Donnerstag, 14. November 2019

Was tun mit dem Mais aus dem Garten? Maispüree ist die Antwort

Mais ist ein Gemüse, das ich  bisher weitestgehend ignoriert habe. Ab und zu habe ich mal eine Dose mit Maiskörnern beim Einkaufen mitgenommen ... aber so ein ganzer Kolben, den hätte ich wirklich nicht gekauft. Wie kam es, dass ich dieses Jahr den Mais entdeckt habe? Der eigene Gemüsegarten ist die Antwort. Eine junge Frau aus dem Ort hat selbst Mais angebaut und hat mir ihre übrigen Maispflänzchen angeboten. Ich nahm sie dankbar an, in meinem Gemüsegarten war ja noch Platz. Ich betone das Wort Pflänzchen, es waren wirklich noch sehr kleine und zerbrechliche, nur ein paar cm lange Setzlinge, als ich sie in die Erde pflanzte. Über den Sommer entwickelten sich diese jedoch zu wirklich gesunden, großen Maispflanzen. Mit einigen Kolben Ertrag. Wir haben diese öfter gekocht und die Körner dann vom Kolben abgenagt - kein Vergleich zum Dosenmais! Ein Mal habe ich jedoch etwas anderes mit dem Mais unternommen.


Ich hatte eine Idee im Hinterkopf. Ein Kochbuch von mir bildet mittlerweile aufgrund seines breiten, dünnen Formates den obersten Teil des Nachttisches aus Büchern in meinem Gästezimmer namens "Bücherzimmer". Es handelt sich um ein uraltes Kochbuch, das ich mir vor 10 Jahren in München gekauft habe namens "Cool Restaurants - the cookbook". Man kann im Buch eine Reihe erstaunlich schöner Restaurants bewundern, und der Starkoch eines jeden Restaurants steuert im Buch ein Rezept bei. Das Rezept eines Argentiniers ist ein Maispüree mit Vollkorntoast. Dieses Rezept zählt zu den bodenständigeren aus dem Buch, und ist zudem eines der wenigen vegetarischen Rezepte. So baute ich kurzzeitig den Nachttisch im Bücherzimmer ab, um das Rezept zu sichten. Es ist übrigens auch im Internet verfügbar. Meine leicht abgewandelte Version steht weiter unten.

Habe ich betont, wie lecker selbst angebauter Mais ist? Egal, in welcher Form. Aber als aromatisches Püree ist Mais auf jeden Fall so lecker wie direkt vom Kolben! Nächstes Jahr steht dann das Projekt eigene Polenta auf dem Programm.


Maispüree

für 2 Portionen

500 g rohe Maiskörner, frisch vom Kolben (ich habe 8 kleine Maiskolben gebraucht, aber bi gekauften, großen Kolben müssten 4 Stück ausreichen)
2 Zwiebeln
30 g Butter
150 ml Milch
150 ml Wasser
Salz
Pfeffer
1/2 TL Chiliflocken (nach Belieben
1 handvoll Basilikum

Den Maiskolben öffnen, die Blätter und Fäden entfernen. Mit einem Messer die Körner vom Kolben lösen. Die Zwiebeln schälen und feinhacken. In einem Topf die Butter erhitzen, dann die Zwiebelstücke darin für 2 Minuten anbraten. Nun die Maiskörner hinzufügen und ca. 2 Minuten weiterbraten. Milch und Wasser hinzufügen, alles einmal aufkochen lassen. Dann die Temperatur herunterschalten und alles bei geschlossenem Topfdeckel ca. 30 Minuten köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Nun den Mais pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken würzen. Das Basilikum waschen und in Streifen schneiden und unter die Masse heben.

Dazu passt sehr gut ein Rucola-Salat sowie Vollkornbrot.

Montag, 4. November 2019

Bratäpfel auf dem Kuchen - eine tolle Idee: Bratapfelkuchen

Bei manchen Rezepten dauert es unglaublich lange, bis ich sie nachkoche oder nachbacke, nachdem ich auf sie aufmerksam wurde. Oder auf die aufmerksam gemacht wurde. Manche fallen leider wieder unter den Tisch und werden dann doch nicht nachgemacht, andere tauchen doch wieder auf. Entweder erinnere ich mich dunkel, wenn ich eine bestimmte Zutat aufbrauchen möchte. Oder ich stoße zufällig auf einen Zettel mit einem Rezept in meinen Unterlagen oder auf einen Favoriten in meiner Lesezeichenliste. Es gibt einfach zu viele Rezepte, die man nachmachen möchte ... kennt ihr das auch?

Das Rezept für den folgenden Bratapfelkuchen legte mir meine Tante vor über einem Jahr in einem Brief bei. Ich dachte gleich "lecker". Das Rezept klang allerdings etwas aufwendig und ich wartete mit dem Kuchen auf eine Gelegenheit zum Backen, also viele Gäste im Haus und die Apfelsaison. Am letzten Wochenende war es soweit, denn in meinem Keller lagerten einige mürbe Äpfel. Die Zubereitung war gar nicht wahnsinnig aufwendig. Zuerst den Mürbeteig herstellen. Dann den Schmandguss vorbereiten. Die Äpfel halbieren, schälen und aushöhlen. Und dann mit einer leckeren Nussmasse füllen. Der Kuchen war bei meinen Gästen ein Renner! Für alle etwas Neues, das sie so noch nicht gegessen hatten. Der die Nuss-Apfel-Gewürz-Kombi ist einfach lecker, und der Schmandguss ist wunderbar saftig. Durch den Mürbeteigoden wird der Kuchen aber nicht matschig. Fazit: Bratäpfel auf einem Kuchen sind toll!


Das Rezept stammt von lecker.de. Die einzige Veränderung, die ich vorgenommen habe, war Quittengelee anstatt dem roten Johannisbeergelee zu verwenden, da ich noch reichlich Geleevorräte zu hause hatte (Randbemerkung: Man glaubt nicht, aus was man alles Gelee machen kann ... in meiner Speisekammer lagert neben dem Quittengelee auch noch Löwenzahngelee, Rhabarber-Waldmeister-Gelee, Traubengelee und Weinbergpfirsichgelee). Farblich sieht sicherlich rotes Gelee schöner aus, aber sehr lecker war das Quittengelee auch. 
Ach, und etwas Zimt und Nelkenpulver habe ich für einen herbstlich-winterlichen Geschmack auch noch zur Schmandfüllung hinzugefügt.

Montag, 21. Oktober 2019

Kürbis-Rosenkohl-Gratin - ein saisonales Highlight

Wir nehmen bei jedem Wochenend-Einkauf mindestens einen Kürbis mit. Dieses Mal wieder einen Hokkaido. Und Rosenkohl - da denke  immer an die kalten Finger, die ich hatte, als ich mit meiner Mama im eigenen Garten die Röschen geerntet habe. Meistens war das bei uns mitten im Winter. Die Röschen waren unten am Stunk richtig groß und oben an der Pflanze wuchsen nur noch ganz kleine Knospen. 


Nun aber zurück zur Verwendung unseres Rosenkohls vom Markt. Das Rezept für dieses Kürbis-Rosenkohl-Gratin habe ich seit langem in meinem vegetarischen Kochbuch markiert. Der Rosenkohl tut dem eher süßlichen Geschmack des Kürbisses gut und macht das Gratin etwas erdiger. Die Petersilie-Nuss-Käsemischung obendrauf rundet das Gratin geschmacklich sehr lecker ab. Mit Salat serviert ist es ein sehr bekömmliches Essen das satt und zufrieden macht.


Kürbis-Rosenkohl-Gratin

für 2 Portionen

600 g Kürbis
500 g Rosenkohl
1 Bund Frühlingszwiebeln
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
200 g Crème fraiche
200 ml Milch
1 Bund Petersilie
50 g Walnusskerne
50 g frisch geriebener Bergkäse
1 EL Butter 

Den Kürbis entkernen und grob raspeln. Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Den Rosenkohl putzen, in feine Scheiben schneiden.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Kürbis, Zwiebeln und Rosenkohl mit Salz, Pfeffer und Paprika in einer hitzebeständigen Form mischen.

Crème fraiche mit der Milch verrühren und über das Gemüse gießen. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und mit den Nüssen hacken. Mit dem Käse mischen und auf dem Gratin verteilen. Mit Butterflöckchen belegen und im Ofen etwa 45 Minuten backen.

Freitag, 18. Oktober 2019

Pimientos de Padrón - kleine spanische Mini-Paprikas


Sehr schön, daß man diese spanischen Minipaprikas auch bei uns einkaufen kann. Die Pimientos de Padrón werden unreif geerntet, sind super schön grün und haben einen milden Geschmack. Sie sind lecker als Snack oder auch als Beilage. In Spanien werden sie als Tapas serviert. Wir lieben sie am meisten als Abendessen mit einem Glas Wein und unserem leckeren Baguette.Essen tut man sie ganz einfach. Man nimmt sie am Stiel und beißt den Rest ab, sodass nur der "kleine Stiel" übrig ist. Suuuuper lecker!


Pimientos de Padrón

 für 2 Portionen

500 g Pimientos
Olivenöl zum Anbraten
Knoblauchzehen nach Geschmack
grobes Salz

Die ganzen Pimientos in Olivenöl anbraten bis sie weich und schrumpelig sind. Das sind etwa 7-10 Minuten. Wenn sie eine gute Farbe haben, den gehackten Knoblauch zugeben, kurz mitbraten und dann mit grobem Salz deftig würzen.

Sonntag, 6. Oktober 2019

Pfannkuchentorte mit Mangold - der 2. Versuch

Wie erwähnt ist es der zweite Versuch die Pfannkuchentorte. Beim ersten Versuch war die Geschichte mit der Füllung etwas nass. Im Rezept war mehr Mangold und noch zusätzlich Gemüsebrühe vorgesehen. Nun haben wir die Zutaten wie unten beschreiben verwendet. Da ich mit gebrochenem Fuss noch etwas gehandicapt am Herd war, hat mir ein Mann geholfen und er hat sage und schreibe das erste Mal in seinem Leben Pfannkuchen gebacken. Dass er bei unserem zweiten Versuch der Torte gleich wieder dabei war zeigt, dass das Pfannkuchen backen Spaß macht.

Die Pfannkuchentorte schmeckt delikat, der Mangold ein bisschen wie rote Beete - die Tomaten machen die Füllung fruchtig, der Käse sämig, die Peperoncini peppen auf und die Eier binden die Gemüsemasse gut. Alles in allem eine tolle Kombination von leckeren Sachen.


 Pfannkuchentorte mit Mangold

200 g Weizenvollkornmehl
etwa 300 ml Milch
5 Eier
Salz
1 kg Mangold
2 Tomaten
2 kleine getrocknete Peperoncino
1 Zwiebel
 2 TL gekörnte Gemüsebrühe
Olivenöl
Pfeffer
150 g Ziegenkäse
100 g Bergkäse
Öl zum Braten

Mehl mit der Hälfte der Milch glatt rühren. Mit der übrigen Milch, Salz und 2 Eiern 
verrühren. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und aus dem Teig 4-5 (bei uns waren es mehr) Pfannkuchen backen.

Mangold waschen, Stiele entfernen und evtl. anderweitig verwenden.  Die Blätter in etwa fingerbreite Streifen schneiden. Tomaten waschen und würfeln. Die Peperoncini kleinhacken. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln.

Olivenöl erhitzen. Die Zwiebel darin glasig werden lassen. Mangold zugeben und 2 Min. mitdünsten. Tomaten und Peperoncini unterrühren. Alles 5 Min. köcheln lassen, salzen, pfeffern und abkühlen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Form mit Backpapier auslegen. 3 Eier unter das Gemüse mischen.

Pfannkuchen, Füllung und den zerbröselten Käse abwechselnd in die Form schichten, dabei mit Pfannkuchen beginnen und mit Gemüse enden. Mit dem geriebenen Bergkäse bestreuen und im Ofen 40-50 Minuten goldbraun backen.