Freitag, 13. Dezember 2024

Marzipan-Plätzchen

 


Dass ich dieses Jahr noch ein Plätzchenrezept veröffentlichen würde, hätte ich nicht gedacht. Denn ich habe mit der Weihnachtsdeko erst mitten im Advent begonnen. Und mit dem Backen auch. Neben den Elisen-Lebkuchen (die wir mit dem Thermomix nach diesem Rezept machen) habe ich gestern noch Marzipan-Plätzchen gebacken. Auf den Wunsch meines Mannes was mit Marzipan. Es kam mir entgegen, da in der Speisekammer seit mehreren Monaten eine Packung Marzipan liegt, die auf ihren Einsatz wartet, der bisher nicht in Aussicht war.

Das folgende Rezept schien mir von den Mengen und Verhältnissen der Zutaten her passend. Ich hab mich dran gehalten und bin begeistert von den super-marzipanigen Keksen (irgendwie hatte ich vergessen, dass ich Marzipan sehr gerne mag). Es kann sein, dass ich etwas mehr Marzipan verwendet habe, da die Küchenwaage spinnt. Und etwas mehr Schokolade - das kann daran liegen, dass ich normale Schokolade und keine Kuvertüre verwendet habe und die dickflüssiger ist. 

Das Plätzchenrezept werde ich mir merken, da es irgendwie besonders und doch einfach und klassisch ist.


Montag, 2. Dezember 2024

Spaghetti-Omelette

Na, seid ihr schon fleißig am Backen? Ich habe immerhin Elisen-Lebkuchen gebacken, für alles andere war noch keine Zeit. Aber es kann ja noch werden.

Hier mal Kontrastprogramm zu Süßem: Spaghetti-Omelette. Dass dieses Rezept mal auf meinen Blog kommt, hätte ich vor ein paar Jahren auch nicht gedacht. Für mich ist es ein Kinderessen und ich glaube, ich habe es auch zuletzt als Kid gegessen (bis letzten Monat). Danach hatte ich darauf wirklich keine Lust, und auch Spaghetti waren lange nicht meine bevorzugten Nudeln.

Tja, und jetzt habe ich selbst ein Kind, das am liebsten Nudeln mit Tomatensauce isst (und kein Gemüse außer Tomaten, Gurken und Auberginen). Neulich gab's Spaghetti. Und Reste. Und da fiel mir doch ein, dass im Rezepteordner meiner Mama ein Rezept für Omelette ist. In der Tat. So gab es bei uns das Resteessen-Spaghetti-Omelette. Und wisst ihr was? Ich fand's super! Mein Sohn auch. So ändern sich die Dinge im Laufe der Jahrzehnte ... ist schon lustig, auch wenn man schon im 2. Jahrzehnt bloggt!

Ich habe ja schon auch Lust, im kommenden Jahr wieder ein wenig mehr neue Rezepte auszuprobieren (auch wenn sie vielleicht nur bei mir gut ankommen und beim Rest der Familie nicht so). Aber alles hat seine Zeit. Für heute erst mal ein Kinder-Klassiker, der mich positiv überrascht, ja sogar fast begeistert hat.


Spagetti-Omelette mit Tomatensauce


für 3-4 Portionen

Zutaten für die Omelettes:
250 g Spaghetti (oder 400-500 g gekochte Spaghetti)
Salz
2-3 l Wasser
4 Eier
1/8 l Milch
Pfeffer
4 EL Öl

Zutaten für die Tomatensauce:
1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
1/2 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
1 EL (Oliven-)Öl
Kräuter (z.B. habe ich frische Petersilie, Rosmarin, Basilikum und Oregano eingesetzt)
Salz
Pfeffer
Zucker
evtl. Parmesan

Spaghetti in kochenden Salzwasser ca. 10-12 Minuten garen und abtropfen lassen (oder Restspaghetti vom Vortag verwenden). Dann in vier Portionen teilen.
Eier und Milch verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen. Nacheinander 1 EL Öl, ein Viertel der Spaghetti und ein Viertelder Eiermilch eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze hellbraun braten. Wenn die Eimasse an der Oberfläche stockt, das Omelett auf einen Deckel gleiten lassen, wenden und von der zweiten Seite leicht bräunen. Die nächsten drei Omeletts auf die gleiche Weise bereiten und warm stellen (mit zwei Pfannen geht es schneller!)

Für die Sauce Knoblauch und Zwiebel waschen, schälen und kleinschneiden. In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und die zerkleinerten Zutaten darin 5 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Die passierten Tomaten hinzugeben und bei niedriger bis mittlerer Hitze ca. 25 köcheln lassen. 10 Minuten nach dem Hinzufügen der Tomaten das Nudelwasser aufsetzen, sodass die Nudeln mit der Sauce fertig werden (bei mir geht das relativ schnell, wenn ich zunächst den Wasserkocher verwende. Wenn das Erhitzen des Wassers länger dauern sollte, dann entsprechend früher damit beginnen). Die Kräuter klein hacken und hinzufügen und die Sauce mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.

Die Omelettes auf Teller geben, mit Sauce und evtl. geriebenem Parmesan und gehackter Petersilie garnieren.

Freitag, 22. November 2024

Im Kräuterglück: Lavendelblüten-Vollkornkekse

Diese Kekse sind auch Teil meines Projektes. Wenn man sich die positiven Eigenschaften des Lavendels anschaut wie z.B. angstlösend, antidepressiv, krampflösend, kreislaufanregend, nervenschützend und schmerzlindernd,  dann kann man mit gutem Gewissen eine Tasse Tee oder Kaffee und einen wohlriechenden Keks als Nachmittagssnack oder Nachtisch gönnen. Diese Kekse schmecken "nach Lavendel" und einfach superlecker.
Man kann sich noch vorstellen sie etwas in Zartbitterschokolade zu tauchen. 
Bei der nächsten Charge werde ich es auf jeden Fall testen. 
Da der getrocknete Lavendel verarbeitet sehr intensiv schmeckt, sollte man man in der Dosierung eher vorsichtig sein. Wer keinen eigenen getrockneten Lavendel hat, kann einfach getrocknete Lavendelblüten als Tee angeboten verwenden.




Lavendelblüten-Vollkornkekse


für etwa 20 Plätzchen

100 g Butter
50 g Haferflocken
100 g Dinkelvollkornmehl
50 g Zucker (evtl. Birkenzucker)
1 Prise Salz
4-5 g Lavendelblüten (getrocknet)

Das Fett leicht erwärmen und mit allen anderen Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten.
30 Minuten kühl stellen.

Den Teig zu einer Teigrolle verarbeiten. Diese in 1 cm dicke Stückle abschneiden, zu Keksen formen und ca. 10-15 Minuten bei 175° C (Ober- und Unterhitze) backen.

Mittwoch, 13. November 2024

Im Kräuterglück: Lavendel-Vollkornbrot

Ich arbeite derzeit an einem kleinen Projekt - und zwar zum Thema Lavendel. Nach Lavendelcreme, Lavendelkissen, Lavendelkeksen und Gute-Nacht-Tee habe ich im Internet dieses Brot gefunden. Ich habe es jetzt zum Zweiten mal gebacken, denn die Zutaten waren sehr ungenau benannt. Auch in der Zubereitung habe ich einiges abgeändert. Beim ersten Versuch war mir das Brot zu süß und hatte zu wenig Salz drin. Aber lecker war es allemal. Das Tolle an diesem Brot ist, dass es ein reines Vollkornbrot ist. Der Teig besteht aus reinem Dinkelvollkornmehl und Haferflocken. Fluffig und fecht wird es wohl durch den Sauerrahm. Ei im Brotteig ist etwas ungewöhnlich, aber das Resultat stimmt. Die Lavendelblüten sind das Besondere an diesem Brot. Zu Ziegenkäse und etwas Honig oder Chutney schmeckt es wunderbar. 


 

Lavendel-Vollkornbrot


für 2 Brote

800 g Vollkornmehl
200 g Haferflocken
160 g Wasser
22 g Salz
2 Würfel Hefe
500 g Sauerrahm
2 Eier
2 gestrichene EL Honig (evtl. Lavendelhonig)
3 bis 4 g Lavendelblüten getrocknet
Haferflocken zum Bestreuen

Die Hefe in etwas Wasser glattrühren und dem Mehl und den Haferflocken zugeben. Ebenso die Eier, das restliche Wasser, Salz, Sauerrahm und die zwischen den Fingern zerriebenen oder gemahlenen Lavendelblüten.

Alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, zu einer Kugel formen und abgedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Nun in zwei Hälften teilen und jeweils zu einem Laib formen.
Ich habe zum Gehen lassen Gärkörbchen verwendet. Aber ich denke, es geht auch so.

Nochmals etwa 20 Minuten gehen lassen.
Dann etwas mit Wasser besprühen und mit Haferflocken bestreuen.

Das Brot einschieben und etwas Wasser an die Seitenteile des Backofens sprühen.

Im vorgeheizten Backofen 200°C (Ober- und Unterhitze) etwa 30 - 40 Minuten knusprig backen.

Mittwoch, 6. November 2024

Im Kräuterglück: Hagebutten-Oxymel - Immunbooster für die kalte Jahreszeit

Die Hagebutte ist extrem Vitamin-C-reich. Man spricht davon, dass der Gehalt 25 mal höher ist als bei Zitronen. Außerdem finde ich sie einzigartig im Aussehen und Geschmack. Alle Arten von Hagebutten sind essbar mit Ausnahme der Früchte von gezüchteten, gespritzten Rosen. 

Da das Vitamin C durch Erhitzen weitgehend zerstört wird, ist die Zubereitung eines Oxymels eine tolle Möglichkeit es und weitere gesunde Inhaltsstoffe zu erhalten. 

Oxymel ist eine Mischung aus Honig und Apfelessig, die als natürliches Heilmittel verwendet wird. Oxy steht für Sauer - Mel steht für Honig. Oxymel wird auch Sauerhonig genannt.

Oxymel wurde bereits in der Antike an Athleten als isotonisches Getränk zur Leistungssteigerung gereicht. Auch Hildegard von Bingen beschrieb die Herstellung von Arzneimittels mit dem Sauerhonig. 


Hagebutten-Oxymel


Wie geht's:

3 Teile (300 g)  kaltgeschleuderten Bio-Honig
1 Teil (100 g) Apfelessig
100 g Hagebutten

Die Hagebutten von Blüte und Stiel befreien und klein schneiden und in ein sauberes Glas füllen.
Honig und Essig verrühren, bis eine homogene Masse entsteht und ebenfalls in das Glas geben und vermischen. 
Das Glas beschriften und verschließen.

Mit der Küchenmaschine:

Hagebutten von Blüte und Stiel befreien. Mit dem Honig und dem Apfelessig in den Mixbehälter geben und mixen.
Ebenfalls beschriften und verschließen.

Das Hagebutten-Oxymel ca. 4 Wochen in kühler Dunkelheit ziehen lassen und am besten jeden Tag schütteln.
Nach der Zeit durch ein feines Sieb (eventuell ein feines Tuch) abfiltern und das Hagebutten-Oxymel im Kühlschrank aufbewahren.

Verwendung des Oxymels:

Vom Oxymel kann man ca. 30 ml in lauwarmes Wasser oder Tee geben und kurmäßig für 3 Wochen als Immunbooster vor dem Frühstück einnehmen. 

Man kann Salatdressings damit aufwerten.

Auch Cocktails kann man mit diesem Oxymel veredeln.