Mittwoch, 20. September 2017

Noch ist Zucchinizeit: Tagliatelle "Gärtnerin"

Bevor endgütlig der Kürbis in der Küche Einzug hält, kommt nochmals ein leckeren Zucchini-Rezept. Gelernt habe ich bei diesem Rezept, dass man die dünnen Gemüsestreifen "Julienne" nennt. Um die Zucchini-Julienne herzustellen schneidet man die Enden der Zucchini ab. Die Früchte werden der Länge nach in etwa 5 cm lange und etwa 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten. Dann 3 oder 4 Zucchinischeiben aufeinanderlegen und diese in möglichst dünne Streifen schneiden. Das Nudelgericht ist besonders kalorienarm (kein Käse und keine Sahne) und schmeckt fruchtig aromatisch.


Tagliatelle "Gärtnerin"

für 4 Portionen

1 Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
400 g Zucchini
1 EL Olivenöl
500 g passierte Tomaten
6 Zweige Thymian
Pfeffer 
Salz
400 g Tagliatelle 

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen. Zwiebel in dünne Scheiben schneiden, Knoblauch hacken. Zuchcini putzen, waschen und wie oben beschrieben Julienne herstellen.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin kurz andünsten, Knoblauch sowie Zucchinistreifen zu fügen und ebenfalls kurz mitdünsten. Die passierten Tomaten dazugießen. Mit den abgezupften Blättchen von 4 Zweigen Thymian, Pfeffer und Salz würzen.

Die Pfanne mit dem Deckel verschließen und die Tomaten-Zucchini-Sauce etwa 5 Minuten bei schwacher Hitze garen. Die Zucchini sollen noch Biss haben.

Inzwischen die Tagliatelle in reichlich kochendem Salzwasser garen. In ein Sieb abgießen, gut abtropfen lassen und auf die Teller verteilen. Die Sauce gleichmäßig über die Nudeln löffeln. Mit den restlichen Thymianzweigen garnieren und sofort servieren.
 

Samstag, 16. September 2017

Total simpel und saftig: Quarkkuchen

Das Rezept für diesen Quarkkuchen stammt aus Donna Hay's Buch "Modern Classics süß", welches schon seit einigen Jahren in meinem Koch- und Backbuchregal steht. Das Buch habe ich einmal genau studiert, wobei ich mir viele Rezepte gemerkt habe. Auch dieses hier - vor Jahren habe ich den Quarkkuchen einmal zubereitet. Und dann ewig nicht mehr ... neulich fiel er mir ein, da ich meinen Gästen einen Rührkuchen zum Frühstück servieren wollte und noch Quark daheim hatte.

Ich habe den Kuchen mit deutlich weniger Zucker als im Originalrezept zubereitet (Donna Hay's Rezepte sind mir generell zu süß, auch wenn es ja nicht um Rezepte US-amerikanischen handelt, wo das normal ist, sondern australischen Ursprungs). Eine Auflaufform von 18x25 cm habe ich verwendet. Und ich finde das Ergebnis echt super. Im Nu zubereitet und der Kuchen ist eben nicht trocken, sondern schön saftig. Ein wenig wie Käsekuchen, aber nicht richtig, da es keinen extra Teig für den Boden gibt sondern einfach ein Teig gemacht wird.
Backen mit Quark und Buttermilch finde ich generell immer besser, da habe ich in der letzten Zeit einige tolle Rezepte ausprobiert.


Quarkkuchen

250 g Butter
230 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
6 Eier
200 g Quark
400 g Mehl
1,5 TL Backpulver

Die Butter einige Minuten  vor Backbeginn aus dem Kühlschrank holen. Den Ofen auf 160°C (Ober- und Unterhitze vorheizen).
Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Rührgerät schaumig schlagen. Nach und nach die Eier und den Quark hinzufügen. Dann das Mehl und Backpulver unterrühren. Alles in eine Form geben (meine Auflaufform war 18 x 25 cm groß), ich habe sie unten mit Backpapier ausgelegt und an den Seiten eingefettet) und ca. 1 Stunde backen.

Samstag, 9. September 2017

Wie man sich durch Rezepte verewigen kann: am Beispiel von Gougère de Bourgogne - ein pikanter Käsewindbeutel

Eine schöne Sache ist es schon immer, Koch- oder Kuchenrezepte weiterzugeben bzw. zu bekommen.
Meist steckt eine Einladung, ein Fest oder ein Geburtstag im Kollegenkreis dahinter. Mit diesen Rezepten (die man meist erbittet und manchmal werden diese Schätze nicht an jeden weitergegeben)  ist eben eine Situation oder eine Person festgehalten. Besonders kostbar ist so ein Rezept, wenn die betreffende Person nicht mehr lebt. Man kann sich also in Rezepten verewigen.

In diesem Fall ist es Helmut, der sich bei mir durch ein besonderes Rezept verewigt hat. Wir haben vor vielen Jahren zusammen im Volkshochschulkurs Französisch gelernt. Als der Kurs mangels Teilnehmern nicht mehr zustande kam und nur noch der harte Kern der Gruppe übrig war, hat uns Helmut  mitsamt dem Französischlehrer in seinem privaten Wohnzimmer aufgenommen. Da Helmut immer mit seiner Familie auf dem Campingplatz inmitten von Franzosen Urlaub gemacht hat, um den französischen Lebensstil kennenzulernen und seine Französischkenntnisse zu erweitern, hat er dieses köstliche Rezept kennengelernt. Und jedes Mal wenn ich diese köstliche Gougère zubereite, ist mir Helmut nahe. Seine Herzlichkeit und Begeisterung leben weiter...
Ich muss gestehen, daß sich im Zeitalter des PC in dieser Richtung viel verändert hat, was ja auch schön ist. Was damals die handgeschriebenen oder mit Schreibmaschine getippten Rezepte waren, ist jetzt ein Link oder Blog. Ich sehe das positive - es ist alles so viel unkomplizierter!

Für diese Gougère de Bourogne wird ein salziger Brandteig zubereitet. Sie schmeckt pikant, ist mit einem Windbeutel aus Käse zu vergleichen.


Gougère de Bourgogne

für eine Springform mit 24 cm Durchmesser 

300 ml Wasser 
100 g Butter
1 Teelöffel Salz
200 g Mehl
5 Eier
120 g Gruyère
weißer Pfeffer
1 Eigelb

Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, die Butter in den Topf geben und mit Salz würzen. Wenn alles zusammen kocht, den Topf von der Platte nehmen. Das Mehl auf ein Mal in den Topf geben und sehr schnell verrühren. Wenn der Teig trocken ist, nimmt man den Topf von der Platte und füllt den Teig in eine Schüssel um. 

Nun rührt man die Eier nacheinander dazu.

Den Gruyère reiben und 100 g davon unter den Teig mischen. Mit weißem Pfeffer würzen und nun den Teig in einer gefettete Kuchenform gleichmäßig verteilen. 

Mit Eigelb bestreichen und dann mit dem restlichen Käse bestreuen.

Bei 200° C im Backofen 35-45 Minuten backen.

Dieses Rezept passt super für eine Abendeinladung bei einem Glas französischem Rotwein.

Donnerstag, 31. August 2017

Die beste Aprikosenkonfitüre ever

Vor ein paar Wochen bekam ich von einer ehemaligen Nachbarin, die an mich und den durch die Gäste großen Marmeladenbedarf dachte, ein Rezept für eine Aprikosenkonfitüre. Diese kommt angeblich sehr gut an. Es war eine Kopie aus der "Essen&Trinken 2015" eines Artikels mit der Überschrift "Sonne im Glas". Hach, davon kann man ja heute eher träumen... der Sommer scheint vorbei. Aber durch Einnachen kann man sich ja wirklich einen Teil des Sommers und der Sonne konservieren, das ist toll.

In dem Artikel der E&T wird Bachmeier's Marillenkonfitüre als Aprikosenkonfitüre abgewandelt. Als ich den Artikel las, war ich etwas erstaunt. Man soll die Aprikosen in einen Bräter geben und im Ofen backen? Konfitüre in Gläser füllen, mit Schnaps beträufeln und dann anzünden? Da steht wirklich anzünden, nicht mal flambieren oder so...  etwas erstaunt rief ich die Dame an, die mir den Artikel zukommen lies. Sie klärte mich auf, dass sie die Konfitüre auf herkömmliche Art mache: Obst kleinschneiden und mit Zucker und Gewürzen aufkochen. Das hab ich dann so gemacht. Ergebnis: die Konfitüre kommt bei Gästen und mir sehr gut an. Ich meine, den Schnaps herauszuschmecken, aber auch die Gewürze, vor allem die Zitrone und Vanille.


Aprikosenkonfitüre

2 kg Aprikosen
1 kg Gelierzucker
Schale von 1 Bio-Zitrone und Saft von 1/2 Zitrone
2 Zimtstangen
Mark von 3 Vanilleschoten (ich habe 1 TL Vanillepulver genommen)
20 ml Abprikosenschnaps

Die Aprikosen waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Schale der Zitrone abreiben und den Saft auspressen.
Aprikosenstücke, Zucker, Gewürze und Schnaps in einen großen Topf geben. Alles aufkochen und 4 Minuten unter Rühren kochen lassen, dann in mit heißem Wasser ausgeschwenkte Marmeladengläser abfüllen. 

Mittwoch, 23. August 2017

Zucchini als neues Geschmackserlebnis: marokkanischer Zucchinisalat nach Barbara


Also die Zucchini wachsen weiter im Gemüsegarten. Ausbeute: mindestens eine täglich. Ich selbst habe noch lange nicht genug von ihnen, aber etwas Abwechslung bei der Zubereitung ist mir sehr willkommen. Daher bin ich sofort auf Barbara's marokkanisch angehauchten Zucchinisalat angesprungen. Der ist mit Knoblauch und vielen Gewürzen. Und bei den Kräutern die Anleitung "praktisch ein Mal durch den Garten pflücken" finde ich auch sehr reizvoll, da ich die sich so prächtig entwickelnden Kräuter in meinem Gemüsegarten viel zu wenig nutze. Für den Salat pflückte ich aber eine Ladung Basilikum, Schnittlauch, Estragon, Minze und Thymian. Fazit: der Salat mach Zucchini zu einem richtig neuen Geschmackserlebnis. Top!! Danke für die willkommene Inspiration Barbara (mal abgesehen davon machen deine Bilder, Rezepte und Berichte Lust, nach Marokko zu reisen). Hier geht's zum Rezept.

Samstag, 19. August 2017

Gesundes zum Naschen gefällig? Coco Buddha Balls

Der Grund wieso ich heute bei dieser Hitze darauf gekommen bin, die Buddha Balls auszuprobieren
war ganz simpel. Die letzten Tage versuche vor dem Urlaub die Reste im Kühlschrank aufzubrauchen. Unter anderen Sachen fand einen Rest in einem Glas mit Kokosöl. Als ich das erste Mal Kokosöl gekauft habe, habe ich mich gewundert, daß in diesem Fall das Öl nicht flüssig ist.
Da man für dieses Rezept ja nur 2 EL davon braucht und ich alle anderen Zutaten zuhause hatte, konnte ich sofort starten. Das Ergebnis schmeckt super gut, fast wie edle Pralinen. Wobei zwei von diesen Balls (nicht wie auf dem Foto gleich sechs) reichen, den süßen Zahn mit gesunden Zutaten zu füllen.

 

Coco Buddha Balls

Zutaten für etwa 20 Stück

12 Datteln
2 Handvoll Cashews (etwa 40 Gramm)
2 TL Kakaopulver (ohne Zucker)
1 EL Kokosraspeln
2 EL Kokosöl (etwa 40g)

Die Zutaten in der Moulinette klein häkseln.
Aus der Masse kleine Kugeln formen. Ich habe 10 g Masse je Kugel verwendet.
Mindestens eine Stunden im Kühlschrank auskühlen lassen.


Übrigens besteht ein Grund, warum bei uns daheim fast immer Cashews vorrätig sind, darin, dass ich eine ganz tolle Bezugsquelle habe: ich kaufe fair gehandelte und Bio-Cashewnüsse bei Cashew for You. Zudem verschenke ich sie auch gerne. Das ist ein ganz tolles Projekt, das ich gerne unterstütze.

Mittwoch, 16. August 2017

Eine Antwort auf die Zucchinischwemme: eingelete Zucchini

Die Ernte von meinen 4 Zucchinipflanzen aus dem Gemüsegarten ist dieses Jahr wieder enorm. Praktisch täglich kann ich ernten. Auch wenn ich sie gerne esse, sie sind einfach zu viel für mich allein. Daher verschenke ich sie gerne an Gäste, was auch gut ankommt (während die zu groß gewachsenen Riesenzucchini an die Ziegen verschenkt werden):


Zudem stand für mich fest, dass ich das Einmachen von Zucchini diesen Sommer ausprobieren würde. Dabei entschied ich mich für ein Rezept für süß-sauer eingelegtes Gemüse aus dem Buch "Ich bring was mit", welches ich vor einiger Zeit bei Melli's Kochevent gewonnen  habe. Ich freu mich drauf, die Zucchini zu probieren, sobald ich nicht mehr täglich frische aus dem Garten bekomme ;-)

Eingelegte Zucchini

für 4 Litergläser

2 kg Zucchini
2 rote Paprikaschoten
1 Chilischote
3 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
45 g Salz
1 l Wasser 
500 ml weißer Balsamicoessig
300 g Zucker
1 EL Senfkörner
2 TL Kurkuma

Die Zucchini in dünne Scheiben schneiden oder besser hobeln. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln, die Chilischote ebenso.
Alles in einen großen Topf geben und 3 Stunden ziehen lassen. Den Sud danach abgießen.
Nun Wasser, Essig, Zucker und die Gewürze aufkochen. Das Gemüse hinzugeben. Alles aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen, sodass die Zucchini noch bissfest sind.
Im Anschluss in die mit kochend heißem Wasser ausgespülten Gläser abfüllen, gut verschließen und kühl lagern.


Samstag, 12. August 2017

Schnecken aus Quark-Öl-Teig: mit 3 verschiedenen Füllungen

Quark-Öl-Teig mache ich sehr gerne, da er sehr problemlos zu machen ist. Er kann für alle Rezepte verwendet werden, die sonst mit Hefeteig gemacht werden. Das Gebäck hält lange frisch und kann
auch gut eingefroren werden. Heute wird er von mir für verschiedene Schnecken verwendet.
Gleich jetzt am Anfang möchte ich hinzufügen, dass uns die Schnecken richtig gut zu einer Tasse britischem Schwarztee mit Milch - zubereitet mit ein paar Blättern marokkanischer Minze - super gut
geschmeckt haben. Das mit der Minze ist bei uns gerade der neueste Trend ;-)



Schnecken aus Quark-Öl-Teig

für je 12 Teilchen oder 1 Kuchen

Zutaten für den Quark-Öl-Teig 

300 g Mehl
1 Beutel Backpulver
150 g trockener Magerquark
6 EL Öl
6 EL Milch
4 EL Zucker
1 Beutel Vanillezucker
Mehl zum Ausformen 

 

Füllungen:

1. Füllung: 
1 Päckchen Vanillepudding nach Anweisung mit der Hälfte der üblichen Milch herstellen.         
2. Füllung:  
4 EL Dosenmilch (zuerst bepinseln)
4 EL Zucker 
8 EL gehackte Haselnüsse oder Mandeln
Päckchen Vanillezucker
   3. Füllung:
fertige Mohnmischung

Zuerst gebe ich das Mehl in eine Schüssel, siebe das Backpulver dazu und vermische es.
Dann gebe ich nacheinander die übrigen Zutaten hinzu. Nun verwende ich das Rührfix
und knete die Zutaten ca. 1 Minute mit den Knethaken. 
Danach knete ich ihn noch kurz von Hand durch.
Der Backofen kann zwischendrin mal vorgeheizt werden (200°C).
Nun rolle ich den Teig zu einem Rechteck von etwa 30 x 26 cm aus.  
Die Füllung gleichmäßig darauf verteilen. (Den Pudding für die Füllung gut abkühlen lassen).
Jetzt den Teig von der schmalen Seite her aufrollen. Dann mit einem scharfen Messer in gut 2 cm breite Scheiben schneiden. Flach nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und die herausgefallene Füllung daraufstreuen.

20-25 Min. schön braun backen.

Für jede Füllung muss eine Teigmenge hergestellt werden!

Dienstag, 8. August 2017

Nachgemacht: Johannisbeer-Marmelade mit Banane und Rum

Durch das Frühstücksbuffet für die Gäste geht die Marmelade gerade ziemlich schnell weg. Ein Glas pro Morgen ist keine Seltenheit. Und die selbstgemachte Marmelade kommt einfach besonders gut an - sehr viele Leute sprechen mich darauf an. Besonders die Rhabarber-Marmelade wird gerade viel gelobt. Nächstes Jahr mach ich nochmal die doppelte Ladung wie dieses Jahr. Denn bald wird es keine mehr geben in dieser Saison ;-)

Nun aber zu den Johannisbeeren. In meinem Gemüsegarten gibt es ja einige Sträucher. Letztes Jahr habe ich mit dem Pflücken zu lange gewartet. Dieses Jahr sollte es mir nicht passieren, sodass ich eigentlich ständig ein par Zweige gepflückt habe, als sie noch sehr sauer waren. Dummerweise habe ich den richtigen Zeitpunkt für den Großteil der Beeren aber trotzdem verpasst. Die waren einfach weg, als sie reif waren!! Ich glaube die Vögel haben die stibitzt! Zu dem Zeitpunkt hatte ich mir aber schon viel überlegt, was ich mit den Beeren tun könnte. Unter anderem Marmelade. Und zwar mit Bananen und Rum. Da ich Anfang der Woche, wie so oft, sehr viel überreife Bananen daheim hatte, entschied ich mich kurzerhand doch noch, eine Portion Johannisbeer-Marmelade mit Banane und Rum zu machen, auf die ich so neugierig war. Ich find sie übrigens klasse im Geschmack. Mal was anderes, und die Bananen sind einfach eine supertolle Ergänzung zu den sauern Johannisbeeren.


Das Rezept gibt's hier. Die Johannisbeeren habe ich mit allem anderen aufgekocht, bei mir sind die Kerne halt dringeblieben... finde ich nicht schlimm. Ich habe übrigens 500 g Bananen nach dem Schälen abgewogen und püriert, sodass man insgesamt auf 1 kg Früchte kommt. Und ich habe etwas weniger als den Saft einer ganzen Zitrone verwendet. 

Mittwoch, 2. August 2017

Altes Brot verwerten: Brot-Croûtons


Wie viel Brot und Brötchen die Gäste beim Frühstück essen, ist generell schwer abzuschätzen. Das variiert sehr, genauso die Präferenzen. Manchmal stürzen sich alle auf die hellen Brötchen, manchmal geht vor allem das Dinkelbrot weg ... zudem meine ich es immer eher zu gut und stelle viel zu viel Brot hin. Worauf ich hinaus will: Ich habe gerade viele Brotreste. Viel mehr, als ich selbst essen kann. So gut es geht, versuche ich diese zu verwerten. Eine Sache, die mir wirklich gefallen hat, waren die Brot-Croûtons, die ich als Beilage für eine Suppe im Ofen gebacken habe. Mit etwas Öl, Knoblauch und Salz und getrockneten Kräutern wirklich eine super Lösung, wenn man Brotreste hat und eine Suppe macht!


Brot-Croûtons

ca. 200 g Brot (4 alte Semmel)
50 ml Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 TL Salz
1 TL getrockneter Oregano

Ofen auf 170°C (Umluft) vorheizen. Das Brot in in 1-2 cm dicke Streifen und dann in Würfel schneiden. Den Knoblauch schälen und ganz fein hacken. Die Brotwürfel mit dem Knoblauch, Öl, Salz und Oregano in eine Schüssel geben und alles vermengen. Das Brot auf das mit Backpapier ausgelegte Blech legen und die Croûtons 10-12 Minuten kross und goldbraun backen.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Schwarzwälderkirsch-Brownies

Als ich bei Micha von ihren Schwarzwälderkirsch-Brownies las, war ich sofort entzückt. Alles Essbare mit Schwarzwald im Namen ist allein rein marketingmäßig für meine Gäste schon sehr interessant. Aber schmecken muss es natürlich auch ... bei den Brownies hatte ich da gar keine Bedenken. Sie sind in etwa wie Käse-Sahne-Brownies mit ein paar Kirschen. Ich war begeistert. Und meine Gäste, für die ich zur Begrüßung gebacken habe, als das Haus voll war, auch.

Ich habe die doppelte Menge Kirschen wie im Rezept genommen. Das hat nicht geschadet. Da ich kein Kirschwasser da hatte, habe ich es durch Milch ersetzt.


Nach den Schwarzwälderkirsch-Muffins waren dies nun die Brownies. Ich taste mich näher an die Torte heran, die ich früher oder später auch ausprobieren werde. Vor allem den Gästen zu liebe (die Leute fahren so auf die Torte ab!), denn die Brownies sind sicher mehr nach meinem Geschmack.

Sonntag, 23. Juli 2017

Sommersalat mit Johannisbeerdressing

Mit diesem Salat hat mich mein Sohn Lukas im letzten Jahr empfangen, als ich ihn besucht habe und eine lange Busfahrt hinter mir hatte. Es war ähnlich heiß wie die letzten Tage. Das Besondere an diesem Salat ist das Dressing. Durch die Johannisbeeren ist es sehr aromatisch und ganz besonders erfrischend. Jetzt wo es wieder rote Johannisbeeren gibt, ist es höchste Zeit, diesen leckeren Salat
selbst zuzubereiten.


Sommersalat mit Johannisbeerdressing 

für 4 Portionen

Zutaten für das Dressing

150 g  abgezupfte Johannisbeeren
2 TL Rohrzucker
3-4 EL weißer Balsamico
 Olivenöl
Salz 
Pfeffer

Zutaten für den Salat 

 1 Kopf Salat (lollo verde)
1 Avocado
2 Kugeln Mozarella
1 Mango
300 g Cocktailtomaten
Dill
Basilikum

Die Johannisbeeren mit dem Rohrzucker in einer Pfanne erhitzen, mit weißem Balsamico ablöschen und 5-10 Minuten köcheln lassen bis die Johannisbeeren zerfallen sind. Abkühlen lassen. Anschließend Öl dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Salat waschen und zerkleinern. Die Zutaten in Würfel schneiden. Dill und Basilikum waschen, trocken tupfen und zufügen. Das Dressing unterheben und servieren.

Die Mango kann durch Pfirsich, Nektarine
 oder  Erdbeeren ersetzt bzw. ergänzt werden.
Statt Mozzarella kann auch Feta-Käse verwendet werden.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Pesto mit Ricotta und Walnüssen (Pesto alla siciliana)

Nach ganz vielen Beiträgen zum Backen kommt nun nach langer Zeit mal wieder ein Koch-Beitrag. Dass ich so wenig Neues zum Thema Kochen zu sagen habe, liegt daran, dass ich gerade vor allem Bewährtes für mehrere Leute koche. Neulich habe ich aber mal wieder was ausprobiert. Besser gesagt nachgemacht. Nachdem ich einmal "Pesto alla siciliana", sprich mit Walnüssen und Ricotta aus dem Glas probiert hatte, was wirklich gut geschmeckt hat, kam in gewohnter Blogger-Manier natürlich sofort der Gedanke auf "das kann man doch auch ganz selber machen". Nach ein wenig Recherche habe ich ein Rezept wie folgt abgewandelt.

Das wirklich einzige Manko an dem Pesto ist: die Farbe... die ist einfach nicht so fotogen. Da hilft nur Petersilie zum Garnieren. Und ein Tomatensalat in einer farbenfrohen Schüssel dazu.


Pesto alla siciliana

für 4 Portionen

100 g Walnüsse
200 g Ricotta
ein paar Stängel frische Petersilie
40 g Pecorino
4 EL Walnussöl
50 g Tomatenmark
frisch gemahlener, weißer Pfeffer
Salz
Chiliflocken nach Belieben

Die Walnüsse mit dem Mixer mahlen. dann die anderen Zutaten hinzufügen und alles pürieren. 

Mit der entsprechenden Menge an Pasta und evtl etwas Nudelwasser vermengen. Mit Petersilie garniert servieren.

Sonntag, 9. Juli 2017

Stachelbeer-Marzipan-Tarte

Hier erscheinen gerade verhältnismäßig viele Kuchenrezepte. Ich hab in letzter Zeit doch öfter für meine Gäste gebacken. Gekocht auch, jedoch auf Bewährtes zurückgegriffen und eher beim Backen mal experimentiert. Dass die folgende Tarte entstand, ist hingegen eher dem Zufall geschuldet. Eigentlich wollte ich die bewährte Heidelbeer-Marzipan-Tarte backen. Ich habe jedoch keine schönen Heidelbeeren gefunden und so nahm ich deutsche Stachelbeeren vom Markt mit und habe mein Rezept etwas angepasst. Da die Stachelbeeren etwas säuerlich sind, habe ich ein wenig mehr Zucker verwendet. Und die Menge verdoppelt, jetzt habe ich ja Leute im Haus, die Kuchen essen.


Fazit: Auch Stachelbeeren harmonieren toll mit den Marzipanstreuseln. Ich mag die Tarte übrigens am liebsten, nachdem sie eine Nacht im Kühlschrank war.


Stachelbeer-Marzipan-Tarte

für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser

Zutaten für den Teig:
250 g Mehl
125 g Butter
60 ml kaltes Wasser
60 g Zucker
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
2 EL Zitronensaft
100 g Zucker
200 g Schmand
2 Eier
400 g Stachelbeeren

Zutaten für die Streusel:
150 g Mehl
150 g Marzipan
100 g Butter, weich

Puderzucker zum Bestäuben

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Zutaten für den Mürbeteig rasch verkneten und den Teig mind. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Anschließend den Teig ausrollen und in der Tarteform auslegen, einen ca. 2 cm hohen Rand formen.

Die Butter für die Streusel spätestens jetzt aus dem Kühlschrank nehmen.
Den Teig allein15 Minuten blindbacken (Backpapier auf den Teig in der Form legen und z.B. getrocknete Bohnen darauflegen, alles in den Ofen schieben).

Für die Füllung den Zitronensaft, Puderzucker, Schmand und das Ei verrühren.
Die Zutaten für die Streusel mit der Hand oder dem Knethaken der Rührgeräts verrühren.
Die Stachelbeeren waschen und halbieren.

Nach 15 Minuten den vorgebackenen Teig aus dem Ofen holen. Die Stachelbeeren in der Form verteilen, dann die Füllung darüber gießen und am Ende die Streusel darauf verteilen.

Die Tarte nochmal 20-25 Minuten bei 180°C im Ofen backen. Vor der Servieren mit Puderzucker bestreuen. 


Und das Rezept passt, um am Kochevent der Tomateninsel teilzunehmen:

Wir kochen uns durch das Alphabet - S

Donnerstag, 29. Juni 2017

Voll im Trend: Kurkuma - und ein passendes Kurkuma-Müsli

Dass Inder in der Regel durch ihren Konsum von Kurkuma nicht an Eisenmangel leiden, war mir durch einen Zeitschriftenartikel, den ich vor ein paar Jahren gelesen habe, bereits in Erinnerung. Dort ging es auch um die positiven Eigenschaften des Gewürzes bzw. der Kurkuma-Wurzel. Neulich brachte meine Mama einen Artikel mit dem Titel "Go Gelb" aus der Brigitte Woman ebenfalls zu Kurkuma mit. Zahlreiche Studien wollen unter anderem die entzündungshemmende, antioxidative und depresionsmildernde Wirkung der Wurzel belegen... hört sich doch alles gut an und macht Lust, Kurkuma zu sich zu nehmen. Das Pulver schmeckt zwar intensiv, aber wenn es passt, auch sehr besonders. Und die gelbe Farbe ist auch toll. So habe ich mir letzte Woche gleich mal ein Müsli zubereitet, nachdem ich per Zufall auf dieses Rezept gestoßen bin. Ein schön anzusehendes und lecker schmeckendes Essen für heiße Tage.


Ich habe das Rezept ein wenig abgewandelt: Und zwar habe ich die Haferflocken mit 1 EL Chia-Samen und 200 ml lauwarmer Milch für 1 Stunde eingeweicht. Dann habe ich das Kurkumapulver und die ganzen anderen Gewürze dazugegeben. Nun habe ich alles in einen Teller gegeben und mit Mango- und Bananenstücken sowie Kokosraspeln und Zitronenmelisse garniert.

Als nächstes wird dann die famose und angesagte Kurkuma-Latte ausprobiert!

Freitag, 23. Juni 2017

Ein sommerlicher Kuchen: Zitronen-Buttermilch-Kuchen

Für das Fest letzte Woche habe ich neben dem Erdbeer-Dessert noch einen Kuchen gebacken. Mir war danach, mal wieder etwas Neues auszuprobieren. Da ich noch Buttermilch im Kühlschrank hatte und sehr positive Erinnerungen an die Konsistenz des Teiges der Schokomuffins besitze (bei denen ich wirklich mit Öl, Butter, Milch und Buttermilch experimentiert hatte), fiel die Wahl auf einen Kuchen aus Rührteig mit Zitrone und Buttermilch. Sehr frisch-sommerlich also. Der Kuchen wurde zwar nicht so viel gelobt wie mein Erdbeer-Dessert, auf das sich alle gestürzt haben, daher lobe ich ihn nun. Ich bin begeistert, wie saftig der Teig war, sicherlich dank der Buttermilch und wie erfrischend der Kuchen geschmeckt hat.


Das Rezept habe ich bei Kochbar gefunden. Ich hab mich genau daran gehalten (außer dass ich für die Glasur keine 200 g Puderzucker mehr hatte) und der Kuchen war wirklich schnell gemacht. Dafür, dass er so einfach zuzubereiten ist, macht er echt viel her!  Ich glaube, ich werde bald wieder mit Buttermilch backen.

Sonntag, 18. Juni 2017

Schneller Erdbeer-Joghurt-Nachtisch


Für ein Fest am vergangenen Freitag habe ich endlich mal wieder kochen und backen dürfen ... das habe ich in den letzten Wochen vermisst. Als Hauptgericht gab es unter anderem eine große Portion Kartoffelgratin, das kann ich jetzt auch mit der dreifachen Menge für viele Leute zubereiten. Als Nachtisch schwebte mir etwas mit Erdbeeren vor. Aus Effizienzgründen habe ich mich dann gegen die Bisquitrolle entschieden und von einem Dessertrezept aus einer Zeitschrift mit Erdbeeren und Joghurt inspirieren lassen. Das ging wirklich recht einfach und schnell. Aber es war sehr lecker, und hat nach Nachtisch, aber auch nach vielen frischen Erdbeeren geschmeckt. Und der Nachtisch wurde von den Gäste gelobt. Voilà das Rezept für die Kreation:


Erdbeer-Joghurt-Nachtisch

Zutaten für 8 Portionen

1 kg Erdbeeren
200 ml Sahne
600 g Joghurt
50 ml Ahornsirup
1 EL Zucker
1 EL Zitronensaft
Zesten von 1/2 Zitrone
Zitronenmelisse zum Garnieren

Die Erdbeeren waschen, putzen, trocknen und in dünne Scheiben schneiden.
Die Sahne steif schlagen (am besten mit 1 Prise Zucker) und dann mit dem Joghurt, Ahornsirup, Zucker, Zitronensaft und -zesten vermengen. Die Hälfte der Erdbeeren untermengen.
Die Masse ain 8-10 Schälchen oder Gläser verteilen. Die restlichen Erdbeerstücke darüber streuen und je mit einem Blatt Zitronenmelisse garnieren.

Sonntag, 11. Juni 2017

Immer wieder und in allen Variationen: Ofengemüse


Ungalant ausgedrückt handelt es sich um Resteverwertung. Aber Ofengemüse ist so viel mehr als Resteverwertung für mich. Denn buntes Gemüse, aromatisch duftend und gut gewürzt frisch aus dem Ofen kann mich oft begeistern. Das farbige Gemüse spielt dabei eine wichtige Rolle, daher sind auch die Bilder hier entstanden ... so schön, dass ich neulich meine Kamera gezückt habe. Denn ein richtiges Rezept habe ich heute nicht mal. Vor langer Zeit habe ich bereits einen Beitrag zu Ofengemüse geschrieben. Sogar sehr technisch. Heute würde ich sagen: einfach Gemüse nach Wahl schnibbeln (im Frühling ist Spargel sehr gut und Kartoffeln gehen immer und sättigen zudem), mit Öl, Salz, Pfeffer, etwas Paprikapulver und Kreuzkümmel vermengen. Alles im Ofen ca. 30 Minuten backen, bis es halt durch ist. Dazu gibt's bei mir auch immer einen Dipp ... ebenfalls Resteverwertung oder was der Kühlschrank halt an Milchproduktenzu bieten hat. Hüttenkäse, Quark, Joghurt, Schmand ... mit Zitrone, Kräutern, Salz und Pfeffer. Immer wieder lecker.

Sonntag, 28. Mai 2017

Geht immer: Kirsch-Schoko-Kuchen


Als ich vor ein paar Wochen über Mittag Besuch hatte, habe ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen, mal wieder einen Kuchen zu backen bzw. einen neuen Kuchen auszuprobieren. Die Wahl fiel auf einen Kuchen, welchen ich schon lange in meiner Lesezeichenliste abgespeichert habe: Einen Kirsch-Schoko-Kuchen von den Küchengöttern.

Kurz gesagt, ich fand den Kuchen spitze. Saftig durch die Kirschen, mit Schokostückchen und der Teig ist auch durch die (gemahlenen) Mandeln etwas besonderes. Geht immer - da ich gerne Obstkuchen backe aber richtige Beeren dem Sommer vorbehalten sind. Kirschen aus dem Glas sind hingegen in den anderen Jahreszeiten eine Alternative. So wird der Kuchen definitiv in Liste mit Standardrezepten aufgenommen. Aufgegangen ist er zudem auch schön, in der Mitte sind die Stücke bei mir ungewöhnlicherweise höher als am Rand geworden.

Sonntag, 21. Mai 2017

Ein Highlight: Pide mit Spinat und Feta


Am Samstag Abend vor ein paar Wochen gab's nach einem anstrengenden Renovierungstag noch ein gemütliches Abendessen. Dieses wird mir wegen der Pide in Erinnerung bleiben. Denn obwohl ich vor dem Kochen schon recht müde war, wollte in an meinem Plan festhalten und bereitete die Pide zu ... von den türkischen Teigfladen hatte ich schon so oft gehört, diese aber noch nie gegessen. Und mit Spinat und Feta als Füllung kann ja eigentlich nichts schief gehen. Dem war auch so. Beziehungsweise hat die Pide meine Erwartungen noch übertroffen. Zunächst sehen die Teigfladen (der Teig erinnert mich an Pizza, ist ja auch sehr ähnlich) in Schiffchenform wirklich hübsch aus und man kann gut einzelne Stücke abschneiden. Und gerochen hat es auch sehr fein in der Küche. Und geschmacklich... Spinat und Feta ... was will man mehr? Eventuell noch Pinienkerne, okay. Aber so war das Geschmackserlebnis einfach perfekt. Und die Pide ein Highlight, dass es definitiv wieder geben wird.

Das Rezept habe ich von einer Freundin als Empfehlung bekommen. Danke, Nicole! Es stammt aus einer Zeitschrift, aber ich habe ein paar Dinge leicht verändert. Unten meine Vorgehensweise.

Übrigens habe ich mir das Pul Biber (türkische Paprikaflocken) zum Anlass genommen, einen Abstecher im türkischen Lebensmittelladen zu machen. Dort bin ich natürlich fündig geworden. Pul Biber erinnert mich start an Chiliflocken, nur dass es etwas mehr nach Paprika schmeckt. Eventuell liegt das auch daran, dass Pul Biber etwas milder ist als Chiliflocken und somit mehr vom Geschmack zu erkennen ist außer Schärfe ;-)



Pide mit Spiant und Feta

für 4 Portionen (2 Pide)

für den Teig:
400 g Mehl
200 ml lauwarmes Wasser
1/2 Würfel Hefe
1/2 TL Zucker
1/2 TKL Salz

für die Füllung:
1 kg frischer Spinat (oder 500 g tiefgekühlter)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
1/2 TL Kreuzkümmel
Pfeffer
Salz
Pul Biber nach Belieben (ersatzweise Chiliflocken, bei mir 1 TL, das hat man aber rausgeschmeckt!)
50g Pinienlerne

zum Bestreichen:
1 Eigelb
2 EL Milch

Zuerst sollte der Hefeteig zubereitet werden. Dazu das Mehl in eine Schüssel geben. Die Hefe in das lauwarme Wasser bröckeln und zusammen mit Zucker und Salz gut verrühren. 
 Die Flüssigkeit in die Schüssel mit dem Mehl geben und alles für ein paar Minuten zu einem geschmeidigen Hefeteig kneten. Den Teig 45-60 Minten an einem warmen Ort mit einem Geschirrtuch bedeckt gehen lassen.

Den Spinat waschen. Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und beides fein hacken. In einem Topf das Öl erhitzen, zunächst die Zwiebeln zugeben, 2 Minuten später den Knoblauch. Nach ca. 3 Minuten den Spinat (wenn die Pfannengröße nicht ausreicht, dann portionsweise hinzugeben) hinzufügen und blanchieren, bis er in sich zusammenfällt. Nun die Flüssigkeit abgießen und den Spinat gut ausdrücken (ich breite ihn immer aus, damit er schneller kalt wird und drücke ihn dann in einem Sieb aus). Den Spinat mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Pul Biber würzen.
Den Feta zerbröseln und die Hälfte unter den Spinat mischen.

Den Backofen auf 220°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Teig nun zu zwei länglichen Fladen ausrollen. Die Füllung auf den Fladen verteilen, dabei zu allen Seiten einen Rand von 2 cm lassen. Den restlichen Feta und die Pinienkerne auf der Füllung verteilen. Anschließend die Teigränder nach innen einschlagen. Eigelb mit der Milch verquirlen und die Teigränder damit bestreichen.

Die Pide je 20-25 Minuten im Ofen backen.


Sonntag, 14. Mai 2017

Ankündigung: Food Fotografie Workshop in der Black Forest Lodge vom 22.-24.09.2017


Hallo zusammen,

heute gibt es kein Rezept, sondern eine Ankündigung, über die ich mich riesig freue, dass ich sie machen darf.

Wie die meisten Leser wahrscheinlich bereits wissen, habe ich mir im Norschwarzwald in der Nähe von Freudenstadt ein Haus gekauft und werde dort demnächst meine Black Forest Lodge eröffnen. Diese soll auch eine Plattform für verschiedene Veranstaltungen sein. Und dieser Traum nimmt nun langsam Gestalt an, da ich für 2017 bereits ein paar Events plane.

So habe ich mich mich mit dem Münchener Fotografen Andreas Hantschke zusammengetan, und wir werden gemeinsam im September einen Food Fotografie Workshop veranstalten. Andreas hat sich unter anderem auf Food Fotografie spezialisiert und bereits ein Kochbuch herausgegeben. Am besten verweise ich euch auf seine Webseite, damit ihr euch ein Bild von seinen schönen Bildern machen könnt, dann brauche ich gar nicht viel mehr zu sagen.



Leistungen:

·         Teilnahme am Food Fotografie Workshop mit Andreas Hantschke
·         2 Übernachtungen im gebuchten Zimmer (mit Bad / ohne Bad).
·         Vollpension mit einer warmen
·         Getränke (Kaffee, Tee und Wasser) und Snacks während des Seminars. Getränke (Wasser, Wein, diverse Softdrinks) zu den Mahlzeiten.

Nicht im Preis mitinbegriffen:
·         An- und Abreisekosten
·         Evtl. anfallende Transfergebühr vom Bahnhof Freudenstadt nach Igelsberg


Preise:
  • Unterbringung im Einzelzimmer mit Gemeinschaftsbad: 440€ 
  • Unterbringung im Einzelzimmer mit eigenem Bad: 470€

Programm:

Freitag:
  • Ab 14 Uhr Anreise
  • Gemeinsames Abendessen und Kennenlernen und Festlegen der Workshop-Schwerpunkte
Samstag:
  • Theorieblock zu Fotografie und Food Fotografie
  • Praxisteil zum Fotografieren (bitte eigene Kamera mitbringen)
  • Dazwischen Mittagessen
  • Besprechung eurer Bilder, Aufbereitung der Bilder in Lightroom
  • Abends gibt es ein gemeinsames, warmes Abendessen und Austausch
Sonntag:
  • Frühstück
  • Fragerunde
Ein genaues Programm für die Teilnehmer folgt ca. 4 Wochen vor dem Workshop.


Wenn ihr interessiert an der Teilnahme am Workshop seid, dann kontaktiert doch einfach Andreas oder mich. Wir schicken euch gerne ganz unverbindlich weitere Informationen und Konditionen zum Workshop zu. Und wir beantworten natürlich auch eure Fragen.

Es würde mich wahnsinnig freuen, wenn der Workshop zustande kommt und ich den ein oder anderen Food Blogger, mit dem ich bereits virtuell Bekanntschaft geschlossen habe, auch persönlich kennen lernen dürfte.

Liebe Grüsse,
Sarah

contact@black-forest-lodge.eu oder noplainvanillakitchen@googlemail.com

Sonntag, 7. Mai 2017

Rhabarbertarte

Auf die Suche nach Rezepten für Rhabarberkuchen musste ich nie gehen, da meine Mama über eine ziemlich umfangreiche Sammlung verfügt. Das Rezept daraus von meiner Oma für einen Rhabarberkuchen mit Baiserhaube haben wir bereits nachgemacht und es war wirklich lecker. Genauso der Rhabarberkuchen mit Pudding uns Streuseln war vor zwei Jahren auch ein voller Erfolg. Letztes Jahr haben wir ein weiteres Rezept aus der Sammlung nachgemacht, welches allerdings nicht ideal geklappt hat. Welches das nun war und was nicht so gepasst hat, daran erinnern wir uns jetzt natürlich nicht mehr (was man nicht gleich aufschreibt, das ist vergessen. Das ist bei mir im Moment leider auch schon nach 30 Sekunden so).

Jedenfalls war es nicht der folgende Kuchen, welchen es letzte Woche gab: eine Art Rhabarbertarte, aus Mürbeteigboden, Rhabarberstücken und einer Füllung aus Sauerrahm. Die Tarte ist schön knusprig durch den Boden, und schön saftig durch die Füllung. Ich fand sie auch genau richtig süß. Relativ schell und einfach zu machen, und doch besonders. Das Rezept wird damit in meine Sammlung an Rhabarberkuchenrezepten aufgenommen.


Rhabarbertarte

für eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser

Zutaten für den Mürbeteig:
250 g Mehl
125 g Butter, kalt
125 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
700 g Rhabarber
5 EL Zucker
2 Eier
200 g Saure Sahne
6 EL Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
4 EL Mehl

Die Zutaten für den Mürbeteig rasch verkneten und den Teig in den Kühlschrank stellen, solange die weiteren Arbeitsschritte ausgeführt werden. Anschließend den Teig ausrollen und in der Tarteform auslegen und einen Rand formen.

Den Ofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Den Rhabarber schälen, in dünne Scheiben schneiden und mit 5 EL Zucker vermengen.
Die Eier mit der sauren Sahne, dem Zucker und Vanillezucker und dem Mehl vermengen, dann den Rhabarber hinzufügen, alles vermischen und in die Tarteform geben. 

Alles 50-60 Minuten backen (bei mir 60 Minuten).

Samstag, 29. April 2017

Das "Großprojekt Hummus" und die Kunst der Zubereitung

Puh ... man könnte fast sagen, ich hätte einen Meilenstein erreicht. Denn lange hat's gedauert, bis ich nun ein Rezept für Hummus vorweisen kann, mit dem ich zufrieden bin. Vor einigen Jahren hab ich ein paar Mal Hummus gemacht, aber mir entweder nicht genau die Zutaten aufgeschrieben oder ich war nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis. So blieb immer das Gefühl, dass ich kein ordentliches Rezept habe. Etwas frustriert habe ich das "Projekt Hummus" in den letzten beiden Jahren dann ganz auf die Seite gelegt.

Nun habe ich einen neuen Anlauf gestartet, da ich wirklich mal wieder Hummus essen wollte zu meinem Ofengemüse. Mir scheint es fast, als wäre es eine hohe Kunst, Hummus selbst zu machen. So mein Urteil nach der Durchsicht einiger Rezepte. Denn in den meisten vermisse ich die genauen Angaben. Sprich, man sollte es im Gefühl haben, wie die Konsistenz sein sollte. Ob noch Flüssigkeit hinzu kommt etc. Und natürlich das Abschmecken.

Nun habe ich mir mein Rezept in Anlehnung an dieses hier und Carla's Version gebastelt und bin mit dem Ergebnis der letzten Hummus-Zubereitung wirklich zufrieden. Die Zutaten habe ich möglichst genau abgemessen. Aber wie gesagt, ein Gefühl für den richtigen Hummus bei der Zubereitung ist unabdingbar ;-) 

Meine Tipps noch zusammengefasst:
  • Die Masse zieht nach der Zubereitung noch Flüssigkeit, also darf sie direkt nach der Herstellung nicht zu trocken sein, da sie das eh noch wird. Man läuft sonst Gefahr, harten Hummus zu servieren (das habe ich auch schon geschafft bzw. wurde mir solcher Hummus auch schon serviert).
  • Mit Zitronensaft anfangs sparsam sein, lieber nachher noch was hinzufügen
  • Um meinen Mixer nicht allzu sehr an seine Grenzen zu bringen, füge ich gleich zu Beginn etwas Wasser hinzu, ich meine, das hilft
  • Dieses Mal habe ich Kichererbsen aus der Dose verwendet. Ich will es aber bald mit selbst eingeweichten versuchen, dann gebe ich Rückmeldung über die Mengenverhältnisse, wenn ich's geschafft habe
  • Man kann die Flüssigkeit der Kichererbsen oder Wasser nehmen, um die Masse flüssiger zu machen. Geht beides, also keine Panik, wenn ihr das Wasser schon weggeschüttet habt. 

Hummus

480 g Kichererbsen
2 EL Tahini (40 g)
2 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Optional: 1 Chilischote, rot und entkernt
1,5 EL Kreuzkümmel
1 EL Curry
1 EL Paprikapulver (edelsüß)
Saft von 1 Zitrone (50ml)
Salz (bei mir 2 TL bzw. 7g)
Pfeffer
100 ml Wasser (Flüssigkeit von den Kichererbsen oder einfach so)
Optional: Koriander zur Deko (Petersilie geht auch)

Den Knoblauch schälen und klein schneiden. Die Chilischote waschen, entkernen und ebenfalls in Stücke schneiden. Die Kichererbsen mit dem Tahini, Olivenöl, Knoblauch, Chili, den Gewürzen (Curry, Kreuzkümmel und Paprikapulver, Salz, Pfeffer) sowie je zunächst der Hälfte der Flüssigkeiten (also 25 ml Zitronensaft und 50 ml Wasser) in einen Mixer geben und alles pürieren. 

Je nach Konsistenz mehr Wasser und nach Geschmack auch Zitronensaft hinzugeben (bei mir waren die 100 ml Wasser nötig, es kann auch noch mehr sein). Abschmecken und evtl nachwürzen.

Den Hummus im Kühlschrank gerne für ein paar Stunden ziehen lassen. 

Mit frischem Koriander oder Petersilie bestreut servieren.