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Mittwoch, 20. September 2023

Quinoa mit ofengeröstetem Gemüse

Mensch, jetzt habe ich ewig nach einem Bild von einem Apfelkuchen gesucht, das ich einfach nicht mehr finden kann. So ganz toll sortiert sind die Bilder auf meinen mobilen Endgeräten leider nicht, auch wenn ich mir Mühe gebe, dass nicht völliges Chaos ausbricht. Na ja.

Also erst kurz zum Kuchen: Es ist ja Zwetschgenzeit und ich finde den folgenden Mohn-Zwetschgen-Quarkkuchen mit Zimtstreuseln einfach gigantisch. Man kann ihn auch mit Äpfeln machen - aber dazu wann anders mehr.

Bevor es hier wieder so richtig herbstlich wird mit Kürbissen & Co., gibt es noch ein sommerliches Rezept. Für buntes Gemüse aus dem Ofen, orientalisch gewürzt. Dazu Quinoa zum Sattessen (was ich viel zu selten zubereite, obwohl ich es so lecker finde). Und ein paar Cashewkerne, damit man was zum Beißen hat. Sowas sollte es bei mir öfter geben.


Quinoa mit geröstetem Gemüse

für 2 Portionen

120 g Quinoa 
2-3 Karotten (ca. 200 g) 
1 Zucchini (ca. 200 g) 1 Paprika 
1 TL gem. Kurkuma 
1 TL gem. Kreuzkümmel 
1 TL gem. Koriander 
1/2 TL Zimt 
1 Prise Cayennepfeffer 
2 EL Olivenöl (1 EL für das Gemüse und 1 EL für das Dressing) 
2 TL Zitronensaft 
1 TL Ahornsirup 
Salz, Pfeffer 
30 g Cashewkerne 
frischer, gehackter Schnittlauch

Den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Das Gemüse waschen, die Paprika entkernen, die Enden der Karotten und Zucchini entfernen. Die Karotten, Zucchini und Paprika in mundgerechte Stücke schneiden und mit 1 EL Olivenöl, den Gewürzen und etwas Salz vermengen. Das Gemüse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 20-30 Minuten im Ofen bissfest garen. Währenddessen die Quinoakörner abwiegen und waschen, dann zusammen mit ca. 400 ml Wasser in einen Topf geben, einmal aufkochen und bei geringer Hitze und geschlossenem Topfdeckel 15 Minuten köcheln lassen. Für das Dressing 1 EL Olivenöl, Zitronensaft, Ahornsirup, Salz und Pfeffer gut verrühren. Den Schnittlauch kleinschneiden. Die Cahsewkerne hacken und ohne Fett in einer Pfanne etwas anrösten. Das Quinoa mit dem Gemüse und Dressing vermengen, nochmals abschmecken und mit den Cashewkernen und Schnittlauch bestreuen

Freitag, 6. August 2021

Lauwarmer Quinoasalat mit geröstetem Gemüse

Ich liebe bekanntlich Ofengemüse. Und Quinoa. Diesmal habe ich beides für einen lauwarmen Salat kombiniert (wobei Salat keine korrekte Bezeichnung ist, wenn man darunter Rohkost versteht). Jedenfalls besteht dieses Essen aus viel leckerem Gemüse mit etwas exotischen Gewürzen. Und sättigend-nussigem Quinoa. Ich fand die Kombi sehr lecker (natürlich kann man das Gemüse je nach Saison variieren ... bei mir gab's Zucchini und Karotten ... demnächst dann mit Gemüse aus dem Gemüsegarten).


Lauwarmer Quinoasalat mit geröstetem Gemüse

für 2 Portionen

Quinoa:
120 g Quinoa
etwas Salz

Ofengemüse:
2-3 Karotten (ca. 200g) 
1-2 Zucchini (ca. 200g) 
1 Paprika
1 TL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel 
1 TL Koriander
1/2 TL Zimt
1 Prise Cayenne-Pfeffer
Salz, Pfeffer 

Dressing:
2 EL Olivenöl 
2 EL Zitronensaft 
1 TL Ahornsirup 
Salz, Pfeffer

Garnitur:
30 g Cashewkerne
Schnittlauch

Quinoa wie hier beschrieben zubereiten. 

Das Gemüse waschen, die Paprika entkernen. Karotten, Zucchini und Paprika in mundgerechte Stücke schneiden und mit 2 EL Öl und den Gewürzen vermengen. 

Den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Das Gemüse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 20-30 Minuten im Ofen bissfest garen.

Für das Dressing Olivenöl, Zitronensaft, Ahornsirup Salz und Pfeffer gut verrühren.

Den Schnittlauch kleinschneiden. Die Cahsewkerne hacken und ohne Fett in einer Pfanne etwas anrösten. 

Das Quinoa mit dem Gemüse und Dressing vermengen und mit den Cashewkernen und Schnittlauch bestreuen.

Samstag, 5. Juni 2021

Spargel-Gemüsepfanne mit zarter Currynote und Quinoa nachgemacht


Die Spargelsaison wird hier jedes Jahr zelebriert. Der Auftakt der Spargelsaison ist immer der Klassiker: mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln. Aus dem Thermomix. Und Spargel mit Kratzede sollte auch einmal pro Saison sein. 

Danach ist auch mal Neues ausprobieren angesagt. Dieses Jahr hat mich Sigrids Spargel-Gemüsepfanne mit zarter Currynote und Quinoa angelacht. Spargel mit einer feinen Curry-Sauce und Quinoa als Beilage? Es war sehr lecker. Quinoa ist eine tolle Alternative zum Reis für ein Curry. Und der Spargel? Der war auch im Curry lecker. Allerdings wird er ein wenig durch die anderen Geschmäcker (Currypaste und Sojasauce sind ja doch recht intensiv) überdeckt. Pur schmecken die Stängel etwas intensiver nahc Spargel.

Ich fand die Sauce allerdings so lecker, dass ich genau das Gericht sicher wieder koche werde, evtl. werde ich im Herbst / Winter den Spargel durch Weißkohl ersetzen.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Müsli-Update:Quinoa-Schoko-Granola

Das Quinoa-Kokos-Granola bereite ich unglaublich gerne und oft zu. Es ist oft die Garnitur meines Frühstücks oder Mittags-Snacks, mit Sojajoghurt und Obst. Auch den Gästen serviere ich es oft. Und es scheint mir das Rezept meines Kochbuchs zu sein, welches oft nachgemacht wird - selbst Müsli herstellen ist so einfach, es freut mich, wenn sich mehr Leute selbst davon überzeugen.

Letztes Mal gab es das Müsli in einer leicht variierten Form: Schokolade anstatt Trockenfrüchte. Es war mindestens genauso lecker. Das Rezept gibt's unten. Das Schöne bei diesem Rezept ist, dass man einfach variieren kann, je nachdem, was da ist. Solange man die Gesamtmengen beibehält Also Sonnenblumenkerne anstatt Walnüsse oder welche Nüsse auch immer da sind. Etwas mehr Haferflocken und weniger Quinoa oder anders herum etc.
Ich habe Schokoladenreste aufgebraucht für das Müsli. Ich glaube, etwas härtere Schokolade wie Schokodrops wären noch besser gewesen als weiche Nougatschokolade. Aber es war auch so sehr lecker. Bei der Schokolade kann man nehmen, was einem beliebt. Und da muss man sich auch nicht an die Mengenverhältnisse halten, man kann gerne auch weniger oder mehr verwenden. Denn die Schokolade wird ja nicht mitgebacken.


Quinoa-Schoko-Granola

50 g Kokosöl
100 ml Ahornsirup
100 g Quinoa (ungekocht)
200 g Haferflocken
40 g brauner Zucker
1/4 TL Salz
75 g gehackte Walnüsse
30 g Leinsamen
30 g Kokosraspel
50 g weiße Raspelschokolade
100 g Vollmilch-Schokodrops

Den Backofen auf 160°C vorheizen. Das Quinoa waschen und gut abtropfen lassen. Kokosöl und Ahornsirup in einem Topf bei niedriger bis mittlerer Temperatur zum Schmelzen bringen.
Quinoa, Haferflocken, Zucker, Salz, Mandeln, Leinsamen und Kokosraspel in eine Schüssel geben und zusammen mit der Flüssigkeit vermengen. Die Mischung auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und im Ofen ca. 30 Minuten backen. Jeweils nach 10 Minuten etwas "umrühren", sodass das Müsli gleichmäßig knusprig gebacken wird. Wenn das Müsli abgekühlt ist, die Schokolade untermengen und das Granola in Gläser füllen.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Weißkohlsuppe oder treffender: "Thai-Curry als Eintopf"


Jetzt wo's kalt draußen ist, könnte ich immer Suppe essen. Dazu brauche ich kein Schmuddelwetter, die Kälte reicht aus für das Bedürfnis nach einer wärmenden Suppe. Und die deftigen Sachen sind ein schöner Kontrast du dem ganzen Weihnachtsgebäck.

In meinem Schrot&Korn-Kochbuch gibt es ein Rezept für eine Weißkohlsuppe. Damit meine ich nicht die magische Kohlsuppe dieser Kohlsuppendiät (die ich übrigens auch nicht schlecht finde, aber das ist ein ganz anderes Thema).

Nein, bei diesem Rezept handelt es sich um eine nahrhafte Suppe mit Tofu, Kohl und Karotten. Ich habe Quinoa anstatt Reis verwendet als Sättigungskomponente. Mit Kokosmilch, Currypaste und Zitronensaft wird alles verfeinert - so wird das Ganze praktisch zu einem Thai-Curry, nur als Eintopf. Irgendwie praktisch. Das Originalrezept könnt ihr hier finden - ich habe einiges abgeändert, daher unten meine Version.

Die Zutaten schlucken sehr viel Wasser. Einfach noch was hinzufügen, wenn man den Eintopf nochmal erwärmt.


Asiatisch angehauchte Weißkohlsuppe

für 4 Portionen

800 g Weißkohl
400 g Karotten
30 g Ingwer
2 Knoblauchzehen
200 g Quinoa
1 EL Olivenöl
1,25 l Gemüsebrühe
200 g Räuchertofu
300 ml Kokosmilch
rote Currypaste
Saft von einer halben Zitrone
Salz
Pfeffer

Den Kohl putzen, den Strunk entfernen und in dünne Streifen schneiden. Die Karotten waschen, evtl schälen und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken. 

Öl in einem Topf erhitzen. Knoblauch und Ingwer 1 Minute ­andünsten. Kohl und Karotten ­zugeben. Beides 5 Minuten mit anbraten. Das Quinoa waschen und hinzugeben. Die Gemüsebrühe zugeben. Alles Aufkochen und ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Den Tofu in Stücke schneiden. Nach den 15 Minuten mit Kokosmilch und Currypaste zur Suppe geben. Alles nochmal 5 Minuten köcheln lassen. Den Zitronensaft zugeben. Den Eintropf mit Salz und Pfeffer würzen.

Samstag, 18. Juni 2016

Quinoasalat mit Cranberries

In der vergangenen Woche habe ich mal wieder mit Quinoa gekocht - so fleißig, dass nun meine ganzen Vorräte aufgebraucht sind. Es gab Quinoa-Müsli, Quinoa zum Frühstück ... und als Salat. Und zwar habe ich ein Rezept nachgemacht, das ich schon vor langer Zeit in meinem Tibits-Kochuch (das Kochbuch meines Lieblingsrestaurants aus Zürich) zum Nachmachen markiert habe. Es geht um einen Quinoasalat, der mit Ingwer und Curry gewürzt wird, und in den Cranberries hineinkommen. Und die Kokosmilch im Dressing sorgt für einen weiteren exotischen Touch. Anstatt Kurkuma habe ich Korianderpulver verwendet, da ich nur das daheim hatte. Der Salat war sehr lecker, einfach mal wieder etwas anderes, Exotisches - mir ist aufgefallen, dass meine Küche derzeit wieder sehr bodenständig wird ;-). Die erste Portion habe ich noch lauwarm gegessen, die zweite einen Tag später. Am zweiten Tag, nachdem der Salat im Kühlschrank durchziehen konnte, hat er mir sogar noch besser geschmeckt. Passt super zu einem grünen Blattsalat.


Das Rezept ist wie gesagt aus meinem Tibits-Kochbuch, wurde jedoch netterweise vom Unternehmen auch auf deren Internetpräsenz veröffentlicht. Hier entlang für's Rezept, bitte.

Samstag, 21. November 2015

Zucchini-Quinoa-Auflauf

das Gemüse wird in Olivenöl gedünstet

Der Auflauf schmeckt ähnlich wie Omelett, die Zucchini machen es fruchtig,
die Peperoni deftig und der schwarze Sesam mit dem Quinoa bringt die nussige Note.


Schwarzer Sesam ist die Urform des Sesams. Im Geschmack ist er kräftiger und aromatischer als weißer Sesam. Schwarzer Sesam galt schon in der Antike als kostbares Lebensmittel für den Aufbau von Knochen und Knorpel sowie zur Straffung des Gewebes und Stärkung. Genuss und Gesundheit pur!

 Zucchini-Quinoa-Auflauf

Zutaten für 4 Personen 

4 EL Olivenöl
2 kleine Zwiebeln
2 kleine rote Peperoni
2 kleine Zucchini
160 g gekochter Quinoa
6 Eier
2 EL gehackte Petersilie
Salz
Pfeffer
schwarze Sesamsamen

Peperoni halbieren, Stielansatz, Kerne und weiße Rippen entfernen. Schnotenhälften in Streifen schneiden. Zucchini in feine Scheiben schneiden. Das Gemüse im Olivenöl 5 Minuten dünsten.

Eier verquirlen, mit Kräutern, Pfeffer und Salz kräftig würzen. Quinoa und Gemüse unterrühren. Die Masse in eine eingefettete Gratinform füllen und mit Sesamsamen bestreuen.

Gratin im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad C 30 Minuten backen.


Wir sind nur zu zweit, trotzdem habe aber den Zucchini-Quinoa-Auflauf für 4 Personen gemacht und den Rest am Folgetag nochmals im Backofen erwärmt. Er ist dann schön fest geworden und man konnte ihn in schöne Scheiben schneiden. Dazu ein saftiger Salat und ein weiteres Mittagessen ist fertig.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Quinoa geröstet: in der Müslimischung

Müslimischungen mache ich zwar ab und zu selbst, aber öfter gibt's bei mir noch Birchermüsli oder ein Porridge. Bisher habe ich auch schon ein paar Varianten probiert (so langsam einige, bis auf ein Müsli mit Schokostückchen, was ich eigentlich zuerst vorhatte). Nun kam's zu einem neuen Versuch, nachdem Sia auf ihrem Blog ein Rezept für ein Quinoa-Knuspermüsli veröffentlicht hatte. Darin wird das Quinoa "nur" im Ofen geröstet und nicht vorgekocht. Ob das ausreicht und dann nicht zu hart wird, habe ich mich zunächst gefragt... am Lebensmittel Quinoa bin ich ja sehr interessiert. Ich habe mich dann auch daran erinnert, dass Nadja vor einiger Zeit ein Rezept für Quinoa-Granola im Rahmen meines Quinoa-Projekts veröffentlicht hat. So habe ich das Rösten von Quinoa im Ofen als Teil einer Müslimischung ausprobiert. Das Müsli hält, was es verspricht: es ist wirklich KNUSPRIG! Sehr fein. Quinoa geht also auch im Müsli - eine weitere Verwendungsmöglichkeit.

Das Rezept setzt sich aus mehreren Quellen zusammen. Aus Sia's Rezept wurde das Quinoa übernommen, die Mandeln und Cranberries aus einem Rezept der Runner's World, und den Rest hab ich selbst zusammen gemixt. Der Tipp, die Mischung im Ofen alle 10 Minuten durchzurühren, dass nichts anbrennt, ist wirklich gut. Zudem habe ich bei einer anderen Granola-Version immer die Sorge gehabt, dass die Cranberries mir anbrennen, also habe ich sie gemäß der Runner's World-Variante diesmal am Schluss untergemengt, was ich für sinnvoll halte. Man lernt nie aus ;-)


Quinoa-Kokos-Granola

50 g Kokosöl
100 ml Ahornsirup
100 g Quinoa (ungekocht)
200 g Haferflocken
40 g brauner Zucker
1/4 TL Salz
75 g Mandeln
30 g Leinsamen
30 g Kokosraspel
100 g getrocknete Cranberries

Den Backofen auf 160°C vorheizen. Das Quinoa waschen und gut abtropfen lassen. Kokosöl und Ahornsirup in einem Topf bei niedriger bis mittlerer Temperatur zum Schmelzen bringen.
Quinoa, Haferflocken, Zucker, Salz, Mandeln, Leinsamen und Kokosraspel in eine Schüssel geben und zusammen mit der Flüssigkeit vermengen. Die Mischung auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und im Ofen ca. 30 Minuten backen. Jeweils nach 10 Minuten etwas "umrühren", sodass das Müsli gleichmäßig knusprig gebacken wird. Am Ende die Cranberries unterheben.


Freitag, 17. Oktober 2014

Butternut-Kürbis mit Rosinen-Quinoa und Chili-Mandeln nachgemacht

Als ich noch Studentin war, da war an daheim vor dem Schreibtisch verbrachten Lerntagen das Kochen das Highlight des Tages. Ich erinnere mich wieder sehr genau daran, da ich nun auch wieder ein wenig am Lernen bin. Heute war so ein Lerntag (zumindest bis 16 Uhr), an dem ich mich mittags bekocht habe. Das Essen in diesem Fall sollte natürlich gesund sein und nicht so schwer, dass man auch am Nachmittag noch gut denken kann. Und zu lange dauern sollte das Kochen auch nicht, denn das würde dann schon wieder in die Kategorie Ablenkung vom Lernen fallen ;-) Wie schwer es ist, sich für ein paar Stunden an den Schreibtisch zu setzen und sich nicht ablenken zu lassen, das merke ich gerade auch wieder, aber das ist ein anderes Thema.


Auf dem Speiseplan stand heute Mittag ein Gericht mit nicht gerade selten auf diesem Blog auftauchenden Zutaten: Kürbis und Quinoa. Und wenn man den Titel des Gerichtes ganz liest, ist eigentlich schon alles verraten: Butternut-Kürbis mit Rosinen-Quinoa und Chili-Mandeln. Zumindest zu den Zutaten. Der Geschmack ist vortrefflich. Herbstlich. Süßlich durch den Kürbis, die Rosinen und etwas Ahornsirup. Und Quinoa ist ja bekanntlich sehr vielseitig einsetzbar - hier sorgt es zusammen mit den Mandeln für eine sehr passende nussige Note.


Das Rezept gibt's auf BeVegt, meine Anlaufstelle für sämtliche Laufthemen mit leckeren veganen Gerichten, weshalb ich die Seite auch nicht zum ersten Mal verlinke.


Und dass es sich so richtig lohnt, den Backofen anzuschmeißen, habe ich zusammen mit dem Butternut-Kürbis gleich noch einen Hokkaido-Kürbis für ein anderes Gericht sowie für Kürbispüree für Kürbis-Porridge mitgebacken. Mehr dazu im nächsten Beitrag. 

Sonntag, 17. August 2014

Quinoa mit Ofengemüse, Pfirsichen und Feta

Der Titel sagt eigentlich schon alles. Ursprünglich wollte ich die Überschrift dieses Posts mit "Salat mit Ofengemüse und frischen Pfirsichen" beschreiben, nahe am Original "Peach and roasted vegetable salad". Ein paar Gedankengänge später bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass es sich hier eher weniger als mehr um einen Salat im klassichen Sinne handelt: von mir aus um einen Obst-Gemüse-Käse-Körner-Salat, wobei nur die Pfirsiche wirklich roh sind und damit im engeren Sinne in die Kategorie Salat/Rohkost fallen (in meine Definition von Salat fällt es aber trotzdem noch). Wie man es auch nennt, dass es sich hierbei um eine ausgewogene, bunte Mahlzeit handelt, wird aber sicher niemand bestreiten. Und genau das hat mir an diesem Rezept auch gefallen. Die süßlichen roten Beete verbinden sich gut mit den Pfirsichen, der Käse wirkt würzig und das Quinoa sättigend. Besonders gut geschmeckt hat es mit frischen Pfirsichen vom Markt und Thymian aus der Kräuterkiste.


Das Rezept gibt's bei Love and olive oil. Wie immer bei "Salaten" (und Ähnlichem;-)), man muss es mir den Mengenangaben nicht so genau nehmen wie zum Beispiel beim Kuchen backen und kann sich sicher sein, dass es trotzdem schmeckt. In diesem Fall kann man wirklich rote Beete und Karotten mit etwas Öl im Ofen rösten, Quinoa abkochen, beides mit etwas Balsamico vermengen. Dann ein paar Pfirsichstücke daraufgeben und mit gebrösteltem Feta und Thymian garnieren. Anstatt Quinoa kann man natürlich auch ein anderes Korn verwenden. Bei der freien Auswahl fiel meine Wahl aber auf Quinoa.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Gurkenschiffchen mit Quinoafüllung nachgemacht

Krisi's Rezept hat mich sofort angesprochen, schon als ich den Titel gelesen habe: Gurkenschiffchen mit Quinoafüllung. Die Gründe:
1. das Ergebnis ist bildhaft in der Form (und mal was anderes)
2. das Rezept ist gesund. Ein Hoch auf die alternativen Kohlenhydratquellen, also nicht Brot und Nudeln, nämlich Hülsenfrüchte und Körner
3. der Mix aus frischen Gemüse und gesunden Kohlenhydraten klingt super für ein leichtes aber gleichzeitig sättigendes Sommerabendessen.

Deshalb habe ich mich auch mehr als schnell ans Nachahmen der Gurkenschiffen gemacht (man muss dabei als Maßstab für die Schnelligkeit in puncto Nachmachen immer meine länger und länger werdende Nachkochliste im Hinterkopf behalten). Anstatt der Bohnen im Originalrezept habe ich für die Füllung Kichererbsen verwendet, noch je 2 EL Kapern und Tomatenmark hinzugefügt, sowie etwas Kreuzkümmel und so eine kleine rote Chilischote, die in der fertigen Füllung mehr Gewicht hatte als gedacht ;-).

Aber wie Krisi schon geschrieben hat, das Grundrezept lädt geradezu zum Variieren mit verschiedenen Hülsenfrüchten und Gemüsesorten für die Füllung ein. Ist sicher in jeder Form lecker, so wie ich auch meine Variante super fand.

Dienstag, 6. Mai 2014

Die Quinoa-Ideen gehen nicht aus: heute gibt's Porridge

Als Botschafterin für die vielseitige Einsetzbarkeit des Quinoa-Korns liefere ich heute mal wieder ein neues Rezept. Dass man Quinoa bestens zum Frühstück essen kann, habe ich ja bereits mehrfach (hier und hier) kundgetan. Quinoa kann man aber auch anstatt mit Wasser einfach mit Milch kochen - also quasi als Porridge servieren, nur eben mit Quinoa anstatt den Haferflocken. Dafür muss man das Ganze einfach etwas länger köcheln lassen. Rezepte sind auf US-amerikanischen Blogs en masse zu finden, ich habe mich letztendlich an der Rezeptur von Closet Cooking orientiert.
Anmerkung: Im Rezept unten habe ich bewusst reichlich Flüssigkeit verwendet, auch um sicherzugehen, dass das Quinoa nicht anbrennt und auch nicht trocken wird. Das Porridge ist am Ende noch ein wenig flüssig und nicht ganz so breiig wie Haferflocken-Porridge.

Mir hat's super geschmeckt - auch mit Sojamilch. Und mit ein paar Nüssen und frischen Früchten entsteht ein sehr vollwertiges Frühstück. Dass Quinoa zudem sehr gesund ist, könnt ihr alle bestimmt schon nicht mehr hören, oder?


Quinoa-Porridge

für 1 Portion

60 g Quinoa
200 ml Milch (bei mir Sojamilch)
100 ml Wasser
2 TL Rohrzucker (oder weniger, wer es nicht so süß mag - alternativ: Ahornsirup)
1 Prise Zimt
1 EL Mandelblättchen (alternativ: Pekannüsse)
1 Handvoll frische Blaubeeren (alternativ: Mango, Erdbeeren)

Das Quinoa waschen und in einem Topf zusammen mit Milch, Wasser, Zucker und Zimt ein Mal aufkochen lassen. Dann die Temperatur stark zurückschalten und bei zugedecktem Topfdeckel ca. 15 Minuten ganz leicht köcheln lassen, bis das Quinoa gar ist. Am Ende die Mandeln und Blaubeeren unterrühren.

Freitag, 18. April 2014

Quinoa-Salat mit Pilzen, Haselnüssen, Cranberries und Petersilienpesto

Auch wenn das Quinoa-Jahr 2013 vorbei ist, Quinoa spielt 2014 noch eine zentrale Rolle bei meiner Ernährung und auf diesem Blog. Die Körner gibt es bei mir sehr regelmäßig als Kohlenhydrat-Beilage zu Gemüsegerichten oder einfach nur so abgekocht und etwas gewürzt zum Frühstück (insbesondere als Grundlage vor Laufwettkämpfen). Aber meine Liste der vorgemerkten Rezepten, welche im Laufe des letzten Jahres entstanden ist, arbeite ich ebenso fleissig ab. Diesmal kann ich euch wieder ein besonderes Rezept präsentieren: Einen warmen Quinoa-Salat mit Pilzen, Haselnüssen und Cranberries. Dieser wird mit einem Petersilienpesto serviert, was ich eine sehr schöne Idee finde (macht sich auch optisch gut). Der Salat ist wirklich lecker, und ist auch nach meinem Empfinden mal was Anderes/Besonderes.

Das Rezept ist aus dem schönen Buch "Gemüse satt - 140 vegetarische Lieblingsgerichte" von Alice Hart. Unten findet ihr meine leicht abgewandelte Version.

Das Pesto merke ich mir für Variationsmöglichkeiten, was das Grünzeugs bzw. die Nüsse angeht.


Quinoa-Salat mit Pilzen, Haselnüssen, Cranberries und Petersilienpesto 

für 4 Portionen

für den Salat:
20 g getrocknete Pilze
300 g frische Champignons (oder andere Pilze)
30 g Butter 
1  EL Olivenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
175 g Quinoa
Salz
100 g getrocknete Cranberries
2 EL Zitronensaft
75 g Haselnusskerne

Die getrockneten Pilze in 450ml heissem Wasser einweichen lassen.
Die Champigons waschen, putzen und in Streifen schneiden. In einer Pfanne die Hälfte der Butter und das Öl erhitzen, dann darin die Champignons für ein paar Minuten scharf anbraten. Anschliessend die Pfanne vom Herd nehmen, die Pilze umfüllen und beiseite stellen. 
Die Zwiebel waschen, schälen und fein hacken. Den Knoblauch ebenso. Nun in der Pfanne den Rest der Butter erhitzen und zunächst die Zwiebeln darin für ein paar Minuten glasig dünsten. Dann den Knoblauch und die Quinoakörner dazugeben und alles für ein paar weitere Minuten anbraten.
Nun das Wasser der eingeweichten Pilze abgiessen und auffangen. Die Pilze hacken. Das Pilzwasser in die Quinoa-Pfanne geben und aufkochen lassen. Bei geringer Hitze das Quinoa gar kochen (ca. 15-20 Minuten). Gegen Ende die getrockneten Pilze und Cranberries hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. 
 Während dessen die Haselnusskerne hacken und in einer Pfanne etwas anrösten.
Ist das Quinoa gar, die Pfanne vom Herd nehmen, alles etwas abkühlen lassen und den Zitronensaft untermengen. Den Quinoa-Salat zusammen mit Petersilienpesto und den gerösteten Haselnusskernen garniert servieren.

für das Pesto:
40 g Petersilie
60 g Haselnusskerne
75 g Gruyère (alternativ: Parmesan)
75 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer

Die Petersilie waschen, die groben Stiele entfernen und grob hacken. Den Käse reiben. Haselnusskerne, Petersilie und Käse mit einem Mörser/Mixer zerkleinern. Als letztes das Öl nach und nach dazugeben und alles weiter mörsern (mixen) bis zur Pestokonsistenz. Das Pesto Salz und Pfeffer abschmecken.

Sonntag, 30. März 2014

Quinoa mit Saisongemüse an Bärlauchsauce

Dass dieses Jahr bereits so viel früher als im letzten Jahr Bärlauchsaison ist, liegt nach dem milden Winter nahe. Trotzdem konnte ich es kaum glauben, als ich vor ein paar Wochen die ersten Rezepte mit Bärlauch auf anderen Blogs erblickte. Nun konnte ich mich aber selbst überzeugen: die Wälder sind bereits voll davon (ich habe heute im Wald sogar Leute beim Bärlauchpflücken entdeckt) - und auf dem Markt habe ich gestern selbst die ersten Blätter der Saison erworben.

Den Bärlauch habe ich zu einem Gericht verarbeitet, das ich neulich in unserer Cafeteria in der Mittagspause gegessen und nachzubasteln versucht habe. Betiteln würde ich es mit Quinoa mit Saisongemüse an Bärlauchsauce. Beim Gemüse habe ich gestern auf dem Markt einfach je ein wenig von den Sorten mitgenommen, die das Schild "Eigenanbau" oder "hiesig" trugen. Das waren dann Karotten, Rosenkohl, Pastinaken und Kohlrabi. Die Gemüseauswahl lässt in dem Fall aber einige Variationen zu. Dem Bärlauch kommt allerdings eine Schlüsselrolle zu, daher würde ich raten, die Sauce auch mit Bärlauch zuzubereiten ;-) Die Sauce nach diesem Rezept ist bewusst relativ flüssig gehalten (also in ihrer Konsistenz viel weniger dickflüssig als Béchamelsauce). Sie sorgt dafür, dass das Quinoa und Gemüse zusammen nicht zu trocken schmecken und gibt allem einen würzigen Geschmack. Mit gesunder Frühlingsküche habe ich diese Jahreszeit an diesem Wochenende also sehr gerne in Empfang genommen, wie man sieht:


Quinoa mit Saisongemüse an Bärlauchsauce

für  2 Portionen

500 g saisonales Gemüse (bei mir 1 Kohlrabi, 1 Karotte, 1 Pastinake, 7 Rosenkohlknollen)
100 g schwarzes Quinoa
1 Zwiebel
40 g Bärlauch
1 EL Butter
1 EL Mehl
200 ml Gemüsebrühe
100 g Sahne
1 Prise Muskat
Salz 
Pfeffer

Das Gemüse waschen, schälen und in 1-2 cm große Würfel schneiden (den Rosenkohl habe ich nur halbiert). Das Gemüse in einem Topf mit Salzwasser bissfest dünsten (bei mir hat das 7 Minuten gedauert) - anschließend das Wasser abgießen und das Gemüse falls nötig mit zugedecktem Topfdeckel warmhalten.
Das Quinoa während dessen wie hier beschrieben kochen.
Zur selben Zeit die Sauce zubereiten: Die Zwiebel waschen, schälen und fein hacken. Den Bärlauch waschen und bis auf 3 Blätter zum Garnieren grob hacken. In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Zwiebel darin für ein paar Minuten glasig dünsten. Den Bärlauch hinzufügen und für 1 Minute mitdünsten. Mit dem Mehl bestäuben, etwas rühren, dann mit der Gemüsebrühe und Sahne aufgießen. Alles ein Mal aufkochen lassen und anschließend für ca. 5 Minuten einkochen lassen. Den Pfanneninhalt zu einer Sauce pürieren (vorher in ein hitzebeständiges, höheres Gefäß füllen) und dann mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. 
Gemüse, Quinoa und Sauce zusammen mit ein paar in Streifen geschnittenen Bärlauchblättern garniert servieren.

Dienstag, 18. März 2014

Die moderne Version eines Klassikers: Quinoa Puttanesca

Meine Liste an zu kochenden Quinoa-Rezepten arbeite ich derzeit fleissig ab, nachdem sie über das letzte Jahr nur in eine Richtung wuchs, nämlich in die Länge. Zunächst einmal habe ich das Quinoa Puttanesca von der Chaoselfe (Blog: Bentown) nachgekocht.

Die würzige und scharfe Puttanesca-Sauce wurde von mir als Pastasauce bereits gekocht. Deshalb wollte ich sie als Beilage zu Quinoa in der vegetarischen Version auch sehr gerne einmal ausprobieren.


Das von der Chaoselfe verlinkte Rezept wurde vorher bereits über mehrere Ecken verlinkt, und jeweils ein wenig abgeändert. So enthält meine Version auch ein paar kleine Abwandlungen: Da ich Kapern sehr gerne mag, durften diese bei mir nicht fehlen. Und Oliven habe ich auch einige, frische dazu gegeben. Diese vegetarische Version der Puttanesca-Sauce war im Ganzen sehr schön würzig, die Paprika als Beigabe hat mir auch gefallen (Gemüse ist ja nie verkehrt). Und als Quintessenz kann ich sagen, dass Quinoa-Puttanesca mit den Spaghetti alla Puttanesca definitiv mithalten kann. Durch das Weglassen der Sardellen, die einen integralen Bestandteil des Pastasaucenklassikers darstellen und beim Nachkochen von mir damals auch als solcher bezeichnet wurden, verändert sich der Geschmack natürlich schon. Je nachdem ob man Sardellen mag zum Positiven oder Negativen. Die hier nachgekochte Variante wird so aber unbestritten die moderne und vegetarische Version eines Klassikers.

Dienstag, 4. Februar 2014

Ein Quinoa-Salat mit einem langen Namen

Dieser Salat stammt aus einer Rezepteserie der britischen Runner's World im letzten Jahr, im rahmen derer Rezepte mit alternativen Kohlenhydratquellen (also in der Läufersprache keine Pasta) von einem Sternekoch vorgestellt wurden. Das mit Quinoa wollte ich ausprobieren. Wörtlich den Salat mit roter Beete, Broccoli, Quinoa, Granatapfelkernen, Sonnenblumen- & Kürbiskernen (diesen langen Namen das Rezept auf der Webseite wirklich).

Zunächst fand ich es ja schon ein bisschen komisch, dass bei einer Serie über Kohlenhydrate dann 50 g gekochtes Quinoa auf 4 Portionen kommen. Das sind dann sicher nicht mehr viele Kohlenhydrate pro Person. Also hab ich die Menge an Quinoa mindestens vervierfacht. Als Salatbasis habe ich Radicchio und Spinat verwendet.



Bei dieser Kombination werden alle Geschmackssinne (salzig, süß, sauer und bitter) aktiviert. Schlecht fand ich das nicht, wenn auch den Salat in der Form nicht gerade überragend (den Raddicchio bzw. den bitteren Teil hätte es meiner Meinung nicht gebraucht). Meine zuvor zubereiteten Quinoa-Salate stehen eindeutig höher im Kurs (siehe hier für eine sommerliches und hier für ein asiatisch angehauchtes Rezept).

Donnerstag, 2. Januar 2014

Quinoa in den Medien - ein Abriss - Teil II

Heute gibt's nochmals Lesefutter. Ich hatte über die Feiertage und den Jahreswechsel genügend Zeit (da ich ja etwas krank war und keinen Sport machen konnte) und Lust (etwas geistige Anstrengung darf schon sein), Aufsätze zu schreiben:

Im August diesen Jahres habe ich im Rahmen des Internationalen Quinoa-Jahres (International Year of Quinoa - IYQ) und meines Blog-Projektes (siehe hier für detaillierte Informationen) bereits einen Artikel geschrieben, der einige Aspekte der Produktion und des Konsums von Quinoa beleuchtet. Kurz nach dem Abschluss des Quinoa-Jahres 2013 möchte ich nun mit ein paar weiteren Gedanken an diesen Artikel anknüpfen sowie die offizielle Beurteilung der Vereinten Nationen zum Themenjahr zusammenfassen.


Die Bilanz der Vereinten Nationen zum IYQ sieht, in einem Satz ausgedrückt, eindeutig positiv aus (Quelle: UN declares International Year of Quinoa 2013 a success). Die Initiative hat das Bewusststein und den Stellenwert für Quinoa als äußerst gesundes Grundnahrungsmittel erhöht, was sich auch in rasant steigenden Nachfrageraten weltweit widerspiegelt:

“Increased production and consumption of quinoa, coupled with higher visibility of and greater scientific knowledge about the so-called “Andean super crop” is the legacy left to the world by the International Year of Quinoa 2013, the closing ceremonies of which were held this week in Bolivia and Peru.”

Das führt mich zu einem weiteren Aspekt, der bereits mehrfach erwähnt wurde: Dadurch dass die Quinoapflanze bemerkenswert robust ist und auch unter sehr widrigen Umweltbedingungen gedeihen kann (wie auf 4000m über dem Meeresspiegel, hoch in den Anden), wird Quinoa grosses Potential zum großflächigen Anbau und somit zur Linderung des Welthungers zugemessen (hört sich nicht gerade bescheiden an, ich weiss). Das ist allerdings nicht so einfach und muss gründlich erforscht werden. Aber auch in dieser Hinsicht loben die Vereinten Nationen die Diskussionsplattform zu dem Thema, die das IYQ geschaffen hat:

„Greater production, marketing and consumption of quinoa has been supported by the extensive scientific and cultural review that countries have undertaken. Additional studies conducted over the past year were shared in the First Quinoa World Congress, which brought together academics and specialists from around the globe and allowed further progress in seed improvement.”

Auf der Seite Better Farming wird zum Beispiel jüngst über ein erfolgreiches Pilotprojekt zum Quinoa-Anbau auf kanadischem Boden berichtet.

Aber natürlich gibt es auch immer kritische Stimmen und ich möchte ja mehrere Seiten beleuchten. Auf einen interessanten Artikel zu den ethischen Aspekten des Quinoa-Konsums in der westlichen Welt bin ich auf der Seite One Green Planet gestossen. Zunächst wird in dem Artikel vor negativen Auswirkungen auf die Umwelt bedingt durch zunehmend industriellen in Anbaumethoden in Folge der rasch steigenden Nachfrage gewarnt. 

Ein weiterer interessanter Gedanke des Artikels ist, dass moralische Fragen aufgeworfen werden, wo immer Lebensmittel vor dem Verzehr durch den Endverbraucher durch die halbe Welt transportiert werden. Und daher wird zum Kauf von lokalen Produkten geraten – und in dem Fall vom Kauf von importiertem Quinoa in der westlichen Welt abgeraten. Generell kann ich diesem Argument nicht widersprechen, weshalb ich auch selbst beim Kauf von Lebensmitteln auf Regionalität achte. Sofern das eben möglich ist. Beim Kauf von Gemüse, welches ich anteilsmäßig viel mehr konsumiere als Quinoa, stehen Saisonalität und Regionalität weit oben. Aber bei Quinoa sind wir eben noch nicht soweit, dass es auf der ganzen Welt angebaut werden kann. Zudem meine ich, dass eben doch peruanische und bolivianische Kleinbauern auch von dem Nachfrage- und damit Preisanstieg von Quinoa profitieren können. Denn laut der Vereinten Nationen liegt die Produktion von Quinoa zum Grossteil (80%) in den Händen von südamerikanischen Kleinbauern. Auch noch hervorzuheben ist, dass es einem als Konsument hierzulande (= in der Schweiz - ich weiss nicht genau, wie es in Deutschland ist. Habe nur gehört, es war zwischenzeitlich "vergriffen") beim Kauf von Quinoa relativ einfach gemacht wird, was die Bio-Qualität und das „fair-trade“-Label angeht. So habe ich bisher kaum eine Packung ohne die beiden Labels gesehen.

Deshalb meine Schlussfolgerung: Es ist in Ordnung, weiter genau dieses Quinoa kaufen, um anderen Produktionsmethoden im Voraus entgegenzuwirken (aber die Gefahren des großflächigen Anbaus u.a. zum Schaden der Natur sehe ich natürlich auch, wenn Quinoa als Mittel gegen den Welthunger im grossen Stil angepriesen sind).

Ich höre wie immer gerne andere Meinungen zu diesem Thema. Und morgen folgt ein Roundup der Rezepte.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: Dezember-Rezept

An allen vergangenen elf Monaten des Jahres habe ich am 25. meinen Beitrag zum Quinoa-Projekt veröffentlicht. Aus diesem Grund mache ich im Dezember keine Ausnahme und lasse euch auch an Weihnachten nicht mit Quinoa in Ruhe ;-)
Aber FROHE WEIHNACHTEN wünsche ich euch natürlich trotzdem als Allererstes.


Ich antizipiere jetzt mal, dass einige von euch nach einer süßen Adventszeit mit Plätzchen, Stollen, Glühwein & Co. und nach einem üppigen Weihnachtsmenü über die Feiertage im neuen Jahr wieder sehr empfänglich für leichte und gesunde Rezepte sind. Deshalb stelle ich ein Rezept für Quinoa mit Gemüse vor. Begonnen habe ich im Januar 2013 mein Projekt mit einem Rezept aus der gleichen Kategorie (das spiced lemon quinoa), wo das Korn mit Gemüse und einigen eher exotischen Gewürzen serviert wurde. Und mit dem Dezemberrezept schliesst sich der Kreis nach verschiedensten Quinoa-Rezepten nun wieder: Es gibt buntes Gemüse (Karotten, Süßkartoffeln, Zucchini, Kichererbsen), Rosinen, Kreuzkümmel und Thymian (zwei geschmackliche Neuentdeckungen des Jahres, die auch hier nicht fehlen dürfen). Auf Quinoa-Koriander-Zitronen-Basis wohlgemerkt. Zucchini ist zugegebenermassen sommerlich, man könnte sie im Winter auch durch Grünkohl ersetzen, das habe ich auch schon getan, für's Foto hat sich die Zucchini allerdings besser gemacht. Das Rezept ist signifikant abgewandelt nach einem Gemüsekochbuch, dessen Name ich bereits vergessen habe.
Jedenfalls ist es äusserst lecker. Deshalb mein Standardkommentar für diese Art von Rezept: Wer sich mit der Zutatenliste identifizieren kann, dem sei das Rezept ans Herz gelegt.


Gemüse auf Quinoa

für 2 Personen

60 g Quinoa
200 g Karotten
1 Süßkartoffel (ca. 150 g)
150 g Zucchini
80 g Kichererbsen (bereits gekocht oder aus der Dose, ungekocht abgewogen ca. 40g)
30 g Rosinen
400 ml Gemüsebrühe 
1 TL Paprikapulver
1/2 TL Kreuzkümmel
nach Belieben 1 Prise Cayennepfeffer
1 EL frischer Thymian
1 EL frischer Koriander
2 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Quinoa wie hier beschrieben zubereiten. 
Die Karotten waschen, schälen und in ein paar mm dicke Ringe schneiden. In einem Topf die Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Die Süßkartoffel ebenfalls waschen, schneiden und klein schneiden. Die Zucchini waschen, längs vierteln und dann in Stücke schneiden. In einem Topf die Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Die Karotten zunächst hinzugeben. Nach 5 Minuten die Süßkartoffel- und Zucchinistücke sowie die Kichererbsen hinzufügen. Nach weiteren 5 Minuten die Rosinen dazugeben und alles für weitere 5 Minuten kochen (also 15 Minuten insgesamt).
Die Kräuter während dessen klein schneiden. Wenn das Quinoa gekocht ist, mit den Kräutern und dem Zitronensaft vermischen und leicht salzen.
Wenn das Gemüse (nach 15 Minuten) fertig ist, das Wasser abgießen, mit den Gewürzen abschmecken (Paprika Kreuzkümmel, Cayennepfeffer, Salz, Peffer). Gemüse und Quinoa zusammen servieren. 


Das war nun das letzte Rezept während meines einjährigen Projektes. Allerdings gibt's ganz bald eine Zusammenfassung und ein Ausblick auf weitere Quinoa-Rezepte, die auf meiner Nachkochliste stehen. Da haben sich nämlich einige angesammelt.

Montag, 25. November 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: November-Rezept


Da durch das Quinoa-Projekt ja unter anderem gezeigt werden soll, wie variabel das Korn einsetzbar ist, wird heute mal was Süßes mit Quinoa gebacken. Passend zur Plätzchenbackzeit liefere ich hiermit eine nicht gerade traditionelle, sondern eher unkonventionelle Möglichkeit: Quinoa-Kekse. Aber dafür gesund, lecker und glutenfrei. Mit getrockneten Cranberries, Kokos, Zartbitterschokolade. Und Chia-Samen, um das Ganze noch gesünder zu machen. Dass die Kekse eine schöne runde Form bekommen, empfehle ich das Zuhilfenehmen eines runden Keksausstechers mit ca. 4-5 cm Durchmesser.


Quinoa-Kekse 
mit Cranberries, Zartbitterschokolade und Kokos

für 24 Stück

120 g Quinoa (ungekocht)
25 g Kokosflocken
½ TL Salz
30 ml (2 EL) Ahornsirup
30 ml (2 EL) geschmacksneutrales Öl
1 Ei
50 g gute Zartbitterschokolade
50 g getrocknete Cranberries
2 EL Chia-Samen (optional)

Zunächst werden die Quinoa-Körner gar gekocht: Die abgewogene Quinoamenge in ein Sieb geben, dieses wiederum in eine Schüssel mit Wasser stellen und dann die Körner mit der Hand gut durchmischen. Den Vorgang drei Mal wiederholen, bis das Wasser nach dem Waschen immer noch klar ist und es keine Schaumrückstände gibt (das Waschen ist wichtig, da Quinoa einen zur Gruppe der Saponine gehörenden Bitterstoff enthält, und auch die in Europa verkaufte Ware noch Rückstände davon enthalten kann. Kleinkinder sollten aus diesem Grund noch gar kein Quinoa essen). Nun muss das Quinoa nur noch mit der volumenmäßig dreifachen Menge Wasser in einen Topf gegeben werden. Ein Mal aufkochen und dann 15 Minuten bei geringer Hitze bei geschlossenem Topfdeckel köcheln lassen. Gegen Ende der Garzeit werden die Körner beginnen, aufzuplatzen. Das evtl. verbleibende Wasser nach dem Kochen abgießen und das Quinoa vor dem weiterverarbeiten vollständig auskühlen lassen. Am besten man kocht das Quinoa schon mindestens eine Stunde vor man mit dem eigentlichen Backen beginnt.

Den Backofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Im nächsten Schritt die Kokosflocken und das Salz in eine große Schüssel geben. Nun die flüssigen Zutaten (Ahornsirup, Öl und das Ei) hinzugeben, kurz umrühren. Dann das Quinoa hinzufügen und alles (von Hand mit einem Löffel) gründlich verrühren, bis eine homogene Masse entsteht. 

Die Zartbitterschokolade hacken und zusammen mit den getrockneten Cranberries und den Chia-Samen unter die Quinoa-Masse heben.

Nun je einen gut gehäuften Esslöffel des Teiges auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben (für 24 Kekse je ca. 25g der Masse. Um ein Gefühl für die Menge zu bekommen, kann man sie für den ersten Keks auch abwiegen). Für eine gleichmäßige Form der Kekse bietet es sich an, eine Ausstechform bzw. ein Dessertring mit 4-5 cm Durchmesser zur Hilfe zu nehmen. Diesen auf das Backblech setzen, den Teig hineinfüllen und Richtung Boden festdrücken, an der Oberfläche glatt streichen, und dann die Form vorsichtig entfernen. Die Kekse im Ofen ca. 25 Minuten backen (bis sie beginnen, sich an der Oberfläche ganz leicht braun zu färben) und danach auskühlen lassen.


Freitag, 25. Oktober 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: Oktober-Rezept

Es ist Quinoa-Zeit - zum vor-vor-letzten Mal im Rahmen meines Projektes.

Eigentlich sind vegetarische Substitute für Fleischprodukte für mich kein großes Thema. Denn ich bin ja kein Vegetarier und könnte auch die nicht-vegetarische Variante eines Gerichtes essen, wenn ich denn wollte. Die Wahl meines Quinoa-Rezeptes für Oktober fiel dennoch auf ein eben beschriebenen Produkt: Burger - mit Quinoa als vegetarisches Substitut für Hackfleisch. Die Idee finde ich äußerst kreativ. Leckere Bilder von Quinoa-Burgern hatte ich in letzter Zeit ein paar gesehen (Pinterest und Bloglovin sei dank). Und nachdem ich dann folgendes Rezept für einen Burger bei Love & Olive Oil entdeckt hatte, war ich absolut gewillt, Burger selbst herzustellen.

Burger-Brötchen werden auf Englisch ja "buns" genannt und die Füllung liebevoll "patties" (gibt's dafür einen anderen deutschen Begriff?). Neben dem "patties" aus Quinoa bin ich von dem Ziegenfrischkäse, dem frischen Gemüse und den eingelegten Zwiebeln als Bestandteile des Burgers absolut angetan. Nicht vorrangig, weil es gesund, sondern weil es lecker klingt.


Das übersetzte Rezept ist unten zu finden. Ich habe mich beim Kochen genau an das Originalrezept gehalten und war wirklich glücklich, dass die "patties" sich gut haben braten lassen, ohne auseinander zu fallen. Einziger Tipp: die Zutaten vorher gut verrühren, und wenn man die "patties" formt, die Füllung fest zusammendrücken. So sollte auch das Anbraten ohne anschließendes Zerbröseln gelingen.


Wenn ich nun behaupte, dass das der beste Burger ist, denn ich je gegessen habe, muss ich die Aussage dadurch relativieren, dass ich mich nicht daran erinnern kann, wann ich meinen letzten Burger gegessen habe. Was ich mit dieser Aussage aber festhalten will, ist, dass diese Burger vortrefflich geschmeckt haben. Von A bis Z. Für die selbstgemachten Brötchen nach Maja's Rezept habe ich bereits voll des Lobes berichtet. Die "patties" waren schmackhaft, leicht käsig, gemüsig und nussig durch das Quinoa - und trotzdem leicht. Die eingelegten Zwiebeln geben noch ein gewisses Extra. Und zu trocken ist der Burger keinesfalls gewesen, durch die Tomaten und den Rucola, und natürlich den Ziegenfrischkäse. Der Aufwand für die Herstellung hat sich sowas von gelohnt.


Quinoa-Burger

für die Burger-Buns:
siehe hier. Die unten angegebenen Mengen sind für 6 Burger(brötchen) gedacht

für die eingelegten Zwiebelringe:
1 rote Zwiebel
50 ml Apfelessig
100 ml lauwarmes Wasser
1/2 EL Zucker
1 Prise Salz

für die Burger-patties:
130 g rotes Quinoa (ungekocht)
100 g Karotte
40 g Parmesan
10 g Schnittlauch
3 Knoblauchzehen (hab ich weggelassen)
120 g Semmelbrösel
2 Eier
1/2 TL Salz
1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
Öl zum Braten

Extras:
Ziegenfrischkäse
Tomaten
Rucola

Für die eingelegten Zwiebelringe die Zwiebel waschen, schneiden und in Ringe schneiden. Essig, Wasser, Salz und Zucker in eine Schüssel geben und die Zwiebelringe hineinlegen. Für mindestens 30 Minuten marinieren lassen (bei mir 3 Stunden im Kühlschrank).

Die Quinoakörner wie hier beschrieben gar kochen, danach abkühlen lassen. Die Karotte waschen und fein raspeln. Den Käse ebenfalls raspeln. Den Schnittlauch waschen und fein hacken. Den Knoblauch fein hacken. Anschließend die Karotten- und Käsehobel, den Schnittlauch, Knoblauch und die Semmelbrösel mit den Eiern vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Am Ende das Quinoa unterrühren und die Masse 10 Minuten ruhen lassen. Dann 6 runde Burger daraus formen (diese gut zusammendrücken). Je drei Stück auf einmal in einer Pfanne mit erhitztem Öl braten, 3-5 Minuten von jeder Seite bei mittlerer Temperatur.

Die Bürgerbrötchen halbieren, mit Ziegenkäse bestreichen, dann die "Quinoa-patties" daraufsetzen. Mit den Zwiebelringen, Rucola und Tomatenscheiben garnieren.