Samstag, 13. Juli 2019

Leichter als gedacht: Ratatouille

Es gibt immer noch Gerichte, bzw. Klassiker, die ich seit Jahren, oder so langsam auch Jahrzehnten kochen will ... und es noch nicht getan habe. Ein solcher Klassiker war bis heute Abend Ratatouille. Im Sommer ist der französische Gemüseeintopf mit Zucchini, Auberginen, Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch einfach ein Traum.

Sowas in der Art wie Ratatouille habe ich schon öfter gemacht. Aber das Ratatouille-Projekt ist bisher immer daran gescheitert, dass ich mir wegen des Rezeptes unsicher war. Die Rezepte, in denen jede Gemüsesorte hintereinander unter Verwendung von insgesamt 3 Liter Öl angebraten wird, ist mir zu aufwendig und zu fettig. Ich habe viele Rezepte in der Art gesehen. Ein weiteres Problem von mir war, dass ich nicht wusste, in welcher Reihenfolge ich das Gemüse in den Topf geben sollte. Und natürlich kocht man Ratatouille nur im Sommer, wenn Tomaten und Zucchini und das restliche Gemüse auch Saison haben ... so kam es lange nicht dazu. In einem Buch über die französische Küche bin ich dieses Frühjahr allerdings auf ein Rezept gestoßen, welches mir gefallen hat. Und da bei mir nun die ersten Zucchini im Garten reif sind, gab es eeeeendlich Ratatouille bei mir.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Rezept. Bis auf Gemüse schnibbeln geht das alles sehr fix in der Zubereitung und schmort (wichtig) dann langsam vor sich hin. Heraus kommt Gemüse pur als aromatischer Eintopf. Frische Kräuter sind noch wichtig, ich habe mal alles genommen, was der Garten hergibt, bzw. Majoran getrocknet.

In meinem Grundlagenrezept wird präferiert vorgeschlagen, das Ratatouille im Ofen zu garen. Und die Tomaten soll man häuten. Also ich weiß nicht, ob das nötig ist, bin aber motiviert, Ratatouille auf diese Art und Weise zum Vergleich nochmal auszuprobieren. Lecker ist es sicher immer.


Ratatouille

für 4 Portionen

2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
4 kleine Zucchini
2 Auberginen
4 Paprikaschoten
4 Fleischtomaten
8 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Kräuter (Thymian, Rosmarin, Majoran, Petersilie ... )

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und feinhacken.
Die Zucchini längs vierteln und dann in Stücke schneiden. Die Aubergine in Ringe schneiden und diese dann zu Würfeln schneiden. Die Paprika entkernen und in Stücke schneiden, bei den Tomaten den Strunk entfernen und diese dann ebenfalls kleinschneiden.

In einem Topf das Öl erhitzen. Zunächst die Zwiebeln und den Knoblauch darin 2 Minuten anbraten. Dann Auberginen- und Paprikastücke in den Topf geben und für weitere 2 Minuten mitbraten. Zucchini und Tomaten hinzufügen, alles 2 weitere Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Nun die Herdtemperatur stark reduzieren, einen Deckel auf den Topf setzen und den Eintopf ca. 50 Minuten bei niedriger Temperatur schmoren lassen. Dazwischen 1-2 Mal umrühren. Kurz vor dem Servieren die Kräuter untermengen.

Montag, 1. Juli 2019

Graupenrisotto mit mariniertem Schafskäse

Auslöser, daß ich an dieses geniale Rezept gekommen bin, war eine angebrochene Packung von Gerstengraupen, die ich wegen eines Gerichtes meiner Schwiegermama (87 Jahre) gekauft habe.
Sie hat für uns eines Tages "gefülltes Kraut" gekocht. Das ist Sauerkraut mit Hackfleichbällchen, die u.a. Graupen enthalten. Ich hatte noch nie vorher was von Graupen gehört und sie auch nie beim Einkaufen beachtet. Zuerest habe ich recherchiert was Graupen überhaupt sind:

Graupen (seit dem 17. Jahrhundert belegt; vermutlich aus dem slawischen krupa für „Graupe, Grütze, Hagelkorn“), auch Gräupchen, Roll- oder Kochgerste genannt, sind ein Nährmittel aus geschälten, polierten Gersten- oder Weizenkörnern von runder, halb- oder länglich-runder Form.


Dann habe ich nach einem Rezept gesucht. Man findet es hier.
Genial, daß ich zufällig an das Rezept von dem berühmten Starkoch Yotam Ottolenghi geraten bin. Das Risotto ist soooooo lecker und der mit Schwarzkümmel und Olivenöl  marinierte Schafskäse passt einfach hervorragend dazu. Skeptisch war ich allerdings wegen der Menge an Zitronenschale die ins Risotto kommt. Ich habe "nur" eine Zitrone verwendet, aber ich denke die im Rezept angegebene Menge passt!
 
Allgemein habe ich festgestellt, daß sich Graupen sehr gut für Risotto eignen. Es wird wunderbar sämig.

der marinierte Schafskäse

Montag, 24. Juni 2019

Gougères mit Fourme d'Ambert

Letzten Herbst wurde ich von HeimGourmet gefragt, ob ich die französische Käsesorte Fourme d'Ambert testen möchte. Ich sagte natürlich ja und lernte den milden Blauschimmelkäse aus Frankreich kennen und lieben (z.B. als Pastasauce). Nun wurde ich wieder gefragt, ob ich gegen ein Kilo Käse ein Rezept kreieren möchte. Und ich sagte natürlich wieder ja.


Dieses Mal habe ich kleine Gougères gebacken, eine Art Käse-Windbeutel. Die Idee kam mir durch die Gougère de Bourgogne, welche ich gerne in Kuchenform nach dem Rezept meiner Mama backe. Warum den Klassiker nicht mal in Klein backen, dachte ich mir. Und vielleicht geht es auch mit Fourme d'Ambert. Ich habe es getestet, indem ich das Rezept ein wenig abgewandelt habe. Und es hat wunderbar geklappt. Der Brandteig ließ sich sehr gut verarbeiten und die Kugeln sind sehr schön aufgegangen. Frisch aus dem Ofen schmecken sie mir am allerbesten, aber man kann sie auch kalt genießen. Süß aussehen tun sie ebenfalls. Durch den Fourme d'Ambert schmecken sie ganz besonders, eben dezent nach Blauschimmelkäse und schön würzig. Wer Gougères nicht kennt, wird überrascht sein, da sich in den kleinen Kügelchen oder Mini-Brötchen kein richtiger Brotteig, sondern ein luftiger Windbeutelteig verbirgt. Auch ein schönes Mitbringsel für eine Grillparty.

Eine Anmerkung zur Herstellung: Es ist nicht schwer, Brandteig herzustellen, keine Scheu. Die einzelnen Arbeitsschritte folgen allerdings sehr schnell aufeinander und man hat keine großen Wartezeiten zwischendrin, daher empfiehlt es sich, die Zutaten im Voraus abzuwiegen und bereitzustellen.


Gougères mit Fourme d'Ambert

für ca. 20 Stück 

80 g Fourme d'Ambert
150 ml Wasser 
50 g Butter
1/2 TL Salz
125 g Mehl
2 Eier
weißer Pfeffer
1 Prise Cayennepfeffer (optional)
1 Eigelb

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Fourme d'Ambert in 1-2 cm große Würfel schneiden und erst einmal beiseite stellen. Die Butter und das Mehl abwiegen und bereitstellen.

Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, die Butter in den Topf geben und mit Salz würzen. Wenn alles zusammen kocht, den Topf von der Herdplatte nehmen. Das Mehl auf ein Mal in den Topf geben und alles sehr schnell mit einem Rührgerät zu einer homogegen Masse verrühren, ca. 1-2 Minuten rühren. Nun die Eier nacheinander einrühren. Dann die Käsewürfel dazugeben und rühren, bis sie schmelzen. Mit dem weißem Pfeffer und Cayennepfeffer würzen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig mit zwei in Wasser getauchtenTeelöffeln portionsweise auf dem Backblech verteilen. Auf ein Backblech passen ca. 20 Stück.

Die Teigkugeln anschließend mit Eigelb bestreichen. Ca. 30 Minuten im Ofen backen.

Die Gougères mit Fourme d'Ambert schmecken direkt aus dem Ofen noch warm äußerst lecker, aber man kann sie auch kalt wunderbar essen.

Man kann die Rezeptmenge problemlos verdoppeln und zwei Bleche mit Gougères backen.

Freitag, 14. Juni 2019

Nach der Spargelsaison: Couscous mit Peperonata

Die Spargelsaison 2019 neigt sich so langsam dem Ende zu. Ich habe sie wohl mehr denn je ausgekostet - es gab ganz oft Spargel mit Kartoffeln und Sauce Hollandaise - gelingsicher aus dem Thermomix (für dieses Gericht schätze ich das Gerät sehr). Nun kann aber auch mal wieder anderes Gemüse auf den Tisch. Zum Beispiel Paprika. Wie so oft ist die Inspiration für "Couscous mit Peperonata" aus dem Schrot-und-Korn-Kochbuch, das einen tollen Fundus an vegetarischen, besonderen Hauptgerichten bietet.


Nun zum Rezept: in die Gemüsesauce aus Paprika, Tomaten und Karotten werden Kapern gemengt, was dem Gericht das Gewisse Extra gibt. Der zitronige Couscous passt sehr gut und die Kräuter in Form von Minze und Basilikum sorgen für einen grünen Farbakzent und eine weitere besondere, frische Geschmacksnote. Das Rezept ist hier zu finden. Bei der Zubereitung habe ich allerdings weder die Paprika noch die Tomaten vorgegart und geschält. Ich hab es mir einfach gemacht und das Gemüse einfach gewaschen und kleingeschnitten. Und das war genau so richtig lecker.

Montag, 3. Juni 2019

Golden-Milk auch als Kuchen

"Golden Milk, heiße Milch mit Kurkuma, Zimt, Ingwer, Pfeffer und Kardamom ist ja total angesagt. Golden-Milk-Kuchen ist mindestens genauso lecker. Und da in unserer Familie "trockene" Kuchen (bloß keine Sahne) derzeit auch sehr angesagt sind, wurde dieser Kuchen mit Begeisterung angenommen. Er hat durch die Zugabe von 10 g gemahlenen Kurkuma eine extrem schöne gelbe Farbe und die Gewürze, vor allem Ingwer und der schwarze Pfeffer geben ihm den Pfiff. Dieses Rezept wurde mal als Lieblingsrezept in der Zeitschrift Brigitte veröffentlicht. Es könnte auch meines werden.


Golden-Milk-Kuchen

375 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
40 g kandierter Ingwer
250 g weiche Butter
190 g Zucker
50 g Honig
10 g Kurkumapulver (ca. 2 EL)
1 TL Zimtpulver
1/2 TL Kardamompulver
 1/2 - 3/4 TL frisch gemahlener Pfeffer
1 Prise Salz
5 Eier
75 ml Milch
Puderzucker zum Bestäuben
Butter für die Form

Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Kranzform oder Gugelhupfform gründlich mit Butter einfetten. Mehl und Backpulver mischen, Ingwer fein hacken.

Butter, Zucker, Honig, Ingwer, Kurkuma, Zimt, Kardamom, Pfeffer und Salz mit dem Handrührgerät mindestens 5 Minuten hellcremig schlagen. Die Eier nacheinander gut unterrühren. Dann die Mehlmischung im Wechsel mit der Milch auf kleinster Stufe unterrühren.

Den Teig in die vorbereitete Kuchenform geben und etwa 55-70 Minuten backen.

Kuchen in der Form etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Dann aus der Form stürzen und vollständig abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestreuen und servieren.

Freitag, 24. Mai 2019

Rhabarber trifft Marzipan - noch eine Tarte

Wie wenn wir noch nicht genug Rhabarber-Rezepte hätten. Meine Begeisterung für diese schönen Stangen (die Blätter finde ich übrigens noch schöner als Blumen in der Vase) wächst von Jahr zu Jahr. Bei jedem Einkauf nehme ich vorsorglich gleich mal eine Portion nach Hause. Und immer fällt mir was damit ein. 

Dieses Mal eine Tarte. Besonders an dem Rezept finde ich, daß auf den Mürbeteig eine Marzipanplatte gelegt wird. Dadurch bleibt der Teig trotz des saftigen Rhabarbers knusprig.
Außerdem finde ich die Farbkombi des Rhabarbers und der Pistazien auch für das Auge sehr schön.

Mein Mann hat beim Verzehr der Tarte verlauten lassen: "Die Marzipansüße bändigt die Säure des Rhabarbers." Wenn man so poetisch urteilt, muss der Kuchen geschmeckt haben!


Das Rezept findet man hierIch habe allerdings reines Dinkelvollkornmehl und 10 g Butter mehr für den Teig verwendet.

Dienstag, 21. Mai 2019

Ein gesunde Variante des Burgers: mit Linsen und Grünkern


    
An dieses Rezept bin ich wieder ganz zufällig gekommen, als ich im Herbst ein Säckchen von den bei uns berühmten Höri-Bülle-Zwiebeln gekauft habe.
Der Anbau der Höri-Bülle ist auf die Halbinsel Höri begrenzt. Diese liegt am westlichen Ende des Bodensees zwischen dem deutschen Radolfzell und dem schweizerischen Stein am Rhein.

Ich hatte mir vorgenommen, etwas Besonderes mit diesen aromatischen milden Zwiebeln zu machen.  Letztendlich habe ich  die Zwiebeln für den normalen Bedarf verbraucht, aber das Rezept der Höri-Bülle-Verpackung ist in meinem Rezeptevorrat gelandet und jetzt erst habe ich es geschafft, das Rezept allerdings mit einer normalen Zwiebel auszuprobieren. Ich bin überzeugt, in diesem Fall schmälert es den Erfolg dieses Rezepts nicht.

noch nicht angebraten

für 12 Burger

200 g gekochte Alblinsen
50 g gekochter Grünkern
50 g Karotte, geraspelt
100 g Pastinake, geraspelt
50 g geriebener Bergkäse
2 Eier
2 EL Tomatenmark
2 EL Senf
Salz
schwarzer Pfeffer
2-3 EL gehackte Kräuter (Schnittlauch, Thymian, Petersilie)
50 g Vollkornbrösel
20 g Haferflocken
1 EL Sesamsamen, hell
1 Knoblauchzehe
1 mittelgroße Höri-Bülle-Zwiebel

Zwiebel und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Die Pastinake und Karotte raspeln. Allen in einer Pfanne mit etwas Öl 5-6 Minuten unter Rühren braten. Die gekochten Linsen mit dem gekochten Grünkern mit einem Pürierstab oder im Mixer grob pürieren. Das gebratene Gemüse mit dem Linsenpüree in einer Schüssel mischen. Gehackte Kräuter, Eier, Senf, Tomatenmark, Sesam, Haferflocken, Semmelbrösel und geriebenen Käse zugeben. Alles gründlich vermischen, Mit Salz und Pfeffer würzen.

Aus der Linsenmasse 12 Küchlein formen. In einer beschichteten Pfanne auf jeder Seite 6-8 Minuten in Öl goldgelb braten.

Bei uns gab es die Burger an zwei darauffolgenden Tagen zum Mittagessen.
Den ersten Tag mit Salat und Dipp, den zweiten Tag mit Gemüse und Quinoa.
Variante 1 knackig und frisch war unser Favorit!!

Die Burger sind gut zu machen. Die Masse hält schön zusammen und die Zutaten ergeben einen harmonischen würzigen Geschmack. Sie sind auch nicht trocken und haben uns sehr gut geschmeckt.

Die Burger in einem Dinkelvollkornbrötchen mit Salatblatt, Gurken- und Tomatenscheiben
und etwas Dipp kann sich auch sehr gut vorstellen.

Mittagessen Tag 1

Mittagessen Tag 2

Mittwoch, 15. Mai 2019

Saure-Sahne-Streuselkuchen

Im April haben in meiner Lodge drei Lesungen stattgefunden. Zu jedem Anlass habe ich Kaffee und Kuchen bereit gestellt. Folglich konnte ich viel Kuchen backen. Dabei habe ich auch Neues ausprobiert, wie den Saure-Sahne-Streuselkuchen von Miri vom Blog unser meating.

Miri nennt den Kuchen liebevoll "den Mozart unter den Blechkuchen". Da sie in ihrem Blogbeitrag so begeistert klang, wollte ich den Kuchen unbedingt nachbacken. Blechkuchen finde ich auch immer gut, wenn man für mehrere Leute backt. Dass der Kuchen verkehrt herum gebacken wird, fand ich ebenfalls spannend, meine erste Erfahrung dieser Art. Dann kann ich mich jetzt ja bald an eine Tarte Tatin wagen ;-)


Fazit: alle Gäste der Lesung waren begeistert vom leckeren Kuchen. Ich auch. Ich liebe "trockene Kuchen". Wenn man sie als "nicht Sahnetorten" definiert, und sie nicht "trocken" im Sinne von "hart" sind. Der saftige Rühr-Hefeteig zusammen mit den krossen Streuseln ist echt lecker. Ich habe den Kuchen noch mit weißer Schokolade überzogen. Den gibt es mal wieder. Der einzige Wermutstropfen: mein Gästewohnzimmer sah nach der Lesung etwas krümelig aus und musste unbedingt gesaugt werden.

Mittwoch, 8. Mai 2019

Spätzlepfanne mit Champignons, Radieschen und Spinat

Ich blättere sehr gerne und regelmäßig durch meine Kochbuchsammlung. Und noch lieber entdecke ich die Rezepte in einem neuen Kochbuch. Vor Kurzem hat mir ein Gast, der beruflich mit Büchern handelt, ein Kochbuch zugeschickt. Es war mit einer Nachricht versehen, dass das Buch zu mir wollte. Diese Überraschung hat mich sehr gefreut.

Als ich im buch stöberte, sprachen mich gleich zwei Rezepte an. Die Zutaten für eines behielt ich mir im Hinterkopf (Spinat, Pilze und Radieschen), um es bald auszuprobieren. Denn Spätzle hatte ich noch daheim, und ich wusste nicht, was ich mit diesen tun sollte (ich mag ja keine Linsen und Spätzle und auf Käsespätzle bin ich im Moment auch nicht gut zu sprechen, da das in so vielen Restaurants die einzige Option für Vegetarier ist). Da ist mir doch so eine Gemüse-Spätzle-Pfanne tausend mal lieber. Die Chilisauce war meine Idee, ansonsten habe ich das Meiste aus dem Rezept übernommen. Die Champignons kann man natürlich auch durch andere Pilze austauschen oder mit anderen Sorten mischen:


Spätzle mit Champignons, Radieschen und Spinat

für 2 Portionen

160 g Spätzle
200 g Champignons
150 g Radieschen
200 g Spinat
2 EL Olivenöl
1 EL Chilisauce (optional)
1 Prise Muskat
Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Die Spätzle nach Packungsanweisung kochen. Währenddessen die Champignons waschen, entstielen und in Scheiben schneiden. Die Radieschen waschen, vom Grünzeug befreien und in dünne Scheiben schneiden. Den Spinat waschen und in Streifen schneiden. In einer Pfanne das Öl erhitzen, zunächst die Champignons und Radieschen für 3 Minuten darin anbraten. Die Chilisauce hinzufügen und umrühren. Dann den Spinat dazugeben und 2 Minuten blanchieren. Mit Muskat, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen. Am Schluss die gegarten Spätzle untermengen.

Dienstag, 30. April 2019

Mini-Mini-Gugelhupfe mit Kinderriegeln

Als ich im Supermarkt eine Rezeptkarte für Mini-Gugelhupf mit Kinderriegeln gesehen habe, erinnerte ich mich dunkel an meine Form, die schon ewig nicht mehr im Einsatz war. Ich nahm die Rezptkarte sowie eine Packung Kinderriegel mit.


Und da ich letztes Wochenende viele Gäste hatte, wurden die Mini-Gugl auch gleich ausprobiert. Das Rezept ist auch hier zu finden. Ich habe anstatt 6 kleinen Guglhupfen 18 Mini-Guglhupfe gebacken, diese aber trotzdem fast 20 Minuten im Ofen gelassen. Und die Menge der weißen Schokolade habe ich auf 100 g verdoppelt. Die kleinen Dinger sind richtig süß geworden - auch wenn das Dekor ein wenig die Form der Gugl verdeckt, aber sie sehen ja trotzdem gut aus. Und bei meinen Gästen kamen sie besser an als der Rhabarberkuchen. Man kann sie ja auch schnell in den Mund stecken und nebenbei einen Gugl probieren und braucht anders als für einen Kuchen weder Teller noch Gabel. Mini-Guglhupfe gibt's hier sicher bald wieder, gerne auch nach diesem Rezept.

Mittwoch, 24. April 2019

Rhabarber-Pie - saftig und erfrischend

 

Nun ist es soweit. Ich habe auf dem Markt den ersten deutschen Spargel und auch schon Rhabarber entdeckt und Beides gleich mitgenommen. Eigentlich brauche ich keine neuen Rhabarberkuchen-Rezepte mehr. Ich habe bereits mehrere gute davon und schaffe es nicht, jedes in der Rhabarber-Saison einmal zu machen. Trotzdem jetzt nochmals was Neues. Und zwar ein Rhabarber-Pie mit frisch gemahlenem Weizenvollkornmehl und einer leckeren Rhabarber-Orangenfüllung. Was ich gleich erwähnen möchte: der Teig ließ sich sehr gut verkneten, ausrollen und auch der "Deckel" ist nicht gebrochen. 
Ganz besonders hat uns die Verbindung Rhabarber/Orange mit Zimt geschmeckt.
Wirklich sehr saftig und erfrischend.


 Rhabarber-Pie

für eine Form mit 26 cm Durchmesser

Für den Teig:
300 g Weizenvollkornmehl
1/2 Päckchen Backpulver
75 g Butter
1 Ei
1 Eiweiß
5 EL Milch
1 Prise Salz

Für die Füllung:
1 kg Rhabarber
150 g Zucker
1 TL Zimt
Schale von 1 Orange
2 EL Speisestärke

1 Eigelb
1 EL Milch

Mehl und Backpulver mischen. Butter in Stückchen schneiden. Ei und Milch verquirlen. Die Prise Salz zufügen und alles zu einem Teig verkneten. Zugedeckt etwa 30 Minuten kalt stellen. 

Rhabarber waschen, die dünne Haut abziehen. In etwa 2 cm lange Stücke schneiden, mit Zucker, Zimt und Orangenschale (fein mit dem Gemüsehobel abgerieben) mischen. Langsam aufkochen, zugedeckt bei schwacher Hitze etwa 2 Minuten dünsten.

Die Speisestärke mit kaltem Wasser glattrühren, unter den Rhabarber mischen, aufkochen und etwa 2 Minuten köcheln lassen. Dann abkühlen lassen.

Den Ofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Form mit Butter einfetten. Zwei Drittel des Teiges auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Den Boden der Form auslegen, einen etwa 2 cm hohen Rand formen. Rhabarber darauf verteilen. Den restlichen Teig zu einem Deckel ausrollen, darauflegen, mit einer Gabel einstechen, die Ränder festdrücken. Eigelb und Milch verquirlen. Die Pie damit bestreichen. Im Ofen etwa 30 Minuten backen.     

Donnerstag, 18. April 2019

Mein vorösterliches Essen: Semmelknödel-Soufflé mit Pilz-Bärlauch-Sauce

Dass ich zu Semmelknödeln ein gespaltenes Verhältnis habe, habe ich hier erklärt. Aber irgendwie sind sie doch auch lecker. Seit Ewigkeiten habe ich mir Sabine's Rezept für Semmelknödel-Soufflé abgespeichert. Gestern habe ich es endlich nachgemacht. Brotreste gibt es bei mir ja immer. Und da ich alle anderen Zutaten für Semmelknödel zuhause hatte sowie Reste an Pilzen und einer Bärlauch-Frischkäse-Sauce habe ich mir ein exquisites Mittagessen kreiert. Quasi als vorösterliches Festmahl, da ich über Ostern sehr viele Gäste und entsprechend wenig Zeit zum Kochen für mich haben werde.


Das Soufflé war äußerst lecker. Ich habe mehr Milch verwendet als angegeben. Das Backen im Ofen fand ich sehr praktisch, da ich nebenbei die Sauce mit den Pilzen zubereiten konnte. Und die Soufflés ließen sich dann auch ohne große Probleme aus den Förmchen lösen.

Mittwoch, 10. April 2019

Kartoffel-Kokos-Suppe mit Gemüse nach Wahl

Eine Suppe am Abend ist eine schöne Begrüßung für Gäste. Die Suppe kann praktischerweise vorgekocht und warmgehalten werden, falls es bei den Gästen später wird. Und man bekommt noch etwas Warmes und gleichzeitig Leichtes zu essen.


So bin ich immer auf der Suche nach abwechslungsreichen Rezepten. Auf lecker.de bin ich auf ein Rezept für eine Kartoffel-Kokos-Suppe mit knackigem Gemüse gestoßen, die es mir gleich angetan hat, als ich das Rezept gelesen habe. Etwas ausgefallen mit der Suppenbasis aus Kartoffeln, Kokosmilch und Kurkuma. Dazu gibt es verschiedenes Gemüse. Ich habe Karotten, Champignons, Sellerie separat angebraten und die Zuckerschoten abgekocht und in 4 Schüsseln serviert. So kann sich jeder selbst seine Suppe mit Gemüse nach Wahl garnieren. Sesam kann man auch noch drüberstreuen.



Mir hat die Suppe auch sehr, sehr gut geschmeckt. Ausgefallen, aber nicht zu exotisch. Schön sättigend und wärmend und optisch durch das Gemüse und das Kurkuma ein Hingucker. Das wird es hier wieder geben.

Mittwoch, 3. April 2019

Vollkorn-Zucchini-Nudeln mit Frischkäse und Tomaten



Ich glaube, mein Mann und ich können uns endlich mit Vollkorn-Spaghetti anfreunden. Dank eines Rezeptes der Gaumenfreundin, welches ich  auf Pinterest gefunden habe. Für dieses Original-Rezept verwendet man normalerweise nur Zucchini-Spaghetti, sogenannte Zoodels. Wir haben mit dem Spiralschneider zubereitete Zucchini-Tagliatelle verwendet und unter "richtige" Vollkorn-Spaghetti gemischt, damit eine vollwertige Pasta entsteht. Die Sauce mit Tomaten, Frischkäse und Ajvar ist so lecker.

Das Ergebnis ist schmeckt köstlich - gleichzeitig frisch und cremig - und kann sich nur noch steigern, wenn saisonales Gemüse verwendet werden kann.

Mittwoch, 27. März 2019

Auch bei mir angekommen: der Brotback-Trend (selbstgebackenes Vollkornbrot)

Dieses Rezept kommt von einem älteren Herrn, welcher in der Zeitung gelesen hat, dass ich eine Pension eröffnet habe. Er ist begeisterter Hobbybäcker, gibt seit Jahren Brotbackkurse an der Volkshochschule und für Interessierte und Freunde. Er schlug vor, mir einen privaten Backkurs in meiner Lodge zu geben. Auch wenn ich es vorher nie so sehr mit Brotbacken hatte (meine ganze Familie besteht aus Hobby-Brotbäckern), konnte ich da schlecht nein sagen.

Nun, der Brotbackkurs war eine Bereicherung, da er mich zum Brotbacken motiviert hat. Es ist schön, wie wenig Zutaten man für einen richtig leckeren, selbstgemachten Brotlaib braucht. Ich backe nun etwas öfter mein Brot selbst. Zudem war der Brotbackkurs auch eine sehr bereichernde Begegnung auf persönlicher Ebene.


Vollkornbrot

für 2 Brotlaibe

550 g Dinkelvollkornmehl
550 g Weizenvollkornmehl
1 Würfel Hefe
1 Prise Zucker
30 g Salz
700 ml Wasser

Für den Vorteig in einer Schüssel ca. 200 ml lauwares Wasser mit der Hefe und einer Prise Zucker mit dem Schneebesen verrühren. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abgedeckt ca. 30 Minuten in heißes Wasser stellen, das Teigvolumen sollte sich verdoppelt.

Nun ca. 200 ml Wasser in die Schüssel geben sowie das Mehl und das Salz. Bis zu 300 ml mehr Wasser dazugeben (insgesamt also ca. 700 ml)  und alles auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen zu einer kompakten Teigkugel verkneten. Sie sollte nicht kleben. Den Teig in die Schüssel geben, eine kleine Mulde formen und ein wenig Wasser hineingeben, damit er nicht austrocknet. Wiederum mit einem Geschirrtuch bedecken und  ca. 30 Minuten gehen lassen.
Ein Gärkörbchen mit Mehl (idealerweise Roggenmehl) ausstreuen.

Den Ofen auf 230°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Teig halbieren, kurz durchkneten, mit den Fingern nach Innen drehen und zu einer halben Kugel formen. Die Runde Seite mit Mehl bestäuben. Mit der mehligen Seite voran ins Gärkörbchen drücken. Den Teig nochmal kurz gehen lassen. Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen und aus dem Gärkörbchen lösen. Mit der anderen Teighälfte ebenso verfahren und daneben auf das Backblech setzen. Das Brot 30 Minuten bei 230°C backen, dann die Temperatru auf 180°C herunterschalten und weitere 25-30 Minuten backen.

Donnerstag, 21. März 2019

Chinesische Suppe ... mit dem neuen Spiralschneider gemacht


Wie man auf den Gemüsebildern sieht, habe ich mir einen Spiralschneider gekauft.
Die Entscheidung war eine schwere Geburt. Eine meiner Freundinnen, die aber nicht jeden Trend mitmacht, hat immer wieder geschwärmt und mir Rezeptvorschläge geschickt.
Im Prinzip kann man diese Rezepte auch ohne Spiralschneider machen, aber es ist halt nicht ganz genau das gleiche. Die Unvernunft, nochmals ein Gerät  im Schrank zu haben war nicht zu unterdrücken.
Momentan bin ich begeistert von meinem Spiralschneider. Die Spaghetti-Karotten oder Zucchini-Tagliatelle, die auch für das folgende Rezept benötigt werden, haben es mir angetan ........... weitere Erfahrungen habe ich noch nicht. Ich hoffe, dass meine Begeisterung anhält.
 



Ich bin ebenso begeistert von der leckeren Suppe, die ich mit meinem neuen Küchengerät zubereitet habe. Ich denke, dass Ingwer, Currypaste und die Sojasauce die Brühe so delikat machen. Und auf den Koriander darf man auf keinen Fall verzichten.

Chinesische Suppe

Zutaten für 2 Personen:

Kokosöl
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer
Currypaste (etwa 2 TL)
1 Zucchini
2 lange dicke Karotten
Champignons in Scheiben geschnitten
Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
1 TL brauner Zucker 
etwas Zitronensaft
frischer Koriander gehackt

Die Currypaste mit gepresstem Knoblauch und klein geschnittenem Ingwer in Kokosöl anbraten. 

Zucchini und Karotten mit dem Spiralschneider zu "Nudeln" zaubern. Oder das Gemüse mit dem Julienneschneider schneiden oder eben mit dem Messer in feine Streifen 
oder auch Stücke schneiden.

Die Gemüsespaghetti und Champignons dazugeben, kurz mitbraten und dann Gemüsebrühe aufgießen. Alles einmal aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen.

Abschmecken mit Pfeffer, Salz, braunem Zucker und etwas Zitronensaft.
Etwas Sojasauce zugeben.

Mit dem Koriander garniert servieren.

 

Mittwoch, 13. März 2019

Auf Gästewunsch: Rührei

Beim Frühstücksbuffet für die Gäste in meiner Black Forest Lodge biete ich ein tägliches variierendes Frühstücks-Special an. Das kann ein selbstgemachter Brotaufstrich sein, Hefezopf, Laugenigel, Birchermüsli, Puddings, Obstsalat ... und manchmal auch ein Frühstücksei oder Rührei. Auf expliziten Wunsch und wenn es einen  Gast glücklich macht, gibt es Rührei auch auf Anfrage. Es kommt bei den Gästen immer sehr gut an.

Schwer ist es nicht, allerdings habe ich folgende drei goldene Regeln für ein gelungenes Rührei aufgestellt:

1. etwas Milch oder Sahne unter die Eiermasse mischen
2. bei der Butter nicht sparen
3. die Eiermasse bei mittlerer und nicht zu hoher Temperatur langsam stocken lassen und dabei nicht unnötig rühren


Rührei

für 1-2 Portionen

3 Eier
50 ml Milch
Salz
Pfeffer
15 g Butter
frische Kräuter

Die Eier  zusammen mit der Milch, Salz und Pfeffer mit einer Gabel verquirlen.
Die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Eier-Milch-Mischung hinzugeben und leicht stocken lassen. Danach ab und zu mit einem Pfannenwender das am Pfannenboden angebratene Rührei lösen und zur Seite schieben. Diesen Vorgang wiederholen, bis die ganze Masse gestockt ist. Dabei nicht zu viel rühren. Das Rührei aus der Pfanne nehmen, sobald es die richtige Konsistenz hat, damit es nicht zu trocken wird.
Vor dem Servieren nach Belieben mit frischen, gehackten Kräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum bestreuen.

Und da der Beitrag einfach perfekt zu Zorra's Blogevent "Huhn oder Ei" passt, mache ich dort mit:

Blog-Event CL - Huhn oder Ei (Einsendeschluss 15. März 2019)

Montag, 4. März 2019

Zu 100% vegetarisch: Auberginen-Kaviar

Ich liebe es, in internationalen Geschäften zu stöbern. Dazu gehören auch der Asia-Laden oder der türkische Supermarkt in meiner Heimatstadt - noch toller sind allerdings Geschäfte im Ausland.
Bei meinem letzten Elsass-Aufenthalt entdeckte ich in einem Intermarché ein "caviar d'aubergines". Gekauft habe ich ihn nicht. Aber während des Aufenthalts kaufte ich mir auch ein Gemüsekochbuch auf französisch (ja, in Buchläden stöbere ich auch gerne ...). Und darin war ein Rezept für Auberginen-Kaviar. Das Rezept habe ich dann zum letzten französischen Abend in meiner Lodge ausprobiert. Und der "Kaviar" kam soo gut an. Ein ganz toller, würziger Brotaufstrich zu frischem Baguette.
Er war auch erstaunlich schnell gemacht, da sich das Fruchtfleisch der gegrillten Auberginen sehr leicht entnehmen lässt. Eine ganz große Nachkochempfehlung!

Woher der Name kommt, frage ich mich immer noch ... weder inhaltlich noch optisch sehe ich Parallelen zu richtigem Kaviar. Vielleicht weil der Aufstrich auch gut zu Kaviar passt? Oder für die Leute, die sich keinen Richtigen Kaviar leisten können? Hat jemand einen anderen Tipp oder weiß etwas?


Auberginen-Kaviar

1 kg Auberginen
2 Knoblauchzehen
150 ml Olivenöl
Saft von 1 Zitrone
3 Schalotten
Salz
Pfeffer

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Wenn er heiß ist, die Auberginen waschen und 30 Minuten mitsamt Schale im Ofen backen. Die Auberginen ab und zu drehen. Dann mit heißem Wasser abschrecken, längs durchschneiden und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausholen. Das geht nach dem Backen recht einfach. Die Knoblauchzehen fein hacken und in 50 ml Olivenöl ca. 5 Minuten in einer Pfanne anbraten. Die Knoblauchzehen mit dem Öl aus der Pfanne und dem restlichen Öl zu den Auberginen geben. Alles fein pürieren. Die Schalotten sehr fein hacken und untermischen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.

Sonntag, 24. Februar 2019

Kreuzkümmel-Karotten, Sesam-Erbsen und Quinoa


Ich durfte diesen Sommer eine Woche in Lissabon verbringen. Die Zeit war wunderschön und gerne erinnere ich mich auch an die gute portugiesische Küche. Die folgenden Rezepte habe ich aus meinem Lissabon-Kochbuch nachgekocht.

Die Karotten sind geschmacklich durch den Kreuzkümmel  und durch den schrägen Schnitt für's Auge was Besonderes. Der nussige Geschmack des gerösteten Sesams passt sehr gut zu den Erbsen. Beide Gemüse sind auch wintertauglich, schön zu kombinieren und schnell zubereitet. Bei uns gab es Quinoa dazu.

Kreuzkümmel-Karotten (4 Portionen)

1 TL Kreuzkümmelsamen
3 EL Olivenöl
4 große Karotten, schräg in 5 mm dicke Scheiben geschnitten 
1 Knoblauchzehe, gehackt
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 

Die Kreuzkümmelsamen mit einem scharfen Messer zerkleinern. Eine Pfanne erhitzen, die Kreuzkümmelsamen hineingeben und etwa 1 Minute rösten, bis sie duften. Dann Olivenöl, 3 EL Wasser, Möhren und Knoblauch zufügen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Temperatur reduzieren und die Möhren unter häufigem Rühren bissfest garen (bei mir etwa 15 Minuten). Vor dem Servieren noch einmal abschmecken. 


Sesam-Erbsen (4 Portionen)

400 g Erbsen (TK oder frisch)
Salz
1 EL Sesamsamen
2 EL Olivenöl 
 schwarzer Pfeffer
getrocknete Chiliflocken nach Geschmack
2 EL fein gehackte Petersilie

Die Erbsen in einen Topf mit kochendem Salzwasser geben. TK-Erbsen nur einmal kurz aufkochen, frische Erbsen ein paar Minuten kochen.
Parallel in einer trockenen Pfanne die Sesamsamen 1-2 Minuten goldfarben rösten, dabei die Pfanne immer wieder rütteln.
Die Erbsen abgießen und mit dem Olivenöl und dem Sesamsamen mischen.
Mit Salz und Pfeffer und evtl. mit Chiliflocken abschmecken und mit Petersilie bestreuen.


Montag, 18. Februar 2019

Überbackenes Fladenbrot mit Sauerkraut, Äpfeln und Käse


In einem gemütlichen Restaurant in der Umgebung gibt es als Spezialität Salate und leckeres, überbackenes Fladenbrot. Dort bin ich regelmäßig zu Gast. Die Wintervariante ist mit Sauerkraut, Äpfeln und Käse belegt. Dies klang mir zunächst fast zu experimentell, um das Gericht dort zu bestellen. Aber neugierig war ich doch, sodass ich es tat. Und es war äußerst lecker! So lecker, dass ich das überbackene Fladenbrot mitsamt Salat auch einmal daheim nachgebastelt habe. Es geht ganz einfach. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man beim Käse zum Überbacken 1. nicht spart, und 2. einen würzigen Hartkäse nimmt.

Zudem eignet sich das Gericht als kreative Brotresteverwertung, sowohl für Fladenbrot aber auch für andere Brotreste.


Überbackenes Fladenbrot mit Sauerkraut, Äpfeln und Käse 

für 2 Portionen

2 Stücke Fladenbrot (alternativ: 2 Brötchen)
1 kleiner Apfel
150 g Sauerkraut
60 g Bergkäse
Salz, Pfeffer

Den Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Das Brot / die Brötchen halbieren. Den Apfel waschen, längs achteln und in dünne Scheiben schneiden. Den Käse reiben.
Zunächst die Apfelstücke, dann das Sauerkraut auf den Brothälften verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit dem Käse bestreuen. Das belegte Fladenbrot im Ofen 10-15 Minuten überbacken, bis der Käse goldbraun ist. Dazu passt sehr gut ein gemischter Salat.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Selbstgemachtes Fladenbrot

Dieses Rezept begleitet mich schon ewig ... ich habe es vor vielen Jahren auf Empfehlung hin zum ersten Mal gemacht. Aus irgendeinem Grund ist der Ausdruck des Rezepts verloren gegangen und so habe ich es zwischenzeitlich auch vergessen.

Dunkel erinnerte ich mich neulich aber, dass ich doch vor vielen Jahren einmal so gutes Fladenbrot so einfach und schnell selbst gemacht hatte. Zum Glück, denn so habe ich das Rezept wieder hergesucht. Ich bin mir relativ sicher, dass es das  folgende Rezept war. Es heißt nämlich ganz bescheiden "Das weltbeste Fladenbrot".


Ob weltbestes oder nicht, das Rezept ist auf jeden Fall klasse! Ich habe zwei Fladen auf einem Blech gebacken. Das mit dem Wasser in den Ofen schütten mache ich auch immer. Einzige Änderung bei mir: ich verwende einen EL Salz, nicht nur einen Teelöffel. Und ich bestreue das Brot zusätzlich noch mit Fleur de Sel vor dem Backen. Allein schon weil es sooo gut riecht, sollte man es ab und zu backen! Und warm genießen. Zu Suppe, gebackenem Feta, Antipasti ... und einen Rezeptvorschlag für schon etwas älteres Fladenbrot werde ich in meinem nächsten Beitrag machen.