Mittwoch, 13. März 2019

Auf Gästewunsch: Rührei

Beim Frühstücksbuffet für die Gäste in meiner Black Forest Lodge biete ich ein tägliches variierendes Frühstücks-Special an. Das kann ein selbstgemachter Brotaufstrich sein, Hefezopf, Laugenigel, Birchermüsli, Puddings, Obstsalat ... und manchmal auch ein Frühstücksei oder Rührei. Auf expliziten Wunsch und wenn es einen  Gast glücklich macht, gibt es Rührei auch auf Anfrage. Es kommt bei den Gästen immer sehr gut an.

Schwer ist es nicht, allerdings habe ich folgende drei goldene Regeln für ein gelungenes Rührei aufgestellt:

1. etwas Milch oder Sahne unter die Eiermasse mischen
2. bei der Butter nicht sparen
3. die Eiermasse bei mittlerer und nicht zu hoher Temperatur langsam stocken lassen und dabei nicht unnötig rühren


Rührei

für 1-2 Portionen

3 Eier
50 ml Milch
Salz
Pfeffer
15 g Butter
frische Kräuter

Die Eier  zusammen mit der Milch, Salz und Pfeffer mit einer Gabel verquirlen.
Die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Eier-Milch-Mischung hinzugeben und leicht stocken lassen. Danach ab und zu mit einem Pfannenwender das am Pfannenboden angebratene Rührei lösen und zur Seite schieben. Diesen Vorgang wiederholen, bis die ganze Masse gestockt ist. Dabei nicht zu viel rühren. Das Rührei aus der Pfanne nehmen, sobald es die richtige Konsistenz hat, damit es nicht zu trocken wird.
Vor dem Servieren nach Belieben mit frischen, gehackten Kräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum bestreuen.

Und da der Beitrag einfach perfekt zu Zorra's Blogevent "Huhn oder Ei" passt, mache ich dort mit:

Blog-Event CL - Huhn oder Ei (Einsendeschluss 15. März 2019)

Montag, 4. März 2019

Zu 100% vegetarisch: Auberginen-Kaviar

Ich liebe es, in internationalen Geschäften zu stöbern. Dazu gehören auch der Asia-Laden oder der türkische Supermarkt in meiner Heimatstadt - noch toller sind allerdings Geschäfte im Ausland.
Bei meinem letzten Elsass-Aufenthalt entdeckte ich in einem Intermarché ein "caviar d'aubergines". Gekauft habe ich ihn nicht. Aber während des Aufenthalts kaufte ich mir auch ein Gemüsekochbuch auf französisch (ja, in Buchläden stöbere ich auch gerne ...). Und darin war ein Rezept für Auberginen-Kaviar. Das Rezept habe ich dann zum letzten französischen Abend in meiner Lodge ausprobiert. Und der "Kaviar" kam soo gut an. Ein ganz toller, würziger Brotaufstrich zu frischem Baguette.
Er war auch erstaunlich schnell gemacht, da sich das Fruchtfleisch der gegrillten Auberginen sehr leicht entnehmen lässt. Eine ganz große Nachkochempfehlung!

Woher der Name kommt, frage ich mich immer noch ... weder inhaltlich noch optisch sehe ich Parallelen zu richtigem Kaviar. Vielleicht weil der Aufstrich auch gut zu Kaviar passt? Oder für die Leute, die sich keinen Richtigen Kaviar leisten können? Hat jemand einen anderen Tipp oder weiß etwas?


Auberginen-Kaviar

1 kg Auberginen
2 Knoblauchzehen
150 ml Olivenöl
Saft von 1 Zitrone
3 Schalotten
Salz
Pfeffer

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Wenn er heiß ist, die Auberginen waschen und 30 Minuten mitsamt Schale im Ofen backen. Die Auberginen ab und zu drehen. Dann mit heißem Wasser abschrecken, längs durchschneiden und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausholen. Das geht nach dem Backen recht einfach. Die Knoblauchzehen fein hacken und in 50 ml Olivenöl ca. 5 Minuten in einer Pfanne anbraten. Die Knoblauchzehen mit dem Öl aus der Pfanne und dem restlichen Öl zu den Auberginen geben. Alles fein pürieren. Die Schalotten sehr fein hacken und untermischen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.

Sonntag, 24. Februar 2019

Kreuzkümmel-Karotten, Sesam-Erbsen und Quinoa


Ich durfte diesen Sommer eine Woche in Lissabon verbringen. Die Zeit war wunderschön und gerne erinnere ich mich auch an die gute portugiesische Küche. Die folgenden Rezepte habe ich aus meinem Lissabon-Kochbuch nachgekocht.

Die Karotten sind geschmacklich durch den Kreuzkümmel  und durch den schrägen Schnitt für's Auge was Besonderes. Der nussige Geschmack des gerösteten Sesams passt sehr gut zu den Erbsen. Beide Gemüse sind auch wintertauglich, schön zu kombinieren und schnell zubereitet. Bei uns gab es Quinoa dazu.

Kreuzkümmel-Karotten (4 Portionen)

1 TL Kreuzkümmelsamen
3 EL Olivenöl
4 große Karotten, schräg in 5 mm dicke Scheiben geschnitten 
1 Knoblauchzehe, gehackt
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 

Die Kreuzkümmelsamen mit einem scharfen Messer zerkleinern. Eine Pfanne erhitzen, die Kreuzkümmelsamen hineingeben und etwa 1 Minute rösten, bis sie duften. Dann Olivenöl, 3 EL Wasser, Möhren und Knoblauch zufügen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Temperatur reduzieren und die Möhren unter häufigem Rühren bissfest garen (bei mir etwa 15 Minuten). Vor dem Servieren noch einmal abschmecken. 


Sesam-Erbsen (4 Portionen)

400 g Erbsen (TK oder frisch)
Salz
1 EL Sesamsamen
2 EL Olivenöl 
 schwarzer Pfeffer
getrocknete Chiliflocken nach Geschmack
2 EL fein gehackte Petersilie

Die Erbsen in einen Topf mit kochendem Salzwasser geben. TK-Erbsen nur einmal kurz aufkochen, frische Erbsen ein paar Minuten kochen.
Parallel in einer trockenen Pfanne die Sesamsamen 1-2 Minuten goldfarben rösten, dabei die Pfanne immer wieder rütteln.
Die Erbsen abgießen und mit dem Olivenöl und dem Sesamsamen mischen.
Mit Salz und Pfeffer und evtl. mit Chiliflocken abschmecken und mit Petersilie bestreuen.


Montag, 18. Februar 2019

Überbackenes Fladenbrot mit Sauerkraut, Äpfeln und Käse


In einem gemütlichen Restaurant in der Umgebung gibt es als Spezialität Salate und leckeres, überbackenes Fladenbrot. Dort bin ich regelmäßig zu Gast. Die Wintervariante ist mit Sauerkraut, Äpfeln und Käse belegt. Dies klang mir zunächst fast zu experimentell, um das Gericht dort zu bestellen. Aber neugierig war ich doch, sodass ich es tat. Und es war äußerst lecker! So lecker, dass ich das überbackene Fladenbrot mitsamt Salat auch einmal daheim nachgebastelt habe. Es geht ganz einfach. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man beim Käse zum Überbacken 1. nicht spart, und 2. einen würzigen Hartkäse nimmt.

Zudem eignet sich das Gericht als kreative Brotresteverwertung, sowohl für Fladenbrot aber auch für andere Brotreste.


Überbackenes Fladenbrot mit Sauerkraut, Äpfeln und Käse 

für 2 Portionen

2 Stücke Fladenbrot (alternativ: 2 Brötchen)
1 kleiner Apfel
150 g Sauerkraut
60 g Bergkäse
Salz, Pfeffer

Den Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Das Brot / die Brötchen halbieren. Den Apfel waschen, längs achteln und in dünne Scheiben schneiden. Den Käse reiben.
Zunächst die Apfelstücke, dann das Sauerkraut auf den Brothälften verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit dem Käse bestreuen. Das belegte Fladenbrot im Ofen 10-15 Minuten überbacken, bis der Käse goldbraun ist. Dazu passt sehr gut ein gemischter Salat.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Selbstgemachtes Fladenbrot

Dieses Rezept begleitet mich schon ewig ... ich habe es vor vielen Jahren auf Empfehlung hin zum ersten Mal gemacht. Aus irgendeinem Grund ist der Ausdruck des Rezepts verloren gegangen und so habe ich es zwischenzeitlich auch vergessen.

Dunkel erinnerte ich mich neulich aber, dass ich doch vor vielen Jahren einmal so gutes Fladenbrot so einfach und schnell selbst gemacht hatte. Zum Glück, denn so habe ich das Rezept wieder hergesucht. Ich bin mir relativ sicher, dass es das  folgende Rezept war. Es heißt nämlich ganz bescheiden "Das weltbeste Fladenbrot".


Ob weltbestes oder nicht, das Rezept ist auf jeden Fall klasse! Ich habe zwei Fladen auf einem Blech gebacken. Das mit dem Wasser in den Ofen schütten mache ich auch immer. Einzige Änderung bei mir: ich verwende einen EL Salz, nicht nur einen Teelöffel. Und ich bestreue das Brot zusätzlich noch mit Fleur de Sel vor dem Backen. Allein schon weil es sooo gut riecht, sollte man es ab und zu backen! Und warm genießen. Zu Suppe, gebackenem Feta, Antipasti ... und einen Rezeptvorschlag für schon etwas älteres Fladenbrot werde ich in meinem nächsten Beitrag machen.