Sonntag, 18. September 2022

Bei Kälteeinbruch: Miso-Suppe

Es ist schlagartig kalt geworden. Nun sind wärmende Suppen und Eintöpfe bei mir noch höher im Kurs. 

Seit bei mir im Kühlschrank ein Glas Misopaste steht, ist es eine tolle Option, eine Gemüsesuppe à la Japan zu machen. Miso sorgt für eine schöne Würze, ich mag den Geschmack sehr. 

Barbara hat mich zu der Suppe inspiriert. Wie sie schreibt, die Suppe ist sehr variabel. Bei mir gab's Sellerie, Karotten und Mangold. Und Tofu ergänz das Ganze natürlich auch vorzüglich.

Hier geht's zu Barbara und zum Rezept.

Dienstag, 6. September 2022

Zucchini-Chips

Die Zucchiniernte in meinem Gemüsegarten war dieses Jahr gut und ich genieße die letzten Exemplare.
Wir haben zwar nicht ganz so viel experimentiert wie im letzten Jahr, ein wenig aber schon.

Dazu zählen auch die Zucchini-Chips. Eigentlich überschaubar, was die Zutatenliste und Rezeptlänge angeht ... aber doch ganz schön aufwendig. Ich habe die Chips einmal gemacht, ohne dass ich die Zucchini vorher gesalzen und somit entwässert habe. Dann waren sie lätschig. Also wirklich keine Chips.

Nächster Versuch mit Salzen und Entwässern. Das hat geklappt! So wurden die Chips viel knuspriger. Wichtig ist auch, dass sie dünn geschnitten sind.

Mir haben sie sowohl mit Parmesan als auch ohne geschmeckt. Ein gesunder Snack, wie man sagt - wobei ich die Chips nicht deshalb gemacht habe, sondern viel mehr aus Experimentierfreude. Allerdings ist es eben Aufwand im Vergleich zum Chips-Ertrag den man aus 200 g Zucchini bekommt.

Habt ihr noch kreative Zucchinirezepte (für die nächste Saison dann)? 


Zucchini-Chips


200 g Zucchini
1-2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
25 g geriebener Parmesan (optional)

Die Zucchini waschen und in 2 mm dicke Scheiben schneiden. Diese mit Salz bestreuen und 30 Minuten ruhen lassen. In ein Sieb geben, gründlich unter fließendem Wasser abspülen und mit einem Tuch oder Küchenpapier gut trockentupfen.

Den Ofen auf 190°C (Umluft) vorheizen.

Die Zucchinischeiben einzeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit Olivenöl dünn bestreichen (oder einen Sprayer benutzen). Dann leicht salzen und pfeffern.

Variante: Wer Parmesan-Zucchini-Chips möchte, bestreut die Zucchinitaler noch mit Parmesan.

Im Ofen ca. 20 Minuten backen.

Mittwoch, 24. August 2022

Italienische Minestrone - da kommt alles rein, was nach Sommer schmeckt

 

Das ist eine typisch italienische, appetitliche, herzhafte und auch noch gesunde Gemüsesuppe.
Mindestens einmal im Sommer, wenn es leckeres Gemüse gibt und unsere eigenen Tomaten reif sind und auch noch genügend Kräuter im Beet sind, kochen wir einen riesigen Topf dieser leckeren Minestrone. Wir machen es wie die Italiener. Damit sie tags darauf eine Ribollita (=wieder aufgekocht) machen können, kochen sie Minestrone gleich in größerer Menge. Diese Minestrone lässt sich auch supergut einfrieren. Da lohnt sich der Aufwand auf jeden Fall.
 


Minestrone


 für 6 Portionen
 
2 Lorbeerblätter
frische Kräuter was das Beet hergibt: Bei mir
Rosmarin
glatte Petersilie
je ein paar Zweige Basilikum
 Oregano
Currykraut
Kerbel
 
 Auberginen
Kartoffeln
Möhren
 frische dicke Bohnen und Erbsen
 Zwiebel
 Fleischtomaten
1/2 Knolle Sellerie
Bleichsellerie
Zucchini
Lauch 
etwa 2 l Gemüsebrühe
Olivenöl
Salz
frische gemahlener Pfeffer
3 Knoblauchzehen
200 g Rundkornreis
frisch geriebenen Parmesan

Die Gemüseangaben sind nur Vorschläge. Denn eine feste Vorschrift für die Gemüsearten gibt es bei der Minestrone nicht, da kann man nehmen was es gerade Frisches gibt.
Wenn es keine frischen Bohnen gibt, kann man getrocknete Hülsenfrüchte verwenden.
Aber Vorsicht, vor allem bei den ungekochten Bohnen, die sollte man eine Nacht einweichen und in einem separaten Topf vorkochen. Das dauert ewig, bis sie weich sind.
Zur Not sind auch wie bei mir Bohnen aus der Dose in Ordnung, vor allem wenn der Entschluß Minestrone zu kochen sehr spontan ist.

Zubereitung:
 
Mit einem Küchenzwirn ein Kräutersträußchen zusammenbinden.
Einen Teil der Kräuter zurückbehalten.
 
Auberginen, Kartoffeln, Möhren, Zucchini, Sellerie in kleine Würfel schneiden. 
 Erst Auberginen In etwas Olivenöl anbraten, dann das andere Gemüse ebenfalls kurz mitbraten und mit Hühnerbrühe ablöschen.

In einem zweiten Topf kleingeschnittene Zwiebel und Lauch ebenfalls in Olivenöl anbraten, die Tomaten dazugeben und zum Kochen bringen. 

Alles in einen Topf geben und mit Hühnerbrühe auffüllen. Auch das Kräutersträußchen zugeben. Salzen, pfeffern und im geschlossenen Topf bei schwacher Hitze 40 Minuten köcheln.
 
Das Kräutersträußchen entfernen. Restliche Kräuter fein gehackt und klein gehackten Knoblauch zugeben. Dann Reis unterrühren und weiter 20 Minuten kochen, bis er weich ist. 


Letzten Sommer haben wir die Zutaten für unsere Minestrone bei diesem Gemüsehändler in Italien eingekauft

Dienstag, 9. August 2022

Avocado-Kimchi-Brotaufstrich

Für dieses Gericht habe ich das erste Mal Kimchi (gesprochen: Kimtschi) im Bioladen eingekauft.

Kimchi hat seine Wurzeln in Korea und es handelt sich um fermentiertes Gemüse ähnlich unserem Sauerkraut. In Korea wird es hauptsächlich mit Chinakohl hergestellt. Es kann auch aus Rettich, Frühlingszwiebeln oder Gurken gemacht werden. Ich bin sehr  überrascht über den leckeren Geschmack. Es hat eine angenehme Schärfe, wenig Säure und und eine salzige Würze. Man kann es einfach so aus dem Glas löffeln und bin gerade dabei herauszufinden, wie Kimchi die Essenszubereitung bereichern kann.

Kimchi ist wertvoll für die Gesundheit, denn es enthält lebenswichtige Mineralstoffe, Vitamine, Probiotika und Enzyme. Für den Darm und das Immunsystem sehr zu empfehlen.

Ich habe das Rezept von meiner aktuellen Lieblings-Rezeptquelle, von "Ken Kocht" (nichts Neues für den regelmäßigen Leser ;-) )

Der folgende Aufstrich ist schnell zubereitet und ein besonderes Geschmackserlebnis!

Der Aufstrich auf meinem selbstgebackenen Wurzelbrot

 Zutaten:

1 Avocado
halbe Mango
2 EL Kimchi (oder nach Belieben mehr)
 
Zubereitung:
 
Die Avocado aufschneiden, den Kern rausdrücken und das Fruchtfleisch in eine Schüssel löffeln.
Kimchi dazugeben.
Die Mango schälen und das Fruchtfleisch auch mit Hilfe eines Schälers in Streifen dazugeben.
Vermischen und schmecken lassen.
 
 

Sonntag, 24. Juli 2022

Zucchiniblüten - das Beste der Zucchini? Hier gibt es zwei Rezepte

 

Dass ich etwas richtig Neues ausprobiere, kommt gar nicht mehr so oft vor. Ich bin eher in einer Lebensphase, in der ich gute Gerichte auch gerne ein zweites oder drittes Mal koche und mich darauf freue, als um des Foodblogs willen immer etwas Neues auszuprobieren.

Aber so ab und zu ein neues Koch- und Geschmackserlebnis ist dann doch ein Highlight im Alltag. Und so war es bei den Zucchiniblüten.

Lange wusste ich gar nicht, dass man diese essen kann. Vor zwei Jahren haben mit in der Zucchinizeit jedoch drei Leute unabhängig voneinander von Zucchiniblüten vorgeschwärmt. Und dass diese das Beste der Zucchini seien. Von da an wollte ich es mal ausprobieren ... nun war es so weit!

Dieses Jahr gibt es in meinem Gemüsegarten drei Zucchinipflanzen. Ich habe neun Blüten auf einmal einsammeln können. Davon männliche (ohne Frucht) und weibliche (mit Zucchini dahinter). Übrigens kann man auch Kürbisblüten essen, sollte man nicht genug Zucchiniblüten finden. Die kleinen Zucchini der weiblichen Blüten habe ich einfach mitgebacken, was ich sehr lecker fand, und somit auch ein wenig ergiebiger.

Wie war's? Sehr lecker. Und optisch wunderschön. Bei der Zubereitung hat auch alles funktioniert. Allerdings ist es ein wenig Aufwand, die Zucchiniblüten zu waschen, zu befüllen und zu backen. Und so viel zu essen hat man hinterher nicht. Wenn man in Stimmung ist, sind gebackene Zucchiniblüten jedoch eine tolle Sache. Als Vorspeise oder mit Brot serviert als leichte Hauptspeise. Es wird sie bei mir nicht regelmäßig geben, aber sicherlich wieder!

Zudem ist das Verarbeiten der Zucchiniblüten quasi ein Vorbeugen der Zucchinischwemme, da man die Zucchini noch ganz klein erntet. Wer unter zu reichhaltiger Zucchiniernte leidet, sollte auf jeden Fall die Blüten ernten. Und gebackene Zucchiniblüten ausprobieren! Für mich war das Essen ein Highlight!


Als meine Mama mich neulich besuchte, haben wir zunächst Zucchiniblüten mit einer Ricottafüllung ausprobiert. Das Rezept gibt es hier. Meine Mama hat es ausgewählt, weil die Füllung nicht kompliziert ist (man muss keinen Couscous abkochen oder irgendwas vorbereiten, sondern kann den Ricotta mit Parmesan und Ei vermengen, was ganz einfach geht). Das Ei bindet zudem, sodass nicht ausläuft. 
Uns hat die Füllung sehr gut geschmeckt. Schön würzig, aber man schmeckt auch noch die leicht knusprige Zucchiniblüte heraus.


Und dann habe ich noch ein Rezept, das mit ein Gast aufgeschrieben hat. Im Originalrezept werden Sardellen verwendet, ich habe diese durch Kapern ersetzt. Wie beim Rezept oben werden die Blüten auch im Ofen gebacken, allerdings mit einem Mix aus Parmesan und Semmelbröseln bestreut.

Gebackene Zucchiniblüten mit Mozzarella

8 Zucchiniblüten
80 g Mozzarella
1 EL Kapern
Basilikum
Olivenöl
Salz
Pfeffer
20 g Semmelbrösel
20 g geriebener Parmesan

für 4 Vorspeiseportionen oder 2 Portionen (mit Brot als Hauptspeise)

Die Zucchiniblüten waschen und vorsichtig trocken schütteln. Die Blütenstempel im Inneren entfernen. 
Den Boden einer Auflaufform mit Öl bepinseln.
 
Den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Mozzarella, Kapern und Basilikum feinhacken. Mit einem Teelöffel die Füllung in die Blüten geben (nur so viel, dass sich die Blüten wieder schließen lassen).

Den Boden einer Auflaufform mit Olivenöl bestreichen und die Blüten hineinlegen. 

Salz, Pfeffer, Semmelbrösel und Parmesan vermengen und die Zucchiniblüten damit bestreuen.

Die Blütenpäckchen ca. 20 Minuten backen, bis diese leicht gebräunt sind. 


Habt ihr schon mal Zucchiniblüten zubereitet? Findet ihr, die Blüten sind eine Delikatesse und gar das Beste der Zucchini?

Sonntag, 10. Juli 2022

Zucchini-Gemüse mit Kratzede

Es ist wieder Zucchini-Saison! Die Pflanzen in meinem Gemüsegarten liefern nun stetig Zucchini. Die ersten sind besonders lecker. Ich versuche, sie zu ernten, solange sie noch klein und fein sind.

Und natürlich wird jetzt wieder fleißig mit Zucchini gekocht. Eines meiner Lieblingsgerichte mit Spargel ist Kratzede. Warum nicht einfach Zucchini zum Kratzede servieren, dachte ich mir. Jetzt wo die Spargelsaison vorbei ist. Also habe ich die Kratzede wie gewohnt zubereitet und dazu ein würziges Zucchinigemüse mit Schmand und Oliven serviert. Auch sehr lecker. Und die Zucchinisaison geht etwas länger als die Spargelsaison, weshalb es dieses Gericht dieses Jahr sicherlich nochmal geben wird:


Zucchini-Gemüse mit Kratzede

Zutaten für 2 Portionen

Kratzede:
2 Eier
130g Mehl
140 ml Milch
1 Prise Salz
ca. 40 ml Mineralwasser
15 g Butter

Gemüse:
ca. 400 g Zucchini
3 Frühlingszwiebeln
50 g schwarze Oliven
1 EL Olivenöl
200 ml Gemüsebrühe
100 g Schmand
1 EL frische, gehackte Petersilie
1 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Die Eier trennen. Mehl, Salz, Eigelb und Milch verrühren. 20 Minuten quellen lassen, dann einen Schuss Mineralwasser zum Teig geben und verrühren (der Teig soll etwas dickflüssiger als Pfannkuchenteig sein).

Das Eiweiß steif schlagen und anschließend vorsichtig unterheben.

In einer Pfanne Butter schmelzen lassen, den Teig hineingeben und bei mittlerer Herdtemperatur backen. Sobald die Kratzede goldbraun ist, wenden (wem es zu heikel ist, den ganzen Teig auf einmal zu wenden, kann ihn vorher auch vierteln) und zuende backen. Dann mit dem Pfannenwender in Stücke teilen bzw. »zerkratzen«.+

Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden. Längs vierteln und in Stücke schneiden. Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Die Oliven ebenfalls in Ringe schneiden.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen. Die Frühlingszwiebeln 2 Minuten anbraten. Dann die Zucchini dazugeben und 5 Minuten weiterbraten. Die Temperatur etwas zurückschalten und die Gemüsebrühe hinzufügen, 5 weitere Minuten köcheln lassen. Nun die Oliven und den Schmand unterrühren. Mit wenig Zitronensaft abschmecken und mit Salz und Pfeffer würzen.

Vom Ablauf her bietet es sich an, mit dem Backen der Kratzede zu beginnen, nachdem die Zucchini in die Pfanne gegeben wurden.

Freitag, 1. Juli 2022

Sachertorte - unsere neue Familien-Festtagstorte

Wie immer wieder im Leben beachtet oder verändert man manche Dinge erst, wenn sie im richtigen Augenblick oder von verschiedenen Seiten auf uns zukommen. Bei einer Geburtstagseinladung hat meine Tischnachbarin, deren Lebensgefährte aus Wien stammt, von der berühmten Sachertorte geschwärmt. Sie hat mir auch erzählt, daß sie die Sachertorte selbst bäckt und mir erklärt wie sie es macht. Für ein Rezept habe ich das Internet zur Hilfe geholt und die tolle Seite Mann backt entdeckt. Dort ist die Zubereitung exakt beschrieben. 

Da der Termin des nächsten Familienfestes bereits feststand und unsere "Kinder" die bisherige Festtagstorte (Schwarzwälder Kirschtorte) wegen der Sahne nicht mehr bevorzugen, war ich sicher: diese Torte schmeckt allen und habe mich auch gleich an eine Probetorte gewagt. Äußerlich war ich ganz zufrieden, der Boden hat sehr gut geschmeckt, aber in der Mitte war mir die Torte etwas zu speckig. Also habe ich mich nochmals drangemacht und die Temperatur beim Backen verändert (Wir haben "nur" einen Brotbackofen und die richtige Temperatur ist beim Kuchenbacken etwas schwierig). Dieses Mal allerdings das halbe Rezept in einer kleinen Form. (Andauernd Probe-Sachertorte zu essen ist nicht gerade ideal für die Linie vor einem Fest). Dieses Ergebnis war einigermaßen zufriedenstellend, allerdings war mir der Boden etwas zu trocken. Die Glasur ist mir auf Anhieb gelungen, was ich von der Torte am Vorabend der Hochzeit nicht behaupten kann. Ich bin sehr ins Schwitzen geraten, hatte glücklicherweise nochmals Sahne und Kuvertüre auf  Vorrat und habe die Festtagstorte dann doch noch hinbekommen. Allerdings werde ich weiterhin versuchen, diese Torte zu optimieren und gelingsicher zu machen um somit stressfreier ins Fest zu starten.

mein erstes Probeexemplar

Zutaten für die große Torte (Durchmesser der Tortenform 27 cm):

225 g zimmerwarme Butter
50 g Puderzucker
10 Eigelb
265 g Kristallzucker
10 Eiweiß
200 g Zartbitter Kuvertüre
200 g Mehl
1 EL Kakao
 
Zutaten für die Füllung:
 
350 g Marillenmarmelade fein passiert
20 ml Rum 
 
Zutaten für die Glasur der Sachertorte:
     
 250 g Zartbitter Kuvertüre
200 g Sahne
2 Blatt Gelatine

 Zubereitung des Tortenteigs: 
 
Vorbereitung:

 Die Zutaten (Butter und Eier) sollten die gleiche Temperatur haben, deshalb ein paar Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen.

Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Kuvertüre schmelzen und beiseite stellen, damit sie anschließend nicht zu heiß ist.
 
Die Butter mit dem Puderzucker weiß schaumig schlagen.
Die Dotter einzeln dazumixen bis eine sehr cremige Masse entstanden ist.
 
Nun die etwas abgekühlte Kuvertüre dazu geben und alles verrühren.
Das Eiweiß nun so lange schlagen, bis es leicht weiß wird, dann
den Kristallzucker langsam einrieseln lassen.
Den Eischnee nun schlagen, bis er seidig matt wird. Er darf aber nicht zu fest, sondern er muss noch etwas cremig sein, damit er sich gut unterheben lässt.
 
Nun die Butter-Eigelb-Masse abwechselnd mit der gesiebten Kakao/Mehlmischung mit einem Schneebesen unter den Eischnee heben.
 
Die entstandene Masse in die Tortenform geben und sehr gleichmäßig verteilen.
 Die Sachertorte nun ca. 60 Minuten backen.

Nach dem Auskühlen eventuell den oberen Knubbel abschneiden.

Fertigstellen der Sachertorte:
 
2 EL Marillenmarmelade mit 100 ml Wasser, 2 EL Zucker und dem Rum aufkochen. 
Den Sacherboden durchschneiden und die untere Hälfte gleichmäßig mit diesem Sirup tränken.
Dann den Boden mit  Marillenmarmelade bestreichen und den oberen Boden darauf legen.

Tipp: Den Boden markieren, damit beide Hälften wieder zusammenpassen.
Dazu vor dem Durchschneiden einen horizontalen Schnitt an der Seite der Torte machen, daß man den oberen Boden exakt auf den unteren Boden legen kann und die Torte nicht uneben wird.
 
Mit dem Rest der Marmelade die Oberseite sowie außen um den Sacherboden herum eine Schicht auftragen und ganz sauber abziehen. So vermeidet man einen unebenen Rand  und die Glasur wird besonders glatt (Aprikotieren).
Die Sachertorte nun in den Kühlschrank stellen.

Zubereitung der Glasur:
 
Zwei Blatt Gelatine in kaltem Wasser einlegen und 10 Minuten quellen lassen.

Die Sahne und Kuvertüre in einen Topf geben und beides erhitzen (nicht kochen!) bis die Schokolade geschmolzen ist.

Nun die Gelatine ausdrücken und langsam und vorsichtig unter die Schokoglasur rühren bis sie sich aufgelöst hat. Dabei darauf achten, keine Luft in die Glasur einzurühren.
Die Glasur nun etwas auskühlen lassen, bis sie zähflüssig wird. Die Sachertorte nun mit der Glasur übergießen.
       
Falls notwendig, die Glasur an den Seiten immer wieder nach oben streichen bis alles bedeckt ist. Die Oberfläche ist tabu!! Nur so bleibt sie ganz glatt und perfekt.
 
Die Glasur langsam fest werden lassen und die Torte mindestens 24h stehen lassen. Erst wenn die Böden durchgezogen sind und sich der Marillen- und Rumgeschmack im Boden ausgebreitet hat, sollte man sie anschneiden. 
 
Das Herz auf der kleinen Torte habe ich mit Kuvertüre aufgespritzt.
Dabei mit Pergamentpapier eine Tüte formen und die Spitze abschneiden.
Mit Kuvertüre füllen und auftragen.

Vorsicht: es kann nichts ausgebessert werden.
Die cleane Oberfläche ist schnell zerstört.
 

Für die kleine Form (Durchmesser 17 cm) habe ich die Zutaten halbiert. 
Sie ist etwas höher geworden.

Sonntag, 26. Juni 2022

Nachwuchs

So ein bisschen ist dieser Food Blog im Laufe der Jahre auch ein Ort geworden, um persönliche Dinge zu teilen ... zumindest für die, die schon länger hier mitlesen.

Heute gibt es große Neuigkeiten: Es gibt Nachwuchs! Vor ein paar Wochen kam unser Sohn zur Welt.
Wir sind überglücklich und genießen die Zeit als Familie.

Für den Blog könnte das durchaus heißen, dass es mal etwas ruhiger wird. Dennoch würde ich gerne weiterbloggen, auch wenn es eine neue Priorität in meinem Leben gibt. Wir werden sehen ... ich bin jedoch zuversichtlich, auch mit Kind den ein oder anderen Beitrag zu veröffentlichen (und damit meine ich keine Stillkugeln oder Babybrei) und auf dem ein oder anderen Blog weiterzulesen.

Wenn's doch mal ruhiger wird, kennt ihr den Grund :-) 

Montag, 23. Mai 2022

Grüne Soße oder Frankfurter Soße

Ich mache Online-Sport nach Liebscher & Bracht. Bei den Videos bin ich auch beim Thema gesunde Ernährung gelandet. Und da meine Antennen ständig auf gesunde und neue Rezepte (in diesem Fall ein klassisches Rezept aus dem Bundesland Hessen) gerichtet sind habe ich auch dieses Rezept aufgegriffen und gleich ausprobiert. 

Was mich gleich begeistert hat: es kommen mindestens 7 verschiedene Kräuter in diese Soße, auch Frankfurter Soße genannt. Ich habe sogar 9 verschiede Kräuter verwendet.
Im Originalrezept ist noch Pimpinelle aufgeführt. Leider gibt das mein Kräuterbeet nicht her.
Und ich konnte es auf die Schnelle auch nicht auftreiben.
Und auch Dill und Kresse musste ich zukaufen😏

Meine verwendeten Kräuter:
 
Borretsch 
Schnittlauch
Kerbel
Sauerampfer
Dill
 glatte Petersilie
Estragon
Kresse
Zitronenmelisse

 
Der dekorative Sauerampfer auf folgendem Bild nennt sich Blutsauerampfer.
Ich finde ihn sehr schön mit den roten Adern und verwende ihn hauptsächlich um
Salate oder Dipps zu dekorieren. Ich habe auch den großen Wiesen-Sauerampfer im Kräuterbeet (leider nicht mehr zu erkennen da ich das Bild nach dem Ernten für die Grüne Soße gemacht habe). Dieser Ampfer schmeckt richtig toll sauer, so wie ich es aus Kinderzeiten beim Naschen auf der Wiese in Erinnerung habe.
 


Grüne Soße oder Frankfurter Soße

für 4 Portionen

200 g Schmand oder saure Sahne
500 g Naturjoghurt (3.8% Fett)
1 TL Senf
1 TL Zucker
1 EL weißer Balsamico oder Zitronensaft
1 EL Olivenöl
Salz 
weißer Pfeffer
4 Eier
mindestens 7 Kräuter
 (jeweils einen Bund bzw. was das Beet hergibt)

Zuerst die Eier hartkochen.

Die Kräuter waschen und trockenschütteln. Bei der Petersilie die harten Enden der Stiele abschneiden. Von Sauerampfer, Borretsch und Zitronenmelisse nur die Blätter verwenden.

Alle Kräuter fein hacken.
 
Den Schmand  oder die saure Sahne mit dem Joghurt glattrühren, würzen, die Kräuter dazugeben.
Die hartgekochten Eier schälen und klein hacken, dazugeben und verrühren.

Die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Zucker und Zitronensaft erhält sie eine seltsame Balance zwischen süß, sauer, salzig und bitter.


Meine Soße hat leider keine so intensiv grüne Farbe, da ich die Kräuter gehackt habe.
Dafür ist das Kräuteraroma sehr intensiv.
Meine erste Variante habe ich mit dem Zauberstab püriert. Sie war super schön grün, aber nicht so aromatisch.
Meine dritte Version wird eine Mischung sein. Ich werde wegen der Farbe einen Teil der Kräuter pürieren und den anderen Teil hacken des Aromas wegen.

Mittwoch, 11. Mai 2022

Wurzelbrot - einfach und gleichzeitig besonders

Halb Dinkel, halb Weizenmehl -
mit 2 Gabeln den Teig zubereitet -
eine Nacht Zeit -
1/2 Stunden backen

ergibt 3 Stangen leckeres, lockereres Wurzelbrot!

Der Teig dieses Brotes wird ohne Knetmaschine wie unten beschrieben zubereitet. Ich finde diese Art der Zubereitung genial. Nur 2 Gabeln, nicht mal die Hände werden klebrig. Gerne erinnere ich mich an diesen besonderen Backkurs mit meinem Sohn bei dem wir diese Art der Zubereitung eines Brotteiges gelernt haben. Es gibt so viele Tage im Leben an die man sich nicht mehr erinnern kann. Aber die Erinnerungen an so ein Event kann man immer wieder auffrischen. Auch wenn nicht alles hängenbleibt, was man gelernt hat, lohnt es sich die Komfortzone zu verlassen und neue Anregungen zu bekommen. Ich denke immer, wenn man nur 1 Rezept oder Zubereitungsart davon gerne mag und immer wieder macht, hat es sich gelohnt. Außerdem sind diese Chancen mit den erwachsenen Kindern kostbare Zeit zu verbringen naturgemäß selten und dementsprechend wertvoll und machen glücklich.

 
Brotauswahl ist einfach köstlich

   Wurzelbrot

Zutaten für 3 Stangen:

400 g frisch gemahlenea Dinkelmehl
400 g Weizenmehl Typ 550
21 g Hefe
1 EL Zucker
20 g Salz
 etwa 650 ml Wasser

Etwa 100 ml kaltes Wasser in eine Schüssel geben und die Hefe darin auflösen.

 Dinkelmehl, Weizenmehl, Salz, Zucker und den Großteil des Wassers dazugeben.

Nun mit 2 Gabeln immer wieder die Zutaten aufnehmen und wieder in 
die Schüssel "plumpsen" lassen. 
Die Kanten müssen laut unserem Kursleiter immer wieder brechen)

Wenn der Teig noch zu zäh ist, den Rest des Wassers zugeben.
Auf diese Weise die Zutaten vermischen bis ein zähflüssiger Teig entstanden ist.
 
Nun ein größeres Gefäß mit Deckel das zuvor leicht mit Olivenöl gefettet wurde umfüllen.
 
In der kalten Jahreszeit kommt die Schüssel auf dem Balkon, sonst im Kühlschrank eine Nacht gehen lassen.
 
Am nächsten Morgen den Backofen auf 250 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
 
Jeweils ein Drittel der Teigmenge auf eine bemehlte Fläche geben, im Mehl wenden längliche Laibe formen und in sich verdrehen.
 
Man kann alle 3 Brote nebeneinander auf Backpapier oder Dauerfolie legen und sofort in den heißen Backofen schieben.

Unmittelbar vor dem Backen Wasser in den Backofen spritzen und die Brote für etwa 30 Minuten backen.
 
Der gegangene Teig morgens
                                                                                                                                                                
Die Brote vor dem Backen


knusprig und lecker

Montag, 2. Mai 2022

Gebratene Nudeln mit grünem Gemüse

Wie angekündigt folgt ein weiteres Rezept der Youtube-Videos von Ken.
 
 
 
An grünem Gemüse kann ich mich erst mal fast nicht sattsehen und diese asiatisch gewürzte
Gemüsepfanne schmeckt soooooo lecker, ist gesund  und satt macht sie auch.
Befremdlich war für mich, das Zerschneiden der Broccoliröschen. Aber sie sollen ja nicht mitgebraten werden, und um die wertvollen Inhaltsstoffe des Brokkoli's zu erhalten werden sie ganz zum Schluß roh unter das fertige Gericht gemischt. 
Ken informiert ganz nebenbei Hintergrundwissen zu gesunder Ernährung.
Deshalb sind die Videos von ihm auch so wertvoll aber nie trocken.
Da ich (noch) keinen Wok habe, habe ich das Rezept parallel in 2 Pfannen zubereitet.
Die 2. Portion am Folgetag hat wie so oft durchgezogen fast noch besser geschmeckt. 
Die Menge der Soße fanden wir etwas knapp. Deshalb die Änderung im Rezept.

Es ist das erste Rezept des folgenden Videos. 
Wer will kann das Video anschauen. Ansonsten habe ich versucht, die Zubereitung des Rezeptes zu beschreiben. 

 

für die Soße:

Saft einer kleinen Zitrone
3 EL Sojasoße
3 EL Ahorn Sirup
100 ml Wasser 

Zutaten für 4 Portionen:

1 Broccoli
1 Pak Choi
1 Handvoll Zuckerschoten
100 g junger Spinat
Knoblauch
2 Zwiebeln
Kokosfett
daumengroßes Stück Ingwer
250 g Nudeln
Koriander
Frühlingszwiebeln
ungesalzene Erdnüsse
Sesam 
Petersilie

Die Zitrone auspressen mit dem Ahorn-Sirup und der Sojasoße und dem Wasser
mischen. Auf die Seite stellen.
 
Den Sesam ohne Fett in einer Pfanne anrösten.

Die Zwiebeln in Scheiben schneiden.
Den Ingwer ebenfalls in feine Scheiben schneiden.
Vom Broccoli die Röschen fein abschneiden.
(sie werden am Schluss roh unter das Gericht gemischt)
Den restlichen Broccoli in Streifen schneiden (inclusive Strunk).
Den grünen Teil des Pak Choi zum Spinat dazugeben.
Den weißen Teil klein schneiden und auf die Seite stellen.
 
Nun die Nudeln kochen (ich habe Mie Nudeln genommen). 
Nach dem Abgießen mit kaltem Wasser abspülen, bis sie ausgekühlt sind.
Einen Schuss Öl dazugeben, dass die Nudeln nicht zusammenkleben.
 
Im erhitzten Kokosfett die Zwiebeln anrösten, nach kurzer Zeit Ingwer und Knoblauch dazugeben. Die Nudeln kurz mitbraten. Wenn die Nudeln etwas Farbe haben, aus der Pfanne nehmen, in eine Schüssel geben und auf die Seite stellen.
 
Jetzt wird der Broccoli, der Pak Choi und die Zuckerschoten angebraten.
Dann kommt der Spinat und der grüne Pak Choi dazu. Dieses Blattgemüse nur zusammenfallen lassen.
Das Ganze insgesamt etwa 4 Minuten brutzeln lassen, dann kommen die Nudeln mit den Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer dazu.
Jetzt die Soße darüberleeren und alles gut vermischen.
Nun kommen die rohen Broccoliröschen, die Erdnüsse und der Sesam dazu.
Die Nudeln auf einem Teller anrichten und mit Frühlingszwiebeln, Erdnüssen und Sesam und gehackter Petersilie bestreuen.

Samstag, 16. April 2022

Die süßen Hefe-Osterhasen

Hefe-Osterhasen sind einfach passend und lecker zum Osterfest. Die geschwungenen Häschen mit Ohren und dem Hagelzucker-Schwänzchen machen auch schon länger die Runde. Ich habe sie auch die letzten 3 Jahre schon gebacken, aber nie fotografiert.

Nun endlich mal ein Foto. So kann ich das Rezept auch dokumentieren. Ich nehme den Teig meines Hefezopf-Rezeptes. Aus diesem forme ich dann 8 Häschen. Eine schöne Anleitung zum Formen findet man bei Klara's Life. Gebacken habe ich die Häschen dann 20 Minuten bei 180°C. 


Wie man sieht, sind alle meine Häschen unterschiedlich geworden und zu kleine Ohren waren öfter das Problem. Aber ich werde einfach weiter üben.

Ich habe gleich als Kommentar gehört, dass die Hefeteile nur wie Häschen aussehen, wenn man weiß, was es sein soll. Von mir aus ... ich finde sie trotzdem süß. Mal sehen, was meine Gäste sagen werden, wenn ich sie zum Osterfrühstück serviere.

Was backt ihr an Ostern für (Hefe-)gebäck?

Mittwoch, 6. April 2022

Milchbrötchen

Bei so manchem Rezept denke ich: Es darf nicht wahr sein, dass das noch nicht auf dem Blog ist! Auch bei diesen Milchbrötchen. Ich hab ein Foto mit dem Rezept irgendwo auf dem Handy abgespeichert ... und ich weiß, dass es irgendwo auf Facebook ist. Aber immer muss ich suchen, bevor ich mit dem Backen loslege.

Heute zum letzten Mal. Das Rezept gehört auf den Blog. Und dort ist es nun auch archiviert.


Wie gesagt, es geht um Milchbrötchen. Man könnte auch Hefeknoten sagen. Wirklich hübsche und leckere Teile! Es kommt gar kein Zucker in den Teig, daher kann man sie auch zu salzigen Aufstrichen essen. Einige meiner Gäste lieben sie, und ich auch.

Das Rezept stammt von meinen Eltern, die es wiederum von einem holländischen Bäcker aus einem Backkurs haben. Er hat anscheinend immer "Hopa" gesagt, wenn ein Brötchen fertig geknotet war. Daher heißen sie bei meinen Eltern auch "Hopas".

Das Formen der Brötchen erfordert ein wenig Übung, ist aber machbar (ich bin auch immer am Üben, aber selbst wenn eines nicht perfekt wird, ist es ja auch nicht schlimm.

Mein Vater hat Anleitungen per Video erstellt, die man sich vorher ansehen sollte: Hier geht's zum Video fürs Ausrollen und Formen.

Hier wird nur das Formen gezeigt (sehr praktisch, wenn man mitten drin ist und sich die Anleitung nochmal ansehen will, bevor man es selbst wagt).

Milchbrötchen

1 kg Weizenmehl (Typ 550)
20 g Salz
25 g Zucker
10 g Backmalz
60 g Hefe
1 Ei
80 g Butter (kalt)
550 g Milch (kalt)

Alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten und ca. 15 Minuten ruhen lassen.
Stücke von 80 g abwiegen und rund schleifen. Diese mit Geschirrtuch und Folie abgedeckt 15 Minuten gehen lassen. 
Die runden Teigstücke mit der flachen Hand ausrollen, dass links und rechts sich Kugeln bilden. (Hantel-Form). Siehe Video.
Danach mit der flachen Hand die Hanteln zu einer gleichmäßigen ca. 40 cm langen Schnur ausrollen. Die Kugel auf einer Seite stehen lassen.
Brötchen formen. Siehe Video. 
Die geformten Brötchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit Geschirrtuch und Folie abdecken und nochmal ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Den Ofen auf ca. 220°C (Ober und Unterhitze vorheizen).
1 Ei mit etwas Milch mit einer Gabel verrühren und die Milchbrötchen damit bestreichen.
Im Backofen bei goldbraun backen. Das dauert ca. 20 Minuten.


Montag, 28. März 2022

Noch winterlich: Rosenkohl-Quiche

Ich habe seit einigen Jahren ein paar Lieblingsblogs, auf denen ich immer und immer wieder Rezepte lese, abspeichere und nachkoche, die mich auf Anhieb begeistern. Einer dieser Blogs ist Madam Rote Rübe. Sigrid veröffentlicht immer wieder so lecker klingende gemüselastige Rezepte. 

Im Hofladen gab es bei uns vor gut einer Woche noch Rosenkohl. Den nahm ich spontan mit. Und buk eine Quiche daraus. Ich liebe ja Quiches und backe sie nicht besonders oft (ist halt doch kein schnelles 30-Minuten-Rezept), aber regelmäßig.

Die letzte Version war also mit Rosenkohl, Äpfeln und Lauch und Vollkornteig. Ein Winterliebling von Sigrid, das Rezept gibt es hier. Uns hat die Quiche sehr gut geschmeckt. Der leicht bittere Rosenkohl harmoniert mit dem süßen Apfelgeschmack sehr gut. Es war ein besonderes Abendessen.

Für diese Woche sind hier im Schwarzwald wieder sehr kalte Temperaturen (Schnee?) angesagt, da dachte ich, verblogge ich das Rezept noch schnell, bevor ich bis zur nächsten Rosenkohl-Saison warten muss.

Das sind nun für eine Weile auch hoffentlich die letzten schlechten Bilder, die gemacht wurden, als es draußen schon längst dunkel war. Der Zeitumstellung sei Dank! schönere Bilder für den Blog sind für mich jedes Jahr ein Grund, mich über die Umstellung zur Sommerzeit zu freuen ;-)

Sonntag, 6. März 2022

Den Italienern abgeschaut - Orecchiette mit Rape

Orecchiette auf Italienisch Öhrchen ist eine köstliche Pasta-Variation. Wir haben sie bei einer  Italienreise in Apulien und im Basalikata kennengelernt. Teilweise werden sie von den italienischen Frauen von Hand geformt und an Touristen direkt aus der Küche verkauft.  Eine typische Zubereitung dort sind Orecchiette mit Rape. Wir haben Rape (Cima di rapa auf Italienisch) bei unserem Italiener auf dem Wochenmarkt entdeckt.

Rape wird bei uns auch Stängelkohl genannt. Er hat lange Stiele, saftige dunkelgrüne Blätter und seine Röschen sind ähnlich wie die des Broccolis. Es ist ein saisonales gesundes Wintergemüse und hat eine leicht bittere Note.

Das mediterrane Kraut Cime di Rapa hat lange Stiele, saftige, dunkelgrüne Blätter und in der Mitte kleine Röschen. Das Gemüse schmeckt ähnlich wie Weißkohl, hat aber ein leicht bitteres Aroma.

Mit Orecchiette hatten wir uns noch in Italien eingedeckt. Es gibt sie natürlich auch bei uns in Deutschland.

Orecchiette mit Rape (Orecchiette al Cime di Rapa)

 für 4 Portionen

800 g Rape
500 g Orecciette
4 Knoblauchzehen
2 kleine Peperoncini
2-3 EL Vollkornsemmelbrösel
Olivenöl
Petersilie
 
Die Rape waschen, die groben Stiele entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden.
 
10 Minuten in Salzwasser kochen.
 2/3 davon pürieren mit 2 EL Kochwasser pürieren.
Olivenöl erhitzen. Die Hälfte des Knoblauchs und die Peperoncini andünsten.
 Die Semmelbrösel ebenfalls dazugeben.
Das Semmelbröselgemisch aus der Pfanne in eine kleine Schüssel geben.
 
Den Rest des Knoblauchs sowie die Peperoncini auch in Olivenöl andünsten. 
Die pürierte Rape dazugeben und leicht mit Salz würzen.

Die Orecciette abgießen und mit der grünen Rapesoße mischen.
Im Teller anrichten und geröstete Brösel und gehackte Petersilie darüberstreuen.

Freitag, 25. Februar 2022

Aus aktuellem Anlass: klassische Friesenkekse (nachgekocht durch das Bloggerevent "Koch mein Rezept")


Das Foodbloggerevent Koch mein Rezept! macht mir richtig Spaß. Es ist mittlerweile die sechste Runde, bei der ich dabei bin.

Dieses Mal durfte ich mich auf Jenny's Blog Jenny is Baking umsehen und mir ein Rezept zum Nachmachen aussuchen. Bei Jenny geht es international zu. Sowas liebe ich ... ich bin also genau richtig auf ihrem Blog. Jenny ist in Uruguay geboren, hat in den USA und Kanada gelebt und wohnt derzeit in München. Sie ist mit einem Kolumbianer verheiratet. So findet sich auf ihrem Blog eine bunte Mischung aus Rezepten aus verschiedenen Ländern. Wie der Name von Jennys Blog verrät, backt sie gerne. Auf dem Blog gibt es viele Backrezepte, aber auch andere Dinge.

Ich war ja versucht, etwas Südamerikanisches nachzukochen ... jedoch habe ich mich aus aktuellem Anlass für ein deutsches Rezept entschieden. Ein norddeutsches genauer gesagt, und zwar die klassischen Friesenkekse. Da ich aus dem Süden komme, kannte ich diese Kekse gar nicht. Neulich war ich jedoch auf einer Ostfriesischen Insel im Urlaub. Dort musste ich die Kekse dann einfach backen. 

Ich kam mir ja ein bisschen wie ein Freak vor, als ich Speisestärke und Hagelzucker daheim beim Packen für die Reise abgefüllt habe, um nicht alle Zutaten für die Kekse kaufen zu müssen. Zucker, Eier und Mehl habe ich dann auf der Insel Langeoog gekauft. Viel mehr Zutaten braucht man für die Kekse gar nicht. Dank unserer top ausgestatteten Ferienwohnungsküche mit Ofen (und Rührgerät) konnte ich die Kekse dann im Norden backen und genießen.

Sie waren sehr lecker, buttrig-mürbe und gleichzeitig doch knusprig. Perfekt als Beigabe zu einem Friesentee. Als Urlaubserinnerung werde ich die Kekse bestimmt wieder backen, genauso wie ich bei Jenny regelmäßig auf dem Blog vorbeischauen werde.

Nun noch ein paar Urlauseindrücke von Langeoog: