![]() |
| männliche Brennnessel |
![]() |
| weibliche Brennnessel Ciabatta mit Brennnesselsamen |
Der Teig wird 24 Stunden vor dem Backen ohne Teigknetmaschine zubereitet.
![]() |
| männliche Brennnessel |
![]() |
| weibliche Brennnessel Ciabatta mit Brennnesselsamen |
Snacken, Knabbern................ Jeder hat mal Gelüste. Vielleicht ist auch das Abendessen zu knapp ausgefallen? Wenn es aber sogar gesund ist, den Resthunger stillt und zufrieden macht, ist doch nichts einzuwenden. Man kann das Knäckebrot einfach nur pur knabbern. Gestern gab es bei uns dazu einen Frischkäse-Kräuter-Dipp. Selbstverständlich mit frischen Wildkräutern. Wir haben morgens Spitzwegerich, Löwenzahn, die herrliche Knoblauchsrauke mit Blüte, Gundermann, wilden Schnittlauch, Schafgarbe und die Blüten des Rotklee's gesammelt. Eine große Handvoll davon feingehackt unter den Frischkäse gemischt. Das harmoniert sehr gut und schmeckt super lecker.
Ich habe sogar 2 Varianten gemacht. Die erste Ladung mit Weizenmehl, die zweite extra gesund mit Dinkelvollkornmehl. Ich war überrascht, dass man fast keinen Unterschied geschmeckt hat.
Brennnessel-Knäckebrot
Mehl, Wasser, Öl und Salz zu einem geschmeidigen Teig kneten. Wenn er zu trocken ist, noch etwas Wasser zufügen. Ist der Teig zu klebrig, noch etwas Mehl zugeben.
Mit einer Teigrolle oder einer Flasche kräftig über die frischen Brennnesseln rollen, damit die Brennhaare nicht mehr brennen.
Die Brennnesseln jetzt fein hacken und in den Teig einarbeiten.
Den Teig so dünn es geht ausrollen und mit einem Pizzarädchen oder mit dem Messer in die gewünschte Form schneiden. Man kann auch die Platte backen und später das Knäckebrot in Stücke brechen.
Das Knäckebrot ca. 20-25 Minuten bei 180 Grad schön knusprig backen.
Die Basis dieser Brötchen mit Kräutern bzw. Blüten ist ein klassischer Quark-Öl-Teig.
Die Hälfte der Masse habe ich mit kleingeschnittenen Kräutern (Brennnessel, Gundermann, Schafgarbe, Spitzwegerich, Löwenzahn) zubereitet. Der anderen Hälfte des Teiges habe ich Blüten vom Rotklee und Malve, sowie geriebenen Käse beigegeben. Beide Arten von Brötchen sind locker, lecker und knusprig geworden. Die Blüten kann man leider nicht mehr erkennen.
Diese Brötchen schmecken gleichermaßen gut zum Frühstück, zwischendurch oder zum Abendessen. Sehr lecker mit Butter und Marmelade, Frischkäse oder anderen Aufstrichen.
Auch als Snack zu einem Glas Rotwein passen sie hervorragend.
Im nächsten Frühjahr möchte ich sie gerne nur mit Vogelmiere backen. Davon erhoffe ich mir eine noch grünere Farbe der Brötchen.
Grüne Brötchen
![]() |
| Vor dem Backen |
![]() |
| Nach dem Backen Brötchen mit Kräutern |
![]() |
| Nach dem Backen Brötchen mit Blüten und Reibkäse |
Starten wir mit dem Äußeren: Wie auch das Almbackbuch ist »Süße Brote backen« ein wunderschönes Buch. Das Hardcover ist hochwertig (sogar mit Lesebändchen) und mit Liebe zum Detail gestaltet. Die Rezeptbilder hat Oliver Brachat ebenfalls äußerst ansprechend fotografiert.
Und so wie in allen Backbüchern von Lutz Geißler gibt es detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen der Rezepte, die sich teilweise über mehrere Seiten erstrecken. Und Fotobeschreibungen zum Formen der Backwaren. Das Buch beginnt mit vielen Informationen zu Zubehör, Zutaten, Teigen und Abläufen.
| Das Toastbrot |
| Der Einback |
| Die Sonntagsstuten vor dem Backen |
| Die Sonntagsstuten mit viel Rosinen nach dem Backen |
Der Untertitel des Buches »einfach perfekt« ist nicht gelogen. Wobei, das »perfekt« stimmt mit Sicherheit. »Einfach« stimmt bedingt ;-)
Das liegt daran, dass Lutz Geißler keine Mühe beim Backen scheut und es sehr genau nimmt. So wird die Hefe bis auf die Nachkommastelle abgewogen und alle anderen Zutaten bis aufs Gramm genau. Wer sich von 4,9 g Frischhefe, 27 g Vollei und 46 g Zucker nicht abschrecken lässt, der sollte sich das Buch unbedingt zulegen und perfekte süße Brote backen. Ein Brotbackanfänger mag die Zutatenliste, aber auch die ein oder andere lange Anleitung eventuell überfordern. Man kann schließlich auch einfacher gutes Brot backen. Wer es jedoch zur Perfektion bringen möchte oder sich darauf einlassen möchte (so wie ich es getan habe), der wird mit Lutz Geißlers Rezepten belohnt.
Ich werde im Laufe der Zeit definitiv weitere Rezepte ausprobieren.
| Das perfekte Einbackrezept - selbst erprobt |
![]() | |
| knusprig und lecker |
Hefe-Osterhasen sind einfach passend und lecker zum Osterfest. Die geschwungenen Häschen mit Ohren und dem Hagelzucker-Schwänzchen machen auch schon länger die Runde. Ich habe sie auch die letzten 3 Jahre schon gebacken, aber nie fotografiert.
Nun endlich mal ein Foto. So kann ich das Rezept auch dokumentieren. Ich nehme den Teig meines Hefezopf-Rezeptes. Aus diesem forme ich dann 8 Häschen. Eine schöne Anleitung zum Formen findet man bei Klara's Life. Gebacken habe ich die Häschen dann 20 Minuten bei 180°C.
Das Rezept findet man hier.
Im vergangenen Jahr habe ich das Brotbacken mit Sauerteig entdeckt. Davor war mir das mit dem Sauerteig zu kompliziert. Mit etwas Erfahrung finde ich: Man kann auch nur mit Hefe wunderbar einfach Brot backen, zum Beispiel dieses. Aber wenn man das mit dem Sauerteig 1-2 Mal gemacht hat (inkl. Vermehrung), ist es eigentlich nicht so schwer. Und der Aufwand lohnt sich. Viel mehr machen muss man ja auch eigentlich nicht. Nur besser Planen, da es generell bei Backwaren mit Sauerteig längere Geh- und Wartezeiten gibt.
Das Folgende Rezept ist von meinem Bruder. Ich habe das Brot bestimmt schon zwanzig mal gebacken. Es ist zu meinem Lieblings-Vollkornbrot gewordne. Ich hatte es immer vergessen zu fotografieren. Ich dachte mir: ich mach es ja eh bald wieder. Nun habe ich es endlich einmal fotografiert, sodass ich das Rezept auch verbloggen kann. Endlich.
Obwohl reines Vollkornmehl verwendet wird, schmeckt das Brot so richtig schön saftig. Mit einer knusprigen Kruste.
Ein paar Anmerkungen: Im Originalrezept wird Dinkelvollkornmehl verwendet. Ich backe das Brot genauso gern mit Weizenmehl oder mit einem Mix aus beidem. Was die insgesamt 170 g Körner und Saaten angeht, so hat man die freie Auswahl und kann nehmen, was man möchte bzw. was man daheim hat. Ich kann jedoch wirklich empfehlen, Hanfsamen zu verwenden. Die machen es so schön knusprig.
Als das Päckchen kam, wunderte ich mich. Ich hatte doch gar nichts bestellt ... beim Auspacken erblickte ich das »Almbackbuch«. Da war doch was. Ein Rezensionsexemplar. Beeindruckt von dem über 2 Kilogramm schweren und 460 Seiten dicken Buch war ich als erstes wegen der Maße. Als ich es öffnete, kamen mir wunderschöne Fotos entgegen. Von der Alm, aber auch von Brot und anderem Gebäck. Am liebsten hätte ich sofort mit Backen losgelegt, so sehr lachten mich die Brotbilder an. Beim Lesen der Zutatenliste merkte ich allerdings schnell: Da habe ich gar nicht alle Zutaten da ... irgendwas fehlte immer. So schmökerte ich zunächst weiter.
Ein Rückzugsort von Lutz Geißler ist die Kalchkendalm. Regelmäßig begibt er sich dort hin. Unter anderem zum Backen (mittlerweile gibt er auch Backkurse auf der Alm). Man merkt schnell, dass Lutz Geißler so ein Typ ist, der alles, was er tut, genau nimmt und Perfektion anstrebt (sein Plötzblog ist zum »Standardwerk« unter den Brotbackblogs geworden). Und scheint er auch zu erreichen. Im Almbackbuch finden sich nicht nur traumhafte Bilder von der Alm, sondern auch Geschichten und Anekdoten, die das Buch zu einem richtigen Schmöker machen. Der Geologe informiert zudem über die Historie und geographischen Gegebenheiten seiner Lieblingsalm.
Das Buch ist sehr schön und professionell gestaltet. Zu den Brotrezepten komme ich unten nochmals im Detail, nur so viel sei gesagt: ... für mich waren sie der Einstieg zum Backen auf einem neuen Level.
Was für eine Arbeit es gewesen sein muss, so ein Buch zu erschaffen ... Respekt! Und Kompliment.
Nun zum Backen und den von mir getesteten Rezepten.
Eine Woche nachdem ich das Buch erhalten hatte, war mein Kücheninventar um einige Dinge reicher: ein großes Gärkörbchen, Sauerteig, Roggenmehl, Flüssigmalz, Brotgewürz, Kümmel, Dinkelschrot ...
Los ging's mit Dinkelbrötchen: