Donnerstag, 20. Juli 2017

Pesto mit Ricotta und Walnüssen (Pesto alla siciliana)

Nach ganz vielen Beiträgen zum Backen kommt nun nach langer Zeit mal wieder ein Koch-Beitrag. Dass ich so wenig Neues zum Thema Kochen zu sagen habe, liegt daran, dass ich gerade vor allem Bewährtes für mehrere Leute koche. Neulich habe ich aber mal wieder was ausprobiert. Besser gesagt nachgemacht. Nachdem ich einmal "Pesto alla siciliana", sprich mit Walnüssen und Ricotta aus dem Glas probiert hatte, was wirklich gut geschmeckt hat, kam in gewohnter Blogger-Manier natürlich sofort der Gedanke auf "das kann man doch auch ganz selber machen". Nach ein wenig Recherche habe ich ein Rezept wie folgt abgewandelt.

Das wirklich einzige Manko an dem Pesto ist: die Farbe... die ist einfach nicht so fotogen. Da hilft nur Petersilie zum Garnieren. Und ein Tomatensalat in einer farbenfrohen Schüssel dazu.


Pesto alla siciliana

für 4 Portionen

100 g Walnüsse
200 g Ricotta
ein paar Stängel frische Petersilie
40 g Pecorino
4 EL Walnussöl
50 g Tomatenmark
frisch gemahlener, weißer Pfeffer
Salz
Chiliflocken nach Belieben

Die Walnüsse mit dem Mixer mahlen. dann die anderen Zutaten hinzufügen und alles pürieren. 

Mit der entsprechenden Menge an Pasta und evtl etwas Nudelwasser vermengen. Mit Petersilie garniert servieren.

Sonntag, 9. Juli 2017

Stachelbeer-Marzipan-Tarte

Hier erscheinen gerade verhältnismäßig viele Kuchenrezepte. Ich hab in letzter Zeit doch öfter für meine Gäste gebacken. Gekocht auch, jedoch auf Bewährtes zurückgegriffen und eher beim Backen mal experimentiert. Dass die folgende Tarte entstand, ist hingegen eher dem Zufall geschuldet. Eigentlich wollte ich die bewährte Heidelbeer-Marzipan-Tarte backen. Ich habe jedoch keine schönen Heidelbeeren gefunden und so nahm ich deutsche Stachelbeeren vom Markt mit und habe mein Rezept etwas angepasst. Da die Stachelbeeren etwas säuerlich sind, habe ich ein wenig mehr Zucker verwendet. Und die Menge verdoppelt, jetzt habe ich ja Leute im Haus, die Kuchen essen.


Fazit: Auch Stachelbeeren harmonieren toll mit den Marzipanstreuseln. Ich mag die Tarte übrigens am liebsten, nachdem sie eine Nacht im Kühlschrank war.


Stachelbeer-Marzipan-Tarte

für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser

Zutaten für den Teig:
250 g Mehl
125 g Butter
60 ml kaltes Wasser
60 g Zucker
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
2 EL Zitronensaft
100 g Zucker
200 g Schmand
2 Eier
400 g Stachelbeeren

Zutaten für die Streusel:
150 g Mehl
150 g Marzipan
100 g Butter, weich

Puderzucker zum Bestäuben

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Zutaten für den Mürbeteig rasch verkneten und den Teig mind. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Anschließend den Teig ausrollen und in der Tarteform auslegen, einen ca. 2 cm hohen Rand formen.

Die Butter für die Streusel spätestens jetzt aus dem Kühlschrank nehmen.
Den Teig allein15 Minuten blindbacken (Backpapier auf den Teig in der Form legen und z.B. getrocknete Bohnen darauflegen, alles in den Ofen schieben).

Für die Füllung den Zitronensaft, Puderzucker, Schmand und das Ei verrühren.
Die Zutaten für die Streusel mit der Hand oder dem Knethaken der Rührgeräts verrühren.
Die Stachelbeeren waschen und halbieren.

Nach 15 Minuten den vorgebackenen Teig aus dem Ofen holen. Die Stachelbeeren in der Form verteilen, dann die Füllung darüber gießen und am Ende die Streusel darauf verteilen.

Die Tarte nochmal 20-25 Minuten bei 180°C im Ofen backen. Vor der Servieren mit Puderzucker bestreuen. 


Und das Rezept passt, um am Kochevent der Tomateninsel teilzunehmen:

Wir kochen uns durch das Alphabet - S

Donnerstag, 29. Juni 2017

Voll im Trend: Kurkuma - und ein passendes Kurkuma-Müsli

Dass Inder in der Regel durch ihren Konsum von Kurkuma nicht an Eisenmangel leiden, war mir durch einen Zeitschriftenartikel, den ich vor ein paar Jahren gelesen habe, bereits in Erinnerung. Dort ging es auch um die positiven Eigenschaften des Gewürzes bzw. der Kurkuma-Wurzel. Neulich brachte meine Mama einen Artikel mit dem Titel "Go Gelb" aus der Brigitte Woman ebenfalls zu Kurkuma mit. Zahlreiche Studien wollen unter anderem die entzündungshemmende, antioxidative und depresionsmildernde Wirkung der Wurzel belegen... hört sich doch alles gut an und macht Lust, Kurkuma zu sich zu nehmen. Das Pulver schmeckt zwar intensiv, aber wenn es passt, auch sehr besonders. Und die gelbe Farbe ist auch toll. So habe ich mir letzte Woche gleich mal ein Müsli zubereitet, nachdem ich per Zufall auf dieses Rezept gestoßen bin. Ein schön anzusehendes und lecker schmeckendes Essen für heiße Tage.


Ich habe das Rezept ein wenig abgewandelt: Und zwar habe ich die Haferflocken mit 1 EL Chia-Samen und 200 ml lauwarmer Milch für 1 Stunde eingeweicht. Dann habe ich das Kurkumapulver und die ganzen anderen Gewürze dazugegeben. Nun habe ich alles in einen Teller gegeben und mit Mango- und Bananenstücken sowie Kokosraspeln und Zitronenmelisse garniert.

Als nächstes wird dann die famose und angesagte Kurkuma-Latte ausprobiert!

Freitag, 23. Juni 2017

Ein sommerlicher Kuchen: Zitronen-Buttermilch-Kuchen

Für das Fest letzte Woche habe ich neben dem Erdbeer-Dessert noch einen Kuchen gebacken. Mir war danach, mal wieder etwas Neues auszuprobieren. Da ich noch Buttermilch im Kühlschrank hatte und sehr positive Erinnerungen an die Konsistenz des Teiges der Schokomuffins besitze (bei denen ich wirklich mit Öl, Butter, Milch und Buttermilch experimentiert hatte), fiel die Wahl auf einen Kuchen aus Rührteig mit Zitrone und Buttermilch. Sehr frisch-sommerlich also. Der Kuchen wurde zwar nicht so viel gelobt wie mein Erdbeer-Dessert, auf das sich alle gestürzt haben, daher lobe ich ihn nun. Ich bin begeistert, wie saftig der Teig war, sicherlich dank der Buttermilch und wie erfrischend der Kuchen geschmeckt hat.


Das Rezept habe ich bei Kochbar gefunden. Ich hab mich genau daran gehalten (außer dass ich für die Glasur keine 200 g Puderzucker mehr hatte) und der Kuchen war wirklich schnell gemacht. Dafür, dass er so einfach zuzubereiten ist, macht er echt viel her!  Ich glaube, ich werde bald wieder mit Buttermilch backen.

Sonntag, 18. Juni 2017

Schneller Erdbeer-Joghurt-Nachtisch


Für ein Fest am vergangenen Freitag habe ich endlich mal wieder kochen und backen dürfen ... das habe ich in den letzten Wochen vermisst. Als Hauptgericht gab es unter anderem eine große Portion Kartoffelgratin, das kann ich jetzt auch mit der dreifachen Menge für viele Leute zubereiten. Als Nachtisch schwebte mir etwas mit Erdbeeren vor. Aus Effizienzgründen habe ich mich dann gegen die Bisquitrolle entschieden und von einem Dessertrezept aus einer Zeitschrift mit Erdbeeren und Joghurt inspirieren lassen. Das ging wirklich recht einfach und schnell. Aber es war sehr lecker, und hat nach Nachtisch, aber auch nach vielen frischen Erdbeeren geschmeckt. Und der Nachtisch wurde von den Gäste gelobt. Voilà das Rezept für die Kreation:


Erdbeer-Joghurt-Nachtisch

Zutaten für 8 Portionen

1 kg Erdbeeren
200 ml Sahne
600 g Joghurt
50 ml Ahornsirup
1 EL Zucker
1 EL Zitronensaft
Zesten von 1/2 Zitrone
Zitronenmelisse zum Garnieren

Die Erdbeeren waschen, putzen, trocknen und in dünne Scheiben schneiden.
Die Sahne steif schlagen (am besten mit 1 Prise Zucker) und dann mit dem Joghurt, Ahornsirup, Zucker, Zitronensaft und -zesten vermengen. Die Hälfte der Erdbeeren untermengen.
Die Masse ain 8-10 Schälchen oder Gläser verteilen. Die restlichen Erdbeerstücke darüber streuen und je mit einem Blatt Zitronenmelisse garnieren.

Sonntag, 11. Juni 2017

Immer wieder und in allen Variationen: Ofengemüse


Ungalant ausgedrückt handelt es sich um Resteverwertung. Aber Ofengemüse ist so viel mehr als Resteverwertung für mich. Denn buntes Gemüse, aromatisch duftend und gut gewürzt frisch aus dem Ofen kann mich oft begeistern. Das farbige Gemüse spielt dabei eine wichtige Rolle, daher sind auch die Bilder hier entstanden ... so schön, dass ich neulich meine Kamera gezückt habe. Denn ein richtiges Rezept habe ich heute nicht mal. Vor langer Zeit habe ich bereits einen Beitrag zu Ofengemüse geschrieben. Sogar sehr technisch. Heute würde ich sagen: einfach Gemüse nach Wahl schnibbeln (im Frühling ist Spargel sehr gut und Kartoffeln gehen immer und sättigen zudem), mit Öl, Salz, Pfeffer, etwas Paprikapulver und Kreuzkümmel vermengen. Alles im Ofen ca. 30 Minuten backen, bis es halt durch ist. Dazu gibt's bei mir auch immer einen Dipp ... ebenfalls Resteverwertung oder was der Kühlschrank halt an Milchproduktenzu bieten hat. Hüttenkäse, Quark, Joghurt, Schmand ... mit Zitrone, Kräutern, Salz und Pfeffer. Immer wieder lecker.

Sonntag, 28. Mai 2017

Geht immer: Kirsch-Schoko-Kuchen


Als ich vor ein paar Wochen über Mittag Besuch hatte, habe ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen, mal wieder einen Kuchen zu backen bzw. einen neuen Kuchen auszuprobieren. Die Wahl fiel auf einen Kuchen, welchen ich schon lange in meiner Lesezeichenliste abgespeichert habe: Einen Kirsch-Schoko-Kuchen von den Küchengöttern.

Kurz gesagt, ich fand den Kuchen spitze. Saftig durch die Kirschen, mit Schokostückchen und der Teig ist auch durch die (gemahlenen) Mandeln etwas besonderes. Geht immer - da ich gerne Obstkuchen backe aber richtige Beeren dem Sommer vorbehalten sind. Kirschen aus dem Glas sind hingegen in den anderen Jahreszeiten eine Alternative. So wird der Kuchen definitiv in Liste mit Standardrezepten aufgenommen. Aufgegangen ist er zudem auch schön, in der Mitte sind die Stücke bei mir ungewöhnlicherweise höher als am Rand geworden.

Sonntag, 21. Mai 2017

Ein Highlight: Pide mit Spinat und Feta


Am Samstag Abend vor ein paar Wochen gab's nach einem anstrengenden Renovierungstag noch ein gemütliches Abendessen. Dieses wird mir wegen der Pide in Erinnerung bleiben. Denn obwohl ich vor dem Kochen schon recht müde war, wollte in an meinem Plan festhalten und bereitete die Pide zu ... von den türkischen Teigfladen hatte ich schon so oft gehört, diese aber noch nie gegessen. Und mit Spinat und Feta als Füllung kann ja eigentlich nichts schief gehen. Dem war auch so. Beziehungsweise hat die Pide meine Erwartungen noch übertroffen. Zunächst sehen die Teigfladen (der Teig erinnert mich an Pizza, ist ja auch sehr ähnlich) in Schiffchenform wirklich hübsch aus und man kann gut einzelne Stücke abschneiden. Und gerochen hat es auch sehr fein in der Küche. Und geschmacklich... Spinat und Feta ... was will man mehr? Eventuell noch Pinienkerne, okay. Aber so war das Geschmackserlebnis einfach perfekt. Und die Pide ein Highlight, dass es definitiv wieder geben wird.

Das Rezept habe ich von einer Freundin als Empfehlung bekommen. Danke, Nicole! Es stammt aus einer Zeitschrift, aber ich habe ein paar Dinge leicht verändert. Unten meine Vorgehensweise.

Übrigens habe ich mir das Pul Biber (türkische Paprikaflocken) zum Anlass genommen, einen Abstecher im türkischen Lebensmittelladen zu machen. Dort bin ich natürlich fündig geworden. Pul Biber erinnert mich start an Chiliflocken, nur dass es etwas mehr nach Paprika schmeckt. Eventuell liegt das auch daran, dass Pul Biber etwas milder ist als Chiliflocken und somit mehr vom Geschmack zu erkennen ist außer Schärfe ;-)



Pide mit Spiant und Feta

für 4 Portionen (2 Pide)

für den Teig:
400 g Mehl
200 ml lauwarmes Wasser
1/2 Würfel Hefe
1/2 TL Zucker
1/2 TKL Salz

für die Füllung:
1 kg frischer Spinat (oder 500 g tiefgekühlter)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
1/2 TL Kreuzkümmel
Pfeffer
Salz
Pul Biber nach Belieben (ersatzweise Chiliflocken, bei mir 1 TL, das hat man aber rausgeschmeckt!)
50g Pinienlerne

zum Bestreichen:
1 Eigelb
2 EL Milch

Zuerst sollte der Hefeteig zubereitet werden. Dazu das Mehl in eine Schüssel geben. Die Hefe in das lauwarme Wasser bröckeln und zusammen mit Zucker und Salz gut verrühren. 
 Die Flüssigkeit in die Schüssel mit dem Mehl geben und alles für ein paar Minuten zu einem geschmeidigen Hefeteig kneten. Den Teig 45-60 Minten an einem warmen Ort mit einem Geschirrtuch bedeckt gehen lassen.

Den Spinat waschen. Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und beides fein hacken. In einem Topf das Öl erhitzen, zunächst die Zwiebeln zugeben, 2 Minuten später den Knoblauch. Nach ca. 3 Minuten den Spinat (wenn die Pfannengröße nicht ausreicht, dann portionsweise hinzugeben) hinzufügen und blanchieren, bis er in sich zusammenfällt. Nun die Flüssigkeit abgießen und den Spinat gut ausdrücken (ich breite ihn immer aus, damit er schneller kalt wird und drücke ihn dann in einem Sieb aus). Den Spinat mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Pul Biber würzen.
Den Feta zerbröseln und die Hälfte unter den Spinat mischen.

Den Backofen auf 220°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Teig nun zu zwei länglichen Fladen ausrollen. Die Füllung auf den Fladen verteilen, dabei zu allen Seiten einen Rand von 2 cm lassen. Den restlichen Feta und die Pinienkerne auf der Füllung verteilen. Anschließend die Teigränder nach innen einschlagen. Eigelb mit der Milch verquirlen und die Teigränder damit bestreichen.

Die Pide je 20-25 Minuten im Ofen backen.


Sonntag, 14. Mai 2017

Ankündigung: Food Fotografie Workshop in der Black Forest Lodge vom 22.-24.09.2017


Hallo zusammen,

heute gibt es kein Rezept, sondern eine Ankündigung, über die ich mich riesig freue, dass ich sie machen darf.

Wie die meisten Leser wahrscheinlich bereits wissen, habe ich mir im Norschwarzwald in der Nähe von Freudenstadt ein Haus gekauft und werde dort demnächst meine Black Forest Lodge eröffnen. Diese soll auch eine Plattform für verschiedene Veranstaltungen sein. Und dieser Traum nimmt nun langsam Gestalt an, da ich für 2017 bereits ein paar Events plane.

So habe ich mich mich mit dem Münchener Fotografen Andreas Hantschke zusammengetan, und wir werden gemeinsam im September einen Food Fotografie Workshop veranstalten. Andreas hat sich unter anderem auf Food Fotografie spezialisiert und bereits ein Kochbuch herausgegeben. Am besten verweise ich euch auf seine Webseite, damit ihr euch ein Bild von seinen schönen Bildern machen könnt, dann brauche ich gar nicht viel mehr zu sagen.



Leistungen:

·         Teilnahme am Food Fotografie Workshop mit Andreas Hantschke
·         2 Übernachtungen im gebuchten Zimmer (mit Bad / ohne Bad).
·         Vollpension mit einer warmen
·         Getränke (Kaffee, Tee und Wasser) und Snacks während des Seminars. Getränke (Wasser, Wein, diverse Softdrinks) zu den Mahlzeiten.

Nicht im Preis mitinbegriffen:
·         An- und Abreisekosten
·         Evtl. anfallende Transfergebühr vom Bahnhof Freudenstadt nach Igelsberg


Preise:
  • Unterbringung im Einzelzimmer mit Gemeinschaftsbad: 440€ 
  • Unterbringung im Einzelzimmer mit eigenem Bad: 470€

Programm:

Freitag:
  • Ab 14 Uhr Anreise
  • Gemeinsames Abendessen und Kennenlernen und Festlegen der Workshop-Schwerpunkte
Samstag:
  • Theorieblock zu Fotografie und Food Fotografie
  • Praxisteil zum Fotografieren (bitte eigene Kamera mitbringen)
  • Dazwischen Mittagessen
  • Besprechung eurer Bilder, Aufbereitung der Bilder in Lightroom
  • Abends gibt es ein gemeinsames, warmes Abendessen und Austausch
Sonntag:
  • Frühstück
  • Fragerunde
Ein genaues Programm für die Teilnehmer folgt ca. 4 Wochen vor dem Workshop.


Wenn ihr interessiert an der Teilnahme am Workshop seid, dann kontaktiert doch einfach Andreas oder mich. Wir schicken euch gerne ganz unverbindlich weitere Informationen und Konditionen zum Workshop zu. Und wir beantworten natürlich auch eure Fragen.

Es würde mich wahnsinnig freuen, wenn der Workshop zustande kommt und ich den ein oder anderen Food Blogger, mit dem ich bereits virtuell Bekanntschaft geschlossen habe, auch persönlich kennen lernen dürfte.

Liebe Grüsse,
Sarah

contact@black-forest-lodge.eu oder noplainvanillakitchen@googlemail.com

Sonntag, 7. Mai 2017

Rhabarbertarte

Auf die Suche nach Rezepten für Rhabarberkuchen musste ich nie gehen, da meine Mama über eine ziemlich umfangreiche Sammlung verfügt. Das Rezept daraus von meiner Oma für einen Rhabarberkuchen mit Baiserhaube haben wir bereits nachgemacht und es war wirklich lecker. Genauso der Rhabarberkuchen mit Pudding uns Streuseln war vor zwei Jahren auch ein voller Erfolg. Letztes Jahr haben wir ein weiteres Rezept aus der Sammlung nachgemacht, welches allerdings nicht ideal geklappt hat. Welches das nun war und was nicht so gepasst hat, daran erinnern wir uns jetzt natürlich nicht mehr (was man nicht gleich aufschreibt, das ist vergessen. Das ist bei mir im Moment leider auch schon nach 30 Sekunden so).

Jedenfalls war es nicht der folgende Kuchen, welchen es letzte Woche gab: eine Art Rhabarbertarte, aus Mürbeteigboden, Rhabarberstücken und einer Füllung aus Sauerrahm. Die Tarte ist schön knusprig durch den Boden, und schön saftig durch die Füllung. Ich fand sie auch genau richtig süß. Relativ schell und einfach zu machen, und doch besonders. Das Rezept wird damit in meine Sammlung an Rhabarberkuchenrezepten aufgenommen.


Rhabarbertarte

für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser

Zutaten für den Mürbeteig:
250 g Mehl
125 g Butter, kalt
125 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
700 g Rhabarber
5 EL Zucker
2 Eier
200 g Saure Sahne
6 EL Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
4 EL Mehl

Die Zutaten für den Mürbeteig rasch verkneten und den Teig in den Kühlschrank stellen, solange die weiteren Arbeitsschritte ausgeführt werden. Anschließend den Teig ausrollen und in der Tarteform auslegen und einen Rand formen.

Den Ofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Den Rhabarber schälen, in dünne Scheiben schneiden und mit 5 EL Zucker vermengen.
Die Eier mit der sauren Sahne, dem Zucker und Vanillezucker und dem Mehl vermengen, dann den Rhabarber hinzufügen, alles vermischen und in die Tarteform geben. 

Alles 50-60 Minuten backen (bei mir 60 Minuten).

Samstag, 29. April 2017

Das "Großprojekt Hummus" und die Kunst der Zubereitung

Puh ... man könnte fast sagen, ich hätte einen Meilenstein erreicht. Denn lange hat's gedauert, bis ich nun ein Rezept für Hummus vorweisen kann, mit dem ich zufrieden bin. Vor einigen Jahren hab ich ein paar Mal Hummus gemacht, aber mir entweder nicht genau die Zutaten aufgeschrieben oder ich war nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis. So blieb immer das Gefühl, dass ich kein ordentliches Rezept habe. Etwas frustriert habe ich das "Projekt Hummus" in den letzten beiden Jahren dann ganz auf die Seite gelegt.

Nun habe ich einen neuen Anlauf gestartet, da ich wirklich mal wieder Hummus essen wollte zu meinem Ofengemüse. Mir scheint es fast, als wäre es eine hohe Kunst, Hummus selbst zu machen. So mein Urteil nach der Durchsicht einiger Rezepte. Denn in den meisten vermisse ich die genauen Angaben. Sprich, man sollte es im Gefühl haben, wie die Konsistenz sein sollte. Ob noch Flüssigkeit hinzu kommt etc. Und natürlich das Abschmecken.

Nun habe ich mir mein Rezept in Anlehnung an dieses hier und Carla's Version gebastelt und bin mit dem Ergebnis der letzten Hummus-Zubereitung wirklich zufrieden. Die Zutaten habe ich möglichst genau abgemessen. Aber wie gesagt, ein Gefühl für den richtigen Hummus bei der Zubereitung ist unabdingbar ;-) 

Meine Tipps noch zusammengefasst:
  • Die Masse zieht nach der Zubereitung noch Flüssigkeit, also darf sie direkt nach der Herstellung nicht zu trocken sein, da sie das eh noch wird. Man läuft sonst Gefahr, harten Hummus zu servieren (das habe ich auch schon geschafft bzw. wurde mir solcher Hummus auch schon serviert).
  • Mit Zitronensaft anfangs sparsam sein, lieber nachher noch was hinzufügen
  • Um meinen Mixer nicht allzu sehr an seine Grenzen zu bringen, füge ich gleich zu Beginn etwas Wasser hinzu, ich meine, das hilft
  • Dieses Mal habe ich Kichererbsen aus der Dose verwendet. Ich will es aber bald mit selbst eingeweichten versuchen, dann gebe ich Rückmeldung über die Mengenverhältnisse, wenn ich's geschafft habe
  • Man kann die Flüssigkeit der Kichererbsen oder Wasser nehmen, um die Masse flüssiger zu machen. Geht beides, also keine Panik, wenn ihr das Wasser schon weggeschüttet habt. 

Hummus

480 g Kichererbsen
2 EL Tahini (40 g)
2 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Optional: 1 Chilischote, rot und entkernt
1,5 EL Kreuzkümmel
1 EL Curry
1 EL Paprikapulver (edelsüß)
Saft von 1 Zitrone (50ml)
Salz (bei mir 2 TL bzw. 7g)
Pfeffer
100 ml Wasser (Flüssigkeit von den Kichererbsen oder einfach so)
Optional: Koriander zur Deko (Petersilie geht auch)

Den Knoblauch schälen und klein schneiden. Die Chilischote waschen, entkernen und ebenfalls in Stücke schneiden. Die Kichererbsen mit dem Tahini, Olivenöl, Knoblauch, Chili, den Gewürzen (Curry, Kreuzkümmel und Paprikapulver, Salz, Pfeffer) sowie je zunächst der Hälfte der Flüssigkeiten (also 25 ml Zitronensaft und 50 ml Wasser) in einen Mixer geben und alles pürieren. 

Je nach Konsistenz mehr Wasser und nach Geschmack auch Zitronensaft hinzugeben (bei mir waren die 100 ml Wasser nötig, es kann auch noch mehr sein). Abschmecken und evtl nachwürzen.

Den Hummus im Kühlschrank gerne für ein paar Stunden ziehen lassen. 

Mit frischem Koriander oder Petersilie bestreut servieren.

Sonntag, 23. April 2017

Schnell noch ein Bärlauchrezept bevor die Saison vorbei ist: Quiche

Es duftet....... nach Bärlauch - in der Küche.  Sehr beeindruckend finde ich, wenn man in der Natur unterwegs ist und eine kräftige Brise Knoblauchgeruch einfängt. Wenn dann die Augen dem Geruch folgen, kann man leicht die grasgrünen länglichen Bärlauchblätter entdecken. Mein Bärlauch stammt allerdings vom Überlinger Wochenmarkt.
Das Rezept stammt wie das vor Kurzem veröffentlichete Bärlauchpesto von einer lieben Kollegin, die ebenfalls eine bekennende Bärlauchliebhaberin ist.
Der Boden der Quiche ist aus klassischem Mürbeteig und die Belag war einfach nur  deftig und lecker. Vielleicht hätte die Quiche noch ein paar Minuten länger im Backofen vertragen. Sie sieht auf dem Foto etwas farblos aus. Beim Essen ist mir das gar nicht aufgefallen ........


Bärlauch-Quiche 

für eine Form mit 28 cm Durchmesser

für den Teig:
 250 g Mehl
20 g Wasser
1/4 TL Salz
1 Ei
120 g Butter

für die Füllung:
100 g Gouda
4 Eier
250 g Sahne
50 g Bärlauch
1/2 TL Salz
1/4 TL Pfeffer
 
Die Zutaten für den Zeig zügig mit den Fingern zu einem Mürbeteig verarbeiten.
Diesen etwa 1/2 Stunde kalt stellen. 

Eine Quicheform mit dem Teig auskleiden. Dabei etwa einen Rand von 2 cm hochziehen.
Den Teig mit einer Gabel einstechen.

Die Zutaten für die Füllung verrühren und darauf verteilen. Alles im Backofen bei 180°C etwa 30 Minuten backen.

Sonntag, 16. April 2017

Ein schneller Frischkäse-Dipp zu Gemüsesticks oder Crackern


Erst Mal frohe Ostern euch allen!

In letzer Zeit ging's bei mir so rund, dass ich nicht groß neue Rezepte ausprobiert habe. Anstatt dessen hab ich viele Hefezöpfe für meine Gäste gebacken, wie auch heute für das Osterfrühstück. Und ich selbst wurde mit einigen Osterhasen und -eiern aus Schokolade beschenkt, total süß. 

So stammt dieser Dipp aus meinem Archiv ... vor einigen Wochen hab ich ihn mal gemacht und vor ein paar weniger Wochen den Artikel vorbereitet. Das Rezept hingegen kenne ich schon ewig, ein Familienrezept quasi, das von meiner Tante zu meiner Mama kam und dann zu mir.

Den Dipp finde ich toll als schnelles Abendessen (5 Zutaten bzw. 3 ohne Gewürze und 2 Sätze Rezeptbeschreibung) zusammen mit Gemüsestiften. Ist aber auch für Parties als Beilage geeignet.



Frischkäse-Dipp

200 g Frischkäse
200 g saure Sahne
2 Frühlingszwiebeln
Salz
Pfeffer

Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden. Diese mit dem Frischkäse und der Sauren Sahne vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.


Freitag, 7. April 2017

Wunderpflanze im lichten Frühlingswald: Bärlauch

Das war die Überschrift letzte Woche in unserer Tageszeitung. Was den Bärlauch neben dem tollen Knoblauchgeschmack so besonders machen soll ist die Heilwirkung: antibiotisch, blutreinigend, entzündungshemmend, Galle treibend, stoffwechselanregend, durchblutungsfördernd. Da glaubt man doch gerne,  was in der Zeitung steht.

Jedenfalls war unser Pesto für uns heute der kulinarische Startschuss in den Frühling.
Wir fanden die Pasta mit dem Bärlauchpesto super lecker, fast erfrischend, wenn man das
das bei Spaghetti so sagen kann.


 Bärlauch Pesto mit Spaghetti

für 4 Portionen

500 g Spaghetti 
50 g Parmesan
50 g Pinienkerne
100 g Bärlauch
70 g Olivenöl
1/2 TL Salz
1/4 TL weißer Pfeffer

Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, abkühlen lassen. Den Bärlauch waschen, abtrocknen, in Streifen schneiden und mit den Pinienkernen in einen Mixbecher geben. Ein Teil des Olivenöls zugeben und mit dem Zauberstab pürieren.

Alles mit dem geriebenen Parmesan vermischen, das restliche Olivenöl zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen und abschmecken.

500 g Spaghetti kochen und Pesto untermischen.

Montag, 3. April 2017

Vollkorn-Quarkwecken

Das am häufigsten aufgerufene Rezept auf meinem Blog ist ja das mit den Quarkwecken (unter anderem dank Pinterest). Wenn ich ganz schnell und ohne Gehzeit eines Teiges etwas backen will, dann mache ich sie immer noch regelmäßig selbst (das originale Rezept habe ich 2011 veröffentlicht). Neulich habe ich eine Abwandlung mit Vollkorn-Dinkel-Mehl anstatt normalem Weizenmehl ausprobiert. Da Vollkornmehl etwas mehr Wasser aufnimmt, habe ich einfach 30 ml Wasser zum Grundrezept hinzugefügt. Voilà! Auch die "gesunde" Variante der schnellen Quarkwecken ist gut geworden.


Vollkorn-Quarkwecken

für 8 Stück

250 g Quark 
1 Ei
1 Prise Salz
250 g Vollkorn-Dinkel-Mehl
30 ml Wasser
1/2 Päckchen Backpulver 
3 EL Milch zum Bestreichen 

Den Backofen auf 190° C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Quark, Ei und Salz in einer Schüssel verrühren. Mehl und Backpulver einsieben und das Ganze mit den Knethaken des Handrührers oder von Hand zu einem Teig verarbeiten. Mit bemehlten Händen 8 Brötchen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Die Brötchen mit etwas Milch bestreichen und 15-20 Minuten im Ofen backen (ich hatte meine Brötchen genau 18 Minuten im Ofen).

Sonntag, 26. März 2017

Mein "Baby", das mich ernähren soll


Dieser Blog ist zwar immer in erster Linie ein Food Blog gewesen und so soll es auch weiter bleiben (das Thema ist ja gewissermaßen unerschöpflich und auch noch nach Jahren mangelt es mir nicht an Rezepten und Geschichten zum Verbloggen). Aber er trägt auch von Beginn an meine Handschrift und ist unerkennbar mein persönlicher Food Blog, auf dem ich nebenbei den ein oder anderen Gedanken von mir teile. Einfach, weil ich gerne schreibe. Aber auch, weil mich die Menschen hinter ein paar anderen Food Blogs, die ich gerne lese, wirklich interessieren, und auch insbesondere deren persönliche Geschichten. Also, wenn es euch interessiert, News von mir:


Wie der ein oder andere Leser bestimmt mitbekommen hat (ganz zu überlesen und -sehen war es ja nicht), habe ich mir vor knapp zwei Jahren nach einer Pilgerreise auf dem Jakobsweg ein ehemaliges Pensions- und Bauernhaus im Schwarzwald gekauft. Seitdem bin ich am Renovieren. Nun geht aber auch diese Phase langsam zu Ende und bald will ich ganz offiziell meine Black Forest Lodge eröffnen, eine Unterkunft für Naturliebhaber, Ruhesuchende und Sportler. Meine Unternehmung, für die ich einiges getan habe in den letzten Jahren, und die daher fast auch als mein "Baby" bezeichnen kann. Nur, dass es mich bald ernähren sollte und nicht andersherum ;-)


Um ehrlich zu sein, das Renovieren des alten Hauses hat viel Kraft, Zeit, Energie und Geld gekostet. Eigentlich mehr von allem, als ich erwartet hatte. Und das sage ich, obwohl ich ja oft gewarnt wurde und eigentlich nur wusste, dass ich keine wirkliche Vorstellung von dem hatte, was mich erwartet. Das ist die eine Sache. Die andere ist, dass mir auch so viele noch so kleine Schritte in diesem Prozess so unglaublich viel Freude bereitet haben. Ich hätte nie gedacht, dass man sich zum Beispiel an einer tapezierten Wand so freuen kann ;-) Und nun wo die ganze Sache so wirklich Gestalt annimmt und aus den vielen kleinen Teilen immer mehr das Ganze sichtbar wird, wird dieses Gefühl der Freude und Erfüllung über das Geschaffte noch viel deutlicher. Das genieße ich, und das treibt mich auch in dieser Phase, wo es noch so viel zu tun gibt vor der Eröffnung, ständig an und hält meine Motivation, alles für das Gelingen dieses Projektes zu geben, hoch.





Kurz gesagt ist das Konzept einfach, aber gut. Für alles Nötige, um sich wohlzufühlen ist gesorgt: schöne Zimmer, gemütliche Betten (die wurden von den Testgästen bereits gelobt), warme und helle Räume, eine gastfreundliche Atmosphäre... und natürlich gutes Essen. Beim Frühstück setze ich auf regionale Produkte, wo das möglich ist und freue mich auch darauf, die ein oder andere Sache selbst zu backen und zuzubereiten. Wie Brötchen, Kuchen, den ein oder anderen Brotaufstrich. Ich freue mich auf die Abwechslung, denn das Frühstücksbuffet wird von verschiedenen Überraschungen leben und nicht immer gleich aussehen. Also durch viele Aspekte handelt es sich um eine individuelle, besondere Unterkunft. Und in diese sollen auch die richtigen Gäste kommen. Weshalb ich euch, meine lieben Leser, durch diesen Beitrag auch direkt anspreche! Sprich, jemand, der ein 5-Sterne-Hotel will, ist bei mir leider fehl am Platz. Aber jeder, der sich an den oben beschriebenen Dingen freuen kann, und die Natur liebt (Igelsberg ist so ein sonniger, idyllischer, kleiner Ort ... eine heile Welt umgeben von Wald), der ist hier willkommen. Es würde mich so freuen, den ein oder anderen Blogger und/oder Leser persönlich in meiner Lodge begrüßen zu dürfen! Wenn euch mal nach einem Kurzurlaub oder Urlaub im Schwarzwald ist, kommt vorbei! Wir können dann auch gerne mal zusammen kochen.


Auf meiner Webseite bekommt man Bilder zu Gesicht und kann auch jedes Zimmer einzeln ansehen und sich sein Wunschzimmer aussuchen:




Für die Leute in der Nähe: Am 10. Juni wird es einen Tag der offenen Tür geben und danach bin ich ganz für meine Gäste da und es kann gebucht werden.



Eine Sache noch: die Lodge soll auch ein Ort für verschiedenste Veranstaltungen, ein Ort des Austausches und der Inspiration sein. Die ersten Events plane ich bereits... und eines davon ist ein Workshop zum Thema Food Fotografie an einem Wochenende im September. Natürlich zusammen mit einem professionellen Fotografen. Dazu erzähle ich bald mehr.

Mittwoch, 22. März 2017

Hefezopf

Es ist Jahre her, seit ich meinen letzten Hefezopf gebacken habe. Dawzischen habe ich zwar viel Hefegebäck gemacht, aber der klassische Hefezopf lag lange brach. Ich musste erst mal wieder mein Rezept hersuchen. Habe dann aber eines gefunden, welches ich mir eben vor Jahren zusammengestellt und auch ein Mal gemacht habe, soweit ich mich erinnere. Da viele Leute ja keine Rosinen mögen, habe ich mich für eine Version ohne Rosinen entschieden. Mit ein wenig Zucker, aber nicht zu viel. Da der Zopf so gut geworden ist, wird das unten mein Standardrezept (nicht zu vergessen der Tipp zum Flechten des Zopfes, den ich mal aufgeschnappt habe).

Ausschlaggebend war Melli's Kochevent (eine Sache mit dem Anfangsbuchstaben H kochen) sowie spontane Gäste letzte Woche, für die ich als Ausgleich zu den Aufbackbrötchen selbst etwas backen wollte. Der Zopf kam auch bei ihnen gut an.


Hefezopf

250 ml Milch
80 g Zucker
60 g Butter
1/2 Würfel Hefe
500 g Mehl
½ TL Salz
1 Ei für den Teig
Hagelzucker
1 Ei zum Bestreichen

Die Milch mit dem Zucker und der Butter zusammen erwärmen (lauwarm) und  dann die Hefe darin auflösen. Das Mehl mit dem Ei und Salz in eine Schüssel geben, dann die Flüssigkeit hinzufügen und alles für ein paar Minuten zu einem geschmeidigen Hefeteig kneten. Den Teig 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig in drei gleiche Teile teilen, diese auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche aufrollen und einen Zopf flechten. Ich habe mal einen Tipp für einen gleichmäßigen Zopf gelesen und mache das seitdem so: Die Teile in der Mitte übereinander legen (direkt auf dem Backblech mit Backpapier) und dann aus der Mitte heraus jeweils zu den beiden Enden flechten (einfach drunter anstatt drüber). Alles nochmal 30 Minuten gehen lassen.

Das andere Ei verquirlen, den Zopf damit bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Den Zopf bei 180°C (Ober- und Unterhitze) ca. 30 Minuten backen.


Und jetzt passt der Name auch endlich mal wieder, um beim Kochen durch das Alphabet teilzunehmen:

Wir kochen uns durch das Alphabet - H

Sonntag, 19. März 2017

Schon wieder ein Tajine-Gericht: diesmal wird's marokkanisch

Meine Tajine-Form nutze ich ja viel zu selten - das denke ich zumindest immer, wenn sie mal wieder im Einsatz ist. Diesmal war es anders. Nach dem letzten Kochen fiel mir direkt eine anstehende Kochesession mit einem Freund ein, von dem ich dachte, dass er sich durchaus für solch einen Kochtopf und aufgrund seiner Reisefreude für exotischere Gerichte interessieren könnte. Also machte ich den Vorschlag, ein marokkanisches Tajine-Gericht zu kochen. Mit allerlei Gemüse und Oliven. Und für das Marokko-Flair Ras el Hanout als Gewürz.

Wir haben die Tajine etwas zu sehr gefüllt und ich hab auch mehr Wasser als angegeben unten rein gefüllt, wodurch es dann etwas zu voll wurde. Also beim Nachkochen ruhig an die angegebenen Mengen halten und lieber nur eine Paprika und normalgroße Kartoffeln nehmen. 

Geschmacklich war das Ergebnis super. Schön viel buntes Gemüse aromatisch gegart eben... da kann ja nicht so viel schief gehen.


Das Rezept ist aus meinem vegetarischen Kochbuch für Tajine's, aber auch hier veröffentlicht. Da ich beim Einkaufen weder frische Petersilie noch Koriander fand, gab's bei uns einfach frische Kresse dazu. Ging auch wunderbar.


Auch fotografietechnisch habe ich was gelernt. Die Bilder sind diesmal nicht von mir ... ich war ganz begeistert von den Smartphone-Aufnahmen. Die Lichteinstellungen, die das Gerät von sich aus ohne Tageslicht drinnen macht, sind nicht übel, finde ich. Der Automatikmodus meiner Spiegelreflexkamera macht da von sich aus nicht so schöne Bilder. Ab jetzt werde ich für ein schnelles Bildchen vom Abendessen wohl öfter mein Smartphone zücken.

Montag, 13. März 2017

Ein vegetarisierter Klassiker: Spaghetti mit Linsen-Bolognese

Ich bin ja eigentlich überhaupt kein Fan davon, bekannte Gerichte zu vegetarisieren. Denn seit ich Vegetarierin bin, vermisse ich Fleisch überhaupt nicht - ich sehe diesen Schritt ganz ehrlich viel mehr als Erweiterung meiner Möglichkeiten, lecker mit Gemüse und Käse zu kochen, als mir anzueignen, wie ich einen Braten mache oder ein Steak koche.

Oben schrieb ich EIGENTLICH. Denn ganz wenige Ausnahmen für vegetarisierte Fleischgerichte gibt es aber, die mich ansprechen. In letzter Zeit habe ich öfter von Linsen-Bolognese gehört oder gelesen. Viele Gedanken zur originalen Bolognese habe ich mir vor ein paar Jahren bereits gemacht. Die Variante mit Linsen spricht mich jetzt natürlich mehr an. Weil ich Linsen mag, und das Gemüse, das in die Bolognese-Sauce kommt. So habe ich einfach mal ein Rezept aus einer Zeitschrift ausprobiert und leicht abgewandelt. Wichtig ist wie immer, dass die Tomanten mindestens eine halbe Stunde vor sich hinköcheln .. je länger, desto besser. Das Ergebnis sehr ihr unten. Ich fand die Sauce echt lecker und sie erinnert auch ein wenig an normale Spaghetti Bolognese. 
Ich habe diesmal Berglinsen verwendet. Ich könnte mir in diesem Rezept aber auch rote Linsen vorstellen, die etwas mehr zerfallen. Wird ausprobiert. Genauso wie eine vegane Variante der Bolognese-Sauce, die mir eine Freundin neulich geschickt hat. Und die sogar ihr Freund, ein bekennender Fleischesser, richtig gut fand. Dies war also nicht der letzte Beitrag zu dem Thema ... ich melde mich, wenn ich weiter ausprobiert habe. Das Rezept unten ist auf jeden Fall schon mal toll!


Spaghetti mit Linsen-Bolognese

für 4 Portionen 

2 Zwiebeln
2 Karotten (normal groß)
2 Stangen Staudensellerie
1/2 Stange Lauch
2 EL Olivenöl
50 g Tomatenmark
1 TL Zucker
100 ml Rotwein
150 g Berglinsen
500 ml Gemüsebrühe
1/2 TL getrockneter Oregano
400 g stückige Tomaten (Dose oder frisch)
Salz
Pfeffer
400 g Spaghetti
frisch geriebener Parmesan


Das Gemüse waschen. Zwiebeln und Karotten schälen. Den Lauch und die Sellerie in dünne Ringe schneiden oder hobeln. Die Karotten fein raspeln. Die Zwiebeln würfeln

In einem Topf 2 EL Öl erhitzen. Das Gemüse hinzufügen und ein paar Minuten anbraten, Tomatenmark und 1 TL Zucker zugeben und alles verrühren, kurz weiterbraten. Alles mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen. Dann die Linsen, Gemüsebrühe, Oregano und die Tomaten zugeben. Zugedeckt  alles bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten garen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Spaghetti nach 15 Minuten Garzeit der Sauce in kochendem Salzwasser garen, abgießen und mit der Sauce anrichten. Mit Parmesan bestreut servieren.