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Samstag, 30. November 2019

Eiweißverwertung: Kokosmakronen

In viele meienr Plätzchenrezepte kommt nur Eigelb bzw. noch ein Extra-Eigelb Übrig bleibt das Eiweiß. Zimtsterne sind eine tolle Eiweiß-Verwertung. Dieses Jahr wollte ich aber einmal etwas Neues ausprobieren, daher stelle ich nun einen weiteren Klassiker vor: Kokosmakronen.

Ich finde die Plätzchen erstaunlich gut, zugegebenermaßen bin ich nicht der größte Kokos-Fan, aber mir schmecken sie wirklich gut. Die Schokolade finde ich aber wichtig. 


Kokosmakronen

4 Eiweiß
200 g Zucker
200 g Kokosflocken
150 g Vollmilchschokolade

Den Backofen auf 160°C  (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die 4 Eiweiß steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Dann die Kokosflocken unterheben.

Mit 2 Teelöffeln jeweils kleine Häufchen der Masse auf zwei mit Backpapier ausgelegten Backblechen verteilen. Die Bleche nacheinander 15-20 Minuten im Ofen backen.

Die Makronen auskühlen lassen. Dann die Schokolade bei niedriger Temperatur auf dem Herd schmelzen. Die Matronen darin eintauchen und umgedreht trocknen lassen.

Samstag, 19. August 2017

Gesundes zum Naschen gefällig? Coco Buddha Balls

Der Grund wieso ich heute bei dieser Hitze darauf gekommen bin, die Buddha Balls auszuprobieren
war ganz simpel. Die letzten Tage versuche vor dem Urlaub die Reste im Kühlschrank aufzubrauchen. Unter anderen Sachen fand einen Rest in einem Glas mit Kokosöl. Als ich das erste Mal Kokosöl gekauft habe, habe ich mich gewundert, daß in diesem Fall das Öl nicht flüssig ist.
Da man für dieses Rezept ja nur 2 EL davon braucht und ich alle anderen Zutaten zuhause hatte, konnte ich sofort starten. Das Ergebnis schmeckt super gut, fast wie edle Pralinen. Wobei zwei von diesen Balls (nicht wie auf dem Foto gleich sechs) reichen, den süßen Zahn mit gesunden Zutaten zu füllen.

 

Coco Buddha Balls

Zutaten für etwa 20 Stück

12 Datteln
2 Handvoll Cashews (etwa 40 Gramm)
2 TL Kakaopulver (ohne Zucker)
1 EL Kokosraspeln
2 EL Kokosöl (etwa 40g)

Die Zutaten in der Moulinette klein häkseln.
Aus der Masse kleine Kugeln formen. Ich habe 10 g Masse je Kugel verwendet.
Mindestens eine Stunden im Kühlschrank auskühlen lassen.


Übrigens besteht ein Grund, warum bei uns daheim fast immer Cashews vorrätig sind, darin, dass ich eine ganz tolle Bezugsquelle habe: ich kaufe fair gehandelte und Bio-Cashewnüsse bei Cashew for You. Zudem verschenke ich sie auch gerne. Das ist ein ganz tolles Projekt, das ich gerne unterstütze.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Quinoa geröstet: in der Müslimischung

Müslimischungen mache ich zwar ab und zu selbst, aber öfter gibt's bei mir noch Birchermüsli oder ein Porridge. Bisher habe ich auch schon ein paar Varianten probiert (so langsam einige, bis auf ein Müsli mit Schokostückchen, was ich eigentlich zuerst vorhatte). Nun kam's zu einem neuen Versuch, nachdem Sia auf ihrem Blog ein Rezept für ein Quinoa-Knuspermüsli veröffentlicht hatte. Darin wird das Quinoa "nur" im Ofen geröstet und nicht vorgekocht. Ob das ausreicht und dann nicht zu hart wird, habe ich mich zunächst gefragt... am Lebensmittel Quinoa bin ich ja sehr interessiert. Ich habe mich dann auch daran erinnert, dass Nadja vor einiger Zeit ein Rezept für Quinoa-Granola im Rahmen meines Quinoa-Projekts veröffentlicht hat. So habe ich das Rösten von Quinoa im Ofen als Teil einer Müslimischung ausprobiert. Das Müsli hält, was es verspricht: es ist wirklich KNUSPRIG! Sehr fein. Quinoa geht also auch im Müsli - eine weitere Verwendungsmöglichkeit.

Das Rezept setzt sich aus mehreren Quellen zusammen. Aus Sia's Rezept wurde das Quinoa übernommen, die Mandeln und Cranberries aus einem Rezept der Runner's World, und den Rest hab ich selbst zusammen gemixt. Der Tipp, die Mischung im Ofen alle 10 Minuten durchzurühren, dass nichts anbrennt, ist wirklich gut. Zudem habe ich bei einer anderen Granola-Version immer die Sorge gehabt, dass die Cranberries mir anbrennen, also habe ich sie gemäß der Runner's World-Variante diesmal am Schluss untergemengt, was ich für sinnvoll halte. Man lernt nie aus ;-)


Quinoa-Kokos-Granola

50 g Kokosöl
100 ml Ahornsirup
100 g Quinoa (ungekocht)
200 g Haferflocken
40 g brauner Zucker
1/4 TL Salz
75 g Mandeln
30 g Leinsamen
30 g Kokosraspel
100 g getrocknete Cranberries

Den Backofen auf 160°C vorheizen. Das Quinoa waschen und gut abtropfen lassen. Kokosöl und Ahornsirup in einem Topf bei niedriger bis mittlerer Temperatur zum Schmelzen bringen.
Quinoa, Haferflocken, Zucker, Salz, Mandeln, Leinsamen und Kokosraspel in eine Schüssel geben und zusammen mit der Flüssigkeit vermengen. Die Mischung auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und im Ofen ca. 30 Minuten backen. Jeweils nach 10 Minuten etwas "umrühren", sodass das Müsli gleichmäßig knusprig gebacken wird. Am Ende die Cranberries unterheben.


Dienstag, 20. Januar 2015

Wintergemüse-Serie Teil II: Wirsing-Curry

Nach dem ersten Wurzelgemüserezept ist heute das erste Kohlrezept dran, ich werde in den nächsten Tagen schön abwechseln. Genauer gesagt steht WIRSING auf dem Speiseplan. Meine Kocherfahrung mit Kohl würde ich allgemein noch als bescheiden bezeichen - was Wirsing angeht, so gab's im Rahmen dieser Rezepteserie aber sogar eine Premiere. Denn in wirklich guter Erinnerung hatte ich ihn nicht. Seinen Geschmack habe ich mit "bitter" und "besonders intensiv nach Kohl schmeckend" verbunden und das wurde als nicht positiv abgespeichert. Und seit ich vor 2 Jahren den Grünkohl entdeckt habe, hielt ich mich einfach an ihn und kam gar nicht mehr auf die Idee, Wirsing zu probieren.
Nach der neuesten Wirsing-Erfahrung kann ich nun aber erstens sagen, dass der Geschmack dem von Grünkohl sehr ähnelt, und den finde ich mittlerweile gut. Zudem war der Wirsing gar nicht bitter (kann es sein, dass Bitterstoffe konsequent aus dem Gemüse gezüchtet werden?). Und die leicht nussige Note, die ich herausgeschmeckt habe, fand ich auch sehr angenehm, insbesondere in dem Rezept, das folgt, wo auch Nüsse Bestandteil sind.
Gekocht habe ich ein Curry, relativ klassisch mit Kokosmilch und ein paar Gewürzen. Was den Kohl angeht, ist das praktisch ein tolles "Anfängergericht", so zum reinkommen, wenn man den ganz intensiven Kohlgeschmack vermeiden will. Denn der gekochte Kohl ist schon weniger intensiv als die Rohversion und zudem lenken die anderen Zutaten vom Curry auch irgendwie vom Kohl ab. Daher sei auch Skeptikern geraten, das mal zu versuchen! Ich fand das asiatische Curry mit lokalem Gemüse eine tolle Sache (es muss nicht unbedingt asiatisches Gemüse dazu geben) - das ideale Wintercurry.


Winter-Wirsing-Curry

für 2 Personen

400 g Wirsing
1 kleine Zwiebel
100 g Tofu
2 EL Öl
80 g Cashewnüsse
1 EL Sojasauce
1 TL Currypulver
1 Prise Cayennepfeffer (nach Belieben mehr)
1/4 TL gemahlener Koriander
200 ml Kokosmilch
100 ml Gemüsebrühe
Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Den Wirsing waschen und die Blätter in kleine Quadrate schneiden. Die Zwiebel waschen und fein hacken. Tofu in Stücke schneiden.
In einer Pfane das Öl erhitzen. Zunächst die Zwiebel darin ca. 2 Minuten glasig dünsten. Dann die Tofustücke und die Cashewnüsse hinzugeben, für ca. 3 Minuten weiterbraten. Mit der Sojasauce ablöschen und die Gewürze hinzufügen, alles gut verrühren. Den Wirsing hinzugeben und alles für ein paar Minuten weiterbraten. Dann die Kokosmilch und Gemüsebrühe hinzugeben und alles für 5-10 Minuten köcheln lassen. Mit Zitronensaft abschmecken, mit Salz und Pfeffer würzen.

Als Beilage passt z.B. Reis oder Quinoa.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Was sich hinter KaKoKü verbirgt

Auf diesen Brotaufstrich bin ich beim Durchblättern von einem von Attila Hildmann's Kochbüchern gestoßen. Der Titel klingt doch mal anders, oder? Bei mir hat's ne Weile gedauert, bis der Groschen gefallen ist, wie es zu dem Rezepttitel kommt. Aber lest euch mal die Zutatenliste durch, dann sollte es eigentlich klar werden, woher das KaKoKü rührt.


Ein feiner saisonaler Brotaufstrich, den ich in einem Abwasch mit dem gebackenen Butternut-Kürbis zubereitet habe. Für den Brotaufstrich habe ich allerdings einen Hokkaido-Kürbis genommen. Im direkten Vergleich muss ich sagen, dass der beim Backen viel knuspriger wird (da weniger wässrig), weshalb er mein Favorit bleibt. Unten mein marginal abgewandeltes Rezept.


KaKoKü

250 g Kürbisfleisch (Nettogewicht)
250 g Karotten (Nettogewicht)
1 El Olivenöl
20 g Kokosflocken
1/2 TL Kardamom
1 EL Leinöl
Fleur de Sel

Kürbis in kleine Stücke schneiden, die Karotten ebenfalls in dünne Ringe schneiden. Das Gemüse mit dem Öl vermengen und bei 180°C (Ober- und Unterhitze) für 20-25 Minuten im Ofen backen. Danach etwas auskühlen lassen. Mit einem Messer grob zerhacken, Kokosflocken, Kardamom und Leinöl unter die Masse mengen und mit dem Salz würzen.

Donnerstag, 4. September 2014

Reisnudeln mit Mandel-Curry-Sauce

Dass mich Tara Stiles nicht nur in Bezug auf Yoga inspiriert, sondern auch was gesunde Ernährung und Rezepte angeht, habe ich hier schon vor 2 Jahren kundgetan (siehe hier für den Post zur Gemüsesuppe). Einige Yogastunden später (und Suppenteller sowie Smoothies ebenfalls ;-)) hat ein weiteres Rezept von ihr meine Aufmerksamkeit geweckt: Reisnudeln mit einer Sauce aus Mandelbutter, Curry sowie Kokosmilch und einer Paprika. Nicht unbedingt alles Standardzutaten bei mir, aber genau deshalb fand ich das Rezept ja interessant. Reisnudeln hatte ich eigentlich ein Mal für Pad Thai gekauft, aber das Rezept unten ist so gut, dass sie alle für dieses verwendet wurden und es noch nicht zum typischen Thai-Food kam. Reisnudeln sind auf jeden Fall eine leckere Alternative zu italienischer Pasta, und ich mag sie auch noch lieber als Reiskörner. Und das Beste an der Sauce unten ist, dass man alle Zutaten nur im Mixer pürieren muss und fertig!

Solch ein schnelles Rezept ist manchmal einfach praktisch, vor allem wenn man nach dem Sport vom Hunger übermannt wird. Und falls man die Nudeln mit der Mandel-Curry-Sauce noch mit etwas mehr Gemüse essen will, so kann man super noch ein wenig Grünkohl oder Spinat etc. hinzufügen, entweder roh oder kurz gekocht/blanchiert.

Hier geht's übrigens zum Originalrezept auf Englisch.


Reisnudeln mit Mandel-Curry-Sauce

für 2-3 Portionen

200 g Reisnudeln
1 gelbe oder orange Paprika
1 Knoblauchzehe
2 gehäufte EL Mandelbutter
100 ml Kokosmilch
1 TL Currypulver
1 TL Paprikapulver
Salz
1 TL Chiliflocken (nach Belieben)
einige Blätter Basilikum

Die Reisnudeln in kochendem Salzwasser garen, bis sie weich sind.
Während dessen die Paprika und Knoblauchzehe in Stücke schneiden, diese zusammen mit der Mandelbutter, Kokosmilch sowie den Gewürzen im Mixer pürieren. 
Die Sauce mit den Nudeln vermengen, nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken - mit dem Basilikum und den Chiliflocken garniert servieren.

Anmerkung: Im Originalrezept wird noch süß-saure Chilisauce hinzugefügt. Kann man natürlich noch machen.

Samstag, 7. Juni 2014

Pasta mit Zucchini - die exotische Version

Pasta mit Zucchini - eine puristische Version, bei der der volle Geschmack der Zucchini zur Geltung kommt, mache ich sehr gerne nach diesem Rezept. In meinem Tibits-Kochbuch habe ich eine etwas exotischere Version von Pasta mit Zucchini entdeckt, mit frischem Ingwer, einer Vielzahl an Gewürzen (alles dabei von Curry, über Kurkuma zu Koriander) und Kokosmilch. Das klang für mich sehr interessant und wollte ausprobiert werden. Durch die Leichtigkeit der Sauce eignet sich das Gericht auch zum Carbo-Loading, so gab's in letzer Zeit genug passende Zeitpunkte, die Pasta auszuprobieren. Mit dem Ergebnis, dass ich sie wirklich lecker fand, durch die Kokosmilch und die Gewürze irgendwie asiatisch. Geschmacksintensiv durch die Vielzahl an Gewürzen, aber absolut stimmig und folglich ein schönes Geschmachserlebnis.


Und zwar hat die Pasta so lecker geschmeckt, dass ich sie wiederholt habe, obwohl der erste Kochversuch eigentlich ziemlich daneben gegangen ist und ich beim zweiten Mal einige Veränderungen vornehmen musste, was das Vorgehen und die Mengen angeht:
1. Erst mal ein kleiner Tipp: Die Gewürzmengen vorher abmessen in ein kleines Schälchen geben. Ich bin bei der ersten Zubereitung etwas aus der Ruhe gekommen, als ich dann ca. 10 verschiedene Gewürze auf ein Mal zur Sauce hinzufügen musste und nebenbei noch rühren.
2. Die Sauce hat bei mir beim ersten Versuch geklumpt. Beim zweiten Versuch war ich daher etwas vorsichtiger und habe die Milch zunächst aufgekocht, dann von der Herdplatte genommen und die Speisestärke eingerührt und dann alles ganz langsam wieder aufgekocht. So hat's geklappt.
3. Da die Nudeln kurz sind, finde es in diesem Fall passender, die Zucchini nicht in 10 cm lange Streifen zu schneiden, sondern auch in kürzere Stücke. Ich hab die Zucchini sogar geraspelt.
4. Cava... was? Cavatappi. Ich denke, irgendeine kurze Pasta geht super für das Gericht. Bei mir gab's Schweizer Hörnli - die Vollkornvariante. Sehr passend.
5. Auch wenn ich Pasta gerne mit viel Sauce esse, finde ich, dass man es im Originalrezept doch etwas zu gut gemeint hat. Daher habe ich die angegebene Saucenmenge mit 400 g Pasta gekocht - für 4 Portionen. Dafür war ich bei der Zucchinimenge etwas großzügiger und habe 300 g Zucchini genommen anstatt 200 g.

Nein, ich ändere Rezepte nicht alle aus Prinzip ab und rede lange darüber. Ich koche Rezepte manchmal auch ganz genau nach Rezept nach ohne tausend Dinge zu verändern. Das sei an dieser Stelle angemerkt ;-)

Das Originalrezept ist auf der Website des Tibits veröffentlicht.

Freitag, 21. März 2014

Nachgekocht: Couscous mit Kokos-Spinat und Kichererbsen

Schöne Grüsse aus dem Urlaub und aus dem Süden. Da ich diesen Blogbeitrag bereits im Vorfeld vorbereitet hatte und heute fast nur noch auf "veröffentlichen" klicken muss, gibt's auf meinem Blog keine Urlaubspause. Und auch nicht in Anbetracht der Tatsache, dass ich mich nach einer Woche Hotelküche schon wieder sehr auf's Kochen freue und gleich damit loslegen werde (auch wenn mir sonst kein Grund einfällt, Mallorca morgen wieder freiwillig zu verlassen).


BeVegt ist ein Blog rund ums Laufen, wobei  man (vegane) Ernährung als ein Themenschwerpunkt bezeichnen kann. Es gibt auf jeden Fall sehr viele Rezepte, die mich ansprechen. Diese sind meist gesund, schnell zu machen und auch mit dem von mir geliebten exotischen Touch. So musste ich den  "Couscous mit Kokos-Spinat und Kichererbsen" einfach ganz schnell nachmachen.

Couscous war mal wieder sehr, sehr lecker, der süßliche Kokos-Spinat trifft genau meinen Geschmack und war mit Curry und Senfsamen fein gewürzt. Perfekt!
Eine Ladung gekochte Kichererbsen hatte ich zwar im Kühlschrank, habe ich dann aber beim Kochen völlig vergessen. In der zweiten Portion gab es sie dann aber (siehe Bild), und dafür eine etwas kleinere Menge Couscous.

Samstag, 8. März 2014

Das Tibits und das Kochbuch (gekochtes Rezept: Dal mit Spinat)

In Zürich gibt es das älteste offizielle vegetarische Restaurant der Welt, das heute noch familiengeführt ist: das Hiltl. Das Tibits ist der etwas modernere und eher legere Ableger des Hiltls, wo man sich an einem riesigen vegetarischen Buffet bedienen (und im Gegensatz zum Hiltl nicht à la Carte bestellen) kann. Und das Tibits ist seit jeher mein Lieblingsrestaurant in Zürich. Ich war dort schon mindestens 30 Mal essen und damit um ein Vielfaches öfter als in jedem anderen lokalen Restaurant. Lustigerweise haben mir sämtliche Bekannte vor Ort immer vorgeschlagen, im Tibits was Essen zu gehen. Und ich nehme sowieso alle meine Besucher mit ins Tibits. Das vielfältige Buffet ist wirklich der Hammer, eine Sache sieht besser aus als die andere, sodass man fast nicht anders kann als sich von allen angebotenen Speisen zumindest eine Mini-Probierportion auf den Teller zu laden.


So, vom Tibits gibt's mittlerweile auch ein Kochbuch, welches ich zum Geburtstag bekommen habe. Zusammen mit den passenden Heftmarkern. Und mit diesen habe ich bereits das halbe Buch zugeklebt, da die meisten Rezepte des Buches meinen Geschmack treffen (o Wunder, nach den obigen Worten ;-)).
Das erste Rezept, welches ich aus dem Buch gekocht habe ist das warme Dal mit Blattspinat. Gleich ein absoluter Renner, um das Ergebnis vorwegzunehmen ;-) Grundzutat für das Dal sind rote Linsen, verfeinert wird mit Kokosmilch und gewürzt mit Garam Masala. Indische Geschmacksnote eben ... da ich keine Gewürzmischung für Garam Masala vorrätig hatte, habe ich mich erst mal schlau gemacht, aus welchen einzelnen Gewürzen diese in der Regel besteht. Zu meiner Freude habe ich festgestellt, dass die meisten Gewürze doch bei mir zu finden sind. Also habe ich mehr oder weniger eine Prise vom gesamten Gewürzregal-Repertoire in das Dal gegeben, angefangen bei Nelken und Zimt, über Kümmel, Koriander, Kardamon und Ingwer (hier zum Beispiel ist eine Anleitung für eine Gewürzmischung zum Selbermachen). Und Cayennepfeffer hab ich auch noch hinzugefügt.
Das alles macht das Dal zu einem wahren Geschmackserlebnis. Sehr interessant und für meinen Gaumen ausgefallen, aber zugleich so harmonisch, dass es überraschend vertraut schmeckt. Und der Spinat gefällt mir auch, er ist ja nicht so dominant im Geschmack, wirkt sich aber optisch noch sehr positiv aus, da er in diesem Fall im Gegensatz zu einer Linsensuppe ja nicht püriert wird.

Update vom 17.04.2014: Allgemein empfohlener Wein zu Dal: Riesling. Diesmal gab's ihn dazu - sehr fein.


Das Rezept ist auf Englisch auch hier verlinkt. Falls jemand eine Übersetzung auf Deutsch wünscht, lasst es mich wissen.

 

Mittwoch, 5. März 2014

Stärkung vor und nach der Wanderung: Suppe mit roten Linsen

Etwas exotische Geschmacksnoten sprechen mich aus einem einfachen Grund besonders an: sie schmecken abwechslungsreich. Ingwer zum Beispiel gibt so einigen Gerichten einen frischen, besonderen Touch. Etwas Süße, insbesondere bei asiatisch angehauchten Speisen gibt Kokosmilch. Und mit frischen Kräutern lässt sich auch so einiges ausrichten. In diesem Fall ist es Koriander. Zusammen mit gesunden Hülsenfrüchten in Form von roten Linsen und Gemüse in Form von Karotten fügt sich die Zutatenliste gekocht und püriert zu einer äußerst schmackhaften Suppe zusammen. Dass sie Gesamtkombination der von mir aus oben genanntem Grund so gelobten Zutaten mit exotischen Geschmacksnoten dann im Ergebnis stimmen muss und nicht zu "bunt" bzw. "wahllos zusammengewürfelt" schmecken darf, ist auch klar. Hier aber sicher nicht der Fall. Die Suppe war richtig lecker. Zudem sättigend und wärmend, wie sich das für eine ordentliche Suppe gehört.

 

Das Rezept stammt vom Blog Rezeptepenny.  Den Blog mag ich übrigens nicht nur wegen der Rezepte (von denen eines mittlerweile ja auch erprobt ist). Dort zu finden ist nämlich auch eine Linksammlung zu verschiedenen Dokumentationen. Die Themen regen zum Nachdenken und Überdenken des eigenen Konsumentenverhaltens an. Sehr sympathisch!

Und weil ich am Sonntag eine wunderschöne Wanderung unternommen habe, die mir auch im Zusammenhang mit der Suppe, mit der ich mich im Voraus und im Nachhinein gestärkt habe, in Erinnerung bleiben wird, gibt's noch ein paar Bilder.

 

Sonntag, 23. Februar 2014

Sofort nachgemacht: Bananen-Schokoladen-Kokos-Crumble

Ausnahmsweise steht an diesem Sonntag bei mir nicht Laufen bis zur Erschöpfung auf dem Programm. Anstatt dessen lesen, Briefe & E-Mails schreiben, Musik hören, Orchidee umtopfen, liegen gebliebene administrative Dinge erledigen ... Ein dazu passendes "comfort food" für solch einen Sonntag, an welchem ich mich erhole und gemütlich ein wenig daheim rumwerkle ist Crumble. So gab's gleich das Bananen-Schokoladen-Kokos-Crumble, das Gourmande letzte Woche verbloggt hat.


Der Rezepttitel ist sehr aufschlussreich und sagt eigentlich schon alles über den Inhalt. Da bedarf es keiner weiteren grossen Worte. Nur ein einziges möchte ich noch nennen und dabei Gourmande im Original zitieren: "superhammermegaleckaaaaar". Dem Urteil schliesse ich mich doch glatt an.

Montag, 25. November 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: November-Rezept


Da durch das Quinoa-Projekt ja unter anderem gezeigt werden soll, wie variabel das Korn einsetzbar ist, wird heute mal was Süßes mit Quinoa gebacken. Passend zur Plätzchenbackzeit liefere ich hiermit eine nicht gerade traditionelle, sondern eher unkonventionelle Möglichkeit: Quinoa-Kekse. Aber dafür gesund, lecker und glutenfrei. Mit getrockneten Cranberries, Kokos, Zartbitterschokolade. Und Chia-Samen, um das Ganze noch gesünder zu machen. Dass die Kekse eine schöne runde Form bekommen, empfehle ich das Zuhilfenehmen eines runden Keksausstechers mit ca. 4-5 cm Durchmesser.


Quinoa-Kekse 
mit Cranberries, Zartbitterschokolade und Kokos

für 24 Stück

120 g Quinoa (ungekocht)
25 g Kokosflocken
½ TL Salz
30 ml (2 EL) Ahornsirup
30 ml (2 EL) geschmacksneutrales Öl
1 Ei
50 g gute Zartbitterschokolade
50 g getrocknete Cranberries
2 EL Chia-Samen (optional)

Zunächst werden die Quinoa-Körner gar gekocht: Die abgewogene Quinoamenge in ein Sieb geben, dieses wiederum in eine Schüssel mit Wasser stellen und dann die Körner mit der Hand gut durchmischen. Den Vorgang drei Mal wiederholen, bis das Wasser nach dem Waschen immer noch klar ist und es keine Schaumrückstände gibt (das Waschen ist wichtig, da Quinoa einen zur Gruppe der Saponine gehörenden Bitterstoff enthält, und auch die in Europa verkaufte Ware noch Rückstände davon enthalten kann. Kleinkinder sollten aus diesem Grund noch gar kein Quinoa essen). Nun muss das Quinoa nur noch mit der volumenmäßig dreifachen Menge Wasser in einen Topf gegeben werden. Ein Mal aufkochen und dann 15 Minuten bei geringer Hitze bei geschlossenem Topfdeckel köcheln lassen. Gegen Ende der Garzeit werden die Körner beginnen, aufzuplatzen. Das evtl. verbleibende Wasser nach dem Kochen abgießen und das Quinoa vor dem weiterverarbeiten vollständig auskühlen lassen. Am besten man kocht das Quinoa schon mindestens eine Stunde vor man mit dem eigentlichen Backen beginnt.

Den Backofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Im nächsten Schritt die Kokosflocken und das Salz in eine große Schüssel geben. Nun die flüssigen Zutaten (Ahornsirup, Öl und das Ei) hinzugeben, kurz umrühren. Dann das Quinoa hinzufügen und alles (von Hand mit einem Löffel) gründlich verrühren, bis eine homogene Masse entsteht. 

Die Zartbitterschokolade hacken und zusammen mit den getrockneten Cranberries und den Chia-Samen unter die Quinoa-Masse heben.

Nun je einen gut gehäuften Esslöffel des Teiges auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben (für 24 Kekse je ca. 25g der Masse. Um ein Gefühl für die Menge zu bekommen, kann man sie für den ersten Keks auch abwiegen). Für eine gleichmäßige Form der Kekse bietet es sich an, eine Ausstechform bzw. ein Dessertring mit 4-5 cm Durchmesser zur Hilfe zu nehmen. Diesen auf das Backblech setzen, den Teig hineinfüllen und Richtung Boden festdrücken, an der Oberfläche glatt streichen, und dann die Form vorsichtig entfernen. Die Kekse im Ofen ca. 25 Minuten backen (bis sie beginnen, sich an der Oberfläche ganz leicht braun zu färben) und danach auskühlen lassen.


Dienstag, 25. Juni 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: Juni-Rezept

Bereits bei der Vorstellung meines Projektes wurde ich - von Anonym - auf Julia's interessanten Blog Balance-Akt und einen Obstsalat mit Quinoa verwiesen (danke an Unbekannt ...). Auf einen Erdbeer-Mango-Quinoa-Salat, um ganz präzise zu sein. Für das Nachmachen des Rezeptes stand ich daher schon seit Januar in den Startlöchern und habe nur auf den "offiziellen Startschuss" gewartet, nämlich den Beginn der Erdbeerzeit. Nun ist es endlich soweit!


In das Rezept kommen neben Quinoa, wie der Titel bereits verrät, frische Erdbeeren und Mango. Das alles wird mit etwas Orangensaft, Zitronensaft und Ahornsirup vermengt und nach Belieben mit Zimt abgeschmeckt. Lediglich den Apfelsaft aus dem Originalrezept habe ich weggelassen, da ich eigentlich nie Apfelsaft daheim habe. Ich konsumiere lieber frische Äpfel (und eine Saftpresse hab ich auch nicht ;-)). Aber alle fast Verfeinerungstipps von Julia habe ich beherzigt, und sowohl mit etwas Joghurt als auch mit dein paar Kokosflocken und Minzeblättern garniert.  Und wie kann's denn auch anders sein, ich bin begeistert!


Auch wenn ich die Kombination aus Mango und Erdbeeren besonders gelungen finde (saisonal hat in der kurzen Beerenzeit eben seine besonderen Reize), kann ich mir den Salat gut mit anderem Obst vorstellen, bei gleichem Dressing und Garnierung.


Bei mir gab's den Obstsalat zum Frühstück (das Quinoa gibt dem Fruchtsalat eine sättigende Kohlenhydratgrundlage mit Eiweiss und einigen anderen wertvollen Nährstoffen). Aber auch hier kann man flexibel bleiben, ich kann mir das alles auch zu irgendeiner anderen Tageszeit als Haupt- oder Zwischenmahlzeit bestens vorstellen. 


Ach ja, und wie man auf den Bildern sieht, habe ich hierfür, auf die Erdbeeren abgestimmt, mein rotes Quinoa ausgepackt.

Samstag, 22. Juni 2013

Riz Casimir (ein kleines Stück Schweizer Geschichte)

Bei Sushi (vom Blog Obst und Sushi) gab's neulich Riz Casimir. Ich habe das gesehen, auch neulich.Dann gab's das Gericht auch bei mir.

Als ich vor circa zwei Jahren neu in der Schweiz ankam und jobbedingt noch regelmässig über Mittag  auswärts essen war, habe ich das Gericht in der Tat auf einigen Speisekarten entdeckt und auch gesehen, wie es in den Kantinen verschiedenster Firmen regelmässig serviert wurde. Einordnen konnte ich das ganze aber nie so wirklich. Denn Schweizerisch klang es ja nicht, aber schien es doch zu sein, denn ausserhalb der Schweiz war mir der Name noch nie untergekommen. Und können so viele Leute meine Vorliebe für diese süß-salzigen Hauptmahlzeiten teilen?? Das fragte ich mich auch. Aber anscheinend schon.

Nun habe ich ein wenig recherchiert und kann folgendes berichten (Quelle: ein sehr lesenswerter Artikel über den Schweizer Klassiker aus der Zeitschrift "Annabelle"): Bei Riz Casimir handelt es sich um eine Schweizer Kreation aus dem Hause Mövenpick. Und die Geschichte geht zurück in die Nachkriegszeit, genauer gesagt in die 50er Jahre. Damals hielt sich Ueli Prager, der Gründer des Mövenpick-Imperiums, in London auf und wurde von indischen Zeitgenossen zu einer neuen, exotischeren Küche inspiriert. Und damit traf er in seiner Heimat genau den Nerv der Zeit, wo Riz Casimir in den darauf folgenden Jahrzehnten in sämtlichen Haushalten mit großer Begeisterung nachgekocht wurde. In dem Annabelle-Artikel wird es folgendermaßen formuliert:

"Fremdes wie Curry, Ananas und Bananen, vereint mit Bekanntem wie Kalbfleisch und Rahm, das war für die Schweiz der Nachkriegszeit der Himmel auf Erden."



Bis heute. Denn wie ich schließlich bezeugen kann, Riz Casimir ist auch derzeit noch auf so manchem Schweizer Teller zu finden. 

Ich bin mir bewusst, dass sich bei diesem Gericht die Geister scheiden. Darüber bin ich auch nicht verwundert. Denn ein Curry mit Obst? Ja, mit verschiedenem Obst, und mit viel Obst. Mir schmeckt sowas bekanntlich. Die Geschmacksnerven von einigen anderen Mitmenschen scheinen auch getroffen worden zu sein, sonst hätte das Gericht niemals eine solche Popularität erzielt. Und der von mir zitierte Artikel liefert Antworten dafür. Trotzdem, ich respektiere auch, wenn jemand sagt, dass sei nichts für ihn (wer sich angesprochen fühlt, kann den letzten Paragraphen getrost überspringen - mit dem vielleicht neu erworbenen Wissen, dass es ein Gericht namens Riz Casimir gibt).


Und für alle die weiterlesen möchten, nun ein paar Worte zum Rezept: Mir hat Sushi's Interpretation des Gerichtes mit Hühnerfleisch, der fruchtigen Currysauce und frischem Obst sehr gut gefallen (besser als das von Betty Bossi 1973 veröffentliche "Original"-Rezept mit Currysauce aus dem Beutel und Fruchtslat aus der Dose). Daher habe ich auch ziemlich genau nach ihrem Rezept gekocht. Ich habe nur noch mehr Obst verwendet, wenn schon, denn schon (mehr Apfel plus Ananas). Und Reis gab's bei mir als Beilage - das stand beim Namen des Gerichtes ausser Frage. Auch wenn nicht auf ganz traditionelle Weise serviert wurde, wo das Curry im Reisring angerichtet wird.

Danke für das Rezept, Sushi!

Bis hierher gelesen und hungrig auf ein fruchtiges Curry? Dann lest doch schnell noch den Annabelle-Artikel (der ist wirklich informativ und gut geschrieben) ... und dann kocht nach!

Freitag, 14. Juni 2013

Spargelsuppe mit Süßkartoffeln und Kokosmilch

Auch wenn's bei meinen letzten vier Beiträgen nicht mehr um Spargel ging (nach der Spargelpost-Serie zuvor): ich geniesse die Saison nach wie vor sehr. Vor allem vom Spargel mit Kratzede kann ich nicht genug bekommen, der muss dieses Jahr auch noch ein Mal auf den Tisch. Nun aber noch zu was Neuem: Suppe. Dabei stand ich zunächst vor der Wahl, eine ganz klassische Spargelcremesuppe herzustellen oder die Idee in meinem Kopf von einer Spargelsuppe mit Süßkartoffeln, Chili und Kokosmilch umzusetzen. Ich bin dann zunächst kreativ geworden. Die Spargelcremesuppe wird damit wohl auf die nächste Saison vertagt, genauso wie Spargelrisotto.

Solange es draussen nicht gerade 30°C+ hat, finde ich es absolut in Ordnung, Suppe zu essen, das muss nicht dem Winter vorbehalten sein. Und da zu heisse Temperaturen dieses Jahr bisher auch noch kein Problem waren, kann ich den Verzehr einer Suppe wirklich empfehlen ;-) Das betrifft auch die hier vorgestellte Spargelsuppe. Mir hat der süßliche Geschmack durch die Kartoffeln und die Kokosmilch sehr gut gefallen, zusammen mit ein wenig Schärfe durch die Chili. Und etwas Spargelgeschmack kam definitiv noch durch. Einziges Manko: die Farbe. Orange ist ja schon nicht gerade meine Lieblingsfarbe. Und das da kann man auch nicht mal wirklich als aprikot bezeichnen ... ist wohl eher ein ... na ja ... blassorange. Eine Abhilfe kenne ich: Ablenkung. Hier durch Verzierung mit frischen Kräutern (und knallbunten Servietten ;-)). Die haben noch keiner Suppe geschadet, und diesem Fall hier erst recht nicht.


Spargelsuppe mit Süßkartoffeln und Kokosmilch

für 2 große Teller 

250 g Süßkartoffeln
1 rote Zwiebel
1/2 Chilischote (oder mehr oder weniger - Schärfe kann nach Belieben variiert werden)
1 EL Öl
250 g weißer Spargel
700 ml Gemüsebrühe
200 ml Kokosmilch
Salz
Pfeffer
etwas frischer, gehackter Schnittlauch

Die Süßkartoffel(n) waschen, schälen und in Würfel schneiden. Mit dem Spargel und der Zwiebel ebenso verfahren. Die Chilischote waschen, sofern weniger Schärfe gewünscht ist entkernen und fein hacken. In einem großen Topf das Öl erhitzen und die Süßkartoffelstücke, Zwiebel und Chili darin für ca. 3 Minuten anbraten. Nun die Spargelstücke und Gemüsebrühe hinzufügen. Alles ein Mal bei geschlossenem Topfdeckel aufkochen lassen und dann bei niedriger Hitze und geschlossenem Topfdeckel 20 Minuten weiterköcheln lassen. Dann die Kokosmilch hinzufügen und alles pürieren (mit dem Mixer oder Pürierstab). Die Suppe mit Salz und Pfeffer würzen. Mit gehacktem Schnittlauch bestreut servieren.

Mittwoch, 13. März 2013

Happy-heart-macaroons für Luna

Für eine lange Zugfahrt habe ich mir letzte Woche unter anderem die britische Ausgabe der Runner's World gekauft. Diese war eine sehr gute Lektüre, um die Zugfahrt zu überbrücken und noch mehr Motivation zum Laufen zu gewinnen. Und zum Backen. Denn in der Zeitschrift gibt es ein Rezept namens "Happy-heart-maracoons" (wohl für das Läuferherz), das mir selbstverständlich nicht entgangen ist.


Die Makronen sind relativ schnell nachgebacken, da nicht viele Zutaten benötigt werden: Kokosraspeln, Pekannüsse, Sonnenblumenkerne, getrocknete Aprikosen und Eiweiss.

Die Pekannüsse habe ich durch Mandeln ersetzt, da mein Vorratsschrank diese noch zu bieten hatte. Und nachdem ich bei Laura mit Schokolade überzogene Makronen gesehen habe, entschied ich mich auch für ein wenig Schokolade zur Verzierung. Und meine letzte Änderung: Von komplett zuckerfreiem Gebäck bin ich kein Fan, also habe ich etwas Zucker hinzugefügt. Daraus ergibt sich dann dieses Rezept:

Makronen

für 15 Stück

2 Eiweiss
175 g Kokosraspeln
50 g Mandeln, geschält (oder schon gehackt und geschält)
50 g Sonnenblumenkerne
25 g getrocknete Aprikosen
25 g Zucker
25 g Schokolade

Alle Zutaten bis auf die Schokolade in einer Küchenmaschine zerkleinern. Aus der Masse mit den Handballen ca.15 gleichmässige Kugeln formen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C für 15 Minuten backen. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die abgekühlten Macaroons mit der geschmolzenen Schokolade verzieren.


Als ich das Rezept erblickte, habe ich sofort an Luna und ihr Blogevent "getrennte Wege" gedacht. Im Rahmen des Events sucht sie nach Rezepten mit einem unausgeglichenen Verhältnis von Eiweiss zu Eigelb. Das finde ich eine super Idee, denn bei dem Thema bin ich auch für neue Anregungen offen. Und nicht umsonst habe ich in der Tagwolke am rechten Rand meines Blogs vor einiger Zeit schon eine separate Eiweiss- und Eigelbkategorie erstellt, nachdem es bei mir eines Wochenendes Tatar und als Komplementär Amarettini gab. Mit den oben vorgestellten Kokosmakronen als klassisches Eiweissgebäck in nicht ganz klassischer Form, reiche ich also meinen Beitrag zu Luna's Blogevent ein:

Montag, 25. Februar 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: Februar-Rezept

Das Januarrezept wurde am 25. veröffentlicht, also schliesse ich ab jetzt an diese Tradition an. Am heutigen 25. Februar gibt es Quinoa-Riegel. Ich bin wirklich stolz, ein so tolles Rezept präsentieren zu können (auch wenn ich gleich anfügen sollte, dass es nicht von mir stammt). Vor diesen Riegeln habe ich nämlich verschiedenste Müsliriegel selbst herzustellen versucht, wobei drei Rezepte bei mir versagt haben. Das Problem war eigentlich immer, dass die Riegel (haferflockenbasiert) spätestens beim Zerschneiden auseinander gefallen sind. Ein weiteres Hoch auf Quinoa - denn diese Riegel mit dem gekochten und relativ feinkörnigen Quinoa als Grundlage haben sich nach dem Backen problemlos mit dem Messer in Riegel schneiden lassen.


Das Rezept habe ich auf der Seite Kitchen Stewardship gefunden, wobei Katie hier ausführlich über die Herstellung der Müsliriegel berichtet. Auf der verlinkten Seite gibt es ein Grundrezept, bestehend aus Quinoa, Nüssen, Trockenfrüchten, Süßungsmittel und einer Prise Salz. Zudem gibt es ein Rezept für "Katie’s Favorite Grain-Free Quinoa Protein Bars So Far". Da sich Katie bei mir durch den Post schon einen Namen als sachkundige Beraterin in Bezug auf Quinoa-Riegel gemacht hat, habe ich auch auf ihren Geschmack für die Lieblings-Riegel vertraut und das Rezept mit Mandeln, Erdnussbutter, Rosinen und Kokosnuss als Beigaben nachgemacht. Ein Ei habe ich auch noch zur Teigmasse hinzugefügt, in der Hoffnung auf die bindende Wirkung des Eigelbs und nicht-zerfallenden Riegeln als Resultat. Ich denke, das Ei hat der Sache nicht geschadet.

Wie oben bereits erwähnt, hat mich die Konsistenz der Quinia-Riegel absolut überzeugt, und damit einhergehend die Tatsache, dass ich am Schluss wirklich Riegel hatte und kein Gekrümel öder ähnliches. Aber auch geschmacklich ist die Version tip-top. Fruchtig und nussig und nicht zu süß (aber trotzdem süß). Eiweissreich und glutenfrei sind noch zwei weitere wichtige Adjektive in der Liste.


Quinoa-Riegel

60 g Quinoa (ungekocht) 
100 g gemahlene Mandeln 
60 g Erdnussbutter 
50 g Rosinen 
20 g Kokosflocken
2 EL Honig 
1 Ei 
½ TL Backpulver 
½ TL Salz 
2 gestr. EL Eiweisspulver (optional) 
2 EL Chia-Samen (optional) 

Die Quinoakörner wie hier beschrieben kochen und danach etwas abkühlen lassen. 

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Das gekochte Quinoa zusammen mit den anderen Zutaten in eine Schüssel geben und alles mit einem Löffel zu einer homogenenen Masse verrühren. Eine ca. 20 x 20 cm große Form buttern oder mit Backpapier auslegen (ich habe die Riegel in einer 18 x 23 cm großen Form gebacken und mich für die Variante mit dem Backpapier entschieden). Die Masse in die Form geben und 25-30 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind und das Innere komplett fest geworden ist. Die gebackene Masse komplett abkühlen lassen (am besten auch im Kühlschrank) und danach in Riegel schneiden. 



Fazit: Endlich ein Rezept zum Weiterempfehlen. Die quinoa-Bars sind der perfekte Snack vor oder nach dem Sport (deshalb auch mein Bestreben, Müsliriegel selbst herzustellen) oder auch einfach nur als Snack ohne Sport.

Sonntag, 20. Januar 2013

Yoga, Tara Stiles und eine Detox-Gemüsesuppe

Bei der Arbeit wird bei uns an manchen Tagen in der Mittagspause eine Yoga-Stunde angeboten. Da die wöchentlichen Yoga-Stunden unter den Kollegen ein grosses Thema sind, war ich nach kurzer Zeit auch so weit, es mal auszuprobieren. Da ich zuvor noch nie Yoga praktiziert habe, wollte ich vor meiner ersten Stunde auf "Youtube" ein paar Videos ansehen bzw. mitmachen. So stiess ich auf Tara Stiles, die dort einiges an Material hochgeladen hat (dieses Video war wirklich meine erste Yoga-Session überhaupt). Ich war sofort begeistert, die Videos sind wirklich eine Herausforderung, das Nachmachen macht aber Spass. Und die coole und relaxte Art der Lehrerin sagt mir auch zu. So führte eines zum anderen: Ich habe mich auch auf der Webseite von Tara Stiles umgesehen und entdeckt, dass sie auch einen Blog über's Kochen hat. Und dort veröffentlichte sie neulich ein Rezept für eine Veggie-Detox-Soup, mit gaaaanz viel Gemüse und Kokosmilch.


"Detox" bzw. "Entgiften" auf Deutsch, ist ein Wort, dass im Zusammenhang mit Yoga nicht selten fällt. Und in Bezug auf Essen trifft das auch zu. Und ich bin mittlerweile auch schon so weit, dass ich nach einem salzigen, fettigen Essen oder Alkohol denke, jetzt muss ich mich unbedingt entgiften ;-). Und warum nicht mit entgiftenden Yoga-Posen, kann ja nicht schaden ... etwas offensichtlicher wirksam finde ich dabei aber noch entgiftende Nahrungseinnahme. Paradebeispiele dafür sind Smoothies mit frischem Gemüse, die sich ganz fix zu einem festen Bestandteil meiner Mahlzeiten entwickelt haben. Suppen sind aber auch nicht schlecht, praktisch das Ganze in "warm", was im Winter ja ein netter Nebeneffekt ist. Deshalb habe ich die Gemüsesuppe nach Grundlage von Tara Stiles auch umgehend nachgekocht.


Im ersten Durchgang letzte Woche (grünes Suppenbild) habe ich mich ungefähr an die Zutaten aus diesem Rezept gehalten. Ich hab wohl nur einiges mehr an Spinat hinzugefügt, was die Farbe erklärt. Sonst habe ich noch Sellerie, Süßkartoffeln, Ingwer, Zwiebeln und Paprika in die Suppe getan. Und abends gab's unter der Woche drei Mal einen wärmenden Teller Suppe, da ich gleich einen Pot für die ganze Woche auf einmal habe.

Diese Woche (oranges Suppenbild) das gleiche Spiel, nur mit variierendem Gemüse. Es gab Kartoffeln, rote und gelbe Paprika, Karotten, Zwiebeln und eine Chilischote.

Ein Video zur Herstellung der Suppe gibt's auch hier zu sehen. Es ist nett, wenn auch nicht zwingend nötig für eine erfolgreiche Herstellung, da das ganze doch relativ selbsterklärend ist. Suppe eben - macht die Sache leichter, wenn am Schluss alles püriert wird ;-)

Die Kokosmilch in der Suppe finde ich eine tolle Idee, sie ist auch der Grund, warum ich so begeistert bin. Gibt dem ganzen einen frischen und exotischen Touch.

In diesem Sinne: Esst Suppe und macht Yoga zur Steigerung des persönlichen Wohlbefindens :-)

Samstag, 26. Mai 2012

Erdbeer-Rhabarber-Crumble


So wie mit der Mode verhält es sich auch mit dem Essen: Es sind die Accessoires und kleine Feinheiten, die ein tolles Outfit ausmachen (oder es eben übertrieben oder langweilig aussehen lassen). Auch bei bestimmten Rezepten gibt es "Accessoires", die den Geschmack eines Gerichtes und/oder auch das Aussehen des Tellers den besonderen Touch geben: Sei es der Mohn im Quicheteig, das Marzipan in den Streuseln, der frische Koriander in der Tomatensauce oder die gebratenen Pinienkerne im Salat.


Ein weiteres Beispiel dafür ist das Erdbeer-Rhabarber-Crumble aus der Maiausgabe der Zeitschrift "Living at Home". In die Streusel werden Haferflocken und Kokosflocken gemischt. Und der Orangen-Sahne-Joghurt, der dazu gereicht wird ist auch nicht zu verachten. Alles irgendwie besonders. Und besonders gut in dieser Kombination.


Unbedingte Nachbackempfehlung für diese Erdbeer- und Rhabarbersaison!

Donnerstag, 22. März 2012

Falsche Raffaellos, die so gut wie echte sind


Es ist Monate her, seit ich zum letzten Mal Pralinen selbst gemacht habe. Interessante Rezepte, die ich ausprobieren könnte, hab eich hingegen fleissig gesammelt. Als ich dann letzte Woche aber die falschen Raffaellos bei Miss Blueberrymuffin gesichtet habe, wurden die Raffaellos, die als letztes zu meiner Liste hinzugekommen sind, als erstes ausprobiert. Denn von den echten Raffaellos bin ich ein grosser Fan, seit Jahren habe ich auch den Bildschirmschoner mit Werbung für die Süßigkeiten, und mit so einem Paradiesstrandmotiv zum träumen.


Als Fazit zu den "falschen Raffaellos" kann ich sagen, dass diese genauso gut wie die echten schmecken, auch ohne Mandeln. Und sie sind wie von Miss Blueberrymuffin beschrieben, für Anfänger in der Materie Pralinenherstellung geeignet.