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Montag, 23. Mai 2022

Grüne Soße oder Frankfurter Soße

Ich mache Online-Sport nach Liebscher & Bracht. Bei den Videos bin ich auch beim Thema gesunde Ernährung gelandet. Und da meine Antennen ständig auf gesunde und neue Rezepte (in diesem Fall ein klassisches Rezept aus dem Bundesland Hessen) gerichtet sind habe ich auch dieses Rezept aufgegriffen und gleich ausprobiert. 

Was mich gleich begeistert hat: es kommen mindestens 7 verschiedene Kräuter in diese Soße, auch Frankfurter Soße genannt. Ich habe sogar 9 verschiede Kräuter verwendet.
Im Originalrezept ist noch Pimpinelle aufgeführt. Leider gibt das mein Kräuterbeet nicht her.
Und ich konnte es auf die Schnelle auch nicht auftreiben.
Und auch Dill und Kresse musste ich zukaufen😏

Meine verwendeten Kräuter:
 
Borretsch 
Schnittlauch
Kerbel
Sauerampfer
Dill
 glatte Petersilie
Estragon
Kresse
Zitronenmelisse

 
Der dekorative Sauerampfer auf folgendem Bild nennt sich Blutsauerampfer.
Ich finde ihn sehr schön mit den roten Adern und verwende ihn hauptsächlich um
Salate oder Dipps zu dekorieren. Ich habe auch den großen Wiesen-Sauerampfer im Kräuterbeet (leider nicht mehr zu erkennen da ich das Bild nach dem Ernten für die Grüne Soße gemacht habe). Dieser Ampfer schmeckt richtig toll sauer, so wie ich es aus Kinderzeiten beim Naschen auf der Wiese in Erinnerung habe.
 


Grüne Soße oder Frankfurter Soße

für 4 Portionen

200 g Schmand oder saure Sahne
500 g Naturjoghurt (3.8% Fett)
1 TL Senf
1 TL Zucker
1 EL weißer Balsamico oder Zitronensaft
1 EL Olivenöl
Salz 
weißer Pfeffer
4 Eier
mindestens 7 Kräuter
 (jeweils einen Bund bzw. was das Beet hergibt)

Zuerst die Eier hartkochen.

Die Kräuter waschen und trockenschütteln. Bei der Petersilie die harten Enden der Stiele abschneiden. Von Sauerampfer, Borretsch und Zitronenmelisse nur die Blätter verwenden.

Alle Kräuter fein hacken.
 
Den Schmand  oder die saure Sahne mit dem Joghurt glattrühren, würzen, die Kräuter dazugeben.
Die hartgekochten Eier schälen und klein hacken, dazugeben und verrühren.

Die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Zucker und Zitronensaft erhält sie eine seltsame Balance zwischen süß, sauer, salzig und bitter.


Meine Soße hat leider keine so intensiv grüne Farbe, da ich die Kräuter gehackt habe.
Dafür ist das Kräuteraroma sehr intensiv.
Meine erste Variante habe ich mit dem Zauberstab püriert. Sie war super schön grün, aber nicht so aromatisch.
Meine dritte Version wird eine Mischung sein. Ich werde wegen der Farbe einen Teil der Kräuter pürieren und den anderen Teil hacken des Aromas wegen.

Mittwoch, 28. August 2019

Eine würdige Verwendung für die eigenen Kohlrabi: Gefüllte Kohlrabi mit Karottensauce

Gefülltes Gemüse gibt es bei mir selten, da mir diese Zubereitungsart in der Regel einfach zu umständlich ist. Das Rezept aus dem Schrot&Korn-Kochbuch (aus dem ich bekanntlich viel koche) für gefüllte Kohlrabi mit Karottensauce, habe ich hingegen schon seit Jahren mit einem "To-Do-Marker" versehen. Immer wieder habe ich es gesehen, sogar die Zutaten eingekauft, die Kochaktion letztendlich aber nie angepackt. 

Letztes Wochenende wurde das Rezept dann endlich, endlich ausprobiert. In meinem Gemüsegarten wurden dieses Jahr Kohlrabi angebaut, allerdings habe ich mir wenig Hoffnung gemacht, schmackhaftes Gemüse zu ernten. Ich war mir fast sicher, dass sie holzig schmecken würden bzw. von den Schnecken löchrig gefressen worden sind. Nach der Ernte dann die Überraschung ... die Knollen sind noch gut. Also hatte das eigene Gartengemüse auch eine würdige Verwendung verdient ... da lag das Rezept mit den gefüllten Kohlrabi nahe. 


Die Zubereitung war etwas aufwendig, ja. Die Kohlrabi müssen ja gekocht und ausgehöhlt werden, um in den nächsten Schritten befüllt und gebacken zu werden. Die Riesen-Kohlrabis aus meinem Garten waren dafür sicher nicht prädestiniert (die wurden ca. 1 Stunde gekocht), aber auch das Aushöhlen ging letztendlich, ich habe einfach ein Loch durch die Mitte geschnitten, wie beim Entkernen eines Apfels. Das Rezept eignet sich auf jeden Fall für eine Kochaktion zu zweit, da wirklich zwei Leute parallel arbeiten können.

Wir haben Bulgur anstatt Hirse verwendet, ich denke, dass man so ziemlich jedes Korn verwenden kann. Der würzige Gouda passt super zum milden Gemüse. Und edel aussehen tut das Ergebnis aus. Sprich, der Aufwand hat sich definitiv gelohnt!

Samstag, 10. August 2019

Garten-Kräuterbutter

Auch wenn in meinem Gemüsegarten nicht alle Kräuter, die dort wachsen sollen, auch schön wachsen (Basilikum und Petersilie werden von den Schnecken einfach zu gerne gemocht), so gibt es doch ein paar Sorten, die sich ganz toll entwickeln (Schnittlauch gibt es in meinem Garten an jeder Ecke und der Salbei wächst jeden Sommer zu einem Busch heran). Um die Kräuter zu verwenden, kam mir die Idee, meinen Gästen abends zur Suppe neben Brot noch eine Kräuterbutter zu servieren. Da ich selbst außer Bärlauchbutter noch nie Kräuterbutter hergestellt habe, nutzte ich die Gelegenheit, meiner Kollegin über die Schulter zu schauen. Weil sie sehr gut kochen kann, fragte ich sie, ob sie einmal Kräuterbutter machen würde. Da wir an jenem Morgen gerade Leerlauf hatten, da die Gäste noch in ihren Zimmern waren und diese noch nicht gereinigt werden konnte, war das der ideale Moment.

Meine Kollegin kam mit Schnittlauch, Salbei, Thymian und Borretschblüten aus dem Gemüsegarten zurück (natürlich kann man auch andere Gartenkräuter verwenden). Sie hat die Kräuter zusammen mit Zwiebel und Knoblauch püriert, wodurch die Butter eine sehr schöne Farbe bekommt. Wider Erwarten hat sie auch nur ganz dezent nach Knoblauch und Zwiebeln geschmeckt (also wirklich so, dass man sie den Gästen ohne Vorwarnung vorsetzen kann). Und wichtig ist auch, dass nur wenig Salz und Pfeffer verwendet wurde, sodass der Kräutergeschmack nicht übertönt wurde. Ja, und was die Deko angeht, habe ich auch wieder was gelernt: es sind die ganz kleinen Dinge, die doch einen großen Unterschied machen! Die Butterschälchen sahen so hübsch aus. Zum Glück habe ich mir das Rezept gleich aufgeschrieben.


Garten-Kräuterbutter

200 g weiche Butter
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Kräuter aus dem Garten (bei mir Schnittlauch, Salbei, Thymian und Borretschblüten)
wenig Salz und Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch schälen und grob hacken. Die Kräuter waschen und grob hacken. Zwiebel, Knoblauch und Kräuter im Mixer pürieren. Zusammen mit der Butter in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät verrühren. Mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen.

Dienstag, 23. Juli 2019

Alles kann zu Pesto werden, auch Schnittlauch: Ein Rezept für Schnittlauch-Pesto

Mittlerweile habe ich schon ziemlich viele Kräuter- und Gemüsesorten einmal zu Pesto verarbeitet: Giersch, Paprika, Karotten, Avocado, Spargel, und natürlich auch klassisch Basilikum. Das Grundrezept ist einfach. Etwas Käse, Nüsse, Öl und Gewürze dazu und alles vermixen. Das Ergebnis ist immer äußerst lecker - auch wenn das Zerkleinern des schönen Gemüses manchmal fast weh tut. Pesto verwende ich nicht nur als Nudelsauce, sondern auch als Brotaufstrich oder Dipp oder zur Garnitur.

In meinem Gemüsegarten gibt es immer Unmengen an Schnittlauch. Für was kann man den in großen Mengen nutzen? Pesto zum Beispiel.

Dieses Pesto ist auch für Leute interessant, die keinen Knoblauch mögen oder essen wollen. Durch den Schnittlauch erhält das Pesto eine gewisse Schärfe, allerdings sehr viel weniger krass als durch rohen Knoblauch.


Schnittlauch-Pesto

60 g Schnittlauch
35 g Sonnenblumenkerne
75 g Pecorino
75 ml Rapsöl
Salz
Pfeffer

Den Schnittlauch waschen, die strohigen Enden abzupfen und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Die Sonnenblumenkerne ohne Öl in einer Pfanne anrösten. Den Pecorino reiben. Dann alle Zutaten mit dem Mixer pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dienstag, 15. Mai 2018

Warmer Spargelsalat mit knackigen Radieschen



Eine Kollegin hat letzte Woche von einem leckeren Spargelsalat geschwärmt und mir während der Arbeit erzählt, wie sie ihn zubereitet. Ich habe es nach Ihrer Anleitung versucht und der Salat war sehr lecker. Der Kontrast der knackigen Radieschen zum zarten Spargel, dazu die cremigen Eier. Das ist schon ein Geschmackserlebnis. Dazu mein frischer Knoblauchschnittlauch aus dem Kräuterbeet, den ich viel lieber verwende als den klassischen Schnittlauch. Er ist länglich, breit und schmeckt  nach Knoblauch.
  
Knoblauchschnittlauch

Warmer Spargelsalat mit Ei und Radieschen

für 2 Portionen als Hauptmahlzeit oder 4 Portionen als Vorspeise

Zutaten für den Salat:
750 g grüner Spargel
1 Bund Radieschen
6 Eier
Schnittlauch

Zutaten für die Salatsoße:
Salz
schwarzer Pfeffer
1 TL Senf
Balsamico
Olivenöl

Spargel putzen, unteres Drittel schälen und die Stangen etwa dritteln. Einen Topf mit Wasser aufsetzen und 1/2 TL Salz und 1 EL Zucker hineingeben. Wenn das Wasser kocht, den Spargel einlegen und in etwa 5-7 Minuten bissfest garen. Das Wasser abgießen, aber den Spargel im heißen Topf lassen, damit er nicht ganz abkühlt.

In der Zwischenzeit die Eier hart kochen.

Die Salatsoße zubereiten und einen Teil über den gekochten Spargel träufeln,
damit sie durchziehen kann.

Die Radieschen waschen und in Scheiben schneiden.

 Die Eier pellen und halbieren. 4 Eier grob hacken.

Jetzt die Zutaten auf den Tellern anrichten. Zuerst habe ich den Spargel verteilt, dann die Radieschen, die Eier, die restliche Salatsoße und den Schnittlauch. Mit den Eierhälften garnieren.

Als leichtes Mittagessen mit Baguette

Freitag, 9. März 2018

Ein rundum tolles Pastagericht: Bandnudeln mit Spitzkohl

"Sorry, aber es ist immer noch nicht Frühling, es dauert auch noch eine Weile, ich kann da nichts machen. Es gibt zwar selbst im Biomarkt Tomaten und Zucchini zu kaufen, aber die sehen nur gut aus und schmecken nicht. Also, durchhalten."

Diesen Satz las ich heute morgen im aktuellen Zeit-Magazin, in dem diese ein Borschtsch-Rezept vorgestellt wird. Das Rezept klingt super, mal sehen, ob ich es diesen Winter vor der Zucchinisaison noch schaffe, es nachzukochen. Aber das ist ein anderes Thema. Das Zitat oben passt nämlich auch sehr gut zu meinem aktuellen Rezept. Ich versuche ja auch im Winter mit möglichst regionalem Gemüse zu kochen. Ganz konsequent bin ich nicht, aber ab und zu landet eine Form von Kohl, wohl das prominenteste Wintergemüse hierzulande, bei mir im Einkaufskorb. Praktische und schnelle Rezepte, für die mehr als 2 Blätter eines Kohlkopfes verwendet wird, habe ich aber leider ganz wenig in petto.


Aus diesem Grund bin ich sehr froh, ein Rezept für Bandnudeln mit Spitzkohl entdeckt zu haben. Das Rezept ist - sicher auch dank der Käse-Sahne-Eier-Mischung äußerst schmackhaft. Und sicher auch, weil der Kohl vorher in Butter angebraten wird. So sehr ich im Ofen gegartes oder nur gedünstetes Gemüse mag, bei Kohl gebe ich meiner Mama recht: angebraten schmeckt der am besten. Die Zubereitung kam mir auch heute hungrig nach dem Joggen schnell vor. Also ein rundum tolles Pastagericht, und fast das erste Kohlrezept, bei dem ich mir auch einmal vorstellen kann, dies für meine Gäste zu kochen.


Das Rezept habe ich auf der Webseite von essen&trinken entdeckt.

Sonntag, 1. Mai 2016

Rot wie Samt: durch Rote Beete Pesto gefärbte Pasta

Rote Pasta bestreut mit frischem Knoblauch-Schnittlauch vom Kräuterbeet... Seit ich diesen Knoblauch-Schnittlauch im Kräuterbeet habe, verwende ich fast keinen normalen Schnittlauch mehr. Ich finde er sieht mit seinen flachen grasartigen Stielen schöner aus und schmeckt
zu vielen Gerichten (Salat, Suppe, gekochten Kartoffeln) einfach herrlich. Wie zum Beispiel zu diesem Rote Beete Pesto, das auch optisch ein Hingucker ist.


Das Rezept des Pesto's findet man bei Herzelieb. Ich habe statt Pistazien Pinienkerne verwendet. Ich muss gestehen, das hatte ich überlesen, weil Pinienkerne einfach üblicher sind. Hat trotzdem lecker geschmeckt, werde aber das Rezept mit Pistazienkernen wiederholen. Ein guter Grund, es bald wieder zu machen ;-) .

Mittwoch, 29. Juli 2015

Schnittlauch-Ziegenfrischkäse-Bällchen auf Apfel-Kohl-Salat

Wie lässt man ein Gericht exquisiter klingen? Indem man die Worte "auf" und "an" benutzt anstelle von "mit" und "und". Der umfassende Titel meiner heutigen Kreation klingt auch trotz dieses Hilfsmittels etwas sprerrig und lang: "Schnittlauch-Ziegenfrischkäse-Bällchen auf Apfel-Kohl-Salat". So ist aber einiges gesagt.

Ausschlaggebend für diesen Salat war Tanja (Liebe und Kochen) mit ihrem Blogevent mit dem schönen Titel “Sommerabend – Erfrischendes und Leckeres mit Blüten und Kräutern”. Als ich diesen las, musste ich in Bezug auf die Kräuter sofort an den vielen Schnittlauch in meinem Gemüsegarten denken. Und dann wiederum daran, dass ich schon ganz lang mal solche hübschen Frischkäsebällchen ausprobieren wollte, die in Schnittlauch gewälzt werden können. Ursprünglich war mal ein Linsensalat dazu angedacht. Aber gut, ich wohne jetzt ja auf dem Land und kann nicht mal so eben einkaufen fahren wegen ein paar Linsen, da hilft man sich mit dem, was daheim ist. Und das liebend gerne, wenn man von allen Seiten reich mit frischen Lebensmitteln beschenkt wird. Wie mit Gemüse aus dem Krautgarten vom Bruder. Darunter befand dich noch ein Spitzkohl. Eine süßliche Note zum Ziegenfrischkäse fand ich auch sehr passend, daher hab ich noch einen Apfel und Melone in den Salat gegeben.


Die Bällchen stellt man am besten kurz und schmerzlos her, da es eine leicht klebrige und auch nicht gerade stabile Angelegenheit ist. Aber wirklich machbar! Erst den Schnittlauch (oder die Grundlage zum darin Wälzen) vorbereiten, dann den Käse (nicht vorher aus dem Kühlschrank holen) verrühren und würzen und mit Teelöffeln und / oder den Fingern mehr oder weniger runde Bällchen formen. Diese kurz im Schnittlauch wälzen, bis sie damit bedeckt sind und vorsichtig auf den servierfertigen Teller hieven.


Der Salat war absolut lecker und hat auch an einem eher regnerischen Tag für Sommerstimmung und einen herrlichen Genuss gesorgt. Daher reiche ich ihn als Beitrag zu Tanja's Event ein:



Schnittlauch-Ziegenfrischkäse-Bällchen auf Apfel-Kohl-Salat

für 2 Portionen

für den Salat:
300 g Spitzkohl
1 Apfel
1/2 Galiamelone (kann auch weggelassen werden)
Zitronensaft

für das Dressing:
2 EL Olivenöl
2 EL Balsamico (heller eignet sich sehr gut, anderer geht aber auch)
1-2 TL Dijon-Senf
2 TL Ahornsirup
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

für die Frischkäsebällchen:

Schnittlauch (schon einige Stängel / ein Bund)
150 g Ziegenfrischkäse
100 g Frischkäse
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel

Vom Spitzkohl die äußeren Blätter entfernen, den Kohl längs halbieren, den Strunk herausschneiden. Dann in hauchdünne Scheiben schneiden und diese waschen. Den Apfel waschen, in dünne Stücke schneiden, diese mit Zitronensaft beträufeln. Die Melone ebenfalls in Stücke schneiden. 

Die Zutaten für das Dressing zusammenrühren und mit dem Kohl und Obst vermengen, sodass alles ein wenig durchziehen kann. 

Den Schnittlauch waschen, trocknen und in ganz feine Ringe schneiden. Diese auf ein Teller geben.
Nun den (Ziegen-)frischkäse aus dem Kühlschrank holen, verrühren und mit Salz, Pfeffer sowie einer Prise Kreuzkümmel abschmecken. Aus der Frischkäsemasse mit Hilfe von Teelöffeln / den Fingern Bälle formen und diese im Schnittlauch wälzen. Es ergibt ca. 8-10 Bällchen für 2 Portionen.

Den Salat auf Tellern anrichten und die Bällchen darauf verteilen. Dazu passt zum Beispiel Vollkornbrot.

Sonntag, 19. Juli 2015

Kindergartenerinnerungen: Berges und Kräuterbutter

Bei Festen, zu denen jeder was mitbringt ohne dass geplant wird, entstehen meistens die schönsten Buffets. Ich habe Erinnerungen an ein wunderbares Kindergartenfest (Feste zu Kindergartenzeiten meiner Kinder wohlgemerkt, nicht an meine eigene Kindergartenzeit), bei dem eine unglaubliche Vielfalt an kulinarischen Köstlichkeiten zusammengekommen ist. Eine holländische Freundin hatte damals Berges (ein Brot, das mit Kartoffeln gebacken wird) und Kräuterbutter mitgebracht. Ich fand es soooo köstlich und sie hat mir das Rezept verraten. Ich habe es mittlerweile sehr, sehr oft zu vielen Gelegenheiten gebacken (meine Kinder sind seit vielen Jahren aus dem Kindergartenalter hinaus, und solange ist dieses besondere Rezept schon Teil meiner Sammlung) und finde das Brot mit der würzigen Kräuterbutter immer noch gleich lecker wie früher. Und nun verrate ich euch das Rezept:


 Berges 

400 g Pellkartoffeln (vom Vortag)
1 kg Mehl
1 Würfel Hefe
30 g Salz
500 ml Milch
3 EL Öl
Mohn zum Bestreuen 

Am Vortag die Kartoffeln kochen, schälen und durch die Spätzlepresse drücken.
Dann am Backtag alle Zutaten vermischen und gut kneten. Den Teig in eine Schüssel füllen und mit einer Folie abdecken. Wenn der Teig sich etwa verdoppelt hat, füllt man ihn in die Backform.
Die Menge reicht für zwei normale oder eine große Stollenform.
Wenn der Teig nochmals gegangen ist und die Form richtig ausfüllt, bestreicht man ihn mit Wasser und streut Mohn auf den Teig.
Dann geht es ab in den Backofen. Ich habe meinen Berges bei 200°C in den Backofen geschoben und die Hitze auf 170°C reduziert, nachdem er etwas Farbe angenommen hat.
Die Backzeit beträgt eine gute Stunde. Bei der großen Form verlängert sich die Backzeit um etwa 20 Minuten.



Nur für dieses Rezept habe ich französischen Estragon in meinem Kräuterbeet.


Kräuterbutter

250 g Butter
1 TL getrockneter Thymian (oder frischer, dann ruhig mehr davon - gilt auch für die andere Kräuter)
1 TL getrockneterMajoran
1 TL Maggi Aroma
2 TL Worcestershiresauce
Saft von 1 Zitrone (abschmecken)
1 EL edelsüßes Paparikapulver 
2 EL Tomatenketchup
1 TL Senf
1/2 TL Salz
1/2 TL schwarzer Pfeffer
2 EL (getrockneter) Estragon
1 TL (getrockneter) Oregano
2 EL Schnittlauch
2 durchgepresste oder klein geschnittene Knoblauchzehen 

Alle Zutaten zusammenrühren und kühlen.

Freitag, 25. Oktober 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: Oktober-Rezept

Es ist Quinoa-Zeit - zum vor-vor-letzten Mal im Rahmen meines Projektes.

Eigentlich sind vegetarische Substitute für Fleischprodukte für mich kein großes Thema. Denn ich bin ja kein Vegetarier und könnte auch die nicht-vegetarische Variante eines Gerichtes essen, wenn ich denn wollte. Die Wahl meines Quinoa-Rezeptes für Oktober fiel dennoch auf ein eben beschriebenen Produkt: Burger - mit Quinoa als vegetarisches Substitut für Hackfleisch. Die Idee finde ich äußerst kreativ. Leckere Bilder von Quinoa-Burgern hatte ich in letzter Zeit ein paar gesehen (Pinterest und Bloglovin sei dank). Und nachdem ich dann folgendes Rezept für einen Burger bei Love & Olive Oil entdeckt hatte, war ich absolut gewillt, Burger selbst herzustellen.

Burger-Brötchen werden auf Englisch ja "buns" genannt und die Füllung liebevoll "patties" (gibt's dafür einen anderen deutschen Begriff?). Neben dem "patties" aus Quinoa bin ich von dem Ziegenfrischkäse, dem frischen Gemüse und den eingelegten Zwiebeln als Bestandteile des Burgers absolut angetan. Nicht vorrangig, weil es gesund, sondern weil es lecker klingt.


Das übersetzte Rezept ist unten zu finden. Ich habe mich beim Kochen genau an das Originalrezept gehalten und war wirklich glücklich, dass die "patties" sich gut haben braten lassen, ohne auseinander zu fallen. Einziger Tipp: die Zutaten vorher gut verrühren, und wenn man die "patties" formt, die Füllung fest zusammendrücken. So sollte auch das Anbraten ohne anschließendes Zerbröseln gelingen.


Wenn ich nun behaupte, dass das der beste Burger ist, denn ich je gegessen habe, muss ich die Aussage dadurch relativieren, dass ich mich nicht daran erinnern kann, wann ich meinen letzten Burger gegessen habe. Was ich mit dieser Aussage aber festhalten will, ist, dass diese Burger vortrefflich geschmeckt haben. Von A bis Z. Für die selbstgemachten Brötchen nach Maja's Rezept habe ich bereits voll des Lobes berichtet. Die "patties" waren schmackhaft, leicht käsig, gemüsig und nussig durch das Quinoa - und trotzdem leicht. Die eingelegten Zwiebeln geben noch ein gewisses Extra. Und zu trocken ist der Burger keinesfalls gewesen, durch die Tomaten und den Rucola, und natürlich den Ziegenfrischkäse. Der Aufwand für die Herstellung hat sich sowas von gelohnt.


Quinoa-Burger

für die Burger-Buns:
siehe hier. Die unten angegebenen Mengen sind für 6 Burger(brötchen) gedacht

für die eingelegten Zwiebelringe:
1 rote Zwiebel
50 ml Apfelessig
100 ml lauwarmes Wasser
1/2 EL Zucker
1 Prise Salz

für die Burger-patties:
130 g rotes Quinoa (ungekocht)
100 g Karotte
40 g Parmesan
10 g Schnittlauch
3 Knoblauchzehen (hab ich weggelassen)
120 g Semmelbrösel
2 Eier
1/2 TL Salz
1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
Öl zum Braten

Extras:
Ziegenfrischkäse
Tomaten
Rucola

Für die eingelegten Zwiebelringe die Zwiebel waschen, schneiden und in Ringe schneiden. Essig, Wasser, Salz und Zucker in eine Schüssel geben und die Zwiebelringe hineinlegen. Für mindestens 30 Minuten marinieren lassen (bei mir 3 Stunden im Kühlschrank).

Die Quinoakörner wie hier beschrieben gar kochen, danach abkühlen lassen. Die Karotte waschen und fein raspeln. Den Käse ebenfalls raspeln. Den Schnittlauch waschen und fein hacken. Den Knoblauch fein hacken. Anschließend die Karotten- und Käsehobel, den Schnittlauch, Knoblauch und die Semmelbrösel mit den Eiern vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Am Ende das Quinoa unterrühren und die Masse 10 Minuten ruhen lassen. Dann 6 runde Burger daraus formen (diese gut zusammendrücken). Je drei Stück auf einmal in einer Pfanne mit erhitztem Öl braten, 3-5 Minuten von jeder Seite bei mittlerer Temperatur.

Die Bürgerbrötchen halbieren, mit Ziegenkäse bestreichen, dann die "Quinoa-patties" daraufsetzen. Mit den Zwiebelringen, Rucola und Tomatenscheiben garnieren.

Sonntag, 21. Juli 2013

Pasta mit Ricotta und frischen Kräutern

Wenn ich Pasta frei Schnauze koche, mache ich immer wieder den gleichen Fehler: am Ende sind viel zu viele Zutaten in der Sauce, die nicht wirklich zusammenpassen. Irgendwo im Unterbewusstsein ist wohl immer noch dieser Reflex aus dem Anfang der Studienzeit zurückgeblieben, wo es standardmäßig "Pasta mit alles" gab (alles, sich im Kühlschrank noch auftreiben ließ). Und so passiert es mir eben jetzt auch noch, dass ich die Sauce mit zu vielen Zutaten "verfeinere", dass sie am Schluss einfach einem willkürlichem Mix aus allem Möglichem gleicht, nachdem ich folgende Gedanken hatte: etwas frische Zucchini ist noch im Kühlschrank, die halbe Paprika auch, oh ja Oliven hab ich auch noch, warum denn nicht mal ein paar Nüsse verwenden, Chili kommt immer reichlich rein wenn ich koche, die Petersilie muss weg, und Parmesan kommt sowieso oben drauf, und der Feta-Rest am besten auch noch  ....

Dabei sind doch die Pastausaucen mit einer ausgewählten Zutatenliste, die sich an einer Hand abzählen lässt, die Favoriten meiner Pastasauenklassiker geworden. Ich liebe die Penne All´Arrabbiata, sie sich durch pure Tomatensauce mit Chili auszeichnen. Oder von den Fettuccine Alfredo, deren Sauce lediglich aus Butter, Sahne und Parmesan besteht, war ich auch schwer beeindruckt. Und andere Leute schwören auf die Spaghetti Aglio e Olio - nur mit Öl und Knoblauch. Bei den oben genannten Rezepten ist neben qualitativ hochwertigen Zutaten noch eine bestimmte Zubereitungsart Erfolgsgeheimnis: die Tomatensauce lange genug kochen lassen (Arrabbiata), bzw. Sahne, Butter und Parmesan im Wasserbad schaumig schlagen (Alfredo) oder den Knoblauch langsam im Öl garen, sodass dieses den Knoblauchgeschmack annimmt (Aglio e Olio).



Beim hier vorgestellten Rezept gilt es nicht mal eine bestimmte Vorgehensweise zu beachten, genauer gesagt muss nicht mal eine Sauce gekocht werden. Man koche nur die Nudeln und nehme ein wenig Ricotta (gerne selbstgemacht), ein paar ausgewählte frischer Kräuter und ein paar Oliven, vermenge und würze das Ganze. Und heraus kommt DIE Sommerpasta 2013. Sehr einfach, was aber wie oben erläutert meiner Meinung nach speziell bei Pastasaucen vorteilhaft ist. Dazu frisch und leicht und hübsch. Inspiriert wurde ich hierbei in Donna Hay's "modern classics".


Pasta mit Ricotta und frischen Kräutern

pro Portion

100 g Pasta (am besten kurze wie Penne, Rigatoni etc.)
frische Kräuter nach Belieben (Petersilie, Basilikum, Schnittlauch)
75 g Ricotta
ein paar Oliven
1 TL Zitronensaft
frisch gemahlener Pfeffer
Fleur de Sel (oder normales Salz)

Die Pasta in Salzwasser gar kochen. Die Kräuter in der Zwischenzeit klein schneiden.
Die fertigen Nudeln abgießen und je 3/4 der Kräuter und des Ricottas untermengen, den Zitronensaft ebenfalls. Die Pasta auf einen Teller geben, die Oliven darauf verteilen und mit dem Rest der Kräuter und dem Ricotta garnieren. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und Fleur de Sel würzen.

Montag, 8. Juli 2013

Der weiterverarbeitete Quarkblätterteig: Taschen mit Gemüsefüllung

In einer normalen Alltagswoche koche ich ja nur am Wochenende ein Mal, dafür dann aber gerne richtig ausgiebig. Diese Kochaktion ist dann was Besonderes und meist von langer Hand geplant, sprich ich mache mir schon unter Woche viele Gedanken, was ich denn nun Schönes kochen will.


Besonders ausgeprägt waren meine Gedankengänge in Bezug auf die Füllung der geplanten Quarkblätterteigtaschen. Da hab ich doch wirklich während einer Joggingrunde eine halbe Stunde alle möglichen Füllungen im Geiste durchgespielt. Um nach einigen Ausschweifungen letztendlich aber doch bei einer soliden Kombination bestehend aus Paprika, Champignons, Chili und würzigem Bergkäse zu bleiben. 
Die Füllung hat sich gleich beim ersten Kochen bewährt, allerdings war die Menge etwas zu viel für die Teigtaschen. Beim zweiten Versuch habe ich die Mengenverhältnisse auch noch aufeinander abgestimmt - mit folgendem Ergebnis:


Quarkblätterteigtaschen mit Gemüsefüllung

für 2 Portionen (4 Taschen)

1/2 Paprika (bei mir gelb) 
100 g Champignons
1 Chilischote (optional)
1 EL Olivenöl
50 g Appenzeller
Salz 
Pfeffer
1 Ei

Den Quarkblätterteig nach Anleitung herstellen. Während der Blätterteig im Gefrierfach ruht, kann mit der Vorbereitung des Gemüses begonnen werden. Die Paprika waschen, längs in feine Streifen und dann quer zu kleinen Würfeln schneiden. Die Champignons waschen und achteln. Die Chilischote waschen, nach Belieben (für weniger Schärfe) entkernen oder auch ganz weglassen. In einer Pfanne das Öl erhitzen und das ganze Gemüse darin ca. 8 Minuten bei mittlerer Temperatur anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Käse reiben. 
Den Ofen auf 200°C vorheizen. Den Blätterteig zu einem Rechteck mit 18 x 36 cm ausrollen. Das Ei trennen und den ausgerollten Teig mit dem Eiweiss bepinseln. Anschließend quer in 4 Stücke schneiden. Auf jedem der vier Stücke auf je einer Hälfte der Fläche das gebratene Gemüse verteilen (nicht bis ganz zum Rand, damit die Taschen noch ordentlich geschlossen werden können. Dann je 1/4 des Käses darüberstreuen. Nun die Teigstücke zu Taschen zusammenklappen. Den Rand mit den Zacken einer Gabel eindrücken. Oben mehrmals mit einer Gabel einstechen. Und zum Schluss noch mit dem Eigelb bepinseln. Alles im Ofen ca. 25-30 Minuten backen (das Gebäck im Auge behalten und schon vorher aus dem Ofen holen, falls es bereits zu dunkel ist).


Und um daraus eine komplette Mahlzeit zu machen, habe ich die Teigtaschen mit frischem Spinat und Avocadoscheiben (siehe oben)  und einem Quarkdipp (siehe unten) serviert. Für den Dipp habe ich je 50 g Joghurt und Magerquark pro Person mit etwas gehacktem Schnittlauch vermengt und das ganze mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Dienstag, 18. Juni 2013

Ebly-Salat mit Käseblumen

Hiermit wird die Körnersammlung nach Quinoa, Couscous und Bulgur um ein weiteres Mitglied bereichert: dieses nennt sich Ebly. Aber zunächst gehe ich mal (ganz oberflächlich;-) auf den Teil des vorgestellten Rezeptes ein, der meine Aufmerksamkeit in erster Linie geweckt hat: die Käseblumen, die aus Goudascheiben mit Plätzchenformen ausgestochen werden ). Sind sie nicht ein entzückendes Accessoire für einen Salat? Die Idee stammt nicht von mir, sondern wurde eins zu eins vom Originalrezept auf lecker.de übernommen. Aber sie könnte ein Anstoss sein, meine Plätzchenausstecher auch unter dem Jahr mal für kreative Phasen zweckzuentfremden.


Nun zurück zum Ebly. Das ist nämlich nichts anderes als .... 


... Weizen. Genauer gesagt ist Ebly bereits vorgekochter Hartweizen und wird aus diesem Grund auch als Zartweizen bezeichnet. Der Vorteil davon liegt auf der Hand: die Weizenkörner müssen für den Endverbraucher nicht mehr vorher eingeweicht werden, sondern müssen ledliglich ca. 10 Minuten in Wasser gegart werden (erinnert mich an Couscous). Es wird zwar angenommen, dass durch die Vorverarbeitung der Nährstoffgehalt etwas reduziert wird, dennoch ist Ebly als ein gesundes Nahrungsmittel anzusehen. Er besteht nämlich aus komplexen Kohlenhydraten (beispielsweise im Gegensatz zu Weissbrot), die vom Körper langsamer verdaut werden und so länger satt machen. Zudem besteht Ebly (ähnlich wie Quinoa) auch zu einem guten Anteil aus Proteinen (ca. 10%), sowie einigen Vitaminen und Mineralstoffen. Quelle: Verband Thurgauer Landwirtschaft.


Um diesen Beitrag abzurunden, geben wir den Käseblumen und dem Ebly noch eine gemeinsame Basis und fügen das ganze zu einem Rezept zusammen. Wie bereits im Titel vorweggenommen (und wenig überraschend), gab's bei mir einen Ebly-Salat mit Gemüse. Und einem Joghurtdressing, das auch noch explizit erwähnt werden sollte. Ich bin alles in allem rundum begeistert von der Vorlage, die ich auf lecker.de gefunden habe. Das einzige was ich anders gemacht habe, ist, dass ich kein Ebly in Beuteln verwendet und die Körner einfach nach Packungsanweisung 10 Minuten weich gekocht habe.

Samstag, 16. März 2013

Quiche mit bunten Karotten und Ziegenkäse

Bei meinem Beitrag zur klassischen Lasagne, an deren Herstellung ich zunächst wissenschaftlich herangegangen bin, haben wir über Kochen streng nach Rezept versus nach Gefühl gesprochen. Ich bewundere es ja, wenn ein Koch ganz ohne Rezept auskommt und das "nach Gefühl Kochen" durch Erfahrungswerte gelingt. Wenn ich mich jedoch auf neues Terrain wage und es um nach meiner Definition fortgeschrittenes Kochen geht, dann bevorzuge ich es (mangels Erfahrung), mir eine theoretische Grundlage zu schaffen, mehrere Rezepte zu studieren und zu vergleichen, bevor ich mich für eine Vorgehensweise entscheide. Quiche kann aber auch ich frei Schnauze. Mein Grundrezept für Mürbeteig weiss ich auswendig (200 g Mehl, 100 g Butter, 60 ml kaltes Wasser und eine Prise Salz für eine Form mit 28 cm, bzw. die Hälfte der Zutaten für eine Form mit 20 cm Durchmesser). Und bei der Füllung werde ich auch gerne kreativ, Gemüse schnibbeln und eine Füllung aus Ei und irgendeinem Milchprodukt und evtl. etwas Käse ... das ging noch nie schief.


Kein Marktbesuch ohne ein neues Gemüse ... an dem Motto halte ich weiter fest, ohne es darauf anzulegen. Es passiert ganz automatisch, da es auf dem Markt noch so viel Gemüsesorten zu entdecken gibt. Dieses Mal haben bunte Karotten den Weg in meinen Einkaufskorb gefunden. Die gelben werden auf dem hiesigen Markt auch "Pfälzer Rübli" genannt. Und die roten Karotten finde ich auch lustig, sie schmecken auch fast nach roten Beeten.
Nach Ziegenkäse war mir auch mal wieder - der kam also als Basis für die Füllung in die Quiche. Und Barbara's süßlich-herber Winzerteig, den ich bereits für eine winterliche Quiche ausgeborgt habe, erschien mir für diese Version auch sehr passend.


Quiche mit bunten Karotten und Ziegenkäse

für eine Form mit 20 cm Durchmesser

Zutaten für den Winzerteig nach Barbara's Rezept:
40 ml Olivenöl
40 ml Weisswein
100 g Dinkelmehl
1 Prise Salz

Zutaten für das Gemüse:
300 g Karotten
1 EL Butter
100 ml Mineralwasser
1/2 TL Zucker
Salz
Pfeffer

Zutaten für den Guss:
1 Ei
150 g Ziegenfrischkäse
2 EL frischer, gehackter Schnittlauch
Salz
Pfeffer

Die Zutaten für den Teig verkneten und den Teig etwas ruhen lassen.

Die Karotten in der Zwischenzeit waschen, schälen und schräg in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben zusammen mit der Butter und dem Salz in einen Topf geben und knapp mit Mineralwasser bedecken. Alles mit Topfdeckel aufkochen, dann bei mittlerer Temperatur ca. 10 Minuten ohne Deckel einköcheln lassen, bis das Wasser größtenteils verdampft ist. Den Zucker unterrühren und mit etwas Pfeffer würzen (Anmerkung: werden verschiedenfarbige Karotten verwendet, ist es ratsam, die roten Karotten separat zu kochen. Die färben nämlich ab, und wenn man alle Karotten zusammen kocht, sind nachher alle rot). 

Die Zutaten für den Guss verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Teig ausrollen und in der Form verteilen (alternativ wie Barbara vorgehen), einen Rand von 2 cm Höhe formen. Mit einer Gabel den Boden mehrmals einstechen. Den Guss in die Form füllen und anschliessend die Karotten darauf verteilen. Die Quiche ca. 25 min backen.

Donnerstag, 8. November 2012

Apfel-Topinambur-Salat mit Roquefortdressing

Wie gesagt, Pastinake, Topinambur & Co sind total IN. Und nachdem mir letzte Woche auf dem Markt der Verkäufer von Federkohl und Topinambur ganz stolz mitgeteilt hat, dass auch der Topinambur Eigenanbau ist, schmeckt er umso mehr (das mit dem Eigenbau würde ich eigentlich erwarten, wenn ich auf dem Markt saisonales Gemüse kaufe, aber da er es so stolz gesagt hat, fand ich es einfach nur nett). Den Anstoss für die Kombination Topinambur und Apfel hat mir das Buch Salatwerkstatt von Claus Meyer gegeben, ein wirklich schönes Buch mit sehr einfallsreichen und modernen Rezepten, und ganz wichtig, tollen Bildern. Ansonsten hat meine Version nicht mehr so viel mit dem Original zu tun, daher gleich mein Rezept weiter unten. Ich finde das Dressing mit Blauschimmelkäse sehr passend zu dem süßlichen Gemüse und Obst.


 Apfel-Topinambur-Salat mit Roquefortdressing

für 1 Portion

200 g Topinambur
1 Apfel 
1 EL Zitronensaft
15 g Roquefort (alternativ anderer Blauschimmelkäse)
25 g Sauerrahm
2 TL weisser Balsamicoessig
Pfeffer
Salz
2 TL frischer, gehackter Schnittlauch
4 Pekannusshälften

Den Topinambur waschen, schälen und hobeln bzw. in hauchdünne Scheiben schneiden. Den Apfel ebenfalls waschen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Das Gemüse auf einem Teller anrichten und anschließend mit dem Zitronensaft beträufeln, damit es sich nicht verfärbt, während das Dressing zubereitet wird.
Für das Käsedressing den Roquefort, den Sauerrahm, den Essig und die Hälfte des Schnittlauches gut verrühren, bis eine homogene Sauce entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing über dem Salat verteilen. Die Pekannüsse hacken und zusammen mit dem Rest des Schnittlauches über den Salatteller geben.