Mittwoch, 28. November 2012

Kichererbsensalat

Das erste Wort, das ich bei meinem Auslandsaufenthalt während des Studiums in Barcelona gelernt habe, war "garbanzo" (Kichererbse). Auf die garbanzos bin ich während der Zeit dort unten dann noch öfter gestossen, sowohl im gemeinsamen Kühlschrank mit meinen Mitbewohnern, wo sie über Nacht eingeweicht wurden, als auch in Tapas in Restaurants. Das englische Wort "chickpea" finde ich aber auch nicht schlecht. Und das deutsche auch nicht ;-)

Eine Mathelehrerin von mir hat uns vor langer Zeit  (=zu Schulzeiten) immer eingeschärft: "Esst Kichererbsen! Wir sind alle übersäuert und Hülsenfrüchte wirken basisch."


Und da ich im Moment ja auf die Worte "gesunde Sportlernahrung" anspringe, bin ich von den Garbanzos ähnlich angetan wie von Linsen. Reich an Eiweiss, Ballatstoffen, Folsäure, Eisen, Magnesium, Zink und einer Vielzahl an Vitaminen. Sind genug Gründe, mal selbst Kichererbsen zu machen, oder? Und zwar richtig, nicht nur eine Dose öffnen. Dafür habe ich die Kichererbsen wie auf der Packung beschrieben über Nacht in Wasser eingeweicht, und am nächsten Tag noch in der Doppelten Menge Wasser eine Stunde in einer Pfanne bei niedriger Temperatur gekocht. Und dann habe ich sie in einen Salat gegeben:

Kichererbsensalat mit Orange und Feta

für 1 Portion

60 g Kichererbsen (gekocht oder aus der Dose)
Eisbergsalat
40 g Feta
1/2 Orange

für das Dressing:
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico, hell
1/2 TL Dijon-Senf  
1 TL Ahornsirup
1 TL Zitronensaft
1 EL frische, gehackte Petersilie
Salz
Pfeffer


Den Eisbergsalat waschen und klein schneiden. Die Orange Schälen und in mundgerechte Stücke teilen. Den Feta zerbröseln. 
Die Zutaten für das Salatdressing zu einer Sauce verrühren und das Dressing mit den Kichererbsen, dem Eisbergsalat, Feta und den Orangenstücken gut vermengen.  

Sonntag, 25. November 2012

Kürbis-Feta-Muffins und Pastinakensuppe


Der erste "Kürbishype" scheint vorbei zu sein, die Saison ist es aber noch nicht. Deshalb stand bei mir dieses Wochenende mal wieder Kürbis auf dem Speiseplan. Und backen. Daraus folgt: Kürbis-Muffins. Auf der Suche nach einem Rezept bin ich sofort auf einige Varianten mit Feta gestossen. Hört sich doch gut an, dachte ich mir. Letztendlich habe ich dann auch ein Rezept aus dem Kochbuch "Martha goes green" nachgekocht, dass bereits auf auf mehreren englischsprachigen Blogs hoch gelobt wurde. Hier ist es auch in unseren mitteleuropäischen Gewichtseinheiten zu finden. Anstatt der Sonnenblumenkerne habe ich ein paar Walnusshälften zerkleinert. Und den Tipp der Seite 101 Cookbooks, mit den Mehlsorten etwas zu variieren, habe ich mir auch zu Herzen genommen: 50% Vollkorm- und 50% Weissmehl verwendet. 

In die Muffins kommt auch noch etwas Spinat und Parmesan, insgesamt eine geschmacklich sehr ansprechende Kombination für mich. Und auch die Konsistenz des Teiges ist gut. Nur eine Anmerkung: Da in den Teig (ausser dem Käse) kein zusätzliches Fett kommt, bietet es sich an, die Muffins ohne Papierförmchen und in gefetteten Mulden zu backen. Anders als ich es gemacht habe - aber ich sag's lieber mal, da der Teig etwas an den Förmchen klebte ;-)



Eine Suppe als Beilage schien mir zu den Muffins sehr passend. Ich habe mich für eine, wie die Muffins, süsslich-pikante Pastinakencremesuppe entschieden. Diese habe ich nach folgendem Rezept zubereitet. Also pur und ohne viele Extras, da die Muffins ja schon eine Geschmacksvielfalt bieten (ich habe auch den Kerbel und das Kürbiskernöl weggelassen). Und damit sich die Suppe und die Muffins gut als Einheit zusammenfügen, habe ich erstere mit ein paar Walnüssen und Petersilie garniert. Eine gemüselastige, saisonale Mahlzeit, die ich heute mit viel Ruhe und Genuss zubereitet und gegessen habe. Nun werde ich den Rest des Sonntages gestärkt noch mit anderen Aktivitäten füllen. 

Freitag, 23. November 2012

Theorie & Praxis: Klassische Lasagne

Endlich! Ich habe eine Form und ein Rezept für Lasagne und beides passt zusammen! Hat eine Weile gedauert. Lasagne hab ich zwar schon ein paar Mal in verschiedenen Ausführungen auf gut Glück selbst gemacht, war aber nie so ganz zufrieden. Entweder musste ich fast alle Lasagneblätter irgendwie kompliziert zerbrechen, sodass sie in die Form passen, oder ich hatte zu viel Inhalt für die Form, oder das Mengenverhältnis an Hackfleischsauce / Béchamelsauce / Pasta hat überhaupt nicht hingehauen .... kompliziert. Jetzt hab ich's aber!

Zunächst habe ich eine 18 x 25 cm grosse Auflaufform entdeckt und mir gedacht, dass dort doch 3 Lasagneblätter quer reinpassen können. Bevor ich die Form gekauft habe, wurden daheim die Lasagneblätter ausgemessen und die passende Größe der Form für das Unterfangen "Lasagne" in der Theorie bestätigt.

Im nächsten Schritt wurde das Rezept aus meinem Studentenkochbuch, mit dem ich generell einverstanden bin, etwas angepasst. Das will heissen, ich habe die Fleisch- und Käsemenge etwas reduziert, sodass die Lasagne etwas leichter wird (immer noch gut sättigend und würzig). Und im Gegenzug habe ich die Menge an Tomatenbasis verdoppelt (denn bisher hatte ich immer Angst, dass die Lasagne zu trocken wird und die Pasta durch den Mangel an Flüssigkeit auch nur härter anstatt weicher wird). Zudem haben die Tomaten ja kaum Kalorien, also braucht man an der Stelle auch nicht sparen.

Und am Ende der Theorieeinheit habe ich mir noch Gedanken zur richtigen Schichtung gemacht. Ist unten beim Rezept vermerkt.

Im letzten Schritt habe ich die Lasagne logischerweise gebacken. Aufgrund der vergleichsweise etwas (aber auch nicht exorbitant) längeren Zubereitungszeit habe ich gewartet, bis ich letztes Wochenende Freunde zum Essen eingeladen hatte. Und somit hat das von mir zurechtgelegte Rezept auch den Praxistest bestanden.


klassische Lasagne

für 4-6 Portionen (Form mit den Maßen 18 x 25 cm)

Pasta:
12 Standard-Lasagneblätter (ein Blatt hat bei mir 18g gewogen, also insgesamt 216 g)

Zutaten für die Hackfleisch-/Tomatensauce:
2 Zwiebeln
300 g Hackfleisch vom Rind
2-3 EL Olivenöl
2 Dosen Tomaten, stückig (800 g)
70 g Tomatenmark
etwas getrockneter Oregano
Salz
Pfeffer

Zutaten für die Béchamel-Sauce:
40 g Butter
40 g Mehl
500 ml Milch
50 g Parmesan
1 Prise Muskat
Salz
Pfeffer

Belag:
50 g Parmesan

Am besten ist es, mit der Zubereitung der Tomatensauce zu beginnen. Während diese vor sich hin köchelt, kann in Ruhe der Rest vorbereitet werden. Die Zwiebeln fein hacken. In einer Pfanne das Öl erhitzen. Dann die Zwiebeln zusammen mit dem Hackfleisch scharf darin anbraten (ca. 7-10 Minuten), bis die Zwiebeln glasig und das Fleisch nicht mehr roh ist. Die Herdtemperatur etwas herunterschalten und die Dosentomaten und das Tomatenmark hinzufügen. Alles mindestens 20 Minuten köcheln lassen, 30 Minuten sind besser. Am Schluss mit dem Oregano, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Parmesan reiben. Für die Béchamelsauce in einem Topf die Butter zerlassen. Das Mehl hinzufügen und unter Rühren ca. 2 Minuten anrösten. Anschliessend die Milch dazugiessen. Alles unter ständigem Rühren ein Mal aufkochen lassen. Dann die Herdplatte ausschalten, die Sauce vom Herd nehmen, während die Hälfte des Parmesans (50 g) eingerührt wird. Wieder auf die ausgeschaltete Herdplatte zurückstellen, mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken und rühren, bis eine glatte Sauce entstanden ist.

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. In die Auflaufform zunächst etwas Tomatensauce, dann etwas Béchamelsauce geben. Drei Lasagneblätter darüberlegen. Diesen Vorgang 4 Mal wiederholen. Nach der vierten Schicht mit einer üppigen Schicht Béchamelsauce auf den Lasagneblättern abschliessen.

(Mein Gedankengang zur Schichtung: Das gibt also 4 Schichten Tomatensauce, 4 Schichten Lasagneblätter und 5 Schichten Béchamelsauce. Ich habe die Tomatensauce vorher in 4 Portionen geteilt, sodass die Sauce gleichmässig verteilt ist. Mit der Béchamelsauce bin ich bei den ersten vier Schichten eher sparsam umgegangen, und habe mir ca. 1/3 der gesamten Menge für die 5. und letzte Schicht aufgehoben. So haben die unteren Lasagneblätter durch die Tomatensauce genug Flüssigkeit abgekommen, und die oberen durch die Béchamelsauce). 

Die Lasagne mit dem restlichen Parmesan bestreuen und für ca. 45 Minuten im Ofen backen (falls der Käse vor dem Ende der Backzeit schon gut gefärbt ist, mit Alufolie abdecken).

Sonntag, 18. November 2012

Ein Update zu Carbonara & Bolognese

Während ich auch ab und zu neue Nudelgerichte ausprobiere, koche ich mich momentan durch eine 2. Runde der "Pastasauenklassiker", die ich bereits veröffentlicht habe. Bei jeder Pastasauce gibt so viele verschiedene Rezeptvarianten, und das ist auch der Grund, warum mir eine Entscheidung für ein bestimmtes Rezept beim ersten Kochen immer schwer fiel. Deshalb nun ein Update zu den Saucen Carbonara und Bolognese, bei denen ich bei der Wiederholung etwas variiert habe.


Los geht's mit einem kurzen Kommentar zu den Spaghetti Carbonara:
Nachdem ich aus mehreren Quellen gehört habe, dass an die "ganz originale" Version keine Sahne kommt, und nur Eier, Speck und Parmesan verwendet werden, habe ich dies bei einem weiteren Durchgang ausgetestet. Mein Fazit ist, dass die Spaghetti auch sehr gut ohne die Sahne auskommen, die Zugabe davon ist folglich nicht unbedingt nötig. Andererseits finde ich die Zugabe Sahne weder unpassend noch schädlich (in geringen Mengen). Vondaher werde ich ab jetzt situationsabhängig verfahren: Wenn grad Sahne da ist, warum nicht ein wenig hinzufügen. Wenn nicht, auch ok. Angenehmes Fazit, bei dem man nur alles richtig machen kann ;-)


Beim ersten Kochen der Sauce Bolognese habe ich mich für ein angeblich originales Rezept aus Bologna entschieden. Original hin oder her, ich fand die Zutatenliste und Anleitung im Voraus ziemlich überzeugend, und das Ergebnis nachher auch. Bei meinen Recherchen bin ich aber auch darauf gestossen, dass es noch eine ganz offiziell originale Version des "Ragu alla Bolognese" von Academia Italiana della Cucina von 1982 gibt. Weisswein? Milch? Lediglich Tomatenmark und keine frischen Tomaten? Die Zutatenliste hat mich etwas skeptisch gestimmt, weshalb ich mich auch erst in der zweiten Runde an das Rezept gewagt habe (wo ich es dann aber doch für meine Pflicht hielt, bei so viel Pastaklassikern). Im Ergebnis muss ich aber sagen, dass mich diese Version nicht so ganz überzeugt hat, irgendwie zu specklastig und zu wenig Gemüse. Aus dem Grund bleibt die zuerst ausprobierte Sauce "mein" Standardrezeot.

Freitag, 16. November 2012

Flammkuchen mit roten Zwiebeln, Roquefort und Feigen

In meinem Kühlschrank befinden sich einige normale weisse Zwiebeln, rote Zwiebeln sowie Schalotten. Eigentlich ein etwas überdimensionierter Vorrat für eine Person, die für gewöhnlich ein Mal am Wochenende kocht. Mir ist auch schon wieder entfallen, für welchen Anlass ich mir die roten Zwiebeln besorgt habe. Eigentlich verbinde ich diese ja mit Biergarten, Brezn und Obazda, wo die oft dazu serviert werden. Beim Durchblättern einer alten Living at Home-Ausgabe ist mir neulich neben der Südstaatenküche auch ein Flammkuchen mit roten Zwiebeln und Blauschimmelkäse aufgefallen. Und in meinen Gedanken hängengeblieben, sodass es diesen bald gab. Allerdings etwas abgewandelt mit Feigen und Sesam. Eine vielleicht etwas spezielle, aber für meinen Gaumen äußerst schmackhafte Kombination.

Den Teig für den Flammkuchen habe ich mir bei Kirsten abgeschaut. Eine verlässliche Adresse für so allerlei Rezepte, auch für Flammkuchenteig.


Flammkuchen mit roten Zwiebeln, Roquefort und Feigen

für 2 Portionen

2 x Flammkuchenteig (die Hälfte der Mengen dieses Rezeptes)
4 EL Sauerrahm
2 rote Zwiebeln
2 Feigen
60 g Roquefort (oder anderer Blauschimmelkäse)
2 EL Sesam
1 TL getrockneter Thymian
Salz
frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer

Den Teig nach Anweisung herstellen, halbieren und dünn ausrollen. Den Backofen auf 225°C vorheizen. Die Teigstücke mit dem Sauerrahm bestreichen, gut Salzen und Pfeffern. Die Zwiebeln waschen und quer in dünne Ringe schneiden. Die Feigen gut waschen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Zutaten auf den Flammkuchen verteilen, den Käse darüber brökeln. Alles mit dem sesam und dem Thymian bestreuen und für ca. 15 Minuten im Ofen backen.

Sonntag, 11. November 2012

Apfel-Wein-Torte

Diese Torte habe ich vor ein paar Wochen für einen Geburtstag gebacken und bei all den anderen Sachen, die ich in meiner Urlaubswoche gemacht habe, fast zu bloggen vergessen. Geht aber gar nicht, da der Kuchen ein absoluter Genuss war. Der Name sagt eigentlich schon das wichtigste, Apfel und Wein machen den Geschmack aus. Wir waren uns auch einig, dass die Herstellung der speziellen Puddingfüllung das Highlight ist: der aufgekochte Weisswein riecht so gut, zusammen mit den geriebenen Äpfeln. Die Puddingmasse könnte ich mir auch gut für kleine Törtchen vorstellen und werde sie mir dafür mal im Hinterkopf behalten.  


Ein paar Anmerkungen zum Rezept: Etwas verwundert war ich zunächst über das Backpulver im Mürbeteig. Letztendlich habe ich mich dann aber entschieden, vorerst rezeptgetreu zu arbeiten und das Backpulver hinzuzufügen. Daraus entsteht dann ein gebackener Teig, der für mich irgendwo zwischen Mürbeteig und Biskuit einzuordnen ist - gar nicht so schlecht. Das Backpulver kann man natürlich aber auch weglassen, dann hat man einen klassischen Mürbeteig.
Die Äpfel habe ich für den Kuchen beim ersten Mal nicht geschält, was evtl .auch etwas unüblich erscheint. Aber dadurch hat sich die Füllung so schön rötlich verfärbt. Man kann die Äpfel aber natürlich auch schälen. Dann wird die Füllung gelb wie auf dem Bild. Wichtig ist aber auf jeden Fall: wirklich fein raspeln.
Um die Sahne steif zu schlagen wird in meinem Rezept Sahnesteif mitbenutzt. Muss meiner Meinung aber nicht sein, kann man aber als Hilfe / Sicherheit dazu verwenden.


Apfel-Wein-Torte

für eine Springform mit 26 cm Durchmesser

für den Mürbeteig:
250 g Mehl
½ Päckchen Backpulver
125 g Butter/Margarine
125 g Zucker
1 Ei
1 Päckchen Vanillezucker

für die Füllung:
750 g Äpfel (Bruttogewicht)
750 ml Weisswein
2 Päckchen Vanillepuddingpulver (alternativ: 80 g Speisestärke)
200 g Zucker

für das Topping:
400 g Sahne
2 Päckchen Vanillezucker
evtl. Sahnesteif
1 EL Zimt
1 EL Kakao

Alle Zutaten (kalt) rasch zu einem Mürbeteig verarbeiten. Eine Springform damit auslegen. 

Die Äpfel waschen und fein raspeln. Den Ofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Ca. 5 EL Wein mit der Speisestärke/dem Puddingpulver vermischen, bis die Masse nicht mehr klumpt. Den Rest des Weins und zusammen mit dem Zucker aufkochen. Sobald alles kocht, die Stärke-/Puddingpulvermasse einrühren und alles kurz aufkochen und eindicken lassen lassen. Anschliessend die Äpfel unter die Weinmasse mischen.Die Füllung in der mit Teig ausgelegte Springform verteilen.

Den Kuchen für 70-80 Minuten backen. Den gebackenen Kuchen zunächst ausserhalb des Ofens, danach im Kühlschrank auskühlen lassen (am besten über Nacht).

Für das Topping die kalte Sahne mit dem Vanillezucker (und evtl. dem Sahnesteif - nicht unbedingt nötig, wenn die Sahne kurz vor dem Verzehr geschlagen wird. Aber u.U. ratsam, wenn der Kuchen über Nacht in den Kühlschrank gestellt wird) schlagen und den Kuchen damit bestreichen. Vor dem Servieren auch noch das Zimt und den Kakao vermengen und mit einem Sieb über den Kuchen streichen.

Linguine, Rosenkohl und Speck

Als ich letzte Woche den schönen Blog Bonjour Alsace entdeckt habe, lud mich das dort zuletzt von Sabine veröffentliche Rezept sofort zum Nachmachen ein: die Linguine mit Rosenkohl und Sauce Lardo di Colonnata. Denn Pasta ist nach einer Wochenend-Joggingrunde immer willkommen, Rosenkohl als Gemüse wollte ich diesen Herbst/Winter mal wieder eine Chance geben und Speck war noch von meinen neulich wieder gekochten Pastasaucen Carbonara & Bolognese übrig.


Ich habe mich ziemlich genau an Sabine's Rezeptvariante gehalten, nur dass ich anstatt der normalen Linguine die Vollkornvariante gewählt habe. Und anstatt dem Lardo di Colonnata gab's eben Pancetta. Auch wenn ich 30 verschiedene Käsesorten kenne und darin auch fein unterscheide, auf dem Gebiet Fleisch/Schinken/Speck bin ich eh kein Experte.
Den Lammsugo, der in Petra's Originalrezept noch Teil des Gerichtes ist, habe ich wie Sabine weggelassen. Und kann mich somit offiziell zum Club der Speckvegetarier (siehe Link bei Sabine) zählen, vor allem wenn ich behaupte, dass die Pastasauce durch den Speck so schön würzig war. Und den Orangen-Parmesan merke ich mir auch. Genau solche kleinen Feinheiten für eine edle Note an Gerichten schätze ich ja besonders. Na ja, und der Rosenkohl und ich ... werden zwar keine besten Freunde werden ... aber wenn ich sage, dass ich die Pasta so als Ganzes sehr lecker fand, Rosenkohl hin oder her, dann heisst das was.

Donnerstag, 8. November 2012

Apfel-Topinambur-Salat mit Roquefortdressing

Wie gesagt, Pastinake, Topinambur & Co sind total IN. Und nachdem mir letzte Woche auf dem Markt der Verkäufer von Federkohl und Topinambur ganz stolz mitgeteilt hat, dass auch der Topinambur Eigenanbau ist, schmeckt er umso mehr (das mit dem Eigenbau würde ich eigentlich erwarten, wenn ich auf dem Markt saisonales Gemüse kaufe, aber da er es so stolz gesagt hat, fand ich es einfach nur nett). Den Anstoss für die Kombination Topinambur und Apfel hat mir das Buch Salatwerkstatt von Claus Meyer gegeben, ein wirklich schönes Buch mit sehr einfallsreichen und modernen Rezepten, und ganz wichtig, tollen Bildern. Ansonsten hat meine Version nicht mehr so viel mit dem Original zu tun, daher gleich mein Rezept weiter unten. Ich finde das Dressing mit Blauschimmelkäse sehr passend zu dem süßlichen Gemüse und Obst.


 Apfel-Topinambur-Salat mit Roquefortdressing

für 1 Portion

200 g Topinambur
1 Apfel 
1 EL Zitronensaft
15 g Roquefort (alternativ anderer Blauschimmelkäse)
25 g Sauerrahm
2 TL weisser Balsamicoessig
Pfeffer
Salz
2 TL frischer, gehackter Schnittlauch
4 Pekannusshälften

Den Topinambur waschen, schälen und hobeln bzw. in hauchdünne Scheiben schneiden. Den Apfel ebenfalls waschen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Das Gemüse auf einem Teller anrichten und anschließend mit dem Zitronensaft beträufeln, damit es sich nicht verfärbt, während das Dressing zubereitet wird.
Für das Käsedressing den Roquefort, den Sauerrahm, den Essig und die Hälfte des Schnittlauches gut verrühren, bis eine homogene Sauce entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing über dem Salat verteilen. Die Pekannüsse hacken und zusammen mit dem Rest des Schnittlauches über den Salatteller geben.

Dienstag, 6. November 2012

Zanderfilet auf Herbstgemüse mit Beurre blanc

Das Highlight an diesem Gericht bildet ziemlich edel bzw. französisch klingende Sauce. Nach meiner Definition kann man die Wörter edel und französisch ja als Synonym verwenden - egal ob als kulinarische Fachbegriffe oder als Grundschritte im Ballett, die französischen Wörter unterstreichen das Edle, Feine, Besondere und Ästhetische. Das aber nur am Rande, wieder zurück zur Beurre blanc: auf so einer Sauce am besten mit Weisswein (da es den hier öfters dazugibt) war ich lang auf der Suche, wenn auch eher unbewusst, denn ich wusste nie so genau, was ich zum Fisch außer Gemüse dazu servieren soll. Aus diesem Grund ist mir wohl das Rezept für "Zander auf Frühlingsgemüse mit Beurre blanc" auf der Seite von Globus sofort ins Auge gestochen. Das Frühlingsgemüse habe ich natürlich der Jahreszeit angepasst, mit den obligatorischen Pastinaken ;-)

Das Gericht als Ganzes war ein Genuss, den Zander gehört nach Lachs zu meiner bevorzugten Fischsorte. Und die Sauce war auch wirklich sehr fein, egal ob als Beurre blanc bezeichnet oder ganz plump als Weisswein-Butter-Sauce.



Für eine Portion habe ich 150 g Zanderfilet in 1-2 TL Bratbutter / Öl angebraten.

Die Gemüsevariation sah bei mir folgendermaßen aus (es ist relativ viel Gemüse, wenn man noch eine andere Beilage zum Gericht reicht, sollte die Mengenagabe auch für 2 Portionen reichen. Ich esse mich allerdings gerne am Gemüse satt):

1 Stück Pastinake (100 g)
1 Kartotte (100 g)
50 g Erbsen (TK)
100 g Gemüsebrühe
1 TL Butter
Salz
Pfeffer

Die Pastinake und Karotte waschen, schälen und in ca.1 cm große Würfel schneiden. Die Butter in der Pfanne erhitzen, dann die Gemüsewürfel hinzufügen und bei mittlerer bis hoher Temperatur 3 Minuten andünsten. Anschliessend mit der Gemüsebrühe ablöschen und die noch gefrorenen Erbsen hinzugeben. Das Gemüse zunächst bei zugedecktem Topfdeckel 5 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Danach den Topfdeckel entfernen und 5 Minuten weitergaren, sodass das restliche Wasser verdampfen kann.

Für die Beurre blanc habe ich folgende Mengenangaben für 1 Portion genommen (siehe Link zum Rezept für die Zubereitung):
2 EL Weisswein
2 El Wasser
25 g Butter
Fleur de sel
   

Sonntag, 4. November 2012

Birnen-Ingwer-Muffins

In den vergangenen Tagen war mein Aktivitätsindex besonders hoch (und eurer übrigens auch, danke für die Besuche und Kommentare auf meinem Blog!). Das lag daran, dass ich eine Woche Urlaub hatte und eher untypisch für mich nicht verreist war. Da ich mich momentan aber permanent überfordert mit meinen Hobbys, der Pflege meiner sozialen Kontakte und meinem Haushalt fühle, kam mir die Urlaubswoche gerade recht, um alledem etwas intensiver als sonst nachzugehen. Auch dem Kochen und Backen, ja ich konnte sogar etwas "vorkochen". Vorkochen im Sinne von "ich hab jetzt ein paar Rezepte auf Lager für stressigere Zeiten". Zu essen für die nächsten Tage habe ich aber auch reichlich, da mein Kühlschrank ziemlich voll ist mit allerlei Lebensmitteln, die ich für meine Kocherei gebraucht habe und von denen noch was übrig ist ;-)


Und diese Woche bekommt nun auch einen gebührenden Abschluss mit Muffins, mit saftigen Birnen und frischem Ingwer. Inspiriert wurde ich von diesem ginger spiced pear bread. Da ich aber keine kleine Kastenform besitze, gab's eben Muffins. Ich habe zudem noch etwas Mohn sowie etwas Kakao für die schokoladige Note hinzugefügt. Der Teig ist vom Grundrezept aus meinem Muffinbuch abgeleitet, somit konnte in der Zubereitung nicht viel schief gehen.




Birnen-Ingwer-Muffins

für 12 Stück 


1 Birne (200 g)
40 g Ingwer
100 g Butter
2 Eier
80 g Rohrzucker
40 g Ahornsirup
200 g Joghurt (3,8% Fettanteil)
250 g Mehl
2 geh. TL Backpulver
2 EL Mohn
2 EL Kakaopulver

Die Butter vor Backbeginn aus dem Kühlschrank holen und weich werden lassen. 

Ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Birne waschen und in sehr kleine Stücke schneiden. Den Ingwer waschen, schälen und sehr fein hacken oder hobeln. 

Eier und Butter schaumig schlagen. Den Rohrzucker und den Ahornsirup einrühren. Anschliessend den Joghurt hinzufügen. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und einsieben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Dann den Mohn, das Kakaopulver und den Ingwer einrühren. Am Ende die Birnenstücke unterheben.

Den Teig auf die Förmchen verteilen und alles ca. 20-25 Minuten (bei mir 25) backen.

Freitag, 2. November 2012

Ein gesunder Snack: Kale (=Grünkohl) Chips

Auf US-amerikanischen Foodblogs scheinen sie bei genauer Betrachtung omnipräsent, während sie hier den großen Durchbruch noch vor sich zu haben scheinen - was ich zumindest schwer hoffe. Es geht um Kale Chips - auf deutsch wohl am besten mit Grünkohl Chips zu übersetzen. Nachdem ich in den letzten Wochen mein Gemüserepertoire um Pastinaken und Topinambur erweitert habe, bin ich natürlich auch bereit für eine weitere Gemüsesorte.

Grünkohl sieht man ja nicht in jedem Einkaufsladen, also habe ich mich auf dem Markt auf die Suche nach ihm gemacht. Zunächst wurde ich von einer netten Dame aufgeklärt, dass Grünkohl hierzulande Federkohl genannt wird. Dann verriet sie mir auch noch, an welchem Stand es diesen zu kaufen gibt. Perfekt, so konnte es gleich losgehen mit der Chips-Herstellung.

gebacken

Die Anleitung habe ich mir auf der Seite Kath Eats Real Food durchgelesen und dann auch das zugehörige Video angeschaut. Ist aber eigentlich ganz einfach: Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Grünkohlblätter in einzelne mundgerechte Stücke zerteilen (bei mir waren es 300 g für ein Backblech). Alles waschen und sehr gut abtropfen lassen. Dann auf einem Backblech etwas Öl verteilen, den Grünkohl darauf geben, mit etwas Öl beträufeln (ich überlege mir zum ersten Mal ernsthaft, einen Ölsprüher zuzulegen, der wäre hierfür glaube ich sehr geeignet) und würzen. Bei mir mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken. Man könnte auch Parmesan darüberstreuen, das versuche ich beim nächsten Mal. Alles für ca. 15 Minuten backen (lieber schon mal nach 10 Minuten nachschauen und sichergehen, dass der Kohl nicht schon schwarz wird).

auch gebacken

Ich fand das Ergebnis absolut genial und freu mich schon auf meinen nächsten Marktbesuch, um für Nachschub an Kohl zu sorgen. Die Chips haben total knusprig und würzig geschmeckt.
Und die beste Nachricht: Die Kalorien des Grünkohls an sich sind zu vernachlässigen. Je nachdem wie viel/wenig Öl man nimmt, sind die Chips dann ein wirklich ein kalorienarmer Snack. 

Rohzustand

Obwohl, die allerbeste Nachricht ist: Grünkohl enthält eine Vielzahl an wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen, die die Leistungsfähigkeit steigern und Krankheiten vorbeugen sollen, wie zum Beispiel hier und hier zu lesen ist.

Donnerstag, 1. November 2012

Coleslaw

Luna hat mir mit folgendem Beitrag Hunger auf den klassischen amerikanischen Krautsalat gemacht.
Von den Zutaten her eigentlich ziemlich einfach, benötigt werden nur Karotten, Weisskohl (den ich bisher lediglich für Kohlsuppe genutzt habe) und Dressing. Bei mir Mayonnaise, da ich noch welche hiervon übrig hatte. Bevor ich zum ersten Mal Mayonnaise selbst hergestellt habe, habe ich ja immer behauptet, dass ich das fettige Zeugs und die Konsistenz gar nicht mag. Ich würde Mayonnaise auch sicher nicht im Supermarkt kaufen und will sie auch wirklich nicht auf Sandwiches etc. sehen. Aber in manche Rezepte gehört sich klassischerweise rein, wie in einen Garnelencocktail oder eben den Krautsalat. Und dort ist sie auch bei mir gestattet - sofern selbstgemacht mit ganz frischen Bio-Eiern.


Also nur Karotten und Kohl waschen und raspeln und Mayonnaise dazu. Das ganze hat mir so super geschmeckt, ich hab auch gar nicht mehr dazu gebraucht, da der Salat relativ sättigend ist. Wird als Klassiker in meiner Rezeptesammlung aufgenommen. Das ist ein gutes Stichwort, denn deren Aktualisierung widme ich mich jetzt sofort,