Sonntag, 14. Oktober 2018

Ein exklusives Dessert: Mandel-Mousse mit Feigensauce

Ausgefallene Nachtische sind nicht gerade mein Steckenpferd. Wenn ich selbst koche, brauche ich persönlich kein großes Dessert mehr. Und wenn ich für meine Gäste koche, reicht es rein zeitlich oft nicht mehr für einen Nachtisch - und ein Stück Schokolade als Nachtisch ist völlig ausreichend.

Letzte Woche hat mein Bruder geheiratet. Die Nachtische wurden - alle in Gläschen, von verschiedenen Gästen mitgebracht. Ich wurde gefragt, ob ich auch einen Nachtisch beisteuern könne, ein "Mandel-Mousse mit Feigen in Tabaksauce". Dieses Dessert hatten mein Bruder und seine Frau letztes Jahr gekocht, als sie das perfekte Dinner im Freundeskreis nachgemacht haben. Klar doch!

Erst einmal habe ich kurz  vorher die Zutatenliste für das Rezept gelesen. Tabak? Auf Nachfrage bei meinem Bruder kam die Antwort: "haben wir weggelassen". Gut. Nächste Sache ... weißer Portwein? Nie gehört - aber den kann man wirklich in Supermärkten kaufen. Und bis ich 12 Feigen für die dreifache Rezeptmenge zusammen hatte, musste ich auch in drei Läden gehen. Aber dann hatte ich alle  Zutaten beisammen.

Das Rezept selbst habe ich mir erst kurz vor der Zubereitung durchgelesen. Der erste Gedanke: "oh je, hätte ich das mal früher gemacht". Aufkochen, ziehen lassen, gelieren, aufkochen, ziehen lassen .... puh, ziemlich aufwendig. Eine kleine Änderung meinerseits: ich habe die Feigen mit dem Sud aufgekocht. Dann die Feigen herausgenommen und über Nacht kalt gestellt. Und in die Sauce habe ich direkt die Stärke eingerührt (also nicht erst nach der Nacht Kühlung mit den Feigen zusammen).

Das Zubereiten war ansonsten recht fordernd (meine Mama, welche sich nebenbei auf dem Sofa ausruhen wollte, konnte sich nicht so ganz entspannen, da sie aus meiner Nähe ständig "oh je", "ach du meine Güte" hörte, sowie ein Klirren und Krachen. Aber letztendlich ging dann alles gut ... die Herausforderung hat geklappt und war auch sehr spannend. Und der Nachtisch ist einfach megalecker. Wer einen besonderen Nachtisch für die Feigenzeit sucht, der sollte wirklich dieses Mandel-Mousse mit Feigen zubereiten.



Montag, 8. Oktober 2018

Blumenkohlsalat mit Ei und Oliven

Blumenkohl ist das Gemüse, das ich gefühlt am seltensten kaufe. Nicht weil ich ihn nicht mag, sondern weil mich andere Sorten einfach mehr ansprechen. Aber jedes Mal, wenn ich ihn esse, denke ich "so schlecht schmeckt er gar nicht".
Und das folgende Rezept bestätigt, dass man mit Blumenkohl ganz tolle Sachen machen kann. Die Röschen lassen sich auch schön auf einem Salatteller anrichten.


Das Rezept für den Blumenkohlsalat mit Ei und Oliven habe ich bei Madam Rote Rübe gefunden. Da es draußen schon recht dämmrig war, als ich das Foto gemacht habe, ist es nicht das allerbeste. Aber für ganz schöne Fotos schaut ihr am besten das Originalrezept an. Sehr lecker war der Salat allemal - eine schöne Kombination mit den Eiern und Oliven und dem Dressing aus saurer Sahne. Ich habe noch ein paar Radieschen hinzugefügt, da diese übrig waren. Basilikum hatte ich leider nicht mehr, daher gab's Petersilie bei mir (ich wollte es ja gar nicht sagen, aber auf meinem Bild ist es eindeutig). Basilikum wäre sicher noch besser, ist aber nicht ganz entscheidend ... jedenfalls war der Salat super und ich kaufe sicher wieder Blumenkohl und will auch diesen Salat wieder machen.

Samstag, 29. September 2018

Salat mit Feigen, Ziegenkäse, Rucola und (regionalen) Walnüssen

Die Herbstzeit ist auch Saison für Feigen. Und die können ja sogar auch in Deutschland wachsen (das zeigt der Feigenbaum meiner Eltern, oder neulich habe ich mitten in Colmar, was ja auch nicht so weit weg ist, einen Feigenbaum entdeckt). Feigen verbinde ich sofort mit Ziegenkäse, da ich diese Kombination einfach liebe. Und das könnte man doch auch mal als Salat essen, dachte ich mir. Dazu gab es dieses Mal das etwas herbe Rucola, aber auch einen gemischten Blatt- oder Pflücksalat kann ich mir hier sehr gut vorstellen. Und als Bonus: Walnüsse! Die Walnüsse auf dem Bild sind sogar regional. Am Ende einer langen Wanderung sah ich am Straßenrand einen ganz kleinen Verkaufsstand, besser gesagt ein paar übereinander gestapelte Holzkisten. Dort gab es Walnüsse in Papierbeuteln zum Verkauf auf Spendenbasis. Da musste ich natürlich welche mitnehmen. Und so habe ich gerade eben zum ersten Mal meinen Nussknacker benutzt, was Spaß gemacht hat. Und der Salat hat geschmeckt. Das beweist einmal wieder: je mehr Bezug man zu seinem Essen hat, desto mehr Spaß macht die Zubereitung und desto größer der Genuss.


Salat mit Feigen, Ziegenkäse, Rucola und Walnüssen

für 2 Portionen 

für den Salat:
2 Hände voll Rucola
2 Feigen
100 g Ziegenkäse
1 Hand voll Walnüsse

für das Dressing:
2 EL Walnüssöl
1 EL Balsamico di Modena
1 TL Dijon-Senf
1 TL Ahornsirup
frisch gemahlener Pfeffer
Salz

Den Rucolagut waschen und trocknen. Die Feigen waschen und in Stücke schneiden. Den Käse ebenfalls kleinschneiden. Alle Zutaten für den Salat in eine Schüssel geben. Die Zutaten für das Dressing verrühren und anschließend Salat und Dressing gut vermischen. Die Walnüsse grob hacken und den Salat damit bestreuen.

Samstag, 22. September 2018

Es geht weiter mit der Brotresteverwertung: Griechischer Brotsalat

Die Resteverwertung des Brots vom Frühstück ist hier ja immer ein großes Thema. Auch eines, das ich mit vielen Gästen und Freunden diskutiere. Den Tipp mit den Semmelknödeln habe ich ja zu oft bekommen und daher bin ich auf diese nicht mehr so gut zu sprechen. Als eine Freundin allerdings von Panzanella, einem italienischen Brotsalat erzählte, stieß das bei mir auf mehr Anklang. Habe ich bisher noch nicht ausprobiert, kommt aber noch. Eine Weile später schickte sie mir ein Rezept für einen griechischen Brotsalat. So ähnlich, allerdings noch mit Feta und Oliven. Als ich einmal ebenso Reste hiervon sowie von Kapern hatte, gab es den Salat. Brotreste habe ich ja sowieso immer. Fazit: es lohnt sich, das alte Brot aufzutoasten und mit Öl zu beträufeln - schmeckt für einen Salat genauso gut wie frisches Brot - oder sogar besser.


Das Rezept steht übrigens hier.

Mittwoch, 12. September 2018

Es kommt auch auf die Präsentation an: Paprika-Couscous mit Zucchini

Da die große Zucchinischwemme aus dem Gemüsegarten ausgeblieben ist, gab es bei mir zwar bedeutend weniger Zucchini als die Jahre zuvor, aber ab und zu habe ich doch eine Zucchini eingekauft, da ich sie ja wirklich gerne mag. Und ein neues Rezept habe ich auch ausprobiert: den Paprika-Couscous mit Zucchini, den ich auf dem Blog Probieren und Studieren gesehen habe.


Das Originalrezept heißt eigentlich Paprika-Bulgur mit Zucchini, aber da ich noch einen Couscous-Rest hatte und im Rezept sogar offiziell steht, dass man den Bulgur auch durch Couscous ersetzen kann, habe ich das gemacht. Was die Zutaten angeht, ist das Rezept gar nicht so exotisch und Couscous mit Paprika und Zucchini könnte es bei mir auch so mal geben ... allerdings würde ich dann wohl alles in einer Pfanne zusammenschmeißen. Und das würde nicht so schön aussehen. Bei Patricia's Rezept werden die Paprika hingegen ganz klein geschnibbelt und mit dem Couscous gegart. Und die Zucchini in cheiben extra angebraten. Und weil das Gericht auf ihrem Bild so schön angerichtet aussieht, habe ich auch meinen Dessertring ausgegraben, um ein ähnliches Bild zu bekommen. Und schön brav die Zucchinischeiben darum gelegt. So ist der Genuss definitiv größer. Danke für die Inspiration, Patricia!