Der Spitzwegerich mit botanischem Namen »Plantago lanceolate« hat wie der Name sagt lanzettliche Blätter mit markant hervortretenden Blattadern, die aus einer Blattrosette wachsen. Man kann ihn nicht verwechseln und Nebenwirkungen hat er auch keine. Also, nichts wie sammeln.
Der Spitzwegerich wird auch Antibiotikum der Wiese genannt. Er wurde im Jahr 2014 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Die Indianer sagen: wenn der Körper krank ist, braucht er
Pflanzen, die ihn wieder an die Selbstheilungskräfte erinnern. Spitzwegerich
ist so eine Pflanze. Sie ist immunstärkend
(nach langer Krankheit sehr ratsam) und regt die Selbstheilungskräfte an.
Ich war neulich beim Kräutersammeln und im Fokus standen bei mir Brennnesseln und Gundermann für das Kräuter-Wochenende. Als ich aber diesen tollen Spitzwegerich mit den zarten Blütenknospen gesehen habe, stand für mich fest. Jetzt habe ich den richtigen Zeitpunkt erwischt, um diese Spitzwegerichsuppe zu machen.
Viele Wildkräuter schmecken einfach nur grün, anders
bei den Spitzwegerich-Knospen. Sie erinnern geschmacklich an Champignons. Am intensivsten kommt dieser Geschmack bei den geschlossenen Blütenknospen durch. Wenn man die Stiele etwas kürzt und sie in Butter oder Olivenöl anbrät, mit Salz und Pfeffer würzt, sind sie eine wahre Delikatesse.
Spitzwegerich-Creme-Suppe
für 4 Portionen
15 g Butter
60 g Schalotten, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt
700 ml Gemüsebrühe
200 g rohe Kartoffeln – geschält und in Stücke geschnitten
70 g Spitzwegerichblätter – in feine Streifen
geschnitten
Salz
Pfeffer
150 ml Sahne
geschlossene Spitzwegerichknospen
etwas Butter oder Olivenöl
Knoblauch und Schalotten in der Butter andünsten, mit Gemüsebrühe
ablöschen. Kartoffeln zugeben und etwa 20 Minuten kochen.
Die Spitzwegerichblätter in die Suppe geben.
Etwa fünf Minuten köcheln lassen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Eigelb und
Sauerrahm verquirlen, unter die Suppe rühren und nicht mehr kochen lassen.
Die Spitzwegerichknospen in etwas Olivenöl anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und als Topping auf die Suppe geben.












