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Sonntag, 8. Februar 2026

Wohltuende Farbe auf dem Teller: Winterpilaw mit Roter Bete, Blumenkohl, Korianderchutney und Granatapfelkernen

Sind die Farben des Gerichts nicht herrlich? So stimmungsaufhellend, ohne dass man probiert hat! Und es handelt sich auch noch um ein Wintergericht: Der Rezeptname heißt "Winterpilaw mit Roter Bete, Blumenkohl und Korianderchutney" aus dem Kochbuch "Asien vegetarisch" von Meera Sodha. 

Mein Bruder hat mir das Rezept aus dem Buch empfohlen. Es klang lecker, aber auch aufwendig. Und nach dem Nachmachen kann ich sagen: Es ist beides. Im Alltag mit Kleinkind ist so ausgefallen zu kochen dann doch eher ein Hobby, dem ich nicht täglich nachgehe. Umso mehr Spaß hat es gemacht, mal wieder was Besonderes zu kochen. Und sooo aufwendig war es gar nicht, aber bei der Zubereitung musste man schon das Rezept lesen und sich konzentrieren.

Eine ganz tolle Kombi - würziges Wintergemüse aus dem Ofen, cremiger Kokos-Reis, ein Koriander-Chutney und Granatapfelkerne! Meine Mama (die das Kind gehütet hat, während ich gekocht habe) und ich fanden es sehr, sehr lecker.


Das Rezept aus dem Kochbuch gibt's zum Glück auch hier (allerdings auf Englisch).

Dienstag, 20. April 2021

Indisch frisch: Dhal mit Birnen-Pickles und Pappadums

Immer wenn ich bei meinem Bruder mit Familie zu Gast bin, so bin ich sehr gespannt, was es zu essen gibt. Das Essen ist immer gesund, meist vegan (aber sicher vegetarisch) und etwas Neues. Ich reise eigentlich immer mit einem Rezept im Gepäck nach Hause, das ich unbedingt selbst auch mal machen muss.

So auch beim letzten Besuch. Da gab es indisches Essen: Dhal mit Birnen-Pickles und Pappadums. 

Dhal ist mir bekannt, meine Standard-Version ist mit Spinat. In diesem Rezept ist es mit Karotten. Und Mung-Bohnen. Aber man kann auch einfach rote oder gelbe Linsen nehmen, die müssen nicht vorher einweichen.

Das Besondere waren die Birnen-Pickles. Das Birnen-Zwiebel-Koriander-Relish schmeckt so wunderbar erfrischend und begleitet das milde Dhal perfekt.

Und hinter Pappadums verbergen sich selbstgemachte Cracker. Aus Kichererbsenmehl. Man kann aber auch z.B. Maismehl verwenden. Die ergänzen Dhal und Pickles perfekt.

Wer gerne indisch, kreativ, vegan kocht: unbedingt nachmachen!


Das Rezept ist - wie so viele tolle Rezepte - von Schrot&Korn. Hier ist es veröffentlicht. Eine Anmerkung: die 210 ml Wasser im Rezept sind aufgeteilt in 150 ml für das Dhal und 60 für die Pappadums. Als wir das Rezept zuhause nachgemacht haben, haben wir 210 ml für die Pappadums verwendet, was zu viel war. Demensprechend haben wir mehr Mehl genommen und so hatten wir vier Mal so viel Cracker wie eigentlich benötigt.

Donnerstag, 21. März 2019

Chinesische Suppe ... mit dem neuen Spiralschneider gemacht


Wie man auf den Gemüsebildern sieht, habe ich mir einen Spiralschneider gekauft.
Die Entscheidung war eine schwere Geburt. Eine meiner Freundinnen, die aber nicht jeden Trend mitmacht, hat immer wieder geschwärmt und mir Rezeptvorschläge geschickt.
Im Prinzip kann man diese Rezepte auch ohne Spiralschneider machen, aber es ist halt nicht ganz genau das gleiche. Die Unvernunft, nochmals ein Gerät  im Schrank zu haben war nicht zu unterdrücken.
Momentan bin ich begeistert von meinem Spiralschneider. Die Spaghetti-Karotten oder Zucchini-Tagliatelle, die auch für das folgende Rezept benötigt werden, haben es mir angetan ........... weitere Erfahrungen habe ich noch nicht. Ich hoffe, dass meine Begeisterung anhält.
 



Ich bin ebenso begeistert von der leckeren Suppe, die ich mit meinem neuen Küchengerät zubereitet habe. Ich denke, dass Ingwer, Currypaste und die Sojasauce die Brühe so delikat machen. Und auf den Koriander darf man auf keinen Fall verzichten.

Chinesische Suppe

Zutaten für 2 Personen:

Kokosöl
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer
Currypaste (etwa 2 TL)
1 Zucchini
2 lange dicke Karotten
Champignons in Scheiben geschnitten
Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
1 TL brauner Zucker 
etwas Zitronensaft
etwas Sojasauce
frischer Koriander gehackt

Die Currypaste mit gepresstem Knoblauch und klein geschnittenem Ingwer in Kokosöl anbraten. 

Zucchini und Karotten mit dem Spiralschneider zu "Nudeln" zaubern. Oder das Gemüse mit dem Julienneschneider schneiden oder eben mit dem Messer in feine Streifen 
oder auch Stücke schneiden.

Die Gemüsespaghetti und Champignons dazugeben, kurz mitbraten und dann Gemüsebrühe aufgießen. Alles einmal aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen.

Abschmecken mit Pfeffer, Salz, braunem Zucker und etwas Zitronensaft.
Etwas Sojasauce zugeben.

Mit dem Koriander garniert servieren.

 

Mittwoch, 28. September 2016

Heute gibt es Sandwich: fällt die Wahl etwas schwer.....

Bei einem Bäckereibesuch beim Cappuccinotrinken habe ich in der "Bäcker-Blume" geblättert. Die dort beschriebenen Sandwiches und vor allem die Bilder haben mich motiviert unsere Abendbrote bunter, vielseitiger und gesünder zu gestalten. Die Sandwichs können natürlich auch mit "Deckel" zubereitet werden um außer Haus als Picknick oder Vesperbrot zu stärken.

Sandwich Nr. 1

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Avocado-Tomaten-Sandwich

Zutaten für 2 Portionen:

1 unbehandelte Zitrone
10 Cherrytomaten
1 reife Avocado
1 kleine Zwiebel
4-6 Stiele Schnittlauch
grob gemahlener Pfeffer
 4 EL Frischkäse
2 große Scheiben Mehrkornbrot

Zubereitung:

Die Zitrone heiß abwaschen und trocken reiben. Die Hälfte der Zitronenschale in eine Schüssel reiben. Zitrone halbieren, eine Hälfte auspressen, die andere in Spalten schneiden. Cherrytomaten vierteln. Avocado halbieren, den Stein herausnehmen. Fruchtfleisch schälen und in Würfel schneiden. Mit den Tomaten in die Schüssel zur Zitronenschale geben und mit etwas Zitronensaft mischen.

Zwiebel abziehen und fein würfeln. Schnittlauch hacken. Zwiebel und Kräuter in die Schüssel geben und alles mit Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Die Brothälften mit Frischkäse bestreichen. Avocado-Mix darauf verteilen.
Mit den Zitronenspalten garniert servieren.

 Sandwich Nr. 2

 

Vollkornbrötchen mit geröstetem Gemüse und Erbsenmus

Zutaten für 2 Portionen:

1/2 rote Paprika
1/4 Aubergine
Olivenöl
3 EL Frischkäse
6 EL Erbsen (frisch oder tiefgekühlt)
2 EL gerösteter Sesam (bei mir schwarzer Sesam)
1/2 Bund Koriander 
grob gemahlener Pfeffer
einige Tropfen Zitronensaft
2 Vollkornbrötchen

Zubereitung:

Paprika waschen, trockentupfen und in 6-8 Streifen schneiden. Aubergine waschen, trockentupfen und in Scheiben schneiden. Auberginenscheiben und Paprikastreifen in einer Grillpfanne oder Bratpfanne 4-6 Minuten braten, dabei zweimal wenden. Frische Erbsen in kochendem Wasser etwa drei Miunuten blachieren, tiefgekühlte nach Packungsangabe zubereiten und in eine Sieb abgießen. Erbsen mit einer Gabel oder einem Stabmixer grob zerkleinern. Die Hälfte des Korianders grob hacken (ich hatte leider keinen frischen und habe Pulver verwendet) und mit dem Sesam unter das Erbsenmus mischen. Mit Pfeffer oder etwas Zitronensamt abschmecken.
Vollkornbrötchen aufschneiden und mit dem Frischkäse bestreichen. Dann das Erbsenmus auf die Brötchen streichen. Mit Auberginenscheiben und Paprikastreifen belegen und mit dem restlichen Koriander garniert servieren.

Freitag, 4. Dezember 2015

Nudeln mit Butternut-Kürbis und asiatischer Sauce

Eigentlich steht bei mir seit Jahren auf dem Plan, einmal Kürbislasagne und Kürbispesto zuzubereiten. Aber anstatt solche klassischen Gerichte in meinen Speiseplan aufzunehmen, probiere ich allerlei eher ausgefallene Rezepte aus. So wie diese Nudeln mit einer asiatisch angehauchten Sauce aus Limette, Sojasauce, Ingwer, Tahini und Koriander. Und gebackene Butternut-Kürbiswürfel on top. Für dieses Gericht eignet sich diese buttrig und nicht zu dominant schmeckende Kürbissorte am besten, wie ich finde. Und auch die Sauce ist wirklich lecker (ich mag diesen süß-sauren Geschmack bekanntlich ja sehr), eben eher asiatisch als italienisch. Das Originalrezept habe ich bei Naturally Ella gefunden.

Was die Nudelsorte angeht, so habe ich wenig kulturelles Feingefühl gezeigt, ich gebe es zu. Anstatt Udon-Nudeln habe ich Mie-Nudeln verwendet. Ist mit etwas unangenehm - "nehmen wir eben chinesische anstatt japanische Nudeln - ist ja alles das gleiche, asiatisch halt" - solche Sprüche bringe ich eigentlich nicht. Aber ich habe Udon-Nudeln nirgends gefunden und in einen asiatischen Supermarkt hat's nicht mehr gereicht (und ich wohne halt nicht in New York oder einer anderen Großstadt, wo's an jedem Eck Supermärkte mit typischen Produkten eines bestimmten Landes gibt). Jedenfalls habe ich in einem Sternartikel über asiatische Nudelkunde noch ein wenig recherchiert: Udon-Nudeln sind dicke japanische Weizennudeln (auf dem Bild bei Naturally Ella zu sehen). Und Mie ist ein Begriff für Eiernudeln. Mir hat's auch mit Mie-Nudeln geschmeckt.


Nudeln mit Butternut-Kürbis und asiatischer Sauce

für 2 Portionen

1 kleiner Butternut-Kürbis (ca. 500 g)
1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer (ca. 10 g)
ein paar Zweige frischer Koriander (alternativ Petersilie)
2 EL Tahini
1 EL Sojasauce
2 EL Limettensaft
1 EL Ahornsirup
Pfeffer
evtl. wenig Salz
2 EL Sesam
200 g Udon-Nudeln

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Den Kürbis waschen, schälen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Die Kürbiswürfel mit 1 EL Olivenöl vermengen und ca. 25 Minuten im Ofen backen.
Während dessen Knoblauch und Ingwer schälen und ganz fein scheiden. Beides in etwas Olivenöl für 3 Minuten anbraten. Knoblauch, Ingwer, Koriander, Tahini, Sojasauce, Limettensaft und Ahornsirup mit einem Mixer zu einer Sauce pürieren und mit Pfeffer und gegebenenfalls Salz würzen. 
Die Nudeln in Wasser abkochen.
Am Schluss die Nudeln mit der Sauce und dem Kürbis vermengen. Mit Sesam bestreut servieren.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Wintergemüse-Serie Teil III: Kohl-Pizza

Tag 3 ... und heute gibt's WEIßKOHL. Sagen wir mal, in einer eher ausgefallenen Anwendung: als Pizzabelag. Ein Pizzabelag mit Kohl und einer Art Béchamelsauce anstatt Tomaten und Käse hat im klassischen Sinne ungefähr soviel wie Soja mit Gulasch zu tun. Aber wenn man sich vom Gedanken der italienischen Pizza etwas frei macht, dann sollte das kein Problem mehr darstellen. Als riesen Pizzafan kann ich auch gleich vorwegnehmen, dass dieses Rezept hier mein persönliches Highlight der Wintergemüse-Serie ist. 
 
Die Idee mit der Kohl-Pizza kam mir auch selbst, woraufhin ich das Wort auf Englisch einfach mal gegoogelt habe. Und auch sofort fündig geworden bin, was die Ausgestaltung des Rezeptes angeht. Ich habe mir nämlich Manjula's Rezept und Video angesehen. Besonders das Video für die indische Cabbage Pissaaa ist einfach herrlich. Auch wenn ich die Pizza in Zukunft mal wieder machen soll, dann werde ich automatisch an die nette Dame denken, wie die das Rezept zubereitet. Viel sympathischer als sämtliche Kochshows aus dem Fernsehen. Und die Vorstellung, dass das Rezept von Indien über's Internet nun über die halbe Welt nach Europa gewandert ist, finde ich auch entzückend.
 
Wie bereits angedeutet, der Pizzabelag besteht auf Kohl und Paprika (und ein wenig Chilies nach Belieben), welche mit einer Art Béchamelsauce vermengt und auf einem Pizzaboden verteilt werden. Ihr könnt dafür den Pizzaboden eurer Wahl nehmen, ich habe mich für mein derzeit bestes Rezept mit mittellanger Gehzeit entschieden.
 
Geschmacklich fand ich die Pizza super. Aber auch von der Optik her. Und von der Knusprigkeit (nicht zu viel Belag). Und da kein Käse drauf ist, war sie auch überhaupt nicht so schwer wie manch anderes Exemplar.


Kohl-Pizza

für 2 Portionen
 
für den Teig:
200 g Mehl
5 g Hefe
115 ml lauwarmes Wasser
etwas Zucker
1 Prise Salz
2 EL Öl

Die Hefe mit dem Wasser und Zucker Glatt rühren. Anschließend mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten und den Teig mindestens drei Stunden gehen lassen.

für den Belag:
300 g Weißkohl
1/2 rote Paprika
1 grüne Chilischote (optional, bei mir ohne Kerne)
ein paar Stiele Koriander
Das Gemüse waschen. Den Kohl raspeln, die Paprika in kleine Würfel schneiden, die Chilischote in feine Ringe schneiden. Den Koriander hacken. 
für die Sauce:
1 EL Ölivenöl
15 g Mehl (ca 2 gestr. EL)
125 ml Milch (bei mir Sojamilch)
3/4 TL Salz
schwarzer Pfeffer
Das Öl in einem Topf erhitzen. Das Mehl hinzufügen und unter Rühren ca. 2 Minuten anrösten. Anschliessend die Milch dazugießen. Alles unter ständigem Rühren ein Mal aufkochen lassen. Dann bei geriger Hitze die Sauce etwas einköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. 

Den Backofen auf 220°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Nun die Sauce mit dem Gemüse in einer großen Schüssel vermischen und alles gut umrühren.
Den Teig nach der Gehzeit nochmal gut durchkneten, halbieren und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu 2 Pizzen ausrollen. Den Belag darauf verteilen. Die Pizzen ca. 15 Minuten backen oder je nach Ofen / Dicke der Pizza, bis de Ränder gold-braun gebacken sind.

Montag, 15. September 2014

Tajine: "Pommes de terre au citron"

Es wird mal wieder Zeit für ein Rezept mit einem besonderen Kochtopf, der Tajine. Als ich bei Susanne vom Blog Magentrazerl ein Bild von einem Eintopf mit Kartoffeln, Oliven und Salzzitrone sah, war auch klar, welches Rezept.

Vor dem Nachmachen musste nur erst Mal eine Salzzitrone bzw. konfierte Zitrone eingelegt werden. Das dauert eine Weile ... drei Wochen später kann ich aber nun mein Ergebnis präsentieren:


Der Geschmack dieses Gerichts hat mich beim ersten Bissen an etwas erinnert. Beim Abspülen fiel dann der Groschen: an das Poulet au citron. Wenig verwunderlich, werden dort doch eigentlich genau die gleichen Zutaten und Gewürze (Ras el hanout, bzw. eine Mischung aus Kreuzkümmel, Zimt, Koriander, Ingwer plus Safran) verwendet. Bis auf eine natürlich: das Poulet -wird praktisch bei dieser Tajine durch die Kartoffeln ersetzt. Die Vegetarier-Variante also, oder auch Veganer-Variante, wenn man so will.


Durch die Gewürzkombination sowie die konfierte Zitrone einfach ein sehr tolles Geschmackserlebnis. Ich hab mich weitgehend an Susanne's Rezept gehalten. Nur dass ich anstatt einer ganzen lediglich eine halbe Salzzitrone verwendet habe. Die andere Hälfte brauche ich nämlich noch für was anderes und ich fand den Geschmack auch so schon sehr intensiv. Und nach 15 Minuten Garzeit waren die oben liegenden Kartoffeln bei mir noch etwas fest, so habe ich sie nach unten in den Topf befördert und nochmal 10 Minuten garen lassen. Dann war's perfekt.


Nachdem ich mir ein Kochbuch mit vegetarischen Tajine-Rezepten gekauft habe, werde ich bald mit neuen Rezepten zum Thema ankommen ...

Hat eigentlich jemand von euch schon mal Brot in der Tajine gebacken?

Mittwoch, 16. Juli 2014

Salat mit Süßkartoffeln und Kichererbsen

Den Titel müsste man im gleichen Atemzug noch folgendermaßen erweitern: Salat mit Süßkartoffeln, Kichererbsen, Pepperoni, Pinienkernen und getrockneten Tomaten ... Dies sind alles essentielle Bestandteile, nur dass der Name des Rezeptes so unsäglich lang wird. Frischer Koriander und die Gewürze Kreuzkümmel und Zimt runden die Sache ab.

Schon optisch ist die Kombination sehr ansprechend. Deshalb ist mir der Salat auch schon als Titelfoto des Buches "Vegetarisch aus aller Welt" aufgefallen (aus diesem Buch werden bald weitere Gerichte folgen). Aber auch geschmacklich fällt mein Urteil sehr positiv aus. Ich würde nur Wert darauf legen, genügend rote (milde) Pepperoni bzw. normale Paprikaschoten zu verwenden, da diese die einzig saftige Komponente sind. Anderenfalls kann der Salat durch die Süßkartoffeln, Kichererbsen und Pinienkerne etwas zu trocken werden.
Die Pepperoni werden im Originalrezept übrigens im Ofen gegrillt und dann lässt man sie unter einem feuchten Tuch abkühlen, sodass im Anschluss problemlos die Haut abgezogen werden kann. Für das Häuten von Paprika gibt es mehrere Möglichkeiten. Diese hier bietet sich in diesem Fall aber an, da der Backofen sowieso angeschaltet werden muss, da die Süßkartoffelscheiben darin auch noch gebacken werden. Und nun meine leicht abgewandelte und um die Frühlingszwiebeln erweiterte Version:


Salat mit Süßkartoffeln und Kichererbsen 

für 2 Portionen

3 rote Pepperoni (alternativ 2 rote Paprikaschoten)

2 Süßkartoffeln
2 EL Öl
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 EL Ahornsirup
2 EL Pinienkerne
2 EL Öl
1 Knoblauchzehe
1 Frühlingszwiebel
1 Prise Kreuzkümmelpulver
1/2 TL Zimt
5 getrocknete Tomaten
200 g Kichererbsen (gekocht der aus der Dose)
Salz
Pfeffer
etwas frischer Koriander
Den Backofengrill vorheizen. Die Pepperoni waschen und im Backofen von allen Seiten grillen, bis die Haut dunkel wird. 

Die Süßkartoffeln waschen, in dünne Scheiben schneiden und mit dem Öl, Kreuzkümmel und Honig gut vermischen. 

Die Pepperoni aus dem Ofen nehmen und unter einem feuchten Küchentuch auskühlen lassen. Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) zurückschalten. Die Süßkartoffeln für ca. 20 Minuten im Ofen backen.

Die Pinienkerne ohne Öl in einer Pfanne rösten, bis sie Farbe annehmen. 

Von den Pepperoni anschließend Haut abziehen. Die Schoten längs achteln und beiseite legen. 

Die Knoblauchzehe schälen und den fein hacken. Die Frühlingszwiebel waschen und in dünne Ringe schneiden. Die getrockneten Tomaten in kleine Stücke schneiden.
In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen und dann zunächst den Knoblauch kurz braten. Dann die Frühlingszwiebel, Kreuzkümmel- und Zimtpulver hinzufügen. Nach zwei Minuten die getrockneten Tomaten und Kichererbsen hinzufügen. Mit Pfeffer und evtl. etwas Salz nachwürzen.

Den Koriander fein hacken.

Die gebackenen Süßkartoffeln, Paprika, sowie und Kichererbsen-Mix auf einem Teller drapieren und mit den Pinienkernen und dem Koriander garnieren.

Mittwoch, 9. April 2014

(Dörr-)bohnensalat

Kennt ihr Dörrbohnen? Ich frage, da ich mit Dörrbohnen erst in der Schweiz in Berührung gekommen bin und meine mich zu erinnern, irgendwo aufgeschnappt zu haben, dass es sich dabei in der Tat um ein typisch Schweizerisches Produkt handelt. A propos, das erinnert mich wiederum an einen Blogartikel über Schweizer Produkte, den ich auf Anregung von Gourmande bald schreiben will. Ich peile an, das über die Osterfeiertage zu realisieren, Gourmande!


Jedenfalls gibt es hier im gängigen Supermarkt getrocknete, also haltbar gemachte Bohnen zum Verzehr ausserhalb der Saison zu kaufen (Alternative zum Einfrieren oder Konservieren in Dosen). Zugegeben, so ästhetisch sehen die ausgedörrten Bohnen nicht aus, dass ich sie ohne vorherige Kostprobe gekauft hätte. Aber zum Glück gibt es ja das Tibits, wo ich einen köstlichen Dörrbohnensalat gegessen habe.

Der Salat war so gut, dass ich mich auf Grundlage des Kochbuchs vom Tibits an die Eigenherstellung des Salates gemacht habe. Die Dörrbohnen schmecken eingeweicht und dann gekocht fast so gut wie frische Bohnen, allerdings ohne zu intensiven Eigengeschmack. Folglich spielt das Dressing für den Salat eine Schlüsselrolle. Mit in Öl gedünsteten Zwiebeln und Knoblauch verfeinert, mit Nüssen und frischem Koriander ergänzt, mit gutem Balsamico und Zitronensaft gesäuert, mit Cayennepfeffer, Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer pikant gewürzt kommt dann ein äusserst schmackhafter Salat als Ergebnis heraus. Natürlich kann man das Dressing auch für frische, bereits gekochte Bohnen verwenden, dann wird aus dem Dörrbohnensalat eben ein würziger Bohnensalat. Ich finde, er hat die schöne Eigenschaft, dass, je länger er zieht, desto besser wird er. Man kann ihn also ruhig eine Weile im Kühlschrank aufbewahren.


(Dörr-)bohnensalat

für 2 grosse oder 4 kleine Portionen

100 g Dörrbohnen (entspricht 400 g frischen Bohnen)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
75ml Gemüsebrühe
2 EL weisser Balsamicoessig
1 EL Zitronensaft
40 g Pekannüsse
2 EL frischer Koriander
1 Prise Cayennepfeffer
frisch gemahlenes Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer

Die Bohnen 2 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen. Dann einen Topf mit Wasser und einer Prise Salz zum Kochen bringen und die Bohnen darin ca. 20 Minuten gar kochen.
Währen dessen die Zwiebel und Knoblauchzehe waschen, schälen und beides fein hacken. In einer Pfanne das Öl erhitzen, zunächst die Zwiebel 2 Minuten darin anbraten, dann den Knoblauch hinzufügen und für ca. weitere 5 Minuten dünsten. Mit der Gemüsebrühe aufgiessen, einmal zum Kochen bringen und die Pfanne vom Herd nehmen.
Die Nüsse grob hacken. Den Korianer waschen und fein hacken.
Die Bohnen  abgiessen, sobald sie gar sind und mit kaltem Wasser abschrecken. Mit der Gemüsebrühe, dem Essig, Zitronensaft, den Nüssen und dem Koriander vermengen und den Salat mit Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren mindestens 20 Minuten ziehen lassen.

Mittwoch, 5. März 2014

Stärkung vor und nach der Wanderung: Suppe mit roten Linsen

Etwas exotische Geschmacksnoten sprechen mich aus einem einfachen Grund besonders an: sie schmecken abwechslungsreich. Ingwer zum Beispiel gibt so einigen Gerichten einen frischen, besonderen Touch. Etwas Süße, insbesondere bei asiatisch angehauchten Speisen gibt Kokosmilch. Und mit frischen Kräutern lässt sich auch so einiges ausrichten. In diesem Fall ist es Koriander. Zusammen mit gesunden Hülsenfrüchten in Form von roten Linsen und Gemüse in Form von Karotten fügt sich die Zutatenliste gekocht und püriert zu einer äußerst schmackhaften Suppe zusammen. Dass sie Gesamtkombination der von mir aus oben genanntem Grund so gelobten Zutaten mit exotischen Geschmacksnoten dann im Ergebnis stimmen muss und nicht zu "bunt" bzw. "wahllos zusammengewürfelt" schmecken darf, ist auch klar. Hier aber sicher nicht der Fall. Die Suppe war richtig lecker. Zudem sättigend und wärmend, wie sich das für eine ordentliche Suppe gehört.

 

Das Rezept stammt vom Blog Rezeptepenny.  Den Blog mag ich übrigens nicht nur wegen der Rezepte (von denen eines mittlerweile ja auch erprobt ist). Dort zu finden ist nämlich auch eine Linksammlung zu verschiedenen Dokumentationen. Die Themen regen zum Nachdenken und Überdenken des eigenen Konsumentenverhaltens an. Sehr sympathisch!

Und weil ich am Sonntag eine wunderschöne Wanderung unternommen habe, die mir auch im Zusammenhang mit der Suppe, mit der ich mich im Voraus und im Nachhinein gestärkt habe, in Erinnerung bleiben wird, gibt's noch ein paar Bilder.

 

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: Dezember-Rezept

An allen vergangenen elf Monaten des Jahres habe ich am 25. meinen Beitrag zum Quinoa-Projekt veröffentlicht. Aus diesem Grund mache ich im Dezember keine Ausnahme und lasse euch auch an Weihnachten nicht mit Quinoa in Ruhe ;-)
Aber FROHE WEIHNACHTEN wünsche ich euch natürlich trotzdem als Allererstes.


Ich antizipiere jetzt mal, dass einige von euch nach einer süßen Adventszeit mit Plätzchen, Stollen, Glühwein & Co. und nach einem üppigen Weihnachtsmenü über die Feiertage im neuen Jahr wieder sehr empfänglich für leichte und gesunde Rezepte sind. Deshalb stelle ich ein Rezept für Quinoa mit Gemüse vor. Begonnen habe ich im Januar 2013 mein Projekt mit einem Rezept aus der gleichen Kategorie (das spiced lemon quinoa), wo das Korn mit Gemüse und einigen eher exotischen Gewürzen serviert wurde. Und mit dem Dezemberrezept schliesst sich der Kreis nach verschiedensten Quinoa-Rezepten nun wieder: Es gibt buntes Gemüse (Karotten, Süßkartoffeln, Zucchini, Kichererbsen), Rosinen, Kreuzkümmel und Thymian (zwei geschmackliche Neuentdeckungen des Jahres, die auch hier nicht fehlen dürfen). Auf Quinoa-Koriander-Zitronen-Basis wohlgemerkt. Zucchini ist zugegebenermassen sommerlich, man könnte sie im Winter auch durch Grünkohl ersetzen, das habe ich auch schon getan, für's Foto hat sich die Zucchini allerdings besser gemacht. Das Rezept ist signifikant abgewandelt nach einem Gemüsekochbuch, dessen Name ich bereits vergessen habe.
Jedenfalls ist es äusserst lecker. Deshalb mein Standardkommentar für diese Art von Rezept: Wer sich mit der Zutatenliste identifizieren kann, dem sei das Rezept ans Herz gelegt.


Gemüse auf Quinoa

für 2 Personen

60 g Quinoa
200 g Karotten
1 Süßkartoffel (ca. 150 g)
150 g Zucchini
80 g Kichererbsen (bereits gekocht oder aus der Dose, ungekocht abgewogen ca. 40g)
30 g Rosinen
400 ml Gemüsebrühe 
1 TL Paprikapulver
1/2 TL Kreuzkümmel
nach Belieben 1 Prise Cayennepfeffer
1 EL frischer Thymian
1 EL frischer Koriander
2 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Quinoa wie hier beschrieben zubereiten. 
Die Karotten waschen, schälen und in ein paar mm dicke Ringe schneiden. In einem Topf die Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Die Süßkartoffel ebenfalls waschen, schneiden und klein schneiden. Die Zucchini waschen, längs vierteln und dann in Stücke schneiden. In einem Topf die Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Die Karotten zunächst hinzugeben. Nach 5 Minuten die Süßkartoffel- und Zucchinistücke sowie die Kichererbsen hinzufügen. Nach weiteren 5 Minuten die Rosinen dazugeben und alles für weitere 5 Minuten kochen (also 15 Minuten insgesamt).
Die Kräuter während dessen klein schneiden. Wenn das Quinoa gekocht ist, mit den Kräutern und dem Zitronensaft vermischen und leicht salzen.
Wenn das Gemüse (nach 15 Minuten) fertig ist, das Wasser abgießen, mit den Gewürzen abschmecken (Paprika Kreuzkümmel, Cayennepfeffer, Salz, Peffer). Gemüse und Quinoa zusammen servieren. 


Das war nun das letzte Rezept während meines einjährigen Projektes. Allerdings gibt's ganz bald eine Zusammenfassung und ein Ausblick auf weitere Quinoa-Rezepte, die auf meiner Nachkochliste stehen. Da haben sich nämlich einige angesammelt.

Sonntag, 25. August 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: August-Rezept

Zeit für das monatliche Quinoa-Rezept. Die Monate des Jahres 2013 rennen nach meinem Empfinden nur so vorbei, während ich immer mehr spannende Rezepte mit Quinoa ansammle. Besonders drastisch ist das in der Salat-Kategorie zu spüren, also gibt's diesen Monat nochmal einen Salat. Je mehr Rezepte, desto schwieriger fällt mir die Wahl für das eine Monatsrezept. So präsentiere ich euch diesen Monat ein mit viel Sorgfalt ausgewähltes Rezept für einen veganen und glutenfreien Salat mit dem Namen: Crunchy Cashew Thai Quinoa Salad with Ginger Peanut Dressing. Für das Rezept habe ich mich entschieden, nachdem ich dieses Bild auf Bloglovin gesichtet hatte und der Titel ein exotisches Geschmackserlebnis zu werden versprach - was sich auch bewahrheitet hat. Dabei spielt das Dressing aus Erdnussbutter, Sojasauce, frischem Limettensaft sowie Ingwer definitiv eine wesentliche Rolle. Aber auch die verwendeten Gemüsesorten machen sich gut, insbesondere der Rotkohl, den ich nicht alle Tage in meinem Salat wiederfinde.


Das Originalrezept ist auf der Seite Ambitious Kitchen zu finden. Die übersetzte Version, wie ich sie zubereitet habe, findet ihr unten:


Quinoa-Salat im Thai-Style mit Erdnuss-Ingwer-Dressing

für 3 Portionen

120 g Quinoa (ungekocht) 
300 g Rotkohl
1 rote Paprika
1 Frühlingszwiebel
300 g Karotten
ein paar Stängel frischer Koriander
40 g Erdnüsse

für das Dressing:
Saft von 1/2 Limette
50 g Erdnussbutter
20 g geriebener Ingwer
1 EL Sojasauce
1 EL Ahornsirup
1 EL dunkler Balsamico
1 EL Sesamöl
1 TL Chiliflocken
etwas frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
nach Belieben noch etwas Salz 

Quinoa wie hier beschrieben zubereiten und im Anschluss etwas abkühlen lassen. Das Gemüse (Rotkohl, Paprika, Frühlingszwiebel, Karotten) waschen und in kleine Stücke schneiden. Den Koriander fein hacken. 

Die Zutaten für das Dressing verrühren und mit Salz abschmecken. Das Dressing mit dem Quinoa, Gemüse, dem Koriander und den Erdnüssen gut vermengen. 

Dieses Rezept ist in meinem Kochbuch "Die besten Rezepte aus der Black Forest Lodge - Internationale vegetarische Küche im Schwarzwald" enthalten. Mehr Infos zum Buch und zur Bestellung gibt es hier.

Samstag, 3. August 2013

Melone - gefüllt und überbacken

"Einfach mal mit Schafskäse überbacken" ... den Satz las ich in einer Zeitschrift in einem Artikel mit der Überschrift "10 Dinge, die Sie über Melonen wissen sollten". Der Kommentar zu dem Überbacken mit Schafskäse war unterhalb des Bildes einer Cantaloupe angebracht. Eine schöne Inspiration, dachte ich mir. Ich habe die ganze Sache allerdings zu einer gefüllten, mit Feta überbackenen Melone erweitert. Die Füllung ist orientalisch angehaucht, bestehend aus Bulgur, Koriander, Rosinen, Haselnüssen sowie Nelken und Zimt als Gewürze. Eben eine Eigenkreation ganz nach meinem Geschmack. Die Logik dahinter: der süße Teil der Füllung verbindet sich schön mit der Süße der Melone. Wem das mit der Füllung nach zu viel oder wem die Füllung selbst zu schräg klingt, der ist sicher gut damit bedient, die Melone "nur" mit Feta zu überbacken. Denn das an sich ist ja eine schöne Kombination.


Gefüllte und mit Feta überbackene Melone

für 1-2 Portionen

1 Cantaloupe-Melone
60 g Bulgur
20 g Haselnüsse
40 g Rosinen
1 Prise Zimt
1 Prise gemahlene Nelken
Salz
Pfeffer
50 g Feta

Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Bulgur mit 125 ml Gemüsebrühe aufkochen und bei geringer Hitze und geschlossenem Topfdeckel gar kochen (ca. 10 Minuten).

Die Haselnüsse hacken. Die Melone waschen, halbieren und schälen. Alle Zutaten für die Füllung vermengen (Bulgur, Haselnüsse, Rosinen) und mit den Gewürzen sowie Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Füllung auf die Melonenhälften verteilen. Den Feta zerbröseln und darüberstreuen. Alles im Ofen 15-20 Minuten backen, bis der Käse etwas Farbe angenommen hat.

Sonntag, 9. Juni 2013

Kichererbsensalat mit Mangodressing

Ich werde zwar erst gegen Ende der Woche dazu kommen, die Ergebnisse meiner Umfrage genau zu analysieren, aber ein Trend, der sich von Anfang an klar abgezeichnet hat, ist: Ihr wollt gesunde Küche sehen! Bekommt ihr. Und das ist auch ganz in meinem Interesse. Denn je mehr Sport ich mache, umso mehr wird mir bewusst, wie wichtig die richtige Ernährung als Basis für die Leistungsfähigkeit des Körpers (und auch des Geistes) ist.


Also gehen wir gleich heute mit gutem Beispiel voran: Einem Salat mit Kichererbsen und anderem buntem Gemüse. Kichererbsen koche ich meist selbst und nehme nicht die aus der Dose. Das ist auch überhaupt nicht kompliziert, allerdings muss man etwas vorausplanen, da sie zunächst über Nacht in Wasser eingeweicht werden müssen (zugegeben, in 20% der Fälle denke ich nicht so weit). Danach werden sie vor dem Verzehr noch eine Stunde weichgekocht. Laut der Rezeptautorin sind die weiteren Gemüsesorten ganz den eigenen Vorlieben überlassen. Der Koriander ist aber neben den Kichererbsen ebenfalls Pflicht. Bei der Formulierung musste ich schmunzeln, das ist doch mal eine klar Ansage: "Besides the garbanzo beans, the other vegetables are totally your choice. [...] The cilantro, however, is NOT optional". Bei mir gab's ganz klassisch noch Paprika und Karotte dazu. Und nun noch zu dem Highlight des Salates: das Mango-Dressing. Mango als Dressing war für mich neu ... aber unglaublich lecker. Schmeckt sehr fruchtig und frisch, wie es sich für eine obstbasierte Variante gehört. Das wird nun genau so in die meine Dressing-Datenbank übernommen.

Um den Kreis zu schließen wieder zurück zur gesunden Küche im Allgemeinen: da verweise ich sehr gerne auf den Blog  my new roots, von dem das Rezept stammt. Dort gibt es viele weitere tolle Rezepte und wunderschöne Bilder von frischem, buntem, gesundem, natürlichem Essen. Schaut am besten selbst mal. Hier meine Version des Salats und auf Deutsch übersetzt:

Kichererbsen-Mango-Salat

für 2 bis 3 Portionen

für den Salat:
480 g gekochte Kichererbsen (2 Dosen oder die gleiche Menge an selbst gekochten Kichererbsen)
1 rote Paprika
300 g Karotten
100 g Rettich
½ Bund Koriander

für das Dressing:
1 Mango
Saft von 2 Limetten (ca. 40 ml)
3 Frühlingszwiebeln
3 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Chiliflocken
Sprossen (optional)

Die Kichererbsen abtropfen lassen. Die Paprika waschen und in kleine Stücke schneiden. Die Karotten und den Rettich schälen und feinraspeln oder kleinschneiden. Den Koriander waschen und feinhacken.

Die Mango schälen, das Fruchtfleisch wegschneiden, dieses in grobe Stücke schneiden und anschließend pürieren. Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Alle Zutaten für das Dressing verrühren und mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken abschmecken.

Das Dressing mit dem Salat vermengen. Der Salat kann vor dem Servieren noch mit Sprossen oder Kresse bestreut werden. Wer möchte, kann anstatt des Rettichs auch eine weitere Karotte verwenden.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Grüner Spargel mit Salsa verde


Viel Gemüse .... konzeptionell auf meinem Blog nichts Neues. Aber was die Ausführung angeht, so gibt es einfach immer wieder neue Kombinationsmöglichkeiten und Zubereitungsarten, die ich unbedingt (nach-)machen muss. Ich merke mir zwar auch alle möglichen anderen Gerichte, meine Nachkochliste  an Salaten und "Gemüsespeisen" wird aber generell viel schneller abgearbeitet (und wieder neu erstellt), da sich solch eine leichte und gesunde Mahlzeit auch prima abends im Alltag zubereiten lässt.

Der heutige Streich: Möhren mit Spargel und Salsa verde aus einem GU-Basics Kochbuch. Wenn Gemüse wie Karotten und grüner Spargel zunächst in etwas Butter gewendet und dann in Wasser mit etwas Zitronensaft, Zucker und Salz gegart wird, dann schmeckt das natürlich besonders fein. Was mich an dem Gericht aber wirklich gereizt hat, war die Salsa verde auszuprobieren, die ihre Farbe durch eine reichliche Menge an frischen Kräutern (Basilikum und Koriander) erhält. Zudem bekommt die Salsa durch Kapern und Zitronensaft eine angenehme Säure, etwas Würze durch Sardellen (die ich ja nicht pur essen würde, aber für eine gewisse Grundwürze in diesem Fall passend finde). Und (optional) kann man auch noch Knoblauch hinzufügen (hab ich gelassen - da es wie oben kurz angedeutet ein Abendessen an einem Wochentag war). Die Salsa an sich fand ich im Gesamten wirklich stimmig, und auch in Kombination mit dem Gemüse. Das hat mir mal wieder gezeigt, dass ich im Umgang mit Dipps und Saucen ruhig noch kreativer werden kann. Diese können für das "gewisse Etwas" sorgen, ohne besonders fett oder aufwändig in der Zubereitung zu sein.



Mittwoch, 31. Oktober 2012

Flusskrebscocktail

In der Living at Home vom Februar diesen Jahres war eine Rezepteserie zum Thema Südstaatenküche der USA. Dort hat auch der Begriff Soul Food seine Ursprünge (auch wenn er mittlerweile etwas weitläufiger von uns benutzt wird). Alle in der Zeitschrift vorgestellten Rezepte klingen auch wirklich danach. So, dass ich am liebsten alle sofort nachkochen würde. Aber fangen wir doch mal mit dem Flusskrebs-Cocktail mit Maisbrot an. Genauer gesagt mit dem edlen Flusskrebs-Cocktail:


Typisch für die Südstaatenküche daher, da es in den Fluss- und Sumpflandschaften von Louisiana anscheinend viele Flusskrebse und anderes Getier geben soll. Ich muss aber gleich zu Anfang sagen, dass ich genau an dem Tag, an dem ich das Rezept nachgemacht habe, keine Flusskrebse auftreiben konnte (obwohl ich davor mal Flusskrebsschwänze im Globus gesehen habe). Mit Sumpflandschaft kann hier halt auch eher weniger gedient werden ... aus diesem Grund gab's normale Shrimps. Sonst habe ich mich aber an das Rezept gehalten und fand das Ergebnis ziemlich genial. Schön fruchtig durch die Ananas und Zitrone, und der Boden aus Salatblättern macht sich auch ganz gut (und ist gesund). Und Meeresfrüchte mag ich auch wirklich gern. Sie sind schon was Besonderes, und so ein Garnelencocktail erst recht - den isst man ja auch nicht alle Tage. Ich zumindest nicht. Umso mehr habe ich ihn genossen.


In einen Garnelencocktail kommt typischerweise Mayonnaise, in diesen hier auch. Ich bin ja eigentlich wirklich kein Fan von dem Zeugs, hab in dem Rahmen aber zum ersten Mal Mayonnaise selbst gemacht und war sehr positiv überrascht über das Ergebnis. Genau wie Steph, von deren Kuriositätenladen ich das Rezept her habe. Ist eben eine sehr verlässliche Adresse für so ziemlich alles, wie dieses Beispiel mal wieder gezeigt hat. Ich habe ein Eigelb und ungefähr 100 ml Öl verwendet (ich wichtig, dass da Öl geschmacksneutral ist, kein Olivenöl). Da meine Mayonnaise erst auch zu flüssig war, habe ich mich an den Tipp gehalten, etwas Milch hinzuzufügen: Perfekt, sofort die richtige Konsistenz. Das grenzt an Zaubertei!

Donnerstag, 19. Juli 2012

Beach Salad

Ich höre gar nicht mehr damit auf, von meiner Irlandeise zu erzählen. Ein letztes, sehr wichtiges Reiseerlebnis muss ich noch anbringen: der erste Strandbesuch seit langem - der Tag, an dem ich zum Inch Beach gefahren bin. Ganz ahnungslos habe ich mich am Morgen in den Bus gesetzt. Und als ich dann auf einmal in einer Meeresbucht mit Sandstrand stand, in grüner Umgebung, relativ menschenleer, salziger Wind um mich herum sowie das Meeresrauschen, konnte ich ich mich vor Begeisterung kaum mehr halten. Ich habe einen langen Spaziergang gemacht, ganz viele Bilder geschossen, Muscheln gesammelt ... und im Anschluss noch einen Couscous-Salat aus dem Supermarkt gegessen, den ich mir als Reiseproviant eingepackt hatte. Und der war wirklich gut, deshalb habe ich ihn zeitnah versucht, daheim nachzumachen (nachdem ich mir die Zutatenliste laut Verpackung in meinem Reisetagebuch notiert habe).

Und wie der Zufall will, habe ich im Januar einen ähnlichen Couscous-Salat mit Paprika, Rosinen und Minze im Büro gegessen, und den Salat auch so benannt. Ihn (den Salat, nicht den Samstag im Büro) habe ich auch in guter Erinnerung behalten. Die zweite, etwas aufwändigere Version aber auch, und nicht nur wegen dem Strand. Sondern auch, da sich durch die Kichererbsen, den Koriander und die Gewürzen wie Kurkuma und Kreuzkümmel der passende nordafrikanischer Touch bei diesem Couscous-Salat verstärkt wird.


Couscous-Salat mit Kichererbsen, Rosinen und Gemüse

für 2 Portionen

für den Salat:
120 g Couscous
180 ml Wasser
etwas Butter
1/2 gelbe Paprika
1/2 rote Paprika
1 Frühlingszwiebel
frischer Koriander
40 g Rosinen
80 g Kichererbsen (Dose)
1 gute Prise Kurkumapulver
1 gute Prise Kreuzkümmelpulver

für das Dressing:
2 EL Öl
2 EL weisser Balsamico-Essig
2 TL Zitronensaft
1 TL Honig
Salz
Pfeffer

180 ml Wasser zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht den Topf vom Herd nehmen, 1 Prise Salz und den Couscous hinzufügen. Bei zugedecktem Topfdeckel 5 Minuten ziehen lassen. Danach etwas Butter hinzufügen, den Couscous mit einer Gabel auflockern und abkühlen lassen.

Die Paprika und die Frühlingszwiebel waschen und in Stücke schneiden. Den Koriander fein hacken. Die Zutaten für das Dressing zusammenrühren.

Zunächst das Kreuzkümmel- und Kurkumapulver mit dem Couscous vermengen. Danach die Paprika, Frühlingszwiebel, den Koriander, die Kichererbsen und Rosinen unterheben und alle Zutaten mit dem Dressing vermischen. Es schadet nicht, den Salat vor dem Verzehr im Kühlschrank für einige Zeit durchziehen zu lassen.

Inch Beach, Kerry, Irland