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Dienstag, 23. November 2021

Grünkernsoße - Grundrezept für Spaghetti, als Aufstrich oder für Füllungen

Dieses Rezept stammt aus einem kleinen Kochbuch, das ein Gemeinschaftswerk einer Familie ist. Tochter, Vater und Sohn haben sich zusammengetan und das vegane Kochbuch "WAS OMA NOCH NICHT WUSSTE....." herausgebracht. Einfach klasse so ein generationenübergreifendes Projekt! Diese Grünkernsoße ist das erste Rezept daraus, das ich nachgekocht habe. Es ist ein tolles Gericht. Wie man auf dem Bild sieht haben wir es als Soße für unsere Spaghetti verwendet. Und sie ist ein Hit!! 

Ich denke, das Anbraten des Grünkernschrots und des Gemüses, sowie das Karamellisieren des Zuckers ist das Geheimnis, daß diese Soße so delikat wird.

 Zutaten für 4-6 Portionen

250 g Grünkernschrot (grob)
500 ml Gemüsebrühe
2 Lorbeerblätter
3 TL Kokosöl
 
1 Zwiebel
2 Karotten
1 Zucchini
1 Paprika
1 Peperoni
3 Stangen Sellerie
 
1 EL Olivenöl
2 TL Zucker
1 Tube Tomatenmark
3 Knoblauchzehen gehackt
250 ml Wasser
2 Dosen gehackte Tomaten
2 TL Hefeflocken
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
1 TL Salz
Pfeffer
Chiliflocken

Kräuter, wenn es geht frisch:
Basilikum
Odregano
Thymian
Salbei
 
Zutaten für veganen Parmesan:
 50 g Cashewkerne
3 TL Hefeflocken
1/2 TK Kräutersalz
  
 Grünkernschrot in der Gemüsebrühe mit den Lorbeerblättern aufkochen. Unter Rühren und leichter Hitze 15-20 Minuten köcheln lassen bis die Flüssigkeit vollständig reduziert ist. 
Masse erkalten lassen.
 
Den gekochten Grünkernschrot unter großer Hitze mit 3 TL Kokosöl in einer beschichteten Pfanne knusprig anbraten.
Das Gemüse klein würfeln und in 1 EL Olivenöl in einem großen Topf anbraten. Gemüse an den Rand des Topfes schieben, den Zucker in die Mitte geben und karamellisieren lassen. Tomatenmark und Knoblauch zugeben und mit 250 ml Wasser ablöschen. 

Der angebratene Grünkernschrot zusammen mit den gehackten Tomaten, Hefeflocken, Paprikapulver und den frischen Kräutern zufügen. 
Mit Salz, Pfeffer und etwas Chiliflocken abschmecken und noch einmal für ein paar Minuten köcheln lassen. 

Wer möchte kann sich veganen Parmesan selbst herstellen.
 
Cashewkerne, Kräutersalz und Hefeflocken in der Moulinette o.ä. mixen

Mittwoch, 28. Juli 2021

Bulgur-Zucchini-Tomaten-Auflauf mit Feta

Wie lange habe ich schon keinen Auflauf mehr gemacht (außer Quiche)? Habe ich mich gestern gefragt, als es beim Abendessen einen Bulgur-Zucchini-Tomaten-Auflauf mit Feta gab. Muss wirklich lange her sein. Die Auflaufspezialistin auf diesem Blog ist ja meine Mama, die Aufläufe so praktisch findet, weil sie die gut vorkochen kann. Ich muss nicht vorkochen, daher ist das kein Argument für mich.

Jedenfalls war unser Auflauf gestern einmal was anders für uns und sehr lecker. Keine der Zutaten war zu dominant, eine ausgewogene Mischung aus Tomaten, Zucchini, Tymian und Feta. Und eine leichte Süße durch das Tomatenmark. 

Mein Rezept ist eine Kombination aus einem Rezept aus einem Discounter-Prospekt von vor ein paar Jahren - und diesem Rezept von Chefkoch. Denn im Discounter-Rezept war nicht einmal angegeben, ob der Bulgur gekocht oder ungekocht sein muss. Die Oliven und der Thymian sind eigene Beigaben.


Bulgur-Zucchini-Tomaten-Auflauf

1 Zwiebel
130 g Bulgur
2 EL Olivenöl
400 ml Gemüsebrühe
2 Tomaten (ca. 200 g)
2 Zucchini (ca. 250 g)
1 Knoblauchzehe
30 g Tomatenmark
Salz, Pfeffer
1 EL frischer Thymian, gehackt
30 g Oliven
100 g Feta

Die Zwiebel schälen und feinhacken. In einem Topf 1 EL Olivenöl erhitzen, die Zwiebeln ca. 5 Minuten darin braten, dann den Bulgur hinzufügen, kurz mitrösten und schließlich mit der Gemüsebrühe ablöschen. Einmal aufkochen lassen und dann bei geringer Hitze 15.-20 Minuten einköcheln lassen (evtl. noch etwas Wasser zugeben).

Den Ofen auf 200° (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Die Oliven in Ringe schneiden.

Die Zucchini ebenfalls waschen und in Scheiben schneiden. In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und die Zucchini darin 5 Minuten anbraten. Den Knoblauch hinzufügen, 2 Minuten weiterbraten. Dann das Tomatenmark, Oliven und den Thymian unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
Bulgur-Zwiebelmischung mit den Zucchini und Tomaten vermengen, evtl. nachwürzen.

Alles in eine Auflaufform geben und den Feta darüberbröseln. Ca. 20 Minuten im Ofen überbacken.

Dienstag, 13. Juli 2021

Blätterteigtaschen mit Zucchini

Das ist jetzt schon meine dritte Runde beim Kochevent "Koch mein Rezept". Bei dem Event bekommt jeder Teilnehmer einen Blog zugeteilt, von dem er sich ein Rezept zum Nachmachen aussuchen soll. Mir macht das Stöbern auf den Blogs Spaß, und ich muss sagen, dass ich im Rahmen der Aktion so tolle Rezepte nachgekocht habe, auf die ich sonst nicht gestoßen wäre.

Diese Runde wurde mir Julias Blog Kitchen Spirit zugeteilt. Julia ist Gemüsefan, was mir äußerst sympathisch ist. Sie bereitet Gemüse auf verschiedene und kreative Arten zu. Und sie sagt: »Außerdem interessiere ich mich sehr für die einzelnen Aromen der Zutaten und warum etwas miteinander harmoniert.«

Da Zucchini-Saison ist, habe ich mir ein Zucchini-Rezept von Ihrem Blog ausgesucht. Und zwar mit Blätterteig gefüllte Zucchinitaschen. Die Füllung besteht aus Zucchini, Thymian, Knoblauch und Frischkäse. Nicht zu viel, sondern fein aufeinander abgestimmte Zutaten. Wir waren begeistert! Thymian und Zucchini harmonieren und der Knoblauch sorgt für das gewisse Etwas. Ein klasse Rezept! Vielen Dank, Julia!


Bei gefüllten Dingen ist das Verhältnis von Füllung zu Teig, und die Form ja immer so ein Thema.  Ich war dann froh, dass alles super geklappt hat. Ein paar kleine Änderungen habe ich vorgenommen: Ich habe 275 g fertigen Blätterteig in 8 Teile geschnitten. Und dann die einzelnen Stücke ganz leicht ausgerollt, sodass sie rechteckig sind. Für die Füllung konnte ich dann etwas mehr Zucchini nehmen: 250 g Zucchini und 90 g Frischkäse. Die fertigen Teigtaschen habe ich vor dem Backen noch mit Eigelb bestrichen.

Hier geht's zum Blogevent:

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Samstag, 8. August 2020

Zucchini-Galette: ein weiteres wunderbares Zucchini-Rezept

Seit mehreren Jahren liefert mein Gemüsegarten mehr als genug Zucchini. Letzte Woche hatte ich so viele an Gäste und Besucher verschenkt, dass ich selbst gar keine mehr hatte. Entwarnung zwei Tage später: Ich konnte wieder sieben Stück ernten.

Nein, ich bin der Zucchini nicht müde. Es gibt so unglaublich viele tolle Rezepte. Als ich diese Galettes erblickte, war es um mich geschehen! Seit Jahren will ich solch einen rustikalen Kuchen backen. Gestern war es soweit. Die Galette sah so wunderschön aus und hat so wunderbar geschmeckt.

Ich habe mich für ein Rezept mit Quark-Öl-Teig entschieden. Mit etwas Vollkornmehl.Wenig Fett und gut ausrollbar. Nicht so knusprig-mürbe wie ein Quicheteig, der Boden hat eher brotartig geschmeckt. Der umgeklappte Rand wurde sehr knusprig. Wirklich schön ist der Rand geworden, es lohnt sich, diesen mit Eigelb zu bestreichen und mit Parmesan zu bestreuen.

Orientiert habe ich mich am folgenden Rezept, allerdings doch einige kleine Veränderungen vorgenommen, daher unten meine Variante.

Zucchini-Galette

Zutaten für den Teig:
125 g helles Mehl
100 g Vollkornmehl
1 TL Salz
1 TL Backpulver
30 g Rapsöl
150 g Magerquark

Zutaten für den Belag:
300 g Zucchini
75 g Parmesan (oder anderen Hartkäse wie z.B. Gruyère, Bergkäse ...)
200 g Ricotta
Salz
Pfeffer
1 EL frischer, gehackter Thymian
1 Eigelb

Die Zutaten für den Teig verkneten und kurz in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Zucchini waschen und in dünne Scheiben schneiden.
Den Parmesan reiben. 50 g des Parmeans mit Ricotta und Thymian vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die restlichen 25 g Parmesan beiseite stellen.

Den Teig zu einem großen Kreis (ca. 30 cm Durchmesser) ausrollen. Die Füllung drauf verteilen, dabei einen Rand von ca 5 cm lassen. Dann die Zucchinischeiben darüber verteilen. Entweder schichten oder doppelt schichten oder einfach so verteilen.
Den Rand einklappen. Mit dem Eigelb bestreichen. Dann den Rand mit dem restlichen Parmesan bestreuen.
Alles für ca. 30 Minuten backen.

Samstag, 10. August 2019

Garten-Kräuterbutter

Auch wenn in meinem Gemüsegarten nicht alle Kräuter, die dort wachsen sollen, auch schön wachsen (Basilikum und Petersilie werden von den Schnecken einfach zu gerne gemocht), so gibt es doch ein paar Sorten, die sich ganz toll entwickeln (Schnittlauch gibt es in meinem Garten an jeder Ecke und der Salbei wächst jeden Sommer zu einem Busch heran). Um die Kräuter zu verwenden, kam mir die Idee, meinen Gästen abends zur Suppe neben Brot noch eine Kräuterbutter zu servieren. Da ich selbst außer Bärlauchbutter noch nie Kräuterbutter hergestellt habe, nutzte ich die Gelegenheit, meiner Kollegin über die Schulter zu schauen. Weil sie sehr gut kochen kann, fragte ich sie, ob sie einmal Kräuterbutter machen würde. Da wir an jenem Morgen gerade Leerlauf hatten, da die Gäste noch in ihren Zimmern waren und diese noch nicht gereinigt werden konnte, war das der ideale Moment.

Meine Kollegin kam mit Schnittlauch, Salbei, Thymian und Borretschblüten aus dem Gemüsegarten zurück (natürlich kann man auch andere Gartenkräuter verwenden). Sie hat die Kräuter zusammen mit Zwiebel und Knoblauch püriert, wodurch die Butter eine sehr schöne Farbe bekommt. Wider Erwarten hat sie auch nur ganz dezent nach Knoblauch und Zwiebeln geschmeckt (also wirklich so, dass man sie den Gästen ohne Vorwarnung vorsetzen kann). Und wichtig ist auch, dass nur wenig Salz und Pfeffer verwendet wurde, sodass der Kräutergeschmack nicht übertönt wurde. Ja, und was die Deko angeht, habe ich auch wieder was gelernt: es sind die ganz kleinen Dinge, die doch einen großen Unterschied machen! Die Butterschälchen sahen so hübsch aus. Zum Glück habe ich mir das Rezept gleich aufgeschrieben.


Garten-Kräuterbutter

200 g weiche Butter
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Kräuter aus dem Garten (bei mir Schnittlauch, Salbei, Thymian und Borretschblüten)
wenig Salz und Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch schälen und grob hacken. Die Kräuter waschen und grob hacken. Zwiebel, Knoblauch und Kräuter im Mixer pürieren. Zusammen mit der Butter in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät verrühren. Mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen.

Montag, 1. Juli 2019

Graupenrisotto mit mariniertem Schafskäse

Auslöser, daß ich an dieses geniale Rezept gekommen bin, war eine angebrochene Packung von Gerstengraupen, die ich wegen eines Gerichtes meiner Schwiegermama (87 Jahre) gekauft habe.
Sie hat für uns eines Tages "gefülltes Kraut" gekocht. Das ist Sauerkraut mit Hackfleichbällchen, die u.a. Graupen enthalten. Ich hatte noch nie vorher was von Graupen gehört und sie auch nie beim Einkaufen beachtet. Zuerest habe ich recherchiert was Graupen überhaupt sind:

Graupen (seit dem 17. Jahrhundert belegt; vermutlich aus dem slawischen krupa für „Graupe, Grütze, Hagelkorn“), auch Gräupchen, Roll- oder Kochgerste genannt, sind ein Nährmittel aus geschälten, polierten Gersten- oder Weizenkörnern von runder, halb- oder länglich-runder Form.


Dann habe ich nach einem Rezept gesucht. Man findet es hier.
Genial, daß ich zufällig an das Rezept von dem berühmten Starkoch Yotam Ottolenghi geraten bin. Das Risotto ist soooooo lecker und der mit Schwarzkümmel und Olivenöl  marinierte Schafskäse passt einfach hervorragend dazu. Skeptisch war ich allerdings wegen der Menge an Zitronenschale die ins Risotto kommt. Ich habe "nur" eine Zitrone verwendet, aber ich denke die im Rezept angegebene Menge passt!
 
Allgemein habe ich festgestellt, daß sich Graupen sehr gut für Risotto eignen. Es wird wunderbar sämig.

der marinierte Schafskäse

Dienstag, 21. Mai 2019

Ein gesunde Variante des Burgers: mit Linsen und Grünkern


    
An dieses Rezept bin ich wieder ganz zufällig gekommen, als ich im Herbst ein Säckchen von den bei uns berühmten Höri-Bülle-Zwiebeln gekauft habe.
Der Anbau der Höri-Bülle ist auf die Halbinsel Höri begrenzt. Diese liegt am westlichen Ende des Bodensees zwischen dem deutschen Radolfzell und dem schweizerischen Stein am Rhein.

Ich hatte mir vorgenommen, etwas Besonderes mit diesen aromatischen milden Zwiebeln zu machen.  Letztendlich habe ich  die Zwiebeln für den normalen Bedarf verbraucht, aber das Rezept der Höri-Bülle-Verpackung ist in meinem Rezeptevorrat gelandet und jetzt erst habe ich es geschafft, das Rezept allerdings mit einer normalen Zwiebel auszuprobieren. Ich bin überzeugt, in diesem Fall schmälert es den Erfolg dieses Rezepts nicht.

noch nicht angebraten

für 12 Burger

200 g gekochte Alblinsen
50 g gekochter Grünkern
50 g Karotte, geraspelt
100 g Pastinake, geraspelt
50 g geriebener Bergkäse
2 Eier
2 EL Tomatenmark
2 EL Senf
Salz
schwarzer Pfeffer
2-3 EL gehackte Kräuter (Schnittlauch, Thymian, Petersilie)
50 g Vollkornbrösel
20 g Haferflocken
1 EL Sesamsamen, hell
1 Knoblauchzehe
1 mittelgroße Höri-Bülle-Zwiebel

Zwiebel und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Die Pastinake und Karotte raspeln. Allen in einer Pfanne mit etwas Öl 5-6 Minuten unter Rühren braten. Die gekochten Linsen mit dem gekochten Grünkern mit einem Pürierstab oder im Mixer grob pürieren. Das gebratene Gemüse mit dem Linsenpüree in einer Schüssel mischen. Gehackte Kräuter, Eier, Senf, Tomatenmark, Sesam, Haferflocken, Semmelbrösel und geriebenen Käse zugeben. Alles gründlich vermischen, Mit Salz und Pfeffer würzen.

Aus der Linsenmasse 12 Küchlein formen. In einer beschichteten Pfanne auf jeder Seite 6-8 Minuten in Öl goldgelb braten.

Bei uns gab es die Burger an zwei darauffolgenden Tagen zum Mittagessen.
Den ersten Tag mit Salat und Dipp, den zweiten Tag mit Gemüse und Quinoa.
Variante 1 knackig und frisch war unser Favorit!!

Die Burger sind gut zu machen. Die Masse hält schön zusammen und die Zutaten ergeben einen harmonischen würzigen Geschmack. Sie sind auch nicht trocken und haben uns sehr gut geschmeckt.

Die Burger in einem Dinkelvollkornbrötchen mit Salatblatt, Gurken- und Tomatenscheiben
und etwas Dipp kann sich auch sehr gut vorstellen.

Mittagessen Tag 1

Mittagessen Tag 2

Mittwoch, 1. Februar 2017

Kartoffelpüree mit Tomaten und Oliven

Ausschlaggebend für dieses Kartoffelpüree war das Wirsing-Gemüse, welches ich gekocht habe. Ausschlaggebend dafür wiederum war ein kleiner Wirsing-Kopf, den ich geschenkt bekam. Als ich mir das Rezept für das Wirsing-Gemüse durchlas, sag ich dort, dass Kartoffelbrei dazu passt. Da fiel mir ein Rezept ein, welches ich mir vor Jahren aus einem Kochbuch kopiert hatte. Mir gefiel die Idee, das Kartoffelpüree mit getrockneten Tomaten und Oliven würziger zu machen. Und so schmeckt das Kartoffelpüree auch. Eine schöne Beilage zu puristisch zubereitetem Gemüse.


Kartoffelpüree mit Tomaten und Oliven

für 4 Portionen

800 g mehlig kochende Kartoffeln
Salz
10 getrocknete Tomaten
100 g schwarze Oliven
200 ml Milch
1 TL getrockneter Thymian (alternativ frischer Thymian)
Pfeffer

Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Die Kartoffelstücke in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen, bis die Kartoffeln bedeckt sind. Einmal aufkochen und bei geschlossenem Topfdeckel ca. 15 Minuten weich kochen. Währenddessen die Tomaten in kleine Stücke und die Oliven in Ringe schneiden. Dann das Wasser abgießen. Die Kartoffeln zerdrücken. Die Milch und die getrockneten Tomaten unterrühren und erhitzen, sodass ein Püree entsteht. Am Schluss den Thymian und die Oliven unterrühren und das Püree mit Pfeffer und evtl Salz abschmecken.

Sonntag, 29. Januar 2017

Linsen-Tomaten-Aufstrich

Ich probiere ja gerne neue Brotaufstriche aus, vor allem aus Zutaten, auf die ich nicht selbst kommen würde, wie zum Beispiel pürierte Linsen. Und insbesondere vor dem Hintergrund, dass ich meinen Gästen bald ein Frühstücksbuffet servieren werde, bin ich motiviert, auch den ein oder anderen Brotaufstrich auszuprobieren. Seit mir eine Gruppe von Männern gesagt haben, dass Sie in einem Hotel beim Buffet ganz tolle verschiedene Brotaufstriche zur Auswahl hatten und auch wirklich kein Schinken oder auch keine Wurst am Morgen brauchen, bin ich sogar am Überlegen, doch auch die vegetarische Schiene bei meinem Buffet zu fahren. Ich weiß es aber noch nicht genau, wie ich es mache.

Jedenfalls will ich einfach verschiedene Sachen anbieten und schauen, wie sie ankommen. Den Linsen-Tomaten-Aufstrich werde ich dann sicher bald wieder machen für das Frühstücksbuffet. Spätestens wenn mal ein Veganer kommt! Rezepte für Linsen-Tomaten-Aufstriche gibt es ganz viele, ich hab aber mal wieder mein eigenes gebastelt. Siehe unten.

Im Geschmack ist der Aufstrich schön würzig, leicht süß durch das Tomatenmark und insgesamt echt harmonisch. Ich habe öfter gelesen, dass er ein paar Tage im Kühlschrank haltbar ist.


Linsen-Tomaten-Aufstrich


150 g rote Linsen
350 ml Gemüsebrühe
1-2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
25 g Kokosöl (alternativ Olivenöl)
75 g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
50 g Tomatenmark
1 TL getrockneter Thymian
1 EL Zitronensaft
Salz
Pfeffer
1/2 TL Paprikapulver
Chiliflocken nach Belieben

Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Die getrockneten Tomaten in Stücke schneiden. In einem Topf das Kokosöl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch ein paar Minuten darin anbraten. Dann die Linsen und die getrockneten Tomatenstücke hinzugeben. Alles mit der Gemüsebrühe ablöschen und 10-15 Minuten mit bei geschlossenem Topfdeckel köcheln lassen, bis die Flüssigkeit verkocht ist (aber natürlich auch sichergehen, dass nichts anbrennt). Das Tomatenmark unterrühren.
Die Masse würzen und alles pürieren. Nach Geschmack nachwürzen und evtl noch etwas Zitronensaft hinzufügen.

Freitag, 21. Oktober 2016

Maronen-Cremesuppe (mit selbst gesammelten Maroni!)

Als ich bei meiner Wanderung am Sonntag einmal falsch abbog, entdeckte ich ein paar stachelige Kugeln auf dem Boden. Zunächst musste ich an Seeigel denken, da ich am Vorabend eine Doku über die Provence gesehen hatte, wo Seeigel als Spezialität gelten. Franzosen eben, wie man sowas essen kann, genauso wie Froschschenkel, ist mir echt schleierhaft, vor allem wenn ein Land so tollen Ziegenkäse produzieren kann… egal.

Zurück zum Thema. Ein paar Minuten später fiel der Groschen und mir wurde klar, dass es sich um Esskastanien handeln müsse. Also begann ich zu sammeln, um mir abends eine Maroni-Suppe zubereiten zu können.

Und ab jetzt werde ich mich für ein Foto auch öfter mal auf den Boden legen..

Die selbst gesammelten Kastanien sind viel kleiner als die, die man kaufen kann. Also mehr Arbeit ... aber für was Selbstgemachters nimmt man als Hobbykoch ja oft so einiges in Kauf. Das mit dem Einritzen der Maroni vor dem Backen bekomme ich auch immer besser raus. Wenn sie zu wenig tief eingeritzt sind, dann geht nur die obere Schale (und nicht die braune Haut darunter) weg, und wenn sie zu tief eingeritzt sind, dann zerfallen sie ganz und trocknen aus, sodass man sie auch nicht mehr schälen kann. Jedenfalls ist der Geruch beim Backen der Maronen soo fein, das spricht trotz des Mehraufwands für das Selbermachen und nicht dem Kauf von vakuumierten Esskastanien.


So, und nun zum Rezept: Das mit der Suppe hatte ich im Kopf, seit ich von Steph's Maronen-Cremesuppe gelesen habe. An dieses habe ich mich auch gehalten. Nur für die extra karamellisierten Maroni hatte ich nichts mehr übrig. Ist sicher noch das i-Tüpfelchen (beim nächsten Mal dann). Die Suppe ist aber auch so wahnsinnig aromatisch und cremig. Herbst pur!

Sonntag, 9. Oktober 2016

Kürbis und Kartoffeln vom Blech

Nun gut, es ist Herbst, und da ist klar, welches Gemüse in meinem Einkaufskorb nie fehlt: der Kürbis. Nach dem Marktbesuch am Freitag hatte ich inkl. der kleinen Zierkürbisse sogar acht Exemplare eingekauft. Aber auch die Rezepte, die ich ausprobieren will, gehen nie aus. Heute gab es im Ofen gebackene Kürbis- und Kartoffelspalten. Mit einem Sahne-Parmesan-Guss und Thymian. Im Ofen gegartes Gemüse wird ja immer besonders aromatisch, und so ist auch dieses Rezept äußerst lecker.


Das Rezept hat meine Mama aufgetan. Es ist folgender Sahnekürbis vom Blech von lecker. de. Als wir ihn zum ersten Mal gegessen haben, fragten wir uns allerdings, ob man nicht die Hälfte der Sahne durch Milch ersetzen könne, da das schon recht gehaltvoll ist. Das habe ich heute gemacht. Und ich finde die Version von heute auch einwandfrei. 

Freitag, 15. Juli 2016

Gnocchi mit Gemüse

Letzte Woche hat mich in der lokalen Wochenzeitung auf der Seite, die dem Thema Essen gewidmet ist, ein Rezept für Gnocchi mit viel Gemüse spontan sehr angesprochen. Gnocchi sind mal wieder eine wunderbare Idee gewesen, viel buntes Gemüse ebenso. Ich hab dem Rezept noch ein paar Oliven und ein wenig Thymian hinzugefügt und mit Parmesan garniert ... na ja, vom originalen Rezept ist es so weit entfernt, dass ich einfach meine Version unten aufgeschrieben habe.


Schön sommerlich ist das Rezept durch das viele Gemüse, genau nach meinem Geschmack. Das Gemüse hat bei der angegebenen Garzeit auch die richtige Konsistenz (ich spreche ebenfalls für meinen Geschmack), ist nicht zu hart und nicht zu weich.


Gnocchi mit Gemüse

für 2 Personen

400 g Gnocchi (bei mir welche aus der Packung)
2 Schalotten
1 gelbe Paprika
2 kleine Karotten
1 Zucchini
125 g Cocktailtomaten
50 g schwarze Oliven
2 EL Olivenöl
100 ml Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
frischer Thymian
Parmesan

Zunächst das Gemüse vorbereiten: die Schalotte waschen, schälen und längs in Streifen schneiden. Die Paprika waschen, entkernen, längs in Streifen schneiden und diese dann halbieren. Die Karotten waschen, schälen, längs halbieren und dann in halbmondförmige Stücke schneiden. Mit der Zucchini ebenso verfahren. Die Tomaten waschen und halbieren, die Oliven auch halbieren.

Nun in einer Pfanne das Öl erhitzen. Zeitgleich einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, dann die Gnocchi darin garen, bis sie an der Wasseroberfläche schwimmen (ca. 2 Minuten). Dann die Gnocchi abgießen.

Die Schalotte, Karotten- und Paprikastücke in der Pfanne 5 Minuten braten. Die Zucchini hinzugeben und 3 Minuten weiterbraten. Alles mit der Gemüsebrühe ablöschen und 2 Minuten einköcheln lassen. Nun die Tomaten und Oliven hinzugeben und alles für 3 weitere Minuten auf dem Herd lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Gnocchi mit dem Gemüse vermengen und mit frischen Thymianblättchen und Parmesan zusammen servieren.


Dienstag, 28. Juni 2016

Ich kann jetzt Kartoffelgratin!

Hierbei handelt es sich um einen wahren Meilenstein, dass ich jetzt weiß, wie ich Kartoffelgratin zubereite. Der Klassiker war mir lange Zeit ein Dorn im Auge. Denn ich war auf der Suche nach einem Rezept und wollte das Gericht kochen können, aber nach zwei nicht gerade geglückten Versuchen (ein Mal wurden die Kartoffeln einfach nicht gar und beim anderen Mal war meine Auflaufform viel zu klein für den ganzen Inhalt) war ich ein wenig frustriert. So viele offene Fragen: wie schneide ich die Kartoffeln fein, Milch oder Sahne, welche Mengenverhältnisse, die Milch und Sahne vorher erhitzen oder nicht, Kartoffeln schichten oder einfach durcheinander in die Form geben, welcher Käse, wie lange backen .....

Neulich erzählte ich einer Bekannten, dass ich gerne mal wieder richtig in Ruhe kochen und auch ein wenig ausprobieren würde, wie zum Beispiel das bekannte Kartoffelgratin. Kurz darauf sprach ich an, dass ich sie gern mal zum Essen einladen würde .... dann meinte sie: Super, zu Salat und Kartoffelgratin. Okay ... nächster Anlauf. Sie erklärte mir ihre Zubereitungsart. Ich hörte aufmerksam zu und recherchierte daheim ein wenig.

Nachdem ich meinen Plan in der Theorie hatte, hat er nun auch in der Praxisumsetzung geklappt und ich hab ein paar Dinge gelernt: Ich habe keinen passenden Hobel für das Schneiden von dünnen Scheiben. Wenn ich sie selbst mit dem Messer schneide, dann werden die Scheiben nicht so dünn, dass das Gratin in 20 Minuten fertig gebacken ist. Nein, es dauert 60-70 Minuten, dann wird's aber was. Das ist ja auch okay, man darf halt nur nicht auf 20 Minuten Backzeit eingestellt sein. Ich hab mich dafür entschieden, die Kartoffeln in die Form ordentlich zu schichten und die Milch-Sahne-Mischung erst zu erhitzen und dann über alles zu gießen. Etwas Käse muss bei mir auch sein, Emmentaler oder ein würziger Bergkäse ist fast noch besser - diesen gebe ich aber erst nach 40 Minuten Backzeit über das Gratin. Frischer Thymian aus dem Kräutergarten macht sich übrigens auch super. Und von der Menge her passt mein Kilo Kartoffeln perfekt in die 18 x 25 cm Form. Probiert's am besten selbst mal ... so ein Kartoffelgratin ist noch feiner, wenn man es selbst zubereitet hat.


Kartoffelgratin

für 4 Portionen

1 kg Kartoffeln (bei mir vorwiegend festkochende)
250 ml Milch
250 ml Sahne
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
frischer Thymian
150 g geriebener Emmentaler oder würzigen Bergkäse
1 Knoblauchzehe
etwas Butter für die Form

Die Kartoffeln waschen, schälen und in ganz feine Scheiben schneiden oder mit einem entsprechenden Hobel hobeln. Den Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen.
Die Milch und die Sahne in einem Topf ein Mal aufkochen, dabei immer wieder umrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gut abschmecken, die Thymianblättchen auch dazugeben. 
Den Käse reiben.
Eine Auflaufform (nei mir 18 x 25 cm) mit der Knoblauchzehe einreiben, mit Butter fetten. Die Kartoffeln schuppenförmig in die Form einschichten. Alles mit der Milch-Sahne-Mischung übergießen.
Den Auflauf in den Ofen schieben. Nach 40 Minuten mit dem geriebenen Käse bestreuen und das Gratin weitere 20 Minuten (evtl. noch etwas länger, aber nach 20 Minuten mal überprüfen, indem man mit einer Gabel in die Kartoffeln sticht, die nicht mehr steinhart sein sollten) fertig backen. Mit etwas frischem Thymian bestreut servieren.



Update vom 16.06.2017: Ich habe nun auch einmal die dreifache Menge für ein Fest zubereitet. Das Gratin habe ich eine Viertelstunde länger im Ofen gelassen. Insgesamt habe ich 35 g Salz verwendet für die dreifache Menge. 

Dienstag, 10. Mai 2016

Ofenkartoffeln mit Balsamico

Wenn ich Kooperationsanfragen von Firmen mit Produkten erhalte, die mir selbst zusagen, dann präsentiere ich solche ab und an gerne mal auf meinem Blog.

Da ich ein großer Fan von Balsamico bin, reagierte ich interessiert auf die Anfrage der PR-Agentur des Consorzios Tutela Aceto Balsamico di Modena (Konsortium zum Schutz des Aceto Balsamico di Modena). Balsamico verwende ich ja fast täglich für mein Salatdressing und dieser ist ein essentieller Bestandteil davon. So wurden mir netterweise zwei Sorten des Aceto Balsamico di Modena zugeschickt (eine Flasche des normalen Essig sowie eine des gealterten), die ich getestet habe. Danke dafür! Und ein Rezept mit dem Essig habe ich auch entwickelt. (NB: Wie gewöhnlich mache ich das alles unvergütet und nur für Produkte, die mich interessieren. Ich habe mit dem Blog hier noch nie Geld verdient).

Am Aceto Balsamico di Modena gefällt mir der eindrückliche Geschmack als Kombination aus Süße und Säure. Ich bin wirklich begeistert vom Geschmack des originalen Essigs aus Modena. Der gealterte Essig (Aceto Balsamico di Modena g.g.A. invecchiato) hat es mir durch den noch intensiveren Geschmack so richtig angetan. Ab jetzt gibt es bei mir nur noch diesen Essig für mein Salatdressing (und anderes mit Essig).

Nun zu dem anderen, ich hatte richtig Lust, mal wieder ein wenig kreativ zu werden und ein Rezept zu entwickeln. Kartoffeln sind bei mir gerade ganz hoch im Kurs (was nicht zuletzt dran liegt, dass ich letzte Woche welche in meinen Gemüsegarten gepflanzt habe, in Hoffnung auf eine gute Ernte). Da ich den Geschmack von Kartoffeln auch sehr gerne noch schmecke in einem Rezept, ist die Kreation relativ puristisch. Nach dem Motto: ein paar hochwertige Zutaten reichen völlig aus, einfach, aber umso besser. Die Kartoffeln habe ich im Ofen gebacken, und sie werden mit etwas Salz, frischen Kräuter und dem feinen Essig serviert. Voilà. Egal ob als Beilage, als Salat oder als Hauptspeise.


Ofenkartoffeln mit Balsamico

1 kg kleine, festkochende Kartoffeln
3 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
ein paar Zweige frischer Rosmarin
ein paar Zweige frischer Thymian
Fleur de Sel
2 EL dunkler Balsamico (di Modena)

Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Kartoffeln waschen, putzen und mit einem Tuch leicht trocken tupfen, dann in eine Schüssel geben. 
Die Knoblauchzehen in dünne Ringe schneiden. Die Hälfte der Kräuter nehmen und vom Rosmarin nie Nadeln abzupfen, vom Thymian die Blätter abtrennen. Öl und die bearbeitete Hälfte der Kräuter zu den Kartoffeln geben, alles vermengen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Alles im Ofen ca. 40 Minuten backen, dazwischen ruhig die Kartoffeln mal wenden. Je nach Größe der Kartoffeln kann die Garzeit auch länger oder kürzer sein. Den Rest der Kräuter hacken.

Die Kartoffeln nach dem Backen in eine Schüssel geben und vor dem Servieren mit dem Rest der Kräuter und dem Fleur de Sel bestreuen. Zum Schluss den Essig über die Kartoffeln träufeln.

Mittwoch, 16. März 2016

Tomato Cobbler: die Rezepte aus dem New-York-Kochbuch sind einfach genial

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, daß die Stadt New York seit unserer Reise im vergangenen November so positive Gefühle weckt, ober ob die Rezepte aus meinem New-York-Kochbuch wirklich so besonders sind. Jedenfalls macht es mir immer noch Spaß, Rezepte daraus nachzukochen und in Gedanken immer wieder die schönen Momente zu durchleben. Das Buch ist aber wirklich ansprechend gestaltet, das muss man sagen. Und die Entdeckung, daß mich das Reisen in fremde Länder oder Städte fasziniert und daß ich Anregungen verschiedener Art in meinen Alltag nehme, habe ich leider erst die letzten Jahre machen dürfen. Aber umso schöner empfinde ich es jetzt.


Nun zurück zum Thema: Dieser Tomato Cobbler ist also mein nächster Streich aus dem Kochbuch. Die Machart erinnert ein wenig an ein Crumble, nur dass es eben nicht süß, sondern salzig ist. Als Hauptgericht schmeckt grüner Salat und Baguette lecker dazu.. Ich kann mir gut vorstellen, den deftigen Cobbler in hitzebeständigen kleinen Portionsförmchen als Vorspeise für Gäste zu servieren.



 


Tomato Cobbler


für 4 Portionen

Für die Tomaten:
800 g Kirschtomaten
einige Stängel Basilikum
4 Schalotten
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
1 EL Butter
1 TL brauner Zucker
2 EL Balsamicoessig
1/2 TL Chiliflocken
Salz
Pfeffer

Für den Teig:
170 g Mehl
1 EL Backpulver
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
90 g kalte Butter in Stücken
1 EL getrockneter Thymian
1 EL getrocknetes Basilikum 
40 g geriebener Parmesan
1 Ei
100 ml Buttermilch

Die Tomaten waschen und trocken tupfen, Basilikum ebenfalls waschen, trocken schüttteln und die Blätter fein hacken.

Schalotten und Knoblauch schälen und fein würfeln.

Olivenöl und Butter bei mittlerer Temperatur in einer Pfanne erhitzen. Die Schalotten zugeben und ca. 10 Minuten anschwitzen. Jetzt den Knoblauch zugeben und kurz mit anbraten. Mit dem Zucker karamellisieren und mit Balsamico ablöschen. Kurz reduzieren lassen, dann die Pfanne vom Herd nehmen.

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Tomaten mit Basilikum und der karamellisierten Schalottenmischung vermengen und in eine kleine Auflaufform geben.

Mit Chiliflocken, Salz und Pfeffer würzen.

Für den Teig Mehl, Backpulver, Salz und Pfeffer in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter zugeben und alles mit den Fingern krümelig reiben. Thymian, Basilikum und Parmesan untermengen. Das Ei mit der Buttermilch mischen und unter den Teig rühren. Den Teig als Kleckse auf die Tomaten setzen und alles ca. 25 Minuten in den Backofen geben, bis der Teig goldbraun ist.

Dienstag, 12. Januar 2016

Pastinaken mit brauner Butter, Haselnüssen und Thymian


In Anlehnung an unsere Reise habe ich von den Kindern zu Weihnachten ein wunderbares Buch geschenkt bekommen. Es ist ein Buch zum Erinnern, Träumen und um interessante amerikanische Rezepte in Köstlichkeiten umzuwandeln. Das war der Anlaß für mich, das erste Mal in meinem Leben Pastinaken zuzubereiten (meine Tochter hat es bereits mehrfach getan). Statt Haselnüssen habe ich Walnüsse verwendet. Die Menge an Nüssen und Butter habe ich ausgehend vom Originalrezept halbiert.

Die Pastinaken haben nach dem Backen eine feste Konsistenz (ähnlich der Kartoffel) und schmecken leicht nussig und süß. Perfekt für ein schönes winterliches Essen.


Pastinaken mit brauner Butter, Haselnüssen und Thymian

für 4 Portionen

Zutaten:

8 Pastinaken (ca. 1 kg)
4 EL Olivenöl
2 EL Honig
Salz
schwarzer Pfeffer
3 Knoblauchzehen
6 Zweige Thymian
35 g Haselnüsse (ich habe Walnüsse verwendet)
25 g Butter 

Den Backofen auf 210° C vorheizen. Die Pastinaken putzen, schälen und der Länge nach vierteln. Dann nebeneinander auf einem Backblech mit Backpapier verteilen.Olivenöl und Honig in einer kleinen Schüssel verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und über die Pastinaken träufeln. Die Knoblauchzehen leicht andrücken und mit 3 Thymianzweigen zwischen dem Gemüse verteilen. Die Pastinaken je nach Größe 35-45 Minuten im Ofen braten. Ich habe die Pastinakenstücke 2 mal gewendet, bis alle 3 Seiten schön braun waren.

Die Nüsse in einer kleinen Pfanne anrösten. Dann abkühlen lassen und grob hacken. Die  Butter  bei mittlerer Temperatur erhitzen und unter gelegentlichem Rühren in ca. 5 Minuten braun werden lassen. Die Blättchen der übrigen Thymianzweige abstreifen und zusammen mit den Nüssen unter die braune Butter rühren.
Die fertig gebratenen Pastinaken auf einer Servierplatte anrichten und die Butter-Nußmischung darauf verteilen.

Sonntag, 19. Juli 2015

Kindergartenerinnerungen: Berges und Kräuterbutter

Bei Festen, zu denen jeder was mitbringt ohne dass geplant wird, entstehen meistens die schönsten Buffets. Ich habe Erinnerungen an ein wunderbares Kindergartenfest (Feste zu Kindergartenzeiten meiner Kinder wohlgemerkt, nicht an meine eigene Kindergartenzeit), bei dem eine unglaubliche Vielfalt an kulinarischen Köstlichkeiten zusammengekommen ist. Eine holländische Freundin hatte damals Berges (ein Brot, das mit Kartoffeln gebacken wird) und Kräuterbutter mitgebracht. Ich fand es soooo köstlich und sie hat mir das Rezept verraten. Ich habe es mittlerweile sehr, sehr oft zu vielen Gelegenheiten gebacken (meine Kinder sind seit vielen Jahren aus dem Kindergartenalter hinaus, und solange ist dieses besondere Rezept schon Teil meiner Sammlung) und finde das Brot mit der würzigen Kräuterbutter immer noch gleich lecker wie früher. Und nun verrate ich euch das Rezept:


 Berges 

400 g Pellkartoffeln (vom Vortag)
1 kg Mehl
1 Würfel Hefe
30 g Salz
500 ml Milch
3 EL Öl
Mohn zum Bestreuen 

Am Vortag die Kartoffeln kochen, schälen und durch die Spätzlepresse drücken.
Dann am Backtag alle Zutaten vermischen und gut kneten. Den Teig in eine Schüssel füllen und mit einer Folie abdecken. Wenn der Teig sich etwa verdoppelt hat, füllt man ihn in die Backform.
Die Menge reicht für zwei normale oder eine große Stollenform.
Wenn der Teig nochmals gegangen ist und die Form richtig ausfüllt, bestreicht man ihn mit Wasser und streut Mohn auf den Teig.
Dann geht es ab in den Backofen. Ich habe meinen Berges bei 200°C in den Backofen geschoben und die Hitze auf 170°C reduziert, nachdem er etwas Farbe angenommen hat.
Die Backzeit beträgt eine gute Stunde. Bei der großen Form verlängert sich die Backzeit um etwa 20 Minuten.



Nur für dieses Rezept habe ich französischen Estragon in meinem Kräuterbeet.


Kräuterbutter

250 g Butter
1 TL getrockneter Thymian (oder frischer, dann ruhig mehr davon - gilt auch für die andere Kräuter)
1 TL getrockneterMajoran
1 TL Maggi Aroma
2 TL Worcestershiresauce
Saft von 1 Zitrone (abschmecken)
1 EL edelsüßes Paparikapulver 
2 EL Tomatenketchup
1 TL Senf
1/2 TL Salz
1/2 TL schwarzer Pfeffer
2 EL (getrockneter) Estragon
1 TL (getrockneter) Oregano
2 EL Schnittlauch
2 durchgepresste oder klein geschnittene Knoblauchzehen 

Alle Zutaten zusammenrühren und kühlen.

Sonntag, 17. Mai 2015

Ein spanisch angehauchtes Pastarezept: Penne mit Paprikapesto

"Es gibt so viele Pastarezepte, dass es traurig ist, dass man in seinem Leben wohl nie alle ausprobieren kann." Pasta ist bei uns in der Familie ein beliebtes Essen. Der zitierte Satz stammt von meiner Mama, den sie mal in einem Buch gelesen hat. Den Satz merkt sie gerne an. Den Anspruch, alle Pastarezepte dieser Welt auszuprobieren, habe ich zwar nicht, aber es gibt in der Tat wahnsinnig viele tolle Pastarezepte. Die Liste an solchen Rezepten scheint mir auch unendlich lang. Und was das Ausprobieren von neuen Rezepten angeht, so sind wir in dieser Hinsicht auch sehr produktiv. Deshalb stelle ich hier auch schon wieder ein neues Pastarezept vor. Diesmal ein spanisches. Mit Paprika, Manchego, Sherry und Mandeln - alles wird zu einer pestoartigen Masse püriert. Das ist eigentlich ziemlich praktisch. Geht schnell, und vor allem kann man die "Sauce" oder das Pesto auch super vorbereiten und einfach stehen lassen, bis die Nudeln fertig sind. Und dann einfach wieder zusammen mit den abgegossenen Nudeln im Topf vermengen und erwärmen (etwas Nudelwasser darf auch noch dabei sein). Geschmacklich kam diese würzige Nudelvariation super bei uns an. Wir haben das Essen zudem auf sowas wie einen spanischen bzw. lateinamerikanischen Familienabend ausgeweitet. Es gab einen Rioja-Wein dazu. Als Vorspeise Guacamole und Nachos. Akkustisch begleitet von "Radio México". Das alles wird uns in guter Erinnerung bleiben.

Das Rezept ist übrigens aus einem vegetarischen GU-Kochbuch mit vielen tollen Rezepten. Ich hab die Mengenangaben etwas abgewandelt, daher unten die Version, die ich gekocht habe.


Pasta mit würzigem Paprikapesto

für 4 Portionen

2 rote Paprikaschoten
1 Hand voll frischer Thymian
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
100 g Manchego
40 g Mandeln (je nachdem, was der Pürierstab aushält, ganze Mandeln - im Idealfall geröstete aus Spanien - sonst bereits gemahlene Mandeln, das geht auch)
2 EL Sherry
optional: Cayennepfeffer bzw. eine frische rote Chilischote (ggf. entkernt)
Salz
Pfeffer
500 g Penne oder andere kurze Pasta

Die Paprikaschoten waschen, entkernen und in Stücke schneiden. Den Thymian waschen, die Blätter abzupfen. Die Knoblauchzehen in kleine Stücke schneiden. Den Käse in Stücke schneiden.
In einem Topf Wasser erhitzen, salzen und die Nudeln darin gar kochen.
In einer Pfanne das Öl erhitzen, die Paprikastücke darin bei mittlerer Hitze für ca. 15 Minuten garen. Dann Knoblauch und Thymian (bis auf ein paar Blättchen zum Garnieren) hinzufügen, weitere 5 Minuten mitbraten. Alles mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Pfanneninhalt etwas abkühlen lassen, dann mit den Manchegostücken, Mandeln und dem Sherry pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, und wenn gewünscht, mit Cayennepfeffer oder einer Chilischote schärfen.
Die Paprikasauce mit den Nudeln vermengen, auf dem Herd nochmals unter Rühren alles erwärmen und dann servieren. Dazu passen ein spanischer Rotwein wie ein Rioja, sowie Weißbrot und ein grüner Salat sehr gut.