Sonntag, 1. Dezember 2013

500 g Grünkohl - oder: Kale Chips reloaded

Null komme fünf null null (Kilogramm) ... schrie der Verkäufer über den halben Marktplatz, nachdem ich 500 g Grünkohl geordert hatte, und er die Menge bis auf's Gramm genau geschätzt hatte. Seine Freude war meine Freude - was einen Marktbesuch doch immer wieder auf's Neue so nett macht.
Nachdem ich mein Gemüse (mengenmäßig im Bereich von mehreren Kilogramm) nach Hause geschleppt hatte, stellte ich gleich mal wieder eine Ladung Kale Chips her. Die Chips, die ich letztes Jahr schon vorgestellt hatte, sind immer noch total IN. Und ich ein großer Fan von ihnen.


Eine Alternative zu den ganz klassischen Grünkohlchips ist eine Variante, die ich auf dem Blog ny new roots entdeckt habe: dort werden die Grünkohlblätter vor dem Backen in einer Mischung aus Zitronensaft, Tamarindensauce, Ahornsirup, Olivenöl, Sesam und Salz gewendet und dementsprechend aromatisiert. Und was dabei herauskommt, ist äußerst lecker. Und viel besser (interessanter & gesünder) als Chips in der herkömmlichen Art allemal. Gebacken habe ich diese Variante der Chips - anders als im Rezept angegeben, aber dafür wie gewöhnlich bei 180°C für 15-20 Minuten.


Noch ein paar Anmerkungen zum Unterfangen:
1. Der Grünkohl sollte auf jeden Fall vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden, aber auch wieder gründlich getrocknet. Denn wenn der Kohl zu nass in den Ofen geschoben wird, gibt es am Ende eher gedünsteten Kohl anstatt Chips. Also die Blätter nach dem Waschen entweder mit einer Salatschleuder trocknen, oder wirklich gründlich in einem Sieb abtropfen lassen und die Blätter danach noch leicht ausdrücken.
2. Etwas Öl ist für die Herstellung von knusprigen Chips unerlässlich.
3. Die richtige Backzeit ist eine ziemlich Gratwanderung (der Übergang von knusprig zu verbrannt ist eng). Es empfiehlt sich daher, die Chips nach ein paar Minuten Backzeit und spätestens wenn sie schon leicht braun sind, nicht mehr aus den Augen zu lassen.

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