Sonntag, 15. November 2020

Kürbis-Zimtschnecken - gegen den Virusblues

Ich habe versucht, den link für dieses herrliche Rezept in diesem Blog anzugeben. Leider war ich nicht erfolgreich, da das Rezept schon eine Zeitlang im Internet kursiert. Deshalb werde ich unten die Zutaten und die Zubereitung beschreiben, wie ich es gemacht habe. 

Die Schnecken haben wie man auf dem Bild mit den fertigen Schnecken sieht durch den Kürbis im Teig eine herrliche warme ockergelbe Farbe. Eine wunderschöne Herbstfarbe eben.

Sie schmecken nicht zu süß, aber wunderbar zimtig mit einem Hauch von Kürbis.

Die Süße bekommen die Schnecken durch die Füllung. Dabei wird geschmolzene Butter auf den ausgerollten Teig gestrichen und dann mit braunem Zucker und Zimt bestreut. 

Ursprünglich war der Slogan dieses Rezeptes "gegen den Novemberblues". Ich habe den Slogan abgewandelt. Dieses Jahr heisst er: Gegen den Virusblues. So wichtig Bewegung und Sport für den Körper in der Natur ist, so sollten wir die Stunden Zuhause schön gestalten und etwas für die Seele tun.

Kürbis-Zimtschnecken

für ca. 28 Stück

Zutaten:
900 g Dinkelvollkornmehl
1 Würfel Hefe
2 EL Zucker
2 TL Salz
2 Msp. Muskat
320 g Kürbispüree
160 g Butter
400 ml lauwarme Milch

Vorbereitung des Kürbispürees:
Einen Bio-Kürbis waschen, entkernen und die angegebene Menge Kürbis in Stücke schneiden und in etwas Wasser ca. 20 Minuten dünsten. 
Abgießen und gut abtropfen lassen.
Mit einem Pürierstab gleichmäßig pürieren.
Abkühlen lassen.

Zubereitung:
Alle trockenen Zutaten für den Hefeteig vermischen. Die Hefe, die Milch, die Butter und das Kürbispüree dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten.
Diesen ca. 90 Minuten an einem warmen Ort abgedeckt gehen lassen. 

Wenn sich der Teig sichtlich vergrößert hat, auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen. Zucker und Zimt vermischen. Die geschmolzene Butter auf den Teig streichen und ihn mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen und in ca. 2-3 cm dicke Stücke schneiden (siehe nachfolgende Bilder).

Den Backofen auf 175 °C vorheizen. 
Die Schnecken auf ein Backblech setzen und ca. 25-30 Minuten backen. 

Am besten schmecken die Zimt-Schnecken noch warm.
Sie lassen sich auch gut einfrieren und aufgebacken schmecken sie fast wie frisch!!





Sonntag, 8. November 2020

Wirsing-Quiche mit Garten-Wirsing

Fast ein Monat war hier Ruhe. So war es nicht geplant. Dieser Ort soll auf keinen Fall komplett verwaisen. Ich melde mich hiermit zurück!

Dass aus der Pause ganze vier Wochen geworden sind, liegt daran, dass ich zwischenzeitlich eine Fastenwoche eingelegt habe. Heilfasten nach Buchinger. Das hat enorm gut getan. Nun bin ich sehr motiviert, bewusst, langsam und gesund zu essen. Die kommenden (für Gastgeber ruhigen) Wochen sind ein idealer Startpunkt. 

Mein Gemüsegarten ist mittlerweile winterfest. Die Ernte jedoch noch nicht komplett verbraucht. Es gibt noch Muskatkürbise, Grünkohl und ... Wirsing! Du meinem Erstaunen sind die im August eingesetzten Pflänzchen zu prächtigen Köpfen gediehen (siehe Bild oben). Im Gegensatz zu Grünkohl sogar frei von diesen weißen Fliegen ... neben einfachem Wirsinggemüse und Wirsingpüree gab es hier auch eine Wirsing-Quiche. Eigentlich nichts Neues, die üblichen Quiche-Zutaten, nur eben mit Wirsing. Die Quiche war wie gewohnt gut. Der Wirsing köstlich. Besser als das Bild (Nachtaufnahme ... wieder diese Jahreszeit) - lasst euch von dem nicht stören. Der frisch geerntete Wirsing-Fußball oben war schöner anzusehen, jedoch - ich wiederhole mich - die Quiche war köstlich.

Wirsing-Quiche

Zutaten für den Mürbeteig:
250 g Mehl
125 g Butter
60 ml kaltes Wasser
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
1 Zwiebel
700 g Wirsing
1 EL Öl
4 Eier
200 ml Sahne
150 g Bergkäse (oder ein anderer würziger Käse wie Gruyère)
Salz
Pfeffer
1 Prise Muskar

Aus Mehl, Butter, dem Ei und Salz einen Mürbeteig kneten und anschließend für 30 Minuten, besser noch ein wenig länger, im Kühlschrank in einer Frischhaltefolie verpackt kalt stellen.

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Zwiebel schälen und feinhacken. Den Wirsing waschen und in feine Streifen schneiden. In einer Pfanne das Öl erhitzen. Zunächst die Zwiebelstücke 3 Minuten darin anbraten. Schließlich den Wirsing hinzufügen und 4 weitere Minuten braten, bis er in merklich an Volumen verloren hat. Alles etwas abkühlen lassen. Den Wirsing zusammen mit den Eiern, der Sahne und dem geriebenen Käse vermengen. Mit Salz und Pfeffer und Muskat würzen. 

Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen, ausrollen und in der Form verteilen. Ca. ein Drittel des Teiges für den Rand aufsparen. Den Teig dafür längs ausrollen, Streifen mit 2-3 cm Höhe ausschneiden und den Rand der Form damit auskleiden. Mit einer Gabel den Boden mehrmals einstechen. Nun die Füllung auf dem Teig verteilen. Die Quiche für ca. 50 Minuten im Ofen backen (ggf. mit Alufolie abdecken, wenn die Quiche zu dunkel wird).

Sonntag, 11. Oktober 2020

Gegen die Muffinblech-Verstaubung: Nougat-Muffins mir Smarties

Es gab eine Zeit, in der ich viel öfter Muffins gebacken habe. Zum Beispiel vor 10 Jahren, als mein Muffinblech noch neuer war. 

Die kleinen runden Muffins gefallen mir von der Form her nach wie vor, und in der Gruppe sehen sie immer süß aus. 

Besonders, wenn man sie mit Smarties garniert! Als ich Judith's Rezept für Nougat-Muffins mit Smarties sah, musste ich es sofort nachmachen. Ich hatte Nougat da, Smarties und wollte unbedingt mal wieder Muffins essen. 


Die Muffins waren schön schokoladig und das Muffinblech war mal wieder im Einsatz. Perfekt!

Montag, 28. September 2020

Do it yourself: Vietnamesische Sommerrollen und ein Musiktipp

2020 ist bei mir das Jahr der vietnamesischen Küche. Auch dank der Sommerrollen. Alles Mögliche an Gemüse und asiatischen Accessoires in Reispapierrollen verpackt und so elegant wie möglich verspeist (gar nicht so einfach). 

Der Unterschied zwischen Frühlingsrollen und Sommerrollen ist, dass die Frühlingsrollen frittiert werden und man die Sommerrollen roh ist. Herbst- und Winterrollen gibt es nicht. Also unterlasse ich es, von Herbstrollen zu reden, auch wenn ich geschlafen habe, und diesen Beitrag ein paar Tage nach Herbstbeginn veröffentliche.


Ich seh uns noch sitzen: Als mein Freund und ich zum ersten Mal die Sommerrollen gegessen haben, lief traditionelle vietnamesische Musik im Hintergrund. Die hat für richtig viel Flair gesorgt. Dank Spotify oder Youtube lassen sich ganz einfach Playlisten finden. 

Nebenbei gab es eine ziemliche Sauerei. Das mit dem Wickeln hat bei mir anfangs gar nicht geklappt. Immer lief die halbe Füllung aus dem Reispapier heraus. Schön essen kann man Sommerrollen nicht wirklich, nichts für weiße Blusen oder edle Anlässe. Aber etwas Übung habe ich mittlerweile - so eine Tüte Reispapierrollen ist groß ... wir haben es ein paar Mal wiederholt.

Ein allgemeiner Tipp: Passende Musik zum Essen hören! Bei uns läuft regelmäßig asiatische Musik im Hintergrund. Manchmal auch französische Chansons oder italienische Schlager ;-) 


Ein Rezept in dem Sinne gibt es nicht. Was braucht man für die Sommerrollen?

Das Reispapier, das man zunächst für einige Sekunden in Wasser einweichen lässt. Dann aufs Teller legen, mit den Zutaten belegen und essen.

Bei den Zutaten kann man toll variieren. Grundlage sind für mich immer gehobelter Rettich- und Karotten.

Zudem gibt's bei uns: gekochte Glasnudeln (zum Sattwerden), Tofu, im Sommer Zucchiniraspel, Erdnüsse oder Erdnussbutter, eingelegter Ingwer (ein guter Tipp meines Bruders und seiner Frau), Koriander ... und irgendwas mit Chili, also gehackte rote Chilischoten oder Sambal Oelek. Und Sojasauce. Entweder zum Eintunken oder als Teil der Füllung.

So ist das Ganze sogar vegan. Wie esst ihr eure Frühlingsrollen?

Freitag, 18. September 2020

Heidelbeer-Linsen-Salat - eine gesunde Augenweide

In unserer regionalen Zeitung wurde kürzlich ein Nebenerwerbsbetrieb vorgestellt, der Heidelbeerplantagen betreibt. Wie schön - regionale Heidelbeeren ganz in unserer Nähe.

Und eine Rezeptanregung wurde auch gleich noch veröffentlicht.  Bisher haben in unserem Haushalt die Heidelbeeren immer eher bei  Süßspeisen, Müsli und Porridge die Vitamine, die Farbe und das Aroma geliefert. Bei diesem Heidelbeer-Linsen-Salat mit Fenchel bereichern sie den deftigen Salat mit einer fruchtigen Note und wunderschönem Blau.

Mit gutem Balsamico und hochwertigem Olivenöl ein super leckerer Sommersalat.

Ich dachte, Minze von einem ganzen Bund ist bestimmt zu dominat und habe erst mal weniger genommen. Dill hatte ich leider nicht. Irgendwie klappt es nicht mit dem Dill im Kräuterbeet oder im Terrakottatopf. Ich denke ich werde wieder gefrorenen Dill kaufen.

Wenn man sie hat, verträgt dieser Salat auf jeden Fall die im Rezept reichlich angegebenen Kräuter.


 
Heidelbeer-Linsen-Salat
 
Zutaten für 4 Portionen:
 
1 Knoblauchzehe
125 g braune Linsen
1 Lorbeerblatt
75 g Heidelbeeren
1 kleine Fenchelknolle (etwa 200 g)
1 kleine rote Zwiebel
1 Bund Minze
1 Bund Basilikum
1 Bund Dill
2 EL Balsamico-Essig
3 EL Olivenöl
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
 
Die Knoblauchzehe schälen und andrücken. Linsen in ein Sieb geben, abspülen und mit Knoblauch und Lorbeerblatt nach Packungsanleitung gar kochen.
 
 Die Heidelbeeren abspülen und trockentupfen. 
 
Fenchel putzen und in sehr kleine Streifen hobeln. 
 
Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.
 Kräuter waschen und die Blätter in kleinere Stücke zupfen.
 
 Linsen abgießen, abspülen und abtropfen lassen.
 
 Mit Heidelbeeren, Fenchelstreifen, Zwiebelwürfeln und Kräutern mischen.
 Essig, Öl, Salz und Pfeffer dazugeben, gut durchmischen und etwas durchziehen lassen. 
 
Mit Kräutern oder Limettenscheiben garnieren.