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Sonntag, 8. November 2020

Wirsing-Quiche mit Garten-Wirsing

Fast ein Monat war hier Ruhe. So war es nicht geplant. Dieser Ort soll auf keinen Fall komplett verwaisen. Ich melde mich hiermit zurück!

Dass aus der Pause ganze vier Wochen geworden sind, liegt daran, dass ich zwischenzeitlich eine Fastenwoche eingelegt habe. Heilfasten nach Buchinger. Das hat enorm gut getan. Nun bin ich sehr motiviert, bewusst, langsam und gesund zu essen. Die kommenden (für Gastgeber ruhigen) Wochen sind ein idealer Startpunkt. 

Mein Gemüsegarten ist mittlerweile winterfest. Die Ernte jedoch noch nicht komplett verbraucht. Es gibt noch Muskatkürbise, Grünkohl und ... Wirsing! Du meinem Erstaunen sind die im August eingesetzten Pflänzchen zu prächtigen Köpfen gediehen (siehe Bild oben). Im Gegensatz zu Grünkohl sogar frei von diesen weißen Fliegen ... neben einfachem Wirsinggemüse und Wirsingpüree gab es hier auch eine Wirsing-Quiche. Eigentlich nichts Neues, die üblichen Quiche-Zutaten, nur eben mit Wirsing. Die Quiche war wie gewohnt gut. Der Wirsing köstlich. Besser als das Bild (Nachtaufnahme ... wieder diese Jahreszeit) - lasst euch von dem nicht stören. Der frisch geerntete Wirsing-Fußball oben war schöner anzusehen, jedoch - ich wiederhole mich - die Quiche war köstlich.

Wirsing-Quiche

Zutaten für den Mürbeteig:
250 g Mehl
125 g Butter
60 ml kaltes Wasser
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
1 Zwiebel
700 g Wirsing
1 EL Öl
4 Eier
200 ml Sahne
150 g Bergkäse (oder ein anderer würziger Käse wie Gruyère)
Salz
Pfeffer
1 Prise Muskat

Aus Mehl, Butter, dem Ei und Salz einen Mürbeteig kneten und anschließend für 30 Minuten, besser noch ein wenig länger, im Kühlschrank in einer Frischhaltefolie verpackt kalt stellen.

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Zwiebel schälen und feinhacken. Den Wirsing waschen und in feine Streifen schneiden. In einer Pfanne das Öl erhitzen. Zunächst die Zwiebelstücke 3 Minuten darin anbraten. Schließlich den Wirsing hinzufügen und 4 weitere Minuten braten, bis er in merklich an Volumen verloren hat. Alles etwas abkühlen lassen. Den Wirsing zusammen mit den Eiern, der Sahne und dem geriebenen Käse vermengen. Mit Salz und Pfeffer und Muskat würzen. 

Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen, ausrollen und in der Form verteilen. Ca. ein Drittel des Teiges für den Rand aufsparen. Den Teig dafür längs ausrollen, Streifen mit 2-3 cm Höhe ausschneiden und den Rand der Form damit auskleiden. Mit einer Gabel den Boden mehrmals einstechen. Nun die Füllung auf dem Teig verteilen. Die Quiche für ca. 50 Minuten im Ofen backen (ggf. mit Alufolie abdecken, wenn die Quiche zu dunkel wird).

Donnerstag, 15. Februar 2018

Wirsing-Kartoffel-Strudel

Vor dem letzten Besuch bei meinen Eltern, stellte mir meine Mama  verschiedene Gerichte aus einem vegetarischen Kochbuch zur Auswahl, aus welchen ich auswählen sollte, was wir gemeinsam kochen würden. Meine Wahl fiel sofort auf den Kartoffelstrudel. Und zwar nicht wegen den Kartoffeln oder dem Blätterteig, sondern wegen dem Wirsing in der Füllung. Ich kaufe ja sehr gerne lokales Wintergemüse, wobei Kohl in allen Variationen hierbei die Hauptrolle zu spielen scheint, nur im Gegensatz zu anderen Gemüsesorten bin ich hierbei immer noch sehr offen für neue Rezepte, da mein Repertoire recht beschränkt ist. Auch was Wirsing betrifft. So kam der Strudel gerade recht.

Wir haben vom Originalrezept ausgehend ein paar Abwandlungen gemacht. Eine wichtige war, Käse hinzuzufügen. Es lag nämlich Emmertaler auf dem Küchentisch und so dachte ich, der würde zum Rezept gehören. Tat er zwar nicht, aber da wir ihn uns beide gut als Teil der Füllung vorstellen konnten, kam er mit rein. Er hat sich dort auch gut gemacht. Und sonst haben wir die Mengen auch einfach ein wenig angepasst, da es den Blätterteig nur als 450g-Variante gab. Der winterliche Gemüsestrudel hat uns so jedenfalls sehr gut geschmeckt und ich habe fest vor, Wirsing genau in der Form nochmal zu verwerten.


Kartoffel-Wirsing-Strudel

für 4-6 Peronen

450 g TK-Blätterteig
500 g mehlig kochende Kartoffeln
Salz
500 g Wirsing
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 EL Öl
250 g Quark
3 Eier (plus 1 Ei zum Bestreichen)
150 g geriebener Emmentaler
1 TL getrockneter Majoran
1 TL gem. Kreuzkümmel
1/2 TL gem. Muskatnuss
Pfeffer

Den Blätterteig auftauen lassen. Die Kartoffeln waschen, schälen, evtl. halbieren und 20 Min. in Salzwassser gar kochen. Diese dann abgießen und mit dem Kartoffelstampfer oder einer Gabel zerdrücken. Wirsing putzen, waschen und in Streifen schneiden.

Die Zwiebeln und und Knoblauch schälen, klein würfeln und im Öl anbraten. Den Wirsing zugeben und ca. 3 Min. bei geringer Hitze dünsten.

Quark, 3 Eier, den Emmentaler und die Gewürze verquirlen, kräftig salzen und pfeffern. Die Kartoffel und den Wirsing untermengen. Den Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen.

Die Teigplatten auf einem bemehlten Küchentuch zu einem Rechteck zusammenfügen und ausrollen (bei mir ca. 40 x 40 cm). Die Füllung darauf verteilen, dabei einen Rand von 5 cm lassen (außer an der Seite, wo man mit dem Aufrollen beginnt). Dann mit Hilfe des Tuchs den Teig aufrollen.

Den Strudel mit der Nahtseite auf ein Blech mit Backpapier legen. Mit dem restlicen Ei gleichmäßig bestreichen. Im Ofen (Mitte) in ca. 45-60 Min. goldbraun backen.

Sonntag, 14. Januar 2018

Winterfreuden: Wirsing-Pilz-Lasagne

Wirsing entwickelt sich zu meinem Lieblingswintergemüse. Ich mag diese schönen festen grünen Köpfe mit der gewellten adrigen Struktur der Blätter. Nachdem ich bei unserem Hofladen ein knackiges Prachtexemplar nach Hause gebracht habe, ist mir das schon länger wartende Rezept in meiner Warte-Klarsichthülle in den Sinn gekommen: eine Lasagne.


Das Rezept ist aus essen & trinken, aber bei den Zutaten unten bei der Zubereitung von mir abgewandelt.

Wirsing-Pilz-Lasagne

Zutaten für 4 Portionen

75 g Butter
75 g Mehl
ca. 800 ml Milch
Salz
Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
2 Zwiebeln 
1 Knoblauchzehe
400 g braune Champignons
700 g Wirsing
1 EL Olivenöl
6 Stiele Thymian
200 g mittelalter Gouda
15 Lasagne-Platten

75 g Butter in einem Topf zerlassen. Mehl zugeben und unter Rühren kurz dünsten, Milch unter Rühren zugießen, aufkochen und bei milder Hitze 15 Min. kochen. Gelegentlich umrühren. Béchamelsoße mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Wirsing putzen und in 2 cm breite Streifen schneiden. 1 EL Butter und Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Pilze darin bei starker Hitze 2 Minuten braten. Knoblauch, die Häflte der Zwiebeln und abgezupfte Thymianblättchen zugeben, bei mittlerer Hitze 3 Min. mitbraten. Mit Salz und Pfeffer gut würzen und herausnehmen.
Wieder 1 EL Butter in der Pfanne zerlassen. Den Wirsing anbraten, die restliche Zwiebeln dazugeben und bei mittlerer Hitze ca. 2 Min mitdünsten. 100 ml Wasser zugeben und 7-10 Minuten leicht bissfest garen. Wirsing kräftig salzen und pfeffern. Den Käse raspeln.

Eine Auflaufform (ca. 30 x 20 cm - meine war etwas größer, das ging auch) mit Butter einfetten. Etwas Béchamel auf dem Boden verstreichen. Dann Lasagne-Platten, Pilzmischung, Wirsing, Béchamel und Käse abwechselnd in die Form schichten. Mit Béchamel und Käse abschließen. Lasagne im heißen Ofen bei 180 Grad im unteren Ofendrittel 45-50 Min. backen (Umluft nicht empfehlenswert).

Sonntag, 14. Februar 2016

Noch ein Rezept mit heimischem Wintergemüse: Wirsing

Nach Weihnachten und Fasnacht sind wir in der Fastenzeit angekommen. Fast jeder hat nun das Bedürfnis, bewußt auf die Figur zu achten und leckeres Wirsinggemüse passt einfach noch zum Wintermonat Februar.


Wirsing-Gemüse

für 4 Portionen 

500 g Wirsing
1 Zwiebel
3 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
125 ml Gemüsebrühe
Salz
schwarzer Pfeffer
Muskatnuss
Crème fraîche

Den Wirsing vierteln, den Strunk entfernen und in ca. 0,5 cm breite Streifen schneiden.
Das Öl im Topf erhitzen und die klein geschnittene Zwiebel glasig dünsten.
Dann den Wirsing und Knoblauch in den Topf geben und die Brühe angießen. Ca. 20 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, frisch geriebenem Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Wenn die Flüssigkeit verkocht ist, der Wirsing aber noch Biss hat, schmeckt er am besten. 
Man kann das Gemüse noch mit Crème fraîche verfeinern.

Dazu schmeckt Kartoffelbrei.