Sonntag, 6. Oktober 2019

Pfannkuchentorte mit Mangold - der 2. Versuch

Wie erwähnt ist es der zweite Versuch die Pfannkuchentorte. Beim ersten Versuch war die Geschichte mit der Füllung etwas nass. Im Rezept war mehr Mangold und noch zusätzlich Gemüsebrühe vorgesehen. Nun haben wir die Zutaten wie unten beschreiben verwendet. Da ich mit gebrochenem Fuss noch etwas gehandicapt am Herd war, hat mir ein Mann geholfen und er hat sage und schreibe das erste Mal in seinem Leben Pfannkuchen gebacken. Dass er bei unserem zweiten Versuch der Torte gleich wieder dabei war zeigt, dass das Pfannkuchen backen Spaß macht.

Die Pfannkuchentorte schmeckt delikat, der Mangold ein bisschen wie rote Beete - die Tomaten machen die Füllung fruchtig, der Käse sämig, die Peperoncini peppen auf und die Eier binden die Gemüsemasse gut. Alles in allem eine tolle Kombination von leckeren Sachen.


 Pfannkuchentorte mit Mangold

200 g Weizenvollkornmehl
etwa 300 ml Milch
5 Eier
Salz
1 kg Mangold
2 Tomaten
2 kleine getrocknete Peperoncino
1 Zwiebel
 2 TL gekörnte Gemüsebrühe
Olivenöl
Pfeffer
150 g Ziegenkäse
100 g Bergkäse
Öl zum Braten

Mehl mit der Hälfte der Milch glatt rühren. Mit der übrigen Milch, Salz und 2 Eiern 
verrühren. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und aus dem Teig 4-5 (bei uns waren es mehr) Pfannkuchen backen.

Mangold waschen, Stiele entfernen und evtl. anderweitig verwenden.  Die Blätter in etwa fingerbreite Streifen schneiden. Tomaten waschen und würfeln. Die Peperoncini kleinhacken. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln.

Olivenöl erhitzen. Die Zwiebel darin glasig werden lassen. Mangold zugeben und 2 Min. mitdünsten. Tomaten und Peperoncini unterrühren. Alles 5 Min. köcheln lassen, salzen, pfeffern und abkühlen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Form mit Backpapier auslegen. 3 Eier unter das Gemüse mischen.

Pfannkuchen, Füllung und den zerbröselten Käse abwechselnd in die Form schichten, dabei mit Pfannkuchen beginnen und mit Gemüse enden. Mit dem geriebenen Bergkäse bestreuen und im Ofen 40-50 Minuten goldbraun backen.


Freitag, 4. Oktober 2019

Zwetschgenkuchen mit Quark-Öl-Teig


Bei diesem Zwetschgenkuchen spielen die Zwetschgen die erste Geige. Die Reife der Zwetschgen ist sehr wichtig für das Gelingen dieses Kuchens. Es sollten Spätzwetschgen sein, die am wasserärmsten sind und die sich leicht vom Stein lösen. Ein weiteres Kriterium für einen guten Zwetschgenkuchen: der Boden muss dünn, der Belag großzügig bemessen sein. Das ist mein Haus-Zwetschgenkuchen. Dieses Mal habe ich allerdings zum ersten Mal für den Quark-Öl-Teig Weizenvollkornmehl verwendet und einfach etwas mehr Quark genommen, damit der Teig nicht zu trocken wird. Das Ergebnis war sehr lecker. Wer möchte, kann natürlich Sahne oder Saure Sahne zu dem Kuchen servieren.


Zwetschgenkuchen mit Quark-Öl-Teig

Für ein Blech

Für den Teig:
300 g Weizenvollkornmehl
1 Pck. Backpulver
200 g Quark
6 EL Öl
6 EL Milch
4 EL brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker

Für den Belag:
6 EL Paniermehl (bei mir auch Vollkorn)
1,5-2 kg Zwetschgen
100 g Mandelstifte
6 EL Zimt-Zucker-Mischung

Zunächst das Mehl und das Backpulver gesiebt in eine Schüssel geben und nacheinander die übrigen Zutaten hinzu. Alles genau 1 Minute mit den Knethaken des Rührgerats vermischen. Dann noch kurz mit den Händen zusammenkneten.

Den Teig sofort ausrollen und das gefettete Blech damit auskleiden.
Dann das Paniermehl, das den auslaufenden Saft bindet, darüberstreuen. Die Zwetschgen waschen, sehr gut abtropfen lassen oder mit Küchenpapier trocknen und mit einem Zwetschgenentkerner den Kern entfernen. Bei mir gibt es dann 4 gleichmäßige zusammenhängende Teile mit schönen Spitzen (es geht natürlich auch von Hand und man kann auch die Zwetschgenhälften auf dem Blech verteilen).
Mit der offenen Seite nach oben dicht auf den Kuchen legen. Die Mandelstifte darüberstreuen.
Im vorgeheizten OIfen bei 200° C (Ober- und Unterhitze)  etwa 30 Minuten backen. 
Erst nach dem Backen mit Zucker und Zimt bestreuen.

 Sehr lecker schmeckt er wenn er noch lauwarm ist und mit einem Klecks saurer Sahne.



Samstag, 28. September 2019

Nachgekocht aus dem Zeit-Magazin: Eintopf mit Mangold

Die Zeit ist meine bevorzugte Wochenzeitung. Mir gefällt, dass wenn ich einen Artikel lese, ich auch wirklich Hintergrundwissen zu einem Thema bekommen habe. Das hat natürlich seinen Preis - die Artikel sind meist sehr ausschweifend. Daher lese ich auch nie die ganze Zeitung, ich bin schon stolz auf mich, wenn ich auch nur einen Artikel pro Woche konzentiert gelesen habe. Das ist mein Vorsatz für jede Ausgabe, und meistens halte ich ihn ein.

Der Zeitung liegt ein Magazin bei. Darin sehe ich mir auf jeden Fall den Janosch-Cartoon an, das Rätsel (ok, zumindest wenn es im Sommer etwas zu gewinnen gibt), und das wöchentliche Rezept, das mit Bild und Kolumne geliefert wird. Klingt es interessant, bewahre ich mir die entsprechende Seite des Magazins auf. Dies war zuletzt bei einem Eintopf mit Mangold der Fall. Wegen dem Mangold. Und wegen des Eintopfs, der als "saisonunabhängig" betitelt wurde. Für mich war der richtige Zeitpunkt ein frischer Spätsommertag und zur Verwertung der letzten Mangoldstiele aus dem Gemüsegarten.


In den Eintopf kommen eine Menge verschiedener Zutaten. Viel Gemüse von Kartoffeln, Karotten und Fenchel über den namensgebenden Mangold. Aber auch kurze Pasta (das hätte ich ohne dieses Rezept als Vorlage nicht gemacht). Und er wird mit Parmesan bestreut. Wir waren uns beim Essen einig: Die Zutaten scheinen irgendwie eine lustige Kombination zu sein, und haben alle ganz verschiedene Konsistenzen, aber der Eintopf als Ganzes ist absolut stimmig. Sehr lecker. Besonders am 2. Tag. Aber auch noch am 3. Tag. Der Parmesan gibt eine schöne Würze. Das Rezept merke ich mir in jedem Fall. Hier steht es.

Samstag, 21. September 2019

Nachgemacht: Zucchini-Spaghetti mit Burrata



Mittlerweile habe ich einige Kürbisse aus meinem Garten geernet und es ist auch herbstlich draußen, also eigentlich Kürbissaison. Aber die Zucchinistöcke produzieren auch immer noch Ertrag. Und das ist gut so. Denn Irina's Rezept für Zucchini-Spaghetti mit Tomaten und Burrata musste ich einfach gleich nachmachen. Aus vielen Gründen: Ich nenne ja seit diesem Jahr einen Spiralschneider mein eigen, und Zucchini-Spaghetti habe ich viel zu lange nicht gemacht. Tomaten habe ich von der Nachbarin geschenkt bekommen. Basilikum in zwei Farben war auch noch daheim. Zudem liebe ich Burrata einfach. 

Und das Ergebnis war einfach wahnsinnig lecker. Ein wunderbar schmackhaftes (habe ich gesgt, dass ich Burrata liebe?), buntes und leichtes Abendessen für Gemüse aus dem Garten. Danke für die Inspiration, Irina.

Mittwoch, 11. September 2019

Tomaten-Nektarinen-Salat mit Hüttenkäse

Auch wenn bei mir im Garten mittlerweile die Kürbisse reif sind, noch ist Sommer. Also sollte ich schnell noch meine aktuellen Tomaten- und Zucchinirezepte verbloggen. Da gibt es nämlich noch welche, die ich für erwähenswert halte.

Als ich neulich einen gemischten Salat mit Hüttenkäse verbloggt und vom Hüttenkäse geschwärmt habe (ich halte ihn für eine hervorragende leckere und fettarme Eiweißquelle), hat mich Barbara auf einen Tomaten-Nektarinen-Salat mit Hüttenkäse aufmerksam gemacht.


Nektarinen und Tomaten ... mal wieder so eine Kombination, die ich nie von selbst ausprobiert hätte. Aber dennoch interessant klingend, und wenn es mir von einer gut bekannten Bloggerin (wenn auch nur virtuell bekannt) empfohlen wird, dann probiere ich das doch gerne aus.


Viel mehr Zutaten als im Rezeptitel genannt, kommen auch gar nicht in den Salat hinein. Also wirklich nicht kompliziert und ich habe öfter alle Zutaten da. So ging das Nachmachen sehr schnell. Und ich bin begeistert. Eine tolle Geschmackskombination. Nochmal so richtig Sommer. Der Hüttenkäse ist so schön neutral, dass das Obst und Gemüse durchkommt. Und das Basilikum passt auch super, da es nicht zu dominant ist. Mit anderem Käse wie Mozzarella könnte ich mir das auch vorstellen. Vielleicht nächstes Jahr.

Und ein kleines Detail: den Hüttenkäse vor dem Servieren leicht zu salzen und zu pfeffern ist eine hervorragende Idee. So schmeckt er schön gleichmäßig würzig. Vielen Dank für den Rezept-Tipp, Barbara.

Sonntag, 8. September 2019

Vorstellung meines Kochbuchs: "Die besten Rezepte aus der Black Forest Lodge" & Rezensionsexemplare zu verschenken


Es ist soweit! Im August 2019 ist mein Kochbuch "Die besten Rezepte aus der Black Forest Lodge - Internationale vegetarische Küche im Schwarzwald" erschienen.


Über die Entstehung des Buches:

Wie die meisten von euch wissen, habe ich mir vor ein paar Jahren ein altes Pensions- und Bauernhaus im Schwarzwald gekauft und habe dort im Juni 2016 die Black Forest Lodge eröffnet. Für meine Gäste koche und backe ich natürlich auch gerne. Frühstück wird immer angeboten, ab und zu koche ich auch abends für das ganze Haus. Bei Seminaren und Veranstaltungen biete ich manchmal auch Vollpension an. 

Beim ersten Seminar in der Black Forest Lodge vor ziemlich genau zwei Jahren ging es um das Thema Self Publishing, also wie veröffentlicht man ein Buch ohne Verlag. Bei diesem Seminar war ich weder Leiterin noch Teilnehmerin, aber ich habe die Gäste verpflegt und war dennoch interessiert am Thema und an dem, was die Teilnehmer so schreiben. Das Seminar hat mittlerweile öfter stattgefunden. Irgendwann kam die Idee auf, dass ich doch ein Kochbuch schreiben könnte. Mit den Rezepten, die ich hier wirklich koche und backe, und nach denen ich von Seminarteilnehmern und anderen Gästen immer wieder gefragt werde.

Letztes Jahr, als ich mir den  Fuß verstaucht hatte und keinen Sport machen konnte, nahm ich das Projekt in Angriff. Dieses Jahr, als ich einen Fersensporn hatte und wieder keinen Sport machen konnte, schloss ich es ab. Es hat fast ein Jahr gedauert, bis das Buch jetzt fertig vor mir liegt, aber jetzt ist es endlich so weit und ich freue mich sehr, dass ich ein Buch geschrieben habe. Das Schreiben, Fotografieren und Designen hat großen Spaß gemacht. Das Bloggen war eine ideale Grundlage für das Buch, so hatte ich schon einiges an Material zusammen. Und auch der Prozess der Veröffentlichung eines Buches und E-Books war unglaublich interessant.

Ein Buch wollte ich ja schon immer schreiben, vor einigen Jahren hätte ein Kochbuch allerdings noch nicht gezählt, da ich mich für das Thema nicht interessiert habe. Jetzt zählt es, aber vielleicht schreibe ich irgendwann auch noch ein anderes Buch.


Über das Buch:

In diesem Kochbuch habe ich verschiedene Rezepte zusammengestellt, die ich gerne für die Gäste der Black Forest Lodge zubereite. Das Individuelle und Besondere der Lodge spiegelt sich dabei genauso in der Küche wider. Viele meiner Rezepte sind durch internationale Einflüsse inspiriert.
Die leckeren und vegetarischen Rezepte sind zudem praktisch und auch für zehn bis zwölf Personen geeignet. Für alle Anlässe ist etwas dabei: von Frühstück über Kaffee und Kuchen bis hin zum Abendessen. Das Kochbuch beinhaltet über 70 bewährte und bei meinen Gästen beliebte Rezepte, jedes mit Farbfoto.


Kauf und Bestellung:

Das Buch ist gedruckt für 19,99 € und als E-Book für 4,99 € erhältlich. Es ist in jeder Buchhandlung oder bei mir direkt bestellbar und natürlich auch online erhältlich. Die Druckversion kann auch vor Ort in der Black Forest Lodge gekauft werden.


Paperback, 164 Seiten, ISBN: 9783749466863
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: 2019, Farbe: mit über 70 farbigen Rezeptabbildungen


Rezensionsexemplare:

Ich verschenke 5 Rezensionsexemplare an Foodblogger. Wenn euch interessiert, welche Rezepte ich in mein Buch gepackt habe und ihr gerne etwas daraus kochen und darüber berichten wollt, dann schreibt mir bis nächsten Freitag, den 20. September 2019, eine Mail an noplainvanillakitchen@googlemail.com - ich werde unter den Mails 5 Blogger auswählen, denen ich mein Buch zur Verfügung stelle (der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die Entscheidung liegt bei mehr als 5 Interessenten bei mir).



Freitag, 6. September 2019

Gebackene Zucchini-Parmesan-Stifte mit Quarkdip

Das folgende Rezept ist ein schönes Beispiel dafür, wie die Zucchiniflut des eigenen Gemüsegartens dazu einlädt, neue und kreative Rezepte auszuprobieren.

Einfach in der Pfanne angebratene Zucchinischeiben sind schon soo lecker" ist jetzt wirklich nicht mehr, damit kann man mich am Ende einer so starken Zucchini-Saison nicht mehr locken. Da muss schon was Neues her. Das schöne ist, dass es wirklich immer noch Rezepte gibt, die irgendwie anders sind. Zum Beispiel gibt es "Zucchini-Fries" oder "Zucchini-Pommes". Genauer gesagt handelt es sich um panierte und im Ofen gebackenen Zucchinistücke. Da unsere selbstgemachten Pommes weder in Fett herausgebacken wurden und auch dicker als normale Pommes sind, habe ich sie in Zucchini-Stifte umbenannt.

Ich habe mir auch ein eigenes Rezept mit würzigem Parmesan und ein paar Semmelbröseln aus Brotresten (ist mir lieber als Paniermehl) zusammengebastelt. Es gab einen einfachen Quarkdip dazu. Wir waren begeistert von den gebackenen Zucchini-Stiften. Die Konsistenz der Zucchini war super, weder zu weich, noch zu hart, aber ein saftiger-Zucchini-Geschmack. Und darüber eine krosse "Panade". Und alles ohne viel Fett ... wow! Wer etwas Neues mit Zucchini machen will, sollte dieses Rezept ausprobieren.


Gebackene Zucchini-Parmesan-Stifte und Quarkdip

für 2 Portionen

für die Zucchini-Stifte:
600 g Zucchini
50 g Mehl
2 Eier
Salz, Pfeffer
50 g Parmesan
ca. 50 g Semmelbrösel aus einem alten Brötchen

für den Dip:
250 g Quark
1/2 EL Zitronensaft
etwas frischer, gehackter Schnittlauch (und/oder Petersilie)
Salz, Pfeffer

Die Zucchini waschen und die Enden abschneiden. Die Zucchini längs in ca. 8 cm lange Stücke schneiden. Aus diesen Stücken ca. 1 cm dicke Stifte schneiden.
Für das Panieren drei große, etwas tiefe Teller bereitstellen. Auf dem ersten Teller das Mehl verteilen. Dann die Eier verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen, und die Masse in den zweiten Teller geben. Das Brötchen für die Semmelbrösel mit einer Reibe fein reiben. Den Parmesan ebenso fein reiben. Beides vermischen und auf dem dritten Teller bereitlegen.

Den Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.

Die Zucchini-Stifte einzeln zunächst im Mehl wälzen, dann in der Eiermasse, und zuletzt in der Semmelbrösel-Parmesan-Mischung. Die Stifte auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bachblech legen. Für ca. 30-35 Minuten im Ofen backen, bis die Stifte schön kross sind.

Während dessen die Zutaten für den Dip vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen.


Und nun noch ein Bild der "Parmesan-Semmelbrösel-Eier-Frikadelle" aus den Resten der Panade.  In Butter herausgebacken. Sie hat mich vom Aussehen und der Konsistenz total an eine Frikadelle erinnert. Und durch den Parmesan auch so richtig würzig geschmeckt. Für mich als Vegetarier schon fast zu sehr nach Frikadelle ... (vegane Burger sind hier gerade ein großes Thema, dazu aber ein ander Mal mehr).

Sonntag, 1. September 2019

Ein schönes Grundrezept: Vollkorn-Quark-Brötchen


Als mein Vater mich neulich in der Lodge besucht hat, gab es morgens jeweils einen Backkurs für mich, sodass wir pünktlich zum Frühstück frisch gebackene Brötchen auftischen konnten. Den Backkurs hatte ich mir gewünscht, da ich mich gerne von verschiedenen erfahrenen Bäckern mit ihren Rezepten, aber auch mit ihrer praktischen Expertise bereichern lasse.

Ein Rezept, das wir gebacken haben, sind die Vollkorn-Quark-Brötchen nach dem Rezept aus einem der Backkurse meines Vaters. Quarkwecken, auch mit Vollkornmehl, habe ich schon oft nach diesem Rezept gebacken. Im folgenden Rezept wird Hefe verwendet anstatt Backpulver, aber dennoch muss der Teig nur ca. 30 Minuten gehen (etwas weniger geht sogar auch), sodass man ihn auch früh morgens ansetzen kann und nur kurz warten muss, bis man die Brötchen formen kann. In das Rezept kommt Backmalz- hatte ich davor noch nicht gehört - nun aber recherchiert: Es soll die Gärung mit der Hefe beschleunigen und die Krumen- und Krusteneigenschaften des Teiges verbessern. Kann sicher nicht schaden, denke ich mir, es sollte aber bestimmt auch ohne Backmalz gehen. Einen Brötchenstempel habe ich auch zum ersten Mal benutzt, die Form der Brötchen gefällt mir sehr gut, sodass ich den Stempel ab jetzt sicher öfter benutzen werde, auch wenn dieser ebenfalls nicht zwingend notwendig ist für ein gutes Backergebnis.

Die Gäste lieben frisch gebackene Brötchen am Morgen ... ich auch. Die rein aus Vollkornmehl bestehenden Brötchen werden durch den Quark auch schön saftig und überhaupt nicht trocken. Ich werde sie sicher öfter backen.


Vollkorn-Quark-Brötchen

für ca. 12 Stück

625 g Vollkornmehl
14 g Salz
12 g Backmalz
125 g Quark
1/2 Würfel Hefe
325 ml lauwarmes Wasser

Mehl, Salz, Backmalz und Quark in eine Schüssel geben. Die Hefe in das lauwarme Wasser bröseln und umrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Die Hefe-Wasser-Mischung zu den anderen Teigzutaten geben und so lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Diesen in einer Schüssel mit einem Geschirrtuch abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 250°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Teig in Stücke mit 80-85 g teilen. Aus den Teigstücken Brötchen formen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Evtl. mit einem Brötchenstempel in Sternform Muster auf die Brötchen stechen (den Stempel dazu vorher in Mehl tauchen).

Die Brötchen 15-18 Minuten im Ofen backen.

Mittwoch, 28. August 2019

Eine würdige Verwendung für die eigenen Kohlrabi: Gefüllte Kohlrabi mit Karottensauce

Gefülltes Gemüse gibt es bei mir selten, da mir diese Zubereitungsart in der Regel einfach zu umständlich ist. Das Rezept aus dem Schrot&Korn-Kochbuch (aus dem ich bekanntlich viel koche) für gefüllte Kohlrabi mit Karottensauce, habe ich hingegen schon seit Jahren mit einem "To-Do-Marker" versehen. Immer wieder habe ich es gesehen, sogar die Zutaten eingekauft, die Kochaktion letztendlich aber nie angepackt. 

Letztes Wochenende wurde das Rezept dann endlich, endlich ausprobiert. In meinem Gemüsegarten wurden dieses Jahr Kohlrabi angebaut, allerdings habe ich mir wenig Hoffnung gemacht, schmackhaftes Gemüse zu ernten. Ich war mir fast sicher, dass sie holzig schmecken würden bzw. von den Schnecken löchrig gefressen worden sind. Nach der Ernte dann die Überraschung ... die Knollen sind noch gut. Also hatte das eigene Gartengemüse auch eine würdige Verwendung verdient ... da lag das Rezept mit den gefüllten Kohlrabi nahe. 


Die Zubereitung war etwas aufwendig, ja. Die Kohlrabi müssen ja gekocht und ausgehöhlt werden, um in den nächsten Schritten befüllt und gebacken zu werden. Die Riesen-Kohlrabis aus meinem Garten waren dafür sicher nicht prädestiniert (die wurden ca. 1 Stunde gekocht), aber auch das Aushöhlen ging letztendlich, ich habe einfach ein Loch durch die Mitte geschnitten, wie beim Entkernen eines Apfels. Das Rezept eignet sich auf jeden Fall für eine Kochaktion zu zweit, da wirklich zwei Leute parallel arbeiten können.

Wir haben Bulgur anstatt Hirse verwendet, ich denke, dass man so ziemlich jedes Korn verwenden kann. Der würzige Gouda passt super zum milden Gemüse. Und edel aussehen tut das Ergebnis aus. Sprich, der Aufwand hat sich definitiv gelohnt!

Dienstag, 20. August 2019

Rohkost mit Hüttenkäse


Hüttenkäse steht fast immer auf meinem Einkaufszettel. Für gewöhnlich ist er Grundbestandteil sämtlicher Brotaufstriche: Avocacdo-Hüttenkäse-Aufstrich, oder Tomaten-Hüttenkäse oder Rote-Bete-Hüttenkäse ... Als Beigabe zum Salat hatte ich ihn schon länger nicht mehr verwendet - bis ich den Rezepttitel "Rohkost mit Hüttenkäse" in meinem Schrot-und-Korn-Kochbuch las. Diese erwecke sofort meine Aufmerksamkeit. Man muss sich ja nicht genauestens an die Zutatenliste halten, aber für mich war es der Auslöser, mein Gemüse einmal ganz schön fein zu schneiden und schön anzurichten. Und mein Haselnussöl und die Haselnusskerne zu kombinieren (das mache ich auch gerne mit Walnüssen). Und natürlich, den Hüttenkäse im Salat zu verwenden. An meinem schön angerichteten Teller habe ich mich sehr gefreut, sodass die Rohkostplatte noch besser geschmeckt hat.

Das Originalrezept steht hier. Ich habe die Kräuter aus meinem Gemüsegarten genommen, die zur Hand waren und das Traubenkernöl weggelassen.

Samstag, 10. August 2019

Garten-Kräuterbutter

Auch wenn in meinem Gemüsegarten nicht alle Kräuter, die dort wachsen sollen, auch schön wachsen (Basilikum und Petersilie werden von den Schnecken einfach zu gerne gemocht), so gibt es doch ein paar Sorten, die sich ganz toll entwickeln (Schnittlauch gibt es in meinem Garten an jeder Ecke und der Salbei wächst jeden Sommer zu einem Busch heran). Um die Kräuter zu verwenden, kam mir die Idee, meinen Gästen abends zur Suppe neben Brot noch eine Kräuterbutter zu servieren. Da ich selbst außer Bärlauchbutter noch nie Kräuterbutter hergestellt habe, nutzte ich die Gelegenheit, meiner Kollegin über die Schulter zu schauen. Weil sie sehr gut kochen kann, fragte ich sie, ob sie einmal Kräuterbutter machen würde. Da wir an jenem Morgen gerade Leerlauf hatten, da die Gäste noch in ihren Zimmern waren und diese noch nicht gereinigt werden konnte, war das der ideale Moment.

Meine Kollegin kam mit Schnittlauch, Salbei, Thymian und Borretschblüten aus dem Gemüsegarten zurück (natürlich kann man auch andere Gartenkräuter verwenden). Sie hat die Kräuter zusammen mit Zwiebel und Knoblauch püriert, wodurch die Butter eine sehr schöne Farbe bekommt. Wider Erwarten hat sie auch nur ganz dezent nach Knoblauch und Zwiebeln geschmeckt (also wirklich so, dass man sie den Gästen ohne Vorwarnung vorsetzen kann). Und wichtig ist auch, dass nur wenig Salz und Pfeffer verwendet wurde, sodass der Kräutergeschmack nicht übertönt wurde. Ja, und was die Deko angeht, habe ich auch wieder was gelernt: es sind die ganz kleinen Dinge, die doch einen großen Unterschied machen! Die Butterschälchen sahen so hübsch aus. Zum Glück habe ich mir das Rezept gleich aufgeschrieben.


Garten-Kräuterbutter

200 g weiche Butter
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Kräuter aus dem Garten (bei mir Schnittlauch, Salbei, Thymian und Borretschblüten)
wenig Salz und Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch schälen und grob hacken. Die Kräuter waschen und grob hacken. Zwiebel, Knoblauch und Kräuter im Mixer pürieren. Zusammen mit der Butter in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät verrühren. Mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen.

Freitag, 2. August 2019

Der einfachste Smoothie überhaupt: Zucchini-Buttermilch

Wenn der Gemüsegarten von einer Sorte so richtig reiche Erträge bringt, dann wird man irgendwann richtig kreativ, was die Verwertung angeht. Zucchini sind ja bekanntermaßen sehr gelingsicher, also ist die Zucchinischwemme in diesem Jahr nichts neues. Bei den Johannisbeeren hingegen war ich ganz überrascht, als gestern schon fast keine Beeren mehr an den Sträuchern hingen, da war die Ernte im letzten Jahr viel reicher. Und ich hatte mir doch schon ein neues Kuchenrezept bereitgelegt. Das wird dann im nächsten Jahr probiert.

Den Zucchini kann man jedenfalls beim Wachsen zuschauen. So kam mir Barbara's Anregung für die Zucchini-Buttermilch gerade recht. Zucchini sind so vielseitig einsetzbar, das ist klasse. Sie haben mir im einfachsten Smoothie, den ich mir vorstellen kann, ausgezeichnet geschmeckt! Danke für die Inspiration, Barbara!


Das "Rezept" ist ganz einfach: Man püriert ein paar Zucchinistücke mit Buttermilch. Ich habe noch etwas Ahornsirup hinzugefügt und das Ganze so getrunken (was eher eine Ausnahme ist, da ich nicht regemäßig Smoothies mixe). Aber man kann die Buttermilch auch für's Müsli verwenden, wie Barbara es getan hat.

Mittwoch, 31. Juli 2019

Zwischen Pudding und Kuchen: Johannisbeer-Clafoutis

Die Johannisbeersträuche in meinem Garten sind wieder behangen mit vielen roten, knallroten Beeren. Nun ist auch mitten im Schwarzwald Johannisbeersaison!

Ich finde es ja gar nicht so einfach, gute Rezepte zur Verwertung von Johannisbeeren zu finden. Nun gut, ich habe mein bewährtes Rezept für Johannisbeerkuchen, welches ich gerne mache, auch im Winter mit tiefgefrorenen Beeren aus dem Garten. Die Johannisbeermarmelade mit Bananen und Rum mache ich auch regelmäßig. Aber sonst habe ich nicht so viel Rezepte in Petto. Und ich brauche auch wirklich Rezepte, in die mehr als 50 g Alibi-Johannisbeeren (neben 200 g Marmelade oder Zucker) kommen.

Gestern habe ich zwei neue Rezepte ausprobiert. Einmal Muffins, die ich allerdings etwas langweilig fand. Und Clafoutis. Ich mag ja die Konsistenz dieser französischen Speise, die irgendwo zwischen Pudding und Kuchen liegt. Anstatt klassisch mit Kirschen habe ich den Clafoutis diesmal mit Johannisbeeren gebacken. Und ich bin mehr als Begeistert, wie die sauren Johannisbeeren zum süßen Teig passen. Und schön aussehen tut es auch. Also, Clafoutis gibt es bald wieder - in der Saison mit Johannisbeeren und danach mit anderem Obst.


Johannisbeer-Clafoutis

200 g Johannisbeeren
4 Eier
90 g Zucker
1 Prise Salz
120 g Mehl
175 ml Milch
Puderzucker zum Bestreuen

Die Johannisbeeren entstielen, waschen und trocken tupfen. Beiseite stellen.
Den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. In einer Schüssel zuerst die Eier mit dem Zucker und die Prise Salz für ca. 2 Minuten schaumig schlagen. Das Mehl hinzufügen und weiterrühren. Als letztes die Milch langsam und unter Rühren hinzufügen. Zum Schluss die Johannisbeeren mit einem Löffel untermengen

Den Teig in eine gefettete Auflaufform (bei mir 18 x 25 cm) geben und 35 Minuten backen.. Nach dem Abkühlen etwas Puderzucker darübersieben.

Dienstag, 23. Juli 2019

Alles kann zu Pesto werden, auch Schnittlauch: Ein Rezept für Schnittlauch-Pesto

Mittlerweile habe ich schon ziemlich viele Kräuter- und Gemüsesorten einmal zu Pesto verarbeitet: Giersch, Paprika, Karotten, Avocado, Spargel, und natürlich auch klassisch Basilikum. Das Grundrezept ist einfach. Etwas Käse, Nüsse, Öl und Gewürze dazu und alles vermixen. Das Ergebnis ist immer äußerst lecker - auch wenn das Zerkleinern des schönen Gemüses manchmal fast weh tut. Pesto verwende ich nicht nur als Nudelsauce, sondern auch als Brotaufstrich oder Dipp oder zur Garnitur.

In meinem Gemüsegarten gibt es immer Unmengen an Schnittlauch. Für was kann man den in großen Mengen nutzen? Pesto zum Beispiel.

Dieses Pesto ist auch für Leute interessant, die keinen Knoblauch mögen oder essen wollen. Durch den Schnittlauch erhält das Pesto eine gewisse Schärfe, allerdings sehr viel weniger krass als durch rohen Knoblauch.


Schnittlauch-Pesto

60 g Schnittlauch
35 g Sonnenblumenkerne
75 g Pecorino
75 ml Rapsöl
Salz
Pfeffer

Den Schnittlauch waschen, die strohigen Enden abzupfen und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Die Sonnenblumenkerne ohne Öl in einer Pfanne anrösten. Den Pecorino reiben. Dann alle Zutaten mit dem Mixer pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Samstag, 13. Juli 2019

Leichter als gedacht: Ratatouille

Es gibt immer noch Gerichte, bzw. Klassiker, die ich seit Jahren, oder so langsam auch Jahrzehnten kochen will ... und es noch nicht getan habe. Ein solcher Klassiker war bis heute Abend Ratatouille. Im Sommer ist der französische Gemüseeintopf mit Zucchini, Auberginen, Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch einfach ein Traum.

Sowas in der Art wie Ratatouille habe ich schon öfter gemacht. Aber das Ratatouille-Projekt ist bisher immer daran gescheitert, dass ich mir wegen des Rezeptes unsicher war. Die Rezepte, in denen jede Gemüsesorte hintereinander unter Verwendung von insgesamt 3 Liter Öl angebraten wird, ist mir zu aufwendig und zu fettig. Ich habe viele Rezepte in der Art gesehen. Ein weiteres Problem von mir war, dass ich nicht wusste, in welcher Reihenfolge ich das Gemüse in den Topf geben sollte. Und natürlich kocht man Ratatouille nur im Sommer, wenn Tomaten und Zucchini und das restliche Gemüse auch Saison haben ... so kam es lange nicht dazu. In einem Buch über die französische Küche bin ich dieses Frühjahr allerdings auf ein Rezept gestoßen, welches mir gefallen hat. Und da bei mir nun die ersten Zucchini im Garten reif sind, gab es eeeeendlich Ratatouille bei mir.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Rezept. Bis auf Gemüse schnibbeln geht das alles sehr fix in der Zubereitung und schmort (wichtig) dann langsam vor sich hin. Heraus kommt Gemüse pur als aromatischer Eintopf. Frische Kräuter sind noch wichtig, ich habe mal alles genommen, was der Garten hergibt, bzw. Majoran getrocknet.

In meinem Grundlagenrezept wird präferiert vorgeschlagen, das Ratatouille im Ofen zu garen. Und die Tomaten soll man häuten. Also ich weiß nicht, ob das nötig ist, bin aber motiviert, Ratatouille auf diese Art und Weise zum Vergleich nochmal auszuprobieren. Lecker ist es sicher immer.


Ratatouille

für 4 Portionen

2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
4 kleine Zucchini
2 Auberginen
4 Paprikaschoten
4 Fleischtomaten
8 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Kräuter (Thymian, Rosmarin, Majoran, Petersilie ... )

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und feinhacken.
Die Zucchini längs vierteln und dann in Stücke schneiden. Die Aubergine in Ringe schneiden und diese dann zu Würfeln schneiden. Die Paprika entkernen und in Stücke schneiden, bei den Tomaten den Strunk entfernen und diese dann ebenfalls kleinschneiden.

In einem Topf das Öl erhitzen. Zunächst die Zwiebeln und den Knoblauch darin 2 Minuten anbraten. Dann Auberginen- und Paprikastücke in den Topf geben und für weitere 2 Minuten mitbraten. Zucchini und Tomaten hinzufügen, alles 2 weitere Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nun die Herdtemperatur stark reduzieren, einen Deckel auf den Topf setzen und den Eintopf ca. 50 Minuten bei niedriger Temperatur schmoren lassen. Dazwischen 1-2 Mal umrühren. Kurz vor dem Servieren die Kräuter untermengen.

Montag, 1. Juli 2019

Graupenrisotto mit mariniertem Schafskäse

Auslöser, daß ich an dieses geniale Rezept gekommen bin, war eine angebrochene Packung von Gerstengraupen, die ich wegen eines Gerichtes meiner Schwiegermama (87 Jahre) gekauft habe.
Sie hat für uns eines Tages "gefülltes Kraut" gekocht. Das ist Sauerkraut mit Hackfleichbällchen, die u.a. Graupen enthalten. Ich hatte noch nie vorher was von Graupen gehört und sie auch nie beim Einkaufen beachtet. Zuerest habe ich recherchiert was Graupen überhaupt sind:

Graupen (seit dem 17. Jahrhundert belegt; vermutlich aus dem slawischen krupa für „Graupe, Grütze, Hagelkorn“), auch Gräupchen, Roll- oder Kochgerste genannt, sind ein Nährmittel aus geschälten, polierten Gersten- oder Weizenkörnern von runder, halb- oder länglich-runder Form.


Dann habe ich nach einem Rezept gesucht. Man findet es hier.
Genial, daß ich zufällig an das Rezept von dem berühmten Starkoch Yotam Ottolenghi geraten bin. Das Risotto ist soooooo lecker und der mit Schwarzkümmel und Olivenöl  marinierte Schafskäse passt einfach hervorragend dazu. Skeptisch war ich allerdings wegen der Menge an Zitronenschale die ins Risotto kommt. Ich habe "nur" eine Zitrone verwendet, aber ich denke die im Rezept angegebene Menge passt!
 
Allgemein habe ich festgestellt, daß sich Graupen sehr gut für Risotto eignen. Es wird wunderbar sämig.

der marinierte Schafskäse

Montag, 24. Juni 2019

Gougères mit Fourme d'Ambert

Letzten Herbst wurde ich von HeimGourmet gefragt, ob ich die französische Käsesorte Fourme d'Ambert testen möchte. Ich sagte natürlich ja und lernte den milden Blauschimmelkäse aus Frankreich kennen und lieben (z.B. als Pastasauce). Nun wurde ich wieder gefragt, ob ich gegen ein Kilo Käse ein Rezept kreieren möchte. Und ich sagte natürlich wieder ja.


Dieses Mal habe ich kleine Gougères gebacken, eine Art Käse-Windbeutel. Die Idee kam mir durch die Gougère de Bourgogne, welche ich gerne in Kuchenform nach dem Rezept meiner Mama backe. Warum den Klassiker nicht mal in Klein backen, dachte ich mir. Und vielleicht geht es auch mit Fourme d'Ambert. Ich habe es getestet, indem ich das Rezept ein wenig abgewandelt habe. Und es hat wunderbar geklappt. Der Brandteig ließ sich sehr gut verarbeiten und die Kugeln sind sehr schön aufgegangen. Frisch aus dem Ofen schmecken sie mir am allerbesten, aber man kann sie auch kalt genießen. Süß aussehen tun sie ebenfalls. Durch den Fourme d'Ambert schmecken sie ganz besonders, eben dezent nach Blauschimmelkäse und schön würzig. Wer Gougères nicht kennt, wird überrascht sein, da sich in den kleinen Kügelchen oder Mini-Brötchen kein richtiger Brotteig, sondern ein luftiger Windbeutelteig verbirgt. Auch ein schönes Mitbringsel für eine Grillparty.

Eine Anmerkung zur Herstellung: Es ist nicht schwer, Brandteig herzustellen, keine Scheu. Die einzelnen Arbeitsschritte folgen allerdings sehr schnell aufeinander und man hat keine großen Wartezeiten zwischendrin, daher empfiehlt es sich, die Zutaten im Voraus abzuwiegen und bereitzustellen.


Gougères mit Fourme d'Ambert

für ca. 20 Stück 

80 g Fourme d'Ambert
150 ml Wasser 
50 g Butter
1/2 TL Salz
125 g Mehl
2 Eier
weißer Pfeffer
1 Prise Cayennepfeffer (optional)
1 Eigelb

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Fourme d'Ambert in 1-2 cm große Würfel schneiden und erst einmal beiseite stellen. Die Butter und das Mehl abwiegen und bereitstellen.

Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, die Butter in den Topf geben und mit Salz würzen. Wenn alles zusammen kocht, den Topf von der Herdplatte nehmen. Das Mehl auf ein Mal in den Topf geben und alles sehr schnell mit einem Rührgerät zu einer homogegen Masse verrühren, ca. 1-2 Minuten rühren. Nun die Eier nacheinander einrühren. Dann die Käsewürfel dazugeben und rühren, bis sie schmelzen. Mit dem weißem Pfeffer und Cayennepfeffer würzen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig mit zwei in Wasser getauchtenTeelöffeln portionsweise auf dem Backblech verteilen. Auf ein Backblech passen ca. 20 Stück.

Die Teigkugeln anschließend mit Eigelb bestreichen. Ca. 30 Minuten im Ofen backen.

Die Gougères mit Fourme d'Ambert schmecken direkt aus dem Ofen noch warm äußerst lecker, aber man kann sie auch kalt wunderbar essen.

Man kann die Rezeptmenge problemlos verdoppeln und zwei Bleche mit Gougères backen.

Freitag, 14. Juni 2019

Nach der Spargelsaison: Couscous mit Peperonata

Die Spargelsaison 2019 neigt sich so langsam dem Ende zu. Ich habe sie wohl mehr denn je ausgekostet - es gab ganz oft Spargel mit Kartoffeln und Sauce Hollandaise - gelingsicher aus dem Thermomix (für dieses Gericht schätze ich das Gerät sehr). Nun kann aber auch mal wieder anderes Gemüse auf den Tisch. Zum Beispiel Paprika. Wie so oft ist die Inspiration für "Couscous mit Peperonata" aus dem Schrot-und-Korn-Kochbuch, das einen tollen Fundus an vegetarischen, besonderen Hauptgerichten bietet.


Nun zum Rezept: in die Gemüsesauce aus Paprika, Tomaten und Karotten werden Kapern gemengt, was dem Gericht das Gewisse Extra gibt. Der zitronige Couscous passt sehr gut und die Kräuter in Form von Minze und Basilikum sorgen für einen grünen Farbakzent und eine weitere besondere, frische Geschmacksnote. Das Rezept ist hier zu finden. Bei der Zubereitung habe ich allerdings weder die Paprika noch die Tomaten vorgegart und geschält. Ich hab es mir einfach gemacht und das Gemüse einfach gewaschen und kleingeschnitten. Und das war genau so richtig lecker.

Montag, 3. Juni 2019

Golden-Milk auch als Kuchen

"Golden Milk, heiße Milch mit Kurkuma, Zimt, Ingwer, Pfeffer und Kardamom ist ja total angesagt. Golden-Milk-Kuchen ist mindestens genauso lecker. Und da in unserer Familie "trockene" Kuchen (bloß keine Sahne) derzeit auch sehr angesagt sind, wurde dieser Kuchen mit Begeisterung angenommen. Er hat durch die Zugabe von 10 g gemahlenen Kurkuma eine extrem schöne gelbe Farbe und die Gewürze, vor allem Ingwer und der schwarze Pfeffer geben ihm den Pfiff. Dieses Rezept wurde mal als Lieblingsrezept in der Zeitschrift Brigitte veröffentlicht. Es könnte auch meines werden.


Golden-Milk-Kuchen

375 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
40 g kandierter Ingwer
250 g weiche Butter
190 g Zucker
50 g Honig
10 g Kurkumapulver (ca. 2 EL)
1 TL Zimtpulver
1/2 TL Kardamompulver
 1/2 - 3/4 TL frisch gemahlener Pfeffer
1 Prise Salz
5 Eier
75 ml Milch
Puderzucker zum Bestäuben
Butter für die Form

Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Kranzform oder Gugelhupfform gründlich mit Butter einfetten. Mehl und Backpulver mischen, Ingwer fein hacken.

Butter, Zucker, Honig, Ingwer, Kurkuma, Zimt, Kardamom, Pfeffer und Salz mit dem Handrührgerät mindestens 5 Minuten hellcremig schlagen. Die Eier nacheinander gut unterrühren. Dann die Mehlmischung im Wechsel mit der Milch auf kleinster Stufe unterrühren.

Den Teig in die vorbereitete Kuchenform geben und etwa 55-70 Minuten backen.

Kuchen in der Form etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Dann aus der Form stürzen und vollständig abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestreuen und servieren.

Freitag, 24. Mai 2019

Rhabarber trifft Marzipan - noch eine Tarte

Wie wenn wir noch nicht genug Rhabarber-Rezepte hätten. Meine Begeisterung für diese schönen Stangen (die Blätter finde ich übrigens noch schöner als Blumen in der Vase) wächst von Jahr zu Jahr. Bei jedem Einkauf nehme ich vorsorglich gleich mal eine Portion nach Hause. Und immer fällt mir was damit ein. 

Dieses Mal eine Tarte. Besonders an dem Rezept finde ich, daß auf den Mürbeteig eine Marzipanplatte gelegt wird. Dadurch bleibt der Teig trotz des saftigen Rhabarbers knusprig.
Außerdem finde ich die Farbkombi des Rhabarbers und der Pistazien auch für das Auge sehr schön.

Mein Mann hat beim Verzehr der Tarte verlauten lassen: "Die Marzipansüße bändigt die Säure des Rhabarbers." Wenn man so poetisch urteilt, muss der Kuchen geschmeckt haben!


Das Rezept findet man hierIch habe allerdings reines Dinkelvollkornmehl und 10 g Butter mehr für den Teig verwendet.

Dienstag, 21. Mai 2019

Ein gesunde Variante des Burgers: mit Linsen und Grünkern


    
An dieses Rezept bin ich wieder ganz zufällig gekommen, als ich im Herbst ein Säckchen von den bei uns berühmten Höri-Bülle-Zwiebeln gekauft habe.
Der Anbau der Höri-Bülle ist auf die Halbinsel Höri begrenzt. Diese liegt am westlichen Ende des Bodensees zwischen dem deutschen Radolfzell und dem schweizerischen Stein am Rhein.

Ich hatte mir vorgenommen, etwas Besonderes mit diesen aromatischen milden Zwiebeln zu machen.  Letztendlich habe ich  die Zwiebeln für den normalen Bedarf verbraucht, aber das Rezept der Höri-Bülle-Verpackung ist in meinem Rezeptevorrat gelandet und jetzt erst habe ich es geschafft, das Rezept allerdings mit einer normalen Zwiebel auszuprobieren. Ich bin überzeugt, in diesem Fall schmälert es den Erfolg dieses Rezepts nicht.

noch nicht angebraten

für 12 Burger

200 g gekochte Alblinsen
50 g gekochter Grünkern
50 g Karotte, geraspelt
100 g Pastinake, geraspelt
50 g geriebener Bergkäse
2 Eier
2 EL Tomatenmark
2 EL Senf
Salz
schwarzer Pfeffer
2-3 EL gehackte Kräuter (Schnittlauch, Thymian, Petersilie)
50 g Vollkornbrösel
20 g Haferflocken
1 EL Sesamsamen, hell
1 Knoblauchzehe
1 mittelgroße Höri-Bülle-Zwiebel

Zwiebel und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Die Pastinake und Karotte raspeln. Allen in einer Pfanne mit etwas Öl 5-6 Minuten unter Rühren braten. Die gekochten Linsen mit dem gekochten Grünkern mit einem Pürierstab oder im Mixer grob pürieren. Das gebratene Gemüse mit dem Linsenpüree in einer Schüssel mischen. Gehackte Kräuter, Eier, Senf, Tomatenmark, Sesam, Haferflocken, Semmelbrösel und geriebenen Käse zugeben. Alles gründlich vermischen, Mit Salz und Pfeffer würzen.

Aus der Linsenmasse 12 Küchlein formen. In einer beschichteten Pfanne auf jeder Seite 6-8 Minuten in Öl goldgelb braten.

Bei uns gab es die Burger an zwei darauffolgenden Tagen zum Mittagessen.
Den ersten Tag mit Salat und Dipp, den zweiten Tag mit Gemüse und Quinoa.
Variante 1 knackig und frisch war unser Favorit!!

Die Burger sind gut zu machen. Die Masse hält schön zusammen und die Zutaten ergeben einen harmonischen würzigen Geschmack. Sie sind auch nicht trocken und haben uns sehr gut geschmeckt.

Die Burger in einem Dinkelvollkornbrötchen mit Salatblatt, Gurken- und Tomatenscheiben
und etwas Dipp kann sich auch sehr gut vorstellen.

Mittagessen Tag 1

Mittagessen Tag 2