Donnerstag, 18. April 2019

Mein vorösterliches Essen: Semmelknödel-Soufflé mit Pilz-Bärlauch-Sauce

Dass ich zu Semmelknödeln ein gespaltenes Verhältnis habe, habe ich hier erklärt. Aber irgendwie sind sie doch auch lecker. Seit Ewigkeiten habe ich mir Sabine's Rezept für Semmelknödel-Soufflé abgespeichert. Gestern habe ich es endlich nachgemacht. Brotreste gibt es bei mir ja immer. Und da ich alle anderen Zutaten für Semmelknödel zuhause hatte sowie Reste an Pilzen und einer Bärlauch-Frischkäse-Sauce habe ich mir ein exquisites Mittagessen kreiert. Quasi als vorösterliches Festmahl, da ich über Ostern sehr viele Gäste und entsprechend wenig Zeit zum Kochen für mich haben werde.


Das Soufflé war äußerst lecker. Ich habe mehr Milch verwendet als angegeben. Das Backen im Ofen fand ich sehr praktisch, da ich nebenbei die Sauce mit den Pilzen zubereiten konnte. Und die Soufflés ließen sich dann auch ohne große Probleme aus den Förmchen lösen.

Mittwoch, 10. April 2019

Kartoffel-Kokos-Suppe mit Gemüse nach Wahl

Eine Suppe am Abend ist eine schöne Begrüßung für Gäste. Die Suppe kann praktischerweise vorgekocht und warmgehalten werden, falls es bei den Gästen später wird. Und man bekommt noch etwas Warmes und gleichzeitig Leichtes zu essen.


So bin ich immer auf der Suche nach abwechslungsreichen Rezepten. Auf lecker.de bin ich auf ein Rezept für eine Kartoffel-Kokos-Suppe mit knackigem Gemüse gestoßen, die es mir gleich angetan hat, als ich das Rezept gelesen habe. Etwas ausgefallen mit der Suppenbasis aus Kartoffeln, Kokosmilch und Kurkuma. Dazu gibt es verschiedenes Gemüse. Ich habe Karotten, Champignons, Sellerie separat angebraten und die Zuckerschoten abgekocht und in 4 Schüsseln serviert. So kann sich jeder selbst seine Suppe mit Gemüse nach Wahl garnieren. Sesam kann man auch noch drüberstreuen.



Mir hat die Suppe auch sehr, sehr gut geschmeckt. Ausgefallen, aber nicht zu exotisch. Schön sättigend und wärmend und optisch durch das Gemüse und das Kurkuma ein Hingucker. Das wird es hier wieder geben.

Mittwoch, 3. April 2019

Vollkorn-Zucchini-Nudeln mit Frischkäse und Tomaten



Ich glaube, mein Mann und ich können uns endlich mit Vollkorn-Spaghetti anfreunden. Dank eines Rezeptes der Gaumenfreundin, welches ich  auf Pinterest gefunden habe. Für dieses Original-Rezept verwendet man normalerweise nur Zucchini-Spaghetti, sogenannte Zoodels. Wir haben mit dem Spiralschneider zubereitete Zucchini-Tagliatelle verwendet und unter "richtige" Vollkorn-Spaghetti gemischt, damit eine vollwertige Pasta entsteht. Die Sauce mit Tomaten, Frischkäse und Ajvar ist so lecker.

Das Ergebnis ist schmeckt köstlich - gleichzeitig frisch und cremig - und kann sich nur noch steigern, wenn saisonales Gemüse verwendet werden kann.

Mittwoch, 27. März 2019

Auch bei mir angekommen: der Brotback-Trend (selbstgebackenes Vollkornbrot)

Dieses Rezept kommt von einem älteren Herrn, welcher in der Zeitung gelesen hat, dass ich eine Pension eröffnet habe. Er ist begeisterter Hobbybäcker, gibt seit Jahren Brotbackkurse an der Volkshochschule und für Interessierte und Freunde. Er schlug vor, mir einen privaten Backkurs in meiner Lodge zu geben. Auch wenn ich es vorher nie so sehr mit Brotbacken hatte (meine ganze Familie besteht aus Hobby-Brotbäckern), konnte ich da schlecht nein sagen.

Nun, der Brotbackkurs war eine Bereicherung, da er mich zum Brotbacken motiviert hat. Es ist schön, wie wenig Zutaten man für einen richtig leckeren, selbstgemachten Brotlaib braucht. Ich backe nun etwas öfter mein Brot selbst. Zudem war der Brotbackkurs auch eine sehr bereichernde Begegnung auf persönlicher Ebene.


Vollkornbrot

für 2 Brotlaibe

550 g Dinkelvollkornmehl
550 g Weizenvollkornmehl
1 Würfel Hefe
1 Prsie Zucker
30 g Salz
700 ml Wasser

Für den Vorteig in einer Schüssel ca. 200 ml lauwares Wasser mit der Hefe und einer Prise Zucker mit dem Schneebesen verrühren. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abgedeckt ca. 30 Minuten in heißes Wasser stellen, das Teigvolumen sollte sich verdoppelt.

Nun ca. 200 ml Wasser in die Schüssel geben sowie das Mehl und das Salz. Bis zu 300 ml mehr Wasser dazugeben (insgesamt also ca. 700 ml)  und alles auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen zu einer kompakten Teigkugel verkneten. Sie sollte nicht kleben. Den Teig in die Schüssel geben, eine kleine Mulde formen und ein wenig Wasser hineingeben, damit er nicht austrocknet. Wiederum mit einem Geschirrtuch bedecken und  ca. 30 Minuten gehen lassen.
Ein Gärkörbchen mit Mehl (idealerweise Roggenmehl) ausstreuen.

Den Ofen auf 230°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Teig halbieren, kurz durchkneten, mit den Fingern nach Innen drehen und zu einer halben Kugel formen. Die Runde Seite mit Mehl bestäuben. Mit der mehligen Seite voran ins Gärkörbchen drücken. Den Teig nochmal kurz gehen lassen. Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen und aus dem Gärkörbchen lösen. Mit der anderen Teighälfte ebenso verfahren und daneben auf das Backblech setzen. Das Brot 30 Minuten bei 230°C backen, dann die Temperatru auf 180°C herunterschalten und weitere 25-30 Minuten backen.

Donnerstag, 21. März 2019

Chinesische Suppe ... mit dem neuen Spiralschneider gemacht


Wie man auf den Gemüsebildern sieht, habe ich mir einen Spiralschneider gekauft.
Die Entscheidung war eine schwere Geburt. Eine meiner Freundinnen, die aber nicht jeden Trend mitmacht, hat immer wieder geschwärmt und mir Rezeptvorschläge geschickt.
Im Prinzip kann man diese Rezepte auch ohne Spiralschneider machen, aber es ist halt nicht ganz genau das gleiche. Die Unvernunft, nochmals ein Gerät  im Schrank zu haben war nicht zu unterdrücken.
Momentan bin ich begeistert von meinem Spiralschneider. Die Spaghetti-Karotten oder Zucchini-Tagliatelle, die auch für das folgende Rezept benötigt werden, haben es mir angetan ........... weitere Erfahrungen habe ich noch nicht. Ich hoffe, dass meine Begeisterung anhält.
 



Ich bin ebenso begeistert von der leckeren Suppe, die ich mit meinem neuen Küchengerät zubereitet habe. Ich denke, dass Ingwer, Currypaste und die Sojasauce die Brühe so delikat machen. Und auf den Koriander darf man auf keinen Fall verzichten.

Chinesische Suppe

Zutaten für 2 Personen:

Kokosöl
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer
Currypaste (etwa 2 TL)
1 Zucchini
2 lange dicke Karotten
Champignons in Scheiben geschnitten
Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
1 TL brauner Zucker 
etwas Zitronensaft
frischer Koriander gehackt

Die Currypaste mit gepresstem Knoblauch und klein geschnittenem Ingwer in Kokosöl anbraten. 

Zucchini und Karotten mit dem Spiralschneider zu "Nudeln" zaubern. Oder das Gemüse mit dem Julienneschneider schneiden oder eben mit dem Messer in feine Streifen 
oder auch Stücke schneiden.

Die Gemüsespaghetti und Champignons dazugeben, kurz mitbraten und dann Gemüsebrühe aufgießen. Alles einmal aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen.

Abschmecken mit Pfeffer, Salz, braunem Zucker und etwas Zitronensaft.
Etwas Sojasauce zugeben.

Mit dem Koriander garniert servieren.

 

Mittwoch, 13. März 2019

Auf Gästewunsch: Rührei

Beim Frühstücksbuffet für die Gäste in meiner Black Forest Lodge biete ich ein tägliches variierendes Frühstücks-Special an. Das kann ein selbstgemachter Brotaufstrich sein, Hefezopf, Laugenigel, Birchermüsli, Puddings, Obstsalat ... und manchmal auch ein Frühstücksei oder Rührei. Auf expliziten Wunsch und wenn es einen  Gast glücklich macht, gibt es Rührei auch auf Anfrage. Es kommt bei den Gästen immer sehr gut an.

Schwer ist es nicht, allerdings habe ich folgende drei goldene Regeln für ein gelungenes Rührei aufgestellt:

1. etwas Milch oder Sahne unter die Eiermasse mischen
2. bei der Butter nicht sparen
3. die Eiermasse bei mittlerer und nicht zu hoher Temperatur langsam stocken lassen und dabei nicht unnötig rühren


Rührei

für 1-2 Portionen

3 Eier
50 ml Milch
Salz
Pfeffer
15 g Butter
frische Kräuter

Die Eier  zusammen mit der Milch, Salz und Pfeffer mit einer Gabel verquirlen.
Die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Eier-Milch-Mischung hinzugeben und leicht stocken lassen. Danach ab und zu mit einem Pfannenwender das am Pfannenboden angebratene Rührei lösen und zur Seite schieben. Diesen Vorgang wiederholen, bis die ganze Masse gestockt ist. Dabei nicht zu viel rühren. Das Rührei aus der Pfanne nehmen, sobald es die richtige Konsistenz hat, damit es nicht zu trocken wird.
Vor dem Servieren nach Belieben mit frischen, gehackten Kräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum bestreuen.

Und da der Beitrag einfach perfekt zu Zorra's Blogevent "Huhn oder Ei" passt, mache ich dort mit:

Blog-Event CL - Huhn oder Ei (Einsendeschluss 15. März 2019)

Montag, 4. März 2019

Zu 100% vegetarisch: Auberginen-Kaviar

Ich liebe es, in internationalen Geschäften zu stöbern. Dazu gehören auch der Asia-Laden oder der türkische Supermarkt in meiner Heimatstadt - noch toller sind allerdings Geschäfte im Ausland.
Bei meinem letzten Elsass-Aufenthalt entdeckte ich in einem Intermarché ein "caviar d'aubergines". Gekauft habe ich ihn nicht. Aber während des Aufenthalts kaufte ich mir auch ein Gemüsekochbuch auf französisch (ja, in Buchläden stöbere ich auch gerne ...). Und darin war ein Rezept für Auberginen-Kaviar. Das Rezept habe ich dann zum letzten französischen Abend in meiner Lodge ausprobiert. Und der "Kaviar" kam soo gut an. Ein ganz toller, würziger Brotaufstrich zu frischem Baguette.
Er war auch erstaunlich schnell gemacht, da sich das Fruchtfleisch der gegrillten Auberginen sehr leicht entnehmen lässt. Eine ganz große Nachkochempfehlung!

Woher der Name kommt, frage ich mich immer noch ... weder inhaltlich noch optisch sehe ich Parallelen zu richtigem Kaviar. Vielleicht weil der Aufstrich auch gut zu Kaviar passt? Oder für die Leute, die sich keinen Richtigen Kaviar leisten können? Hat jemand einen anderen Tipp oder weiß etwas?


Auberginen-Kaviar

1 kg Auberginen
2 Knoblauchzehen
150 ml Olivenöl
Saft von 1 Zitrone
3 Schalotten
Salz
Pfeffer

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Wenn er heiß ist, die Auberginen waschen und 30 Minuten mitsamt Schale im Ofen backen. Die Auberginen ab und zu drehen. Dann mit heißem Wasser abschrecken, längs durchschneiden und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausholen. Das geht nach dem Backen recht einfach. Die Knoblauchzehen fein hacken und in 50 ml Olivenöl ca. 5 Minuten in einer Pfanne anbraten. Die Knoblauchzehen mit dem Öl aus der Pfanne und dem restlichen Öl zu den Auberginen geben. Alles fein pürieren. Die Schalotten sehr fein hacken und untermischen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.

Sonntag, 24. Februar 2019

Kreuzkümmel-Karotten, Sesam-Erbsen und Quinoa


Ich durfte diesen Sommer eine Woche in Lissabon verbringen. Die Zeit war wunderschön und gerne erinnere ich mich auch an die gute portugiesische Küche. Die folgenden Rezepte habe ich aus meinem Lissabon-Kochbuch nachgekocht.

Die Karotten sind geschmacklich durch den Kreuzkümmel  und durch den schrägen Schnitt für's Auge was Besonderes. Der nussige Geschmack des gerösteten Sesams passt sehr gut zu den Erbsen. Beide Gemüse sind auch wintertauglich, schön zu kombinieren und schnell zubereitet. Bei uns gab es Quinoa dazu.

Kreuzkümmel-Karotten (4 Portionen)

1 TL Kreuzkümmelsamen
3 EL Olivenöl
4 große Karotten, schräg in 5 mm dicke Scheiben geschnitten 
1 Knoblauchzehe, gehackt
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 

Die Kreuzkümmelsamen mit einem scharfen Messer zerkleinern. Eine Pfanne erhitzen, die Kreuzkümmelsamen hineingeben und etwa 1 Minute rösten, bis sie duften. Dann Olivenöl, 3 EL Wasser, Möhren und Knoblauch zufügen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Temperatur reduzieren und die Möhren unter häufigem Rühren bissfest garen (bei mir etwa 15 Minuten). Vor dem Servieren noch einmal abschmecken. 


Sesam-Erbsen (4 Portionen)

400 g Erbsen (TK oder frisch)
Salz
1 EL Sesamsamen
2 EL Olivenöl 
 schwarzer Pfeffer
getrocknete Chiliflocken nach Geschmack
2 EL fein gehackte Petersilie

Die Erbsen in einen Topf mit kochendem Salzwasser geben. TK-Erbsen nur einmal kurz aufkochen, frische Erbsen ein paar Minuten kochen.
Parallel in einer trockenen Pfanne die Sesamsamen 1-2 Minuten goldfarben rösten, dabei die Pfanne immer wieder rütteln.
Die Erbsen abgießen und mit dem Olivenöl und dem Sesamsamen mischen.
Mit Salz und Pfeffer und evtl. mit Chiliflocken abschmecken und mit Petersilie bestreuen.


Montag, 18. Februar 2019

Überbackenes Fladenbrot mit Sauerkraut, Äpfeln und Käse


In einem gemütlichen Restaurant in der Umgebung gibt es als Spezialität Salate und leckeres, überbackenes Fladenbrot. Dort bin ich regelmäßig zu Gast. Die Wintervariante ist mit Sauerkraut, Äpfeln und Käse belegt. Dies klang mir zunächst fast zu experimentell, um das Gericht dort zu bestellen. Aber neugierig war ich doch, sodass ich es tat. Und es war äußerst lecker! So lecker, dass ich das überbackene Fladenbrot mitsamt Salat auch einmal daheim nachgebastelt habe. Es geht ganz einfach. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man beim Käse zum Überbacken 1. nicht spart, und 2. einen würzigen Hartkäse nimmt.

Zudem eignet sich das Gericht als kreative Brotresteverwertung, sowohl für Fladenbrot aber auch für andere Brotreste.


Überbackenes Fladenbrot mit Sauerkraut, Äpfeln und Käse 

für 2 Portionen

2 Stücke Fladenbrot (alternativ: 2 Brötchen)
1 kleiner Apfel
150 g Sauerkraut
60 g Bergkäse
Salz, Pfeffer

Den Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Das Brot / die Brötchen halbieren. Den Apfel waschen, längs achteln und in dünne Scheiben schneiden. Den Käse reiben.
Zunächst die Apfelstücke, dann das Sauerkraut auf den Brothälften verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit dem Käse bestreuen. Das belegte Fladenbrot im Ofen 10-15 Minuten überbacken, bis der Käse goldbraun ist. Dazu passt sehr gut ein gemischter Salat.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Selbstgemachtes Fladenbrot

Dieses Rezept begleitet mich schon ewig ... ich habe es vor vielen Jahren auf Empfehlung hin zum ersten Mal gemacht. Aus irgendeinem Grund ist der Ausdruck des Rezepts verloren gegangen und so habe ich es zwischenzeitlich auch vergessen.

Dunkel erinnerte ich mich neulich aber, dass ich doch vor vielen Jahren einmal so gutes Fladenbrot so einfach und schnell selbst gemacht hatte. Zum Glück, denn so habe ich das Rezept wieder hergesucht. Ich bin mir relativ sicher, dass es das  folgende Rezept war. Es heißt nämlich ganz bescheiden "Das weltbeste Fladenbrot".


Ob weltbestes oder nicht, das Rezept ist auf jeden Fall klasse! Ich habe zwei Fladen auf einem Blech gebacken. Das mit dem Wasser in den Ofen schütten mache ich auch immer. Einzige Änderung bei mir: ich verwende einen EL Salz, nicht nur einen Teelöffel. Und ich bestreue das Brot zusätzlich noch mit Fleur de Sel vor dem Backen. Allein schon weil es sooo gut riecht, sollte man es ab und zu backen! Und warm genießen. Zu Suppe, gebackenem Feta, Antipasti ... und einen Rezeptvorschlag für schon etwas älteres Fladenbrot werde ich in meinem nächsten Beitrag machen.

Mittwoch, 6. Februar 2019

Gebackener Rosenkohl mit Ingwer und Birne nachgemacht

Das letzte Rezept, das ich verbloggt habe, war ein Kuchen. Quasi ein Kontrast zum Rezept davor, den Serviettenknödeln mit Rosenkohl, sodass ich das nächste Rezept mit Rosenkohl angehen kann. Diesmal handelt es sich um den gebackenen Rosenkohl mit Ingwer und Birne von Krisi.


Mir ging es ähnlich wie Krisi, dass ich bis vor Kurzem nicht so viel mit Rosenkohl anfangen konnte. Dieser Winter hingegen ist sehr rosenkohllastig. Ich mag ihn immer lieber ... und aus dem Ofen wird er besonders aromatisch. Die Birne  ist in diesem Fall ein schöner, süßlicher Kontrast zum leicht bitteren Rosenkohl. Der Ingwer macht das ganze noch besonders. Dazu gab es bei mir einen Hüttenkäse-Dipp und etwas Brot. Gerade wenn ihr dem Wintergemüse skeptisch gegenübersteht, solltet ihr es einmal mit diesem Rezept versuchen.

Sonntag, 3. Februar 2019

Apfelmus-Pudding-Kuchen

Endlich mal wieder Kuchen backen! Gefühlt habe ich ewig keinen Kuchen gebacken ... ich glaube, seit der Weihnachtsbäckerei habe ich Pause gemacht. Umso mehr habe ich mich aber gefreut, dass es dieses Wochenende dankbare Abnehmer für einen Kuchen (Seminargäste) gegeben hat und ich wieder einmal backen durfte.

Apfelkuchen ist ein Obstkuchen, der zumindest saisonaler und regionaler ist als Beerenkuchen etc. Deshalb backe ich ihn auch gerne im Winter. Ich erinnerte mich zudem an eine Portion Apfelmus mit Äpfeln aus dem Ort, die ich im Sommer eingefroren hatte. Das passende Rezept zur Verwertung dafür, einen Apfelmus-Pudding-Kuchen, hatte ich ebenfalls seitdem im Hinterkopf. Am Freitag probierte ich den Kuchen endlich aus.

Und er war richtig lecker (ein kleines Stück habe ich selbst probiert, der Rest war für die Gäste). Mürbeteig, krosse Streusel, und dazwischen eine saftige Apfelmus-Vanillepudding-Füllung. Wer Apfelmus aufbrauchen will, sollte diesen Kuchen unbedingt backen. Und wer findet, dass das lecker klingt, auch. Man kann Apfelmus auch schnell frisch herstellen.


Das Rezept stammt von chefkoch.de. Ich habe mich relativ genau daran gehalten, habe nur etwas weniger Apfelmus verwendet, da meine Portion aus der Gefriertruhe ca. 550 g waren. Und ich habe die beiden frischen Äpfel in dünne Scheiben geschnitten und alle auf dem Boden verteilt, bevor ich die Apfelmus-Pudding-Masse darüber gegossen habe. Ansatt Puddingpulver habe ich 40 g Stärke und etwas Vanillessenz verwendet. Und die Butter für die Streusel habe ich geschmolzen. Aber das war wirklich alles, was ich verändert habe ;-)

Montag, 28. Januar 2019

Serviettenknödel mit Rosenkohl

Mein Verhältnis zu Rosenkohl wird immer inniger. Das folgende Rezept hat seinen Teil dazu beigetragen. Der Serviettenknödel mit Rosenkohl und Sahnesauce macht schon optisch so viel her, dass man das Essen einfach genießen und langsam essen muss. Und schmecken tut es einfach wunderbar, sodass es genau dieses Gericht in diesem Winter schon zum Zweiten Mal bei uns gab. Ich gerate wirklich ins Schwärmen, wenn ich hierüber berichte ...

Sämtlichen Knödeln stand ich ja wie dem Rosenkohl auch lange skeptisch gegenüber, da ich sie für sehr aufwändig hielt und genervt war, dass mir alle Leute empfohlen haben, aus meinen Brotresten Semmelknödel zu machen. An stressigen Tagen habe ich zwar nach wie vor anderes zu tun, als Semmelknödel zu kochen, da koche ich einfach gar nicht. Aber wenn man ein wenig (nicht einmal allzu viel) Zeit und Muße mitbringt, dann lohnt es sich wirklich, Knödel selbst zuzubereiten. So viel zu meinem Meinungsumschwung.


Das Rezept stammt aus dem Schrot&Korn-Kochbuch, das ich so sehr mag. Es ist auch hier veröffentlicht. Wir haben das Rezept etwas abgewandelt, da es ein tolles Thermomix-Rezept ist (die Knödel und der Rosenkohl können gleichzeitig optimal gegart werden). Aber es geht sicher auch ohne Thermomix. Die Konsistenz des Serviettenknödels ist super. Die Menge ist auch für 4 Personen gut. Beim Rosenkohl würde ich die Menge allerdings verdoppeln (also 1 kg für 4 Portionen). Und bei der Sauce würde ich die 1,5fache bis 2fache Menge der angegebenen Zutaten verwenden.

Samstag, 19. Januar 2019

Kein Rezept, aber eine Anregung: gesunde, knackige Sprossen selber ziehen


Vor vielen Jahren habe ich das Sprossenglas bei meiner Schwägerin kennengelernt.
Im gleichen Jahr hat die gesamte Familie und Freunde dieses Glas von mir zu
Weihnachten bekommen, weil ich so begeistert war und bin.
Speziell im Winter, wenn es keine frischen Sachen vom Freiland gibt und das Kräuterbeet
eher traurig aussieht, ist es eine super Möglichkeit den Gaumen mit den frisch und knackig, manchmal etwas scharf schmeckenden Sprossen zu verwöhnen.

Wie man auf dem Bild sieht, kann man die verschiedene Keimsaaten aus biologischem Anbau in Portionsgrößen kaufen, auf dem auch die unterschiedliche Einweichzeit angegeben ist.
Die günstigere Variante ist, unbehandeltes Saatgut wie Radieschen, Brokkoli, Kresse oder Alfama (sieht gekeimt aus wie Putzwolle) zu verwenden. Auch Mungbohnen (wie die Keimlinge auf dem Bild), Linsen oder Kichererbsen eignen sich gut. Ich muss unbedingt auch mal wieder was Neues ausprobieren.
Und natürlich gibt es auch andere Methoden als dieses Glas um Sprossen zu ziehen.

meine Ausstattung
Das Herstellen der Keimlinge nach meiner Methode mit dem Glas ist recht einfach.
Man füllt etwas 1-2 Esslöffel Samen in das Glas, spült ihn in kaltem Wasser gründlich und weicht ihn zwischen 4 bis 12 Stunden ein. Danach abgießen und mit neuem Wasser füllen. Diesen Vorgang morgens und abends wiederholen und das Glas an einen warmen hellen Ort stellen. Nach etwa 2 Tagen sind die verzehrfertig.


Die kleinen Keimlinge sind sehr gesund, sie sind reich an wertvollem Eiweiß, Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen. Die Konzentration der Vitamine und Mineralstoffe ist in Sprossen meist mindestens doppelt so hoch wie in ausgewachsenen Pflanzen. Da sich die meisten Sprossen und Keimlinge roh genießen lassen, gehen bei der Zubereitung keine wertvollen Inhaltsstoffe durch Hitze verloren.

Samstag, 12. Januar 2019

Winterlich asiatisch: Reisnudeln mit Rotkohl und Karotten nachgemacht

Auch wenn ich im Winter nicht jeden Tag irgendetwas mit dem saisonalen und regionalen Kohl essen möchte, so bin ich sehr offen für neue Inspirationen mit sämtlichen Arten des Gemüses. Da kam Miri's Rezept für asiatische Reisnudeln mit Rotkohl vor ein paar Tagen genau richtig. Ich las es und war begeistert. Asiatisch mit Kokosmilch und etwas Schärfe klingt immer gut. Zudem wollte ich gerne eine offene Packung Reisnudeln und ein Rest Sesam aufbrauchen. Aus diesem Grund kaufte ich den Kohl und die Karotten für das Rezept ein und hab das Gericht heute sehr genossen!


Am Rezept habe ich ein paar Dinge vereinfacht, da ich immer gerne möglichst wenig Pfannen und Töpfe verwende. So habe ich in einem Topf die Reisenudeln gekocht. Und in einer Pfanne habe ich den Knoblauch angebraten, dann die Kohl- und Karottenstücke dazugegeben und 5 Minuten gebraten, und dann die restlichen Zutaten für die Sauce hinzugefügt und alles einkochen lassen. 
Kohl und Karotten, von denen ich anteilig etwas mehr verwendet habe, habe ich mit dem gleichen Hobel in kürzere Streifen gehobelt. Und zum Garnieren hatte ich nur noch Petersilie, also gab es diese. Wirklich sehr, sehr lecker .... ich habe zum Essen sogar Stäbchen verwendet. Mit diesen esse ich generell langsamer, da ich im Umgang mit ihnen nicht so firm bin. So hab ich mehr vom Essen!

Nur eine Frage bleibt: wie kann man Reisnudeln mit einer Sauce und Gemüse vermengen, ohne dass diese komplett matschig werden?