Dienstag, 2. Juli 2024

Im Kräuterglück: Brennnessel-Knäcke

Snacken, Knabbern................ Jeder hat mal Gelüste. Vielleicht ist auch das Abendessen zu knapp ausgefallen? Wenn es aber sogar gesund ist, den Resthunger stillt und zufrieden macht, ist doch nichts einzuwenden. Man kann das Knäckebrot einfach nur pur knabbern. Gestern gab es bei uns dazu einen Frischkäse-Kräuter-Dipp. Selbstverständlich mit frischen Wildkräutern. Wir haben morgens Spitzwegerich, Löwenzahn, die herrliche Knoblauchsrauke mit Blüte, Gundermann, wilden Schnittlauch, Schafgarbe und die Blüten des Rotklee's gesammelt. Eine große Handvoll davon feingehackt unter den Frischkäse gemischt. Das harmoniert  sehr gut und schmeckt super lecker.

Ich habe sogar 2 Varianten gemacht. Die erste Ladung mit Weizenmehl, die zweite extra gesund mit Dinkelvollkornmehl. Ich war überrascht, dass man fast keinen Unterschied geschmeckt hat. 

Brennnessel-Knäckebrot

2 Handvoll Brennnesseln (gehackt waren es bei mir 70 g)
150 g Weizenmehl oder Vollkorndinkelmehl
50 ml Wasser
1 EL Olivenöl
4 g Salz

Mehl, Wasser, Öl und Salz zu einem geschmeidigen Teig kneten. Wenn er zu trocken ist, noch etwas Wasser zufügen. Ist der Teig zu klebrig, noch etwas Mehl zugeben.

Mit einer Teigrolle oder einer Flasche kräftig über die frischen Brennnesseln rollen, damit die Brennhaare nicht mehr brennen.

Die Brennnesseln jetzt fein hacken und in den Teig einarbeiten. 

Den Teig so dünn es geht ausrollen und mit einem Pizzarädchen oder mit dem Messer in die gewünschte Form schneiden. Man kann auch die Platte backen und später das Knäckebrot in Stücke brechen. 

Das Knäckebrot ca. 20-25 Minuten bei 180 Grad schön knusprig backen.



Mittwoch, 26. Juni 2024

Erdbeerkuchen mit Bisquit und Pudding

Die Erdbeer-Ernte in meinem Garten ist dieses Jahr gigantisch! Dass ein paar Sträucher so viele Früchte abwerfen können, hätte ich nicht gedacht. Nach dem Snacken bleiben noch Erdbeeren zum Verarbeiten. So hatte ich Lust, einen Kuchen zu backen.

Ich habe mich dieses Mal für ein Rezept von Simone aus der s-Küche entschieden: Erdbeerkuchen mit Pudding und schnellem Bisquitteig. Dort hat mir gefallen, dass der Kuchen so echt aussieht, ohne viel Schickschnack. Und auch die Zubereitung ist recht pragmatisch. Bisquit. Pudding. Erdbeeren. Das Ergebnis war sehr lecker und ich merke mir das Rezept.

Jetzt habe ich ja richtig Lust, weitere Kuchen mit Erdbeeren zu backen und mir sind da auch noch ein paar Rezepte eingefallen. Mal sehen, was die Ernte dieses Jahr noch hergibt - sonst nächstes Jahr.

Montag, 17. Juni 2024

Holunderblütensirup

Eigentlich bin ich gar kein riesen Fan von süßen Getränken. Aber: An ganz heißen Tagen allerdings finde ich eine Art Limonade oder Schorle schon ganz erfrischend. 

Holunderblütensirup habe ich schon öfter geschenkt bekommen. Und ich mag ihn mit kaltem Sprudel. Oder auch im Sekt, also als Hugo. Da ich noch nie selbst mit Blüten Sirup oder Gelee hergestellt hatte, wollte ich einmal Holunderblütensirup selbst herstellen.

Also der größte Aufwand war ja, Holunder zu finden. Sehen tue ich ihn überall, zumal ich ländlich wohne. Aber: der eigene Baum ist lausig, viele Bäume stehen in Privatgärten. Und die Bäume, die gut erreichbar sind, waren oft schon abgepflückt oder verblüht. Und die die nicht erreichbar sind ... sind halt nicht erreichbar.

Bei einem Spaziergang in der Nähe bin ich dann doch noch fündig geworden. Und habe gleich losgelegt. Ist wirklich nicht so schwer, Sirup zu machen. Und jetzt freue ich mich an selbstgemachtem Holunderblütensirup. Der Sommer kann kommen ... aber wer denkt das gerade nicht!


Holunderblütensirup

15 Holunderblüten
1 l Wasser
1 kg Zucker
20 g Zitronensäure

Die reifen Holunderblütendolden gut ausschütteln und in ein Gefäß geben. 24 Stunden ziehen lassen.

Dann alles durch ein feines Sieb gießen. Die Flüssigkeit mit Zucker und Zitronensäure aufkochen und in Flaschen abfüllen.

Donnerstag, 13. Juni 2024

Im Kräuterglück: Maiwipfel-Zitronen-Butter

Nur in schattigen Lagen kann man jetzt noch junge Maiwipfel von den Fichtentrieben sammeln, denn so langsam werden die jungen Triebe erwachsen und groß und dementsprechend nicht mehr so zart. Es ist ja auch schon Juni. Ich hatte die Tage Kolleginnen eingeladen und zu meiner gewohnten Kräuterbutter siehe Link, die alle lieben, diese neue Butter-Variante ausprobiert. Die Reaktionen waren sehr verschieden von "zu waldig" bis "interessant" und "sehr lecker und erfrischend".
Es ist natürlich ein ganz besonderer Geschmack, wenn man sozusagen den Wald im Mund hat. In den jungen Triebspitzen der Fichten ja auch ätherische Öle, Harze, Tannine und viel Vitamin C.

Ich möchte auch nochmals darauf hinweisen, dass man unbedingt darauf achten muss, nicht die giftige Eibe zu verwenden. Deshalb bitte vor der Ernte genau informieren!!


Maiwipfel-Zitronen-Butter

ca. 2 Hände voll frischer Fichtenspitzen
1 Biozitrone
250 g Butter - alternativ Margarine (vegan)
1 TL Fleur de Sel

Die Butter sollte Zimmertemperatur haben. Die Zitrone gut waschen und abtrocknen. Die Schale fein reiben und gemeinsam mit den Maiwipfeln mit einem Pürierstab vermengen. Alternativ mit einem Messer sehr klein schneiden. (Das habe ich gemacht und trotzdem noch mit dem Pürierstab bearbeitet).
Nach Belieben salzen. Schmeckt gut auf Brot, zu Spargelgerichten oder Kartoffeln.

Donnerstag, 6. Juni 2024

Veganer "Eier-Salat" - oder Reis, der ein bisschen wie Ei schmeckt

Ja, wie nenne ich dieses Rezept? Im Original heißt es "Ei-Aufstrich". Ich finde eher, es ist eine Art "veganer Eier-Salat". Aber eigentlich klingt das alles irreführend ... ich entscheide mich für "Reis, der ein bisschen wie Ei schmeckt".

Immer wenn wir ein Curry machen, und das passiert oft, dann koche ich Reis im Reiskocher. Und immer ist Reis übrig, wenn das Curry gegessen ist. Zur Verwertung vom Reis habe ich ein Rezept aus dem veganen Thermomix-Kochbuch "TierfreiSchnauze" (ich mag das Kochbuch sehr). Meine leichte Abwandlung findet sich unten. Ich muss auch gleich vorausschicken, dass das folgende Rezept ein Thermomix-Rezept ist. Man bräuchte alternativ einen Mixer, mit dem man etwas grob pürieren kann ... bitte nicht zu Brei. Aber ich bin so begeistert von dem Rezept und brauche es in meinem Archiv, deshalb kommt es auf den Blog. Mittlerweile vor allem mein persönliches Rezept-Archiv!

Also der Aufstrich, oder die Beilage oder was auch immer, schmeckt total lecker und auch wirklich ein bisschen wie Ei durch das Rauchsalz


Reis, der ein bisschen wie Ei schmeckt

300 g gekochter Reis
2 Frühlingszwiebeln (bei mir auch Zwiebelgrün und Schnittlauch)
2 EL frische Petersilie
1 TL Zitronensaft
1 TL Meerrettich (frisch oder aus dem Glas)
2 EL Senf
1/2 TL Rauchsalz
1/2 TL Paprikapulver 
30 g Olivenöl
Salz, Pfeffer

Alles für 10 Sekunden auf Stufe 6 zerkleinern (sorry für alle, die keinen Thermomix haben).