Sonntag, 11. April 2021

Löwenzahn-Spinat-Lasagne

Jetzt muss ich kurz erzählen, wie ich zu meinem türkischen Spinat und Löwenzahn gekommen bin, die mich inspiriert haben, diese Lasagne zu machen. Vor kurzem wurde mein Arbeitsplatz aus Platzmangel (Corona) an einen anderen Ort verlegt. Erst war ich nicht begeistert, denn er liegt jetzt nicht mehr in der Stadt, sondern gute 7 Kilometer entfernt an einem kleineren Ort. Aaaaber.......im selben Gebäude ist ein türkischer Supermarkt ansässig. Ich habe entdeckt, daß das Gemüse- und Obstsortiment sehr besonders ist. Auf Nachfrage sagte man mir, daß nur sehr wenig gespritztes oder gar nicht gespritzte Ware in den Laden kommt. Die Mandarinen und Orangen schmecken sensationell. Und das Beste ist: es gibt riesige Sträuße türkischer Petersilie, Dill, Koriander und Pfefferminze (nicht in Folie verpackt). Frisch und auch noch günstig. Soviel Kräuter haben wir sonst nie benutzt. Außerdem schönes Gemüse, das man bei uns normalerweise nicht bekommt. Auberginen wie in Sizilien und Paprika in allen Farben und Größen, wie oben erwähnt Spinat, Löwenzahn, Rapa und vieles Andere. Aber eben teilweise etwas anders, eben türkisch. Das ist ein bißchen wie Urlaub.

 

Das Rezept ist aus dem Kochbuch "Vegetarisch" von GU. Da ich es aber einiges geändert habe, werde ich die Zutaten nennen wie ich sie verwendet habe:

für 6 Personen

400 g Löwenzahn
400 g Spinat oder Brennnesseln
1 Stange Lauch
100 g Butter (25 g zum Anbraten und 75 g für die Béchamel-Sauce)
1 kleine Dose gestückelte Tomaten
2 EL Tomatenmark 
1 kleine getrocknete Chilischote
125 g Mehl
knapp 1 Liter Milch
3 Kugeln Mozzarella
Salz
frisch gemahlener Pfeffer 
etwa 300 g Lasagneplatten (ohne Vorkochen)
100 g frisch geriebener Parmesan
 
Löwenzahn und Spinat waschen, trocken schleudern und feinhacken. Lauch putzen, waschen, in feine Streifen schneiden und in 25 g Butter andünsten. Die Kräuter dazugeben und zusammenfallen lassen. Tomaten und Tomatenmark und die zerriebene Chilischote dazugeben.  Mit Salz und schwarzem Pfeffer kräftig abschmecken. Alles offen bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen.
 
Für die Béchamel-Sauce die restlichen 75 g Butter schmelzen, das Mehl darin anschwitzen. Die Milch unter Rühren nach und nach dazugießen und 10 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.
Mit etwas Salz, Muskatnuss und weißem Pfeffer würzen.
 
Den Mozzarella in kleine Würfel schneiden und den Backofen auf 180° C vorheizen.
 
Die Auflaufform (ich habe zwei kleine genommen und friere 1 davon ein) lagenweise einschichten. Mit Béchamel beginnen, dann die Lasagneplatten, Kräutersoße, wieder Béchamel und mit Mozzarella und Parmesan bestreuen. Die letzte Schicht Teigplatten gut mit Béchamel abdecken. 
Die Lasagne im Ofen etwa 50 Minuten backen, bis sie weich und goldbraun ist.

Statt Spinat kann man auch Brennnesseln, Bärlauch und Rucola verwenden.

Montag, 5. April 2021

Bärlauch-Knoten - die Zubereitung macht Spaß

 
 
Und weiter geht es mit Bärlauch (die Saison dauert ja nicht allzu lange). In der Zwischenzeit weiß ich ja, wo ich ihn bekommen kann.
Gar nicht so einfach. Im Biogeschäft, im Supermarkt habe ich ihn bisher nicht gefunden.
Aber auf dem Markt ... und in einem kleinen Lebensmittelgeschäft, wo ich es gar nicht erwartet hätte.

Das Rezept findet man hier.

Der Teig war etwas weich. Ich habe das doppelte Rezept gemacht und musste ungefähr 
100 g Dinkelmehl mehr verwenden. Ich habe die Füllung noch etwas mit Kräutersalz gewürzt.
Statt Agavensirup habe ich Honig verwendet.
Die Zubereitung hat großen Spaß gemacht. Ist bei dem link (Frischkäse-Knoten) gut beschrieben. Mal eine andere Art Knoten zu machen. Geschmacklich sind die Knoten großartig, was bei diesen Zutaten zu erwarten ist Dinkelmehl, Bärlauch, Frischkäse, Pinienkerne, Olivenöl 😋

Montag, 29. März 2021

Bärlauch-Hummus - frisch und fruchtig

Das erste richtige Frühlingsrezept. Dieses Jahr mit Bärlauch. Ich habe wieder festgestellt, daß mich sattes saftiges Frühlingsgrün sogar noch mehr in den Bann zieht als bunte Frühlingsblumen.

 

 Vor wenigen Wochen haben wir eine Wanderung gemacht und der Anblick der großen Fläche Bärlauch hat mich so angesprochen, daß ich dieses Bild in meiner Seele abgespeichert habe und es fast nicht erwarten konnte, neue Bärlauch-Rezepte auszuprobieren.

Mein Biobauer auf dem Markt teilt meine Begeisterung und hat mich heute Morgen darauf aufmerksam gemacht, daß Bärlauch eine der wenigen Pflanzen sei, die Schwermetalle im Körper, vor allem auch im Gehirn abbauen kann (die Info einer Heilpraktikerin).

Jedenfalls hat Bärlauch eine Menge positiver Auswirkungen auf die Gesundheit: Linderung von Verdauungsbeschwerden, Blähungen abmildern und ein erhöhter Cholesterinspiegel kann gesenkt werden.

Wenn man dieses Wildkraut sowieso liebt, sind das willkommene positive Aspekte, die man gerne hört.

Apropos Bärlauch auf dem Markt einkaufen: Den Bärlauch im Wald selbst zu ernten, würde mir sehr viel mehr Spaß machen und die Pflanze von Maiglöckchen oder anderen Pflanzen zu unterscheiden traue ich mir zu. Aber seit ich eine Person kennengelernt habe, die sich den Fuchsbandwurm eingehandelt hat, habe ich mich dagegen entschieden ihn in freier Natur zu pflücken.

Das Goethezitat auf meiner Frühlingsdeko (ein Namenstagsgruß einer Freundin) passt in diesem Fall nicht perfekt, ich finde es trotzdem schön.

Was der Frühling nicht sät
kann der Sommer nicht reifen
der Herbst nicht ernten
der Winter nicht genießen.

Johann Wolfgang von Goethe
 
 

 Das Rezept für diesen Bärlauch-Hummus habe ich bei Pinterest entdeckt. Man findet es hier


Der Bärlauch-Hummus schmeckt frisch, fruchtig und lecker und natürlich nach Knoblauch.
"Man könnte sich reinsetzen...........".
Meine Kolleginnen haben gesagt, er schmeckt nach Knoblauch aber nach Genuss von Bärlauch riecht man das selbst nicht. Ob das stimmt?

Mittwoch, 17. März 2021

Lieblings-Vollkornbrot mit Sauerteig und Saaten

Im vergangenen Jahr habe ich das Brotbacken mit Sauerteig entdeckt. Davor war mir das mit dem Sauerteig zu kompliziert. Mit etwas Erfahrung finde ich: Man kann auch nur mit Hefe wunderbar einfach Brot backen, zum Beispiel dieses. Aber wenn man das mit dem Sauerteig 1-2 Mal gemacht hat (inkl. Vermehrung), ist es eigentlich nicht so schwer. Und der Aufwand lohnt sich. Viel mehr machen muss man ja auch eigentlich nicht. Nur besser Planen, da es generell bei Backwaren mit Sauerteig längere Geh- und Wartezeiten gibt.

Das Folgende Rezept ist von meinem Bruder. Ich habe das Brot bestimmt schon zwanzig mal gebacken. Es ist zu meinem Lieblings-Vollkornbrot gewordne. Ich hatte es immer vergessen zu fotografieren. Ich dachte mir: ich mach es ja eh bald wieder. Nun habe ich es endlich einmal fotografiert, sodass ich das Rezept auch verbloggen kann. Endlich.

Obwohl reines Vollkornmehl verwendet wird, schmeckt das Brot so richtig schön saftig. Mit einer knusprigen Kruste. 

Ein paar Anmerkungen: Im Originalrezept wird Dinkelvollkornmehl verwendet. Ich backe das Brot genauso gern mit Weizenmehl oder mit einem Mix aus beidem. Was die insgesamt 170 g Körner und Saaten angeht, so hat man die freie Auswahl und kann nehmen, was man möchte bzw. was man daheim hat. Ich kann jedoch wirklich empfehlen, Hanfsamen zu verwenden. Die machen es so schön knusprig.


Vollkornbrot mit Sauerteig und Saaten

Teig Nummer 1:
250 g Vollkornmehl
200 g lauwarmes Wasser
5 g Hefe
100 g Sauerteig

Teig Nummer 2:
500 g Vollkornmehl
35 g Hanfsamen
35 g Leinsamen
100 g Kerne (z.B. Sonnenblumenkerne und / oder Kürbiskerne)
17 g Salz
15 g Honig
15 g Apfelessig
350 g lauwarmes Wasser

Beide Teige einzeln kneten und 4-5 Stunden ruhen lassen. Dann die beiden Teige mischen und 30-45 Minuten gehen lassen. 

Den Backofen auf 250°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Nun das Brot formen: Den Teig durchkneten, mit den Fingern nach Innen drehen und zu einer Art Halbkugel formen. Die Runde Seite mit Mehl bestäuben. 

Ein Gärkörbchen mit Mehl ausstreuen. Mit der mehligen Seite voran ins Gärkörbchen drücken. Den Teig nochmals kurz gehen lassen. Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen und aus dem Gärkörbchen lösen.

Das Brot die ersten 15 Minuten bei 250°C backen, danach weitere 35 Minuten bei 200°C backen. Das Brot aus dem Ofen holen und idealerweise auf einem Gitter auskühlen lassen.

Mittwoch, 10. März 2021

Sooo lecker: vegetarischer Caesar-Salat


Eine neue Runde von »Koch mein Rezept«! Juhu, wenn es schon keine Events mehr gibt, dann wenigstens ein Blog-Event. Und dieses Blogevent hat mir ein neues Highlight-Rezept beschert.

In der aktuellen Runde durfte ich ein Rezept von Jill' Kleinem Kuliversum aussuchen. Jill bloggt dort seit 2016 und macht wunderschöne Fotos. Als ich mich bei ihr umsah, speicherte ich sofort ganz viele Rezepte ab. Alles so schön international, und kreativ, und spannend. Gleichzeitig klingen die Rezepte nicht abgehoben, sondern machbar. Auch mit wenigen Zutaten. Den vietnamesischen Kohlrabisalat mit Austernpilzen werde ich definitiv noch machen. Genauso wie die luxemburgische Linsensuppe

Für das Blogevent jedoch gab es den vegetarischen Caesar Salad. Mein Freund ist sofort darauf angesprungen, als ich von dem Rezept erzählte und eine lebhafte Diskussion über Zutaten und Dressing dieses Salates ist entstanden. Dass das Dressing irgendwie besonders ist, da waren wir uns einig. In die nicht-vegetarische Variante kommen Sardellen, da war ich mir sicher. In Jill's Rezept kommen Kapern. Die sind so wunderbar würzig, zusammen mit dem Parmesan. Da braucht es meiner Meinung nach definitiv keine Sardellen. Sehr froh war ich, dass die Zubereitung der Mayonnaise geklappt hat. 


Beim Zubereiten des Salates gab es einen Panik-Moment, als ich den Kühlschrank nach Parmesan durchsuchte - und keinen fand. So fuhr mein Freund los, während ich den Salat vorbereitete, die Tomaten schnitt, die Eier koche und die Croutons (mit Knoblauch) röstete. Das Dressing haben wir nur mit dem Romana-Salat vermischt und alles andere liebevoll darüber angeordnet. Schon von diesem Anblick war ich begeistert:


Unsere Unterhaltung beim Essen bestand eigentlich nur aus dem Satz (oft wiederholt): Das ist sooo lecker! Wir waren wirklich beide begeistert. So eine leckere Kombi. Ich will diesen Salat unbedingt wieder machen. Was für ein tolles Rezept ich durch das Blogevent entdeckt habe. Danke!

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Mittwoch, 3. März 2021

Gnocchi mit Gemüse in sahniger Sauce


Gnocchi. Fragt man mich nach meinem Lieblingsessen, so fällt es mir schwer, eine Sache zu nennen. Wenn ich ein paar Dinge nennen darf, dann würde ich sowas wie Pizza sagen. Aber auch Spargel. Enchiladas. Und scharfe asiatische Gerichte. Und ganz sicher würde auch das Wort Gnocchi fallen. Ich liebe die kleinen italienischen Kartoffelklöße, die bei mir irgendwo in die Kategorie "Pasta" fallen. Pasta liebe ich auch. 

Gnocchi schmecken mir in Tomaten- oder Käsesauce, mit Gemüse oder ohne. Als ich das Rezept von Nina gesehen habe, habe ich beim nächsten Einkauf Gnocchi mitgenommen. Bohnen, Erbsen, Mais und Karotten und viel sahnige Sauce. Es hat so lecker geschmeckt, wie es klingt!

Ich habe frische Karotten und einen Rest Pastinaken genommen. Dazu eigene, eingefrorene Bohnen. Und Mais aus der Dose.
Von der Sauce war ich wirklich begeistert: Zufällig vegan lecker, würde ich sagen. Sie wird mit Cashws, Sojamilch und Hefeflocken gemacht. Alles ging recht schnell und war einfach total lecker.
Es leben die Gnocchi (selbstgemachte sind natürlich noch besser, aber gekaufte sind meist auch schwer in Ordnung).

Wer ist ebenfalls so ein Gnocchi-Fan?

Sonntag, 21. Februar 2021

Blumenkohlsuppe mit Meerrettich - echt scharf

Diese würzige und gehaltvolle Blumenkohlsuppe eignet sich auch als kleines Mittagessen.
Nach dem Pürieren des Blumenkohls mit den Frühlingszwiebeln hatte sie schon eine sehr schöne grüne appetitliche Farbe. 
Scharf machen sie dann der Meerrettich, Cayennepfeffer, Sojasoße und auch die Gartenkresse.
Wenn man diese Zutaten mag, ist man mit dieser wärmenden Suppe gut dran.


Blumenkohlsuppe mit Meerrettich

Zutaten für 2 Portionen:
 
1 Bund Frühlingszwiebeln
150 g schnittfester Tofu
2 EL geröstete Erdnusskerne
500 ml Gemüsebrühe
Cayennepfeffer
Thymianblättchen (frisch oder gerebelt)
400 g kleine Blumenkohlröschen
1 EL Rapsöl
1-2 TL Sojasoße
Edelsüßpaprika
100 ml (Kaffee)-Sahne
2 TL Meerrettich (Glas)
1/2 Kästchen Gartenkresse

Frühlingszwiebeln putzen, abspülen und klein schneiden. Tofu und Erdnüsse getrennt grob hacken.
Gemüsebrühe mit Cayennepfeffer und Thymian aufkochen. Blumenkohl und Lauchzwiebeln zugeben und alles bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

Inzwischen Tofu in einer beschichteten Pfanne in Rapsöl kurz krümelig braten und mit Cayennepfeffer, Sojasoße und Edelsüß-Paprika würzen.

1-2 Kellen Blumenkohlröschen für die Einlage entnehmen. Sahne zur Suppe geben und weitere 10 Minuten köcheln. Dann pürieren und die Suppe mit Meerrettich und Gewürzen abschmecken.
 
Blumenkohlröschen und gebratenen Tofu zurück in die Suppe geben und mit Nüssen und Kresse bestreuen.

Sonntag, 14. Februar 2021

Financier-Eiweißverwertung zum Zweiten: Mit Mohn und Pistazien

Letzte Woche haben wir Eierlilör gemacht. Bald werde ich darüber berichten. Nun erst einmal zur Eiweißverwertung. Bei der Eierlikörherstellungen fielen 4 Eiweiß als Rest an (ja, der Eierlikör erhält seinen eierlikörfarbenen Farbton wirklich durch Eigelb, mit Sahne gemixt). 

Nachdem das Eiweiß drei Tage im Kühlschrank gelagert war, hatte ich plötzlich die Eingebung, dass ich ja etwas damit backen könnte. Mir fielen Financiers ein. Und ein vorgemerktes Rezept: Pistazien-Financiers mit Mohn und brauner Butter

Das Rezept von La Tartine Gourmande hatte ich mir bei Christina von feines Gemüse abgespeichert. Beim Backen wir zunächst die Butter gebräunt, bevor man sie zum Teig gibt. Das habe ich ehrlich gesagt beim Essen nicht  sonderlich gemerkt - kann aber auch daran gelegen haben, dass ich vegane Butter verwendet habe. Den Pistaziengeschmack fand ich sehr lecker (original werden Financiers mit Mandeln gemacht). Und Mohn sowieso. 

Verwundert habe ich eben das Bild mit dem Financier bearbeitet. Das gibt's doch schon mal? Ja, das Bild sieht genau gleich aus wie das vom Schokoladen-Financier. Der hat jedoch etwas anders geschmeckt. Jedoch bevorzuge ich keine der beiden Varianten, beide lecker. Und Financiers sind eine tolle Eiweiß-Verwertung. Bevorzuge ich persönlich den Kokosmakronen.

Sonntag, 7. Februar 2021

Würzige Spinatpfannkuchen - mit Winterspinat ein Gedicht

Auch in meinem Kochbuch "VEGETARISCH" von GU sind sehr viele Post-it's.
Dieses Spinatpfannkuchenrezept mache ich jetzt schon das 2. Mal. Der 1. Versuch hat mich noch nicht zufrieden gestellt.
Da ich Dinkelvollkornmehl verwende, war der Teig das erste Mal richtig klumpig. Als gestandene Hausfrau würde man nicht denken, daß Pfannkuchen eine Herausforderung sind.
Ich hatte erwartet, daß er wie im Sommer mit Zucchini, auch mit Spinat flüssiger wird.
Das hat aber nicht funktioniert - zusammenhängende Teig-Spinat-Klumpen waren das Ergebnis.
Dieses Mal habe ich nicht wie im Rezept angegeben Sahne verwendet, sondern wie üblich Milch. Die acht Pfannkuchen der Rezeptangabe habe ich nicht herausbekommen. Bei mir sind es nur sechs Stück geworden und dementsprechend auch etwas dick. 


Diese Pfannkuchen schmecken würzig und lecker. Die Spinatmenge ist ja nicht gering. Das macht sie auch so besonders. Dass ich gerade jetzt auf dieses Rezept gekommen bin, hat auch mit dem tollen Spinat zu tun, den es derzeit auf dem Wochenmarkt gibt. Nicht wie im Frühjahr zarte Blättchen, sondern richtig fette Blätter -  als kräftige Pflanzen zusammenhängend. Es hat richtig Spaß gemacht ihn zu verwerten. Und Kostproben sind auch gleich in den Mund gewandert.

 




Würzige Spinatpfannkuchen

für 4 Portionen

300 g Dinkelvollkornmehl
4 Eier
Salz
etwa 300 ml Milch
4 EL Sonnenblumenkerne
750 g Blattspinat
100 g getrocknete in Öl eingelegte Tomaten
150 g jungen Ziegenkäse
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen 
Olivenöl
Pfeffer

Mehl, Eier, Milch und Salz verrühren und den Teig 30 Minuten quellen lassen. Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.

Spinat waschen, putzen und tropfnass in eine Pfanne geben, zugedeckt bei starker Hitze 1-2 Minuten zusammenfallen lassen. Ich habe es mit der halben Spinatmenge nacheinander in 2 Schritten gemacht.
Spinat in einem Sieb abtropfen lassen und gut ausdrücken. 
 
Getrocknete Tomaten abtropfen lassen und in feine Streifen, Käse in Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und feinhacken.

In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Spinat dazugeben, 2 Minuten mitdünsten, salzen und pfeffern. Alles unter den Pfannkuchenteig rühren.

In einer Pfanne je 1-2 TL Öl erhitzen, nacheinander 6-8 Pfannkuchen backen. Tomaten, Käse und Sonnenblumenkerne darauf verteilen, zusammenklappen und servieren.

Sonntag, 31. Januar 2021

Chana Masala

In meinem Schrot&Korn-Kochbuch habe ich das Rezept »Chana Masala« vor Jahren mit einem Post-it versehen. Genauso viele andere Rezepte. Chana Masala ist mit das letzte der vorgemerkten Rezepte, das ich bisher noch nicht nachgekocht hatte. Neulich Resteküche. Eine Mango war noch da. Da fiel mir das indische Curry ein ... Kichererbsen, Tomaten, Kokosmilch ... Standardzutaten. Und Spinat war auch noch da. Allerdings eingefroren und zerkleinert. Der Optik wegen haben wir ihn nicht untergemischt und dazu serviert.

Das Rezept gibt es hier. Das Curry ist schön mild, cremig und gleichzeitig fruchtig. Allerdings war mir die Mango in dieser Kombination (vielleicht lag es an der Kombination mit den Tomaten?) ein wenig zu fruchtig. Ich glaube, mit mehr anderem Gemüse hätte es mir noch ein wenig besser geschmeckt. Obwohl ich süß-saure Gerichte liebe. Wie steht ihr zu ihnen?

Mittwoch, 20. Januar 2021

Gnocchi auf Deutsch: Selbstgemachte Schupfnudeln (mit Sauerkraut)

Wir hatten Sauerkraut übrig. Da führte das Sauerkraut zu der Idee der Schupfnudeln ... und da wir hier ziemlich eingeschneit waren und nicht mal eben einkaufen gehen konnten ... zu den selbstgemachten Schupfnudeln.

Puh! Was für eine Kochaktion. Ich war schon zu Beginn des Kochens recht hungrig, und meiner Geduld wurde noch so einiges abverlangt. Aber trotzdem: Das Ergebnis hat für den Aufwand und die Warterei entschädigt. Und zwar so richtig. Die Schupfnudeln waren ein Traum.

Beim Herstellen des Teiges wurde mir klar: Das ist ja Gnocchi-Teig. Der Teig besteht zu einem großen Teil aus Kartoffeln. ... nur mit spitzen Enden. Quasi Gnocchi auf Deutsch. Und das Formen heißt: Gnocchi für Fortgeschrittene. So einfach war es nicht, den klebrigen Teig zu länglichen, spitz zulaufenden Stücken zu formen. Aber es ging. Dann noch in siedendem Salzwasser kochen und dann in der Pfanne anbraten. Wir haben die Hälfte dieses Rezeptes gemacht. Und so sahen die Schupfnudeln aus:

 Dazu gab es eine halbe Dose Sauerkraut. Aber erst haben wir eine Zwiebel in Öl angebraten, dann Apfelstücke und Tofustücke hinzugegeben, und dann das Sauerkraut und alles einige Minuten vor sich hin köcheln lassen (hat der Thermomix gemacht, geht aber sicher auch in einer Pfanne). Während dessen haben wir die Schupfnudeln zubereitet. Diese dann wiederum in Butter angebraten und dann alles vermengt.


Wie gesagt, es hat sich gelohnt. Es war sehr lecker und wieder eine neue Küchenerfahrung. Sollte ich zum Ende diesen Jahres wieder einen Jahresrückblick schreiben, habe ich zudem etwas für die Kategorie »größte Sauerei in der Küche«  ;-)

Freitag, 15. Januar 2021

Weißkohlsalat - eine willkommene Abwechslung

Es ist fast peinlich so ein simples Rezept auf den Blog zu stellen. Aber seit ich den Weißkohlsalat so zubereite, finde ich ihn einfach köstlich.

In der Zwischenzeit verwende ich den kegelförmigen Spitzkohl, der überall angeboten wird.
Dieser Kohl wird auch Butterkohl genannt, denn das Kohlaroma ist dezenter als das typische Kohlaroma des runden Weißkohls. Er schmeckt ein bisschen nach Wirsing, ein bisschen nach Blumenkohl und etwas nussig. Bei uns wird er zum Abendessen serviert. 
 

Weißkohlsalat 

Zutaten für 4 Portionen
 
1 kleiner Kopf Weiß- oder Spitzkohl
150 g Naturjoghurt
2 EL Öl
Saft einer halben Zitrone
Salz
1 Prise Zucker
gemahlener Kümmel
weißer Pfeffer
 glatte Petersilie
 
Den Kohl putzen und vierteln. Den Strunk rausschneiden und feinhobeln.
 
Für die Marinade Joghurt mit Öl und Zitronensaft verrühren. Mit Salz, Zucker, Kümmel und Pfeffer abschmecken. Die Marinade über den Kohl gießen und mischen.
Zugedeckt mindestens 40 Minuten marinieren.
 
Vor dem Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen. 

Mittwoch, 6. Januar 2021

Das »Almbackbuch« von Lutz Geißler - ein Buch der Superlative

Als das Päckchen kam, wunderte ich mich. Ich hatte doch gar nichts bestellt ... beim Auspacken erblickte ich das »Almbackbuch«. Da war doch was. Ein Rezensionsexemplar. Beeindruckt von dem über 2 Kilogramm schweren und 460 Seiten dicken Buch war ich als erstes wegen der Maße. Als ich es öffnete, kamen mir wunderschöne Fotos entgegen. Von der Alm, aber auch von Brot und anderem Gebäck. Am liebsten hätte ich sofort mit Backen losgelegt, so sehr lachten mich die Brotbilder an. Beim Lesen der Zutatenliste merkte ich allerdings schnell: Da habe ich gar nicht alle Zutaten da ... irgendwas fehlte immer. So schmökerte ich zunächst weiter. 

Ein Rückzugsort von Lutz Geißler ist die Kalchkendalm. Regelmäßig begibt er sich dort hin. Unter anderem zum Backen (mittlerweile gibt er auch Backkurse auf der Alm). Man merkt schnell, dass Lutz Geißler so ein Typ ist, der alles, was er tut, genau nimmt und Perfektion anstrebt (sein Plötzblog ist zum »Standardwerk« unter den Brotbackblogs geworden). Und scheint er auch zu erreichen. Im Almbackbuch finden sich nicht nur traumhafte Bilder von der Alm, sondern auch Geschichten und Anekdoten, die das Buch zu einem richtigen Schmöker machen. Der Geologe informiert zudem über die Historie und geographischen Gegebenheiten seiner Lieblingsalm.

Das Buch ist sehr schön und professionell gestaltet. Zu den Brotrezepten komme ich unten nochmals im Detail, nur so viel sei gesagt: ... für mich waren sie der Einstieg zum Backen auf einem neuen Level. 

Was für eine Arbeit es gewesen sein muss, so ein Buch zu erschaffen ... Respekt! Und Kompliment.


Nun zum Backen und den von mir getesteten Rezepten. 

Eine Woche nachdem ich das Buch erhalten hatte, war mein Kücheninventar um einige Dinge reicher: ein großes Gärkörbchen, Sauerteig, Roggenmehl, Flüssigmalz, Brotgewürz, Kümmel, Dinkelschrot ... 

Los ging's mit Dinkelbrötchen:



Und Sonntagsbrötchen:



Beide Brötchensorten sind auf Anhieb gelungen. Abends den Teig ansetzen ... morgens rausbacken. Das bisschen Sauerteig gibt diesen wunderbaren Geschmack, dominiert aber auch nicht zu sehr.
Laut Anleitung werden die Brötchen sehr heiß mit Dampf gebacken ... so werden sie wunderbar knusprig.

Beim Brot hatte ich mir zunächst ein reines Roggenbrot ausgesucht. Vorher nie gemacht. Der Teig war viel zu matschig und ich konnte ihn nicht bearbeiten ... ernüchtert fragte ich meinen Vater. Der riet mir zu einem Roggenmischbrot, da reine Roggenbrote nichts für Anfänger seien. Der klebrige Teig sei normal. Nächster Versuch: der große Bauernlaib aus dem Buch. Der war erfolgreich. Aber sowas von. Ein Brot mit einer wunderbaren Kruste, und innen so saftig ... ich war so stolz auf dieses Brot! 

Kompliziert. Das dachte ich bei so ziemlich allen Rezepten beim Durchlesen. Aber gutes Brot will nun mal Weile haben ... das war mir bereits davor bekannt. Jetzt habe ich es selbst getestet und bin auch in Zukunft bereit, 2 Tage vor dem Backen mit der Teigführung zu beginnen. Es lohnt sich. Im Almbackbuch sind die Erklärungen detailgenau und übersichtlich, das hilft.



Mittlerweile habe ich es auch im Holzofen gebacken, da wird der Boden noch krosser:


Zu guter Letzt gab es noch Dinkelseelen. Sie sahen wie Seelen aus und haben auch so geschmeckt. Auf Anhieb:





Ich bin begeistert von diesem Backbuch der Superlative! Auch erfahrene Brotbäcker können hier noch was lernen und Anfänger können den Einstieg ins Backen mit Sauerteig und Geduld finden.

Für eine Traumreise auf die Alm eignet es sich auch.