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Samstag, 18. Juli 2020

Ein Blogevent und ein perfekter Obstkuchen

"Bei so einem Blogevent habe ich schon ewig nicht mehr mitgemacht." Dachte ich vor Kurzem.
Da kam "Koch mein Rezept" wie gerufen: die Teilnehmer bekommen in Wichtelmanier einen Blog zugeteilt, von dem sie ein Rezept nachkochen sollen und dürfen und das dann vorstellen. Perfekt!
Viel zu wenig schaue ich mich auf anderen Blogs um. Das war ein Anlass, das zu ändern.


Ich bekam den Corumblog 2.0 zugeteilt. Hier bloggt Sus seit (!) 2005. 15 Jahre, ein Dinosauerieralter für einen Blog. "Hier werde ich fündig ..." Mein erster Eindruck beim Durchsehen der Rezepte. Mehr als fündig: mir fiel die Wahl schwer, welches Rezept ich für das Event auswählen soll. So viel kreative Gemüseideen, aber auch so viel lecker klingende süße Dinge ...


Mein Wahl fiel auf den Lieblingskuchen. Einen Blechkuchen mit viel Obst. 
Wie so oft war der Auslöser, dass ich Reste hatte. In diesem Fall Nektarinen und Blaubeeren, die wegmussten. In den Kuchen kommt ein ganzes Kilo Obst. Ganz nach meinem Geschmack! Um auf das Kilo zu kommen, habe ich noch ein paar rote Johannisbeeren aus dem Garten hinzugefügt.

Auf meinem großen Backblech war der Kuchen nach einer halben Stunde fertiggebacken.
Meine Gäste haben mir beim Verzehr gut geholfen! Ich habe aber auch genug abbekommen. Und bin begeistert: Nicht nur das viele Obst ist toll, sondern auch der Teig. Durch den Puderzucker schmecken die Kuchenstücke wie Madeleines, nur mit Obst und in einer anderen Form.
Den Kuchen gibt's wieder mit Obst der Saison. Danke für das Basis-Kuchenrezept! 


Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Mittwoch, 31. Juli 2019

Zwischen Pudding und Kuchen: Johannisbeer-Clafoutis

Die Johannisbeersträuche in meinem Garten sind wieder behangen mit vielen roten, knallroten Beeren. Nun ist auch mitten im Schwarzwald Johannisbeersaison!

Ich finde es ja gar nicht so einfach, gute Rezepte zur Verwertung von Johannisbeeren zu finden. Nun gut, ich habe mein bewährtes Rezept für Johannisbeerkuchen, welches ich gerne mache, auch im Winter mit tiefgefrorenen Beeren aus dem Garten. Die Johannisbeermarmelade mit Bananen und Rum mache ich auch regelmäßig. Aber sonst habe ich nicht so viel Rezepte in Petto. Und ich brauche auch wirklich Rezepte, in die mehr als 50 g Alibi-Johannisbeeren (neben 200 g Marmelade oder Zucker) kommen.

Gestern habe ich zwei neue Rezepte ausprobiert. Einmal Muffins, die ich allerdings etwas langweilig fand. Und Clafoutis. Ich mag ja die Konsistenz dieser französischen Speise, die irgendwo zwischen Pudding und Kuchen liegt. Anstatt klassisch mit Kirschen habe ich den Clafoutis diesmal mit Johannisbeeren gebacken. Und ich bin mehr als Begeistert, wie die sauren Johannisbeeren zum süßen Teig passen. Und schön aussehen tut es auch. Also, Clafoutis gibt es bald wieder - in der Saison mit Johannisbeeren und danach mit anderem Obst.


Johannisbeer-Clafoutis

200 g Johannisbeeren
4 Eier
90 g Zucker
1 Prise Salz
120 g Mehl
175 ml Milch
Puderzucker zum Bestreuen

Die Johannisbeeren entstielen, waschen und trocken tupfen. Beiseite stellen.
Den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. In einer Schüssel zuerst die Eier mit dem Zucker und die Prise Salz für ca. 2 Minuten schaumig schlagen. Das Mehl hinzufügen und weiterrühren. Als letztes die Milch langsam und unter Rühren hinzufügen. Zum Schluss die Johannisbeeren mit einem Löffel untermengen

Den Teig in eine gefettete Auflaufform (bei mir 18 x 25 cm) geben und 35 Minuten backen.. Nach dem Abkühlen etwas Puderzucker darübersieben.

Montag, 27. August 2018

Trendfrühstück Smoothie-Bowl

Sie sind in aller Munde (wohl auch im wortwörtlichen Sinne 😉): Smoothie-Bowls scheinen der neue Trend zu sein. Bei solch allgemeinen Food-Trends bin ich doch immer sehr interessiert, und probiere sie aus reiner Neugierde gerne aus. So auch mit den Smoothie-Bowls. Beim Smoothie-Trend bin ich auch voll mit eingestiegen, muss aber zugeben, dass ich nie wirklich regelmäßig Smoothies gemacht habe. So ungefähr jedes halbe Jahr mache ich auch mal einen, zuletzt mit frischen Wildkräutern. Aber ich schwöre nicht auf sie als schnelle und leckere Mahlzeit. Nur etwas zu trinken ist irgendwie etwas mager, finde ich. Auch wenn so ein Smoothie sehr nahrhaft sein kann.
An den Smoothie-Bowls gefällt mir, dass man etwas aus einer Schüssel löffeln kann. Schon mal besser als nur trinken. Und ich habe so viel so schön angerichtete Bowls gesehen, da kann man seiner Kreativität ja richtig freien Lauf lassen. Das Bild von meiner Bowl ist sicher kein Paradebeispiel, was das angeht. Aber immerhin sind die Johannisbeeren aus dem Garten. Bei meiner nächsten Bowl gebe ich mir etwas mehr mühe. Auch wenn es bei mir nicht täglich etwas in der Art geben wird, es wird wieder eine Smoothie Bowl geben. Allein schon, weil ich so oft alte Bananen rumliegen habe, und die lassen sich so super verwerten.

Das Rezept unten wurde nach einer Anleitung aus der Runner's World angepasst. Bei meinem nächsten Versuch (da ist leider gar kein gutes Bild entstanden), habe ich gefrorene Himbeeren mit Sojajoghurt und einer Banane püriert. Und alles mit Cashews und weißer Schokolade garniert, nach der folgenden allgemeinen Anleitung für Smoothie Bowls.


Smoothie-Bowl mit Banane, Kakao und Beeren

für 1 Portion

125 ml Milch (bei mir Hafermilch)
1 Banane
1/2 Avocado
1 EL Kakaopulver
1/2 TL Zimt
1 EL Erdnussbutter
etvl. etwas Ahornsirup 
frische Beeren (bei mir Heidel- und Johannisbeeren)
Kokosraspeln

Das Fruchtfleisch der Banane und Avocado in Stücke schneiden. Dann mit der Milch, dem Kakao, dem Zimt und der Erdnussbutter pürieren. Nach Geschmack mit etwas Ahornsirup nachsüßen. Mit den Beeren und Kokosraspeln garnieren.

Donnerstag, 26. Juli 2018

Johannisbeerdressing

Auch wenn ich schon Marmelade und Kuchen gemacht, die Beeren portionsweise eingefroren und verschenkt habe: in meinem Garten gibt es immer noch so viele Johannisbeeren. Was für ein Johannisbeersommer! Ich sage zwar, dass die restlichen Johannisbeeren irgendwann gerne die Vögel fressen dürfen, bin aber trotzdem sehr motiviert, die Johannisbeeren aus dem Garten zu verwerten. So gab es schon einmal einen Salat mit Johannisbeerdressing, den meine Mama im letzten Jahr zubereitet und von dem sie geschwärmt hat. Und das Dressing mit Johannisbeeren habe ich in der folgenden Woche gleich nochmal zubereitet. Diesmal in einem Salat bestehend aus Salatblättern mit Avocado, Pinienkernen, Ricotta und ein paar Johannisbeeren.

Das fruchtige Dressing passt aber ganz allgemein zu Salaten, in denen mindestens eine Obstsorte auftaucht.


Johannisbeerdressing

für 2 Portionen

100 g  Johannisbeeren
2 TL Rohrzucker
3 EL weißer Balsamico
 2 EL Olivenöl
Salz 
Pfeffer

Die Johannisbeeren mit dem Rohrzucker in einer Pfanne erhitzen, mit weißem Balsamico ablöschen und 5-10 Minuten köcheln lassen bis die Johannisbeeren zerfallen sind. Abkühlen lassen. Anschließend Öl dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Samstag, 14. Juli 2018

Camemburger mit selbstgemachtem Jostabeer-Johannisbeer-Chutney

Diese Woche bekam ich von einer netten Nachbarin Jostabeeren geschenkt. Jostabeeren sind eine Kreuzung aus Johannisbeeren und Stachelbeeren, die wie große, schwarze Johannisbeeren aussehen. Kannte ich nicht, bis mir das eine andere, nette Nachbarin voriges Jahr erklärt hatte.

Diese Saison bringen die Fruchtbäume und -sträucher hier jedenfalls eine reiche Ernte. So bekam ich auch eine große Schüssel voll Jostabeeren. Premiere! Über die Marmelade berichte ich kommende Woche noch - ich fange lieber mit dem Besonderen an. Bei Barbara gibt es gerade auch viele (ich glaube sogar ganz eigene) Jostabeeren. Und als ich so auf ihrem Blog stöberte, geriet ich zu einem Chutney-Rezept. Ich liebe Chutneys wegen der süß-sauer-salzig-Kombination, und habe ewig keines mehr gemacht. Also machte ich Chutney, nach Barbara's Rezept. Nur mit ein wenig mehr Zucker bzw. Ahornsirup und ich habe zur Hälfte rote Johannisbeeren verwendet. Von diesen habe ich nämlich genügend in meinem eigenen Garten.


Tja, und Camemburger klingt halt auch verlockend. Deshalb gab es bei mir heute gebackenen Camembert mit dem Chutney. Ein geniales Geschmackserlebnis. Danke, für die Anregung, Barbara! Das Chutney ist eine ganz besondere, und tolle Idee.

Dienstag, 8. August 2017

Nachgemacht: Johannisbeer-Marmelade mit Banane und Rum

Durch das Frühstücksbuffet für die Gäste geht die Marmelade gerade ziemlich schnell weg. Ein Glas pro Morgen ist keine Seltenheit. Und die selbstgemachte Marmelade kommt einfach besonders gut an - sehr viele Leute sprechen mich darauf an. Besonders die Rhabarber-Marmelade wird gerade viel gelobt. Nächstes Jahr mach ich nochmal die doppelte Ladung wie dieses Jahr. Denn bald wird es keine mehr geben in dieser Saison ;-)

Nun aber zu den Johannisbeeren. In meinem Gemüsegarten gibt es ja einige Sträucher. Letztes Jahr habe ich mit dem Pflücken zu lange gewartet. Dieses Jahr sollte es mir nicht passieren, sodass ich eigentlich ständig ein par Zweige gepflückt habe, als sie noch sehr sauer waren. Dummerweise habe ich den richtigen Zeitpunkt für den Großteil der Beeren aber trotzdem verpasst. Die waren einfach weg, als sie reif waren!! Ich glaube die Vögel haben die stibitzt! Zu dem Zeitpunkt hatte ich mir aber schon viel überlegt, was ich mit den Beeren tun könnte. Unter anderem Marmelade. Und zwar mit Bananen und Rum. Da ich Anfang der Woche, wie so oft, sehr viel überreife Bananen daheim hatte, entschied ich mich kurzerhand doch noch, eine Portion Johannisbeer-Marmelade mit Banane und Rum zu machen, auf die ich so neugierig war. Ich find sie übrigens klasse im Geschmack. Mal was anderes, und die Bananen sind einfach eine supertolle Ergänzung zu den sauern Johannisbeeren.


Das Rezept gibt's hier. Die Johannisbeeren habe ich mit allem anderen aufgekocht, bei mir sind die Kerne halt dringeblieben... finde ich nicht schlimm. Ich habe übrigens 500 g Bananen nach dem Schälen abgewogen und püriert, sodass man insgesamt auf 1 kg Früchte kommt. Und ich habe etwas weniger als den Saft einer ganzen Zitrone verwendet. 

Sonntag, 23. Juli 2017

Sommersalat mit Johannisbeerdressing

Mit diesem Salat hat mich mein Sohn Lukas im letzten Jahr empfangen, als ich ihn besucht habe und eine lange Busfahrt hinter mir hatte. Es war ähnlich heiß wie die letzten Tage. Das Besondere an diesem Salat ist das Dressing. Durch die Johannisbeeren ist es sehr aromatisch und ganz besonders erfrischend. Jetzt wo es wieder rote Johannisbeeren gibt, ist es höchste Zeit, diesen leckeren Salat
selbst zuzubereiten.


Sommersalat mit Johannisbeerdressing 

für 4 Portionen

Zutaten für das Dressing

150 g  abgezupfte Johannisbeeren
2 TL Rohrzucker
3-4 EL weißer Balsamico
 Olivenöl
Salz 
Pfeffer

Zutaten für den Salat 

 1 Kopf Salat (lollo verde)
1 Avocado
2 Kugeln Mozarella
1 Mango
300 g Cocktailtomaten
Dill
Basilikum

Die Johannisbeeren mit dem Rohrzucker in einer Pfanne erhitzen, mit weißem Balsamico ablöschen und 5-10 Minuten köcheln lassen bis die Johannisbeeren zerfallen sind. Abkühlen lassen. Anschließend Öl dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Salat waschen und zerkleinern. Die Zutaten in Würfel schneiden. Dill und Basilikum waschen, trocken tupfen und zufügen. Das Dressing unterheben und servieren.

Die Mango kann durch Pfirsich, Nektarine
 oder  Erdbeeren ersetzt bzw. ergänzt werden.
Statt Mozzarella kann auch Feta-Käse verwendet werden.

Sonntag, 26. Juli 2015

Bananenbrot mit Johannisbeeren

Am Ende von meinem Garten befindet sich ein abgegrenzter Bereich, wo ein kleines Gemüsegärtchen angelegt ist. Diese Tatsache begeistert mich natürlich. Dennoch ist mir direkt beim Einzug vor ungefähr 2 Monaten klar geworden, dass es illusorisch ist, dass ich mich mit dem Gärtnern noch in dieser Saison beschäftige. Derzeit bewirtschaftet eine Dame aus der Nachbarschaft den Garten, ihr habe ich auch gleich gesagt, dass sie damit für den Rest des Jahres gerne weiter machen kann. Als ich sie vor Kurzem traf, meinte sie aber, ich könne ruhig die Träuble ernten. Also bin ich umgehend zum ersten Mal bewusst in die Beete gestiegen und habe die roten Johannisbeeren vom Strauch gepflückt. Die Ernte ergab sogar ein ordentliches Schälchen. Die zweite und dritte Ernte waren sogar noch ergiebiger mit je einer großen Schüssel. Was für ein Vergnügen!


Als Krisi direkt nach meiner ersten Johannisbeerernte ein Rezept für ein gesundes Bananenbrot mit Johannisbeeren gepostet hat, war mir klar, was ich mit den "Träuble" machen würde. Denn Bananenbrot wollte ich schon lang in irgendeiner Form mal machen. Dinkelmehl und Ahornsirup als Zutaten neben dem Obst klangen für mich auch gut.

Mein erster Versuch war nicht so richtig erfolgreich. Das lag daran, dass ich es mit den "nassen" Zutaten ein wenig zu gut gemeint habe: ich habe drei eher große Bananen verwendet und auch die Milch und den Ahornsirup eher Pi mal Daumen abgemessen. Und die Johannisbeeren hab ich auch großzügig untergemengt. Das Ergebnis war ein in der Mitte etwas zu matschiges Brot. Aaaaaber ... geschmacklich hat es mich bereits überzeugt (ich hatte es auch bald aufgegessen ;-)). Und so eine etwas lapidare Vorgehensweise beim Abmessen der Zutaten für kleine Backwaren ist nicht gut, das weiß ich eigentlich auch, weshalb ich mir das nicht optimale Ergebnis selbst zuzuschreiben hatte. Also habe ich im Anschluss gleich nochmal gebacken und es hat alles sehr gut funktioniert. Mir zwei großen Bananen und 100 ml Ahornsirup. Und gut 60 Minuten Backzeit. Meine adaptierbare Kastenform habe ich auf 22 cm Länge ausgezogen.


Ihr kennt mich vielleicht schon so gut, dass euch die folgende Anmerkung nicht verwundert: So ein Brot ist gut als Snack in einer Pause vom Renovieren. Ich esse es aber auch sehr gerne mit zusätzlich Butter und Marmelade zum Frühstück ;-)

Montag, 13. Juli 2015

Was kann schöner rot sein als reife Beeren im Sommer

Rote Grütze - dies ist ein wunderbar erfrischender Nachtisch, der schnell zubereitet ist. Man kann frische oder tiefgekühlte Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, rote Johannisbeeren, Heidelbeeren und vor allem auch Kirschen für die rote Grütze verwenden. Ganz egal. Man kann nach diesem Rezept auch eine reine Sauerkirschgrütze zubereiten - in diesem Fall ist aber die Verwendung von etwas mehr Zucker ratsam. Ich habe heute je zur Hälfte Johannisbeeren und Himbeeren verwendet. 

Wir essen die rote Grütze im Sommer gerne mit Joghurt oder Buttermilch. Im Winter zu einem festlichen Essen gibt es Vanilleeis dazu.


Rote Grütze

600 g rote Früchte
125 ml Orangensaft
50 g Zucker
etwas abgeriebene Zitronenschale
40 g Speisestärke oder 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
125 ml Rotwein

Frische Früchte in kaltem Wasser waschen, gut abtropfen lassen und putzen. Kirschen entsteinen. Große Früchte etwas zerkleinern.
Den Orangensaft mit dem Zucker und der abgeriebenen Zitronenschale in einen Topf füllen und zum Kochen bringen. Die Speisestärke im Rotwein auflösen.
Die angerührte Speisestärke in den kochenden Orangensaft rühren und alles bei schwacher Hitze eine Minute einköcheln lassen.
Die abgetropften Früchte oder gefrorenen Beeren in die kochende Flüssigkeit geben, erwärmen und ein Mal aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen. Die Grütze entweder in eine große Schüssel füllen oder in Schälchen portionieren und mindestens vier Stunden in den Kühlschrank stellen. 

Freitag, 5. August 2011

Marmelade mit Johannisbeeren und Aprikosen



Jeder, der mich schon was länger kennt, fragt sich mit Sicherheit, was denn mir mir los ist, da ich mittlerweile richtig gerne koche und auch gerne darüber spreche. Früher war es für mich nicht nachvollziehbar, wie man seine Zeit freiwillig in der Küche verschwenden kann. Ich kann dazu nur sagen, dass mein Sinneswandel ein schleichender Prozess die letzten Jahre über war. Wohl durch verschiedene äußere und innere Einflüsse.

Marmelade habe ich gern als Paradebeispiel herangezogen für Zeitvergeudung in der Küche. Wozu selber machen, wenn man sie doch kaufen kann: "Für sowas hab ich nun wirklich keine Zeit ... ". Tja, und dieses Jahr hab ich sie auch mal selbst gemacht. Der Auslöser war meine Mama, die Marmelade gekocht hat bzw. wir beide zusammen, da es nicht schwer war, mich zur Teilnahme zu motivieren. Erst Erdbeermarmelade, und dann noch eine mit Aprikosen und Johannisbeeren, die sehr gut herausgekommen ist.

Der Nutzen der Aktion ist ganz klassisch, nun auch aus meinem Munde: Schmeckt besser und die Herstellung hat Spaß gemacht. Und wenn ich jetzt morgens beim Frühstück sitze, denke ich gern an den gemütlichen Abend in der Küche zurück.

Marmelade mit Johannisbeeren und Aprikosen

Wir haben mit Gelierzucker gearbeitet, bei dem das Früchte:Zucker -Verhältnis 2:1 war. Und Aprikosen:Johannisbeeren haben wir ebenfalls im Verhältnis 2:1 eingesetzt. Also insgesamt Aprikosen:Johannisbeeren:Gelierzucker im Verhältnis 4:2:3.

Ein Rechen- und Herstellungsbeispiel: Man nehme 4 kg Aprikosen, wasche, entkerne und püriere sie (wenn man noch ein paar Fruchtstücke will, dann nicht ganz pürieren). Von den 2 kg Johannisbeeren müssen die Stängel entfernt werden. Nun können die 4 kg Aprikosen,2 kg Johannisbeeren und 3 kg Gelierzucker in einem großen Topf erhitzt werden (groß genug, dass beim Aufkochen nicht alles überkocht und gut gerührt werden kann, ohne dass man Gefahr läuft, sich an der heißen Marmelade zu verbrennen .. Tipp aus einer Erfahrung der Marmeladenexpertin ;-)). Ein Mal aufkochen, dann die Marmelade 4 Minuten kochen lassen, dabei ständig rühren. Anschließend die Flüssigkeit in sterile Marmeladengläser füllen und verschließen.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Johannisbeerschnitten


Johannisbeeren waren vom gestrigen Couscous übrig, Kokosraspeln weilten nach der Erdbeer-Kokos-Torte in der Backschublade, Johannisbeergelee wurde vor kurzem gemacht .... da fielen mir sofort die Johannisbeerschnittchen nach Donna Hay aus dem Buch Modern Classics II ein. Übrigens ohne, dass ich nachgeschaut hätte. Ich kenne das Buch langsam auswendig, so viel wie ich die Fotos darin bewundert habe. 
Für das genaue Rezept musste ich dann schon in's Buch schauen. Allerdings habe ich auch einige Veränderungen vorgenommen (wie etwas weniger Marmelade, und dafür ein paar frische Johannisbeeren), deshalb im Folgenden meine Abwandlung. 


Johannisbeerschnitten

125 g Butter
175 g Zucker
135 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Ei
4 EL Johannisbeergelee
100 g Johannisbeeren
80 g Kokosraspeln

Die Butter kurz vor Backbeginn aus dem Kühlschrank stellen und den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Butter mit (!) 75 g Zucker gut verrühren. Das Ei trennen, Eiweiß beiseite stellen und das Eigelb mit der Butter und dem Zucker verrühren. Anschließend das Mehl und das Backpulver einsieben und alles zu einem Teig verkneten. Diesen in eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform (im Buch steht 20x30 cm, meine war etwas kleiner, das ging auch noch) geben, glatt streichen und ca. 10 Minuten vorbacken. Danach aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen. Das Eiweiß 1/2 Minute schlagen, die Kokosraspeln und die verbleibenden 100 g Zucker einrühren. Die frischen Johannisbeeren unterheben. Anschließend das Johannisbeergelee auf dem vorgebackenen Teig verteilen. Dann den Kokos-Johannisbeer-Belag darauf geben. Im Ofen nochmals 25-30 Minuten backen (falls es davor zu dunkel werden sollte, mit Alufolie abdecken). 


Sie waren köstlich! 

Mittwoch, 29. Juni 2011

Lecker, lecker, lecker, lecker, lecker!

Ich weiß gar nicht, wie oft ich dieses Wort in den letzten Monaten gesagt habe. Ist wahrscheinlich auch besser so, denn es war oft. Sehr oft. Und ich habe auch schon etwas Angst, es könnte nun langweilig oder bedeutungslos wirken, wenn ich es sage bzw. schreibe. Das ist aber nicht der Fall, es passt einfach so oft, wenn man sich hier durch so einige Blogs klickt. Das sieht dann einfach LECKER aus.

Ich hab mich auch mal mit jemandem darüber unterhalten, der meinte, dass es in anderen Sprachen keinen genau gleichwertigen Ausdruck zum deutschen LECKER gäbe. Dass etwas gut, schmackhaft, köstlich etc. ist, kann man natürlich immer sagen. Eine direkte Übersetzung für lecker ins Französische oder Spanische finde ich auch nicht. Oder hat jemand eine? Im Englischen gibt es natürlich yummy, aber das ist dann schon wieder sehr umgangssprachlich. Jedenfalls ist das Wort LECKER im deutschen Vokabular sehr brauchbar.

Heute habe ich nämlich wieder was ganz LECKERES gegessen. Wirklich sehr. Und auf diesen Genuss musste ich lange warten. Denn im tiefsten Winter hatte ich auf Kirsten's Blog Sugar and Spice einen Couscous mit Auberginen, karamellisierten Schalotten und Johannisbeeren entdeckt und mich seitdem auf die Johannisbeerzeit gefreut. Nun ist sie da und ich konnte das leckere Rezept endlich nachkochen. Ich bin ungefähr genauso begeistert wie Kirsten, war echt super. Oder in Kirsten's Worten: eine Geschmacksexplosion!

Kirsten's Couscous mit Johannisbeeren,
 Auberginen und karamellisierten Schalotten

In meinem nächsten Post werde ich auf das SCHLAGWORT MIT L dann trotzdem erst mal verzichten ;-)

Sonntag, 15. Mai 2011

Schwäbischer Träubleskuchen


Ich wollte meiner Mama schon lang mal dabei zusehen, wie sie Mürbeteig so gleichmäßig in eine Springform bekommt. Eigentlich hatten wir uns ja vorgenommen, einen Rhabarberkuchen zu backen, allerdings war im Gemüsegarten die Ausbeute nicht so reichlich, dass es sich gelohnt hätte (das Wetter war einfach zu gut, aber immerhin hat die Erde dieses Wochenende etwas Wasser abbkommen. Dann kann der Rhabarber ja diese Woche fleißig wachsen, denn ich habe noch einiges mit ihm vor). Johannisbeersaison ist zwar noch nicht, aber es waren noch welche in Gefriertruhe, also fiel die Entscheidung auf einen Beerenkuchen. Nachdem wir im Rezepteordner lange nach dem Rezept "Johannisbeerkuchen" gesucht hatten, fiel uns plötzlich auf, dass dieser unter dem Namen "Schwäbischer Träubleskuchen" eingetragen ist. 

Ganz schwäbisch haben wir dann auch die Eigelbe für den Mürbeteig verwendet, die von der Eiweißfüllung übrig sind ;-). Es waren nur noch 3 Eier im Haushalt ... 

Das mit den Eiern hat aber gut funktioniert. Der Kuchen schmeckt schön fruchtig, wenn man Johannisbeeren mag, die ja ähnlich sauer wie Rhabarber sind. Den Mürbeteig haben wir zu einem Teil mit Vollkornmehl zubereitet, was dem Kuchen einen besonderen Geschmack verleiht.


Johannisbeerkuchen

Zutaten für den Teig:
100 g Vollkornmehl
150 g Weizenmehl
1 Pck. Vanillezucker
65 g Zucker
1 Ei (oder die 3 Eigelb, die von der Füllung übrig sind)
125 g Butter
etwas Mehl zum Bearbeiten des Teiges
evtl. 1 EL Wasser

Zutaten für die Füllung:
3 Eiweiß (evtl. 4)
600 g Johannisbeeren (TK oder frisch)
150-200 g Zucker (bei weißen Johannisbeeren, die etwas milder sind, 150 g)
100 g gemahlene Haselnüsse
3 EL Grieß
3 EL Sojaflocken
1 Pck. Vanillezucker

Aus den Teigzutaten einen Mürbeteig herstellen (bei schneller Herstellung und unter Verwendung von Eigelben muss dieser nicht zwangsweise vor der Weiterverabeitung gekühlt werden). Wenn der Teig zu trocken sein sollte, 1 EL kaltes Wasser hinzugeben. Etwas Mehl auf einer Arbeitsfläche verteilen und anschließend den Teig ca. 3-4 mm dick ausrollen und den Boden einer Springform damit auskleiden. Den Rest des Teiges zu Rollen (ca. 3 cm Durchmesser) formen und mit dem Wargelholz flach rollen. Mit diesen Stücken den Rand der Form auskleiden. Der Rand sollte ca. 4 cm hoch sein. Zur Verzierung einen Messerstiel in Mehl tauchen und diesen gleichmäßig in den Teigrand drücken, sodass ein Wellenmuster entsteht. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Für die Füllung das Eiweiß steif schlagen, danach den (Vanille-)zucker hinzufügen und 2 Minuten weiter rühren. Die Johannisbeeren waschen, die Stiele entfernen - oder die Tiefkühlware auftauen lassen. Dann die Beeren zusammen mit den gemahlenen Haselnüssen, dem Grieß und den Sojaflocken hinzugeben und alles mit einem Kochlöffel vorsichtig umrühren. Die Masse sollte dickflüssig sein. Bei tiefgefroreren Johannisbeeren, die noch nicht ganz aufgetaut sind, muss eher mehr Grieß bzw. Sojaflocken hinzugefügt werden. Bei frischen Beeren reicht evtl. die Hälfte der Menge an Grieß und Sojaflocken. 

Die Füllung in die Form gießen, glatt streichen (evtl. die Form dazu etwas hin- und herbewegen). Den Kuchen bei 200°C im vorgeheizten Backofen ca. 50 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit diesen am besten mit Alufolie bedecken.