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Freitag, 21. August 2020

Sommerklassiker: Wassermelonen-Feta-Salat

Die Kombination aus Wassermelone und Feta ist dank Herrn Ottolenghi zu einem Klassiker geworden! Eine Kombi, die ich ohne Rezept nie ausprobiert hätte. Die aber so lecker ist ... das Rezept hat mir die Wassermelone näher gebracht. Eine ideale Erfrischung für heiße Sommertage!

In irgendeine Ottolenghi-Kochbuch steht ein Rezept. Ich verwende allerdings gar keins. Googlet mal nach Wasser-Melonen-Feta-Salat und ihr findet zahlreiche Interpretationen. Mit Minze, mit Rucola, mit Pinienkernen ....

Meine Version lautet wie folgt:

Wassermelonenstücke auf  zwei Tellern anrichten. Eine rote Zwiebel feinhacken, drüberstreuen. Feta drüberbröseln. Ein paar gehackte Walnüsse ebenso. Mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Balsamico bestreuen. Dann mit Basilikumblättern garnieren. Fertig.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Schnittlauch-Ziegenfrischkäse-Bällchen auf Apfel-Kohl-Salat

Wie lässt man ein Gericht exquisiter klingen? Indem man die Worte "auf" und "an" benutzt anstelle von "mit" und "und". Der umfassende Titel meiner heutigen Kreation klingt auch trotz dieses Hilfsmittels etwas sprerrig und lang: "Schnittlauch-Ziegenfrischkäse-Bällchen auf Apfel-Kohl-Salat". So ist aber einiges gesagt.

Ausschlaggebend für diesen Salat war Tanja (Liebe und Kochen) mit ihrem Blogevent mit dem schönen Titel “Sommerabend – Erfrischendes und Leckeres mit Blüten und Kräutern”. Als ich diesen las, musste ich in Bezug auf die Kräuter sofort an den vielen Schnittlauch in meinem Gemüsegarten denken. Und dann wiederum daran, dass ich schon ganz lang mal solche hübschen Frischkäsebällchen ausprobieren wollte, die in Schnittlauch gewälzt werden können. Ursprünglich war mal ein Linsensalat dazu angedacht. Aber gut, ich wohne jetzt ja auf dem Land und kann nicht mal so eben einkaufen fahren wegen ein paar Linsen, da hilft man sich mit dem, was daheim ist. Und das liebend gerne, wenn man von allen Seiten reich mit frischen Lebensmitteln beschenkt wird. Wie mit Gemüse aus dem Krautgarten vom Bruder. Darunter befand dich noch ein Spitzkohl. Eine süßliche Note zum Ziegenfrischkäse fand ich auch sehr passend, daher hab ich noch einen Apfel und Melone in den Salat gegeben.


Die Bällchen stellt man am besten kurz und schmerzlos her, da es eine leicht klebrige und auch nicht gerade stabile Angelegenheit ist. Aber wirklich machbar! Erst den Schnittlauch (oder die Grundlage zum darin Wälzen) vorbereiten, dann den Käse (nicht vorher aus dem Kühlschrank holen) verrühren und würzen und mit Teelöffeln und / oder den Fingern mehr oder weniger runde Bällchen formen. Diese kurz im Schnittlauch wälzen, bis sie damit bedeckt sind und vorsichtig auf den servierfertigen Teller hieven.


Der Salat war absolut lecker und hat auch an einem eher regnerischen Tag für Sommerstimmung und einen herrlichen Genuss gesorgt. Daher reiche ich ihn als Beitrag zu Tanja's Event ein:



Schnittlauch-Ziegenfrischkäse-Bällchen auf Apfel-Kohl-Salat

für 2 Portionen

für den Salat:
300 g Spitzkohl
1 Apfel
1/2 Galiamelone (kann auch weggelassen werden)
Zitronensaft

für das Dressing:
2 EL Olivenöl
2 EL Balsamico (heller eignet sich sehr gut, anderer geht aber auch)
1-2 TL Dijon-Senf
2 TL Ahornsirup
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

für die Frischkäsebällchen:

Schnittlauch (schon einige Stängel / ein Bund)
150 g Ziegenfrischkäse
100 g Frischkäse
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel

Vom Spitzkohl die äußeren Blätter entfernen, den Kohl längs halbieren, den Strunk herausschneiden. Dann in hauchdünne Scheiben schneiden und diese waschen. Den Apfel waschen, in dünne Stücke schneiden, diese mit Zitronensaft beträufeln. Die Melone ebenfalls in Stücke schneiden. 

Die Zutaten für das Dressing zusammenrühren und mit dem Kohl und Obst vermengen, sodass alles ein wenig durchziehen kann. 

Den Schnittlauch waschen, trocknen und in ganz feine Ringe schneiden. Diese auf ein Teller geben.
Nun den (Ziegen-)frischkäse aus dem Kühlschrank holen, verrühren und mit Salz, Pfeffer sowie einer Prise Kreuzkümmel abschmecken. Aus der Frischkäsemasse mit Hilfe von Teelöffeln / den Fingern Bälle formen und diese im Schnittlauch wälzen. Es ergibt ca. 8-10 Bällchen für 2 Portionen.

Den Salat auf Tellern anrichten und die Bällchen darauf verteilen. Dazu passt zum Beispiel Vollkornbrot.

Samstag, 3. August 2013

Melone - gefüllt und überbacken

"Einfach mal mit Schafskäse überbacken" ... den Satz las ich in einer Zeitschrift in einem Artikel mit der Überschrift "10 Dinge, die Sie über Melonen wissen sollten". Der Kommentar zu dem Überbacken mit Schafskäse war unterhalb des Bildes einer Cantaloupe angebracht. Eine schöne Inspiration, dachte ich mir. Ich habe die ganze Sache allerdings zu einer gefüllten, mit Feta überbackenen Melone erweitert. Die Füllung ist orientalisch angehaucht, bestehend aus Bulgur, Koriander, Rosinen, Haselnüssen sowie Nelken und Zimt als Gewürze. Eben eine Eigenkreation ganz nach meinem Geschmack. Die Logik dahinter: der süße Teil der Füllung verbindet sich schön mit der Süße der Melone. Wem das mit der Füllung nach zu viel oder wem die Füllung selbst zu schräg klingt, der ist sicher gut damit bedient, die Melone "nur" mit Feta zu überbacken. Denn das an sich ist ja eine schöne Kombination.


Gefüllte und mit Feta überbackene Melone

für 1-2 Portionen

1 Cantaloupe-Melone
60 g Bulgur
20 g Haselnüsse
40 g Rosinen
1 Prise Zimt
1 Prise gemahlene Nelken
Salz
Pfeffer
50 g Feta

Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Bulgur mit 125 ml Gemüsebrühe aufkochen und bei geringer Hitze und geschlossenem Topfdeckel gar kochen (ca. 10 Minuten).

Die Haselnüsse hacken. Die Melone waschen, halbieren und schälen. Alle Zutaten für die Füllung vermengen (Bulgur, Haselnüsse, Rosinen) und mit den Gewürzen sowie Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Füllung auf die Melonenhälften verteilen. Den Feta zerbröseln und darüberstreuen. Alles im Ofen 15-20 Minuten backen, bis der Käse etwas Farbe angenommen hat.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Durch einen netten Zufall entdeckt: Melonen-Gurken-Salat

Das wohl schönste Kochbuch, das mir aus der Bibliothek je untergekommen ist, nennt sich die "Salatwerkstatt" von Claus Meyer (als ich den Apfel-Topinambur-Salat mit Roquefortdressing nachgemacht habe, schwärmte ich bereits davon). In dem Buch gibt es in der Rubrik "Sommerrezepte" auch eines für einen Melonen-Gurken-Salat mit Meerrettich und Dill. Da ich mir aus Wassermelonen nicht viel mache und Honigmelonen bisher auch wenig Beachtung geschenkt habe, hätte ich das besagte Rezept wohl nicht weiter beachtet - wäre mir da nicht direkt aus dem Buch ein kleiner Zettel in die Hände gefallen, auf welchem in schöner Handschrift fein säuberlich alle Hauptzutaten des Salates notiert waren. Wie ihr vielleicht bereits wisst, bin ich mit meiner Präferenz für auf Papier gedruckte Worte gegenüber Texten in elektronischer Form auf diesem Gebiet konservativ eingestellt (sonst hier nachzulesen). Tja, und was nun handgeschriebene Karten, Briefe, Notizen oder schlichtweg Worte auf Papier in jeglicher Form angeht, so lassen diese mein Herz ja regelrecht höher schlagen. Wenig verwunderlich, dass es nun diese persönliche Notiz war, die mich neugierig auf den Salat gemacht hat. Wir lassen mal außer Acht, dass sie nicht an mich persönlich gerichtet war, aber sie war liebevoll von Hand geschrieben. Jemand hatte also den Plan, diesen Salat zuzubereiten. Und vielleicht hat er ihn ja auch gemacht. Ich hoffe es jedenfalls für diese Person. Genauso wie ich hoffe, dass die im Buch vergessene Notiz sie nicht davon abgehalten hat ...

Das Zettelchen, welches ich monatelang aufgehoben habe (das Kochbuch hatte ich nämlich letzten Herbst aus der öffentlichen Bibliothek ausgeliehen), wollte ich eigentlich mitfotografieren für diesen Blogbeitrag. Aber seit einer Woche kann ich es nicht mehr finden ... na ja, (s)einen Zweck hat es immerhin erfüllt: ich bin in den Genuss eines neues Geschmackserlebnisses in Form eines wunderbar besonderen Salates gekommen. Das Rezept zeichnet sich in für den Autor gewohnter Manier durch fein aufeinander abgestimmte, saisonale Zutaten aus.


Zunächst war es aber an der Zeit, mich etwas über Melonen schlau zu machen, da in das Originalrezept zwei Galia-Melonen und eine Honigmelone kommen. Die Galia-Melone, die auch in Supermärkten am populärsten zu sein scheint, ist einfach zu identifizieren. Die Schale ist netzartig und gelb gefärbt und sie ist innen grün:

Galia-Melone

Der Begriff "Honigmelone" im Rezept lässt mehr Spielraum (zu der Gattung gehört die Galia-Melone doch auch, oder?). So habe ich mich entschieden, als zweite Melonensorte eine Cantaloupe zu nehmen. Passt auch farblich sehr schön. Die Schale der Cantaloupe ist etwas dunkler (beige) gefärbt, zudem ist sie von der Form her länglicher und innen orange:

Cantaloupe

Und nun zum Salatrezept: Neben den Melonen kommen noch Gurken dazu (in Verbindung mit Gurken ist bei mir ausnahmsweise auch Dill erlaubt). Und das Dressing wird aus Meerrettich, Gurkensaft, Zitronensaft etwas Öl und Zucker hergestellt. Unter folgendem Link ist das Rezept bereits mit der Hälfte der Menge aufgeschrieben, so wie ich es auch nachgemacht habe.


Claus Meyer empfiehlt zum Salat entweder Fisch (Dorsch) oder Hähnchen. Hier gab's den Salat zunächst pur, auch wenn Fisch und Weißwein in Verbindung mit dem Salat bereits auf dem Speiseplan stehen.