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Sonntag, 15. März 2020

Zauberei: Vanille-Pudding-Kuchen


Dieser Kuchen ist wie ein Zaubertrick: Man rührt einen Teig zusammen, kippt ihn in eine Form, ab in den Ofen ... und wenn man nach 50 Minuten den Kuchen herausnimmt, hat man ... simsalabim ... einen Kuchen mit 3 Schichten! Als ich das Rezept las, war ich wirklich gespannt, ob es bei mir auch funktionieren würde. Das hat es! Probiert es aus, es ist ein Erlebnis, diesen Kuchen zu backen.
Schmecken tut er wie Pudding in Kuchenform ... ich mag Vanillepudding, folglich auch diesen Kuchen. Die untere Schicht sieht vielleicht wie eine Mürbeteigboden aus, das täuscht jedoch. Soweit reicht die Zauberei nicht. So ein knuspriger Boden wäre noch die Krönung. Vielleicht backe ich den Kuchen das nächste Mal in der Tat mit einem Mürbeteigboden ... dann werden aus zwei Teigen immerhin vier Schichten beim Backen, wenn alles klappt. Das ist dann immer noch Zauberei!


Das Geheimnis dieses Zaubertricks kann ich euch leider nicht verraten. Das müsste mir ein Chemiker oder Naturwissenschaftler erzählen ... wer die Antwort kennt, her damit! Ich verrate euch unten mein Rezept, das ich aus der Variante von lecker.de und daskochrezept.de kombiniert habe.


Vanille-Pudding-Kuchen

für eine Springform mit 24 cm Durchmesser

125 g Butter
4 Eier
100 g Zucker
30 g brauner Zucker
2 Pck. Vanillezucker
125 g Mehl
500 ml Milch
etwas Puderzucker

Den Ofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Butter in einem Topf bei mittlerer Temperatur schmelzen. Die Eier trennen. Das Eigelb mit dem (Vanille-)Zucker schaumig schlagen. Dann die geschmolzene Butter einrühren. Anschließend das Mehl einrühren. Die Milch lauwarm erhitzen und unter den Teig rühren. 

Zum Schluss noch das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben. Eine (dichte) Springform mit Backpapier auslegen und an den Seiten einfetten. Die flüssige Teigmasse in die Form füllen.

Alles für ca. 50 Minuten backen (ich habe den Kuchen nach knapp 30 Minuten mit Alufolie abgedeckt, damit er nicht zu dunkel wird).

Den abgekühlten Kuchen mit Puderzucker bestäuben.

Samstag, 12. August 2017

Schnecken aus Quark-Öl-Teig: mit 3 verschiedenen Füllungen

Quark-Öl-Teig mache ich sehr gerne, da er sehr problemlos zu machen ist. Er kann für alle Rezepte verwendet werden, die sonst mit Hefeteig gemacht werden. Das Gebäck hält lange frisch und kann
auch gut eingefroren werden. Heute wird er von mir für verschiedene Schnecken verwendet.
Gleich jetzt am Anfang möchte ich hinzufügen, dass uns die Schnecken richtig gut zu einer Tasse britischem Schwarztee mit Milch - zubereitet mit ein paar Blättern marokkanischer Minze - super gut
geschmeckt haben. Das mit der Minze ist bei uns gerade der neueste Trend ;-)



Schnecken aus Quark-Öl-Teig

für je 12 Teilchen oder 1 Kuchen

Zutaten für den Quark-Öl-Teig 

300 g Mehl
1 Beutel Backpulver
150 g trockener Magerquark
6 EL Öl
6 EL Milch
4 EL Zucker
1 Beutel Vanillezucker
Mehl zum Ausformen 

 

Füllungen:

1. Füllung: 
1 Päckchen Vanillepudding nach Anweisung mit der Hälfte der üblichen Milch herstellen.         
2. Füllung:  
4 EL Dosenmilch (zuerst bepinseln)
4 EL Zucker 
8 EL gehackte Haselnüsse oder Mandeln
1 Päckchen Vanillezucker
   3. Füllung:
fertige Mohnmischung

Zuerst gebe ich das Mehl in eine Schüssel, siebe das Backpulver dazu und vermische es.
Dann gebe ich nacheinander die übrigen Zutaten hinzu. Nun verwende ich das Rührfix
und knete die Zutaten ca. 1 Minute mit den Knethaken. 
Danach knete ich ihn noch kurz von Hand durch.
Der Backofen kann zwischendrin mal vorgeheizt werden (200°C).
Nun rolle ich den Teig zu einem Rechteck von etwa 30 x 26 cm aus.  
Die Füllung gleichmäßig darauf verteilen. (Den Pudding für die Füllung gut abkühlen lassen).
Jetzt den Teig von der schmalen Seite her aufrollen. Dann mit einem scharfen Messer in gut 2 cm breite Scheiben schneiden. Flach nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und die herausgefallene Füllung daraufstreuen.

20-25 Min. schön braun backen.

Für jede Füllung muss eine Teigmenge hergestellt werden!

Sonntag, 5. März 2017

Eine bekannte Kombination in neuer Form: Mohn-Marzipan-Pudding

Die Mohn-Marzipan-Kombination finde ich ja äußerst reizvoll. Ungefähr mit der Tomaten-Mozzarella-Kombi auf eine Stufe zu stellen. Ich mag die Joghurt-Sorte, habe aber auch schon Plätzchen oder Muffins in dieser Art gebacken. Und warum es nicht mal mit Pudding versuchen? Die Idee habe ich schon ganz lange im Hinterkopf. Und immer, wenn ich Mohn oder Marzipan sehe, erinnere ich mich daran. Nun hat es endlich mal geklappt. Äußerst lecker im Ergebnis, kann ich nur sagen. Hat was, was Besonderes. Vor allem warm mag ich diesen Pudding (gilt aber auch allgemein).


Mohn-Marzipan-Pudding

80 g Marzipan
30 g Mohn (ungemahlen)
500 ml Milch
40 g Speisestärke
40 g Zucker

Das Marzipan in Stücke schneiden. Speisestärke dem Zucker und dann mit 5 EL der 500 ml Milch so lange verrühren, bis eine "klumpenlose" Masse entsteht. Den Rest der Milch zusammen mit dem Marzipan und dem Mohn in einem Topf erwärmen. Sobald die Milch kocht, die Mischung aus Speisestärke, Zucker und Milch unter ständigem Rühren in den Topf geben. Den Pudding in ein oder mehrere Schälchen füllen, sobald der Topfinhalt Blasen wirft. Warm oder kalt servieren.

Samstag, 16. April 2016

Birnen-Pudding-Auflauf

Hier habe ich noch ein "ganz altes" Rezept aus meinem Archiv, welches ich regelmäßig zubereitet habe, als das Kochen und Backen vor ein paar Jahren zu einem Hobby von mir wurde und welches auf irgendeinem Grund noch nicht auf meinem Blog ist.

Ich mag Süßspeisen ja nicht allzu oft und dann auch nur bestimmte, aber dieser Auflauf hat was. Es wurde Zeit, ihn mal wieder zu machen und auch zu verbloggen. Das Highlight für mich ist ja der Vanillepudding darin. Ich bereite den Auflauf mit Birnen zu. Da hat man allerdings ein wenig Spielraum. Im Originalrezept (Dr. Oetker Schulkochbuch) werden Birnen aus der Dose verwendet (460 g Abtropfgewicht). Man kann verschiedene Sorten Obst verwenden, Dosenobst oder besser frisches Obst. Ich werde bald mal variieren, evtl. auch mal mit verschiedenen Obstsorten auf einmal.


Birnen-Pudding-Auflauf

für 2 Portionen

250 ml Milch
9 Zwiebäcke
600 g Birnen (reif)

500 ml Milch (für den Pudding)
40 g Speisestärke
30 g Zucker 
1 Pck. Vanillezucker
2 Eigelb

2 Eiweiß
10 g Zucker
1 Msp. Salz

Die 250 ml Milch erhitzen. Auf einem Teller die Zwiebäcke verteilen und diese dann mit der warmen Milch begießen. Die Birnen waschen, das Gehäuse  entfernen und in Streifen schneiden.

Speisestärke mit 4 EL von den 500 ml Milch und dem Zucker und Vanillezucker so lange verrühren, bis eine "klumpenlose" Masse entsteht. Den Rest der Milch in einem Topf erwärmen. Sobald die Milch kocht, die Speisestärkemischung unter ständigem Rühren in den Topf geben. Rühren, bis die Masse eindickt und dann vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Den Ofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze vorheizen).

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit dem Zucker und ganz wenig Salz steif schlagen.
Die Eigelbe in den Pudding einrühren (dazu erst ein paar Mal einen Löffel Pudding in das Eigelb einrühren, sodass es nicht stockt).

Die Auflaufform fetten (bei mir 18 x 25 cm groß, eine große Quicheform geht aber auch). Zunächst die Birnen darin verteilen. Dann die Zwiebäcke darauf legen. Im Anschluss mit der Puddingmasse bestreichen. Als letztes dann noch das Eiweiß auf den Pudding streichen.
Alles für 20 Minuten backen (evtl nach 10 Minuten mit Alufolie bedecken, falls das Eiweiß schon Farbe angenommen hat).

Blühende Birnenbäume auf Mallorca im März 2014

Mittwoch, 17. Februar 2016

Wieder was für Mutige: Bananen-Kurkuma-Pudding

Ein Dessertrezept mit Bananen und Kurkuma, welches mich angesprochen hat, habe ich vor langer Zeit in meinem Tibits-Kochbuch entdeckt. Und zwar aus folgendem Hauptgrund: Kurkuma soll sehr gesund sein, da es viel Eisen enthält. Und da Inder ja fast alles mit Kurkuma würzen ist das Gewürz für sie eine essentielle Eisenquelle .... das hab ich jedenfalls mal irgendwo gelesen.

Ich habe das Tibits-Rezept nicht direkt nachgekocht, sondern basierend auf meinem klassischen Puddingrezept abgewandelt. Allerdings mit weniger Stärke, da ich eine etwas flüssigere Konsistenz erreichen und den "flüssigen Pudding" noch warm genießen wollte. Das hat geklappt und die Farbe finde ich durch das Kurkuma genial.

Geschmacklich hat mich das Rezept aber nicht ganz überzeugt (wieder eines der Kategorie "mutig", "exotisch", "spannend" oder "gewagt" ... also lasst euch nicht abschrecken, vielleicht schmeckt es euch ja). Ich weiß nicht, ob's am Kurkuma in einem süßen Rezept liegt oder an den Bananen. Ich tippe aber eher auf die Bananen ... die mag ich nämlich nicht in jeder Verwendung, da bin ich etwas heikel geblieben (früher habe ich sie gar nicht gemocht, mittlerweile mag ich sie manchmal und schätze sie als sättigendes, gesundes Sportlerobst). Also mir wäre mehr bzw. purer Vanillegeschmack lieber gewesen, glaube ich.... habt ihr Kurkuma schon mal in einem Dessert- oder Kuchenrezept verwendet?


Bananen-Kurkuma-Pudding

2 Bananen
500 ml Milch
1 Vanilleschote
20 g Speisestärke
50 g Rohrzucker
1 TL Kurkuma

Die Bananen in hauchdünne Scheiben schneiden. Speisestärke mit 4 EL der 500 ml Milch so lange verrühren, bis eine "klumpenlose" Masse entsteht. Den Rest der Milch in einem Topf erwärmen. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark sowie die Schote hinzufügen, das Kurkumapulver und den Zucker ebenfalls hinzugeben. Die Schote wieder entfernen, bevor die Milch kocht. Sobald sie allerdings kocht, die Mischung aus Speisestärke und Milch unter ständigem Rühren in den Topf geben. Die Banenenscheiben unterheben und den Pudding warm verspeisen.

Samstag, 12. April 2014

Avocado-Schoko-Pudding mit Wow-Effekt

Nun gibt's mal wieder ein Rezept mit Experimentcharakter. Der Name Avocado-Schoko-Pudding lässt das schon erahnen. Aber spätestens als ich die Auflistung der Zutaten für den rohen, veganen Avocado-Schoko-Pudding zum ersten Mal las, dachte ich: "Da wäre ich nieee selbst darauf gekommen, die Zutaten zu mischen." Nämlich: Avocado, Kokosöl, Ahornsirup, Kakaopulver, Balsamico, Sojasauce und Salz. Aber bekanntlich finde ich das Ausprobieren solcher Kombinationen extrem spannend. In diesem Fall ist das nachmachen auch ziemlich simpel, da die Zutaten nur püriert werden müssen. Und nach der Kostprobe sag ich nur: "Ich hätte nie gedacht, dass ich davon soooo begeistert bin. Einfach nur genial lecker!"


Das Rezept habe ich auf dem Jogblog aufgegabelt. Julia hat dort auch die Videoanleitung von Laura Miller auf youtube verlinkt. Ist sympathisch und dauert nur zwei Minuten, finde ich daher sehenswert:


Kokosöl habe ich übrigens extra für diese Pudding-Aktion gekauft (bin im Reformhaus fündig geworden). Was den Balsamico angeht, habe ich meine Feigen-Variante genommen, die durch die Süße gut gepasst hat. Durch den hohen Fettanteil ist der Pudding nicht nur schmackhaft, sondern auch ziemlich sättigend. Aber es sind gesunde Fette drin ... und das Nachmachen ist wie gesagt wirklich simpel. Also kann ich die Schlussworte von Julia's Blogbeitrag nur weitergeben: Traut euch!

Das Rezept findet ihr auch unter dem Youtube-Video oder bei Julia, oder hier:

Avocado-Schoko-Pudding

für 2 Portionen (Mengen beliebig erweiterbar ;-))

 1 Avocado
50 ml Ahornsirup
25 g Kakaopulver
1,5 EL Kokosöl
1/2 TL Balsamico
1/4 TL Sojasauce
1/8 TL Salz

Die Avocado in Stücke schneiden. Alle restlichen Zutaten zusammen mit der Avocado pürieren.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Der Puddingtest: Herd contra Ofen

Wie ich Vanillepudding und Schokoladenpudding selbst herstelle, habe ich bereits hier und hier gezeigt. Dabei handelt es sich um Pudding, wie er zumindest nach deutschem Muster klassisch unter Zuhilfenahme einer Herdplatte hergestellt wird. Das Vorgehen lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Milch zum Kochen bringen, dann ein in etwas Milch gelöstes Stärke-Zucker-Gemisch unter die kochende Milch rühren und den fertigen Pudding in Schälchen füllen.

Nun kann man Pudding alternativ auch im Ofen backen. Zum Beispiel die Franzosen machen es so: die Petits pots de crème au chocolat et à la vanille, die ich bei La Tartine Gourmande gesichtet habe, sind ein Beweis dafür. Zunächst habe ich mir das Rezept für die petits pots de crème "nur" als eine Form eines hübschen, kleinen Desserts à la française abgespeichert. Etwas später ist mir klar geworden, dass es sich dabei auch um das Pendant im Ofen zu meinem Herd-Pudding handelt. Sogar genau in der Vanille- und Schokovariante. 

Die beiden wichtigen Unterschiede sind wie folgt: Bei der Herstellung im Ofen wird die Mischung langsam (oft im Wasserbad) gebacken. Dadurch dass das Ganze nicht zum Kochen gebracht wird, kann als Bindemittel anstatt der Stärke auch Eigelb verwendet werden.

Es ist also Zeit, die beiden Herstellungsmöglichkeiten mal genauer unter die Lupe zu nehmen und diese einem Vergleich zu unterziehen:


Kriterium 1: Geschmack
Um einen guten Vergleich zu haben, habe ich ganz zeitnah beide Versionen erneut getestet. Mit dem Ergebnis, dass ich einen Unterschied schmecke und die Ofen-Variante etwas feiner finde. Feiner, zarter, milder sind die Adjektive, mit denen ich den Unterschied am besten beschreiben kann. Ob es nun an der schonenden Garung im Ofen oder am Unterschied Eigelb / Stärke liegt oder an beidem, kann ich aber nicht genau zuordnen.


Kriterium 2: Aufwand
Der Punkt geht eindeutig an die Herdvariante - die geht bedeutend schneller. Im Ofen wird eben auf schonende Art langsam gebacken, nicht gekocht. Das dauert länger. Zudem machen auch die Arbeitsschritte des Trennens der Eier, Schlagen des Eigelbs und Befüllen des Wasserbades ein wenig mehr Aufwand.


3. Sonstige Kriterien
Es bleibt noch zu sagen, dass die Herstellung der Ofenvariante mit Eigelb anstatt Stärke glutenfrei ist. Andererseits könnte man die herkömmliche Milch durch eine vegane Alternative ersetzen, und so auf dem Herd veganen Pudding herstellen - mit Eigelb nicht möglich.


Fazit:
Der Geschmack ist ausschlaggebend, aus diesem Grund werde ich von nun an meinen Pudding bevorzugt im Wasserbad im Ofen backen, nach dem oben verlinkten Rezept von La Tartine Gourmande. Besonders die Schokoladenvariante hat es mir angetan (und diese wird auch noch besser fest als die Vanillepuddings). All das macht den Pudding auf herkömmliche Art hergestellt aber nicht schlechter, es relativiert lediglich ;-)

Übrigens habe ich in der Vergangenheit bereits zwei andere Sorten Pudding (im Ofen) hergestellt, die beide auch entzückend schmecken und etwas exotischer klingen:

Donnerstag, 16. Mai 2013

Auf Pudding folgt Pudding

Beim Kochen des Vanillepuddings mit Rhabarberkompott kam mir wieder in den Sinn, dass ich schon ewig ausprobieren wollte, ob Schokoladenpudding auch so einfach herzustellen ist wie "echter" Vanillepudding. Jetzt wo ich es ausprobiert haben, kann ich bestätigen, dass es so ist. Es reichen auch hier vier Zutaten aus, nämlich Milch, Zucker, Speisestärke und anstatt einer Vanilleschote eben Schokolade.


Im Voraus war ich mir nicht ganz sicher, ob man die Schokolade einfach mit der Milch zusammen zum Kochen bringen kann, ohne dass sie anbrennt. Die Bedenken sind nun aber ausgelöscht: Ich habe lediglich darauf geachtet, die Milch anfangs nicht gleich auf höchster Temperatur zu erwärmen, sondern langsam, bis die Schokolade geschmolzen ist. Sonst ändert sich an der Zubereitung eigentlich nichts. Und der Geschmack ist eben schokoladig anstatt vanillig ... hat beides was.



Schokopudding

500 ml Milch
40 g Speisestärke
40 g Zucker
50 g Schokolade

Speisestärke dem Zucker und dann mit 5 EL der 500 ml Milch so lange verrühren, bis eine "klumpenlose" Masse entsteht.  Die Schokolade hacken. Die gehackte Schokolade zusammen mit dem Rest der Milch in einen Topf geben und - bis die Schokolade geschmolzen ist - zunächst langsam erwärmen. Danach kann die Herdtemperatur erhöht werden, sodass die Milch zum Kochen kommt. Sobald dies der Fall ist, die Mischung aus Speisestärke, Zucker und Milch unter ständigem Rühren in den Topf geben. Kurz aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen. Den Pudding in ein oder mehrere Schälchen füllen. Warm oder kalt servieren.

Sonntag, 12. Mai 2013

Vanillepudding mit Mango-Rhabarber-Kompott

Fast ein Jahr ist es her, seit ich zuletzt Rhabarber gegessen habe (letzte Saison eben). Da kann man fast vergessen, wie gut Rhabarber schmeckt ;-) Zumindest war das mein Gedanke, nachdem ich eine Portion davon verzehrt habe:


Für einen so säuerlichen Genossen wie den Rhabarber eignet sich die Verarbeitung zu Kompott bestens. Weit darüber hinaus erstreckt sich mein Erfahrungsschatz auch noch nicht ... aus diesem Grund habe ich diese Saison auch zunächt auf ein bewährtes Rezept zurückgegriffen, nämlich das Rhabarberkompott mit Mango und Rosmarin, das ich vor zwei Jahren in der Living at Home entdeckt habe (das Originalrezept ist hier zu finden). Die süße Mango passt nach wie vor sooo gut zum Rhabarber und der intensive Rosmaringeschmack hat mich gleich gedanklich nach Südfrankreich im Sommer versetzt. 


Kombiniert habe ich das Kompott dieses Jahr mit klassischem Vanillepudding, sodass hübsche kleine Dessertportionen entstehen. Für diese Kombination habe ich beide Rezepte etwas abgewandelt, da nun zwei süße Dinge aufeinander treffen. So habe ich die Zuckermengen je etwas reduziert und die Mengen so angepasst, dass das Verhältnis Pudding/Kompott passt. Aber wenn man sich schon die Mühe macht, kann man natürlich auch gleich die doppelte Menge an Kompott kochen und die verbleibende Hälfte mit Quark, Joghurt oder Eis essen.


Vanillepudding mit Mango-Rhabarber-Kompott

für 6 Portionen

Pudding:

500 ml Milch
1 Vanilleschote
40 g Speisestärke
40 g Zucker

Speisestärke dem Zucker und dann mit 5 EL der 500 ml Milch so lange verrühren, bis eine "klumpenlose" Masse entsteht. Den Rest der Milch in einem Topf erwärmen. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark sowie die Schote in den Topf mit der Milch geben. Die Schote wieder entfernen, bevor die Milch kocht. Sobald sie kocht, die Stärkemischung unter ständigem Rühren in den Topf geben. Kurz aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen. Sechs Schälchen mit der Puddingmasse bis zur Hälfte füllen und abkühlen lassen.

Kompott:
250 g Rhabarber
1/2 Mango
1 Zweig Rosmarin
40 g Zucker
1 TL Speisestärke

Den Rhabarber waschen, schälen und die Enden abschneiden. Die Stangen schräg in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Rosmarinnadeln fein hacken. Den Rhabarber, Rosmarin und Zucker zusammen mit 100 ml Wasser in einen Topf geben, aufkochen und 5 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen (bei geschlossenem Topfdeckel). Während dessen die Mango waschen, schälen und würfeln. Die Stärke mit ein wenig Wasser glatt rühren und zum Kompott geben. Alles nochmal kurz aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen, die Mangostücke unterrühren und das Kompott abkühlen lassen.

Wenn sowohl der Pudding als auch das Kompott abgekühlt sind, je circa zwei Esslöffel des Kompotts auf den mit Pudding gefüllten Schälchen verteilen.

Gerne möchte ich mit diesem Beitrag am Rhabarber-Event vom Küchenplausch teilnehmen.
Schaut doch mal hier vorbei für weitere Informationen und Inspirationen mit Rhabarber (auch über Kompott hinaus ;-)):

Dienstag, 19. Juli 2011

Vanillepudding OHNE Tüte


Ein erklärtes Ziel von mir beim Kochen ist es, weniger Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und andere Zusatzstoffe zu verwenden und zu mir zu nehmen als durch den Verzehr von Fertigprodukten. Da ich ja erst seit ein paar Tagen ohne meine Weisheitszähne bin, ist weiche Kost immer noch ganz hoch im Kurs. Und aus diesem Grund stand die Zubereitung von klassischem Pudding ohne Tütchen ganz oben auf der Liste. Wenig überraschend erscheint sicherlich mein Ergebnis, dass der ganz selbstgemachte Pudding besser ist. Ich werde dann ab jetzt grundsätzlich ohne Puddingpulver auskommen, auch bei Kuchen (wobei ich Ausnahmen nicht ganz ausschließe). 


Vanillepudding

500 ml Milch
1 Vanilleschote
40 g Speisestärke
50 g Zucker

Speisestärke dem Zucker und dann mit 5 EL der 500 ml Milch so lange verrühren, bis eine "klumpenlose" Masse entsteht. Den Rest der Milch in einem Topf erwärmen. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark sowie die Schote hinzufügen. Die Schote wieder entfernen, bevor die Milch kocht. Sobald sie allerdings kocht, die Mischung aus Speisestärke, Zucker und Milch unter ständigem Rühren in den Topf geben. Den Pudding in ein oder mehrere Schälchen füllen, sobald der Topfinhalt Blasen wirft. Warm oder kalt servieren.

Samstag, 2. April 2011

L'air du printemps

Heidelbeer-Pudding-Kuchen 
Eigentlich wollte ich ja heute was anderes kochen, nachdem ich aber völlig erstaunt und schon fast fertig von den warmen Temperaturen draußen von meiner Einkaufstour zurück kam, hatte ich viel mehr Lust auf etwas Süßes und Frisches zu Essen. Backen unter erschwerten Bedingungen ... ich verfüge nämlich im Moment über kein Rührgerät, also habe ich bewusst einen Heidelbeer-Pudding-Kuchen aus meiner Liste gesucht, für den man gar keinen Mixer benötigt. Das Rezept stammt von der kanadischen Kochseite coup de pouce. Falls es jemand nachmachen will und es hilft, habe ich die Sprache und die Maßeinheiten weiter unten mal übersetzt.

Eine Kugel Eis hätte natürlich perfekt zu dem Kuchen gepasst, ich hatte aber leider keine da. Das lässt sich evtl. heute Nachmittag noch nachholen, da ich bei dem schönen Wetter jetzt nicht wie geplant drinnen sitzen bleiben kann, obwohl ich genug Arbeit am Schreibtisch hätte. Na ja, dann wird das eben ein längerer Abend am Schreibtisch ...




Heidelbeer-Pudding-Kuchen

150 g Mehl
115 g Zucker + 30 g zum Bestreuen (im Originalrezept steht 70 g anstatt 30 g - also nach Belieben mit Zucker bestreuen)
1 TL Backpulver
180 ml Milch
75 g Butter
Heidelbeeren

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Butter schmelzen. In einer Schüssel das Mehl, 115 g Zucker und das Backpulver verrühren. Die geschmolzene Butter und die Milch hinzufügen und mit einem Löffel rühren, bis ein homogener Teig entsteht. Diesen in eine Auflaufform füllen. Die gewaschenen Heidelbeeren darauf verteilen und mit dem restlichen Zucker bestreuen. Im Ofen ca. 40 Minuten backen (am besten vorher kontrollieren, ob der Teig schon durch ist).

Montag, 7. März 2011

3. Versuch erfolgreich: weißer Schokopudding



Seit ich die Zitronenpuddings aus dem Ofen nach Donna Hay gemacht habe, finde ich selbst gemachten Pudding richtig toll. Nun wollte ich diesmal wieder Pudding aus dem Ofen, aber mit weißer Schokolade. Da ich nirgends ein Rezept dafür gefunden habe, musste/durfte ich selbst ran und habe ein paar Versuche gestartet. Die ersten beiden Ergebnisse waren auch essbar, aber mit zu viel oder zu wenig Butter und zu flüssig bzw. zu fest. Heute, beim 3. Versuch, fand ich das Ergebnis gut, und zwar bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Weißer Schokopudding aus dem Ofen

für 4 (kleine, aber mächtige) Portionen

100 g weiße Schokolade
20 g Butter

75 ml Milch
2 Eier
40 g Zucker
1 gestr. EL Speisestärke


Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Schokolade, Butter und Milch in einem kleinen Topf auf der geringsten Wärmestufe schmelzen, dabei umrühren. Die Eier mit dem Zucker zwei Minuten schaumig rühren. Wenn der Topfinhalt geschmolzen ist, die Masse unter Rühren langsam zu der Eier-Zucker-Mischung geben. Zuletzt die Speisestärke dazugeben und nochmals alles verrühren. Die Puddingmasse in 4 Förmchen füllen. Die Förmchen am besten in eine große Auflaufform stellen und diese dann mit heißem Wasser füllen, sodass die Förmchen mindestens zur Hälfte im Wasser stehen. Das Ganze für 20 Minuten im Ofen backen. 

Anmerkung 1: Es darf sich oben ruhig eine leicht braune Kruste bilden. Falls die Puddings allerdings vor Ende der Backzeit an der Oberfläche schon zu dunkel werden, die Förmchen einfach mit Alufolie bedecken.
Anmerkung 2: Die Konsistenz der Puddings wird oben nach 20 Minuten noch flüssig sein, was so gewollt ist. Die Puddings frisch aus dem Ofen noch warm verspeisen (etwas Abkühlen lassen ist natürlich in Ordnung ... ich habe sie allerdings immer praktisch sofort gegessen, kann gar nicht sagen, ob sie kalt auch noch schmecken). 

Dienstag, 11. Januar 2011

Zitrone in Puddingform


Für diese Zitronenpuddings inspirierte mich mein Backbuch von Donna Hay, und an ihr Rezept  habe ich mich auch ziemlich genau gehalten. Da ich keine Großfamilie zu ernähren habe, wurde von mir nur die Menge halbiert und in drei Souffléförmchen (9 cm Durchmesser) gefüllt.

Übrigens werden die Puddings in diesem Rezept auch auf ganz originale Art im Wasserbad im Ofen gebacken und kein Tüteninhalt in Milch gerührt. Ich kann nun bestätigen, dass dabei dann auch wirklich eine Masse in der Konsistenz von mit bisher bekanntem Pudding entsteht. Fazit: Selbsgemachter Pudding ist was Tolles, ich sollte bald mal weitere Sorten probieren.