen möchte. Die neue Mode von alten Gemüsesorten wird folgendermaßen erklärt:

"Der Erfolg der alten Sorten hat mit dem Trend zurück zu einer ehrlichen Küche mit regionalen Produkten zu tun, bei denen nur die Namen exotisch sind. Bestimmt aber auch damit, dass Gutes tun noch nie besser geschmeckt hat."

Schöner könnte ich es nicht ausdrücken, und gerne schliesse ich mich dieser Bewegung an. Und nachdem ich mich auf dem Markt am Angebot von Wurzelgemüse kaum retten konnte, gab es bei mir Pastinaken.


Für die moderne Premiere habe ich mir die "gerösteten Pastinaken mit Süßkartoffeln und Kapernvinaigrette" von Ottolenghi ausgesucht. Ich mag mich noch dunkel erinnern, dass das neue Kochbuch ein viel diskutiertes Thema war. Das meiste der Diskussionen ist aber an mir vorbeigegangen. Die Gerichte, die ich aber bisher gesehen habe, sagen mir absolut zu. Das hier ausprobierte Gericht bestätigt dies. Auch diese Zusammenstellung macht Ofengemüse so lecker wie immer, die Pastinaken machen sich sehr gut und die Zitronen-Ahornsirup-Kapernvinaigrette gibt alledem noch den Touch von etwas Besonderem.


Erst im Nachhinein habe ich gemerkt, dass die gerösteten Pastinaken davor schon die Runde bei den Bloggern gemacht hat. Bin wohl etwas spät dran, aber das das Comeback der Pastinake habe ich somit offiziell bestätigt.

Samstag, 27. Oktober 2012

Nach dem Halbmarathon ist vor dem Halbmarathon & ein gesunder Kuchen

Plaudern wir doch auch mal etwas über Sport. Oder über Sport in Verbindung mit passender Ernährung. Oder zunächst in der Manier, wie es sich für einen Food-Blog gehört, ein zum Thema passendes Rezept: ein gesunder Kürbiskuchen.


Das Rezept für den Kürbis-Quark-Kuchen habe ich bei der Ulli von Fit & Glücklich gesehen und auch ziemlich direkt nachgemacht. Der Zeitpunkt war letztes Wochenende ideal: Ich wollte mal wieder backen, da ich aber alleine war sollte s ein kleiner Kuchen werden. Und als ich bei Ulli von "proteinreich" und "gesund" gelesen habe, dachte ich mir, das könnte ich auch brauchen. Und nicht zu vergessen: Kürbis gehört in diesem Monat auch zum Pflichtprogramm ;-)

Ein paar kleine Abwandlungen habe ich vorgenommen: Da ich keine Datteln daheim hatte, habe ich sie durch 1-2 EL braunen Zucker ersetzt, (denn unsüßer Kuchen fällt bei mir eben nicht in die Kategorie "Kuchen"). Und da mir mein Kürbispüree etwas wässrig vorkam, habe ich zur Sicherheit etwas Stärke hinzugefügt. Und die Backzeit war in meinem Ofen auch etwas länger - aber ich habe generell das Gefühl, dass mein Ofen etwas länger braucht als der Durchschnitt.

Natürlich hat das Ergebnis eine andere Konsistenz als die eines Kuchens, in den Butter und Mehl kommt, aber so war der Kuchen sehr erfrischend und leicht (der Quark macht sich sehr gut und hat echt super geschmeckt! Und der Kürbis und die Gewürze geben dem ganzen noch eine herbstliche bis weihnachtliche Note.


Und nun noch zu einem anderen Thema, welches in meiner Prioritätenliste in den letzten Monaten wieder einen höheren Platz eingenommen hat: Sport. Und davon der wichtigste Teil: Laufen. Mit dem Ziel vor Augen, einen Halbmarathon laufen zu wollen, war meine Motivation sehr hoch, viel und richtig auf dieses Event hin zu trainieren. Das Laufen hat mit mehr Kondition folglich immer mehr Spass gemacht. Und nachdem ich auch den Halbmarathon erfolgreich hinter mich gebracht habe und ein schönes Erlebnis mitnehme, bin ich nun sehr motiviert, weiter zu laufen, da ich mich einfach fitter und besser fühle.
In Bezug auf meine Ernährung war es sehr interessant für mich zu sehen, wie ich automatisch zu gesünderen Lebensmitteln gegriffen habe, bevor ich mich auch in der Theorie mit der richtigen Ernährung neben Sport beschäftigt habe. Kurzum braucht der Körper beim Sport viel Kohlenhydrate als Energielieferant, Eiweiss zum Aufbau / zur Regeneration der Muskeln. Fettreserven sind bei einem normalen Menschen mehr als genug im Körper gespeichert, deshalb ist eine fettarme Ernährung sinnvoll (manchmal ist etwas Fett aber wichtig, damit der Körper bestimmte Vitamine auch richtig aufnehmen kann). Und dann gibt es ja noch ein Reihe wichtiger Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, die für die Gesundheit wichtig sind.
Bisher habe ich versucht, neben dem Sport noch etwas abzunehmen (da überschüssiges Fett beim Laufen für die Gelenke nicht gerade förderlich ist, ich bin der Meinung, dass ich diese schon genug strapaziere). Und ab jetzt habe ich natürlich vor, mit dem Sport und der gesunden Ernährung fortzufahren, da ich mich einfach besser fühle. In Zukunft werde einige gesunde und nährstoffreiche Rezepte als Ergänzung zum Sport kochen und posten.

Montag, 22. Oktober 2012

Kürbis-Topinambur-Rohkost

Kürbis roh? Kann man den überhaupt so essen? Ich war etwas erstaunt, als ich im letzten Jahr zum ersten Mal über ein Rezept für einen Kürbis-Salat mit rohem Kürbis gestolpert bin. Ich liebe es ja, Kürbiswürfel zu backen und dann über grüne Salatblätter zu geben, was ich auch als Kürbissalat bezeichne, aber hier geht es um richtigen Salat aus Kürbis. Ich habe mir dann auch vorgenommen, einfach mal auszuprobieren, nachdem ich die Sache mal gegooglt und ein paar weitere Rezepte mit rohem Kürbis gefunden habe (scheint also nicht giftig zu sein). Es hat zwar ein Jahr gedauert, aber spätestens nachdem Gourmande und Micha sich diesen Herbst auch zum ersten Mal an einen Kürbis-Salat gewagt und sehr positiv darüber geäussert haben, musste ich es doch auch versuchen.


Das Rezept für die von mir probierte Topinambur-Kürbis-Rohkost habe ich entdeckt, ich abends beim Warten auf das Tram nach Hause in einem GU-Buch mit Kürbisrezepten geblättert habe. Meine Tramhaltestelle ist nämlich genau vor einer Buchhandlung, was sich schon mehrfach als sehr praktisch erwiesen hat, um die eh in der Regel kurzen Wartezeiten schneller als mir lieb ist vorbeigehen zu lassen, denn in der Zeit kann ich nur in Eile einen der ausgestellten Ratgeber oder Reiseführer überfliegen.


Eine Topinambur-Premiere gab's für mich mit diesem Rezept noch obendrein. Im Fazit kann ich sagen, dass mich die Kombination aus Topinambur, Muskatkürbis, Kürbiskernen, Rosinen mit einem Curry-Sahne-Dressing absolut überzeugt hat. Allerdings war der Kürbis dafür nicht der ausschlaggebende Grund. Denn mir kommt gebackener Kürbis aromatischer vor als die rohe Variante. Den Geschmack des rohen Topinamburs fand ich interessanter. Aufgrund mangelnder Erfahrung im Genuss von rohem Kürbis kann ich jetzt noch nicht sagen, ob es nur an dem Kürbis bzw. der Sorte lag, oder ob mein Urteil allgemein gültig ist. Ich werde mal meinen Erfahrungsschatz erweitern und bei Erkenntnisgewinnen berichten.

Samstag, 20. Oktober 2012

Herbstimpressionen & heisse Schokolade mit Kürbis

Diesen traumhaften Herbsttag habe ich für einen Parkspaziergang genutzt. Da ich im Moment normalerweise jogge, habe ich heute das Schritttempo gewählt, um die Natur sowie sämtliche Details ganz bewusst wahrnehmen und mit der Kamera festhalten zu können.

Ich komme mir ja so alt vor, wenn ich von der Natur schwärme. Die Fähigkeit, Bewegung an der frischen Luft, die Veränderung der Natur mit den Jahreszeiten sowie Ausblicke am Ziel einer Bergwanderung zu schätzen zu wissen, steigt bei mir nämlich mit zunehmendem Alter immer mehr an. Was mir in meinen Teenager-Jahren noch ziemlich egal war, finde ich mit Mitte zwanzig nun einfach nur erholsam und traumhaft schön. Nochmal aus dem Munde der Mitzwanzigerin: Es kann hier ja sooooo schön werden im Herbst:










Die heisse weisse Kürbis-Schokolade habe ich nicht gebraucht, um mich von draussen aufzuwärmen, da es in meiner Wohnung kälter war als draussen (ob die warme Aussentemperatur im Moment wohl am Klimawandel liegen oder nicht?). Aber da ich die so genossen habe, muss ich auf das letztes Jahr schon verbloggte Rezept an dieser Stelle unbedingt verweisen. Denn sie hat einfach die Gemütlichkeit der Situation auf dem Sofa mit meiner Wochenendlektüre perfektioniert. Nachmachen (des ganzen Tagesprogrammes, nicht nur der Rezeptes) wärmtens empfohlen!

Freitag, 19. Oktober 2012

Grains, grains, grains ...

Egal ob Couscous, Bulgur oder Quinoa - die Körner haben meinen Speiseplan wirklich bereichert und sind dort auch gar nicht mehr wegzudenken (eine Runde Warenkunde für mich folgt bald). Besonders zusammen mit frischem (gekochtem) Gemüse als sättigender Salat (warme Mahlzeit) gibt es so viele bunte Kombinationsmöglichkeiten, von denen ich gar nicht genug ausprobieren kann. Und in der Saison liegt was mit Kürbis nahe, siehe unten. Zudem habe ich auch etwas mit Gewürzen experimentiert, da mir so eine exotische Note bisher immer besonders zugesagt hat. 
Das Wort "Körner" assoziiere ich irgendwie immer mit Vogelfutter, deshalb bevorzuge ich den englischen oder französischem Ausdruck "grains" - aber das ist rein subjektiv.


 Bulgur mit Kürbis, Cranberries und Lauch

 für 1 Portion

150 g Kürbis
1 TL Öl
1 Prise Salz
50 g Bulgur
125 ml Gemüsebrühe
1 Frühlingszwiebel
15 g Cranberries
2 TL Öl
2 TL Zitronensaft
Pfeffer 
Salz
1 Prise gemahlene Nelken
1 Prise Muskat

Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Kürbis schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Würfel mit dem TL Öl und etwas Salz vermengen. Die gewürzten Kürbiswürfel auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech verteilen und alles ca. 20-25 Minuten backen (am besten nach 10 Minuten die Würfel mal wenden). Den Bulgur waschen, mit 125 ml Gemüsebrühe aufkochen und bei geringer Hitze und geschlossenem Topfdeckel gar kochen (ca. 10 Minuten). Danach etwas abkühlen lassen. Die Frühlingszwiebel waschen und in Ringe schneiden. Am Schluss alle aufgelisteten Zutaten gut vermengen und mit den Gewürzen abschmecken.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Beilage zum Chutney: Vollkorn-Cracker

Als Beilage für meine Chutneypremiere mit Mango, Rosinen und Paprika wurden auch noch irgendwelche Kekse/Cracker etc. gebraucht. Aufgrund von äußerst inspirierenden Blogs von Haushalten, in denen alles selbst gemacht wird, habe ich mittlerweile auch eine reichliche Sammlung an Rezepten für fast alles. So standen auch fünf Rezepte für passende salzige Kekse zur Auswahl. Die Frage nach dem Selbermachen oder Kaufen hat sich so gar nicht gestellt. Zumindest nicht, bis ich abends nach der Arbeit und dem Einkauf der Zutaten für alles ziemlich sehr hungrig in der Küche stand. Da kam mir erst mal der Gedanke, dass die Idee mit der Zubereitung des Chutneys und den Keksen am Abend vielleicht doch nicht so klug war. Aber a gab's dann auch schon keine Alternative mehr, also hab ich ganz schnell losgelegt. Und war dann doch erstaunt, dass die Kekse ziemlich schnell hergestellt und gebacken waren, ich hatte also mit dem Selbermachen doch die Richtige Entscheidung getroffen.


Da ich im Moment mehr als sonst darauf achte, gesund zu essen und Vollkorn praktisch ein Synonym für gesund ist, wurde von mir das Rezept für Homemade Wheat Thins von Smitten Kitchen ausgesucht. In der Anleitung steht eigentlich alles, ich weise nochmal gern darauf hin, dass man den Teig ganz dünn ausrollen sollte. Und eine kleine Anmerkung: die Zuckermenge würde ich beim nächsten Mal von 20 auf 10 g reduzieren, mir haben die Kekse für eine salzige Version etwas zu sehr nach Zucker geschmeckt (das Original, von dem Deb ihr Rezept abgeleitet hat, kenne ich ja nicht).

Samstag, 13. Oktober 2012

Hitverdächtig: Mango-Chutney

Wer hier regelmässig liest, der weiss, dass ich zwar für sehr viele Speisen Lob übrig habe, aber mit Begriffen wie "hitverdächtig" nicht gerade um mich schmeisse. Aber dieses Chutney wird wirklich in meine Blogger-Geschichte 2012 als etwas Besonderes eingehen.
Eigentlich habe ich ja nicht viel Erfahrung mit Chutneys: wenig Esserfahrung (und noch weniger Kocherfahrung). Ich habe diesen Sommer aber mal eine Variante mit Äpfeln gekostet, und bin daraufhin überhaupt erst auf das von mir ausprobierte Rezept mit Mango, Rosinen und Paprika aufmerksam geworden. Es ist aber mal wieder diese Kombination aus süß, salzig und scharf (ja, es kommen eine Menge Chilis rein), die mich so schwärmen lässt..


Das Rezept habe ich von der Seite "My diverse kitchen", einem vegetarischen Foodblog aus Indien. Dort gibt es sehr viel Inspirationen für mich - sowohl was indisches Essen angeht, aber auch darüberhinaus. Chutney gehört laut der Autorin eindeutig in letztere Kategorie. Trotzdem bekommt das auf der Seite veröffentlichte Rezept durch die Gewürze (Garam Masala-Gewürzmischung & Kurkuma) einen indischen Touch. Und ich finde das Geschmackserlebnis wirklich genial so! Nachmachen!


Wer es wirklich nachmachen will: Ich habe 2/3 der Menge des Originalrezeptes nachgemacht und die Mengen in Gramm umgerechnet. Verändert habe ich allerdings nichts. 

Das Originalrezept in Gramm umgerechnet lautet wie folgt:

Mango, Paprika & Rosinen Chutney

3 Mangos (das Fruchtfleisch davon, in Stücke gehackt)
70 g Rosinen
60 g brauner Zucker
60 ml weisser Balsamicoessig
3/4 TL Salz
2 EL Öl
2 TL Senfsamen
2 Zwiebeln, fein gehackt
1,5 TL Koriander (gemahlen)
0,5 TL Kurkuma (gemahlen)
1 TL Chilifkocken
1 TL Garam Masala
1große rote Paprika, fein gehackt
120 ml Orangensaft (am besten frisch gepresst und nicht gesüßt)
2-3 grüne Chilischoten, fein gehackt

Zunächst die Mangostücke mit dem Essig, braunen Zucker, den Rosinen und dem Salz in eine Schüssel geben und gut vermischen.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Als erstes die Senfsamen hinzugeben. Dann die Zwiebeln, diese in der Pfanne glasig braten. Als nächstes die Gewürze hinzufügen (Koriander, Kurkuma, Chiliflocken, Garam Masala). Nach einer weiteren Minute die Paprikastücke in die Pfanne geben und wieder eine Minute später schließlich die Mangomischung. Wenn alles vermengt ist, am Schluss die grünen Chilis sowie den Orangensaft unterrühren.

Alles zum Kochen bringen und dann für 20-30 Minuten bei schwacher Hitze einkochen lassen. Dabei regelmäßig umrühren. Wenn die Mango gekocht und das Cutney eingedickt ist, die Herdplatte abstellen und alles abkühlen lassen.

Das Chutney in Marmeladengläser füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Salat mit gebackenen Süßkartoffeln

Neben der Kürbiszeit ist auch Süßkartoffelzeit - darauf haben ein paar Blogger hingewiesen, und diese eindrücklichen Hinweise in Form von leckeren Rezepten sind an mir nicht spurlos vorbeigegangen, wie man an diesem Beitrag erkennen kann. Süßkartoffeln werden in aller Munde als sehr vitamin- und nährstoffreich, also als äußerst gesund, angepriesen. Und dazu schmecken sie auch noch so schön süß.
Aus diesen Gründen gab´s bei mir auch einen Salat mit Süßkartoffelwürfeln, die ich im Ofen gebacken habe. Und dazu passt Ziegenkäse auch wunderbar. Ein paar Nüsse. Und dann noch Spinat, um den "Salat" im Namen zu rechtfertigen.


Salat mit gebackenen Süßkartoffeln

für 2 Portionen

für den Salat:
400 g Süßkartoffeln
1 EL Öl
Salz, Pfeffer
Chiliflocken
150 g frischer Blattspinat
1 rote Zwiebel
20 g Pekannüsse
60 g Ziegenfrischkäse
für das Dressing:
2 EL Olivenöl
1 EL Balsamico, dunkel 
1 TL Dijon-Senf  
Salz
Pfeffer

Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen, Die Süßkartoffeln waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Würfel mit dem Öl, sowie den Gewürzen (Salz, Pfeffer und nach Belieben Chiliflocken) vermengen. Die gewürzten Süßkartoffelwürfel auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech verteilen und die Kartoffeln ca. 20-25 Minuten backen, bis sie weich, aber nicht matschig sind.
In der Zwischenzeit den Spinat waschen und gut abtopfen lassen. Die Zwiebel fein hacken, die Nüsse längs halbieren und den Ziegenkäse zerbröseln.
Die Zutaten für das Dressing verrühren und mit den Zutaten für den Salat vermengen. Diesen auf zwei Tellern anrichten und die Süßkartoffelwürfel darauf verteilen.


Und dieser herbstliche Salat ist auch mein Beitrag zu Sarah's Blogevent:

Herbst in der Küche

Sonntag, 7. Oktober 2012

Mini-Quarkgugelhupfe mit weisser Schokolade und Vanille

 

Vielleicht kommt euch die kleine Gugelhupfform auch schon bekannt vor - so wie einige von meinen Blogger-Kollegen wurde auch ich von der Firma Silikomart gefragt, ob ich denn nicht ein Mal eine Backform aus Silikon testen möchte. Klar, das interessiert mich natürlich (ich habe bisher nämlich noch gar nicht mit Silikonvormen gebacken). Und nachdem ich abgeklärt habe, dass ich als Gegenleistung für die kostenlose Form auf meinem Blog mein ehrliches Urteil zur Form abgeben darf und keinen vorgedruckten Werbetext publizieren muss, war der Deal gemacht. Ich bekam eine Silikonform für kleine Gugelhupfe zugeschickt. Eine Weile hat es gedauert, bis die Form ankam und nochmal eine Weile, bis ich zum Backen gekommen bin. Jetzt hab ich aber endlich ein Rezept und ein paar Worte zum Backen mit Silikonformen anzubieten.


Mini-Quarkgugelhupfe mit weisser Schokolade und Vanille

für 18 Stück

50 g weisse Schokolade
2 Eier
40 g Zucker
150 g Quark (Halbfettstufe)
1/2 Vanilleschote
20 g Speisestärke

Den Ofen auf 160°C (Ober- und Unterhitze). Die Schokolade im Wasserbad schmelzen.
Während dessen die Eier zusammen mit dem Zucker in einer Schüssel mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Die Vanilleschote öffnen und das Mark mit einem Löffel herauskratzen. Vanille und Quark zu der Eier-Zucker-Mischung geben und alles gut verrühren. Als nächstes die Speisestärke einsieben, nochmals rühren. Wenn die weisse Schokolade geschmolzen ist, zunächst etwas 1 EL Teigmischung zur Schokolade geben, und anschliessend die Schokolade mit dem Rest des Teiges vermengen. 
Den Teig gleichmässig auf die Mulden der Gugelhupfform verteilen und alles im Ofen ca. 20-25 Minuten backen.
Die Gugelhupfe nach dem Erkalten vorsichtig aus der Form lösen und bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.


Die Mini-Gugelhupfe in Pralinengrösse sind natürlich richtig süß, allein deswegen find ich sie super. Und nun noch ein paar Worte zur Backform:



Bei der Form von Silikomart handelt es sich um meine erste Backform aus Silikon, davor habe ich diese Alternative zu  den herkömmlichen Backformen aus Stahl aus Unwissen gar nicht in Betracht gezogen.

Und mein Urteil zur Silikonform fällt durchaus positiv aus: Zunächst finde ich es gut, dass man die Form nicht fetten muss (nur bei der ersten Benutzung). Sogar meine Kreation mit Quark und nur ganz wenig Mehl liess sich problemlos aus der ungefetteten Form lösen.
Auch noch hervorzuheben finde ich, dass sich die Form leichter reinigen lässt. Meine Feststellung bezieht sich auf das Spülen ohne Spülmaschine, was sich wirklich einfach gestaltet hat durch die Flexibilität der Form und dadurch, dass die Teigreste weniger stark kleben. Das ist natürlich insbesondere bei der Reinigung einer Form mit vielen kleinen Mulden und Rillen wie dieser von Vorteil.
Und als letztes (wenn auch eher nebensächlich für mich - zumindest bis zum nächsten Umzug) ist es natürlich nicht schlecht, dass eine Form aus Silikon weniger wiegt als eine Stahlform und nicht kaputt gehen kann.

Meine Bedenken galten anfangs vor allem der Stabilität der Form - bei der von mir verwendeten Form für die Mini-Gugelhupfe wird allerdings nicht so viel Teig in die Form gefüllt, dass das Ganze besonders schwer wird und so war hier mangelnde Instabilität überhaupt kein Problem (ich habe leider keine Erfahrungswerte für grössere Formen).
Und der zweite Punkt, der mich zunächst etwas spektisch gestimmt hat ist, dass ich kein grosser Fan von Plastik bin (umwelttechnische Gründe). Aber eigentlich ist das kein Argument gegen die Backformen aus Silikon. Denn man benutzt die Backformen in der Regel ja sehr lange, und es ist wohl sinnvoller, bei der ein oder anderen Verpackung oder Plastiktüte im Alltag zu sparen. 

Also ab jetzt ist diese Art von Backformen für mich eine echte Alternative. Die Qualität der Silikomart-Backform scheint mir im Übrigen gut zu sein.

Freitag, 5. Oktober 2012

Vegetarisches Linsen-Chili

Und nach dem Salat und der Beilage aus Linsen gab's letztes Wochenende auch noch ein Chili. Obwohl, wenn ich chronologisch nach dem Kochdatum und nicht nach dem Blogsatum gehe, dann gab's das Chili als erstes. Aber das ist ja nebensächlich, Tatsache ist, dass mich diese erste Kochaktion mit Linsen wirklich (unerwartet) stark begeistert hat. Die Linsen haben sich in dem Chili wirklich gut gemacht, zusammen mit etwas anderem Gemüse und etwas Schärfe. Schnell, gesund, vegetarisch und wirklich lecker.


Es war perfekt für einen gemütlichen Herbstabend. bzw. auch noch am nächsten Tag, nachdem ich mir auf einer Velobörse endlich mal ein Fahrrad gekauft habe, um meinen Bewegungsradius in der Umgebung etwas zu erweitern. Und zwar bei strömendem Regen - so habe ich es dann auch heimgefahren. Und unterwegs ein paar mitleidige und fragende Blicke geerntet, nach dem Motto "Welcher Idiot nimmt bei dem Regen das Fahrrad??". Aber mit dem richtigen Essen hinterher war ich schnell wieder aufgewärmt. Und in Erinnerung an diesen Morgen wird mir das Chili noch besser in Erinnerung bleiben. 



vegetarisches Linsen-Chili

für 2 Personen

75 g rote Linsen
400 ml Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1 Paprikaschote
½ - 1 Chilischote
1 Knoblauchzehe
etwas Öl
2 EL Tomatenmark
1 TL getrockneter Oregano
1 TL Paprikapulver
1 Dose (400 g) stückige Tomaten
Zitronensaft
Salz
Pfeffer

400 ml Gemüsebrühe zum Kochen bringen, dann die Linsen bei niedriger Hitze mit geschlossenem Topfdeckel darin ca. 15 Minuten köcheln lassen.
Das Gemüse waschen. Die Zwiebel, den Knoblauch und die Chilischote fein hacken und die Paprika in mundgerechte Stücke schneiden.
In einem Topf etwas Öl erhitzen, die Zwiebel und die Paprikastücke 2 Minuten darin andünsten, dann den Knoblauch und die Chilistücke hinzufügen, kurz weiterdünsten. Anschliessend die Tomaten und 100 ml Wasser dazugeben und alles ca. 15 Minuten einköcheln lassen (niedrige bis mittlere Herdtemperatur). Das Tomatenmark und die Gewürze unterrühren und ganz am Schluss die Linsen unterheben. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Als Beilage am besten Brot servieren.


Und das war jetzt auch zunächst der letzte Post zu Linsen. Am Wochenende wird erst mal wieder gebacken.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Vegetarische Linsenköfte zum Salat

Seit bei mir auch rote Linsen im Schrank lagerten, war ich ganz Ohr für das von Miri veröffentliche Rezept für Rote Linsen Köfte, dass irgendwie spannend klang. "Originale" Köfte sind ja eigentlich orientalisch angehauchte Fleischbällchen, die ausgebacken werden. Da unterscheidet sich die Mischung aus Linsen und Bulgur als Grundlage zwar vom Fleisch, aber ich ziehe auch in diesem Fall (wie so oft) gern die vegetarische Variante vor.


Das Rezept hat die liebe Miri hier veröffentlicht. Ich habe mich ziemlich genau an die Anleitung gehalten und muss sagen, dass alles super funktioniert hat, auch das Formen der "Köfte".
Und so hat eine neue, würzige und gesunde (klick hier für mein Loblied auf die Inhaltsstoffe der neu entdeckten Linsen) Beilage für Salate meinen Speiseplan erweitert. Alternativ kann man die Köfte natürlich einfach so als Snack essen, oder bei einem Buffet kann ich sie mir auch gut vorstellen.