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Donnerstag, 1. Dezember 2022

Curry-Rezepte kann man nicht genug haben

 


Irgendeine Art von Curry ist das wohl am meisten gekochte Gericht bei uns im Hause. Sehr gerne auch für Gäste, da schmackhaft, flexibel (im Sommer natürlich mit Gartengemüse), für einige was Neues, und sogar vegan. 
Meistens mischen wir einfach im Garten oder Kühlschrank vorhandenes Gemüse, braten es an, Currypaste und Kokosmilch dazu. Erdnüsse drüber. Reis kochen. Fertig. Das klassische Thai-Curry.
Gerne probiere ich aber auch mal ein neues Rezept aus, das zum Beispiel durch neue Gewürze für ein neues Geschmackserlebnis sorgt. Nicht immer blogge ich dann auch darüber. Jetzt aber schon.

Neulich entdeckte ich bei Charlotte ein Rezept für das Satay Sweet Potato Curry nach Ella Mills. Je kälter es draußen wird, desto wohler tut ein Eintopfgericht. So wurde das Curry auch gleich ausprobiert. Mit Süßkartoffeln, Kichererbsen und Spinat. Gewürzt ohne fertige Currypaste. die Süßkartoffeln werden im Ofen vorgegart.


Das Curry hat uns sehr gut geschmeckt. Besonders die Kombination aus Spinat und Süßkartoffeln und die leckeren Gewürze - sodass man gar keine fertige Currypaste braucht.
Die Süßkartoffeln im Ofen zu rösten ist zusätzlicher Aufwand. Da sie im Anschluss mitgekocht werden, fanden wir, dass das nicht unbedingt sein muss. Man kann die Kartoffeln auch einfach in der Pfanne mit anbraten. Und Kichererbsen und Süßkartoffeln sind in der Konsistenz sehr ähnlich - beide irgendwie sämig. Man könnte in diesem Fall die Kichererbsen auch durch ein anderes Gemüse ersetzen.
Das Grundrezept mit der leckeren Sauce werde ich mir aber auf jeden Fall merken. Das Curry wird es leicht abgewandelt wieder geben. Wärmendes Soul Food eben.

Montag, 29. März 2021

Bärlauch-Hummus - frisch und fruchtig

Das erste richtige Frühlingsrezept. Dieses Jahr mit Bärlauch. Ich habe wieder festgestellt, daß mich sattes saftiges Frühlingsgrün sogar noch mehr in den Bann zieht als bunte Frühlingsblumen.

 

 Vor wenigen Wochen haben wir eine Wanderung gemacht und der Anblick der großen Fläche Bärlauch hat mich so angesprochen, daß ich dieses Bild in meiner Seele abgespeichert habe und es fast nicht erwarten konnte, neue Bärlauch-Rezepte auszuprobieren.

Mein Biobauer auf dem Markt teilt meine Begeisterung und hat mich heute Morgen darauf aufmerksam gemacht, daß Bärlauch eine der wenigen Pflanzen sei, die Schwermetalle im Körper, vor allem auch im Gehirn abbauen kann (die Info einer Heilpraktikerin).

Jedenfalls hat Bärlauch eine Menge positiver Auswirkungen auf die Gesundheit: Linderung von Verdauungsbeschwerden, Blähungen abmildern und ein erhöhter Cholesterinspiegel kann gesenkt werden.

Wenn man dieses Wildkraut sowieso liebt, sind das willkommene positive Aspekte, die man gerne hört.

Apropos Bärlauch auf dem Markt einkaufen: Den Bärlauch im Wald selbst zu ernten, würde mir sehr viel mehr Spaß machen und die Pflanze von Maiglöckchen oder anderen Pflanzen zu unterscheiden traue ich mir zu. Aber seit ich eine Person kennengelernt habe, die sich den Fuchsbandwurm eingehandelt hat, habe ich mich dagegen entschieden ihn in freier Natur zu pflücken.

Das Goethezitat auf meiner Frühlingsdeko (ein Namenstagsgruß einer Freundin) passt in diesem Fall nicht perfekt, ich finde es trotzdem schön.

Was der Frühling nicht sät
kann der Sommer nicht reifen
der Herbst nicht ernten
der Winter nicht genießen.

Johann Wolfgang von Goethe
 
 

 Das Rezept für diesen Bärlauch-Hummus habe ich bei Pinterest entdeckt. Man findet es hier


Der Bärlauch-Hummus schmeckt frisch, fruchtig und lecker und natürlich nach Knoblauch.
"Man könnte sich reinsetzen...........".
Meine Kolleginnen haben gesagt, er schmeckt nach Knoblauch aber nach Genuss von Bärlauch riecht man das selbst nicht. Ob das stimmt?

Sonntag, 31. Januar 2021

Chana Masala

In meinem Schrot&Korn-Kochbuch habe ich das Rezept »Chana Masala« vor Jahren mit einem Post-it versehen. Genauso viele andere Rezepte. Chana Masala ist mit das letzte der vorgemerkten Rezepte, das ich bisher noch nicht nachgekocht hatte. Neulich Resteküche. Eine Mango war noch da. Da fiel mir das indische Curry ein ... Kichererbsen, Tomaten, Kokosmilch ... Standardzutaten. Und Spinat war auch noch da. Allerdings eingefroren und zerkleinert. Der Optik wegen haben wir ihn nicht untergemischt und dazu serviert.

Das Rezept gibt es hier. Das Curry ist schön mild, cremig und gleichzeitig fruchtig. Allerdings war mir die Mango in dieser Kombination (vielleicht lag es an der Kombination mit den Tomaten?) ein wenig zu fruchtig. Ich glaube, mit mehr anderem Gemüse hätte es mir noch ein wenig besser geschmeckt. Obwohl ich süß-saure Gerichte liebe. Wie steht ihr zu ihnen?

Dienstag, 10. April 2018

Gruppentauglich und dennoch besonders: vegetarischer Eintopf mit Kichererbsen und Süßkartoffeln

Im letzten Jahr haben mir zwei Freunde ganz unabhängig voneinander von einem Kichererbseneintopf als beliebtes Essen für ein Fest oder eine Gruppe vorgeschwärmt. Neulich fiel mir das in Vorbereitung auf ein Seminar bei mir im Hause, bei dem ich die Teilnehmer bekocht habe, wieder ein. Ich fragte bei meinen Bekannten jeweils nach dem Rezept. Und ich recherchierte ein wenig. Letztendlich fiel die Entscheidung darauf, folgendes Rezept aus dem Internet nachzukochen. Ein Eintopf mit Süßkartoffeln und weiterem Gemüse, sowie Tomaten und Kokosmilch und natürlich Kichererbsen. Am Rezept habe ich gar nichts verändert und es war perfekt so. Beim Vorkochen für mich gab's Bulgur als Beilage und für die Seminarteilnehmer gab's frisches Fladenbrot dazu. Der Eintopf wurde von allen Teilnehmern (bis auf einen Fleischfanatiker ;-) ) auf's Höchste gelobt.




Mittwoch, 1. November 2017

Kürbis-Steckrüben-Curry mit (!!!) Würzfladenbrot nachgemacht

Aus meinem Garten konnte ich dieses Jahr einige Steckrüben ernten. Neulich habe ich mein einziges Standard-Gericht, den Steckrüben-Eintopf, für 10 Leute gekocht. Er kam sehr gut an ("besser als der Name verlauten lässt" - so meine Gäste), und ich mag ihn auch sehr. Aber auch nicht immer, daher habe ich ein paar weitere Rezepte ausprobiert. So auch das Kürbis-Steckrüben-Curry mit Würzfladenbrot, auf das mich Kirsten hingewiesen hat.


Die Zutatenliste für dasGericht ist recht lang, aber heraus kommt ein leckeres, zur Abwechslung tomatenbasiertes (und nicht kokosmilchbasiertes) Curry mit indischen Gewürzen. Joghurt und Koriander passen auch gut oben drauf. Aber der Hammer war ja dieses Würzfladenbrot .... bei mir gab's nicht mal Fladenbrot, da ich altes Dinkelbrot übrig hatte. Ich habe aber wie beschrieben Knoblauch, Butter, Salz, Chili und Kreuzkümmel in der Pfanne angebraten und alles über das Brot geträufelt und das im Backofen geröstet. Sowas von lecker! Egal ob zu Curry oder als Beilage zu einer Suppe. Danke für die Inspiration, Kirsten!

Samstag, 29. April 2017

Das "Großprojekt Hummus" und die Kunst der Zubereitung

Puh ... man könnte fast sagen, ich hätte einen Meilenstein erreicht. Denn lange hat's gedauert, bis ich nun ein Rezept für Hummus vorweisen kann, mit dem ich zufrieden bin. Vor einigen Jahren hab ich ein paar Mal Hummus gemacht, aber mir entweder nicht genau die Zutaten aufgeschrieben oder ich war nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis. So blieb immer das Gefühl, dass ich kein ordentliches Rezept habe. Etwas frustriert habe ich das "Projekt Hummus" in den letzten beiden Jahren dann ganz auf die Seite gelegt.

Nun habe ich einen neuen Anlauf gestartet, da ich wirklich mal wieder Hummus essen wollte zu meinem Ofengemüse. Mir scheint es fast, als wäre es eine hohe Kunst, Hummus selbst zu machen. So mein Urteil nach der Durchsicht einiger Rezepte. Denn in den meisten vermisse ich die genauen Angaben. Sprich, man sollte es im Gefühl haben, wie die Konsistenz sein sollte. Ob noch Flüssigkeit hinzu kommt etc. Und natürlich das Abschmecken.

Nun habe ich mir mein Rezept in Anlehnung an dieses hier und Carla's Version gebastelt und bin mit dem Ergebnis der letzten Hummus-Zubereitung wirklich zufrieden. Die Zutaten habe ich möglichst genau abgemessen. Aber wie gesagt, ein Gefühl für den richtigen Hummus bei der Zubereitung ist unabdingbar ;-) 

Meine Tipps noch zusammengefasst:
  • Die Masse zieht nach der Zubereitung noch Flüssigkeit, also darf sie direkt nach der Herstellung nicht zu trocken sein, da sie das eh noch wird. Man läuft sonst Gefahr, harten Hummus zu servieren (das habe ich auch schon geschafft bzw. wurde mir solcher Hummus auch schon serviert).
  • Mit Zitronensaft anfangs sparsam sein, lieber nachher noch was hinzufügen
  • Um meinen Mixer nicht allzu sehr an seine Grenzen zu bringen, füge ich gleich zu Beginn etwas Wasser hinzu, ich meine, das hilft
  • Dieses Mal habe ich Kichererbsen aus der Dose verwendet. Ich will es aber bald mit selbst eingeweichten versuchen, dann gebe ich Rückmeldung über die Mengenverhältnisse, wenn ich's geschafft habe
  • Man kann die Flüssigkeit der Kichererbsen oder Wasser nehmen, um die Masse flüssiger zu machen. Geht beides, also keine Panik, wenn ihr das Wasser schon weggeschüttet habt. 

Hummus

480 g Kichererbsen
2 EL Tahini (40 g)
2 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Optional: 1 Chilischote, rot und entkernt
1,5 EL Kreuzkümmel
1 EL Curry
1 EL Paprikapulver (edelsüß)
Saft von 1 Zitrone (50ml)
Salz (bei mir 2 TL bzw. 7g)
Pfeffer
100 ml Wasser (Flüssigkeit von den Kichererbsen oder einfach so)
Optional: Koriander zur Deko (Petersilie geht auch)

Den Knoblauch schälen und klein schneiden. Die Chilischote waschen, entkernen und ebenfalls in Stücke schneiden. Die Kichererbsen mit dem Tahini, Olivenöl, Knoblauch, Chili, den Gewürzen (Curry, Kreuzkümmel und Paprikapulver, Salz, Pfeffer) sowie je zunächst der Hälfte der Flüssigkeiten (also 25 ml Zitronensaft und 50 ml Wasser) in einen Mixer geben und alles pürieren. 

Je nach Konsistenz mehr Wasser und nach Geschmack auch Zitronensaft hinzugeben (bei mir waren die 100 ml Wasser nötig, es kann auch noch mehr sein). Abschmecken und evtl nachwürzen.

Den Hummus im Kühlschrank gerne für ein paar Stunden ziehen lassen. 

Mit frischem Koriander oder Petersilie bestreut servieren.

Sonntag, 5. Juli 2015

Sommerrezept: Salat mit Kichererbsen und Gurke

Soooo ... nun melde ich mich nach einer schon ein Weilchen andauernden Sendepause auf diesem Blog mal persönlich zurück. Meine Mama hat mich ja in der Zwischenzeit ein wenig vertreten und wir hatten auch bereits zusammen einen Beitrag für heute vorbereitet. Da kam uns jetzt nur ein aktuelles Problem dazwischen: das Wetter. Denn bei 35 Grad plus (sogar hier im Schwarzwald ist es richtig heiß) ist ein Suppenrezept einfach nicht mehr so ganz passend. Also wird die geplante Getreidesuppe verschoben, bis das Thermometer wieder zumindest ein wenig gefallen ist.

Ich habe ja zum Glück noch zwei Rezepte, die im Entwurf-Archiv schlummern. Wie gut, dass eines davon ein sommerlicher Salat ist. Sogar die Cocktailtomaten haben jetzt Hochsaison. Genau wie die Gurken. Gurken und Dill sind immer erfrischend. Und die Kichererbsen sind schön sättigend. Sesam finde ich übrigens eine sehr dekorative und gleichzeitig gesunde Garnierug für einen Salat. Bei der Zubereitung dieses Salates habe ich an ihn gedacht (ab und zu vergesse ich so ein Detail schon mal, wenn ich einfach einen Salatteller für mich selbst zubereite).

Im Moment koche ich noch in einer provisorischen Ersatzküche, aber in absehbarer Zeit werde ich eine neue Küche haben. Dann werde ich auch wieder mehr Lust haben, dort zu werkeln und neue Rezepte auszuprobieren. Ich freue mich sehr darauf!


Salat mit Kichererbsen und Gurke

für 4 Portionen

für den Salat:
360 g Kichererbsen, gekocht (1,5 Dosen)
1 Gurke
250 g Cocktailtomaten
1 rote Paprikaschote
1 Frühlingszwiebel
1/2 Bund Dill (10 g) 
3 EL Sesam

für das Dressing:
30 g Crème fraîche
1 EL Olivenöl
2 EL Zitronensaft
1 EL weißer Balsamico
1 geh. TL Sahne-Meerrettich (optional)
1 TL Dijon-Senf
1 TL Ahornsirup
Salz
Pfeffer 

Das Gemüse waschen. Die Gurke hobeln oder in kleine Stücke schneiden, die Tomaten halbieren. Die Paprika längs achteln und dann quer in Streifen schneiden, die Frühlingszwiebel in feine Streifen schneiden, den Dill hacken.
Die Zutaten für das Dressing verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing mit den Salatzutaten in einer großen Schüssel vermengen.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Gurkenschiffchen mit Quinoafüllung nachgemacht

Krisi's Rezept hat mich sofort angesprochen, schon als ich den Titel gelesen habe: Gurkenschiffchen mit Quinoafüllung. Die Gründe:
1. das Ergebnis ist bildhaft in der Form (und mal was anderes)
2. das Rezept ist gesund. Ein Hoch auf die alternativen Kohlenhydratquellen, also nicht Brot und Nudeln, nämlich Hülsenfrüchte und Körner
3. der Mix aus frischen Gemüse und gesunden Kohlenhydraten klingt super für ein leichtes aber gleichzeitig sättigendes Sommerabendessen.

Deshalb habe ich mich auch mehr als schnell ans Nachahmen der Gurkenschiffen gemacht (man muss dabei als Maßstab für die Schnelligkeit in puncto Nachmachen immer meine länger und länger werdende Nachkochliste im Hinterkopf behalten). Anstatt der Bohnen im Originalrezept habe ich für die Füllung Kichererbsen verwendet, noch je 2 EL Kapern und Tomatenmark hinzugefügt, sowie etwas Kreuzkümmel und so eine kleine rote Chilischote, die in der fertigen Füllung mehr Gewicht hatte als gedacht ;-).

Aber wie Krisi schon geschrieben hat, das Grundrezept lädt geradezu zum Variieren mit verschiedenen Hülsenfrüchten und Gemüsesorten für die Füllung ein. Ist sicher in jeder Form lecker, so wie ich auch meine Variante super fand.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Salat mit Süßkartoffeln und Kichererbsen

Den Titel müsste man im gleichen Atemzug noch folgendermaßen erweitern: Salat mit Süßkartoffeln, Kichererbsen, Pepperoni, Pinienkernen und getrockneten Tomaten ... Dies sind alles essentielle Bestandteile, nur dass der Name des Rezeptes so unsäglich lang wird. Frischer Koriander und die Gewürze Kreuzkümmel und Zimt runden die Sache ab.

Schon optisch ist die Kombination sehr ansprechend. Deshalb ist mir der Salat auch schon als Titelfoto des Buches "Vegetarisch aus aller Welt" aufgefallen (aus diesem Buch werden bald weitere Gerichte folgen). Aber auch geschmacklich fällt mein Urteil sehr positiv aus. Ich würde nur Wert darauf legen, genügend rote (milde) Pepperoni bzw. normale Paprikaschoten zu verwenden, da diese die einzig saftige Komponente sind. Anderenfalls kann der Salat durch die Süßkartoffeln, Kichererbsen und Pinienkerne etwas zu trocken werden.
Die Pepperoni werden im Originalrezept übrigens im Ofen gegrillt und dann lässt man sie unter einem feuchten Tuch abkühlen, sodass im Anschluss problemlos die Haut abgezogen werden kann. Für das Häuten von Paprika gibt es mehrere Möglichkeiten. Diese hier bietet sich in diesem Fall aber an, da der Backofen sowieso angeschaltet werden muss, da die Süßkartoffelscheiben darin auch noch gebacken werden. Und nun meine leicht abgewandelte und um die Frühlingszwiebeln erweiterte Version:


Salat mit Süßkartoffeln und Kichererbsen 

für 2 Portionen

3 rote Pepperoni (alternativ 2 rote Paprikaschoten)

2 Süßkartoffeln
2 EL Öl
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 EL Ahornsirup
2 EL Pinienkerne
2 EL Öl
1 Knoblauchzehe
1 Frühlingszwiebel
1 Prise Kreuzkümmelpulver
1/2 TL Zimt
5 getrocknete Tomaten
200 g Kichererbsen (gekocht der aus der Dose)
Salz
Pfeffer
etwas frischer Koriander
Den Backofengrill vorheizen. Die Pepperoni waschen und im Backofen von allen Seiten grillen, bis die Haut dunkel wird. 

Die Süßkartoffeln waschen, in dünne Scheiben schneiden und mit dem Öl, Kreuzkümmel und Honig gut vermischen. 

Die Pepperoni aus dem Ofen nehmen und unter einem feuchten Küchentuch auskühlen lassen. Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) zurückschalten. Die Süßkartoffeln für ca. 20 Minuten im Ofen backen.

Die Pinienkerne ohne Öl in einer Pfanne rösten, bis sie Farbe annehmen. 

Von den Pepperoni anschließend Haut abziehen. Die Schoten längs achteln und beiseite legen. 

Die Knoblauchzehe schälen und den fein hacken. Die Frühlingszwiebel waschen und in dünne Ringe schneiden. Die getrockneten Tomaten in kleine Stücke schneiden.
In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen und dann zunächst den Knoblauch kurz braten. Dann die Frühlingszwiebel, Kreuzkümmel- und Zimtpulver hinzufügen. Nach zwei Minuten die getrockneten Tomaten und Kichererbsen hinzufügen. Mit Pfeffer und evtl. etwas Salz nachwürzen.

Den Koriander fein hacken.

Die gebackenen Süßkartoffeln, Paprika, sowie und Kichererbsen-Mix auf einem Teller drapieren und mit den Pinienkernen und dem Koriander garnieren.

Dienstag, 17. Juni 2014

Pikanter Kichererbsensalat

Meine Recherchen zum Eisenbedarf haben ja unter anderem ergeben, dass Hülsenfrüchte aller Art eine sehr gesunde Quelle von Eisen und anderen Nährstoffen sind. Da kam mir der pikante Kichererbsensalat von Kristina (sie kocht auf 2Herde(n)).gerade recht. Neben der Kichererbsen Basis kommen Tomaten und, etwas ausgefallener, Artischocken in den Salat. Kresse habe ich leider nicht bekommen beim Einkauf, anstatt dessen habe ich eben Petersilie hinzugefügt. Das "Dressing" aus Tomatenmark sorgt für eine süsse Note und für eine orientalische Note wird durch den Kreuzkümmel gesorgt. "Geschärft" kann mit Cayennepfeffer werden. Da ich was das Schärfeempfinden angeht  nicht so zart besaitet bin, war ich mutig und habe ein paar Prisen hinzugegeben, sodass der Salat auch seinem Namen als "pikanter" Salat gerecht wird ;-) Allein schon deswegen war er wohl nach meinem Geschmack - aber auch rundum stimmig, was die Auswahl der Zutaten angeht.


Wer mein Bild genau anschaut, denkt sich vielleicht: Das sieht aber nicht aus wie Kichererbsen. Richtig, ich habe für den Salat in der Tat Sojabohnen verwendet, da ich schon länger ein Paket von ihnen im Regal stehen habe und sie endlich mal versuchen wollte. Also habe ich mir eine grosse Ladung Sojabohnen gekocht, die dann unter anderem in den oben vorgestellten Salat geflossen sind. Allerdings muss ich sagen, dass mir Kichererbsen geschmacklich viel mehr zusagen, weshalb ich den Salat beim nächsten Mal auch originalgetreu mich Kichererbsen zubereiten werde.

Freitag, 21. März 2014

Nachgekocht: Couscous mit Kokos-Spinat und Kichererbsen

Schöne Grüsse aus dem Urlaub und aus dem Süden. Da ich diesen Blogbeitrag bereits im Vorfeld vorbereitet hatte und heute fast nur noch auf "veröffentlichen" klicken muss, gibt's auf meinem Blog keine Urlaubspause. Und auch nicht in Anbetracht der Tatsache, dass ich mich nach einer Woche Hotelküche schon wieder sehr auf's Kochen freue und gleich damit loslegen werde (auch wenn mir sonst kein Grund einfällt, Mallorca morgen wieder freiwillig zu verlassen).


BeVegt ist ein Blog rund ums Laufen, wobei  man (vegane) Ernährung als ein Themenschwerpunkt bezeichnen kann. Es gibt auf jeden Fall sehr viele Rezepte, die mich ansprechen. Diese sind meist gesund, schnell zu machen und auch mit dem von mir geliebten exotischen Touch. So musste ich den  "Couscous mit Kokos-Spinat und Kichererbsen" einfach ganz schnell nachmachen.

Couscous war mal wieder sehr, sehr lecker, der süßliche Kokos-Spinat trifft genau meinen Geschmack und war mit Curry und Senfsamen fein gewürzt. Perfekt!
Eine Ladung gekochte Kichererbsen hatte ich zwar im Kühlschrank, habe ich dann aber beim Kochen völlig vergessen. In der zweiten Portion gab es sie dann aber (siehe Bild), und dafür eine etwas kleinere Menge Couscous.

Sonntag, 12. Januar 2014

Die Einweihung der Tajine-Form

Nachdem ich zu Weihnachten eine Tajine-Form geschenkt bekommen habe, konnte ich es kaum erwarten, diese auch zu benutzen.

Bis ich stolze Besitzerin einer Tajine wurde, wusste ich noch nicht, um was genau es sich dabei handelt, also fasse ich kurz zusammen: Eine Tajine ("taschin" ausgesprochen) ist ein Kochtopf aus gebrannter Lehmerde, der seine Ursprünge bei den Nomaden in Nordafrika hat. Gleichzeitig wird als Tajine auch ein in diesem Topf gegartes Gericht bezeichnet.

Mittlerweile erfreut sich das traditionell marokkanische Kochgeschirr auch anderweitig grosser Beliebtheit - zu Recht. Der Garprozess in der Tajine verläuft folgendermaßen: Der durch das Erwärmen entstehende Wasserdampf steigt nach oben, kondensiert und fliesst durch den kegelförmigen Deckel über die Seiten wieder zurück. Denn da der Lehm ein hervorragender Wärmespeicher ist, kann die Flüssigkeit nicht durch die Topfwand entweichen (deshalb sollte man den Deckel auch während des Garens nicht unnötig öffnen). So werden die Zutaten schonend und im eigenen Saft gegart, wodurch das Aroma und die Nährstoffe erhalten bleiben. Der Garprozess verläuft zudem von Innen nach Aussen, welhalb Zutaten mit längerer Garzeit in der Mitte und solche mit kürzerer Garzeit oben und unten im Topf geschichtet werden sollten.


Nachdem ich den Kochtopf ordnungsgemäss vorbereitet hatte (er muss vor dem Gebrauch gewässert und mit Öl ausgerieben werden, damit sich mit der Zeit eine natürliche Antihaftbeschichtung bildet), habe ich mich für ein Rezept entschieden, die Tajine „Ras el-Hanout” mit Kichererbsen, die ich bei der Gourmet Guerilla entdeckt habe. Also viel Gemüse, Kichererbsen und eine marokkanische Würzmischung. Klingt gut für den Anfang, gelingsicher und auch durch die Gewürze original.
Als Gemüse habe ich mich für Pastinaken, Kürbis, Broccoli und Frühlingszwiebeln entschieden. Die Pastinaken habe ich in die Mitte des Topfes geschichtet (längste Garzeit). Anstatt mit Petersilienstängeln zu kochen habe ich das Gericht mit gehackter Petersilie bestreut serviert. Dazu gab es Couscous.

Die genaue Herdtemperatur für das Garen muss ich zwar noch herausfinden, aber das Ergebnis war trotzdem sehr fein. Ich kann nun bestätigen, dass das Gemüse noch sehr aromatisch (=nach Gemüse) schmeckt durch diese Garmethode. Und das ist doch der Sinn des Kochens mit Gemüse. Abgesehen davon ist so ein Tajine-Kochtopf wirklich schön anzusehen und zu berühren, was das Kocherlebnis zudem zu etwas Besonderem macht.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: Dezember-Rezept

An allen vergangenen elf Monaten des Jahres habe ich am 25. meinen Beitrag zum Quinoa-Projekt veröffentlicht. Aus diesem Grund mache ich im Dezember keine Ausnahme und lasse euch auch an Weihnachten nicht mit Quinoa in Ruhe ;-)
Aber FROHE WEIHNACHTEN wünsche ich euch natürlich trotzdem als Allererstes.


Ich antizipiere jetzt mal, dass einige von euch nach einer süßen Adventszeit mit Plätzchen, Stollen, Glühwein & Co. und nach einem üppigen Weihnachtsmenü über die Feiertage im neuen Jahr wieder sehr empfänglich für leichte und gesunde Rezepte sind. Deshalb stelle ich ein Rezept für Quinoa mit Gemüse vor. Begonnen habe ich im Januar 2013 mein Projekt mit einem Rezept aus der gleichen Kategorie (das spiced lemon quinoa), wo das Korn mit Gemüse und einigen eher exotischen Gewürzen serviert wurde. Und mit dem Dezemberrezept schliesst sich der Kreis nach verschiedensten Quinoa-Rezepten nun wieder: Es gibt buntes Gemüse (Karotten, Süßkartoffeln, Zucchini, Kichererbsen), Rosinen, Kreuzkümmel und Thymian (zwei geschmackliche Neuentdeckungen des Jahres, die auch hier nicht fehlen dürfen). Auf Quinoa-Koriander-Zitronen-Basis wohlgemerkt. Zucchini ist zugegebenermassen sommerlich, man könnte sie im Winter auch durch Grünkohl ersetzen, das habe ich auch schon getan, für's Foto hat sich die Zucchini allerdings besser gemacht. Das Rezept ist signifikant abgewandelt nach einem Gemüsekochbuch, dessen Name ich bereits vergessen habe.
Jedenfalls ist es äusserst lecker. Deshalb mein Standardkommentar für diese Art von Rezept: Wer sich mit der Zutatenliste identifizieren kann, dem sei das Rezept ans Herz gelegt.


Gemüse auf Quinoa

für 2 Personen

60 g Quinoa
200 g Karotten
1 Süßkartoffel (ca. 150 g)
150 g Zucchini
80 g Kichererbsen (bereits gekocht oder aus der Dose, ungekocht abgewogen ca. 40g)
30 g Rosinen
400 ml Gemüsebrühe 
1 TL Paprikapulver
1/2 TL Kreuzkümmel
nach Belieben 1 Prise Cayennepfeffer
1 EL frischer Thymian
1 EL frischer Koriander
2 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Quinoa wie hier beschrieben zubereiten. 
Die Karotten waschen, schälen und in ein paar mm dicke Ringe schneiden. In einem Topf die Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Die Süßkartoffel ebenfalls waschen, schneiden und klein schneiden. Die Zucchini waschen, längs vierteln und dann in Stücke schneiden. In einem Topf die Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Die Karotten zunächst hinzugeben. Nach 5 Minuten die Süßkartoffel- und Zucchinistücke sowie die Kichererbsen hinzufügen. Nach weiteren 5 Minuten die Rosinen dazugeben und alles für weitere 5 Minuten kochen (also 15 Minuten insgesamt).
Die Kräuter während dessen klein schneiden. Wenn das Quinoa gekocht ist, mit den Kräutern und dem Zitronensaft vermischen und leicht salzen.
Wenn das Gemüse (nach 15 Minuten) fertig ist, das Wasser abgießen, mit den Gewürzen abschmecken (Paprika Kreuzkümmel, Cayennepfeffer, Salz, Peffer). Gemüse und Quinoa zusammen servieren. 


Das war nun das letzte Rezept während meines einjährigen Projektes. Allerdings gibt's ganz bald eine Zusammenfassung und ein Ausblick auf weitere Quinoa-Rezepte, die auf meiner Nachkochliste stehen. Da haben sich nämlich einige angesammelt.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: Juli-Rezept

Nach ein paar warmen Hauptgerichten, Frühstücksideen und Riegeln ist ein Salatrezept mit Quinoa längst überfällig. Nun ist es für das Juli-Rezept meines Projektes mit Quinoa aber soweit: Ich habe nämlich auf die Beerenzeit gewartet, damit der sommerliche Quinoa-Salat auch saisonal passend ist. Inspiriert hat mich dafür ein Salat, den ich während meines diesjährigen Englandaufenhaltes in der Food Abteilung bei Marks & Spencer mitgenommen und mit großem Genuss verzehrt habe. Die Zutatenliste habe ich mir im Anschluss von der Verpackung abgeschrieben und den Salat anhand meines Aufschriebes nun nachgebastelt.


In den Salat kommen neben dem Quinoa einige verschiedene Zutaten, angefangen bei frischem Obst und Gemüse, über Trockenfrüchte zu Nüssen und Hülsenfrüchten. Aus diesem Grund habe ich die Rezeptmenge auch auf 4 Portionen hochgerechnet, da es sich sonst kaum lohnt, alle Zutaten anzuschaffen. Aber meiner Grundregel für Salate entsprechend, kann man auch in diesem Fall die Zutaten Pi mal Daumen zusammenmischen, ohne Gefahr zu laufen, eine gewünschte Konsistenz völlig aus dem Gleichgewicht zu bringen (im Gegensatz zu einem fein ausgearbeiteten Kuchenrezept). Oder man lässt einfach die ein oder andere Zutat weg, wenn man sie gerade nicht da hat. Solange es nicht das Quinoa ist ;-) 



Sommerlicher Quinoa-Salat

für 4 Portionen 

für den Salat:
160 g Quinoa (ungekocht)
1 Mango
125 g Heidelbeeren
200 g Gurke
40 g Rucola
100 g Kichererbsen (bereits gekocht)
50 g Sprossen
50 g Rosinen
50 g getrocknete Cranberries
50 g Kürbiskerne

für das Dressing:
4 El Öl (bei mir Sesamöl)
4 EL Zitronensaft
2 EL Ahornsirup
2 TL Dijonsenf
Salz
Pfeffer

Die Quinoakörner wie hier beschrieben gar kochen.
Während dessen die Mango waschen, schälen und das Fruchtflesich in Würfel schneiden. Die Heidelbeeren waschen. Die Gurke waschen, nach belieben schälen und in Stücke schneiden. Den Rucola waschen. Die restlichen Zutaten abwiegen und alles in eine Schüssel geben. Das Quinoa nach dem Kochen abkühlen lassen und zu den anderen Zutaten geben.
Für das Dressing Öl, Zitronensaft, Ahornsirup und Dijonsenf gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und im Anschluss mit den restlichen Salatzutaten gut vermengen. Den Salat vor dem Servieren evtl. noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Sonntag, 9. Juni 2013

Kichererbsensalat mit Mangodressing

Ich werde zwar erst gegen Ende der Woche dazu kommen, die Ergebnisse meiner Umfrage genau zu analysieren, aber ein Trend, der sich von Anfang an klar abgezeichnet hat, ist: Ihr wollt gesunde Küche sehen! Bekommt ihr. Und das ist auch ganz in meinem Interesse. Denn je mehr Sport ich mache, umso mehr wird mir bewusst, wie wichtig die richtige Ernährung als Basis für die Leistungsfähigkeit des Körpers (und auch des Geistes) ist.


Also gehen wir gleich heute mit gutem Beispiel voran: Einem Salat mit Kichererbsen und anderem buntem Gemüse. Kichererbsen koche ich meist selbst und nehme nicht die aus der Dose. Das ist auch überhaupt nicht kompliziert, allerdings muss man etwas vorausplanen, da sie zunächst über Nacht in Wasser eingeweicht werden müssen (zugegeben, in 20% der Fälle denke ich nicht so weit). Danach werden sie vor dem Verzehr noch eine Stunde weichgekocht. Laut der Rezeptautorin sind die weiteren Gemüsesorten ganz den eigenen Vorlieben überlassen. Der Koriander ist aber neben den Kichererbsen ebenfalls Pflicht. Bei der Formulierung musste ich schmunzeln, das ist doch mal eine klar Ansage: "Besides the garbanzo beans, the other vegetables are totally your choice. [...] The cilantro, however, is NOT optional". Bei mir gab's ganz klassisch noch Paprika und Karotte dazu. Und nun noch zu dem Highlight des Salates: das Mango-Dressing. Mango als Dressing war für mich neu ... aber unglaublich lecker. Schmeckt sehr fruchtig und frisch, wie es sich für eine obstbasierte Variante gehört. Das wird nun genau so in die meine Dressing-Datenbank übernommen.

Um den Kreis zu schließen wieder zurück zur gesunden Küche im Allgemeinen: da verweise ich sehr gerne auf den Blog  my new roots, von dem das Rezept stammt. Dort gibt es viele weitere tolle Rezepte und wunderschöne Bilder von frischem, buntem, gesundem, natürlichem Essen. Schaut am besten selbst mal. Hier meine Version des Salats und auf Deutsch übersetzt:

Kichererbsen-Mango-Salat

für 2 bis 3 Portionen

für den Salat:
480 g gekochte Kichererbsen (2 Dosen oder die gleiche Menge an selbst gekochten Kichererbsen)
1 rote Paprika
300 g Karotten
100 g Rettich
½ Bund Koriander

für das Dressing:
1 Mango
Saft von 2 Limetten (ca. 40 ml)
3 Frühlingszwiebeln
3 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Chiliflocken
Sprossen (optional)

Die Kichererbsen abtropfen lassen. Die Paprika waschen und in kleine Stücke schneiden. Die Karotten und den Rettich schälen und feinraspeln oder kleinschneiden. Den Koriander waschen und feinhacken.

Die Mango schälen, das Fruchtfleisch wegschneiden, dieses in grobe Stücke schneiden und anschließend pürieren. Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Alle Zutaten für das Dressing verrühren und mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken abschmecken.

Das Dressing mit dem Salat vermengen. Der Salat kann vor dem Servieren noch mit Sprossen oder Kresse bestreut werden. Wer möchte, kann anstatt des Rettichs auch eine weitere Karotte verwenden.

Sonntag, 3. März 2013

Kichererbsen, Spinat und Hüttenkäse

  • Frischer Spinat landet bei meinem wöchentlichen Großeinkauf regelmäßig im Einkaufskorb. Er soll ja viel Eisen haben. Wobei mich mein kürzlich gemessener, sehr niedriger Eisenwert trotz meines Spinatkonsums von mindestens einem Kilo pro Woche etwas enttäuscht hat. Aber anscheinend leiden ja fast alle Frauen unter chronischem Eisenmangel ... so jedenfalls das Resultat meiner Interviews zu dem Thema in meinem Bekanntenkreis.
  • Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte sind immer vorrätig werden auch in meinen regulären Speiseplan eingebaut
  • Hüttenkäse ist als Käse durch den vergleichsweise geringen Fett- und hohen Eiweißanteil ebenfalls ganz hoch im Kurs
Die genannten Lebensmittel verspeise ich aber nicht nur, weil sie gemeinhin als gesund bezeichnet werden, sondern auch weil sie mir alle vorzüglich schmecken. Wenig überraschend, dass in solch einem Fall die Kombination Spinat mit Kichererbsen und einem Hüttenkäse-Dipp nicht an mir vorbeigeht. Schon das Lesen der ersten drei Worte dieses Blogposts von Fräulein Moonstruck hat das Urteil besiegelt, dass das ein Rezept ist, das genau für mich gemacht ist.



Die Statistiken sprechen für sich: Kichererbsen mit Spinat gab es bei mir in diesem Jahr bereits vier Mal. Interessant finde ich auch die Zubereitungsmethode, dass Spinat, Kichererbsen und Zwiebeln in einen Topf geschichtet und bei niedriger Hitze gegart werden. Geht ziemlich einfach und ist eine schonende Garmethode. Den Koriander habe ich übrigens weggelassen, den Dipp allerdings mit meinem Lieblingskraut Petersilie zubereitet.

So einfach wie das Gericht auch ist, ich wäre nicht darauf gekommen, die Zutaten in der Form zu mixen und zuzubereiten und bin aus dem Grund wirklich dankbar für die Bereicherung meines Speiseplans. Und das Beste ist, dass ich diese Kombination nicht nur immer wieder essen könnte, sondern auch essen kann und essen werde, da die alltagstauglich, leicht und gesund ist.

Donnerstag, 31. Januar 2013

Winter-Couscous nach Ottolenghi

Der Herr Ottolenghi wird mir immer sympathischer. Jetzt habe ich in kurzer Zeit schon das zweite Gericht von ihm gekocht, ohne jemals eines seiner Kochbücher in der Hand gehalten zu haben. Auch wenn ich ja nicht finde, dass meine Sammlung an Back- und Kochbüchern in nächster Zeit beträchtlich erweitert muss, eventuell kommt trotzdem bald ein Kochbuch von Ottolenghi ins Haus. Ich glaube, ich hätte Freude daran ;-)

Der Grund für meine positiven Worte dieses Mal: Sein Winter-Couscous, bestehend aus einer langen und sorgfältig ausgewählten Liste aus saisonalem Gemüse und orientalischen Gewürzen, die sich zu einer sehr gelungenen Gesamtkomposition zusammenfügt.


Aufmerksam geworden bin ich auf das Gericht bei der Lektüre von Annett's kulinarischem Tagebuch. Abgesehen von der Wintersaison sprach für das baldige Nachkochen des Wintercouscous auch die konfierte Zitrone, die Teil der Zutatenliste ist. Und von der hatte ich nach dem Poulet au citron noch was übrig.

Zwar wird mit Harissa für etwas Schärfe gesorgt, in diesem Fall habe ich mich aber im Vergleich zu sonst etwas zurückgehalten, damit der Geschmack der verwendeten Gewürze nicht vollständig durch die Schärfe übertönt wird. Das wäre wirklich zu schade gewesen ... 

In meinem letzten Beitrag habe ich mich ja schon über die Beigabe von ganzen Safranfäden gewundert, was Gang und Gäbe zu sein scheint, wie auch in diesem Beispiel wieder klar wird. Ich hab es nämlich so kennengelernt, dass Safran in Pulverform erst mit etwas Flüssigkeit vermengt und dann mit was auch immer vermischt wird. Etwas verwirrt bin ich immer noch, aber anscheinend kommt der Geschmack von Safran auch in Fadenform durch?


Zum Abschluss aber auf jeden Fall vielen Dank, liebe Annett, dass du mich auf das tolle Rezept aufmerksam gemacht hast. Denn genau wie du kann ich mich für die Küche in Richtung Orient / Nordafrika mit den verbundenen Aromen absolut begeistern. Mit den Worten "das wird sicher wieder gekocht" gehe ich realistischerweise sehr sparsam um, da ich im Moment einfach zu gerne neues ausprobiere (auch das Foodblogger-Dilemma genannt) und nicht täglich zum Kochen komme. Hier will ich es aber trotzdem anbringen. Zum einen lässt die Aussage ja den genauen Zeitpunkt offen, zum anderen will ich das wirklich wieder essen (und auch nicht erst in 10 Jahren, da bin ich mir trotzdem sicher)!

Mittwoch, 28. November 2012

Kichererbsensalat

Das erste Wort, das ich bei meinem Auslandsaufenthalt während des Studiums in Barcelona gelernt habe, war "garbanzo" (Kichererbse). Auf die garbanzos bin ich während der Zeit dort unten dann noch öfter gestossen, sowohl im gemeinsamen Kühlschrank mit meinen Mitbewohnern, wo sie über Nacht eingeweicht wurden, als auch in Tapas in Restaurants. Das englische Wort "chickpea" finde ich aber auch nicht schlecht. Und das deutsche auch nicht ;-)

Eine Mathelehrerin von mir hat uns vor langer Zeit  (=zu Schulzeiten) immer eingeschärft: "Esst Kichererbsen! Wir sind alle übersäuert und Hülsenfrüchte wirken basisch."


Und da ich im Moment ja auf die Worte "gesunde Sportlernahrung" anspringe, bin ich von den Garbanzos ähnlich angetan wie von Linsen. Reich an Eiweiss, Ballatstoffen, Folsäure, Eisen, Magnesium, Zink und einer Vielzahl an Vitaminen. Sind genug Gründe, mal selbst Kichererbsen zu machen, oder? Und zwar richtig, nicht nur eine Dose öffnen. Dafür habe ich die Kichererbsen wie auf der Packung beschrieben über Nacht in Wasser eingeweicht, und am nächsten Tag noch in der Doppelten Menge Wasser eine Stunde in einer Pfanne bei niedriger Temperatur gekocht. Und dann habe ich sie in einen Salat gegeben:

Kichererbsensalat mit Orange und Feta

für 1 Portion

60 g Kichererbsen (gekocht oder aus der Dose)
Eisbergsalat
40 g Feta
1/2 Orange

für das Dressing:
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico, hell
1/2 TL Dijon-Senf  
1 TL Ahornsirup
1 TL Zitronensaft
1 EL frische, gehackte Petersilie
Salz
Pfeffer


Den Eisbergsalat waschen und klein schneiden. Die Orange Schälen und in mundgerechte Stücke teilen. Den Feta zerbröseln. 
Die Zutaten für das Salatdressing zu einer Sauce verrühren und das Dressing mit den Kichererbsen, dem Eisbergsalat, Feta und den Orangenstücken gut vermengen.  

Donnerstag, 19. Juli 2012

Beach Salad

Ich höre gar nicht mehr damit auf, von meiner Irlandeise zu erzählen. Ein letztes, sehr wichtiges Reiseerlebnis muss ich noch anbringen: der erste Strandbesuch seit langem - der Tag, an dem ich zum Inch Beach gefahren bin. Ganz ahnungslos habe ich mich am Morgen in den Bus gesetzt. Und als ich dann auf einmal in einer Meeresbucht mit Sandstrand stand, in grüner Umgebung, relativ menschenleer, salziger Wind um mich herum sowie das Meeresrauschen, konnte ich ich mich vor Begeisterung kaum mehr halten. Ich habe einen langen Spaziergang gemacht, ganz viele Bilder geschossen, Muscheln gesammelt ... und im Anschluss noch einen Couscous-Salat aus dem Supermarkt gegessen, den ich mir als Reiseproviant eingepackt hatte. Und der war wirklich gut, deshalb habe ich ihn zeitnah versucht, daheim nachzumachen (nachdem ich mir die Zutatenliste laut Verpackung in meinem Reisetagebuch notiert habe).

Und wie der Zufall will, habe ich im Januar einen ähnlichen Couscous-Salat mit Paprika, Rosinen und Minze im Büro gegessen, und den Salat auch so benannt. Ihn (den Salat, nicht den Samstag im Büro) habe ich auch in guter Erinnerung behalten. Die zweite, etwas aufwändigere Version aber auch, und nicht nur wegen dem Strand. Sondern auch, da sich durch die Kichererbsen, den Koriander und die Gewürzen wie Kurkuma und Kreuzkümmel der passende nordafrikanischer Touch bei diesem Couscous-Salat verstärkt wird.


Couscous-Salat mit Kichererbsen, Rosinen und Gemüse

für 2 Portionen

für den Salat:
120 g Couscous
180 ml Wasser
etwas Butter
1/2 gelbe Paprika
1/2 rote Paprika
1 Frühlingszwiebel
frischer Koriander
40 g Rosinen
80 g Kichererbsen (Dose)
1 gute Prise Kurkumapulver
1 gute Prise Kreuzkümmelpulver

für das Dressing:
2 EL Öl
2 EL weisser Balsamico-Essig
2 TL Zitronensaft
1 TL Honig
Salz
Pfeffer

180 ml Wasser zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht den Topf vom Herd nehmen, 1 Prise Salz und den Couscous hinzufügen. Bei zugedecktem Topfdeckel 5 Minuten ziehen lassen. Danach etwas Butter hinzufügen, den Couscous mit einer Gabel auflockern und abkühlen lassen.

Die Paprika und die Frühlingszwiebel waschen und in Stücke schneiden. Den Koriander fein hacken. Die Zutaten für das Dressing zusammenrühren.

Zunächst das Kreuzkümmel- und Kurkumapulver mit dem Couscous vermengen. Danach die Paprika, Frühlingszwiebel, den Koriander, die Kichererbsen und Rosinen unterheben und alle Zutaten mit dem Dressing vermischen. Es schadet nicht, den Salat vor dem Verzehr im Kühlschrank für einige Zeit durchziehen zu lassen.

Inch Beach, Kerry, Irland


Samstag, 5. Februar 2011

Über die arabische Welt - kulinarisch und politisch

Taboulé, Hummus und Fladenbrot

Ich verfolge im Moment sehr gespannt die Entwicklungen im arabischen Raum, was unter anderem in Tunesien und Ägypten vor sich geht. Einerseits bin ich berührt, wie viele Menschen in den letzten Tagen in Ägypten auf die Straße gegangen sind, um für mehr politische Freiheit zu demonstrieren, und dabei ihr Leben in Gefahr gebracht haben, manche sogar geopfert. Vor all diesen Leuten ziehe ich meinen Hut. Ich frage mich dann, ob ich das gleiche getan hätte, wenn in meinem Heimatland die selben Zustände herrschen würden. Ich weiß es nicht. Es kann sein, aber ich würde es nie behaupten, so lange ich es nicht getan habe.
Und andererseits bin ich auch besorgt, denn es ist offen, wie es in diesen Ländern weiter geht, und ob es gelingt, dass langsam aber sicher demokratische Strukturen etabliert werden. Wenn nicht, würde sich die Lage dort eventuell verschlimmern, wenn sich nämlich extreme politische Kräfte an der Macht durchsetzen.
Wie sich die Dinge entwickeln, werden erst die nächsten Jahre zeigen, während das Thema wohl bald wieder aus den Medien verschwunden sein wird.


Nun aber zum kulinarischen Teil: Schon lange steht Taboulé auf meiner Kochliste. Genau das wurde nun zubereitet. Und zwar habe ich mich an ein Rezept von Chefkoch gehalten, mit Bulgur, Pfefferminze, Petersilie, Zitrone, Zwiebelstücken und Tomaten. Die Zutatenliste stimmt mit einigen anderen Rezepten überein, die ich durchgesehen habe. In meiner Rezeptquelle wird behauptet, Taboulé sei ursprünglich ein libanesicher Salat. Das habe ich ebenfalls in anderen Quellen gelesen, also glaube ich es mal, will hier aber auch nichts Falsches sagen (ich bin immer für Kritik oder Anmerkungen offen). Aber das ist mit Rezepten ja oft so eine Sache, dass das Ursprungsrecht von mehreren Seiten beansprucht wird...ist ja auch nicht immer so wichtig. Taboulé jedenfalls hat sich auf den ganzen arabischen Raum ausgebreitet.
Als Beilage habe ich noch Hummus zubereitet, und zwar nach Vorlage dieses Rezeptes von Chefkoch, das Rezept stammt von einem Syrer, wie dort steht. Was das Brot angeht, fiel die Wahl auf das (ägyptische) Fladenbrot, von der gleichen besagten Kochseite.

Es ist ewig her, seit ich zuletzt Taboulé gegessen habe, das war mal wieder sehr gut. Wegen der Zitrone richtig frisch, und rohe Zwiebeln und Knoblauch mag ich auch total gerne, traue mich wegen meiner Mitmenschen nur fast nie, das zu essen. Aber heute sollte es mal okay gewesen sein.