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Mittwoch, 20. Januar 2021

Gnocchi auf Deutsch: Selbstgemachte Schupfnudeln (mit Sauerkraut)

Wir hatten Sauerkraut übrig. Da führte das Sauerkraut zu der Idee der Schupfnudeln ... und da wir hier ziemlich eingeschneit waren und nicht mal eben einkaufen gehen konnten ... zu den selbstgemachten Schupfnudeln.

Puh! Was für eine Kochaktion. Ich war schon zu Beginn des Kochens recht hungrig, und meiner Geduld wurde noch so einiges abverlangt. Aber trotzdem: Das Ergebnis hat für den Aufwand und die Warterei entschädigt. Und zwar so richtig. Die Schupfnudeln waren ein Traum.

Beim Herstellen des Teiges wurde mir klar: Das ist ja Gnocchi-Teig. Der Teig besteht zu einem großen Teil aus Kartoffeln. ... nur mit spitzen Enden. Quasi Gnocchi auf Deutsch. Und das Formen heißt: Gnocchi für Fortgeschrittene. So einfach war es nicht, den klebrigen Teig zu länglichen, spitz zulaufenden Stücken zu formen. Aber es ging. Dann noch in siedendem Salzwasser kochen und dann in der Pfanne anbraten. Wir haben die Hälfte dieses Rezeptes gemacht. Und so sahen die Schupfnudeln aus:

 Dazu gab es eine halbe Dose Sauerkraut. Aber erst haben wir eine Zwiebel in Öl angebraten, dann Apfelstücke und Tofustücke hinzugegeben, und dann das Sauerkraut und alles einige Minuten vor sich hin köcheln lassen (hat der Thermomix gemacht, geht aber sicher auch in einer Pfanne). Während dessen haben wir die Schupfnudeln zubereitet. Diese dann wiederum in Butter angebraten und dann alles vermengt.


Wie gesagt, es hat sich gelohnt. Es war sehr lecker und wieder eine neue Küchenerfahrung. Sollte ich zum Ende diesen Jahres wieder einen Jahresrückblick schreiben, habe ich zudem etwas für die Kategorie »größte Sauerei in der Küche«  ;-)

Montag, 18. Februar 2019

Überbackenes Fladenbrot mit Sauerkraut, Äpfeln und Käse


In einem gemütlichen Restaurant in der Umgebung gibt es als Spezialität Salate und leckeres, überbackenes Fladenbrot. Dort bin ich regelmäßig zu Gast. Die Wintervariante ist mit Sauerkraut, Äpfeln und Käse belegt. Dies klang mir zunächst fast zu experimentell, um das Gericht dort zu bestellen. Aber neugierig war ich doch, sodass ich es tat. Und es war äußerst lecker! So lecker, dass ich das überbackene Fladenbrot mitsamt Salat auch einmal daheim nachgebastelt habe. Es geht ganz einfach. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man beim Käse zum Überbacken 1. nicht spart, und 2. einen würzigen Hartkäse nimmt.

Zudem eignet sich das Gericht als kreative Brotresteverwertung, sowohl für Fladenbrot aber auch für andere Brotreste.


Überbackenes Fladenbrot mit Sauerkraut, Äpfeln und Käse 

für 2 Portionen

2 Stücke Fladenbrot (alternativ: 2 Brötchen)
1 kleiner Apfel
150 g Sauerkraut
60 g Bergkäse
Salz, Pfeffer

Den Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Das Brot / die Brötchen halbieren. Den Apfel waschen, längs achteln und in dünne Scheiben schneiden. Den Käse reiben.
Zunächst die Apfelstücke, dann das Sauerkraut auf den Brothälften verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mit dem Käse bestreuen. Das belegte Fladenbrot im Ofen 10-15 Minuten überbacken, bis der Käse goldbraun ist. Dazu passt sehr gut ein gemischter Salat.

Sonntag, 24. Januar 2016

Krautkrapfen - was für Schaffer und kalte Tage

Das ist ein Rezept von einer befreundeten Nachbarin. Ich weiß, dass wenn sie Besuch bekommt, wird dieses Gericht oft im Voraus gewünscht. So saftig und gerade richtig gewürzt wie sie bekomme ich die Krautkrapfen noch nicht hin, aber ich bleibe dran.
Jedenfalls werden sie von unseren Männern heiß geliebt, auch wenn ich sie zubereitet habe (Text von Gertrud). 

Anmerkung von Sarah: Gestern haben wir den ganzen Tag fleißig körperlich gearbeitet (wir waren also richtige Schaffer), da haben die Krautkrapfen abends gepasst. Allerdings habe ich mal wieder gemerkt, dass deutsche Hausmannskost einfach nicht so ganz meins ist - andere Dinge schmecken mir einfach besser. Und auch was das Salzen dieses Gerichtes angeht, da scheiden sich zwischen mir und meinen Eltern die Geister. Ich habe mit Schrecken den Salzgehalt dieser Krautkrapfen (mit Sauerkraut aus der Dose) ausgerechnet. Und als meine Mama dann begann, das Sauerkraut nochmals zu salzen, da die Krapfen schön "deftig" und "würzig" sein müssen, erschrak ich nochmals. Dieser Akt wurde auf meine Bitte hin gestoppt. Allerdings haben beide meine Eltern bei Tisch nachgesalzen, was ich wirklich nicht verstehen konnte. Also, salzt wie es euch beliebt, wenn ihr das Gericht nachmacht. Ich wollte das nur mal eben anmerken. Wie steht ihr zu vegetarischer Hausmannskost?


Krautkrapfen

für 4 Portionen 


Vor ich mit dem Teig beginne, schmelze ich jeweils etwa 50 g Butter in 2 Teflonpfannen (also 25 g pro Pfanne). Die Butter muss wieder erkalten und es muss eine schöne weiße Butterschicht in jeder Pfanne sein. Am besten ist es, wenn man mehrere Stunden vor dem Kochen drandenkt und die Butter bereits schmelzt, sodass sie wieder schön fest werden kann

Nudelteig:
 500 g Mehl
6 Eier
Salz
evtl. etwas Wasser

Die Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Kochlöffel gut verrühren.
Dann auf ein Brett oder auf die Arbeitsplatte geben und mit den Händen zusammenkneten. Der Teig sollte die Konsistenz von Hefeteig haben.
Jetzt kann man den Teig zu einem großen Rechteck auswellen (ca. 40 x55 cm).

ausgewellter Teig mit dem Sauerkraut

Belag:
2 Dosen Sauerkraut oder
frisches Sauerkraut
Salz
weißer Pfeffer

Das Sauerkraut ausdrücken und mit einem scharfen Messer kleiner schneiden.
Dann auf dem ausgewellten Teig gleichmäßig verteilen (bei den seitlichen Enden etwas Rand lassen) und mit Salz und weißem Pfeffer kräftig würzen.
Jetzt von der breiten Seite her aufrollen und mit einem scharfen Messer in 3 cm breite Scheiben schneiden. Man darf nicht vergessen ,die Butterschicht in der Pfanne leicht mit Salz und Pfeffer zu würzen.
Dann werden die Rollen nicht zu dicht in die Pfannen gesetzt und kaltes Wasser dazugegeben bis die Krapfen 3/4 zugedeckt sind.

Die Krautkrapfen dünstet man in der bedeckten Pfanne bis das Wasser aufgesogen ist und die Krapfen eine Kruste bekommen (bei mir 30 Minuten). Wenn sie schön goldbraun sind wenden, dann nochmals Butten zugeben und auch von der 2. Seite goldbraun anbraten. Man sollte die Krautkrafpen im Blick behalten, dass sie nicht anbrennen.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Die Jahreszeit stimmt nicht: trotzdem lecker

Als ich heute frisches Sauerkraut einkaufen wollte, hat mich der Verkäufer groß angeschaut und gemeint, das gibt es erst wieder im September. Da wir aber heute trotzdem Sauerkrautsalat machen wollten, haben wir eben auf das bewährte Mildessa in der Dose zurückgegriffen. Dafür konnten wir eigene leckere Gurken aus dem Gewächshaus verwenden, das wiederum im Winter nicht möglich ist. 
Jedenfalls ist dieser Salat für alle die es deftig mögen eine leckere Sache.
  

 Sauerkrautsalat

für 4 Portionen

2 rote Zwiebeln
1 Gurke
1 rote Paparikaschote
400 g frisches Sauerkraut (im Idealfall ;-))
ein paar grüne Salatblätter

2 EL Öl
2 TL frisch geriebener Meerrettich (oder aus dem Glas)
6 EL saure Sahne
Kräutersalz
frisch gemahlener, weißer Pfeffer

Die Zwiebeln schälen und klein hacken. Die Gurke und die Paprikaschote waschen und in Streifen schneiden. Das Öl mit der sauren Sahne, dem Kräutersalz, Meerrettich und dem Pfeffer zu einem Dressing verrühren. Das Dressing mit dem kleingeschnittenen Gemüse vermengen. Es schadet nicht, alles etwas durchziehen zu lassen.

Den Sauerkrautsalat vor dem Servieren auf auf den gewaschenen, grünen Salatblättern anrichten.

Freitag, 24. Januar 2014

Rohkostplatte mit Sauerkraut

Bei einem Schüleraustausch wurden wir deutschen Schüler damals im Ernst von unseren Austauschpartnern gefragt, ob wir täglich Sauerkraut essen. Die Antwort war ein etwas verwunderter Blick und ein klares Nein .... eigentlich so gut wie gar nicht. 

Nachdem Sauerkraut in sämtlichen Zeitschriften und Büchern als Fitmacher für den Winter angepriesen wird, kam ich nun aber Mal in den Genuss. In einem GU-Buch über's Entschlacken gibt es die Anleitung für einen Sauerkrauttag. Zu einem richtigen Sauerkrauttag mit 5 Mal täglich Sauerkraut konnte ich mich noch nicht durchringen. Eine Rohkostplatte mit Sauerkraut hingegen klang in meinen Ohren gut.
Entgegen meiner Befürchtungen, dass es gar nicht so leicht ist an Sauerkraut zu kommen, fand ich heraus, dass es Standardprodukt im Supermarkt ist und auch auf so manchem Marktstand erhältlich. Da merkt man schon, dass ich nicht dem US-amerikanischen Klischée entspreche, eine täglich Sauerkraut essende Deutsche zu sein.

Die Rohkostplatte ist schön bunt, gesund und lecker (die Joghurtsauce mit Kreuzkümmel passt sehr gut zum Sauerkraut, zudem harmoniert die Süße des Obstes mit dem Sauren Kraut).

Etwas geschockt war ich nur über die Kochsalzmengen im Sauerkraut, das ich gekauft habe. Demnach deckt man mit einer Portion Sauerkraut schon seinen ganzen Tagesbedarf an Salz - nicht so erquickend. Eventuell muss ich dann mal schauen, wie man selbst Sauerkraut herstellt. 


Sauerkraut-Rohkostplatte

für 1 Portion

40 g Feldsalat
1 kleiner Apfel
100 g frische Ananas
1/2 Orange
150 g Sauerkraut
100 g Joghurt
1/2 TL gemahlener Kümmel
1 TL Zitronensaft 
1 TL frische, gehackte Petersilie
Pfeffer

Den Salat entstielen, waschen, trocknen. Den Apfel waschen und in kleine Stücke schneiden, die Orange und Ananas ebenso. Alle Zutaten auf einem Teller anrichten. Den Joghurt mit dem Kümmel, der Petersilie und Zitronensaft vermischen und mit Pfeffer würzen. Die Sauce zusammen mit dem Salat servieren.