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Samstag, 6. Juni 2026

Schoko-Geburtstagskuchen als Zahl

 Wie die Zeit vergeht ... schon hat das Kind wieder Geburtstag! Es hat sich folgenden Kuchen explizit gewünscht (genaue Vorstellungen😂):

1. Eine »Vier«

2. Mit Schokolade

3. Mit Smarties

Im letzten Jahr habe ich einen ähnlichen Kuchen gebacken, mir aber dummerweise das Rezept nicht aufgeschrieben. Dieses Jahr soll mir das nicht passieren, falls im nächsten Jahr eine Fünf als Schokokuchen gewünscht wird 😏

Ich finde ja solche Zahlenkuchen zum Geburtstag echt süß. Und auch machbar. Wobei ich schon froh war, als die fertige Vier unversehrt in der Form zum Transport war.


Für den Teig habe ich auf meinen bewährten Schokoladen-Gugelhupf zurückgegriffen und diesen als Blechkuchen gebacken. Ich habe genau die Menge des Rezeptes hier gemacht. Allerdings habe ich ein Backblech genommen, das etwas kleiner ist als das Standardblech, nämlich ca. 28 x 36 cm. Die Backzeit verkürzt sich auf dem Blech, mein Kuchen war genau 25 Minuten im Ofen und schön saftig.

Nach dem Backen habe ich mir eine Vier auf ein DIN-A4-Blatt ausgedruckt (und den Platz auf dem Blatt Papier voll ausgenutzt, sodass es kaum Rand gibt), auf den Kuchen gelegt und mit dem Messer ausgeschnitten.

Ich habe 150 g Vollmilchkuvertüre geschmolzen, den Kuchen glasiert und mit Smarties besetzt. 

Die Teile des Kuchens, die nicht für die vier benutzt worden sind, habe ich auch einfach glasiert und ein paar Smarties draufgesetzt. Der Rest wurde dann im Anschluss auch gerne noch gegessen.

Freitag, 6. Februar 2026

Im Kräuterglück: Apfel-Hagebutten-Kuchen - heitert auf an trüben Wintertagen

Eigentlich müsste die Überschrift heute "Im Beerenglück" heißen. Meine Leidenschaft zu Wildkräutern hat sich ganz automatisch auch auf die herrlichen Beeren, die im Herbst wachsen, ausgeweitet. Unglaublich was die Natur bietet. Ganz neu habe ich die Kornelkirsche entdeckt. Die Vogelbeere hat ja fast bei allen Menschen den Ruft giftig zu sein. Teilweise stimmt das ja auch, aber wenn man die vollständig reifen Früchte erhitzt, bauen sich die giftigen Inhaltsstoffe ab. Die Früchte müssen komplett von den Stielen entfernt und auch die Kerne müssen herausgelöst werden.  Die leckeren Kirschpflaumen und Wildpflaumen findet man sehr reichlich in der Natur. Total schön finde ich, dass die Früchte keine Würmer enthalten und fest und appetitlich an den Zweigen hängen. Hagebutten, Holunderbeeren und nicht zuletzt die Schlehen kannte ich schon, aber beim Reifegrad und bei der Verarbeitung konnte ich noch mein Wissen erweitern. 


Apfel-Hagebutten-Kuchen

Zutaten für den Teig:

350 g Mehl
120 g Zucker
1 Prise Salz
200 g Butter
1 Ei

Zutaten für den Belag: 

900 g Äpfel
90 ml. trockener Weißwein (alternativ Apfelsaft)
2-3 EL Zucker
1-2 Zimtstangen
1 Sternanis
1/2 TL Nelkenwurzpulver (alternativ: 3 Gewürznelken)
150 g Hagebuttenmarmelade
Saft von 1/2 Zitrone

Aus Mehl, Zucker, Salz, Butter und Ei einen Mürbeteig zubereiten.
30 Minuten kaltstellen.


Die Äpfel schälen und in feine Spalten schneiden oder hobeln. 75 g davon mit Wein, Zucker und den Gewürzen (Gewürze am besten in einen Teebeutel geben) in einem Topf aufkochen und weich dünsten. 

Die Gewürze entfernen und die Hagebutten-Marmelade einrühren. Mit den übrigen Apfelspalten und dem Zitronensaft mischen und komplett abkühlen lassen. 

Die Springform mit der Hälfte des Teiges auskleiden, dabei einen kleinen Rand formen. 

Die Apfelmasse darauf verteilen und den Kuchen im vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen.

Dann den restlichen Teig mit einer groben Käsereibe darüber reiben und den Kuchen in etwa 30 Minuten goldbraun fertigbacken.










Samstag, 18. Januar 2025

Das Käsekuchen-Experiment: Der Start mit einem megaleckeren Kuchenrezept

 

Vor ein paar Jahren bin ich schon mal auf die Suche nach DEM Käsekuchen-Rezept gegangen. Ich habe mir damals mein Rezept zusammengeschustert - ein paar Jahre später hat es mich beim erneuten Backen nicht überzeugt.

Also auf ein Neues ... nachdem ich Ende des letzten Jahres mein Roman-Manuskript abgegeben habe, ist nun wieder mehr Zeit und Muße für Küchenaktivitäten. Ich backe wieder Brot und Kuchen. In diesem Zuge habe ich mir vorgenommen, einfach wieder einmal ein paar Käsekuchenrezepte nachzubacken und zu vergleichen. Los ging es mit einem Käsekuchen mit Mürbeteigboden und -rand. Und mit einer Füllung aus Quark und Schmand. 

Ich bin begeistert. Es könnte sich bereits um das perfekte Rezept handeln! Der Kuchen schmeckt nach klassischem Käsekuchen. Cremig. Leicht säuerlich. Zitronig. Vanillig. Süß. 

Super! Interessant, dass der Schmand sich so gut macht, den hätte ich ohne das Rezept nicht reingetan.

Ich werde wohl doch noch weitere Rezepte ausprobieren. Aber dieses bleibt hoch im Kurs!

Ich habe das Rezept vom kleinen Kulinarium nachgebacken. Danke dafür!

Freitag, 4. Oktober 2024

Apfelkuchen nach Elsässer Art

Dieses Rezept habe ich vor vielen Jahren von einer befreundeten Nachbarin bekommen. Oft war sie im Elsaß und hat von den herrlichen Kuchen und Terrinen geschwärmt. Fini hatte den Kuchen frisch gebacken zu uns gebracht - er war noch warm und hat köstlich geschmeckt. Vor allem dieser Mürbeteigboden ist so lecker. Er ist dünn und knusprig. Da ich Falläpfel verwendet habe, hatte ich keine einheitliche Schnitze und konnte sie nicht so schön anordnen, wie ich den Kuchen in Erinnerung hatte. Aber geschmeckt hat er auch mit den kleinen Stücken. Ich habe sie ziemlich dünn geschnitten, da einige Äpfel noch recht unreif waren. Auch habe ich deshalb etwas mehr Zucker verwendet. Das Rezept ist von vornherein für 2 Kuchen, das ist etwas ungewöhnlich, aber in diesem Fall ratsam, denn er ist schnell verteilt und aufgegessen.

Apfelkuchen nach Elsässer Art

Mürbeteig für 2 Kuchen: 

250 g Mehl
125 g Butter
25 g Zucker
5 g Salz
100 ml Wasser

Früchte für 2 Kuchen:

1 kg Äpfel
25 g Zucker

Creme für 2 Kuchen:

75 g Zucker
100 ml Milch
100 ml Sahne
2 Eier
1 Vanillezucker

Mit den Zutaten einen Mürbeteig zubereiten. Die gefettete Form sorgfältig mit dem Teig belegen, die Ränder möglichst gleichmäßig hochdrücken. Den Boden mit einer Gabel einstechen.

Für die Creme die Eier und den Zucker in einer Schüssel aufschlagen. Danach die Milch, die Sahne und den Vanillezucker hinzugeben.

Die Äpfel schälen, in Spalten schneiden und auf dem Teig verteilen. 25 g Zucker darüber streuen. 

Im sehr heißen Ofen 25 bis 30 Minuten backen.

Dann die Creme über die beiden Kuchen verteilen.

Wieder in den Ofen schieben und fertig backen.

Eventuell mit Puderzucker bestreuen und den Kuchen lauwarm servieren.




Samstag, 21. September 2024

Im Kräuterglück: Brennnesselkuchen

Zum Geburtstag meines Sohnes habe ich mit unserer 4-jährigen Enkelin einen Geburtstagskuchen für ihren Papa gebacken. Ich war beim Sammeln für die Brennnesseln zuständig, die Kleine für die Blumen.

Wobei, sie wollte mir auch unbedingt bei den Brennnesseln helfen. Da ist es passiert. Sie hat sich gebrannt. Aber der Spitzwegerich war nicht weit und wir haben dessen Saft auf die gepiekste Stelle aufgetragen, dann war es gleich nicht mehr so schlimm. 
Wie man auf dem Bild sieht , haben wir Gänseblümchen, Löwenzahnblütenblätter und die blauen Blüten  vom Gundermann (wenn ich mich richtig erinnere) zum Verzieren verwendet. 
Das Tolle an der Brennnessel ist, dass man sie für deftige Gerichte als auch für Süßes verwenden kann. Dieser Kuchen hat innen eine tolle grüne Farbe, dafür zuständig ist das wertvolle Chlorophyll. Um es zu erhalten, darf man diesen Kuchen nicht bei einer hohen Temperatur backen.


Das Originalrezept findest du hier:

Ich habe eine kleine Kuchenform genommen und dazu passend nur das halbe Rezept.

Zutaten:
125 g Butter
75 g Zucker
2 Eier
ca. 50 g Brennnesseln
etwas Milch oder Wasser
125 g Mehl
1/2 TL Backpulver
Vanillezucker

Topping:
Puderzucker
Zitronensaft
Blüten

Zubereitung:
Die Brennnesseln waschen, trocken tupfen und grob hacken.
Zusammen mit Milch oder Wasser im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren.
Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen und die Eier nach und nach unterrühren.
Dann das Mehl mit dem Backpulver und den Brennnesselmix dazugeben und verrühren.
Im Backofen schonend bei 130°C ca. 1 Stunde schonend backen. 
Den Kuchen aus der Backform nehmen und auskühlen lassen.
Puderzucker mit Zitronensaft verrühren bis eine dickflüssige Glasur entsteht. 
Mittig auf den Kuchen geben, so dass sie etwas am Kuchen runterläuft.
Mit den Blüten verzieren.


Exkurs: wie und wann man die Brennnessel erntet

Besonders frisch und heilkräftig ist die Brennnessel im Frühling. Gesammelt werden dann die oberen 2-3 Blattpaare. Später hat sie größere und kräftigere Blätter. Im Prinzip kann die Brennnessel das ganze Jahr gesammelt werden, vor allem wenn sie zwischendurch abgemäht wurde und frisch austreibt.
Zum Sammeln sollte man beherzt von unten nach oben über den Stiel und die Blätter pflücken. So bleiben die Brennhaare intakt und die Flüssigkeit kommt nicht mit der Haut in Berührung. 
Um sie weiter zu verarbeiten kann man sie mit einem Nudelholz oder einer Flasche walzen. So werden die Brennhaare zerstört. Auch wenn die Brennnessel erhitzt wurde, sticht sie nicht mehr.

Sonntag, 18. August 2024

Die Feigen sind reif - saftiger Feigenkuchen

Wenn die Früchte unserer "Bayerischen Feige" groß werden und sich rötlich färben, dann ist der August da. Am Anfang kann man es gar nicht erwarten, bis es so weit ist. Aber dann geht es flott. Dann werden ganz viele Früchte auf einmal reif und man kann sie gar nicht mehr schnell genug verbrauchen. Die letzten Jahre habe ich Feigenmarmelade gemacht, jetzt habe ich ein Kuchen-Rezept entdeckt, das mir sehr zusagt. 

Bei diesem Kuchen wird ein Rührteig hergestellt und in die Form, die vorher mit Butter eingefettet und mit Mehl bestäubt wurde, eingefüllt. Schön glatt streichen und dann kommt es: Ich habe 10 Feigen verwendet, in der Mitte durchgeschnitten und bei jeder Hälfte eine Scheibe abgeschnitten. Dann hat man anschließend 20 Scheiben (die man zuerst auf die Seite legt) und 20 Anschnitte. Diese Anschnitte legt man auf den Teig und drückt sich etwas rein. Dann wird der Kuchen 30-35 Minuten gebacken. Die Feigen sinken dann in den Kuchen ein.

Nach dieser ersten Backzeit holt man den Kuchen aus dem Backofen raus und legt die Feigenscheiben gleichmäßig auf den Kuchen. Nochmals 10 - 15 Minuten backen, dann ist der Kuchen fertig. 

Nach dem Abkühlen kann man den Kuchen mit Puderzucker bestäuben. Der Kuchen schmeckt sehr lecker und saftig. Ich würde das nächste Mal die Zuckermenge im Teig etwas reduzieren, da er nach unserem Geschmack etwas zu süß ist. Aber es kommt da natürlich auf die Süße der Feigen an. 

Man findet das Rezept hier.

Mittwoch, 26. Juni 2024

Erdbeerkuchen mit Bisquit und Pudding

Die Erdbeer-Ernte in meinem Garten ist dieses Jahr gigantisch! Dass ein paar Sträucher so viele Früchte abwerfen können, hätte ich nicht gedacht. Nach dem Snacken bleiben noch Erdbeeren zum Verarbeiten. So hatte ich Lust, einen Kuchen zu backen.

Ich habe mich dieses Mal für ein Rezept von Simone aus der s-Küche entschieden: Erdbeerkuchen mit Pudding und schnellem Bisquitteig. Dort hat mir gefallen, dass der Kuchen so echt aussieht, ohne viel Schickschnack. Und auch die Zubereitung ist recht pragmatisch. Bisquit. Pudding. Erdbeeren. Das Ergebnis war sehr lecker und ich merke mir das Rezept.

Jetzt habe ich ja richtig Lust, weitere Kuchen mit Erdbeeren zu backen und mir sind da auch noch ein paar Rezepte eingefallen. Mal sehen, was die Ernte dieses Jahr noch hergibt - sonst nächstes Jahr.

Donnerstag, 15. Februar 2024

Rote-Bete-Kuchen mit Schokoladenguss

Nach mehreren Anläufen, in verschiedenen Backöfen, mit Backpulver statt Natron - mit Natron hat es nun geklappt - und ich habe einen fluffigen, saftigen, schokoladigen und leckeren Rote-Beete-Kuchen zustande gebracht. 

Ganz besonders freut es mich, dass ich mit diesem Rezept eine Ganache kennengelernt habe, die sich leicht zubereiten und verteilen lässt und auch sehr lecker schmeckt. Man schneidet die Couvertüre (ich habe Vollmilch genommen, die mein Schwiegersohn diese bevorzugt) in Stücke und gießt die aufgekochte Sahne darüber. Nicht gleich die ganze Menge, nach und nach ist es besser. Wenn die Couvertüre ganz aufgelöst ist und die Ganache leicht zähflüssig ist, mittig auf den Kuchen gießen, verlaufen lassen und nur noch auf der Seite mit einem Backpinsel verteilen. Allerdings habe ich die Zutaten für diese Ganache  ziemlich reduziert. Es war bei meinem Kuchen zu viel Masse und ich musste einiges davon wegtun. 


Das Rezept dieses leckeren Kuchens findet man hier.
Der Kuchen ist bei der ganzen Familie gut angekommen, vor allem weil er nicht sehr süß ist.
Er wird  definitiv wieder gemacht.

Samstag, 11. November 2023

Prädestiniert für die eigene Ernte: Apfel-Gitterkuchen

Bei einem Dorffest konnte ich gerade noch einen Bissen dieses Apfelkuchen gustieren, bevor er weg war (andere Kuchen gab es noch). Da der Kuchen so lecker geschmeckt hat, habe ich mir das Rezept geben lassen. 

Neulich haben uns unsere Nachbarn eine Kiste mit Äpfeln aus dem eigenen Garten vorbeigebracht. Das hat mich sehr gefreut, da die ernte unseres garteneigenen Apfelbaumes dieses Jahr noch nicht reichlich war (wir haben den Baum auch erst im letzten Jahr gepflanzt). Was tun mit so vielen Äpfeln? An apple a day ... ist auf jeden Fall mein Motto. Ich esse eigentlich täglich einen Apfel. Einfach so.


Ein Apfelkuchen musste bei so großen Apfelvorräten aber auch gebacken werden. Da fiel mir der leckere Apfel-Gitterkuchen ein. Für das Rezept eignen sich säuerliche Äpfel, aber man kann bestimmt auch süßliche verwenden, ich würde dann aber die Zuckermenge reduzieren.

Beim Backen ist mir aufgefallen, dass ich ja noch gar nie einen Kuchen mit Gitter gebacken habe (Zupfkuchen ist schließlich einfacher ;-)). Das war dann auch etwas herausfordernd, da ich nicht mehr genug Teig übrig hatte und das Gitter sehr filigran wurde. Aber auf dem gebackenen Kuchen fiel es gar nicht mehr so sehr auf. Und beim nächsten Backen werde ich mir etwas mehr Mühe geben und Zeit nehmen. Und ich werde diesen Kuchen auf jeden Fall wieder backen. Ich liebe ja Apfelkuchen ... und dieser gehört ab jetzt zu meinem Dauersortiment.


Apfel-Gitterkuchen

Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
200 g Butter
175 g Zucker
1 Ei
1 Zitrone (Abrieb)

Zutaten für die Füllung:
1 kg Äpfel (säuerlich)
1 Zitrone (Saft)
75 g Rosinen
2 EL Rum (optional)
50 g Zucker
1 TL gem. Zimt

Zutaten für den Guss:
2 Eier
50 ml Milch
10 g Zucker
20 g Vanille-Puddingpulver

Für den Teig Mehl, kalte Butter in Stücken, Zucker, Ei und Zitronenschale zu einem Mürbeteig verkneten und im Kühlschrank für mindestens eine Stunde kalt stellen.
Die Rosinen in Rum (alternativ lauwarmem Wasser) für mindestens eine Stunde einweichen lassen.

Die Äpfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und schälen. Dann in dünne Scheiben schneiden und mit dem Zitronensaft beträufeln. 
Die Rosinen mit einem Küchentuch abtrocken, und dann mit den Äpfel, 50 g Zucker und dem Zimt vermengen.

Die Zutaten für den Guss vermengen.

Den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. 

Den Teig aus dem Kühlschrank holen. Ein Drittel bis ein Viertel des Teiges für das Gitter beiseite stellen. Nun den Teig ausrollen und Boden und den Rand einer Springform mit dem restlichen Teig auslegen. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Nun die Äpfel auf dem Teig verteilen und den Guss darüber gießen.

Den restlichen Teig in Streifen schneiden (am besten mit einem Teigrädchen) und den Kuchen gitterartig damit belegen.

Den Kuchen für 50 bis 60 Minuten im Ofen backen.

Dienstag, 13. Juni 2023

Auf mich eingestrudelt: Klassischer Wiener Apfelstrudel

Dass es auf diesem Blog nach all den Jahren noch kein Apfelstrudel-Rezept gibt, ist unglaublich! Ich liebe Apfelstrudel, es hat sich aber irgendwie nie ergeben, dass ich ihn selbst zubereite. Obwohl meine erste und letzte Erfahrung mit Strudelteig vor einigen Jahren positiv war, als es Quarkstrudel und Gemüsestrudel gab.

Manchmal kommen die Dinge aber einfach auf einen zu. In einem Roman, den ich gelesen habe, stand ein Rezept für Apfelstrudel. Und kennt ihr das Kinderlied »Apfelstrudel«? Man kann es zum Beispiel hier sehen und hören. Mein Sohn hat es geliebt und kam bei dem Lied aus dem Quietschen gar nicht mehr raus. Diese Assoziation mit Apfelstrudel wird mir wohl auf ewig bleiben ...
Jedenfalls liebe ich Apfelstrudel auch zum Essen und bestelle ihn auch gerne im Café. Jetzt, endlich, endlich, habe ich ihn nach dem Familienrezept auch einmal selbst gemacht.

Er ist unglaublich lecker - so schön obstlastig und der Strudelteig ist so schön knusprig, was sich toll ergänzt. Bei mir gehören die Rumrosinen dazu - wir machen dann immer drei Strudel und je nach Vorlieben die einzelnen Strudel mit oder ohne Rosinen. Ich habe am liebsten Vanillesauce dazu - im Idealfall selbstgemachte.

Apfelstrudel ist natürlich aufwendiger als ein Rührkuchen mit Äpfeln - aber wenn man sich Mühe gibt und Zeit nimmt, finde ich das mit dem Strudelteig absolut machbar. Und vor allem lohnenswert. 

Apfelstrudel

für 2-3 Strudel

Teig:
1 Portion Strudelteig

Füllung:
ca. 1,8 kg mürbe Äpfel
100 g Zucker
1 TL Zimt
1 EL Rum
1 EL Zitronensaft
150 g Rosinen (optional, plus 1 EL Rum)
100 g gehackte Haselnüsse (Mandeln gehen auch)
100 g Butter (Margarine geht auch)
60 g Semmelbrösel (Paniermehl geht auch)
100 ml Sahne

zum Servieren:
Puderzucker
Vanilleeis oder Vanillesauce

Die Rosinen im Rum zwei Stunden vor Backbeginn einweichen. Den Strudelteig nach dem Grundrezept zubereiten und im Anschluss 20-30 Minuten in eine Klarsichtfolie gewickelt ruhen lassen.

Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen, in dünne Schnitze schneiden. Mit Zucker, Zimt, Rum, Zitronensaft, Rosinen und Nüssen vermischen.

Butter im Topf schmelzen. Den Strudelteig portionsweise ausziehen, erst mit zerlassenem Fett bepinseln, dann mit Paniermehl bestreuen und die Füllung portionsweise darauf geben. Den Strudel aufrollen, auf gefettete Blech legen und mit dem übrigen Fett bepinseln.

Im vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten backen; nach 20 Minuten mit Sahne bestreichen.

Den Strudel warm oder kalt mit Puderzucker bestäubt und Vanilleeis oder Vanillesauce servieren.


Hier noch die Fotostrecke zur Zubereitung:







Samstag, 18. Februar 2023

Ein kleiner Maronikuchen

Im Elsassurlaub im vergangenen Herbst habe ich eine Dose süßes Maronenpüree mitgebracht. Ich mag dieses als Brotaufstrich, fand die Idee, damit einen Kuchen zu backen, jedoch auch sehr verlockend, als ich von Judith's »zartschmelzendem Maronenkuchen« las. 

Als wir neulich Besuch bekamen, habe ich den Kuchen in einer kleinen Springform gebacken. Er ist in der Tat zartschmelzend, saftig, und maronenlastig ... und sehr süß, aber das mag ich ja ab und zu schon 😉 Sehr lecker.


Das Rezept findet ihr hier bei Judith vom Schokohimmel.

Montag, 3. Oktober 2022

Schneller Bienenstich

Es gibt ein paar Kuchen, welche ich schon seit Jahren backen will (bald muss ich in Jahrzehnten sprechen), es aber nie umgesetzt habe. Dazu zählt zum Beispiel ein Frankfurter Kranz, eine Engadiner Nusstorte und ein Bienenstich.
Neulich erzählte meine Mama von ihrem »schnellen« Bienenstich, den ihre Kolleginnen geliebt haben. Er sei besser gewesen als der vom Bäcker, der nur mit Sahne gefüllt war. In ihr Rezept kommt in die Füllung eben nicht nur Sahne, sondern auch ein Päckchen Paradiescreme. Wegen dieser war sich meine Mama nicht sicher, ob das Rezept was für den Blog sei. Zusatzstoffe und Fertigprodukte und unnatürlich und so. Ich habe bei dem Bienenstichrezept vor allem das Wort »schnell« gehört. Schnell heißt eventuell auch für mich im Moment mit Baby machbar. Zudem meinte mein Mann, dass sowas wie Paradiescreme ja schon in einen Bienenstich müsse.

Also habe ich das Rezept nachgemacht. Geschmacklich superlecker und für so eine Art Kuchen (ist ja schon fast eine Sahne-Bisquit-Torte) wirklich schnell gemacht. 

Ich habe den Kuchen nur als Ganzen fotografieren können, weil ich bei zwei Dingen noch üben muss: Mein unterer Tortenboden hat unten ein Loch. Obwohl ich eigentlich weiß, dass man einen Tortenboden als Nicht-Profi am besten mit einem Faden durchschneidet (siehe Video), habe ich es nicht gemacht. Nächstes Mal tue ich es! Und die Sahne wurde bei mir nicht ganz steif genug. Das nächste Mal werde ich die noch extra kühlen. Aber wenn ich vom nächsten Mal spreche, dann meine ich das wirklich. Denn der Kuchen ist unglaublich lecker (das fanden alle) und für mich ein super Rezept, um eben das mit den Tortenböden und der Sahne zu üben.


Schneller Bienenstich

Für den Teig:
4 Eier
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
125 g Weizenmehl
2 TL Backpulver
50 g gemahlene Mandeln
100 g gehobelte Mandeln
3 EL Zucker
25 g Butter

Für die Füllung:
1 Päckchen Paradiescreme mit Vanillegeschmack
400 ml Schlagsahne

Für den Teig Eier, Zucker und Vanillezucker eine Rührschüssel geben und mit Rührgerät 6 Minuten schaumig schlagen.

Den Ofen auf 170°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Mehl mit Backpulver mischen, sieben und portionsweise auf mittlerer Stufe unterrühren. Die gemahlenen Mandeln unterrühren. Den Teig in eine gefettete und mit Backpapier ausgelegte Springform mit 26 cm Durchmesser geben, die gehobelten Mandeln darauf verteilen und mit Zucker bestreuen. Die Form auf dem Rost in den Backofen schieben und etwa 30 Minuten backen.

Den Boden aus der Form lösen und auf einen Kuchenrost legen. Die Butter zerlassen, auf dem heißen Boden verteilen und erkalten lassen. Den erkalteten Boden einmal waagerecht durchschneiden.

Für die Füllung Paradiescreme und Sahne mit Handrührgerät in etwa 3 Minuten cremig rühren. Die Creme auf den unteren Boden streichen und den oberen Boden darauf legen.

Freitag, 1. Juli 2022

Sachertorte - unsere neue Familien-Festtagstorte

Wie immer wieder im Leben beachtet oder verändert man manche Dinge erst, wenn sie im richtigen Augenblick oder von verschiedenen Seiten auf uns zukommen. Bei einer Geburtstagseinladung hat meine Tischnachbarin, deren Lebensgefährte aus Wien stammt, von der berühmten Sachertorte geschwärmt. Sie hat mir auch erzählt, daß sie die Sachertorte selbst bäckt und mir erklärt wie sie es macht. Für ein Rezept habe ich das Internet zur Hilfe geholt und die tolle Seite Mann backt entdeckt. Dort ist die Zubereitung exakt beschrieben. 

Da der Termin des nächsten Familienfestes bereits feststand und unsere "Kinder" die bisherige Festtagstorte (Schwarzwälder Kirschtorte) wegen der Sahne nicht mehr bevorzugen, war ich sicher: diese Torte schmeckt allen und habe mich auch gleich an eine Probetorte gewagt. Äußerlich war ich ganz zufrieden, der Boden hat sehr gut geschmeckt, aber in der Mitte war mir die Torte etwas zu speckig. Also habe ich mich nochmals drangemacht und die Temperatur beim Backen verändert (Wir haben "nur" einen Brotbackofen und die richtige Temperatur ist beim Kuchenbacken etwas schwierig). Dieses Mal allerdings das halbe Rezept in einer kleinen Form. (Andauernd Probe-Sachertorte zu essen ist nicht gerade ideal für die Linie vor einem Fest). Dieses Ergebnis war einigermaßen zufriedenstellend, allerdings war mir der Boden etwas zu trocken. Die Glasur ist mir auf Anhieb gelungen, was ich von der Torte am Vorabend der Hochzeit nicht behaupten kann. Ich bin sehr ins Schwitzen geraten, hatte glücklicherweise nochmals Sahne und Kuvertüre auf  Vorrat und habe die Festtagstorte dann doch noch hinbekommen. Allerdings werde ich weiterhin versuchen, diese Torte zu optimieren und gelingsicher zu machen um somit stressfreier ins Fest zu starten.

mein erstes Probeexemplar

Zutaten für die große Torte (Durchmesser der Tortenform 27 cm):

225 g zimmerwarme Butter
50 g Puderzucker
10 Eigelb
265 g Kristallzucker
10 Eiweiß
200 g Zartbitter Kuvertüre
200 g Mehl
1 EL Kakao
 
Zutaten für die Füllung:
 
350 g Marillenmarmelade fein passiert
20 ml Rum 
 
Zutaten für die Glasur der Sachertorte:
     
 250 g Zartbitter Kuvertüre
200 g Sahne
2 Blatt Gelatine

 Zubereitung des Tortenteigs: 
 
Vorbereitung:

 Die Zutaten (Butter und Eier) sollten die gleiche Temperatur haben, deshalb ein paar Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen.

Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Kuvertüre schmelzen und beiseite stellen, damit sie anschließend nicht zu heiß ist.
 
Die Butter mit dem Puderzucker weiß schaumig schlagen.
Die Dotter einzeln dazumixen bis eine sehr cremige Masse entstanden ist.
 
Nun die etwas abgekühlte Kuvertüre dazu geben und alles verrühren.
Das Eiweiß nun so lange schlagen, bis es leicht weiß wird, dann
den Kristallzucker langsam einrieseln lassen.
Den Eischnee nun schlagen, bis er seidig matt wird. Er darf aber nicht zu fest, sondern er muss noch etwas cremig sein, damit er sich gut unterheben lässt.
 
Nun die Butter-Eigelb-Masse abwechselnd mit der gesiebten Kakao/Mehlmischung mit einem Schneebesen unter den Eischnee heben.
 
Die entstandene Masse in die Tortenform geben und sehr gleichmäßig verteilen.
 Die Sachertorte nun ca. 60 Minuten backen.

Nach dem Auskühlen eventuell den oberen Knubbel abschneiden.

Fertigstellen der Sachertorte:
 
2 EL Marillenmarmelade mit 100 ml Wasser, 2 EL Zucker und dem Rum aufkochen. 
Den Sacherboden durchschneiden und die untere Hälfte gleichmäßig mit diesem Sirup tränken.
Dann den Boden mit  Marillenmarmelade bestreichen und den oberen Boden darauf legen.

Tipp: Den Boden markieren, damit beide Hälften wieder zusammenpassen.
Dazu vor dem Durchschneiden einen horizontalen Schnitt an der Seite der Torte machen, daß man den oberen Boden exakt auf den unteren Boden legen kann und die Torte nicht uneben wird.
 
Mit dem Rest der Marmelade die Oberseite sowie außen um den Sacherboden herum eine Schicht auftragen und ganz sauber abziehen. So vermeidet man einen unebenen Rand  und die Glasur wird besonders glatt (Aprikotieren).
Die Sachertorte nun in den Kühlschrank stellen.

Zubereitung der Glasur:
 
Zwei Blatt Gelatine in kaltem Wasser einlegen und 10 Minuten quellen lassen.

Die Sahne und Kuvertüre in einen Topf geben und beides erhitzen (nicht kochen!) bis die Schokolade geschmolzen ist.

Nun die Gelatine ausdrücken und langsam und vorsichtig unter die Schokoglasur rühren bis sie sich aufgelöst hat. Dabei darauf achten, keine Luft in die Glasur einzurühren.
Die Glasur nun etwas auskühlen lassen, bis sie zähflüssig wird. Die Sachertorte nun mit der Glasur übergießen.
       
Falls notwendig, die Glasur an den Seiten immer wieder nach oben streichen bis alles bedeckt ist. Die Oberfläche ist tabu!! Nur so bleibt sie ganz glatt und perfekt.
 
Die Glasur langsam fest werden lassen und die Torte mindestens 24h stehen lassen. Erst wenn die Böden durchgezogen sind und sich der Marillen- und Rumgeschmack im Boden ausgebreitet hat, sollte man sie anschneiden. 
 
Das Herz auf der kleinen Torte habe ich mit Kuvertüre aufgespritzt.
Dabei mit Pergamentpapier eine Tüte formen und die Spitze abschneiden.
Mit Kuvertüre füllen und auftragen.

Vorsicht: es kann nichts ausgebessert werden.
Die cleane Oberfläche ist schnell zerstört.
 

Für die kleine Form (Durchmesser 17 cm) habe ich die Zutaten halbiert. 
Sie ist etwas höher geworden.

Freitag, 24. September 2021

Mohn-Cheesecake - eine wahnsinnig leckere Kombination

Ich liebe Käsekuchen und ich liebe Mohn. Sehr lange ist es her, dass ich einmal einen Mohn-Käsekuchen gebacken habe. Ich erinnere mich noch, dass ich das sehr viel Aufwand für so einen kleinen Kuchen fand.

Nun habe ich ein Rezept für einen Mohn-Cheesecake (alles mit viel Frischkäse nenne ich Cheesecake, da der in den USA meist verwendet wird). Das finde ich praktischer und sogar noch leckerer. 

Meine Gäste waren ebenfalls sehr begeistert von diesem Kuchen. Der hat Potential, ein neuer Klassiker in meinem Repertoire zu werden! Das Rezept ist inspiriert von den Küchengöttern, ich habe jedoch einiges abgeändert, siehe Rezept unten.

Gibt es hier noch weitere Käsekuchenfans? Ich habe das Gefühl, dass ich dieses Jahr mehr Käsekuchen (in allen Variationen) als andere Kuchen gebacken habe.

Mohn-Cheesecake

für eine Springform mit 24-26 cm Durchmesser

Zutaten für den Mürbteig:
250 g Mehl
125 g Butter, kalt und in Stücken50 g Zucker
60 ml kaltes Wasser
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
4 Eier
1 Pck. Vanillezucker
100 g Zucker
500 g Frischkäse
500 g Magerquark
1 Pck. Vanillepuddingpulver
100 g gem. Mohn

Aus Mehl, Butter, Zucker, Wasser und Salz einen Mürbeteig kneten und anschließend für einige Minuten im Kühlschrank in einer Frischhaltefolie verpackt stellen.

Den Ofen auf 180° (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Form auskleiden

Für die Füllung Eier, Vanillezucker und Zucker verquirlen. Frischkäse, Quark und Puddingpulver unterrühren. Die Masse halbieren und unter die eine Hälfte den Mohn rühren.

Die Form mit dem Mürbeteig auskleiden, einen ca. 3 cm hohen Rand ziehen. Die Füllungen abwechselnd in die Form füllen, sodass ein Muster entsteht. Den Kuchen im Backofen 60 Min. backen.

Freitag, 20. August 2021

Hierzulande fast unbekannt: Zucchini-Brot bzw. Zucchini-Bread

Zucchini-Bread bzw. Zucchini-Brot scheint in den USA eine beliebte Sache zu sein. Eigentlich ist es ja kein Brot, sondern eher ein süßer Rührkuchen mit Zucchini und Gewürzen.

Ich wollte das in dieser Zucchini-Saison unbedingt mal ausprobieren. Ich habe einige Rezepte angesehen und fand dann das Smitten-Kitchen-Rezept von Deb sehr durchdacht und überzeugend. Besonders gut gefiel mir, dass wirklich nicht nur eine Alibi-Zucchini-Menge hineinkommt - nein, ganze 350 g Zucchini. Da kann man schon von Zucchini-Verwertung sprechen. Und die Zucchini müssen in dem Rezept nicht ausgedrückt werden. 

Neulich habe ich Zucchini-Brot nach Debs Rezept gemacht. Es war mir einen Ticken zu ölig und süß. Also habe ich es nochmal gemacht und die Zutaten angepasst. Irgendwie sind jetzt nur noch die Zutaten selbst aus dem Originalrezept. Die Mengen sind sehr anders. Daher unten meine Version.


Zucchini-Brot

für eine ca. 22 cm lange Kastenform

350 g Zucchini
2 Eier
120 g Butter oder Margarine
80 g Rohrzucker (und ca. 20 g mehr zum Bestreuen)
50 g normaler Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 TL Salz (2g)
2 TL Zimt
1 Prise Muskat
2 geh. TL Backpulver (6g)
300 g Mehl

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Zucchini raspeln (sie müssen nicht ausgedrückt werden). Die Butter/Margarine in einem Topf schmelzen. 

Zucchini, Eier und die verschiedenen Zuckerarten in eine Schüssel geben. 
Salz, Zimt und Muskat hinzufügen und alles mit einem Kochlöffel vermengen. 
Mehl und Backpulver hinzufügen und solange weiterrühren, bis eine homogene Masse entsteht.

Eine Kastenform mit ca. 22 cm Länge einfetten. Den Teig hineingeben und mit Rohrzucker bestreuen.
 Alles ca. 60 Minuten im Ofen backen.

Dienstag, 15. Dezember 2020

Ein Meilenstein meiner Käsekuchengeschichte: Klassischer Käsekuchen

Mit diesem Beitrag überschreite ich einen Meilenstein: Käsekuchen habe ich schon in den unterschiedlichsten Varianten gebacken. Einige Beispiele gibt es auf dem Blog, wenn man nach Käsekuchen sucht. Den amerikanischen Cheesecake mit Keksboden und Frischkäse in der Füllung liebe ich! Die zugehörigen Muffins ebenso. Die Variante mit Ricotta und Kirschen ist auch super. Oder die mit Kinderriegeln. Den klassisch deutschen Käsekuchen mag ich jedoch ebenso - vorausgesetzt dass die richtige Süße und die Füllung die richtige Konsistenz hat.

Ich fand es gar nicht so einfach, ein Rezept zu finden, bei dem man für die Füllung nicht zu viele verschiedene Zutaten braucht. Nach langem Ausprobieren kam bei mir das Rezept unten heraus. Wie backt ihr euren Käsekuchen? Mir gefällt die leicht saure Note der Crème fraîche und die Vanillenote.

Man kann den Kuchen auch wunderbar in einer kleinen Form mit 20cm Durchmesser backen, indem man die Zutatenmenge halbiert und die Backzeit etwas reduziert.

Ich kann mir auch sehr gut Rumrosinen in der Käsemasse vorstellen, habe das Exemplar auf dem Bild allerdings ohne Rosinen gebacken - wie immer, wenn ich Gäste habe, von denen ich nicht weiß, wie sie zu Rosinen stehen.


Klassischer Käsekuchen

für eine Springform mit 26 cm Durchmesser

250 g Mehl
125 g Butter 
60 g Zucker
1 Prise Salz
60 ml kaltes Wasser

120 g weiche Butter
4 Eier (trennen, Eiweiß steif schlagen)
200 g Zucker + 30 g für Eiweiß
2 Pck. Vanillezucker
60 g Stärke
600 g Magerquark
300 g Crème fraîche

Aus Mehl, Butter, Wasser und Salz einen Mürbeteig kneten und anschließend für 30 Minuten, besser noch ein wenig länger, im Kühlschrank in einer Frischhaltefolie verpackt kalt stellen.

Die Butter für die Füllung aus dem Kühlschrank holen.
Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Eier trennen, die Eiweiße mit 30 g Zucker steifschlagen.
Die Butter mit 200 g Zucker und Vanillezucker verrühren. Stärke, Magerquark und Crème fraîche hinzufügen und alles zu einer homogenen Füllung verrühren. Die Eiweiße vorsichtig unterheben.

Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen, ausrollen und die Form damit auskleiden, dabei einen ca. 3 cm hohen Rand formen. 

Die Füllung in die Form gießen und den Kuchen 60-70 Minuten backen.
Evtl. vor Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird.

Den Kuchen abkühlen lassen und dann bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.

Sonntag, 15. November 2020

Kürbis-Zimtschnecken - gegen den Virusblues

Ich habe versucht, den link für dieses herrliche Rezept in diesem Blog anzugeben. Leider war ich nicht erfolgreich, da das Rezept schon eine Zeitlang im Internet kursiert. Deshalb werde ich unten die Zutaten und die Zubereitung beschreiben, wie ich es gemacht habe. 

Die Schnecken haben wie man auf dem Bild mit den fertigen Schnecken sieht durch den Kürbis im Teig eine herrliche warme ockergelbe Farbe. Eine wunderschöne Herbstfarbe eben.

Sie schmecken nicht zu süß, aber wunderbar zimtig mit einem Hauch von Kürbis.

Die Süße bekommen die Schnecken durch die Füllung. Dabei wird geschmolzene Butter auf den ausgerollten Teig gestrichen und dann mit braunem Zucker und Zimt bestreut. 

Ursprünglich war der Slogan dieses Rezeptes "gegen den Novemberblues". Ich habe den Slogan abgewandelt. Dieses Jahr heisst er: Gegen den Virusblues. So wichtig Bewegung und Sport für den Körper in der Natur ist, so sollten wir die Stunden Zuhause schön gestalten und etwas für die Seele tun.

Kürbis-Zimtschnecken

für ca. 28 Stück

Zutaten für den Teig
900 g Dinkelvollkornmehl
1 Würfel Hefe
2 EL Zucker
2 TL Salz
2 Msp. Muskat
320 g Kürbispüree
160 g Butter
400 ml lauwarme Milch

Zutaten für die Füllung:
100 g Butter geschmolzen
120 g brauner Zucker
6 TL Zimt

Vorbereitung des Kürbispürees:
Einen Bio-Kürbis waschen, entkernen und die angegebene Menge Kürbis in Stücke schneiden und in etwas Wasser ca. 20 Minuten dünsten. 
Abgießen und gut abtropfen lassen.
Mit einem Pürierstab gleichmäßig pürieren.
Abkühlen lassen.

Zubereitung:
Alle trockenen Zutaten für den Hefeteig vermischen. Die Hefe, die Milch, die Butter und das Kürbispüree dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten.
Diesen ca. 90 Minuten an einem warmen Ort abgedeckt gehen lassen. 

Wenn sich der Teig sichtlich vergrößert hat, auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen. Zucker und Zimt vermischen. Die geschmolzene Butter auf den Teig streichen und ihn mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen und in ca. 2-3 cm dicke Stücke schneiden (siehe nachfolgende Bilder).

Den Backofen auf 175 °C vorheizen. 
Die Schnecken auf ein Backblech setzen und ca. 25-30 Minuten backen. 

Am besten schmecken die Zimt-Schnecken noch warm.
Sie lassen sich auch gut einfrieren und aufgebacken schmecken sie fast wie frisch!!