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Sonntag, 28. Juni 2020

Kichererbsen-Erdbeer-Fenchel-Salat

 


Es macht mir immer sehr großen Spaß in einem fremden Haushalt zu "schnüffeln". Es gibt andere Gewürze, andere Küchenutensilien und Geschirr, andere Kräuter und es werden andere Sachen gekocht. Da kann man sich wunderbar inspirieren lassen.

In diesem Fall war ich zu Besuch bei der Familie meines Sohnes. Das Rezept ist eine Kreation meiner Schwiegertochter. Ich habe vorher noch nie gebratenen Fenchel zubereitet und auch noch nicht gegessen. Aber ich kann jetzt sagen, er schmeckt köstlich. Und überhaupt das ganze Rezept ist sehr sehr lecker.

Der gebratene Fenchel. Am Schluss wurden grob zerkleinerte Haselnusskerne mitgebraten

 Kichererbsen-Erdbeer-Fenchel-Salat

Zutaten für 4 Portionen als Vorspeise oder für 2 Portionen als Abendessen 

200 g Kichererbsen getrocknet oder 1 Dose (ca.350 g Einwage)
250 g Erdbeeren
2 Fenchelknollen
1 Hand voll Haselnüsse oder Mandeln
100 g Ziegenfrischkäse  

Dressing:
2 EL Olivenöl
2 EL Himbeeressig
Zitronensaft
1 TL Ahornsirup
Salz 
Pfeffer

Die Kichererbsen über Nacht einweichen (ich mache immer gleich mehr, daß sich die Kochzeit lohnt) und am nächsten Tag weich kochen - oder welche aus der Dose nehmen,

Die Erdbeeren etwas zerkleinern, den Ziegenkäse grob zerkleinern, ebenso die Minze und das Grüne des Fenchels.
Den Fenchel in Scheiben schneiden und in etwas Olivenöl gut anbraten bis er goldbraun ist. Anschließend die Haselnüsse oder Mandeln zufügen und kurz mitrösten, mit etwas Ahornsirup ablöschen. 
Alle Zutaten vorsichtig zusammenmengen und mit dem Dressing würzen.

Anstelle von Fenchel kann man auch Zucchini verwenden.


Montag, 27. April 2020

Rhabarberkuchen mit Sauerrahmguss

Rhabarberzeit! Backzeit! Wie beim Mohnkuchen habe ich schon zwei tolle Rezepte für Rhabarberkuchen: den Rhabarber-Baiser-Kuchen (ebenfalls ein Familienrezept) und den Rhabarber-Pudding-Kuchen. Aber:

Mein Freund mag eigentlich keinen Rhabarber: viel zu sauer. Eine Ausnahme gibt es  den Rhabarberkuchen seiner Mutter. Letztes Jahr habe ich ein Stück von diesem Kuchen probiert. Genau war er mir nicht mehr in Erinnerung, aber er war lecker, und anders als meine Rhabarberkuchenrezepte. 
In der Hoffnung, dass mein Freund mitbacken und mitessen würde, schlug ich vor:
»Lass dir von deiner Mutter doch mal das Rhabarberkuchenrezept geben.«
»Das wir nicht so einfach, sie hat kein genaues Rezept.«

Die besten Bäcker brauchen kein Rezept, sie arbeiten nach Gefühl. Das ist beachtlich, jedoch nicht so einfach, wenn man eine Sache nachmachen will, und kein genaues Gefühl hat.

Per Telefon hat sie und das Rezept dann durchgegeben. Ungefähr. 
»Du weißt nicht zufällig, wie lange zu den bäckst?«
»Nö. Bis er halt gut ist.«

Wir haben die Zutaten und Vorgehensweise mitgeschrieben. Ich war voller Hoffnung, dass wir das so  schaffen. 
Zuerst der Mürbeteig. Ich glaube, noch nie hat jemand so liebevoll eine Form mit Teig ausgekleidet wie mein Freund. Dann den Rhabarber schälen, mit Zucker übergießen und warten.
Die Form mit Teig und Rhabarber in den Ofen geben. Bis der Teig halt fertig ist.
Und dann den leckeren Guss mit Sauerrrahm und Haselnüssen drüber ... und fertig backen. Bis der Kuchen schön braun ist.
Es hat geklappt! Wir hatten den leckersten Rhabarberkuchen. Und den stolzesten Kuchenbäcker.


Da der Kuchen so gut geworden ist, und auch wie im Original, habe ich das Rezept gleich brav aufgeschrieben. Jetzt können wir ihn wieder machen. Und ihr auch. Ich kann es euch empfehlen! Der Kuchen ist schön saftig, und der Boden schön knusprig. Diese Art Guss kannte ich auf Rhabarberkuchen noch nicht - passt sehr gut. 

Der Kuchen schmeckt auch kühlschrankkalt vorzüglich.


Rhaberberkuchen mit Mürbeteig und Sauerrahmguss

für eine Springform mit 24 cm Durchmesser

Zutaten für den Mürbeteig:
250 g Mehl
140 g Butter, kalt
70 g Zucker
1 Ei

Zutaten für die Füllung:
800 g Rhabarber (vor dem Schälen, ohne Blätter)
100 g Zucker

Zutaten für den Guss:
3 Eier
120 g Zucker
75 g gemahlene Haselnüsse
200 g Sauerrahm

Die Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben. Die Butter in Stücke schneiden. Alles zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Diesen bis zur Weiterverarbeitung im Kühlschrank aufbewahren.

Den Rhabarber waschen, schälen und ca. 1 cm lange Stücke schneiden. Die Rhabarberstücke in ein Sieb geben, mit dem Zucker bestreuen und 45 Minuten ziehen lassen. Den Saft abschütten.

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen und ausrollen. Eine Springform auskleiden und dabei einen ca. 3 cm hohen Rand ziehen. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Den abgetropften Rhabarber in die Form geben und gleichmäßig verteilen. Den Kuchen ca. 35 Minuten im Ofen backen.

Währenddessen den Guss herstellen: Die Eier trennen. Das Eiweiß steif schlagen und beiseite stellen. Das Eigelb mit dem Zucker, den Haselnüssen und dem Sauerrahm verrühren. Zuletzt das Eiweiß unterheben.

Den Kuchen aus dem Ofen holen und den Guss auf dem Rhabarber verteilen (der Guss geht über den Teigrand hinaus). Den Kuchen circa 25 Minuten fertigbacken, bis die Oberfläche goldbraun ist.


Dienstag, 20. August 2019

Rohkost mit Hüttenkäse


Hüttenkäse steht fast immer auf meinem Einkaufszettel. Für gewöhnlich ist er Grundbestandteil sämtlicher Brotaufstriche: Avocacdo-Hüttenkäse-Aufstrich, oder Tomaten-Hüttenkäse oder Rote-Bete-Hüttenkäse ... Als Beigabe zum Salat hatte ich ihn schon länger nicht mehr verwendet - bis ich den Rezepttitel "Rohkost mit Hüttenkäse" in meinem Schrot-und-Korn-Kochbuch las. Diese erwecke sofort meine Aufmerksamkeit. Man muss sich ja nicht genauestens an die Zutatenliste halten, aber für mich war es der Auslöser, mein Gemüse einmal ganz schön fein zu schneiden und schön anzurichten. Und mein Haselnussöl und die Haselnusskerne zu kombinieren (das mache ich auch gerne mit Walnüssen). Und natürlich, den Hüttenkäse im Salat zu verwenden. An meinem schön angerichteten Teller habe ich mich sehr gefreut, sodass die Rohkostplatte noch besser geschmeckt hat.

Das Originalrezept steht hier. Ich habe die Kräuter aus meinem Gemüsegarten genommen, die zur Hand waren und das Traubenkernöl weggelassen.

Sonntag, 18. März 2018

Möhren-Haselnuss-Salat mit Tahindressing nachgemacht

Zu viel Routine wird einfach irgendwann langweilig. Daher lohnt es sich auch bei recht einfachen Salaten, durch den Austausch von ein paar oder auch nur einer Zutat, ein neues Geschmackserlebnis zu erzeugen.

So erging es mir jüngst mit Karottensalat. Da habe ich schon einige Varianten durch, wenn ich in meinem Blogarchiv stöbere: Coleslaw, Zucchini-Karotten-Salat oder eine marokkanische Variante mit Pistazien und Feta. Und dabei habe ich doch bisher glatt meinen Standardsalat mit Karotten, Äpfeln und Walnüssen unterschlagen. Der wird auch noch verbloggt.


Aber erst einmal zu einer neuen, sehr spannenden Variante von Karottensalat: Charlotte's Möhren-Haselnuss-Salat mit Tahindressing, welchen ich erst vor ein paar Wochen bei ihr entdeckt habe. Das Tahindressing sorgt für das gewisse Extra. Minze, Zitrone und Joghurt machen den Salat schön frisch. Als Beilage gab's bei mir Bulgur, weil ich noch den Rest einer angebrochenen Packung aufbrauchen wollte. Mir  hat der Salat so gut geschmeckt, dass ich ihn heute gleich nochmal gemacht habe (die Bilder sind von gestern). Danke für die Inspiration, liebe Charlotte!

Samstag, 12. August 2017

Schnecken aus Quark-Öl-Teig: mit 3 verschiedenen Füllungen

Quark-Öl-Teig mache ich sehr gerne, da er sehr problemlos zu machen ist. Er kann für alle Rezepte verwendet werden, die sonst mit Hefeteig gemacht werden. Das Gebäck hält lange frisch und kann
auch gut eingefroren werden. Heute wird er von mir für verschiedene Schnecken verwendet.
Gleich jetzt am Anfang möchte ich hinzufügen, dass uns die Schnecken richtig gut zu einer Tasse britischem Schwarztee mit Milch - zubereitet mit ein paar Blättern marokkanischer Minze - super gut
geschmeckt haben. Das mit der Minze ist bei uns gerade der neueste Trend ;-)



Schnecken aus Quark-Öl-Teig

für je 12 Teilchen oder 1 Kuchen

Zutaten für den Quark-Öl-Teig 

300 g Mehl
1 Beutel Backpulver
150 g trockener Magerquark
6 EL Öl
6 EL Milch
4 EL Zucker
1 Beutel Vanillezucker
Mehl zum Ausformen 

 

Füllungen:

1. Füllung: 
1 Päckchen Vanillepudding nach Anweisung mit der Hälfte der üblichen Milch herstellen.         
2. Füllung:  
4 EL Dosenmilch (zuerst bepinseln)
4 EL Zucker 
8 EL gehackte Haselnüsse oder Mandeln
Päckchen Vanillezucker
   3. Füllung:
fertige Mohnmischung

Zuerst gebe ich das Mehl in eine Schüssel, siebe das Backpulver dazu und vermische es.
Dann gebe ich nacheinander die übrigen Zutaten hinzu. Nun verwende ich das Rührfix
und knete die Zutaten ca. 1 Minute mit den Knethaken. 
Danach knete ich ihn noch kurz von Hand durch.
Der Backofen kann zwischendrin mal vorgeheizt werden (200°C).
Nun rolle ich den Teig zu einem Rechteck von etwa 30 x 26 cm aus.  
Die Füllung gleichmäßig darauf verteilen. (Den Pudding für die Füllung gut abkühlen lassen).
Jetzt den Teig von der schmalen Seite her aufrollen. Dann mit einem scharfen Messer in gut 2 cm breite Scheiben schneiden. Flach nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und die herausgefallene Füllung daraufstreuen.

20-25 Min. schön braun backen.

Für jede Füllung muss eine Teigmenge hergestellt werden!

Samstag, 3. Dezember 2016

Hutzlbrot oder Früchtebrot, je nachdem

Hutzeln sind getrocknete Birnen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine Mama die Birnen im Ofen in der Küche getrocknet hat. Und beim Schreiben kriecht mir auch der Geruch der in der Luft lag in die Nase. Der Geruch ist schwer zu beschreiben. Jedenfalls erinnere ich mich an eine gemütliche Atmosphäre in der warmen Küche und muss man es wie vieles Andere erlebt haben. Allerdings hatte ich viele Jahre genug von den fast nicht endenden Arbeiten die das Ernten und Verarbeiten der eigenen Früchte mit sich gebracht haben.
Jüngst erst merke ich, wie schwierig und teuer es ist, die richtigen Zutaten für das Hutzlbrot zu bekommen. Dieses Jahr habe ich es auch nicht geschafft, und habe so statt Birnen
getrocknete Zwetschgen und Äpfel von unserem Hofladen verwendet. Es ist trotzdem ein sehr leckeres in dem Fall Früchtebrot geworden. 

Sollte man eine Sorte der Trockenfrüchte nicht bekommen, kann man anstatt dessen auch etwas mehr einer anderen Sorte verwenden.


Hutzlbrot

400 g getrocknete Zwetschgen
400 g getrocknete Äpfel
400 g getrocknete Feigen
500 g getrocknete Datteln
300 ml Rum
200 g brauner Zucker
500 g Haselnüsse
1 kg Mehl 
1 Würfel Hefe
1 Prise Salz
2 EL gemahlenes Anis
2 EL Zimt
 1 Prise gemahlene Nelken
1 Prise gemahlener Kardamom
etwas gehackter frischer Ingwer oder
1 Prise gemahlenen Ingwer
Mandeln zum Verzieren.

Die Haselnüsse in Wasser einweichen.
Alle Früchte kleinschneiden. 
Die Früchte mit Rum und Zucker mischen und am besten über Nacht aber mindestens 8 Stunden marinieren.
Ich habe die Zwetschgen getrennt angesetzt, da ich sie im Gegensatz zu den restlichen Früchten sehr trocken und zäh waren. 
Die Zwetschgen habe ich auch am Folgetag mit etwa 1/2 l Wasser zuerst aufgekocht und
 5 Minuten kochen lassen, dann die restlichen Früchte  dazugegeben und alles noch einmal aufkochen lassen.
Danach die Früchte in ein Sieb abgießen, die Flüssigkeit auffangen und alles abkühlen lassen. 1 Tasse davon für das Bestreichen am Schluß auf die Seite tun.

Später die Flüssigkeit nochmals erhitzen. 1 Tasse davon abnehmen, etwas abkühlen lassen und die Hefe darin auflösen. Das Mehl mit dem den Gewürzen und dem Salz mischen, in der Mitte eine Mulde drücken, die aufgelöste Hefe hineingießen. alles mit Kochbrühe (eventuell noch etwas Wasser ) zu einem festen Hefeteig verkneten. Den Teig gehen lassen bis er sich deutlich vergrößert hat.

In der Zwischenzeit die Mandeln kurz in kochendem Wasser aufkochen, abgießen, 
schälen und mit einem spitzen Messer in 2 Teile spalten.

Nun die abgetropften Nüsse und die Früchte nach und nach unter den Teig kneten. Sollte der Teig jetzt zu klebrig sein, noch etwas Mehl unterkneten. Aus dem Teig etwa 12 Brote formen, mit Mandeln verzieren und nochmals gehen lassen. 

Die Früchtebrote im Backofen etwa 1 Stunde bei 200 Grad C backen. Nach der Hälfte der Backzeit die Hitze etwas verringern und die Brote mit Pergamentpapier abdecken.
Garprobe: Ein Brot herausnehmen und von unten dagegen klopfen. Wenn es hohl klingt, dann ist das Brot gar.

Die fertigen Brote aus dem Ofen nehmen und sofort mit dem restlichen Früchtekochwasser bespinseln. 

 Tipps:

Statt der verschiedenen Gewürze kann man Lebkuchengewürz verwenden
Rum kann durch Pflaumensaft ersetzt werden
Früchtebrote in Keksdosen einschichten und trocken und kühl lagern

Dienstag, 19. Januar 2016

Nuss-Nougat-Gugelhupf


Gugelhupf mag ich ja schon wegen seinem Aussehen ganz besonders. Diese runde Form macht einfach was her, finde ich. So habe ich beim letzten Backen ein Rezept nachgemacht, welches ich schon ewig abgespeichert hatte. In Gugelhupfform versteht sich.


In diesem Gugelhupfrezept kommen in den Teig Haselnüsse, welche ich ewig nicht verbacken habe und die sehr fein waren. Gesüßt wird v.a. mit Nougat, welches für einen zusätzlichen Nussgeschmack sorgt. Und der Quark macht den Kuchen schön saftig, sodass auch dieser Rührkuchen keine Gefahr läuft, zu trocken zu werden. Genial, wirklich. Meine Version sieht folgendermaßen aus (adaptiert nach einem Chefkoch-Rezept.

Nuss-Nougat-Gugelhupf

120 g Butter, weich
150 g Zucker
4 Eier 
200 g Magerquark
160 g Nougat
160 g gemahlene Haselnüsse
120 g gehackte Haselnüsse (80 g für den Kuchen und 40 g zur Deko)
160 g Mehl
1 Pck. Backpulver
100 g  Vollmilchkuvertüre

Den Backofen auf 175°C  (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren.
. Die Eier nach und nach dazugeben und kräftig rühren. Quark, Nüsse, Mehl und Backpulver unterrühren. Das Nougat bei niedrigster Herdtemperatur in einem Topf schmelzen. Am Schluss das Nougat unter den Teig rühren. Eine Kuchenform einfetten, den Teig in die Form füllen. Den Kuchen ca. 60 Minuten backen. Sobald der Kuchen ausgekühlt ist, aus der Form nehmen und mit der geschmolzenen Kuvertüre überziehen. Mit den gehackten Haselnüssen bestreuen.

Dienstag, 28. April 2015

Die erste Kocherfahrung nach dem Jakobsweg: Spartaner-Hirse

Die Zeit als Pilgerin bedeutete für mich auch, bewusst offline zu leben und so gut wie frei von Medieneinflüssen. Ich habe meine Mails nur selten abgerufen, eigentlich nie Nachrichten geschaut, und auch nicht in anderen Blogs gelesen. Zurück von der Reise habe ich große Lust, wieder selbst zu kochen, zum einen, da ich mich nicht immer ideal ernähren konnte in Spanien und selbst bestimmen will, was auf meinen Teller kommt, zum anderen, da es mir einfach Spaß macht.
Als die Frage konkreter wurde, was ich denn nun als erstes koche, fiel mir erst mal gar nichts ein, ich hab mich richtig "rezepteleer" gefühlt. Das ist sehr erstaunlich, da ich mich in den letzten Jahren durch die Lektüre von anderen Blogs eigentlich konstant "überinspiriert" gefühlt habe, was neue Rezepte angeht. Also hat mich das Pilgern auch in dieser Hinsicht irgendwie gereinigt, von zu vielen Ideen, was ich denn noch alles sofort nachkochen muss oder soll .... denn müssen tue ich in der Hinsicht ja gar nichts. Und ich bin mir sicher, die Inspirationen kommen in gesundem Maße langsam wieder.


Das erste und zunächst einzige Rezept aus meiner Nachkochliste, an das ich mich erinnern konnte, war die Spartaner-Hirse aus einem von Attila Hildmann's Kochbüchern. Das Rezept von ihm scheint relativ bekannt, es ist mir davor mehrfach in Zeitschriften untergekommen, und auch im Internet oft veröffentlicht, wie zum Beispiel hier. Portionsgräße im Originalrezept: Sportlerportionen!


Hirse, viel Gemüse, und ein paar kreative, nährstoffreiche Extras in Form von Sprossen und Haselnüssen (bei mir angebraten). Gesundes Essen, eine alternative Kohlenhydratquelle zu Brot und Pasta .... genau das, wonach mir der Sinn ist. Das Rezept hält auch was es verspricht, schmeckt echt und ehrlich, ja spartanisch im nicht-negativen Sinne. Könnte auch ein Pilgeressen sein. Schwer in der Zubereitung ist es nicht, allerdings muss man etwas aufpassen, dass das Ergebnis nicht zu matschig wird, da am Ende das Gemüse unter die gegarte Hirse gerührt wird. Und das kann eben auch etwas zu breiig werden, insbesondere wenn Gemüse und Hirse einzeln eher etwas zu lang gekocht wurden. Ich hatte erst etwas Bedenken, das Endergebnis auf dem Teller fand ich dann bei mir aber doch wieder in Ordnung.Und das Fazit: Kochen kann so großen Spaß machen!

Mittwoch, 14. Mai 2014

Früchte-Dinkel-Brötchen

Bei uns gibt's bei der Arbeit das Angebot, morgens in der Cafeteria zu frühstücken. Zu der Auswahl im Brotkorb zählt auch eine Sorte an Brötchen mit Trockenfrüchten, Nüssen, dunklem Mehl und Zimt. Meine Lieblingssorte (frühstücken tue ich ja normalerweise daheim, aber für eine Zwischenmahlzeit, wenn sich ein starkes Hungergefühl bemerkbar macht, schnappe ich mir ab und zu so ein Brötchen). Nun habe ich auch ein Mal versucht, sie daheim nachzubasteln - mit den oben genannten Zutaten, die ich in den Originalen identifizieren konnte. Das Resultat ist ähnlich und auf jeden Fall lecker. Ich habe für den Hefeteig Dinkelmehl verwendet und als Trockenfrüchte Aprikosen, Feigen und Cranberries. Die Trockenfruchtauswahl lässt sich jedoch beliebig variieren. Obwohl ich sagen muss, dass mir die getrockneten Feigen besonders gut schmecken, die würde ich nicht weglassen.


Früchte-Dinkel-Brötchen

für 12 Stück

300 ml lauwarmes Wasser
1/2 Würfel Hefe (21g)
1 Prise Salz
500 g Dinkelmehl
50 g Rohrzucker
1 TL Zimt
2 EL Leinsamen
100 g getrocknete Aprikosen
50 g getrocknete Feigen
100 g getrocknete Cranberries
50 g ganze Haselnüsse

Die Hefe in das lauwarme Wasser einbröseln und dann dann rühren, bis sie sich aufgelöst hat. Eine Prise Salz hinzufügen. Die Mischung kurz ruhen lassen.
Mehl, Zucker, Zimt und Leinsamen in einer großen Schüssel vermischen.
Die Aprikosen hacken (nicht zu groß, aber auch nicht zu klein, ich habe sie ungefähr gezehntelt). Die Feigen ebenfalls hacken.
Die Trockenfrüchte und die Wasser-Hefe-Mischung zur Mehlmischung geben und alles zu einem Hefeteig verrühren. Den Teig abgedeckt 1 Stunde ruhen lassen.
Dann den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Haselnüsse grob hacken. Den Teig gut durchkneten und in 12 Stücke teilen (geht am besten mit bemehlten Händen). Die Stücke zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die gehackten Haselnüsse auf den Teigkugeln verteilen.
Die Brötchen ca. 20-25 Minuten im Ofen backen.

Freitag, 18. April 2014

Quinoa-Salat mit Pilzen, Haselnüssen, Cranberries und Petersilienpesto

Auch wenn das Quinoa-Jahr 2013 vorbei ist, Quinoa spielt 2014 noch eine zentrale Rolle bei meiner Ernährung und auf diesem Blog. Die Körner gibt es bei mir sehr regelmäßig als Kohlenhydrat-Beilage zu Gemüsegerichten oder einfach nur so abgekocht und etwas gewürzt zum Frühstück (insbesondere als Grundlage vor Laufwettkämpfen). Aber meine Liste der vorgemerkten Rezepten, welche im Laufe des letzten Jahres entstanden ist, arbeite ich ebenso fleissig ab. Diesmal kann ich euch wieder ein besonderes Rezept präsentieren: Einen warmen Quinoa-Salat mit Pilzen, Haselnüssen und Cranberries. Dieser wird mit einem Petersilienpesto serviert, was ich eine sehr schöne Idee finde (macht sich auch optisch gut). Der Salat ist wirklich lecker, und ist auch nach meinem Empfinden mal was Anderes/Besonderes.

Das Rezept ist aus dem schönen Buch "Gemüse satt - 140 vegetarische Lieblingsgerichte" von Alice Hart. Unten findet ihr meine leicht abgewandelte Version.

Das Pesto merke ich mir für Variationsmöglichkeiten, was das Grünzeugs bzw. die Nüsse angeht.


Quinoa-Salat mit Pilzen, Haselnüssen, Cranberries und Petersilienpesto 

für 4 Portionen

für den Salat:
20 g getrocknete Pilze
300 g frische Champignons (oder andere Pilze)
30 g Butter 
1  EL Olivenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
175 g Quinoa
Salz
100 g getrocknete Cranberries
2 EL Zitronensaft
75 g Haselnusskerne

Die getrockneten Pilze in 450ml heissem Wasser einweichen lassen.
Die Champigons waschen, putzen und in Streifen schneiden. In einer Pfanne die Hälfte der Butter und das Öl erhitzen, dann darin die Champignons für ein paar Minuten scharf anbraten. Anschliessend die Pfanne vom Herd nehmen, die Pilze umfüllen und beiseite stellen. 
Die Zwiebel waschen, schälen und fein hacken. Den Knoblauch ebenso. Nun in der Pfanne den Rest der Butter erhitzen und zunächst die Zwiebeln darin für ein paar Minuten glasig dünsten. Dann den Knoblauch und die Quinoakörner dazugeben und alles für ein paar weitere Minuten anbraten.
Nun das Wasser der eingeweichten Pilze abgiessen und auffangen. Die Pilze hacken. Das Pilzwasser in die Quinoa-Pfanne geben und aufkochen lassen. Bei geringer Hitze das Quinoa gar kochen (ca. 15-20 Minuten). Gegen Ende die getrockneten Pilze und Cranberries hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. 
 Während dessen die Haselnusskerne hacken und in einer Pfanne etwas anrösten.
Ist das Quinoa gar, die Pfanne vom Herd nehmen, alles etwas abkühlen lassen und den Zitronensaft untermengen. Den Quinoa-Salat zusammen mit Petersilienpesto und den gerösteten Haselnusskernen garniert servieren.

für das Pesto:
40 g Petersilie
60 g Haselnusskerne
75 g Gruyère (alternativ: Parmesan)
75 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer

Die Petersilie waschen, die groben Stiele entfernen und grob hacken. Den Käse reiben. Haselnusskerne, Petersilie und Käse mit einem Mörser/Mixer zerkleinern. Als letztes das Öl nach und nach dazugeben und alles weiter mörsern (mixen) bis zur Pestokonsistenz. Das Pesto Salz und Pfeffer abschmecken.

Samstag, 3. August 2013

Melone - gefüllt und überbacken

"Einfach mal mit Schafskäse überbacken" ... den Satz las ich in einer Zeitschrift in einem Artikel mit der Überschrift "10 Dinge, die Sie über Melonen wissen sollten". Der Kommentar zu dem Überbacken mit Schafskäse war unterhalb des Bildes einer Cantaloupe angebracht. Eine schöne Inspiration, dachte ich mir. Ich habe die ganze Sache allerdings zu einer gefüllten, mit Feta überbackenen Melone erweitert. Die Füllung ist orientalisch angehaucht, bestehend aus Bulgur, Koriander, Rosinen, Haselnüssen sowie Nelken und Zimt als Gewürze. Eben eine Eigenkreation ganz nach meinem Geschmack. Die Logik dahinter: der süße Teil der Füllung verbindet sich schön mit der Süße der Melone. Wem das mit der Füllung nach zu viel oder wem die Füllung selbst zu schräg klingt, der ist sicher gut damit bedient, die Melone "nur" mit Feta zu überbacken. Denn das an sich ist ja eine schöne Kombination.


Gefüllte und mit Feta überbackene Melone

für 1-2 Portionen

1 Cantaloupe-Melone
60 g Bulgur
20 g Haselnüsse
40 g Rosinen
1 Prise Zimt
1 Prise gemahlene Nelken
Salz
Pfeffer
50 g Feta

Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Bulgur mit 125 ml Gemüsebrühe aufkochen und bei geringer Hitze und geschlossenem Topfdeckel gar kochen (ca. 10 Minuten).

Die Haselnüsse hacken. Die Melone waschen, halbieren und schälen. Alle Zutaten für die Füllung vermengen (Bulgur, Haselnüsse, Rosinen) und mit den Gewürzen sowie Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Füllung auf die Melonenhälften verteilen. Den Feta zerbröseln und darüberstreuen. Alles im Ofen 15-20 Minuten backen, bis der Käse etwas Farbe angenommen hat.

Donnerstag, 23. August 2012

Salat mit Broccoli, Feta, Haselnüssen und Kirschtomaten

Wie so oft bekam ich auch für die Zubereitung dieses Salates den Anstoss von Aussen (womit ich meine, dass ich ein Gericht, dass ich auswärts gegessen habe, auch daheim nachmache). In diesem Fall sogar noch persönlicher als bei einem Restaurantbesuch, ich war nämlich bei meinen Nachbarn zum Abendessen. Und dort gab es einen Salat mit Broccoli. Daraufhin ist mir sofort die Broccoli-Feta-Haselnuss-Tomaten-Kombination aus dem Avoca-Kochbuch aus Irland eingefallen (mein aktuelles Lieblingskochbuch), die ich eh schon im Hinterkopf hatte.


Die Zutatenmengen habe ich nach Augenmaß "abgewogen", es müssten für 2 Portionen ungefähr 300 g Broccoli, 200 g Kirschtomaten, 60 g Feta und 40 g Haselnüsse gewesen sein. 

Zur Zubereitung den Broccoli waschen und garen, die Tomaten waschen und kleinschneiden, den Käse zerbröseln. Laut Avoca-Kochbuch sollten die Haselnüsse bei 180° 10-15 Minuten im Ofen geröstet und dann geschält werden. Mich stört die Schale eigentlich nicht, also habe ich die Haselnüsse nicht geröstet und mehr oder weniger mühsam geschält. Und da ganze Haselnüsse im Salat gerne von der Gabel auf den Boden anstatt in den Mund rollen, habe ich sie gehackt.

Dazu ein Dressing aus 2 EL Olivenöl, 2 EL weissem Balsamico-Essig, 1 TL Dijon-Senf, Salz und Pfeffer reichen.

Samstag, 9. Juni 2012

Das Beste der Saison vereint

Gemeint ist die beliebte Kombination aus Erdbeeren und Spargel, die es bei mir noch nie zuvor gab. Lange habe ich gewartet seit dem Beginn der Spargelzeit auf die ersten Schweizer Erdbeeren. Nun ist es schon wieder fast zu spät für den Spargel ... zum Glück konnte auf dem Markt noch eine Portion abgreifen.


Ist für mich ja nichts Neues, Obst und Gemüse in einem Salat zu mischen, deshalb finde ich auch Erdbeeren und Spargel zusammen echt super. Besonders nach dem Rezept von InaSpargelsalat mit Orangenvinaigrette und Haselnüssen. Der Orangengeschmack passt wunderbar, genauso wie die karamellisierten Haselnüsse. danke für die Inspiration, Ina!

Montag, 11. April 2011

Ein Stück Kuchen gefällig?

Letzte Woche habe ich beim (außerplanmäßigen) Nachmittagskaffee ein Stück Karottenkuchen vom Konditor gereicht bekommen. Dieser war sehr lecker, innen mit Schokostreuseln und mit Zuckerguss überzogen. Das habe ich heute gleich mal selbst probiert. Und ohne die Verzierung mit Marzipankarotten würde mir der Kuchen nur halb so gut schmecken.


Karottenkuchen

für eine Springform mit 24 cm Durchmesser

100 g Butter
4 Eier
100 g Zucker
200 g gemahlene Haselnüsse
50 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
200 g Karotten
100 g Raspelschokolade, Vollmilch
150 g Puderzucker
Zitronensaft
12 Marzipankarotten

Die Butter bei niedriger Temperatur in einem Topf schmelzen, die flüssige Butter zum Abkühlen von der Herplatte nehmen. Solange die Karotten waschen, schälen und raspeln. Die Eier in eine Rührschüssel schlagen und zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen. Die geschmolzene Butter hinzufügen. Anschließend die Haselnüsse, das Mehl, das Backpulver und die Prise Salz hinzugeben und alle Zutaten gut verrühren. Zum Schluss die Raspelschokolade und die geraspelten Karotten unterheben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte und eingefettete Springform füllen. Im vorgeheizten Ofen bei 170°C ca. 40-45 Minuten backen. Im Anschluss einen dickflüssigen Zuckerguss aus 150 g Puderzucker und der nötigen Menge Zitronensaft herstellen. Sobald der Kuchen abgekühlt ist, kann er mit dem Guss bestrichen werden. Die Marzipankarotten direkt im Anschluss auf den Kuchen setzen.