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Montag, 15. September 2014

Tajine: "Pommes de terre au citron"

Es wird mal wieder Zeit für ein Rezept mit einem besonderen Kochtopf, der Tajine. Als ich bei Susanne vom Blog Magentrazerl ein Bild von einem Eintopf mit Kartoffeln, Oliven und Salzzitrone sah, war auch klar, welches Rezept.

Vor dem Nachmachen musste nur erst Mal eine Salzzitrone bzw. konfierte Zitrone eingelegt werden. Das dauert eine Weile ... drei Wochen später kann ich aber nun mein Ergebnis präsentieren:


Der Geschmack dieses Gerichts hat mich beim ersten Bissen an etwas erinnert. Beim Abspülen fiel dann der Groschen: an das Poulet au citron. Wenig verwunderlich, werden dort doch eigentlich genau die gleichen Zutaten und Gewürze (Ras el hanout, bzw. eine Mischung aus Kreuzkümmel, Zimt, Koriander, Ingwer plus Safran) verwendet. Bis auf eine natürlich: das Poulet -wird praktisch bei dieser Tajine durch die Kartoffeln ersetzt. Die Vegetarier-Variante also, oder auch Veganer-Variante, wenn man so will.


Durch die Gewürzkombination sowie die konfierte Zitrone einfach ein sehr tolles Geschmackserlebnis. Ich hab mich weitgehend an Susanne's Rezept gehalten. Nur dass ich anstatt einer ganzen lediglich eine halbe Salzzitrone verwendet habe. Die andere Hälfte brauche ich nämlich noch für was anderes und ich fand den Geschmack auch so schon sehr intensiv. Und nach 15 Minuten Garzeit waren die oben liegenden Kartoffeln bei mir noch etwas fest, so habe ich sie nach unten in den Topf befördert und nochmal 10 Minuten garen lassen. Dann war's perfekt.


Nachdem ich mir ein Kochbuch mit vegetarischen Tajine-Rezepten gekauft habe, werde ich bald mit neuen Rezepten zum Thema ankommen ...

Hat eigentlich jemand von euch schon mal Brot in der Tajine gebacken?

Donnerstag, 31. Januar 2013

Winter-Couscous nach Ottolenghi

Der Herr Ottolenghi wird mir immer sympathischer. Jetzt habe ich in kurzer Zeit schon das zweite Gericht von ihm gekocht, ohne jemals eines seiner Kochbücher in der Hand gehalten zu haben. Auch wenn ich ja nicht finde, dass meine Sammlung an Back- und Kochbüchern in nächster Zeit beträchtlich erweitert muss, eventuell kommt trotzdem bald ein Kochbuch von Ottolenghi ins Haus. Ich glaube, ich hätte Freude daran ;-)

Der Grund für meine positiven Worte dieses Mal: Sein Winter-Couscous, bestehend aus einer langen und sorgfältig ausgewählten Liste aus saisonalem Gemüse und orientalischen Gewürzen, die sich zu einer sehr gelungenen Gesamtkomposition zusammenfügt.


Aufmerksam geworden bin ich auf das Gericht bei der Lektüre von Annett's kulinarischem Tagebuch. Abgesehen von der Wintersaison sprach für das baldige Nachkochen des Wintercouscous auch die konfierte Zitrone, die Teil der Zutatenliste ist. Und von der hatte ich nach dem Poulet au citron noch was übrig.

Zwar wird mit Harissa für etwas Schärfe gesorgt, in diesem Fall habe ich mich aber im Vergleich zu sonst etwas zurückgehalten, damit der Geschmack der verwendeten Gewürze nicht vollständig durch die Schärfe übertönt wird. Das wäre wirklich zu schade gewesen ... 

In meinem letzten Beitrag habe ich mich ja schon über die Beigabe von ganzen Safranfäden gewundert, was Gang und Gäbe zu sein scheint, wie auch in diesem Beispiel wieder klar wird. Ich hab es nämlich so kennengelernt, dass Safran in Pulverform erst mit etwas Flüssigkeit vermengt und dann mit was auch immer vermischt wird. Etwas verwirrt bin ich immer noch, aber anscheinend kommt der Geschmack von Safran auch in Fadenform durch?


Zum Abschluss aber auf jeden Fall vielen Dank, liebe Annett, dass du mich auf das tolle Rezept aufmerksam gemacht hast. Denn genau wie du kann ich mich für die Küche in Richtung Orient / Nordafrika mit den verbundenen Aromen absolut begeistern. Mit den Worten "das wird sicher wieder gekocht" gehe ich realistischerweise sehr sparsam um, da ich im Moment einfach zu gerne neues ausprobiere (auch das Foodblogger-Dilemma genannt) und nicht täglich zum Kochen komme. Hier will ich es aber trotzdem anbringen. Zum einen lässt die Aussage ja den genauen Zeitpunkt offen, zum anderen will ich das wirklich wieder essen (und auch nicht erst in 10 Jahren, da bin ich mir trotzdem sicher)!

Montag, 28. Januar 2013

Poulet au citron

Dass ich Rezepte grundsätzlich erstmal nur bis zum Ende der Zutatenliste lese, wurde mir schon öfter zum Verhängnis. Der ein oder andere Plan wurde durchkreuzt, wenn ich in den Startlöchern zum Kochen, alle Zutaten bereit gestellt, im Flusstext eines Rezeptes auf ein Mal Sätze wie "über Nacht in Wasser einweichen" oder "mindestens 4 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen" erblickte. Aber auch die Aussage "mindestens eine Stunde ruhen lassen" kann mich ziemlich aus der Bahn werfen, wenn das Hungergefühl zu Kochbeginn schon sehr ausgeprägt ist - da ist dann von einer sehr langen Stunde die Rede.


Die obige Einleitung erklärt auch die lange Zeitspanne, die von der Idee "Poulet au citron" bis zum Essen auf meinem Teller vergangen ist. Das besagte Gericht wird nämlich gerne mit einer konfierten Zitrone verfeinert: einer in einer Salzlake am besten über mehrere Wochen eingelegte Zitrone ... mein erster Versuch dafür ging schief, dann mehrere Wochen warten ... So wurde dann nichts aus meinem ursprünglichen Gedankenblitz irgendwann letzten Sommer, das Poulet au citron am folgenden Wochenende zu kochen.

Der confierten Zitrone wird nach der Historie ein extra Beitrag gewidmet, jetzt erst mal zum Poulet, welches dann nach langer Zeit doch noch erfolgreich gekocht und mit großem Genuss verzehrt wurde. Die Marinade/Sauce zum Hähnchen aus Zitrone, Oliven, Petersilie und Gewürzen wie Safran sowie der marokkanischen Gewürzmischung Ras el Hanout (ich habe mit Gewürzen nach der Anleitung gewürzt, Mengen Pi mal Auge)  kann zurecht als wahres Geschmackserlebnis bezeichnet werden, das mich begeistert zurückgelassen hat. Kurz gefasst ein frischer, sauer-salziger Geschmack mit arabischem Gewürzeinfluss. 


Das Rezept habe ich von der Globus-Seite. Anstatt roten Oliven habe ich schwarze genommen, und die finde ich farblich sogar schöner. Sonst habe ich bis auf die Verarbeitung des Safrans keine nennenswerten Änderungen am Rezept vorgenommen, und kann es definitiv so empfehlen. Nur ich versteh nicht so ganz, dass überall tatkräftig Safranfäden in die Kochtöpfe geworfen werden ???  So wie ich es aus meiner Lektion in der persischen Küche kenne, werden die Safranfäden zunächst mit einem Mörser zu Pulver zerstossen (oder einfacher: Pulver gekauft). Das Gewürz in Pulverform wird dann mit etwas Flüssigkeit wie Öl oder Wasser vermengt, und dann erst mit der Sauce / dem Reis / dem Couscous etc. vermischt. Erst dadurch entfaltet sich meines Wissens nach der Geschmack von Safran richtig. Das gleiche gilt für die Farbe.

Als Beilage  bzw. Grundlage zum Poulet au citron dazu passt Couscous sehr gut, oder alternativ etwas Brot, würde ich sagen. Und der auf der Seite vom Globus empfohlene Wein ist sicher auch nicht übel. Aber einfach so schmeckt's auch!