Mittwoch, 27. März 2019

Auch bei mir angekommen: der Brotback-Trend (selbstgebackenes Vollkornbrot)

Dieses Rezept kommt von einem älteren Herrn, welcher in der Zeitung gelesen hat, dass ich eine Pension eröffnet habe. Er ist begeisterter Hobbybäcker, gibt seit Jahren Brotbackkurse an der Volkshochschule und für Interessierte und Freunde. Er schlug vor, mir einen privaten Backkurs in meiner Lodge zu geben. Auch wenn ich es vorher nie so sehr mit Brotbacken hatte (meine ganze Familie besteht aus Hobby-Brotbäckern), konnte ich da schlecht nein sagen.

Nun, der Brotbackkurs war eine Bereicherung, da er mich zum Brotbacken motiviert hat. Es ist schön, wie wenig Zutaten man für einen richtig leckeren, selbstgemachten Brotlaib braucht. Ich backe nun etwas öfter mein Brot selbst. Zudem war der Brotbackkurs auch eine sehr bereichernde Begegnung auf persönlicher Ebene.


Vollkornbrot

für 2 Brotlaibe

550 g Dinkelvollkornmehl
550 g Weizenvollkornmehl
1 Würfel Hefe
1 Prise Zucker
30 g Salz
700 ml Wasser

Für den Vorteig in einer Schüssel ca. 200 ml lauwares Wasser mit der Hefe und einer Prise Zucker mit dem Schneebesen verrühren. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abgedeckt ca. 30 Minuten in heißes Wasser stellen, das Teigvolumen sollte sich verdoppelt.

Nun ca. 200 ml Wasser in die Schüssel geben sowie das Mehl und das Salz. Bis zu 300 ml mehr Wasser dazugeben (insgesamt also ca. 700 ml)  und alles auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen zu einer kompakten Teigkugel verkneten. Sie sollte nicht kleben. Den Teig in die Schüssel geben, eine kleine Mulde formen und ein wenig Wasser hineingeben, damit er nicht austrocknet. Wiederum mit einem Geschirrtuch bedecken und  ca. 30 Minuten gehen lassen.
Ein Gärkörbchen mit Mehl (idealerweise Roggenmehl) ausstreuen.

Den Ofen auf 230°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Teig halbieren, kurz durchkneten, mit den Fingern nach Innen drehen und zu einer halben Kugel formen. Die Runde Seite mit Mehl bestäuben. Mit der mehligen Seite voran ins Gärkörbchen drücken. Den Teig nochmal kurz gehen lassen. Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen und aus dem Gärkörbchen lösen. Mit der anderen Teighälfte ebenso verfahren und daneben auf das Backblech setzen. Das Brot 30 Minuten bei 230°C backen, dann die Temperatru auf 180°C herunterschalten und weitere 25-30 Minuten backen.

Donnerstag, 21. März 2019

Chinesische Suppe ... mit dem neuen Spiralschneider gemacht


Wie man auf den Gemüsebildern sieht, habe ich mir einen Spiralschneider gekauft.
Die Entscheidung war eine schwere Geburt. Eine meiner Freundinnen, die aber nicht jeden Trend mitmacht, hat immer wieder geschwärmt und mir Rezeptvorschläge geschickt.
Im Prinzip kann man diese Rezepte auch ohne Spiralschneider machen, aber es ist halt nicht ganz genau das gleiche. Die Unvernunft, nochmals ein Gerät  im Schrank zu haben war nicht zu unterdrücken.
Momentan bin ich begeistert von meinem Spiralschneider. Die Spaghetti-Karotten oder Zucchini-Tagliatelle, die auch für das folgende Rezept benötigt werden, haben es mir angetan ........... weitere Erfahrungen habe ich noch nicht. Ich hoffe, dass meine Begeisterung anhält.
 



Ich bin ebenso begeistert von der leckeren Suppe, die ich mit meinem neuen Küchengerät zubereitet habe. Ich denke, dass Ingwer, Currypaste und die Sojasauce die Brühe so delikat machen. Und auf den Koriander darf man auf keinen Fall verzichten.

Chinesische Suppe

Zutaten für 2 Personen:

Kokosöl
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer
Currypaste (etwa 2 TL)
1 Zucchini
2 lange dicke Karotten
Champignons in Scheiben geschnitten
Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
1 TL brauner Zucker 
etwas Zitronensaft
frischer Koriander gehackt

Die Currypaste mit gepresstem Knoblauch und klein geschnittenem Ingwer in Kokosöl anbraten. 

Zucchini und Karotten mit dem Spiralschneider zu "Nudeln" zaubern. Oder das Gemüse mit dem Julienneschneider schneiden oder eben mit dem Messer in feine Streifen 
oder auch Stücke schneiden.

Die Gemüsespaghetti und Champignons dazugeben, kurz mitbraten und dann Gemüsebrühe aufgießen. Alles einmal aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen.

Abschmecken mit Pfeffer, Salz, braunem Zucker und etwas Zitronensaft.
Etwas Sojasauce zugeben.

Mit dem Koriander garniert servieren.

 

Mittwoch, 13. März 2019

Auf Gästewunsch: Rührei

Beim Frühstücksbuffet für die Gäste in meiner Black Forest Lodge biete ich ein tägliches variierendes Frühstücks-Special an. Das kann ein selbstgemachter Brotaufstrich sein, Hefezopf, Laugenigel, Birchermüsli, Puddings, Obstsalat ... und manchmal auch ein Frühstücksei oder Rührei. Auf expliziten Wunsch und wenn es einen  Gast glücklich macht, gibt es Rührei auch auf Anfrage. Es kommt bei den Gästen immer sehr gut an.

Schwer ist es nicht, allerdings habe ich folgende drei goldene Regeln für ein gelungenes Rührei aufgestellt:

1. etwas Milch oder Sahne unter die Eiermasse mischen
2. bei der Butter nicht sparen
3. die Eiermasse bei mittlerer und nicht zu hoher Temperatur langsam stocken lassen und dabei nicht unnötig rühren


Rührei

für 1-2 Portionen

3 Eier
50 ml Milch
Salz
Pfeffer
15 g Butter
frische Kräuter

Die Eier  zusammen mit der Milch, Salz und Pfeffer mit einer Gabel verquirlen.
Die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Eier-Milch-Mischung hinzugeben und leicht stocken lassen. Danach ab und zu mit einem Pfannenwender das am Pfannenboden angebratene Rührei lösen und zur Seite schieben. Diesen Vorgang wiederholen, bis die ganze Masse gestockt ist. Dabei nicht zu viel rühren. Das Rührei aus der Pfanne nehmen, sobald es die richtige Konsistenz hat, damit es nicht zu trocken wird.
Vor dem Servieren nach Belieben mit frischen, gehackten Kräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum bestreuen.

Und da der Beitrag einfach perfekt zu Zorra's Blogevent "Huhn oder Ei" passt, mache ich dort mit:

Blog-Event CL - Huhn oder Ei (Einsendeschluss 15. März 2019)

Montag, 4. März 2019

Zu 100% vegetarisch: Auberginen-Kaviar

Ich liebe es, in internationalen Geschäften zu stöbern. Dazu gehören auch der Asia-Laden oder der türkische Supermarkt in meiner Heimatstadt - noch toller sind allerdings Geschäfte im Ausland.
Bei meinem letzten Elsass-Aufenthalt entdeckte ich in einem Intermarché ein "caviar d'aubergines". Gekauft habe ich ihn nicht. Aber während des Aufenthalts kaufte ich mir auch ein Gemüsekochbuch auf französisch (ja, in Buchläden stöbere ich auch gerne ...). Und darin war ein Rezept für Auberginen-Kaviar. Das Rezept habe ich dann zum letzten französischen Abend in meiner Lodge ausprobiert. Und der "Kaviar" kam soo gut an. Ein ganz toller, würziger Brotaufstrich zu frischem Baguette.
Er war auch erstaunlich schnell gemacht, da sich das Fruchtfleisch der gegrillten Auberginen sehr leicht entnehmen lässt. Eine ganz große Nachkochempfehlung!

Woher der Name kommt, frage ich mich immer noch ... weder inhaltlich noch optisch sehe ich Parallelen zu richtigem Kaviar. Vielleicht weil der Aufstrich auch gut zu Kaviar passt? Oder für die Leute, die sich keinen Richtigen Kaviar leisten können? Hat jemand einen anderen Tipp oder weiß etwas?


Auberginen-Kaviar

1 kg Auberginen
2 Knoblauchzehen
150 ml Olivenöl
Saft von 1 Zitrone
3 Schalotten
Salz
Pfeffer

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Wenn er heiß ist, die Auberginen waschen und 30 Minuten mitsamt Schale im Ofen backen. Die Auberginen ab und zu drehen. Dann mit heißem Wasser abschrecken, längs durchschneiden und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausholen. Das geht nach dem Backen recht einfach. Die Knoblauchzehen fein hacken und in 50 ml Olivenöl ca. 5 Minuten in einer Pfanne anbraten. Die Knoblauchzehen mit dem Öl aus der Pfanne und dem restlichen Öl zu den Auberginen geben. Alles fein pürieren. Die Schalotten sehr fein hacken und untermischen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.