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Sonntag, 2. Juni 2013

Sauce Hollandaise - die neue Version

Sauce Hollandaise .. wie es sich für einen Klassiker gehört, so will ich auch für diese bekannte Sauce zum Spargel ein Rezept in petto haben - sowohl als private Köchin als auch als Food Bloggerin. Das Tütenzeug habe ich zum Glück nie probiert und daher auch keine schlechten Erinnerungen, sodass ich ganz unvoreingenommen an die Herstellung gegangen bin: vor zwei Jahren habe ich mir nach gründlicher Recherche ein Rezept aus Eigelb, viel Butter, sowie etwas Zitronensaft und Weißwein zusammengebastelt, über welches ich hier berichtet habe.

Nun gut ... dann kam aber die liebe Kirsten mit ihrem Familienrezept von der Uroma an. Kirsten's Rezepte tragen für mich generell ein Gütesiegel, da wir in Punkto Essen einen sehr ähnlichen Geschmack zu haben scheinen. Und wenn es sich um ein bewährtes Familienrezept handelt, ist es ja eine richtige Ehre, es nachmachen zu dürfen ... diese Saison hab ich's getan. Und das Ergebnis ist ganz klar: Mein altes Rezept wird Kirsten's Version weichen müssen. An ihrem Rezept gefällt mir nämlich:
1. Die Sauce wird mit Spargelsud angereichert, sodass sich der Spargelgeschmack der Sauce mit dem Originalgemüse schön verbindet.
2. Es wird für eine Sauce Hollandaise relativ wenig Butter verwendet, sodass die Sauce wirklich nicht besonders schwer schmeckt (aber etwas Butter muss definitiv sein - hier genau die richtige Menge für meinen Geschmack).


Somit wäre das Rezept für die Sauce Hollandaise gefunden. Und manchmal passt diese einfach wunderbar zum Spargel, zum Beispiel wenn ganz schlicht Kartoffeln dazu serviert werden. Allerdings muss es bei mir auch nicht immer Sauce Hollandaise geben. Denn mein aktuelles Lieblingsgericht mit Spargel heisst: Spargel mit Kratzede und weisser Sauce nach dem Rezept von Gourmande. Und die weisse Sauce, die lediglich aus ein klein wenig Butter, Mehl und viel Spargelsud hergestellt wird, schmeckt auch einfach traumhaft in der Kombination. Die Herstellung ist im Gegensatz zur Hollandaise noch viel weniger heikel, da kein Eigelb reinkommt (obwohl das mit dem Eigelb auch kein Problem ist, wenn man sich etwas konzentriert ;-)).


Und noch eine Anmerkung: Hier läuft momentan eine Umfrage zu meinem Blog, durch die ich schon sehr interessante Dinge erfahren habe. Danke an alle bisherigen Teilnehmer! Und an alle anderen: Bitte nehmt euch 5 Minuten und füllt die paar Fragen aus, das wäre super (es gibt eine DVD oder ein Buch von "Julie & Julia" zu gewinnen):

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Flusskrebscocktail

In der Living at Home vom Februar diesen Jahres war eine Rezepteserie zum Thema Südstaatenküche der USA. Dort hat auch der Begriff Soul Food seine Ursprünge (auch wenn er mittlerweile etwas weitläufiger von uns benutzt wird). Alle in der Zeitschrift vorgestellten Rezepte klingen auch wirklich danach. So, dass ich am liebsten alle sofort nachkochen würde. Aber fangen wir doch mal mit dem Flusskrebs-Cocktail mit Maisbrot an. Genauer gesagt mit dem edlen Flusskrebs-Cocktail:


Typisch für die Südstaatenküche daher, da es in den Fluss- und Sumpflandschaften von Louisiana anscheinend viele Flusskrebse und anderes Getier geben soll. Ich muss aber gleich zu Anfang sagen, dass ich genau an dem Tag, an dem ich das Rezept nachgemacht habe, keine Flusskrebse auftreiben konnte (obwohl ich davor mal Flusskrebsschwänze im Globus gesehen habe). Mit Sumpflandschaft kann hier halt auch eher weniger gedient werden ... aus diesem Grund gab's normale Shrimps. Sonst habe ich mich aber an das Rezept gehalten und fand das Ergebnis ziemlich genial. Schön fruchtig durch die Ananas und Zitrone, und der Boden aus Salatblättern macht sich auch ganz gut (und ist gesund). Und Meeresfrüchte mag ich auch wirklich gern. Sie sind schon was Besonderes, und so ein Garnelencocktail erst recht - den isst man ja auch nicht alle Tage. Ich zumindest nicht. Umso mehr habe ich ihn genossen.


In einen Garnelencocktail kommt typischerweise Mayonnaise, in diesen hier auch. Ich bin ja eigentlich wirklich kein Fan von dem Zeugs, hab in dem Rahmen aber zum ersten Mal Mayonnaise selbst gemacht und war sehr positiv überrascht über das Ergebnis. Genau wie Steph, von deren Kuriositätenladen ich das Rezept her habe. Ist eben eine sehr verlässliche Adresse für so ziemlich alles, wie dieses Beispiel mal wieder gezeigt hat. Ich habe ein Eigelb und ungefähr 100 ml Öl verwendet (ich wichtig, dass da Öl geschmacksneutral ist, kein Olivenöl). Da meine Mayonnaise erst auch zu flüssig war, habe ich mich an den Tipp gehalten, etwas Milch hinzuzufügen: Perfekt, sofort die richtige Konsistenz. Das grenzt an Zaubertei!

Samstag, 12. Mai 2012

Ricotta-Bärlauch-Gnocchi

Um an Bärlauch zu kommen, bin ich heute morgen trotz starkem Regen auf den Markt gegangen (da war trotz des Wetters richtig was los). Schliesslich habe ich auch einen Stand gefunden, der Bärlauch verkauft hat. Der Verkäufer meinte, das wäre diese Woche der letzte für die Saison. Woraufhin ich meinen Einkauf leicht panisch sofort auf von einem auf zwei Bund Bärlauch erhöht habe, was ihn wiederum amüsiert hat.


Zu essen gab es Bärlauch-Gnocchi. Die tolle Idee dazu hatte Barbara. Die Ricotta-Gnocchi kannte ich sogar schon aus der Zeit vor meinem Blog. Zusätzlich mit Bärlauch schmecken sie fantastisch. Ich habe noch einen Tomatensalat dazu gegessen. Und Mission erfüllt: Zumindest ein Mal dieses Jahr ist der Duft von Bärlauch durch meine Küche gezogen (und leider auch durch den Rest der Wohnung).

Samstag, 24. März 2012

Tatar

Und damit habe ich eine neue Spezialität für mich entdeckt. Ich habe nämlich ein paar, bzw. einige Kollegen, die total begeistert von Tatar sind. Ich war ja vor einer Weile noch sehr skeptisch und wäre nicht darauf gekommen, irgendwo rohes Hackfleisch zu essen. Bevor ich es dann selbst mal bestellt habe, musste ich mich davon überzeugen, dass meinen Kollegen das wirklich schmeckt und die davon auch nicht krank werden. Nachdem ich also für das Thema "Tatar" sensibilisiert war, bin ich irgendwann auch neugierig geworden. Zum ersten Mal habe ich dann ein steak tatare in einer tollen Brasserie in Lausanne gegessen, was gleich ein Volltreffer war. Und nicht allzu verwunderlich, ein wenig später, nämlich heute, habe ich mich dann selbst an einem Tatar versucht.  


Ich habe Rinderhüfte als Fleisch genommen und mich an dieses Rezept gehalten. Die Zutaten für ein klassisches Tatar wurden mir auch so beschrieben. Ich finde aber 150 g pro Person mehr als ausreichend, wenn es im Hauptgang serviert wird, als Vorspeise würde ich nochmal die Hälfte pro Person einplanen. Wichtig ist natürlich, dass ausserordentlich frische und gute Zutaten verwendet werden, da diese ja roh genossen und nicht verkocht werden. Das Würzen ist natürlich Geschmacks- und Übungssache, das verlinkte Rezept finde ich aber eine gute Anleitung. Ich fand mein Tatar heute richtig gut mit den verwendeten Zutaten, bin wirklich begeistert. Und auch wenn es Dinge gibt, die ästhetischer aussehen, der Geschmack entschädigt wirklich ;-)

Donnerstag, 2. Februar 2012

Linzertorte auf Französisch


Mal wieder ein Backwerk aus der Kategorie "kleine Kuchen" und dem passenden Buch zu meiner kleinen Backform: der gâteau basque. Der Kuchen hat mich durch den Mürbeteig und die Konfitüre stark an Linzertorte erinnert, nur dass eben Kirschen in der Füllung sind und nicht Johannisbeeren (oder Himbeeren).

Das Backen des Kuchen war auch ein Spontanentschluss, da ich die Zutaten für Mürbeteig sowie Konfitüre eigentlich meistens daheim habe. Ziemlich praktisch, und auch das Ergebnis war gut.

Sonntag, 26. Juni 2011

Gute Freunde und gutes Essen: Hauptspeise

Gestern habe ich ein paar sehr gute, alte Freunde zum Abendessen eingeladen. Wir saßen schon ewig nicht mehr alle und in dieser Gruppierung zusammen, dementsprechend viel hatten wir uns zu erzählen, der Lautstärkepegel war für sechs Leute auch ziemlich hoch und der Abend sehr unterhaltsam. Es war mir in diesem Fall natürlich eine besondere Ehre, die Gastgeberin zu spielen. Nach langen Überlegungen, was ich zum Essen anbiete, fiel die Wahl auf den bewährten Kartoffelauflauf mit Mozzarella und eine Zucchini-Tomaten-Quiche. Vegetarisch sollte es sein, sommerlich und ausreichend für sechs Leute. Da ich den Kartoffelauflauf schon oft zubereitet habe und mir meiner Sache ziemlich sicher war, habe ich mich bei der Quiche etwas zu experimentieren getraut - aber auch auf bewährter Zubereitungsbasis. Da ich im Moment keine Quicheform habe, nur eine normale Springform, habe ich diese verwendet. Den Teig habe ich aus diesem Grund, und da die Füllung auch reichlich ist, etwas dicker gemacht, damit nicht alles auseinander fällt.


Zucchini-Tomaten-Quiche


für eine Springform mit 24 cm Durchmesser

für den Teig:
300 g Mehl
150 g Butter
1 Eigelb
4 EL kaltes Wasser
1 Prise Salz

für die Füllung:
350 g Zucchini (ca. 1,5 kleine Zucchini)
300 g Kirschtomaten
2 EL Öl zum Anbraten
10 Rosmarinnadeln
100 g Sahne
100 ml Milch
3 Eier
150 g Parmesan, frisch gerieben
Salz
Pfeffer

Die Teigzutaten rasch verkneten und den Mürbeteig eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen.
Die Zucchini waschen, längs viertel und in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden. Diese im Öl etwa 5 Minuten anbraten, etwas würzen und beiseite stellen. Die Kirschtomaten waschen, ebenfalls vierteln und mit den angebrateten Zucchini vermischen. Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Teig nach der Ruhzeit aus dem Kühlschrank holen und eine Form damit auskleiden. Dabei einen Rand von ca. 4 cm miteinberechnen. Den Boden mehrmals einstechen und 15 Minuten im vorgeheizten Ofen vorbacken. Für den Guss die Rosmarinnadeln hacken. Die Eier mit der Sahne und Milch gut verrühren. Parmesan und Rosmarin hinzufügen und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Den vorgebackenen Teig aus dem Ofen holen. Die Zucchini-Tomaten-Füllung darin verteilen und zuletzt den Guss darüber gießen. Die Quiche ca. weitere 35-45 Minuten im Ofen backen, bis die Oberfläche Farbe annimmt und die Füllung stockt.


Und das blieb davon übrig:


Ein Anstandsrest ...also knapper kalkuliert als von mir gewollt. Ich war ganz froh, dass ich noch ein Dessert vorbereitet hatte, auch wenn alle betonten, sie seien schon wirklich satt.

Montag, 9. Mai 2011

Das Gelbe vom Ei

Die Spargelzeit in ihrer Kürze will ausgekostet werden. Zum weißen Spargel wollte ich unbedingt mal die Sauce hollandaise versuchen. Selbstgemacht versteht sich. Dazu habe ich mehrere Rezepte verglichen und mich dann doch für eine Mischung aus diesem Rezept und dem in einem "Buch der guten Küche" aus dem Bücherregal daheim entschieden.

In letzterer Rezeptquelle wurde zunächst aufgeklärt:

"Alle Zutaten in den kleinen Topf geben, diesen in den großen hängen, aber so, dass das Wasser nicht hinein schwappt. Fachleute nennen das Wasserbad."

Da nun allen der Fachterminus "Wasserbad" bekannt ist, kann nun gekocht werden. Aus Angst, dass die Sauce gerinnt, habe ich ständig mit dem Mixer gerührt und die geschmolzene Butter erst als letztes nach und nach hinzugefügt.


Sauce hollandaise

für 3 Portionen

2 Eigelb
100 g Butter
1 TL Zitronensaft
1,5 EL Weißwein
1,5 EL Wasser
Salz
weißer Pfeffer

Die Butter bei niedriger Temperatur schmelzen. Danach in ein kaltes Gefäß umfüllen und abkühlen lassen. Eigelb, Zitronensaft, Wein und Wasser in ein heißes Wasserbad (am besten aus zwei Töpfen, sodass darin auch mit dem Mixer gerührt werden kann) geben und rühren (ca. 5 Minuten) bis die Masse eindickt. Den Topf anschließend von der Herplatte nehmen und unter Rühren löffelweise die Butter einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und servieren.

Sonntag, 1. Mai 2011

Maiwanderung, Natur und Kekse


1. Mai, Tag der Arbeit, Feiertag, und wir hatten dieses Jahr mit der Verwandschaft eine traditionelle Maiwanderung geplant. Da die Tour in dieser Form zum letzten Mal vor über 10 Jahren statt gefunden hat, war es natürlich etwas ganz besonderes. Früher hat das Wort wandern nämlich das Gegenteil von Begeisterung bei mir ausgelöst. Dieses Jahr habe ich mich sehr darauf gefreut, und so sind wir gestern in einer kleinen Gruppe mit einem Leiterwagen mit Bier (nicht für mich als Heimfahrer) und Proviant vom einen Dorf zum anderen marschiert. Am Zielort angekommen haben wir uns gestärkt, Fleisch und Stockbrot gegrillt und viele andere leckere Sachen gegessen. Und das bis zum Abend, während ich vor allem die frische Luft und Gesellschaft der Verwandtschaft, die ich nicht allzu oft zu sehen bekomme, genossen habe.


Zu diesem Anlass gestern habe ich mich entschieden, nochmal Cookies zu backen. Neulich habe ich ja klassische Chocolate Chip Cookies hergestellt, diesmal habe ich zusätzlich noch welche mit Cashew-Nüssen und weißer Schokolade gebacken. Und mich geehrt gefühlt, dass auch diese neben den legendären Nutellakipferln von meiner Oma sehr gut ankamen. Ich habe keine Macadamia-Nüsse gefunden, deshalb habe ich mich für Cashew Nüsse entschieden.



White Chocolate Chip Cookies

bei mir ergab es 45 Kekse mit einem Durchmesser von 4-5 cm (3 Bleche)

250 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
175 g Butter
100 g brauner Zucker
100 g weißer Zucker, nach Geschmack mehr
1 Pck.Vanillezucker
1 Ei + 1 Eigelb
60 g Nüsse (Cashew, Macadamia, Mandeln)
150 g weiße Schokolade (gehackt oder Schokotropfen)

Den Ofen auf 165°C vorheizen. Die weiche Butter in einer Schüssel mit dem braunen, weißen, und Vanillezucker verrühren. Das Ei und das zusätzliche Eigelb mit unter die Masse mischen. Das Mehl zusammen mit dem Salz und Backpulver einsieben. Den Teig rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Die Schokotropfen und Nüsse unterheben. Mit 2 Teelöffeln auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech 15 kleine Teigkugeln verteilen. Den Platz auf dem Backblech bestmöglich ausnutzen, da die Kekse in die Breite gehen. Ca. 10 Minuten im Ofen lassen. Der Teig sollte nach dem Backen durch sein, aber nicht zu lange gebacken werden, sodass die Kekse außen knusprig, aber innen noch weich sind.

Donnerstag, 7. April 2011

Chocolate Chip Cookies


Ich liebe diese Kekse mit Schokoladenstücken, die ich zum ersten Mal beim Schüleraustausch in den USA gekostet habe. Jedenfalls waren die dort so lecker, dass ich mich sehr gut erinnere, was ähnliches werde ich davor auch schon mal gegessen haben. Danach ganz sicher, auch hier in Deutschland. Nun wollte ich Chocolate Chip Cookies auch ein Mal selbst herstellen. Auf meiner Suche bin ich auf 1000 allerbeste Rezepte gestoßen. Wen wundert's bei so einem Klassiker, und das mit dem besten Rezept ist ja eh subjektiv. Die Resonanz bei diesem und bei diesem Rezept des Blogs Smitten Kitchen war allerdings so hoch und positiv, dass ich mich mehr oder weniger daran halten wollte. So sehr unterscheiden sich die beiden Rezepte auch gar nicht, mir ist jedenfalls aufgefallen, dass der braune Zucker integraler Bestandteil der Cookies ist, damit diese schon "chewy" werden. Allerdings habe ich dann doch ein paar Änderungen vorgenommen, wie weniger Zucker, und die Mengenangaben etwas einfacher für die Messung in Gramm gemacht, deshalb schreibe ich weiter unten nochmal alles auf. Ich habe mich auch nicht getraut, 1/2 TL Salz zu nehmen, obwohl ich den leicht salzigen Geschmack gar nicht so schlecht finde.
Der Teig wurde ganz von Hand gerührt, bin sehr stolz auf mich. Einkaufen gehen und backen ist im Moment DER Sportersatz für mich, weil ich es irgendwie noch nicht schaffe, mich zum Joggen aufzuraffen. Denn nicht mal mehr das Wetter ist zur Zeit eine Ausrede.


Chocolate Chip Cookies

bei mir ergab es 45 Kekse mit einem Durchmesser von 4-5 cm (3 Bleche)

250 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
175 g Butter, weich
100 g brauner Zucker
100 g weißer Zucker, nach Geschmack mehr
1 Pck.Vanillezucker
1 Ei
1 Eigelb
150 g in Stücke gehackte Schokolade nach Wahl oder Schokoladentropfen

Den Ofen auf 165°C vorheizen. Die weiche Butter in einer Schüssel mit dem braunen, weißen, und Vanillezucker verrühren. Das Ei und das zusätzliche Eigelb mit unter die Masse mischen. Das Mehl zusammen mit dem Salz und Backpulver einsieben. Den Teig rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Am Schluss die Schokostücke unterheben. Mit 2 Teelöffeln auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech 15 kleine Teigkugeln verteilen. Den Platz auf dem Backblech bestmöglich ausnutzen, da die Kekse in die Breite gehen. Ca. 10 Minuten im Ofen lassen. Der Teig sollte nach dem Backen durch sein, aber nicht zu lange gebacken werden, sodass die Kekse außen knusprig, aber innen noch weich sind.

Dienstag, 5. April 2011

Crème anglaise


Noch ein Nachtrag zum Heidelbeer-Pudding-Kuchen: Ina hat mich auf die Idee gebracht, das man den ja auch gut mit Vanillesauce essen könnte. Gesagt, getan. Ich habe das Schlagwort Vanillesauce gestern gegoogelt, und bin auf einen sehr interessanten Beitrag mit Zusammenfassung und Rezept für eine Crème Anglaise von Claudia von Fool for Food gestoßen. Ich habe die halbe Menge mit 3 Eigelb nachgemacht und es hat super funktioniert und gemundet, ist als Standardrezept abgespeichert. Der Kuchen wurde dadurch wirklich nochmal aufgewertet.

Mittwoch, 16. März 2011

Pastasaucen II: Carbonara

 
 Sooo... der erste Teil meines Umzugs ist soweit gut über die Bühne gegangen. Sowas ist ja immer ein ziemlicher Stress für alle Beteiligten. Aber ich will nicht jammern, ein Blick nach Japan oder Libyen genügt, um festzustellen: Im Vergleich zur Situation vieler Menschen dort habe ich keine wirklichen Probleme.

Zum Kochen bin ich heute Mittag auch mal wieder gekommen, und zwar ging's weiter mit meinem Vorhaben, gute Rezepte für eine Sammlung der bekanntesten Pastaklassiker zu finden. Nach den Spaghetti Napoli waren nun die Spaghetti Carbonara an der Reihe. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich Carbonara zum letzten Mal gegessen habe, war also umso leckerer. So ganz frische Eier habe ich eben auch selten daheim. Aber klar, dass dafür nur ganz frische Eier mit vertrauenswürdiger Herkunft verwendet werden sollten.


Und zwar gefiel mir folgendes Rezept bei Chefkoch am besten.
An die Zutaten habe ich mich auch gehalten, allerdings habe ich dann doch die Menge der Sauce etwas verringert. Ich mag zwar viel Sauce, allerdings nur wenn diese vorwiegend gemüse- und nicht sahnebasiert ist. Mein Ergebnis schaut ungefähr so aus:

Spaghetti Carbonara

für 2 Portionen

200 g Spaghetti
50 g Speck (z.B. Pancetta)
40 g Parmesan
50 ml Sahne
2 Eigelbe (ganz frisch)
Salz und Peffer

Die Spaghetti gar kochen. Während dessen den Speck in einer Pfanne ohne Öl ein paar Minuten anbraten. Den Parmesan hobeln und mit der Sahne und den Eigelben verrühren. Die Mischung mit Salz (der Speck und Parmesan sind schon sehr würzig!) und Pfeffer würzen. Die Spaghetti nach dem Abgießen des Wassers im Topf mit dem Schinken und der Sauce verrühren.


 Anmerkung 18.11.2012: Nachdem ich aus mehreren Quellen gehört habe, dass an die "ganz originale" Version keine Sahne kommt, und nur Eier, Speck und Parmesan verwendet werden, habe ich dies bei einem Weiteren Durchgang ausgetestet. Mein Fazit ist, dass die Spaghetti auch sehr gut ohne die Sahne auskommen, die Zugabe davon ist folglich nicht unbedingt nötig. Andererseits finde ich die Zugabe Sahne weder unpassend noch schädlich (in geringen Mengen). Vondaher werde ich ab jetzt situationsabhängig verfahren: Wenn grad Sahne da ist, warum nicht ein wenig hinzufügen. Wenn nicht, auch ok. Angenehmes Fazit, bei dem man nur alles richtig machen kann ;-)

Dienstag, 15. Februar 2011

Rosinen picken

"Sich die Rosinen herauspicken" bedeutet doch, sich das Beste von etwas zu nehmen, oder? Ich wundere mich gerade, weil ich eigentlich nur Rosinen pickende Leute kenne, die keine Rosinen mögen. Nicht im übertragenen Sinne, versteht sich. Früher habe ich das auch getan ... mittlerweile mag ich Rosinen, und die Rosinenbrötchen beim Bäcker lachen mich auch regelmäßig an. Und da ich heute nichts anderes zu tun hatte, als auf zwei Anrufe zu warten (ich konnte also auch das Haus nicht verlassen), habe ich mich zur Ablenkung für das Backen entschieden.


Rosinenbrötchen

für 12 Stück

500 g Mehl
21 g Hefe (1/2 Würfel)
1 geh. TL Zimt
50 g Zucker
2 EL Honig
50 g Butter
2 Eier (1 Ei für den Teig + 1 Ei zum Bestreichen)
250 ml Milch
200 g Rosinen
evtl. Rum für die Rosinen
Hagelzucker

Am besten 15 Minuten vor Backbeginn die Butter aus dem Kühlschrank stellen und die Rosinen nach Belieben in Rum oder lauwarmem Wasser einweichen. Die Milch in einem Topf langsam erhitzen, bis sie lauwarm ist. Die Hefe einbröseln und mit 2 EL Zucker (2 EL von den zuvor abgemessenen 50 g) verrühren. Das Mehl in eine große Schüssel sieben. Den Rest an Zucker, Zimt und Butter dazugeben. Dann die Milch-Hefe-Zucker-Mischung gut mit dem Inhalt der Schüssel verkneten. Anschließend das erste Ei und den Honig hinzugeben. Nach einer weiteren Runde des Rührens die abgetropften Rosinen in den Teig geben. Am besten alles nochmal mit den Händen kneten. Den fertigen Teig in der Schüssel mit einem Tuch bedecken und ca. 45 Minuten gehen lassen. Nach der Gehzeit aus dem Teig 12 Kugeln formen und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Das zweite Ei verquirlen und die Teigkugeln damit bestreichen. Zum Schluss mit etwas Hagelzucker bestreuen. Den Backofen auf 180° (Ober- und Unterhitze) stellen. Den Teig nochmals 10 Minuten gehen lassen, bis der Ofen heiß ist. Danach ca. 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene backen,bis die Brötchen außen schön goldbraun, innen aber durch sind.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Backstopp aufgehoben

Es gibt doch immer einen Grund zu backen :-). Meine Motivation heute war, dass ich bald eine Party gebe, und nun schon mal ein paar Rezeptideen ausprobieren könnte. Weil das Rezept so lecker klang, habe ich mich gleich mal an die Heidelbeer-Quarktörtchen gewagt, auf die ich durch Chefkoch aufmerksam geworden bin. Fazit: Sehr lecker, aber eher nichts für meine Party. Denn es hat doch ein wenig Zeit gekostet, den Teig auszurollen und in ordentlich in die Förmchen zu bringen (ich habe eine 12-er Muffinform benutzt) - und falls ich bei den unmittelbaren Partyvorbereitungen etwas gestresst sein werde, sollte ich etwas zubereiten, für das man weniger Zeit und Geduld braucht. A propos ordentlich: Jetzt weiß ich immerhin, wie ich beim nächsten Mal vorgehen muss. Auf jeden Fall Papierförmchen in die Vertiefungen des Muffinbleches setzen, dann aus dem ausgerollten Mürbeteig Ringe ausstechen in der Größe des Muffinbodens. Diese Ringe in die Förchen setzen und für den Rand der Törtchen mit dem Messer Streifen aus dem Teig ausschneiden und damit einen Rand formen. Heraus kommen richtig süße kleine Törtchen.

Donnerstag, 27. Januar 2011

Chefinnensalat



Ein Salat ist keine schlechte Idee, dachte ich mir heute morgen und habe mich für einen Chefsalat entschieden. Ist ja auch ein netter Name (und abgesehen davon hört sich das besser als Kochsalat an). Meine Variante sieht so aus:

Chefinnensalat

für 2 Portionen
 
Zutaten für den Salat
1/2 Eisbergsalat (ca. 120 g)
100 g gekochter Schinken
60 g Emmentaler
8 Kirschtomaten (ca. 200 g)
1 Ei

Zutaten für das Dressing
1 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer
1 Eigelb
3-4 EL Öl
2 EL Tomatenketchup
¼ TL Paprikapulver
1 Prise Cayennepfeffer

Das Ei in Wasser hart kochen (in kochendem Wasser ca. 6-8 Minuten) und abkühlen lassen.
Den Eisbergsalat waschen, schneiden und auf 2 Teller legen. Die Tomaten waschen, vierteln und auf dem Salat verteilen. Den Käse und den Schinken in kleine Würfel schneiden. Das hart gekochte Ei schälen und nach dem Käse und Schinken auf den Tellern anrichten.

Für das Dressing Zitronensaft, Salz und Pfeffer und das Eigelb verrühren. Das Öl zugießen. Chilipulver, Paprikapulver und Ketchup hinzufügen, alles gut verrühren.

Den Salat mit dem Dressing servieren. Ggf. Baguette dazu reichen.