Freitag, 6. Februar 2026

Im Kräuterglück: Apfel-Hagebutten-Kuchen - heitert auf an trüben Wintertagen

Eigentlich müsste die Überschrift heute "Im Beerenglück" heißen. Meine Leidenschaft zu Wildkräutern hat sich ganz automatisch auch auf die herrlichen Beeren, die im Herbst wachsen, ausgeweitet. Unglaublich was die Natur bietet. Ganz neu habe ich die Kornelkirsche entdeckt. Die Vogelbeere hat ja fast bei allen Menschen den Ruft giftig zu sein. Teilweise stimmt das ja auch, aber wenn man die vollständig reifen Früchte erhitzt, bauen sich die giftigen Inhaltsstoffe ab. Die Früchte müssen komplett von den Stielen entfernt und auch die Kerne müssen herausgelöst werden.  Die leckeren Kirschpflaumen und Wildpflaumen findet man sehr reichlich in der Natur. Total schön finde ich, dass die Früchte keine Würmer enthalten und fest und appetitlich an den Zweigen hängen. Hagebutten, Holunderbeeren und nicht zuletzt die Schlehen kannte ich schon, aber beim Reifegrad und bei der Verarbeitung konnte ich noch mein Wissen erweitern. 


Apfel-Hagebutten-Kuchen

Zutaten für den Teig:

350 g Mehl
120 g Zucker
1 Prise Salz
200 g Butter
1 Ei

Zutaten für den Belag: 

900 g Äpfel
90 ml. trockener Weißwein (alternativ Apfelsaft)
2-3 EL Zucker
1-2 Zimtstangen
1 Sternanis
1/2 TL Nelkenwurzpulver (alternativ: 3 Gewürznelken)
150 g Hagebuttenmarmelade
Saft von 1/2 Zitrone

Aus Mehl, Zucker, Salz, Butter und Ei einen Mürbeteig zubereiten.
30 Minuten kaltstellen.


Die Äpfel schälen und in feine Spalten schneiden oder hobeln. 75 g davon mit Wein, Zucker und den Gewürzen (Gewürze am besten in einen Teebeutel geben) in einem Topf aufkochen und weich dünsten. 

Die Gewürze entfernen und die Hagebutten-Marmelade einrühren. Mit den übrigen Apfelspalten und dem Zitronensaft mischen und komplett abkühlen lassen. 

Die Springform mit der Hälfte des Teiges auskleiden, dabei einen kleinen Rand formen. 

Die Apfelmasse darauf verteilen und den Kuchen im vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen.

Dann den restlichen Teig mit einer groben Käsereibe darüber reiben und den Kuchen in etwa 30 Minuten goldbraun fertigbacken.










Mittwoch, 21. Januar 2026

Bunter Rotkohlsalat


  
Jetzt ist wieder die Zeit, in der Tomaten, Gurken und sogar grüner Salat nicht mehr richtig gut schmeckt. Rotkohl mag ich schon der Farbe wegen und weil man ihn so gut auf Vorrat einkaufen kann. So ist man flexibel und muss nicht so oft einkaufen gehen. Sowohl als Salat als auch als Gemüse passt er sehr gut zu vielen Gerichten.Er nimmt es auch nicht übel, wenn er 2 Wochen oder mehr gelagert wird. Bei der Zubereitung von Rotkohlrohkost greife ich immer noch auf die Methode meiner Mutter zurück. Der Rotkohl wird in eine Schüssel gehobelt und mit Salz bestreut.

Dann wird  er (bei mir mit einem Fleischklopfer, den ich sonst nie brauche) gestampft, bis er weich und saftig ist. Da wird es einem auch gleich noch warm davon. Ich habe mir nie Gedanken gemacht, wie das andere Leute machen.
Wenn ich Rotkohlsalat als Beilage mache, wird er klassisch mit Salz (das in diesem Fall schon dran ist), schwarzem Pfeffer , Essig und Öl angemacht.


 Heute gab es aber Rotkohlsalat mit leckeren, bunten und gesunden Zutaten.
 Der Salat schmeckt herzhaft, hat aber auch eine fruchtige und süße Note.


Bunter Rotkohlsalat 

für 4 Portionen

1/2 Kopf Rotkohl
1 Granatapfel
Olivenöl
Zitronensaft
Ahornsirup
einige Datteln
100 g Feta
Petersilie
1 Esslöffel Sesam
Salz 
Pfeffer

Den Rotkohl hobeln und wie oben beschrieben vorbereiten.
Datteln in Scheibchen schneiden, die Petersilie hacken und die Granatapfelkerne auslösen.
Alles zum Rotkohl geben und vermischen.

Aus Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Öl und Ahornsirup ein Dressing machen und unter den Salat mischen.
Kurz ziehen lassen und den Salat nochmals abschmecken.

Den Feta darüberbröseln und mit etwas Petersilie, Sesam und Granatapfelkernen verzieren.
  


Samstag, 3. Januar 2026

Gerösteter Buchweizen - vielseitig, gesund und lecker


                 

Gerösteter Buchweizen gehört bei uns schon zum Standardvorrat in der Küche.
Er steht immer in einem großen Glas bereit und wird ständig verwendet.
Ob auf der Kürbissuppe, auf dem Müsli oder auf dem Karottensalat - er macht  sich immer gut. Und natürlich ist er für die Wildkräuterküche essentiell. Er gleicht die manchmal etwas bitter schmeckenden Aromen wohltuend aus. Durch das Rösten schmeckt er nussig und knusprig.

Buchweizen ist botanisch kein Getreide. Er gehört zur Familie der Knöterichgewächse und wird wie Amaranth und Quinoa als Pseudogetreide bezeichnet. Er ist von Natur aus glutenfrei und somit für  Menschen mit Glutenunverträglichkeit ideal. 
Außerdem ist er ballaststoffreich und kann mit vielen Mineralstoffen und einem hohen Eiweißgehalt punkten. Er enthält alle acht essentiellen Aminosäuren. 


Gerösteter Buchweizen

Zutaten

500 g Buchweizen aus der Packung
50 ml Olivenöl
Salz

Zubereitung

Die Buchweizenkörner in einer großen flachen Pfanne mit dem Olivenöl bei niedriger Temperatur rösten bis sie duften und goldgelb glänzen. Dabei ständig rühren, sie dürfen nicht zu dunkel werden. 

Anschließend gleich aus der Pfanne nehmen, salzen und auf einem Küchenpapier abkühlen lassen.

Samstag, 13. Dezember 2025

Meine liebsten Weihnachtsplätzchen

Und schon ist es wieder Mitte Dezember und ich habe ewig nichts mehr auf diesem Blog veröffentlicht. Daher ein kurzes Advents-Update von meiner Seite aus. Also eigentlich bin ich viel am Kochen, aber darunter viel Bewährtes, sodass ich gar nicht so viel Material für den Blog habe. Daher dominieren die Wildkräuter-Beiträge meiner Mama in letzter Zeit. Wenn ich aber mal wieder was Tolles habe, werde ich das auf jeden Fall posten.

Plätzchen gebacken habe ich nicht viel - dafür war es eine schöne Aktion, denn mit einem 3-jährigen Kind hat das Ausstecherle-Machen erstaunlich gut geklappt! 

Im Folgenden habe ich eine kurze Auswahl meiner Lieblingsplätzchen zusammengestellt. Was sind denn eure Favoriten? Und wenn jemand ein ganz tolles Rezept für Plätzchen mit Marmelade, Schokolade oder Marzipan hat: Immer her damit! Die Sorten, die ich bisher ausprobiert habe, sind auf jeden Fall gut. Aber ich glaube, es geht noch besser. Anders als bei folgenden Plätzchen, die ich einfach super finde - und die Rezepte auch gelingsicher:

Ausstecherle

Wie gesagt, mein Highlight für dieses Jahr. Und ganz wichtig, wenn man mit einem 3-jährigen Kind backt: Die Streusel 😏


Zimtsterne


Ich liebe diese Zimtsterne, und ich liebe das Rezept - denn das war das erste, was ich ausprobiert habe, und es klappt immer so super. Von wegen klebriger und heikler Teig!



Walnussküsschen


Durch die weiße Schokolade in Kombination mit den Walnüssen sehr besonders. So lecker, dass es diese Pkätzchen in mein Kochbuch geschafft haben


Elisenlebkuchen

Es ist ein Thermomix-Rezept- deshalb habe ich es nie verbloggt und auch kein Bild. Aber diese Lebkuchen haben wir in den letzten Jahren jedes Jahr gemacht.

Lavenden-Vollkorn-Kekse


Es handelt sich hierbei zwar nicht um typische Plätzchen, sondern um Vollkornkekse mit Lavendelgeschmack, aber ich mag sie so sehr, dass ich sie dieses Jahr für auf den Plätzchenteller gebacken habe, wo sie ebenfalls gut passen.

Samstag, 15. November 2025

Im Kräuterglück: Brennnessel-Kürbis-Eintopf


Der letzte Kürbis aus dem Garten meiner Tochter, den sie mir mitgegeben hat. Der muss in einem besonderen Rezept gewürdigt werden. Dieser Eintopf ist ein richtiges Herbstgericht. Zusammen mit Kartoffeln, Karotten und Petersilienwurzel ist er wärmend und gesund. Das Currypulver und die Kokosmilch geben ihm eine asiatische Note und das Wichtigste "die Brennnessel"  wertet ihn mit ihren tollen Inhaltsstoffen noch so richtig auf. 
Das Rezept stammt aus dem Brennnesselbuch von Mechthilde Fintrup

Brennnessel-Kürbis-Eintopf

für 4 Portionen

500 g Kartoffeln
200 g Kürbis
2 Karotten
1 Petersilienwurzel
2 Zwiebeln
150 g Brennnesselblätter (junge Triebe)
3 EL Sonnenblumenöl
600 ml Gemüsebrühe
nach Wunsch 400 ml Kokosmilch
Currypulver
Muskat
Salz
etwas Zitronen- oder Limettensaft
50 g Kürbiskerne
nach Wunsch Kürbiskernöl

Die Brennnesseln waschen und in der Salatschleuder trocken schleudern. Eventuell mit einer Teigrolle die Brennhaare zerstören. Dann mit einem Messer kleinschneiden.

Die Kürbiskerne trocken anrösten und beiseite stellen.
Die Zwiebeln im heißen Öl andünsten, dann in Würfel geschnittene Kartoffeln, Kürbis, Karotten und Petersilienwurzel mitdünsten. 

Mit der Gemüsebrühe aufgießen und sanft kochen lassen, bis das Gemüse weich ist. 
Jetzt die Brennnesseln hinzugeben und noch 5 Minuten köcheln lassen.

Wer möchte, kann Kokosmilch hinzufügen und nochmals kurz aufkochen lassen. 

Mit den Gewürzen und dem Zitronen- oder Limettensaft abschmecken. 

Den Eintopf auf Tellern anrichten, mit den Kürbiskernen bestreuen und nach Wunsch ein paar Spritzer Kürbiskernöl darüber träufeln.