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Mittwoch, 22. Mai 2024

Im Kräuterglück: Spaghetti Margerita - Frühlingsgefühle eingefangen

Dieses Rezept stammt aus einem Newsletter von Dr. Markus Strauss. Hätte ich es in Pinterest entdeckt, wäre ich noch skeptischer gewesen. Es war schon eine Herausforderung die Menge an Margeriten zu finden, denn üppig waren sie nicht auf der Wiese und ich habe gelernt, sorgsam mit der Natur umzugehen und nicht den ganzen Bestand abzugrasen. Für dieses Rezept sind 4 Handsträuße (die Menge an Blumen, die zwischen Zeigefinger und Daumen passt) vorgesehen. Das habe ich nicht ganz geschafft. 

Die Margeriten sind wunderschön, haben aber einen ziemlich muffigen Geruch. Das Ziel der Blumen ist ja auch nicht, von uns Menschen gegessen zu werden. Oft strömen die Pflanzen einen bestimmten Geruch aus, um die passenden Bestäuber anzulocken. Und Geschmäcker sind nun mal auch in der Tierwelt verschieden. Also, ich habe mich auch von diesem muffigen Geruch nicht abhalten lassen, das neue Rezept auszuprobieren. Und das Ergebnis war köstlich. Zwiebeln, Knoblauch, Zitrone, die Gewürze und nicht zuletzt die Margeriten haben zusammen einen tollen deftigen, dennoch frischen Geschmack erzielt.

Ein tolles Pasta-Gericht für einen herrlichen Frühlingstag. 


Spaghetti Margerita

für 4 Portionen

500 g Vollkornspaghetti
2 große Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
6 EL Olivenöl
4 Margeriten-Handsträuße
Abrieb einer Bio-Zitrone
Zitronensaft (bei uns von etwa 1/2 Zitrone)
Salz
Pfeffer
etwa 50 ml Wasser

Die Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und fein hacken. An den Blütenknospen bzw. Blüten der Handsträuße jeweils ca. 5 cm lange Stiele belassen. Diese waschen.

Die Spaghetti in gut gesalzenem Wasser gar kochen. 

In einer Pfanne die Zwiebeln und Knoblauchzehen im Olivenöl andünsten. Die Margeriten (bis auf ein paar für die Deko) zu den glasigen Zwiebeln und dem Knoblauch geben. 

Mit dem Zitronensaft beträufeln, dann den Zitronenschalenabrieb, Salz und Pfeffer nach Belieben sowie etwas Wasser hinzugeben und zugedeckt ca. 3 Minuten bei kleiner Hitze garen lassen.

Die Spaghetti auf Tellern anrichten und das Margeritengemüse als Topping daraufgeben.

  Nach Belieben mit geriebenem Parmesan und weißen Blütenblättern einiger Margeriten bestreuen. 



Übrigens: In der Black Forest Lodge wird vom 5. bis 7. Juli wieder ein Kräuterwochenende stattfinden, nachdem das erste im April ein großer Erfolg war. Wir freuen uns über kräuterinteressierte Teilnehmer. Mehr Infos gibt's auf dem Flyer oder unter folgendem Link!




Dienstag, 13. Juli 2021

Blätterteigtaschen mit Zucchini

Das ist jetzt schon meine dritte Runde beim Kochevent "Koch mein Rezept". Bei dem Event bekommt jeder Teilnehmer einen Blog zugeteilt, von dem er sich ein Rezept zum Nachmachen aussuchen soll. Mir macht das Stöbern auf den Blogs Spaß, und ich muss sagen, dass ich im Rahmen der Aktion so tolle Rezepte nachgekocht habe, auf die ich sonst nicht gestoßen wäre.

Diese Runde wurde mir Julias Blog Kitchen Spirit zugeteilt. Julia ist Gemüsefan, was mir äußerst sympathisch ist. Sie bereitet Gemüse auf verschiedene und kreative Arten zu. Und sie sagt: »Außerdem interessiere ich mich sehr für die einzelnen Aromen der Zutaten und warum etwas miteinander harmoniert.«

Da Zucchini-Saison ist, habe ich mir ein Zucchini-Rezept von Ihrem Blog ausgesucht. Und zwar mit Blätterteig gefüllte Zucchinitaschen. Die Füllung besteht aus Zucchini, Thymian, Knoblauch und Frischkäse. Nicht zu viel, sondern fein aufeinander abgestimmte Zutaten. Wir waren begeistert! Thymian und Zucchini harmonieren und der Knoblauch sorgt für das gewisse Etwas. Ein klasse Rezept! Vielen Dank, Julia!


Bei gefüllten Dingen ist das Verhältnis von Füllung zu Teig, und die Form ja immer so ein Thema.  Ich war dann froh, dass alles super geklappt hat. Ein paar kleine Änderungen habe ich vorgenommen: Ich habe 275 g fertigen Blätterteig in 8 Teile geschnitten. Und dann die einzelnen Stücke ganz leicht ausgerollt, sodass sie rechteckig sind. Für die Füllung konnte ich dann etwas mehr Zucchini nehmen: 250 g Zucchini und 90 g Frischkäse. Die fertigen Teigtaschen habe ich vor dem Backen noch mit Eigelb bestrichen.

Hier geht's zum Blogevent:

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Freitag, 11. Dezember 2020

Gnocchi-Kürbis-Auflauf mit Lauch

Die Kürbisernte bei meiner Tochter im Schwarzwald war sehr ergiebig. Die riesigen Exemplare kann ein Haushalt fast nicht verschaffen. So sind wir nochmals an große Vorräte des beliebten Gemüses gekommen. Da die üblichen Rezepte  in diesem Kürbisjahr schon mehrmals auf dem Tisch waren, galt es nochmals zu recherchieren. Der Fundus an Kürbisrezepten ist ja fast grenzenlos. So habe ich bei Pinterest einen Auflauf (bin ja Auflaufweltmeister aus bekannten Gründen) entdeckt und weil ich so begeistert war schon mehrmals gekocht. Ganz besonders schmeckt der Auflauf wegen des Tomatenmarks das man kurz mit brät und durch die Zugabe des Frischkäses der das Ganze sämig macht. Bitte an Currypulver nicht sparen, dieses passt sehr gut und macht die Masse delikat!!


Das Rezept findet man hier.

Mein Tipp: den Kürbis ziemlich klein schneiden (ich habe ihn gehobelt) oder/und ein paar Minuten mehr als im Rezept angegeben ist köcheln lassen, sonst ist er noch hart. Die Gnocchi müssen nicht vorgekocht werden.

Mit Salat servieren, bei uns mit Rotkohlsalat.

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Süßkartoffelaufstrich mit Topping


Süßkartoffeln habe ich noch gar nicht so lange entdeckt. Gekannt schon, aber sie haben mich nicht angesprochen. Auf dem Bauernhof groß geworden - die eigenen Kartoffeln geerntet -  da ist man einfach erst mal treu. Außerdem hat mich schon das "süß" im Namen gestört.
Das hat sich geändert und ich bin jetzt auch für Süßkartoffeln zu haben. Dieser Aufstrich ist ähnlich wie Hummus, aber etwas leichter und fluffiger. Das Topping "crunchy und süß" macht den delikaten Aufstrich wirklich besonders. 

Süßkartoffelaufstrich mit Topping


für 4 Portionen

300 g Süßkartoffeln
225 g weiße Bohnen (Dose)
1 TL Tahini
2 EL Olivenöl
1/2 Knoblauchzehe
Saft einer halben Zitrone
1/2  TL geräuchertes Paprikapulver
Salz
Pfeffer
25 g gehackte Mandeln
25 g gehackte Walnüsse
30 g brauner Zucker

Die Süßkartoffeln schälen, in grobe Würfel schneiden und weich kochen. Dann abschütten und auskühlen lassen. Bohnen in ein Sieb geben und abspülen.

Alle Zutaten pürieren und mit den Gewürzen abschmecken.

Für das Topping die Mandeln und Walnüsse mit Zucker in einer beschicheten Pfanne anrösten und karamellisieren lassen, bis der Zucker geschmolzen ist.
Alles auf Backpapier auskühlen lassen und etwas zerstoßen.

Aufstrich in einer Schüssel anrichten und das Topping darüberstreuen.

Donnerstag, 12. März 2020

Piri-Piri-Sauce - mehr aus der portugiesischen Küche

Piri-Piri-Sauce ist in Portugal und seinen früheren Kolonien, den Kapverden, Brasilien, Angola, Mosambik und Goa enorm beliebt. Aber auch in Großbritannien, den USA, Australien, Südafrika und Simbabwe. Hat man da nicht sofort Lust zu verreisen? Aber so spontan geht das ja nicht. Ich muss auch ehrlich gestehen, wegen der Coronaviren habe ich momentan keine Lust auf Reisen und speziell auf große Flughäfen. Deshalb habe ich selbst Piri-Piri-Sauce gemacht und verreise einfach im kulinarischen Sinn. Die Sauce ist sehr vielseitig verwendbar. Wir haben sie bis jetzt die zu einem Reisgericht und zu Empanadas gegessen. 
Die Piri-Piri-Sauce schmeckt fruchtig und scharf und ist natürlich sehr knoblauchlastig.
Aber die Schärfe und den Knoblauchgehalt hat man ja selbst in der Hand. Toll finde ich, daß die Basis wertvolles Olivenöl und die frischen Zutaten sind.


Piri-Piri-Sauce 

4 Knoblauchzehen
4 EL Weißweinessig 
2 große mittelscharfe rote Chilischoten, entkernt
2 kleine scharfe Chilischoten (Malagueta, Piri Piri oder Bird's-Eye), entkernt
6 EL Olivenöl
2 rote Paprikaschoten, halbiert und entkernt
1 TL Salz
1 TL frisch gepressten Zitronensaft
1 TL scharfes Piri-Piri-Pulver (nach Belieben)
2 EL Whisky

In einem Mixer alle Zutaten grob pürieren. Abschmecken und prüfen, ob die Mischung mehr Schärfe haben soll und eventeull noch 1 oder 2 Chilischoten zufügen.
 Die Sauce glatt pürieren.

Montag, 1. Juli 2019

Graupenrisotto mit mariniertem Schafskäse

Auslöser, daß ich an dieses geniale Rezept gekommen bin, war eine angebrochene Packung von Gerstengraupen, die ich wegen eines Gerichtes meiner Schwiegermama (87 Jahre) gekauft habe.
Sie hat für uns eines Tages "gefülltes Kraut" gekocht. Das ist Sauerkraut mit Hackfleichbällchen, die u.a. Graupen enthalten. Ich hatte noch nie vorher was von Graupen gehört und sie auch nie beim Einkaufen beachtet. Zuerest habe ich recherchiert was Graupen überhaupt sind:

Graupen (seit dem 17. Jahrhundert belegt; vermutlich aus dem slawischen krupa für „Graupe, Grütze, Hagelkorn“), auch Gräupchen, Roll- oder Kochgerste genannt, sind ein Nährmittel aus geschälten, polierten Gersten- oder Weizenkörnern von runder, halb- oder länglich-runder Form.


Dann habe ich nach einem Rezept gesucht. Man findet es hier.
Genial, daß ich zufällig an das Rezept von dem berühmten Starkoch Yotam Ottolenghi geraten bin. Das Risotto ist soooooo lecker und der mit Schwarzkümmel und Olivenöl  marinierte Schafskäse passt einfach hervorragend dazu. Skeptisch war ich allerdings wegen der Menge an Zitronenschale die ins Risotto kommt. Ich habe "nur" eine Zitrone verwendet, aber ich denke die im Rezept angegebene Menge passt!
 
Allgemein habe ich festgestellt, daß sich Graupen sehr gut für Risotto eignen. Es wird wunderbar sämig.

der marinierte Schafskäse

Dienstag, 21. Mai 2019

Ein gesunde Variante des Burgers: mit Linsen und Grünkern


    
An dieses Rezept bin ich wieder ganz zufällig gekommen, als ich im Herbst ein Säckchen von den bei uns berühmten Höri-Bülle-Zwiebeln gekauft habe.
Der Anbau der Höri-Bülle ist auf die Halbinsel Höri begrenzt. Diese liegt am westlichen Ende des Bodensees zwischen dem deutschen Radolfzell und dem schweizerischen Stein am Rhein.

Ich hatte mir vorgenommen, etwas Besonderes mit diesen aromatischen milden Zwiebeln zu machen.  Letztendlich habe ich  die Zwiebeln für den normalen Bedarf verbraucht, aber das Rezept der Höri-Bülle-Verpackung ist in meinem Rezeptevorrat gelandet und jetzt erst habe ich es geschafft, das Rezept allerdings mit einer normalen Zwiebel auszuprobieren. Ich bin überzeugt, in diesem Fall schmälert es den Erfolg dieses Rezepts nicht.

noch nicht angebraten

für 12 Burger

200 g gekochte Alblinsen
50 g gekochter Grünkern
50 g Karotte, geraspelt
100 g Pastinake, geraspelt
50 g geriebener Bergkäse
2 Eier
2 EL Tomatenmark
2 EL Senf
Salz
schwarzer Pfeffer
2-3 EL gehackte Kräuter (Schnittlauch, Thymian, Petersilie)
50 g Vollkornbrösel
20 g Haferflocken
1 EL Sesamsamen, hell
1 Knoblauchzehe
1 mittelgroße Höri-Bülle-Zwiebel

Zwiebel und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Die Pastinake und Karotte raspeln. Allen in einer Pfanne mit etwas Öl 5-6 Minuten unter Rühren braten. Die gekochten Linsen mit dem gekochten Grünkern mit einem Pürierstab oder im Mixer grob pürieren. Das gebratene Gemüse mit dem Linsenpüree in einer Schüssel mischen. Gehackte Kräuter, Eier, Senf, Tomatenmark, Sesam, Haferflocken, Semmelbrösel und geriebenen Käse zugeben. Alles gründlich vermischen, Mit Salz und Pfeffer würzen.

Aus der Linsenmasse 12 Küchlein formen. In einer beschichteten Pfanne auf jeder Seite 6-8 Minuten in Öl goldgelb braten.

Bei uns gab es die Burger an zwei darauffolgenden Tagen zum Mittagessen.
Den ersten Tag mit Salat und Dipp, den zweiten Tag mit Gemüse und Quinoa.
Variante 1 knackig und frisch war unser Favorit!!

Die Burger sind gut zu machen. Die Masse hält schön zusammen und die Zutaten ergeben einen harmonischen würzigen Geschmack. Sie sind auch nicht trocken und haben uns sehr gut geschmeckt.

Die Burger in einem Dinkelvollkornbrötchen mit Salatblatt, Gurken- und Tomatenscheiben
und etwas Dipp kann sich auch sehr gut vorstellen.

Mittagessen Tag 1

Mittagessen Tag 2

Mittwoch, 3. April 2019

Vollkorn-Zucchini-Nudeln mit Frischkäse und Tomaten



Ich glaube, mein Mann und ich können uns endlich mit Vollkorn-Spaghetti anfreunden. Dank eines Rezeptes der Gaumenfreundin, welches ich  auf Pinterest gefunden habe. Für dieses Original-Rezept verwendet man normalerweise nur Zucchini-Spaghetti, sogenannte Zoodels. Wir haben mit dem Spiralschneider zubereitete Zucchini-Tagliatelle verwendet und unter "richtige" Vollkorn-Spaghetti gemischt, damit eine vollwertige Pasta entsteht. Die Sauce mit Tomaten, Frischkäse und Ajvar ist so lecker.

Das Ergebnis ist schmeckt köstlich - gleichzeitig frisch und cremig - und kann sich nur noch steigern, wenn saisonales Gemüse verwendet werden kann.

Donnerstag, 21. März 2019

Chinesische Suppe ... mit dem neuen Spiralschneider gemacht


Wie man auf den Gemüsebildern sieht, habe ich mir einen Spiralschneider gekauft.
Die Entscheidung war eine schwere Geburt. Eine meiner Freundinnen, die aber nicht jeden Trend mitmacht, hat immer wieder geschwärmt und mir Rezeptvorschläge geschickt.
Im Prinzip kann man diese Rezepte auch ohne Spiralschneider machen, aber es ist halt nicht ganz genau das gleiche. Die Unvernunft, nochmals ein Gerät  im Schrank zu haben war nicht zu unterdrücken.
Momentan bin ich begeistert von meinem Spiralschneider. Die Spaghetti-Karotten oder Zucchini-Tagliatelle, die auch für das folgende Rezept benötigt werden, haben es mir angetan ........... weitere Erfahrungen habe ich noch nicht. Ich hoffe, dass meine Begeisterung anhält.
 



Ich bin ebenso begeistert von der leckeren Suppe, die ich mit meinem neuen Küchengerät zubereitet habe. Ich denke, dass Ingwer, Currypaste und die Sojasauce die Brühe so delikat machen. Und auf den Koriander darf man auf keinen Fall verzichten.

Chinesische Suppe

Zutaten für 2 Personen:

Kokosöl
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer
Currypaste (etwa 2 TL)
1 Zucchini
2 lange dicke Karotten
Champignons in Scheiben geschnitten
Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
1 TL brauner Zucker 
etwas Zitronensaft
etwas Sojasauce
frischer Koriander gehackt

Die Currypaste mit gepresstem Knoblauch und klein geschnittenem Ingwer in Kokosöl anbraten. 

Zucchini und Karotten mit dem Spiralschneider zu "Nudeln" zaubern. Oder das Gemüse mit dem Julienneschneider schneiden oder eben mit dem Messer in feine Streifen 
oder auch Stücke schneiden.

Die Gemüsespaghetti und Champignons dazugeben, kurz mitbraten und dann Gemüsebrühe aufgießen. Alles einmal aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen.

Abschmecken mit Pfeffer, Salz, braunem Zucker und etwas Zitronensaft.
Etwas Sojasauce zugeben.

Mit dem Koriander garniert servieren.

 

Montag, 4. März 2019

Zu 100% vegetarisch: Auberginen-Kaviar

Ich liebe es, in internationalen Geschäften zu stöbern. Dazu gehören auch der Asia-Laden oder der türkische Supermarkt in meiner Heimatstadt - noch toller sind allerdings Geschäfte im Ausland.
Bei meinem letzten Elsass-Aufenthalt entdeckte ich in einem Intermarché ein "caviar d'aubergines". Gekauft habe ich ihn nicht. Aber während des Aufenthalts kaufte ich mir auch ein Gemüsekochbuch auf französisch (ja, in Buchläden stöbere ich auch gerne ...). Und darin war ein Rezept für Auberginen-Kaviar. Das Rezept habe ich dann zum letzten französischen Abend in meiner Lodge ausprobiert. Und der "Kaviar" kam soo gut an. Ein ganz toller, würziger Brotaufstrich zu frischem Baguette.
Er war auch erstaunlich schnell gemacht, da sich das Fruchtfleisch der gegrillten Auberginen sehr leicht entnehmen lässt. Eine ganz große Nachkochempfehlung!

Woher der Name kommt, frage ich mich immer noch ... weder inhaltlich noch optisch sehe ich Parallelen zu richtigem Kaviar. Vielleicht weil der Aufstrich auch gut zu Kaviar passt? Oder für die Leute, die sich keinen Richtigen Kaviar leisten können? Hat jemand einen anderen Tipp oder weiß etwas?


Auberginen-Kaviar

1 kg Auberginen
2 Knoblauchzehen
150 ml Olivenöl
Saft von 1 Zitrone
3 Schalotten
Salz
Pfeffer

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Wenn er heiß ist, die Auberginen waschen und 30 Minuten mitsamt Schale im Ofen backen. Die Auberginen ab und zu drehen. Dann mit heißem Wasser abschrecken, längs durchschneiden und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausholen. Das geht nach dem Backen recht einfach. Die Knoblauchzehen fein hacken und in 50 ml Olivenöl ca. 5 Minuten in einer Pfanne anbraten. Die Knoblauchzehen mit dem Öl aus der Pfanne und dem restlichen Öl zu den Auberginen geben. Alles fein pürieren. Die Schalotten sehr fein hacken und untermischen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.

Dienstag, 13. November 2018

Die große Käselieferung und Pasta mit Fourme d'Ambert und Champignons

Ich wurde von HeimGourmet gefragt, ob ich die französische Käsesorte Fourme d'Ambert testen möchte. Mir würde ein Kilogramm des Käses zugeschickt - im Gegenzug wünschte man sich ein Rezept von mir. Bei Käse kann ich nicht nein sagen .... gerne ließ ich mich auf diesen Deal ein. Am Freitag kam nun die Käselieferung direkt aus Frankreich. 

Fourme d'Ambert ist ein Blauschimmelkäse aus der Stadt Ambert in der Auvergne in Frankreich. Er ist besonders mild und cremig. Die Herkunftsbezeichnung ist mittlerweile offiziell geschützt, und daher mit dem Kürzel AOP (Appellation d’Origine Protégée) versehen. Das bedeutet, dass der Käse wirklich aus dem Herkunftsgebiet seines Namens stammt.

Natürlich musste ich den Käse gleich auspacken und probieren. Er wurde mir in der typisch runden Form geliefert, von der man sich einzelne Scheiben abschneiden kann. Der Käse schmeckt am besten, wenn man ihn ca. eine Stunde bei Raumtemperatur "akklimatisieren" lässt, habe ich gelesen. Einfach so, zu Brot, Weißwein oder in Kombination mit Obst wie Birnen schmeckt er traumhaft. 

Aber zum Kochen kann man den Käse auch super verwenden. Von folgender Pastasauce auf Basis von Fourme d'Ambert bin ich begeistert. Ich habe in der Sauce nur Champignons als Gemüse verwendet und keine weiteren Sorten, dass der Käsegeschmack erhalten bleibt, also relativ puristisch. Garniert mit Basilikum und Pinienkernen einfach nur lecker.


Pasta mit Fourme d'Ambert und Champignons

für 2 Portionen

200 g Linguine (oder andere Nudeln)
30 g Pinienkerne
1 Knoblauchzehe
15 g Butter
250 g Champignons
100 g Fourme d'Ambert
75 ml Milch
75 ml Sahne
Salz
Pfeffer
etwas frisches Basilikum

Die Nudeln in heißem Wasser gar kochen. Die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne anrösten, dabei immer wieder umrühren und aufpassen, dass die Pinienkerne nicht schwarz werden.

Den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Champignons waschen, die Stiele entfernen und dann achteln. Den Fourme d'Ambert in Stücke schneiden. In einer weiteren Pfanne die Butter schmelzen. Den Knoblauch und die Champignons in der Pfanne bei hoher Temperatur 5 Minuten anbraten. Dann die Herdtemperatur herunterschalten. Den Fourme d'Ambert, die Milch und die Sahne hinzugeben. Alles heiß werden lassen, bis der Käse geschmolzen ist, dabei immer wieder umrühren. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Nudeln abgießen und mit der Sauce vermengen. Mit den Pinienkernen und dem Basilikum garniert servieren.

Donnerstag, 8. November 2018

Kartoffelsuppe mit Champignons - ist lecker und wärmt


Jetzt wird es doch kühler und die Lust auf herbstliche Kost ist auch angekommen.
Wir hatten Besuch und ich wußte noch nicht, ob überhaupt jemand was essen will, wann und wieviele Personen. Da ist ein Eintopf oder eine Suppe einfach klasse.
Das Essen ist schnell warmgemacht, Baguette oder Bauernbrot dazu, und man kann als Gastgeber alles entspannt auf sich zukommen lassen.
Das besondere an der Suppe ist auf jeden Fall der Kümmel. Ich habe gemahlenen Kümmel verwendet. Das fanden wir sehr schmackhaft.


Kartoffelsuppe mit Champignons

für 4 Portionen

850 g Kartoffeln
300 g Champignons
100 g Karotten
250 g Lauch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL + 1 EL Butter
1 TL Majoran
knapp 1 TL Kümmel
800 ml Gemüsebrühe
200 g Sahne
Salz
Pfeffer
frische, gehackte Petersilie

Das Gemüse waschen, schälen und in Stücke schneiden. Die Hälfte der Pilze beiseite legen. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. In einem Topf die Butter erhitzen, dann die Zwiebelstücke 2 Minuten darin anbraten. Nun das restliche Gemüse hinzufügen und alles ein paar Minuten weiter braten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen. Alles ein Mal aufkochen und dann bei geschlossenem Topfdeckel und mittlerer Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen. 
Die andere Hälfte der Pilze mit 1 EL Butter anbraten.
Nun die Sahne hinzugeben und die Suppe pürieren. Mit Salz, Pfeffer und den Gewürzen abschmecken. Die Suppe mit der Petersilie und den angebratenen Champignons bestreut servieren.

Sonntag, 8. Juli 2018

Aus dem Gemüsegarten: Giersch-Pesto


Da dieses Jahr alle frisch eingepflanzten Zucchini-, Kürbis- und Salatsetzlinge im Nu von den Schnecken abgefressen wurde, wird die Ernte nicht gerade ergiebig sein. Vielleicht überlebt eine zweite Runde an Setzlingen und bringt auch vor dem Wintereinbruch noch Ernte ... mal sehen. Aus diesem Grund scherze ich schon, dass wenn schon der Rest nichts wird, so habe ich zumindest eine reiche Ernte an Giersch. Das Unkraut bzw. essbare Wildkraut, wie ich gelernt habe, lässt sich ganz schwer entfernen. Und so lebe ich nun mit ihm. Genauer gesagt nutze ich es einfach. Aus der Not wurde quasi eine Tugend gemacht.

Mittlerweile nenne ich sogar ein Giersch-Kochbuch mein Eigen. Es gibt noch so viel mit Giersch auszuprobieren, sollte die Gemüsegartenernte auf diesen beschränkt bleiben. Das ist sehr beruhigend.
Angefangen habe ich mit frischem Giersch-Tee. Und mittlerweile habe ich auch schon zwei Mal Pesto mit Giersch gemacht. Richtig gewürzt ein Genuss. Und wie ich finde, kommt der Geschmack des Giersches dem der Petersilie im Pesto recht nahe. Und da er reichlich vorhanden ist, kann er auch reichlich eingesetzt werden.

Und wenn ihr keinen Garten habt: Giersch wächst übrigens auf sämtlichen Wiesen, ist wirklich nicht zu übersehen, wenn man einmal darauf achtet. Der kann auch von da gepflückt werden. Das wurde mir auf einer Wildkräuterwanderung neulich ebenfalls bestätigt.


Giersch-Pesto

für 4 Portionen

50 g Giersch
100 g Hartkäse (bei mir ein kräftiger Bergkäse)
3 Knoblauchzehen
100 g Walnüsse
120 ml Rapsöl
Salz
Pfeffer

Den Giersch waschen und trocknen, die groben Stiele entfernen. Die Walnüsse mit dem Mixer mahlen. Dann die anderen Zutaten hinzufügen und alles pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gegebenenfalls etwas mehr Öl hinzufügen.
Mit der entsprechenden Menge an Pasta und evtl etwas Nudelwasser vermengen. Etwas mehr geriebenen Hartkäse zum Garnieren extra servieren.

so wuchert der Giersch in meinem Gemüsegarten


Gierschblätter von oben

Sonntag, 3. Juni 2018

Grün auf grün: Nudeln mit Spargelpesto

Wenn ich Gemüse zu Pesto verarbeite, denke ich einerseits immer "schade um das Gemüse". Andererseits ist die entstehende Pestofarbe auch oft interessant und schmecken tut es ebenfalls ganz toll. Der Trick, den ich fast immer anwende, lautet: etwas Gemüse, Nüsse und fein gehackte Kräuter auf der Seite lassen und in kleinen Schälchen servieren, sodass man sich seinen Teller schön anrichten kann.


Auch in diesem Fall bin ich so verfahren und habe die Spargelspitzen aufgespart und ein paar Pinienkerne auf der Seite gelassen, bevor ich das Pesto gemixt habe. Es gab Pesto mit grünem Spargel nach diesem Rezept. Alles drin: Gemüse, Nüsse, Käse, Zitrone, Knoblauch, Kräuter ... heraus kommt ein grünes, frisches Pesto, das sehr lecker geschmeckt hat. So oft, wie ich dieses Jahr schon Saprgel gegessen habe, war das eine willkommene Abwechslung.

Dienstag, 15. Mai 2018

Warmer Spargelsalat mit knackigen Radieschen



Eine Kollegin hat letzte Woche von einem leckeren Spargelsalat geschwärmt und mir während der Arbeit erzählt, wie sie ihn zubereitet. Ich habe es nach Ihrer Anleitung versucht und der Salat war sehr lecker. Der Kontrast der knackigen Radieschen zum zarten Spargel, dazu die cremigen Eier. Das ist schon ein Geschmackserlebnis. Dazu mein frischer Knoblauchschnittlauch aus dem Kräuterbeet, den ich viel lieber verwende als den klassischen Schnittlauch. Er ist länglich, breit und schmeckt  nach Knoblauch.
  
Knoblauchschnittlauch

Warmer Spargelsalat mit Ei und Radieschen

für 2 Portionen als Hauptmahlzeit oder 4 Portionen als Vorspeise

Zutaten für den Salat:
750 g grüner Spargel
1 Bund Radieschen
6 Eier
Schnittlauch

Zutaten für die Salatsoße:
Salz
schwarzer Pfeffer
1 TL Senf
Balsamico
Olivenöl

Spargel putzen, unteres Drittel schälen und die Stangen etwa dritteln. Einen Topf mit Wasser aufsetzen und 1/2 TL Salz und 1 EL Zucker hineingeben. Wenn das Wasser kocht, den Spargel einlegen und in etwa 5-7 Minuten bissfest garen. Das Wasser abgießen, aber den Spargel im heißen Topf lassen, damit er nicht ganz abkühlt.

In der Zwischenzeit die Eier hart kochen.

Die Salatsoße zubereiten und einen Teil über den gekochten Spargel träufeln,
damit sie durchziehen kann.

Die Radieschen waschen und in Scheiben schneiden.

 Die Eier pellen und halbieren. 4 Eier grob hacken.

Jetzt die Zutaten auf den Tellern anrichten. Zuerst habe ich den Spargel verteilt, dann die Radieschen, die Eier, die restliche Salatsoße und den Schnittlauch. Mit den Eierhälften garnieren.

Als leichtes Mittagessen mit Baguette

Samstag, 3. Februar 2018

Frei nach Ottolenghi: Vietnamesische Pfannkuchen mit Gemüsefüllung


Zu Weihnachten habe ich von meinem Bruder das Buch "Genussvoll vegetarisch" von Ottolenghi geschenkt bekommen. Der Name Ottolengi sowie das besagte Kochbuch waren mir schon vorher ein Begriff und ich habe sogar bereits vor Jahren etwas daraus nachgekocht, als das Buch in der Bloggerszene heiß diskutiert wurde. Das in Ruhe Stöbern im gedruckten Kochbuch hat mir aber über die Weihnachtsfeiertage so richtig Spaß gemacht, neue Inspirationen gebracht und ich habe einige Rezepte mit Post it's versehen. Nun habe ich auch ganz motiviert ein erstes Rezept nachgekocht, nachdem ich letzte Woche den asiatischen Lebensmittelladen in der nächsten Stadt aufgesucht und Reismehl gekauft hatte. Denn ein Rezept mit Post it zum Nachmachen waren die Vietnamesischen Pfannkuchen mit Gemüsefüllung.


Das Rezept ist zum Beispiel auch hier veröffentlicht. Die Pfannkuchen mit Reismehl (und Kurkuma und Kokosmilch... man merkt die exotische Note) waren auch von der Konsistenz her super. Deswegen hatte ich im Voraus am meisten Sorge - unbegründeterweise, wie ich nun sagen kann.
Der Dipp mit Sojasauce, Chili, Ingwer, Knoblauch, Limette klingt sehr typisch asiatisch und hat sich auch bei diesem Rezept sehr gut gemacht. Rohen Knoblauch mag ich zwar, es ist aber nicht besonders gesellschaftstauglich, ihn zu essen, sodass ich diesen einfach ein paar Minuten mit dem Sesamöl zusammen angebraten habe, bevor ich alles unter den Dipp gerührt habe. Ich würde aber die doppelte Menge empfehlen.
Beim Gemüse habe ich etwas variiert. Denn der asiatische Lebensmittelladen vor Ort hatte nur wenig Gemüse da und so kam ich nun mal nicht an den Daikon (japanischer Rettich) oder die Enoki-Pilze. Typisch Ottolenghi halt. Aber man ist ja frei, etwas zu variieren. So ich etwas normalen Rettich und Champignons verwendet.
Und wichtig: für den Teig habe ich 2 Eier anstatt einem verwendet (also auf 400 ml Kokosmilch und 200 g Reismehl). So ließen sich die Pfannkuchen problemlos backen und rollen, während sie mir mit nur einem Ei zerfallen sind.



Ich finde ja, dass die bunten Farben des gefüllten Pfannkuchens, die auch auf den Bildern hervorkommen, schon das Kochen zu einem schönen Erlebnis machen. Und ein Genuss ist der Pfannkuchen auch. Er schmeckt nach einem asiatischen Gericht, und einfach sehr besonders vor allem durch den Pfannkuchenteig. Das viele Gemüse und die frischen Kräuter sagen mir ebenfalls zu. Und so aufwendig ist die Zubereitung gar nicht, da das Gemüse lediglich kleingeschnibbelt bzw. gehobelt werden muss und nur der Pfannkuchen angebraten.