Montag, 20. November 2017

Der Renner: Karamell-Cashew-Aufstrich

Karamell und Salz bzw. etwas eleganter ausgedrückt Fleur de Sel sind eine total angesagte Kombination - ich selbst finde das Geschmackserlebnis auch ganz toll. So bin ich sofort auf einen Brotaufstrich mit dieser Kombination sowie Cashews angesprungen, welchen ich in dem Buch Ich bring' was mit: 70 kulinarische Geschenke aus der eigenen Küche erblickt habe. Ich habe ihn etwas abgewandelt (keine gesalzenen Nüsse genommen) und mich für die vegane Variante entschieden (aber man kann den Aufstrich genauso mit Butter und normaler Sahne zubereiten).

Beim Karamellisieren des Zuckers war ich erst etwas skeptisch, ob er flüssig wird. Das wurde er, aber dann auch wieder fest ... aber dann auch wieder flüssig, als ich die ganze Mischung aufgekocht habe. Hat also auch alles geklappt. Dann war ich skeptisch, ob die ganze Sache nicht zu zähflüssig, süß und klebrig ist. Habe den Aufstrich aber einfach mal auf's Frühstücksbuffet gestellt. Er hat so einige Gäste neugierig gemacht und wurde auch fleißig probiert. Und wirklich von allen Seiten gelobt. Als das erste Glas dann innerhalb kurzer Zeit schon weg war, war ich nun überzeugt und habe ihn gleich zum Zweiten mal zubereitet.

Der Aufstrich eignet sich also auch für ein Buffet aber ebenso als besonderes Geschenk. In meiner Rezeptequelle steht, dass er im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar ist. Also unbedingt nachmachen, wenn ihr auf der Suche nach einem neuen Geschmackserlebnis für's Frühstück seid!


Karamell-Cashew-Aufstrich

75 g Cashews
1/2-1 TL Fleur de Sel
220 g Zucker
100 g Margarine 
200 ml Sojasahne

Die Cashews fein hacken und in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten. Herausnehmen und abkühlen lassen. Das Fleur de Sel hinzufügen.

Den Zucker langsam in einem Topf bei mittlerer Hitze goldbraun karamellisieren lassen. Butter und Sahne hinzugeben, alles aufkochen und etwa 5 Minuten einköcheln lassen, bis sich der Zucker gelöst hat.  
Dei Cashews unterrühren und dann alles in ein bzw. mehrere Gläser füllen und sofort verschließen. Im Kühlschrank ist der Aufstrich mehrere Wochen haltbar.

Montag, 13. November 2017

Passend zum Wintereinbruch: Broccoli-Suppe

Miri's Rezept für eine cremige Broccoli-Suppe habe ich schon seit einigen Monaten abgespeichert. Im Herbst mache ich allerdings kaum eine Suppe außer Kürbis-Suppe, beziehungsweise verschiedenste Variationen hiervon. Mittlerweile hatte ich genug Kürbis für diesen Herbst. Und so kam wurde passend zum hiesigen Wintereinbruch (hier liegt wirklich ein wenig Schnee im Schwarzwald) umgehend die besagte Broccoli-Suppe gekocht.


Sie hat insofern auf jeden Fall ihren Zweck erfüllt, dass sie wunderbar gewärmt hat. Aber auch sonst war die Suppe sehr lecker. Sie wird mit Kokosmilch zubereitet, und das mag ich für einen leicht exotischen Touch sehr. Dazu grünes Gemüse in Form von Broccoli, Lauch und etwas Spinat. Und ein wenig Zitronensaft. Garniert habe ich wie Miri auch mit ein paar Chiliflocken (dann wärmt die Suppe noch mehr), so schön wie Miri's Bilder sind meine aber nicht, da ich Spinat und Kokosmilch komplett mitpüriert habe. Das Rezept merke ich mir auf jeden Fall für eine winterliche Suppenvariante.

Montag, 6. November 2017

Broccoli in Knoblauchbutter - extrem lecker

Die Kombination von mildem Broccoli und pikantem Parmesan ist sehr lecker.
Die Zugabe des Weißweins zum Kochen ist Geschmacksache. Der Broccoli hat dadurch etwas säuerlich geschmeckt. Man kann deshalb einfach auch die doppelte Menge der Gemüsebrühe verwenden. Lecker war vor allem auch die Knoblauchbutter. Diese Zubereitung bei dem der Knoblauch zuerst grob gehackt, dann mit etwas Salz bestreut und mit dem Messerrücken zerrieben wird, bevor er der geschmolzenen Butter zugefügt wird, hatte ich bisher nicht gekannt. Allerdings habe ich etwa nur die Hälfte der Butter verwendet, die im Rezept angegeben ist. Aber da es auch mit der Menge schon extrem lecker war, finde ich nicht, dass es nötig ist, so viel Butter zu nehmen. Daher unten mein angepasstes Rezept.

Im Bild ist nur eine Portion abgebildet


Broccoli in Knoblauchbutter


für 4 Portionen

1 kg Broccoli
1/8 l Gemüsebrühe
1/8 l trockener Weißwein
1 TL Salz
2 kleine Knoblauchzehen
65 g Butter
Salz
schwarzer Pfeffer
50 g Parmesan

Den Broccoli unter fließendem Wasser waschen und gut abtropfen lassen. Die Brokkoliröschen vom Strunk abschneiden.

Die Gemüsebrühe und den Wein mit 1/2 TL Salz zum Kochen bringen. Die Röschen darin zugedeckt etwa 12 Minuten bißfest dünsten. Vorsichtig aus dem Wasser nehmen, gut abtropfen lassen und warm stellen.

Die Knoblauchzehen schälen, hacken, mit dem restlichen Salz bestreuen und mit dem Messer fein zerdrücken. Die Butter in einem Pfännchen schmelzen und den Knoblauch unterrühren.

Den Broccoli auf einer Platte anrichten, salzen und pfeffern. Die Knoblauchbutter über den Brokkoli träufeln oder extra dazu reichen.

 Parmesan hobeln und über das Gemüse streuen.

Mittwoch, 1. November 2017

Kürbis-Steckrüben-Curry mit (!!!) Würzfladenbrot nachgemacht

Aus meinem Garten konnte ich dieses Jahr einige Steckrüben ernten. Neulich habe ich mein einziges Standard-Gericht, den Steckrüben-Eintopf, für 10 Leute gekocht. Er kam sehr gut an ("besser als der Name verlauten lässt" - so meine Gäste), und ich mag ihn auch sehr. Aber auch nicht immer, daher habe ich ein paar weitere Rezepte ausprobiert. So auch das Kürbis-Steckrüben-Curry mit Würzfladenbrot, auf das mich Kirsten hingewiesen hat.


Die Zutatenliste für dasGericht ist recht lang, aber heraus kommt ein leckeres, zur Abwechslung tomatenbasiertes (und nicht kokosmilchbasiertes) Curry mit indischen Gewürzen. Joghurt und Koriander passen auch gut oben drauf. Aber der Hammer war ja dieses Würzfladenbrot .... bei mir gab's nicht mal Fladenbrot, da ich altes Dinkelbrot übrig hatte. Ich habe aber wie beschrieben Knoblauch, Butter, Salz, Chili und Kreuzkümmel in der Pfanne angebraten und alles über das Brot geträufelt und das im Backofen geröstet. Sowas von lecker! Egal ob zu Curry oder als Beilage zu einer Suppe. Danke für die Inspiration, Kirsten!

Montag, 30. Oktober 2017

Rotkohlsalat mit Orangen

Der Herbst ist da. Die Saison für heimische Tomaten und Gurken ist endgültig passé. Ganz automatisch habe ich auch wieder Lust auf Krautsalate. Das Dressing dieses Rotkohlsalats wird mit Orangensaft zubereitet und ist deshalb leichter als Krautsalate, die mit sehr viel Öl angemacht werden. Da auch die Schale der unbehandelten Orangen und Ingwer verwendet wird, schmeckt er fruchtig, saftig und einfach besonders, obwohl er doch so einfach ist. Definitiv eine Salatalternative für Herbst und Winter.


Rotkohlsalat 

für 8 Portionen

1 kleiner Rotkohl (700 g)
2 cm frische Ingwerwurzel
1/2 TL Salz
schwarzer Pfeffer
2 unbehandelte Orangen
Saft von 1/2 Zitrone
150 g Naturjoghurt
2 EL Öl

Den Rotkohl waschen, vierteln und den Strunk entfernen. Dann in Steifen schneiden oder raspeln und in eine große Schüssel füllen. Frischen Ingwer schälen und fein hacken. Salz, Pfeffer und Ingwer zum Rotkohl geben und alles kräftig vermischen.

Für die Sauce die Orangen heiß waschen und abtrocknen. Die Schale einer Orange mit dem Schneider in feine Streifen schneiden und beiseite stellen. Die andere Orange abreiben. 
Beide Früchte auspressen und den Saft mit der abgeriebenen Schale, dem Zitronensaft und dem Öl unter den Rotkohl mischen. 

Den Salat mit der Orangenschalte garnieren. Er kann sofort serviert werden.

Dienstag, 24. Oktober 2017

Salat mit Blauschimmelkäse, Obst, und karamellisierten Nüssen

Barbara hat auf ihrem Blog im Laufe der Zeit einige ähnliche Salatrezepte mit Blauschimmelkäse und Äpfel oder Birnen verbloggt. Die haben mich sehr angesprochen, und dass Roquefort und Birnen eine edle Kombination sind, ist ja allgemein bekannt. Aber es kann variiert werden, und dazu haben mich Barbara's Rezepte animiert. Nun habe ich einmal die Variante mit Gorgonzola, karamellisierten Nüssen (bei mir Cashews) und einer Nashi-Birne nachgemacht. Dabei habe ich zum ersten Mal eine Nashi-Birne gekauft. Mir war gar nicht bewusst, dass das die Birnen sind, die eher wie Äpfel aussehen und im Supermarkt in dieser weißen Netzverpackung liegen. Übrigens handelt es sich bei dem Begriff "Nashi-Birne" wie beim "Chai-Tee" um eine Tautologie vom Feinsten, da Nasi auf Japanisch Birne heißt, wie ich hier erfahren habe.


Hier der Link zu Barbara's Rezept und Blog. Ich mache diesen Salat oder eine Variation sicher mal wieder.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Herbstlich: gebratenes Gemüse mit Trauben und Spinat

Ich befinde mich gerade in einem absoluten Blogger-Hoch - ich fühle mich absolut inspiriert und in Ausprobierstimmung, bin fleißig am Kochen und auch Bloggen. Die Rezeptewahl ist zugegebenermaßen immer noch sehr durch Reste und den Gemüsegarten beeinflusst. Aber nicht im negativen Sinne. Habe ich von einer Zutat etwas übrig bzw. vorrätig, fällt mir meist sofort ein Rezept ein, für welches ich genau das brauche und welches ich auch zubereiten möchte. 


So ging's mir auch in diesem Fall. Ich hatte Trauben in zwei Farben übrig, und musste an das passende Rezept aus dem Schrot&Korn-Kochbuch denken. Neben den Trauben kommt herbstliches Gemüse wie Spinat, Lauch und Kürbis in die Pfanne. Fazit: Ein buntes, schmackhaftes, gemüselastiges Herbstessen. Das gibt's mal wieder. Und das Rezept gibt's hier.

Montag, 16. Oktober 2017

Brotresteverwertung vom Feinsten: Brioche-Apfel-Auflauf


Da ich zum Frühstück immer mindestens dunkles Brot sowie helle Brötchen serviere, und die Präferenzen der Gäste doch sehr unterschiedlich sind, habe ich immer sehr viele Brotreste. Vor allem Brötchen, denn die kann man ja nicht mehrere Tage hintereinander servieren. Wenn ich über meine Reise jammere, bekomme ich immer Tipps zur Verwertung. Mindestens 10 Leute meinten, sie könnten mir den ultimativen Tipp geben mit dem Spruch: "mach Semmelknödel". Als hätte ich bei dem ganzen Stress mit einer vollen Lodge nichts besseres zu tun, als Semmelknödel zu machen.... jedenfalls habe ich den Tipp jetzt so oft bekommen, dass mir mindestens für die nächsten 3 Jahre die Lust am Semmelknödelmachen vergangen ist. Nein, ich mache keine Semmelknödel. Aus trotz. Eventuell danach mal, wenn ich in der Zwischenzeit nicht noch fünfzig Mal darauf aufmerksam gemacht werde, dass man aus altem Brot Semmelknödel machen kann.

Nun gut, jetzt komme ich zum Thema. Wenn ein paar mehr Leute zum Frühstücken kommen, dann backe ich gerne zusätzlich zwei Hefezöpfe (mit und ohne Rosinen). Davon bleibt eigentlich nie viel übrig. So auch letztes Wochenende nicht. Aber die drei Scheiben, die noch da waren, habe ich zu einem süßen Auflauf verwertet. Darauf hatte ich nämlich großen Appetit.


Bei meinen Recherchen stieß ich schnell auf einen Apfel-Brioche-Auflauf, den auch Juliane gebacken hat. Mit Rosinen und Vanillesauce...bingo. Den gab's dann auch bei mir. Nur halt mit Hefezopf anstatt Brioche. Die Rosinen habe ich vorher kurz in Rum eingeweicht.


Bei der Vanillesauce habe ich auch noch einen Rest (eine Tüte Saucenpulver) aufgebraucht. Allerdings ist die selbstgemachte Crème Anglaise, die ich normalerweise immer mache, einfach um Welten besser. Es lohnt sich, die Sauce selbst herzustellen.

Freitag, 13. Oktober 2017

Broccoli-Mais-Auflauf: viel Würze - wenig Fett

Viel Würze, aber wenig Fett - der saftige Auflauf erfüllt die Wünsche gesundheitsbewusster Feinschmecker, zu denen ich mich auch zähle. Und gerade ist eine etwas gesundheitsbewusstere Phase als normal ;-) Diesen Auflauf kann man - wie alle Aufläufe - gut vorbereiten. Bekanntlich ist das für mich mittags wichtig, daher ein weiteres Rezept dieser Kategorie (es bloggt mal wieder die Mama von Sarah). Wir fanden die Kombi Broccoli-Mais sehr lecker. Reste können aufgewärmt werden und schmecken sogar am 2. Tag noch nicht trocken.



 Broccoli-Mais-Auflauf

für 4 Portionen

500 g Broccoli
1 Dose Zuckermais (425 g)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150 Emmentaler
3 Eier
200 g Hüttenkäse
2 EL Mehl
200 ml Milch
ein wenig Salz
weißer Pfeffer

Den Ofen auf 180° C vorheizen

Den Broccoli in Röschen teilen und in reichlich Salzwasser etwa 3 Minuten sprudelnd kochen lassen, mit kaltem Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen. 

Dann den Mais auf einem Sieb abgießen und ebenfalls gut abtropfen lassen Die Zwiebel schälen und vierteln. Den Knoblauch ebenfalls schälen. Den Emmentaler grob reiben. 

Die Eier, den Hüttenkäse, die Zwiebelviertel, den Knoblauch und das Mehl am besten mit dem Zauberstab pürieren, dabei die Milch langsam zugeben.

In einer Schüssel den Broccoli, den Mais und den geriebenen Käse vermischen und in einer flachen Gratinform gleichmäßig verteilen. Die Eier-Milch-Mischung darübergießen.

Den Auflauf in den heißen Ofen schieben und etwa 40 Minuten backen, bis er oben schön gebräunt ist.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Zum Beispiel zum Frühstück: Quark-Grieß-Muffins


Eine ganz tolle Sache daran, Frühstück für Gäste zu machen, besteht darin, dass ich so viel Neues ausprobieren kann. Ich selbst behalte mir auch immer einen kleinen Teil auf der Seite (man muss ja wissen, was man serviert), aber es lohnt sich einfach zu backen, und ich stehe - in diesem Fall - nicht mit 12 Muffins alleine da sondern kann am nächsten Tag gleich wieder backen. Ich habe auch schon sehr viele Dinge wiederholt, aber wie das als Blogger halt so ist, hat man auch immer Lust, Neues auszuprobieren.

Zum Frühstück serviere ich gerne selbstgemachte Brötchen oder süßes Gebäck. Eben keine zu mächtigen Dinge wie Sahnetorten. Muffins machen sich auch gut. In diesem Fall fiel meine Wahl nach der Durchsicht des Kühlschranks (Quark ist noch da) spontan auf Quark (bzw. Topfen auf Österreichisch)- Grieß - Muffins. Die Zubereitung hat was von Grießbrei machen und Quark unterrühren. Und anschließend noch backen. Schmeckt auch nach Grießbrei, selbst wenn die Muffins gekühlt sind. Und das passt meiner Meinung nach zum Frühstück. Meine Gäste haben die Muffins auch alle verputzt (bis auf den einen, den ich mir reserviert hatte).


Nach diesem Rezept von den Küchengöttern bzw. aus dem Muffin-Büchlein von G&U. Ich habe Weichweizengrieß genommen, das hat der Sache keinen Abbruch getan. Die eine Hälfte habe ich ohne Rosinen gebacken, und die andere Hälfte mit Rumrosinen. Ich bevorzuge die Rosinenvariante. Am liebsten gekühlt und mit Puderzucker bestäubt. Leider sind die Muffins ein wenig eingefallen nach dem Backen. Ist halt so, wenn man sie nicht ganz behutsam abkühlen lässt.
Ich hab kleine Muffinförmchen verwendet anstatt die Mulden im Blech einzufetten. Die Förmchen waren allerdings ein wenig zu klein, beim nächsten Mal werde ich mich genau an das Rezept halten.


Samstag, 7. Oktober 2017

Tönt sommerlich, ist aber nicht nur für heiße Sonnentage: Zitronen-Quark-Creme

Vor Kurzem durfte ich mich in der  Rezeptkartensammlung einer Kollegin "tummeln".
Da ich Rezepte mit Zutaten, die man sowieso immer vorrätig hat bzw. manchmal aufbrauchen muss sehr gerne mag, habe ich diese Rezeptkarte mit dem herrlich erfrischenden Zitronen-Quark-Creme ausgesucht und auch sofort ausprobiert. Meinem Besuch gestern Abend hat sie geschmeckt.
Allerdings sind die 4 Portionen so groß ausgefallen, daß uns jeweils 1 Nachtisch für 2 Personen gereicht hat und wir nach "Freundinnenart Kuchen zu essen" immer zu zweit aus einem Förmchen gelöffelt haben.



Für den hohen Rand (nur weil es schön aussieht) müssen die Portionsförmchen oder die Schüssel außen mit Papiermanschetten umwickelt werden. Die Enden mit Klebestreifen befestigen. Ich muss gestehen, dass das schon ein Gefummel ist. Wer das nicht mag, kann die Creme einfach in Förmchen oder eine große Form füllen.

meine vorbereiteten Portionsförmchen
  Zitronen-Quark-Creme

Zutaten für 4 große oder 8 kleine Portionen

5 Blatt weiße Gelatine
3 unbehandelte Zitronen
6 EL Zucker
750 g Sahnequark
150 g Joghurt

Die Gelatineblätter in reichlich kaltem Wasser mindestens 5 Minuten einweichen.

Die Zitronen unter heißem Wasser gründlich waschen, abtrocknen und die Schalen von 2 Zitronen abreiben. Mit der dritten Zitrone Zesten herstellen und zum Verzieren beiseite stellen. Zwei Zitronen und die Hälfte der dritten Zitrone auspressen.

In einer großen Schüssel den Zitronensaft und die abgeriebene Schale mit dem Zucker verrühren, bis er sich ganz aufgelöst hat. Den Quark und den Joghurt dazu geben. Alles gründlich verrühren. 

Eine hohe Souffléform oder Portionsförmchen wie oben beschrieben vorbereiten. 
Die Gelatineblütter gut ausdrücken und einem kleinen Topf bei geringer Hitze auflösen.
Etwas abkühlen lassen, dann erst 1-2 EL Quarkmasse in die Gelatine rühren und anschließend die Geliermasse in die Quarkcreme rühren.

Die Creme in die Portionsförmchen bzw. die Form füllen. Mit den Zitronenzesten verzieren. Mindestens 3-4 Stunden im Kühlschrank gelieren lassen.

Nun vorsichtig die Papiermanschetten entfernen.
  
 

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Steckrüben-Lauch-Gratin - und: weitere Steckrüben-Rezepte gesucht!

Dieses Jahr habe ich wieder Setzlinge für Steckrüben bzw. "Kohlraben", wie man hier sagt, bekommen. Diese haben sich prächtig entwickelt, sodass ich nun eine reiche Ernte habe. Da ich noch gar nicht so viele Rezepte mit dem Wurzelgemüse in meinem Repertoire habe, war mir danach, etwas Neues auszuprobieren: ein Gratin. Ich fand, dass alle Zutaten miteinander harmoniert haben, die Steckrüben mit dem Lauch, Thymian und Gorgonzola. Allerdings wird dies nicht mein Lieblingsgratin werde, ich bevorzuge definitiv ein klassisches Kartoffelgratin oder meinen Steckrübeneintopf. Woran liegt das? Ich weiß es nicht, vielleicht sind mir die Scheiben von den Steckrüben zu dick (und ich hab sie wohl noch dicker als 1/2 cm geschnitten).

Habt ihr noch gute Ideen für die Verarbeitung von Steckrüben auf Lager? Die Hälfte meiner Ernte weilt nämlich noch im Garten.


Das Rezept habe ich hierher, von den Küchengöttern.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Fenchel-Tomaten-Auflauf - den Italienern nachgemacht

Gleich am Anfang möchte ich hervorheben, daß Fenchel sehr viele Vitamine und Vitalstoffe enthält. In der italienischen Küche ist er sehr viel mehr zuhause als bei uns. Als ich meinen Kolleginnen erzählt habe, daß es bei uns heute Fenchel-Tomaten-Auflauf zum Mittagessen gibt, war niemand begeistert bei der Vorstellung. Jeder hatte irgendwelche negativen Assoziationen in Bezug auf dieses Gemüse.
Ich habe mich nicht beirren lassen und diesen leckeren Auflauf ausprobiert. Das Besondere an diesem Auflauf ist, daß ein Vollkornteig die Unterlage bietet. Darauf wird dann der Fenchel, die Tomaten und der geriebene Käse geschichtet. Und auch wenn man nicht der allergrößte Liebhaber von Fenchel ist,  kann man sich an das Rezept wagen, da der Fenchel bei diesem Rezept nicht mal sehr dominant ist.


Fenchel-Tomaten-Auflauf 

Zutaten für 4 Portionen

500 g Fenchel
2 mittelgroße Tomaten
100 g Butter
1 Ei
Salz und Pfeffer
50 g Crème double
150 g Weizenvollkornmehl
1/2 TL Backpulver
4 EL Milch
100 g geriebener Gouda
Butter für die Form

Die Fenchelknollen waschen, von Wurzelansätzen und trockenen Blättern befreien. In sprudelnd kochendem Wasser 3 Minuten kochen. Abgießen, abtropfen lassen und abgekühlt in Scheiben schneiden, Strunk herausschneiden.

Für den Teig die Butter schaumig rühren, das Ei dazuschlagen und die Crème double unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mehl und Backpulver mischen und auf den Teig sieben. Die Milch zugießen und alle Zutaten gut vermengen.

Den Teig in eine gut gefettete ofenfeste Form füllen. Zuerst die Fenchelscheiben darauf verteilen, dann mit den in Scheiben geschnittenen Tomaten belegen. Mit dem Käse bestreuen.

In den kalten Ofen schieben. Bei 200° C etwa 50 Minuten backen, bis der Auflauf gebräunt ist.

 Bei uns hat es Gurkensalat und frisches Ciabatta dazu gegeben.

Das Datum des Verbloggens und der Anfangsbuchstabe des Rezeptes passen zum Event der Tomateninsel. Voilà:

Wir kochen uns durch das Alphabet - F

Mittwoch, 27. September 2017

Etwas Außergewöhnliches: Deftiger Kürbis-Schmarrn (mit Mangold-Gemüse und Dipp)

Auch wenn die Liste an bereits verbloggten Kürbis-Rezepten schon sehr lang ist, so habe ich immer noch ganz viele Dinge, die es auszuprobieren gilt. Endlich ist wieder Saison! Vor Jahren habe ich mal ein Rezept für Kürbis-Schmarrn entdeckt und das ist mir in Erinnerung geblieben. Diese Woche wurde es konkreter und ich habe nach dem Rezept recherchiert. Dabei habe ich allerdings nur süße Schmarrn-Rezepte entdeckt - nichts, was mir vorschwebte. Also habe ich basierend auf den erprobten Rezepten für Kaiserschmarrn und Bärlauch-Schmarrn ein Rezept für Kürbis-Schmarrn entwickelt. Und gestern und heute bin ich ganz in Ruhe zur Tat geschritten und habe das Rezept ausprobiert bzw. weiterentwickelt. Es hat beim 2. Versuch heute geklappt. Lecker war's. Und schön anzusehen. Der Schmarrn wirkt sehr gelb, die Farbe kommt aber nicht durch Safran oder Kurkuma zustande, sondern wirklich durch Hokkaido-Kürbispüree. Das schmeckt man auch ganz dezent.


Kürbis-Schmarrn

für 2 Portionen

150 g Mehl
0,5 TL Salz
200 g Kürbispüree
2 Eier
1 Prise Muskat
100 ml Milch
100 ml Mineralwasser (mit Kohlensäure)
2 EL Rapsöl

Zu Backbeginn die Eier trennen, die Eiweiß steif schlagen (Unterschied zu Pfannkuchen) und beiseite stellen. Die Eigelbe mit Salz, Mehl, Kürbispüree, Muskat, Milch und Wasser verrühren, sodass ein dickflüssiger Teig entsteht (bei Bedarf etwas mehr Milch hinzufügen). Den Teig ein paar Minuten ruhen lassen.

Die Hälfte des Öls in einer Pfanne erhitzen. Den Teig backen (wichtig, dass die Temperatur niedrig ist, sodass der Teig langsam durchgebacken wird und nicht außen schwarz und innen flüssig ist). Wenn die untere Seite nach ein paar Minuten Farbe annimmt, den "Pfannkuchen" mit einem Holzlöffel vierteln und wenden. Wenn auch die andere Seite gebacken ist, den Teig in grobe Stücke zerteilen. Den Vorgang für den Rest wiederholen.
Alternativ kann man in einer wirklich großen Pfanne alles in einem Durchgang backen.


Dazu passt eine Portion gedünstetes Gemüse und ein Dipp wie z.B. Sour Cream. Bei mir gab es noch Mangold aus dem Garten. Dazu habe ich eine Zwiebel kleingeschnitten und 2 Minuten mit 1 EL Kokosöl angebraten. Dann habe ich den Mangold hinzugefügt, mit Sojasauce und Pfeffer gewürzt und alles 7 Minuten in einem Topf mit Deckel gedünstet.

Freitag, 22. September 2017

Zwetschgen-Holunder-Marmelade: besonders bei Männern beliebt

Es ist heutzutage nicht so einfach, schönen Holunder zu bekommen. Schon seit Jahren beobachte ich im Frühjahr Holunderbüsche in der Natur. Aber es hat nie geklappt, daß ich rechtzeitig zur Erntezeit zur Stelle war. Auf dem Wochenmarkt hatte ich keine Chance. Junge Leute, die an einem Stand auf dem Bauernmarkt ihre Sachen anboten, kannten ihn nicht mal mehr. An einem anderen Stand habe ich auch gefragt. Die Antwort war, nur auf Bestellung. Ich sollte am kommenden Samstag wieder an den Stand kommen. Wenn der Holunder reif sei, kann ich ihn bekommen. Sonst am darauffolgenden Mittwoch. Gesagt getan, eine Bestellung wurde gemacht. Aber dieser Auftrag konnte nicht eingehalten werden, weil doch kein Holunder mehr zur Verfügung stand. Eine Runde im Wald war auch nicht sehr ertragreich. Letztendlich habe ich doch noch eine Quelle gefunden. Man darf es eigentlich kaum verraten, aber ich mach es trotzdem: mein Mann hat den Holunder im Internet bestellt. Auch wenn das irgendwie abwegig ist, so kann man mir nicht unterstellen, dass ich es nicht über den lokalen Bezugsweg versucht hätte.... Jedenfalls konnte ich meinem Mann so den Wunsch nach Zwetschgen-Holunder-Marmelade erfüllen.



Unsere frische Marmelade haben wir am Sonntag-Nachmittag mit einem Milchbrötchen
zum Cappuccino gleich probiert. Die Kombination von den süßen Zwetschgen und den eher herben Holunderbeeren ist sehr lecker.

Was ganz besonders für diese Variante der Zwetschgenmarmelade spricht: Im Gegensatz zu reiner Zwetschgenmarmelade bleibt die kräftige Farbe dieser Marmelade auch erhalten, wenn sie nicht mehr ganz frisch ist.



 Zwetschgen-Holunder-Marmelade

2 kg Zwetschen (entsteint)
1 kg Holunder (abgepflückt)
1,5 kg Gelierzucker 2:1

 Die Zwetschgen waschen und entsteinen. Den Holunder von den Dolden abpflücken,
 ebenfalls waschen und gut abtropfen lassen. Alle Früchte und den Zucker in einen großen Topf füllen und erhitzen. Wenn die Masse durch und durch sprudelt noch 4 Minuten kochen lassen.
In warm ausgespülte Marmeladegläser füllen und den Deckel sofort aufschrauben.

Mittwoch, 20. September 2017

Noch ist Zucchinizeit: Tagliatelle "Gärtnerin"

Bevor endgütlig der Kürbis in der Küche Einzug hält, kommt nochmals ein leckeren Zucchini-Rezept. Gelernt habe ich bei diesem Rezept, dass man die dünnen Gemüsestreifen "Julienne" nennt. Um die Zucchini-Julienne herzustellen schneidet man die Enden der Zucchini ab. Die Früchte werden der Länge nach in etwa 5 cm lange und etwa 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten. Dann 3 oder 4 Zucchinischeiben aufeinanderlegen und diese in möglichst dünne Streifen schneiden. Das Nudelgericht ist besonders kalorienarm (kein Käse und keine Sahne) und schmeckt fruchtig aromatisch.


Tagliatelle "Gärtnerin"

für 4 Portionen

1 Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
400 g Zucchini
1 EL Olivenöl
500 g passierte Tomaten
6 Zweige Thymian
Pfeffer 
Salz
400 g Tagliatelle 

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen. Zwiebel in dünne Scheiben schneiden, Knoblauch hacken. Zuchcini putzen, waschen und wie oben beschrieben Julienne herstellen.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin kurz andünsten, Knoblauch sowie Zucchinistreifen zu fügen und ebenfalls kurz mitdünsten. Die passierten Tomaten dazugießen. Mit den abgezupften Blättchen von 4 Zweigen Thymian, Pfeffer und Salz würzen.

Die Pfanne mit dem Deckel verschließen und die Tomaten-Zucchini-Sauce etwa 5 Minuten bei schwacher Hitze garen. Die Zucchini sollen noch Biss haben.

Inzwischen die Tagliatelle in reichlich kochendem Salzwasser garen. In ein Sieb abgießen, gut abtropfen lassen und auf die Teller verteilen. Die Sauce gleichmäßig über die Nudeln löffeln. Mit den restlichen Thymianzweigen garnieren und sofort servieren.
 

Samstag, 16. September 2017

Total simpel und saftig: Quarkkuchen

Das Rezept für diesen Quarkkuchen stammt aus Donna Hay's Buch "Modern Classics süß", welches schon seit einigen Jahren in meinem Koch- und Backbuchregal steht. Das Buch habe ich einmal genau studiert, wobei ich mir viele Rezepte gemerkt habe. Auch dieses hier - vor Jahren habe ich den Quarkkuchen einmal zubereitet. Und dann ewig nicht mehr ... neulich fiel er mir ein, da ich meinen Gästen einen Rührkuchen zum Frühstück servieren wollte und noch Quark daheim hatte.

Ich habe den Kuchen mit deutlich weniger Zucker als im Originalrezept zubereitet (Donna Hay's Rezepte sind mir generell zu süß, auch wenn es ja nicht um Rezepte US-amerikanischen handelt, wo das normal ist, sondern australischen Ursprungs). Eine Auflaufform von 18x25 cm habe ich verwendet. Und ich finde das Ergebnis echt super. Im Nu zubereitet und der Kuchen ist eben nicht trocken, sondern schön saftig. Ein wenig wie Käsekuchen, aber nicht richtig, da es keinen extra Teig für den Boden gibt sondern einfach ein Teig gemacht wird.
Backen mit Quark und Buttermilch finde ich generell immer besser, da habe ich in der letzten Zeit einige tolle Rezepte ausprobiert.


Quarkkuchen

250 g Butter
230 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
6 Eier
200 g Quark
400 g Mehl
1,5 TL Backpulver

Die Butter einige Minuten  vor Backbeginn aus dem Kühlschrank holen. Den Ofen auf 160°C (Ober- und Unterhitze vorheizen).
Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Rührgerät schaumig schlagen. Nach und nach die Eier und den Quark hinzufügen. Dann das Mehl und Backpulver unterrühren. Alles in eine Form geben (meine Auflaufform war 18 x 25 cm groß), ich habe sie unten mit Backpapier ausgelegt und an den Seiten eingefettet) und ca. 1 Stunde backen.

Samstag, 9. September 2017

Wie man sich durch Rezepte verewigen kann: am Beispiel von Gougère de Bourgogne - ein pikanter Käsewindbeutel

Eine schöne Sache ist es schon immer, Koch- oder Kuchenrezepte weiterzugeben bzw. zu bekommen.
Meist steckt eine Einladung, ein Fest oder ein Geburtstag im Kollegenkreis dahinter. Mit diesen Rezepten (die man meist erbittet und manchmal werden diese Schätze nicht an jeden weitergegeben)  ist eben eine Situation oder eine Person festgehalten. Besonders kostbar ist so ein Rezept, wenn die betreffende Person nicht mehr lebt. Man kann sich also in Rezepten verewigen.

In diesem Fall ist es Helmut, der sich bei mir durch ein besonderes Rezept verewigt hat. Wir haben vor vielen Jahren zusammen im Volkshochschulkurs Französisch gelernt. Als der Kurs mangels Teilnehmern nicht mehr zustande kam und nur noch der harte Kern der Gruppe übrig war, hat uns Helmut  mitsamt dem Französischlehrer in seinem privaten Wohnzimmer aufgenommen. Da Helmut immer mit seiner Familie auf dem Campingplatz inmitten von Franzosen Urlaub gemacht hat, um den französischen Lebensstil kennenzulernen und seine Französischkenntnisse zu erweitern, hat er dieses köstliche Rezept kennengelernt. Und jedes Mal wenn ich diese köstliche Gougère zubereite, ist mir Helmut nahe. Seine Herzlichkeit und Begeisterung leben weiter...
Ich muss gestehen, daß sich im Zeitalter des PC in dieser Richtung viel verändert hat, was ja auch schön ist. Was damals die handgeschriebenen oder mit Schreibmaschine getippten Rezepte waren, ist jetzt ein Link oder Blog. Ich sehe das positive - es ist alles so viel unkomplizierter!

Für diese Gougère de Bourogne wird ein salziger Brandteig zubereitet. Sie schmeckt pikant, ist mit einem Windbeutel aus Käse zu vergleichen.


Gougère de Bourgogne

für eine Springform mit 24 cm Durchmesser 

300 ml Wasser 
100 g Butter
1 Teelöffel Salz
200 g Mehl
5 Eier
120 g Gruyère
weißer Pfeffer
1 Eigelb

Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, die Butter in den Topf geben und mit Salz würzen. Wenn alles zusammen kocht, den Topf von der Platte nehmen. Das Mehl auf ein Mal in den Topf geben und sehr schnell verrühren. Wenn der Teig trocken ist, nimmt man den Topf von der Platte und füllt den Teig in eine Schüssel um. 

Nun rührt man die Eier nacheinander dazu.

Den Gruyère reiben und 100 g davon unter den Teig mischen. Mit weißem Pfeffer würzen und nun den Teig in einer gefettete Kuchenform gleichmäßig verteilen. 

Mit Eigelb bestreichen und dann mit dem restlichen Käse bestreuen.

Bei 200° C im Backofen 35-45 Minuten backen.

Dieses Rezept passt super für eine Abendeinladung bei einem Glas französischem Rotwein.

Donnerstag, 31. August 2017

Die beste Aprikosenkonfitüre ever

Vor ein paar Wochen bekam ich von einer ehemaligen Nachbarin, die an mich und den durch die Gäste großen Marmeladenbedarf dachte, ein Rezept für eine Aprikosenkonfitüre. Diese kommt angeblich sehr gut an. Es war eine Kopie aus der "Essen&Trinken 2015" eines Artikels mit der Überschrift "Sonne im Glas". Hach, davon kann man ja heute eher träumen... der Sommer scheint vorbei. Aber durch Einnachen kann man sich ja wirklich einen Teil des Sommers und der Sonne konservieren, das ist toll.

In dem Artikel der E&T wird Bachmeier's Marillenkonfitüre als Aprikosenkonfitüre abgewandelt. Als ich den Artikel las, war ich etwas erstaunt. Man soll die Aprikosen in einen Bräter geben und im Ofen backen? Konfitüre in Gläser füllen, mit Schnaps beträufeln und dann anzünden? Da steht wirklich anzünden, nicht mal flambieren oder so...  etwas erstaunt rief ich die Dame an, die mir den Artikel zukommen lies. Sie klärte mich auf, dass sie die Konfitüre auf herkömmliche Art mache: Obst kleinschneiden und mit Zucker und Gewürzen aufkochen. Das hab ich dann so gemacht. Ergebnis: die Konfitüre kommt bei Gästen und mir sehr gut an. Ich meine, den Schnaps herauszuschmecken, aber auch die Gewürze, vor allem die Zitrone und Vanille.


Aprikosenkonfitüre

2 kg Aprikosen
1 kg Gelierzucker
Schale von 1 Bio-Zitrone und Saft von 1/2 Zitrone
2 Zimtstangen
Mark von 3 Vanilleschoten (ich habe 1 TL Vanillepulver genommen)
20 ml Abprikosenschnaps

Die Aprikosen waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Schale der Zitrone abreiben und den Saft auspressen.
Aprikosenstücke, Zucker, Gewürze und Schnaps in einen großen Topf geben. Alles aufkochen und 4 Minuten unter Rühren kochen lassen, dann in mit heißem Wasser ausgeschwenkte Marmeladengläser abfüllen. 

Mittwoch, 23. August 2017

Zucchini als neues Geschmackserlebnis: marokkanischer Zucchinisalat nach Barbara


Also die Zucchini wachsen weiter im Gemüsegarten. Ausbeute: mindestens eine täglich. Ich selbst habe noch lange nicht genug von ihnen, aber etwas Abwechslung bei der Zubereitung ist mir sehr willkommen. Daher bin ich sofort auf Barbara's marokkanisch angehauchten Zucchinisalat angesprungen. Der ist mit Knoblauch und vielen Gewürzen. Und bei den Kräutern die Anleitung "praktisch ein Mal durch den Garten pflücken" finde ich auch sehr reizvoll, da ich die sich so prächtig entwickelnden Kräuter in meinem Gemüsegarten viel zu wenig nutze. Für den Salat pflückte ich aber eine Ladung Basilikum, Schnittlauch, Estragon, Minze und Thymian. Fazit: der Salat mach Zucchini zu einem richtig neuen Geschmackserlebnis. Top!! Danke für die willkommene Inspiration Barbara (mal abgesehen davon machen deine Bilder, Rezepte und Berichte Lust, nach Marokko zu reisen). Hier geht's zum Rezept.

Samstag, 19. August 2017

Gesundes zum Naschen gefällig? Coco Buddha Balls

Der Grund wieso ich heute bei dieser Hitze darauf gekommen bin, die Buddha Balls auszuprobieren
war ganz simpel. Die letzten Tage versuche vor dem Urlaub die Reste im Kühlschrank aufzubrauchen. Unter anderen Sachen fand einen Rest in einem Glas mit Kokosöl. Als ich das erste Mal Kokosöl gekauft habe, habe ich mich gewundert, daß in diesem Fall das Öl nicht flüssig ist.
Da man für dieses Rezept ja nur 2 EL davon braucht und ich alle anderen Zutaten zuhause hatte, konnte ich sofort starten. Das Ergebnis schmeckt super gut, fast wie edle Pralinen. Wobei zwei von diesen Balls (nicht wie auf dem Foto gleich sechs) reichen, den süßen Zahn mit gesunden Zutaten zu füllen.

 

Coco Buddha Balls

Zutaten für etwa 20 Stück

12 Datteln
2 Handvoll Cashews (etwa 40 Gramm)
2 TL Kakaopulver (ohne Zucker)
1 EL Kokosraspeln
2 EL Kokosöl (etwa 40g)

Die Zutaten in der Moulinette klein häkseln.
Aus der Masse kleine Kugeln formen. Ich habe 10 g Masse je Kugel verwendet.
Mindestens eine Stunden im Kühlschrank auskühlen lassen.


Übrigens besteht ein Grund, warum bei uns daheim fast immer Cashews vorrätig sind, darin, dass ich eine ganz tolle Bezugsquelle habe: ich kaufe fair gehandelte und Bio-Cashewnüsse bei Cashew for You. Zudem verschenke ich sie auch gerne. Das ist ein ganz tolles Projekt, das ich gerne unterstütze.

Mittwoch, 16. August 2017

Eine Antwort auf die Zucchinischwemme: eingelete Zucchini

Die Ernte von meinen 4 Zucchinipflanzen aus dem Gemüsegarten ist dieses Jahr wieder enorm. Praktisch täglich kann ich ernten. Auch wenn ich sie gerne esse, sie sind einfach zu viel für mich allein. Daher verschenke ich sie gerne an Gäste, was auch gut ankommt (während die zu groß gewachsenen Riesenzucchini an die Ziegen verschenkt werden):


Zudem stand für mich fest, dass ich das Einmachen von Zucchini diesen Sommer ausprobieren würde. Dabei entschied ich mich für ein Rezept für süß-sauer eingelegtes Gemüse aus dem Buch "Ich bring was mit", welches ich vor einiger Zeit bei Melli's Kochevent gewonnen  habe. Ich freu mich drauf, die Zucchini zu probieren, sobald ich nicht mehr täglich frische aus dem Garten bekomme ;-)

Eingelegte Zucchini

für 4 Litergläser

2 kg Zucchini
2 rote Paprikaschoten
1 Chilischote
3 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
45 g Salz
1 l Wasser 
500 ml weißer Balsamicoessig
300 g Zucker
1 EL Senfkörner
2 TL Kurkuma

Die Zucchini in dünne Scheiben schneiden oder besser hobeln. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln, die Chilischote ebenso.
Alles in einen großen Topf geben und 3 Stunden ziehen lassen. Den Sud danach abgießen.
Nun Wasser, Essig, Zucker und die Gewürze aufkochen. Das Gemüse hinzugeben. Alles aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen, sodass die Zucchini noch bissfest sind.
Im Anschluss in die mit kochend heißem Wasser ausgespülten Gläser abfüllen, gut verschließen und kühl lagern.


Samstag, 12. August 2017

Schnecken aus Quark-Öl-Teig: mit 3 verschiedenen Füllungen

Quark-Öl-Teig mache ich sehr gerne, da er sehr problemlos zu machen ist. Er kann für alle Rezepte verwendet werden, die sonst mit Hefeteig gemacht werden. Das Gebäck hält lange frisch und kann
auch gut eingefroren werden. Heute wird er von mir für verschiedene Schnecken verwendet.
Gleich jetzt am Anfang möchte ich hinzufügen, dass uns die Schnecken richtig gut zu einer Tasse britischem Schwarztee mit Milch - zubereitet mit ein paar Blättern marokkanischer Minze - super gut
geschmeckt haben. Das mit der Minze ist bei uns gerade der neueste Trend ;-)



Schnecken aus Quark-Öl-Teig

für je 12 Teilchen oder 1 Kuchen

Zutaten für den Quark-Öl-Teig 

300 g Mehl
1 Beutel Backpulver
150 g trockener Magerquark
6 EL Öl
6 EL Milch
4 EL Zucker
1 Beutel Vanillezucker
Mehl zum Ausformen 

 

Füllungen:

1. Füllung: 
1 Päckchen Vanillepudding nach Anweisung mit der Hälfte der üblichen Milch herstellen.         
2. Füllung:  
4 EL Dosenmilch (zuerst bepinseln)
4 EL Zucker 
8 EL gehackte Haselnüsse oder Mandeln
Päckchen Vanillezucker
   3. Füllung:
fertige Mohnmischung

Zuerst gebe ich das Mehl in eine Schüssel, siebe das Backpulver dazu und vermische es.
Dann gebe ich nacheinander die übrigen Zutaten hinzu. Nun verwende ich das Rührfix
und knete die Zutaten ca. 1 Minute mit den Knethaken. 
Danach knete ich ihn noch kurz von Hand durch.
Der Backofen kann zwischendrin mal vorgeheizt werden (200°C).
Nun rolle ich den Teig zu einem Rechteck von etwa 30 x 26 cm aus.  
Die Füllung gleichmäßig darauf verteilen. (Den Pudding für die Füllung gut abkühlen lassen).
Jetzt den Teig von der schmalen Seite her aufrollen. Dann mit einem scharfen Messer in gut 2 cm breite Scheiben schneiden. Flach nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und die herausgefallene Füllung daraufstreuen.

20-25 Min. schön braun backen.

Für jede Füllung muss eine Teigmenge hergestellt werden!