Sonntag, 18. September 2022

Bei Kälteeinbruch: Miso-Suppe

Es ist schlagartig kalt geworden. Nun sind wärmende Suppen und Eintöpfe bei mir noch höher im Kurs. 

Seit bei mir im Kühlschrank ein Glas Misopaste steht, ist es eine tolle Option, eine Gemüsesuppe à la Japan zu machen. Miso sorgt für eine schöne Würze, ich mag den Geschmack sehr. 

Barbara hat mich zu der Suppe inspiriert. Wie sie schreibt, die Suppe ist sehr variabel. Bei mir gab's Sellerie, Karotten und Mangold. Und Tofu ergänz das Ganze natürlich auch vorzüglich.

Hier geht's zu Barbara und zum Rezept.

Dienstag, 6. September 2022

Zucchini-Chips

Die Zucchiniernte in meinem Gemüsegarten war dieses Jahr gut und ich genieße die letzten Exemplare.
Wir haben zwar nicht ganz so viel experimentiert wie im letzten Jahr, ein wenig aber schon.

Dazu zählen auch die Zucchini-Chips. Eigentlich überschaubar, was die Zutatenliste und Rezeptlänge angeht ... aber doch ganz schön aufwendig. Ich habe die Chips einmal gemacht, ohne dass ich die Zucchini vorher gesalzen und somit entwässert habe. Dann waren sie lätschig. Also wirklich keine Chips.

Nächster Versuch mit Salzen und Entwässern. Das hat geklappt! So wurden die Chips viel knuspriger. Wichtig ist auch, dass sie dünn geschnitten sind.

Mir haben sie sowohl mit Parmesan als auch ohne geschmeckt. Ein gesunder Snack, wie man sagt - wobei ich die Chips nicht deshalb gemacht habe, sondern viel mehr aus Experimentierfreude. Allerdings ist es eben Aufwand im Vergleich zum Chips-Ertrag den man aus 200 g Zucchini bekommt.

Habt ihr noch kreative Zucchinirezepte (für die nächste Saison dann)? 


Zucchini-Chips


200 g Zucchini
1-2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
25 g geriebener Parmesan (optional)

Die Zucchini waschen und in 2 mm dicke Scheiben schneiden. Diese mit Salz bestreuen und 30 Minuten ruhen lassen. In ein Sieb geben, gründlich unter fließendem Wasser abspülen und mit einem Tuch oder Küchenpapier gut trockentupfen.

Den Ofen auf 190°C (Umluft) vorheizen.

Die Zucchinischeiben einzeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit Olivenöl dünn bestreichen (oder einen Sprayer benutzen). Dann leicht salzen und pfeffern.

Variante: Wer Parmesan-Zucchini-Chips möchte, bestreut die Zucchinitaler noch mit Parmesan.

Im Ofen ca. 20 Minuten backen.

Mittwoch, 24. August 2022

Italienische Minestrone - da kommt alles rein, was nach Sommer schmeckt

 

Das ist eine typisch italienische, appetitliche, herzhafte und auch noch gesunde Gemüsesuppe.
Mindestens einmal im Sommer, wenn es leckeres Gemüse gibt und unsere eigenen Tomaten reif sind und auch noch genügend Kräuter im Beet sind, kochen wir einen riesigen Topf dieser leckeren Minestrone. Wir machen es wie die Italiener. Damit sie tags darauf eine Ribollita (=wieder aufgekocht) machen können, kochen sie Minestrone gleich in größerer Menge. Diese Minestrone lässt sich auch supergut einfrieren. Da lohnt sich der Aufwand auf jeden Fall.
 


Minestrone


 für 6 Portionen
 
2 Lorbeerblätter
frische Kräuter was das Beet hergibt: Bei mir
Rosmarin
glatte Petersilie
je ein paar Zweige Basilikum
 Oregano
Currykraut
Kerbel
 
 Auberginen
Kartoffeln
Möhren
 frische dicke Bohnen und Erbsen
 Zwiebel
 Fleischtomaten
1/2 Knolle Sellerie
Bleichsellerie
Zucchini
Lauch 
etwa 2 l Gemüsebrühe
Olivenöl
Salz
frische gemahlener Pfeffer
3 Knoblauchzehen
200 g Rundkornreis
frisch geriebenen Parmesan

Die Gemüseangaben sind nur Vorschläge. Denn eine feste Vorschrift für die Gemüsearten gibt es bei der Minestrone nicht, da kann man nehmen was es gerade Frisches gibt.
Wenn es keine frischen Bohnen gibt, kann man getrocknete Hülsenfrüchte verwenden.
Aber Vorsicht, vor allem bei den ungekochten Bohnen, die sollte man eine Nacht einweichen und in einem separaten Topf vorkochen. Das dauert ewig, bis sie weich sind.
Zur Not sind auch wie bei mir Bohnen aus der Dose in Ordnung, vor allem wenn der Entschluß Minestrone zu kochen sehr spontan ist.

Zubereitung:
 
Mit einem Küchenzwirn ein Kräutersträußchen zusammenbinden.
Einen Teil der Kräuter zurückbehalten.
 
Auberginen, Kartoffeln, Möhren, Zucchini, Sellerie in kleine Würfel schneiden. 
 Erst Auberginen In etwas Olivenöl anbraten, dann das andere Gemüse ebenfalls kurz mitbraten und mit Hühnerbrühe ablöschen.

In einem zweiten Topf kleingeschnittene Zwiebel und Lauch ebenfalls in Olivenöl anbraten, die Tomaten dazugeben und zum Kochen bringen. 

Alles in einen Topf geben und mit Hühnerbrühe auffüllen. Auch das Kräutersträußchen zugeben. Salzen, pfeffern und im geschlossenen Topf bei schwacher Hitze 40 Minuten köcheln.
 
Das Kräutersträußchen entfernen. Restliche Kräuter fein gehackt und klein gehackten Knoblauch zugeben. Dann Reis unterrühren und weiter 20 Minuten kochen, bis er weich ist. 


Letzten Sommer haben wir die Zutaten für unsere Minestrone bei diesem Gemüsehändler in Italien eingekauft

Dienstag, 9. August 2022

Avocado-Kimchi-Brotaufstrich

Für dieses Gericht habe ich das erste Mal Kimchi (gesprochen: Kimtschi) im Bioladen eingekauft.

Kimchi hat seine Wurzeln in Korea und es handelt sich um fermentiertes Gemüse ähnlich unserem Sauerkraut. In Korea wird es hauptsächlich mit Chinakohl hergestellt. Es kann auch aus Rettich, Frühlingszwiebeln oder Gurken gemacht werden. Ich bin sehr  überrascht über den leckeren Geschmack. Es hat eine angenehme Schärfe, wenig Säure und und eine salzige Würze. Man kann es einfach so aus dem Glas löffeln und bin gerade dabei herauszufinden, wie Kimchi die Essenszubereitung bereichern kann.

Kimchi ist wertvoll für die Gesundheit, denn es enthält lebenswichtige Mineralstoffe, Vitamine, Probiotika und Enzyme. Für den Darm und das Immunsystem sehr zu empfehlen.

Ich habe das Rezept von meiner aktuellen Lieblings-Rezeptquelle, von "Ken Kocht" (nichts Neues für den regelmäßigen Leser ;-) )

Der folgende Aufstrich ist schnell zubereitet und ein besonderes Geschmackserlebnis!

Der Aufstrich auf meinem selbstgebackenen Wurzelbrot

 Zutaten:

1 Avocado
halbe Mango
2 EL Kimchi (oder nach Belieben mehr)
 
Zubereitung:
 
Die Avocado aufschneiden, den Kern rausdrücken und das Fruchtfleisch in eine Schüssel löffeln.
Kimchi dazugeben.
Die Mango schälen und das Fruchtfleisch auch mit Hilfe eines Schälers in Streifen dazugeben.
Vermischen und schmecken lassen.
 
 

Sonntag, 24. Juli 2022

Zucchiniblüten - das Beste der Zucchini? Hier gibt es zwei Rezepte

 

Dass ich etwas richtig Neues ausprobiere, kommt gar nicht mehr so oft vor. Ich bin eher in einer Lebensphase, in der ich gute Gerichte auch gerne ein zweites oder drittes Mal koche und mich darauf freue, als um des Foodblogs willen immer etwas Neues auszuprobieren.

Aber so ab und zu ein neues Koch- und Geschmackserlebnis ist dann doch ein Highlight im Alltag. Und so war es bei den Zucchiniblüten.

Lange wusste ich gar nicht, dass man diese essen kann. Vor zwei Jahren haben mit in der Zucchinizeit jedoch drei Leute unabhängig voneinander von Zucchiniblüten vorgeschwärmt. Und dass diese das Beste der Zucchini seien. Von da an wollte ich es mal ausprobieren ... nun war es so weit!

Dieses Jahr gibt es in meinem Gemüsegarten drei Zucchinipflanzen. Ich habe neun Blüten auf einmal einsammeln können. Davon männliche (ohne Frucht) und weibliche (mit Zucchini dahinter). Übrigens kann man auch Kürbisblüten essen, sollte man nicht genug Zucchiniblüten finden. Die kleinen Zucchini der weiblichen Blüten habe ich einfach mitgebacken, was ich sehr lecker fand, und somit auch ein wenig ergiebiger.

Wie war's? Sehr lecker. Und optisch wunderschön. Bei der Zubereitung hat auch alles funktioniert. Allerdings ist es ein wenig Aufwand, die Zucchiniblüten zu waschen, zu befüllen und zu backen. Und so viel zu essen hat man hinterher nicht. Wenn man in Stimmung ist, sind gebackene Zucchiniblüten jedoch eine tolle Sache. Als Vorspeise oder mit Brot serviert als leichte Hauptspeise. Es wird sie bei mir nicht regelmäßig geben, aber sicherlich wieder!

Zudem ist das Verarbeiten der Zucchiniblüten quasi ein Vorbeugen der Zucchinischwemme, da man die Zucchini noch ganz klein erntet. Wer unter zu reichhaltiger Zucchiniernte leidet, sollte auf jeden Fall die Blüten ernten. Und gebackene Zucchiniblüten ausprobieren! Für mich war das Essen ein Highlight!


Als meine Mama mich neulich besuchte, haben wir zunächst Zucchiniblüten mit einer Ricottafüllung ausprobiert. Das Rezept gibt es hier. Meine Mama hat es ausgewählt, weil die Füllung nicht kompliziert ist (man muss keinen Couscous abkochen oder irgendwas vorbereiten, sondern kann den Ricotta mit Parmesan und Ei vermengen, was ganz einfach geht). Das Ei bindet zudem, sodass nicht ausläuft. 
Uns hat die Füllung sehr gut geschmeckt. Schön würzig, aber man schmeckt auch noch die leicht knusprige Zucchiniblüte heraus.


Und dann habe ich noch ein Rezept, das mit ein Gast aufgeschrieben hat. Im Originalrezept werden Sardellen verwendet, ich habe diese durch Kapern ersetzt. Wie beim Rezept oben werden die Blüten auch im Ofen gebacken, allerdings mit einem Mix aus Parmesan und Semmelbröseln bestreut.

Gebackene Zucchiniblüten mit Mozzarella

8 Zucchiniblüten
80 g Mozzarella
1 EL Kapern
Basilikum
Olivenöl
Salz
Pfeffer
20 g Semmelbrösel
20 g geriebener Parmesan

für 4 Vorspeiseportionen oder 2 Portionen (mit Brot als Hauptspeise)

Die Zucchiniblüten waschen und vorsichtig trocken schütteln. Die Blütenstempel im Inneren entfernen. 
Den Boden einer Auflaufform mit Öl bepinseln.
 
Den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Mozzarella, Kapern und Basilikum feinhacken. Mit einem Teelöffel die Füllung in die Blüten geben (nur so viel, dass sich die Blüten wieder schließen lassen).

Den Boden einer Auflaufform mit Olivenöl bestreichen und die Blüten hineinlegen. 

Salz, Pfeffer, Semmelbrösel und Parmesan vermengen und die Zucchiniblüten damit bestreuen.

Die Blütenpäckchen ca. 20 Minuten backen, bis diese leicht gebräunt sind. 


Habt ihr schon mal Zucchiniblüten zubereitet? Findet ihr, die Blüten sind eine Delikatesse und gar das Beste der Zucchini?