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Sonntag, 15. November 2020

Kürbis-Zimtschnecken - gegen den Virusblues

Ich habe versucht, den link für dieses herrliche Rezept in diesem Blog anzugeben. Leider war ich nicht erfolgreich, da das Rezept schon eine Zeitlang im Internet kursiert. Deshalb werde ich unten die Zutaten und die Zubereitung beschreiben, wie ich es gemacht habe. 

Die Schnecken haben wie man auf dem Bild mit den fertigen Schnecken sieht durch den Kürbis im Teig eine herrliche warme ockergelbe Farbe. Eine wunderschöne Herbstfarbe eben.

Sie schmecken nicht zu süß, aber wunderbar zimtig mit einem Hauch von Kürbis.

Die Süße bekommen die Schnecken durch die Füllung. Dabei wird geschmolzene Butter auf den ausgerollten Teig gestrichen und dann mit braunem Zucker und Zimt bestreut. 

Ursprünglich war der Slogan dieses Rezeptes "gegen den Novemberblues". Ich habe den Slogan abgewandelt. Dieses Jahr heisst er: Gegen den Virusblues. So wichtig Bewegung und Sport für den Körper in der Natur ist, so sollten wir die Stunden Zuhause schön gestalten und etwas für die Seele tun.

Kürbis-Zimtschnecken

für ca. 28 Stück

Zutaten für den Teig
900 g Dinkelvollkornmehl
1 Würfel Hefe
2 EL Zucker
2 TL Salz
2 Msp. Muskat
320 g Kürbispüree
160 g Butter
400 ml lauwarme Milch

Zutaten für die Füllung:
100 g Butter geschmolzen
120 g brauner Zucker
6 TL Zimt

Vorbereitung des Kürbispürees:
Einen Bio-Kürbis waschen, entkernen und die angegebene Menge Kürbis in Stücke schneiden und in etwas Wasser ca. 20 Minuten dünsten. 
Abgießen und gut abtropfen lassen.
Mit einem Pürierstab gleichmäßig pürieren.
Abkühlen lassen.

Zubereitung:
Alle trockenen Zutaten für den Hefeteig vermischen. Die Hefe, die Milch, die Butter und das Kürbispüree dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten.
Diesen ca. 90 Minuten an einem warmen Ort abgedeckt gehen lassen. 

Wenn sich der Teig sichtlich vergrößert hat, auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen. Zucker und Zimt vermischen. Die geschmolzene Butter auf den Teig streichen und ihn mit der Zucker-Zimt-Mischung bestreuen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen und in ca. 2-3 cm dicke Stücke schneiden (siehe nachfolgende Bilder).

Den Backofen auf 175 °C vorheizen. 
Die Schnecken auf ein Backblech setzen und ca. 25-30 Minuten backen. 

Am besten schmecken die Zimt-Schnecken noch warm.
Sie lassen sich auch gut einfrieren und aufgebacken schmecken sie fast wie frisch!!





Montag, 3. Juni 2019

Golden-Milk auch als Kuchen

"Golden Milk, heiße Milch mit Kurkuma, Zimt, Ingwer, Pfeffer und Kardamom ist ja total angesagt. Golden-Milk-Kuchen ist mindestens genauso lecker. Und da in unserer Familie "trockene" Kuchen (bloß keine Sahne) derzeit auch sehr angesagt sind, wurde dieser Kuchen mit Begeisterung angenommen. Er hat durch die Zugabe von 10 g gemahlenen Kurkuma eine extrem schöne gelbe Farbe und die Gewürze, vor allem Ingwer und der schwarze Pfeffer geben ihm den Pfiff. Dieses Rezept wurde mal als Lieblingsrezept in der Zeitschrift Brigitte veröffentlicht. Es könnte auch meines werden.


Golden-Milk-Kuchen

375 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
40 g kandierter Ingwer
250 g weiche Butter
190 g Zucker
50 g Honig
10 g Kurkumapulver (ca. 2 EL)
1 TL Zimtpulver
1/2 TL Kardamompulver
 1/2 - 3/4 TL frisch gemahlener Pfeffer
1 Prise Salz
5 Eier
75 ml Milch
Puderzucker zum Bestäuben
Butter für die Form

Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Kranzform oder Gugelhupfform gründlich mit Butter einfetten. Mehl und Backpulver mischen, Ingwer fein hacken.

Butter, Zucker, Honig, Ingwer, Kurkuma, Zimt, Kardamom, Pfeffer und Salz mit dem Handrührgerät mindestens 5 Minuten hellcremig schlagen. Die Eier nacheinander gut unterrühren. Dann die Mehlmischung im Wechsel mit der Milch auf kleinster Stufe unterrühren.

Den Teig in die vorbereitete Kuchenform geben und etwa 55-70 Minuten backen.

Kuchen in der Form etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Dann aus der Form stürzen und vollständig abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestreuen und servieren.

Samstag, 3. Dezember 2016

Hutzlbrot oder Früchtebrot, je nachdem

Hutzeln sind getrocknete Birnen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine Mama die Birnen im Ofen in der Küche getrocknet hat. Und beim Schreiben kriecht mir auch der Geruch der in der Luft lag in die Nase. Der Geruch ist schwer zu beschreiben. Jedenfalls erinnere ich mich an eine gemütliche Atmosphäre in der warmen Küche und muss man es wie vieles Andere erlebt haben. Allerdings hatte ich viele Jahre genug von den fast nicht endenden Arbeiten die das Ernten und Verarbeiten der eigenen Früchte mit sich gebracht haben.
Jüngst erst merke ich, wie schwierig und teuer es ist, die richtigen Zutaten für das Hutzlbrot zu bekommen. Dieses Jahr habe ich es auch nicht geschafft, und habe so statt Birnen
getrocknete Zwetschgen und Äpfel von unserem Hofladen verwendet. Es ist trotzdem ein sehr leckeres in dem Fall Früchtebrot geworden. 

Sollte man eine Sorte der Trockenfrüchte nicht bekommen, kann man anstatt dessen auch etwas mehr einer anderen Sorte verwenden.


Hutzlbrot

400 g getrocknete Zwetschgen
400 g getrocknete Äpfel
400 g getrocknete Feigen
500 g getrocknete Datteln
300 ml Rum
200 g brauner Zucker
500 g Haselnüsse
1 kg Mehl 
1 Würfel Hefe
1 Prise Salz
2 EL gemahlenes Anis
2 EL Zimt
 1 Prise gemahlene Nelken
1 Prise gemahlener Kardamom
etwas gehackter frischer Ingwer oder
1 Prise gemahlenen Ingwer
Mandeln zum Verzieren.

Die Haselnüsse in Wasser einweichen.
Alle Früchte kleinschneiden. 
Die Früchte mit Rum und Zucker mischen und am besten über Nacht aber mindestens 8 Stunden marinieren.
Ich habe die Zwetschgen getrennt angesetzt, da ich sie im Gegensatz zu den restlichen Früchten sehr trocken und zäh waren. 
Die Zwetschgen habe ich auch am Folgetag mit etwa 1/2 l Wasser zuerst aufgekocht und
 5 Minuten kochen lassen, dann die restlichen Früchte  dazugegeben und alles noch einmal aufkochen lassen.
Danach die Früchte in ein Sieb abgießen, die Flüssigkeit auffangen und alles abkühlen lassen. 1 Tasse davon für das Bestreichen am Schluß auf die Seite tun.

Später die Flüssigkeit nochmals erhitzen. 1 Tasse davon abnehmen, etwas abkühlen lassen und die Hefe darin auflösen. Das Mehl mit dem den Gewürzen und dem Salz mischen, in der Mitte eine Mulde drücken, die aufgelöste Hefe hineingießen. alles mit Kochbrühe (eventuell noch etwas Wasser ) zu einem festen Hefeteig verkneten. Den Teig gehen lassen bis er sich deutlich vergrößert hat.

In der Zwischenzeit die Mandeln kurz in kochendem Wasser aufkochen, abgießen, 
schälen und mit einem spitzen Messer in 2 Teile spalten.

Nun die abgetropften Nüsse und die Früchte nach und nach unter den Teig kneten. Sollte der Teig jetzt zu klebrig sein, noch etwas Mehl unterkneten. Aus dem Teig etwa 12 Brote formen, mit Mandeln verzieren und nochmals gehen lassen. 

Die Früchtebrote im Backofen etwa 1 Stunde bei 200 Grad C backen. Nach der Hälfte der Backzeit die Hitze etwas verringern und die Brote mit Pergamentpapier abdecken.
Garprobe: Ein Brot herausnehmen und von unten dagegen klopfen. Wenn es hohl klingt, dann ist das Brot gar.

Die fertigen Brote aus dem Ofen nehmen und sofort mit dem restlichen Früchtekochwasser bespinseln. 

 Tipps:

Statt der verschiedenen Gewürze kann man Lebkuchengewürz verwenden
Rum kann durch Pflaumensaft ersetzt werden
Früchtebrote in Keksdosen einschichten und trocken und kühl lagern

Sonntag, 23. Oktober 2016

Zimtschnecken - was für die Seele

Von unserem Sohn habe ich zum Geburtstag ein ganz besonderes Koch/Backbuch bekommen. Die Rezepte stammen von Menschen, die im Münchner Stadtteil Pasing wohnen. Essen verbindet eben Menschen und das Kochbuch zeigt die kulturelle und kulinarische Vielfalt Pasings. Das erste Rezept, das ich jetzt probiert habe sind die Zimtschnecken. Besonders ist an diesem Rezept der Hefeteig mit Vanillepuddingpulver und das Frosting. Normalerweise bin ich kein Freund von Frostings (der zusätzliche Zucker muss ja nicht sein........) aber ich gestehe, daß die Reise nach New York mich in dieser Richtung beeinflußt hat . Jedenfalls passt das Frosting super und die Schnecken haben sehr saftig und lecker geschmeckt.



Zimtschnecken

ergibt ca. 15 Stück

Teig:

500 g Mehl, Type 550
300 ml Milch
30 g Hefe
1 P. Vanille-Puddingpulver
1 EL brauner Zucker
1/2 TL Salz
1 Prise gemahlenen Kardamon
50 g zimmerwarme Butter
1 Ei 

Zimtfüllung:

75 g zimmerwarme Butter
100 g brauner Zucker
2 TL gemahlener Zimt
100 g gehackte Haselnüsse

Frosting:

40 g Frischkäse
15 g zimmerwarme Butter
80 g Puderzucker
1 Prise gemahlene Vanilleschote 

Vorteig:
Das Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde hineindrücken. Die Hefe in lauwarmer Milch auflösen, in die Mulde geben und mit etwas Mehl vermischen. Mit einem feuchten Tuch abdecken und ca. 20-30 Minuten gehen lassen.

Teig:
Die restlichen Zutaten zugeben und mit dem Vorteig zu einem Teig verkneten. Den Teig abgedeckt ca. 30-40 Minuten gehen lassen.

Den Teig zu einem Rechteck (ca. 40x30 cm) ausrollen. Anschließend den Teig mit der weichen Butter bestreichen, gleichmäßig mit Zimt, Zucker und den gehackten Nüssen bestreuen und von der längeren Seite her aufrollen.

Die Rolle mit einem scharfen in Mehl getauchtes Messer in etwa 3 cm dicke Scheiben schneiden.

Die Scheiben aufrecht in eine große gefettete Springform setzen und dazwischen etwas Abstand lassen.

Die Schnecken eine halbe bis eine Stunde abgedeckt gehen lassen, bis sie sich sichtbar vergrößert haben und aneinander stoßen.

Den Backofen auf 200° C vorheizen und die Schnecken etwa 15 bis 20 Mintuen backen.

Alle Zutaten für das Frosting verrühren und auf die noch warmen Schnecken steichen.



Anmerkung Sarah: Ich selber habe ja auch schon mal Zimtschnecken gemacht: diese hier. Da ich aber ein bekennender Fan von Frostings bzw. Glasuren bin (solange es nicht mehr Frosting als Kuchen ist),  werde ich wohl beim nächsten Mal dieses Rezept probieren.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Zwetschgenkompott mit Rum: welch herrlicher Duft beim Zubereiten

Auch zu diesem Pflaumenkompott habe ich ein persönliches Bild. Ich arbeite bei einem Pflegedienst und eines Tages ist eine Krankenschwester zu mir ins Büro gekommen und hat geschwärmt, wie toll es bei einer alten Patientin gerochen hat und welch dicker Alkoholdunst durch das Haus gezogen ist.
Der Grund dafür: diese Patientin war dabei, ein leckeres Zwetschgenkompott zu machen. Ich habe meine Kollegin gebeten, mir das Rezept zu besorgen und nachfolgend kommt es.


Da ich weiß, daß es nicht immer so einfach ist den richtigen Reifegrad zu erwischen, wenn man gerade Zeit und Lust hat Zwetschen zu verwerten. Diesmal hatte ich Glück und war begeistert, was für schöne reife Zwetschgen bei meinem Gemüsebauern vorrätig waren. Da er mir verraten hat, dass es dieses Jahr die letzten "Eigenen" sind, habe ich kräftig zugelangt.


 Zwetschgenkompott
 
1 kg Zwetschgen
100 g brauner Zucker
250 ml Rotwein
25 ml Rum
1 TL Zimt

Alle Zutaten einmal aufkochen lassen bis der Schaum kommt, dann 5 Minuten kochen lassen.


Leider riecht man den Rum beim Zubereiten fast mehr als man ihn beim fertigen Kompott herausschmeckt.
Dieses Kompott schmeckt ähnlich, wie das vor kurzem veröffentlichte Rezept.

 Die Patientin hat das Kompott auf Vorrat gemacht, ganz heiß in Gläser gefüllt und die Gläser dann gekippt (auf den Kopf gestellt).
Sie hat allerdings bedeutend mehr Zucker verwendet als ich. Ich weiß nicht, wie lange das Kompott im Glas haltbar wäre .......... Wir haben es gleich aufgegessen.

Freitag, 18. September 2015

Zwetschgen-Apfel-Crumble mit Haferflockenstreuseln

Den ganzen Sommer über haben mich Nachbarn und Besucher spontan mit mitgebrachtem Obst und Gemüse aus Eigenanbau überrascht. Von Tomaten, Gurken, Bohnen, Kohl, Zucchini und Kürbis zu Beeren und Zwetschgen war alles dabei. Wahnsinn! Da hab ich zwar ständig umdisponiert, was meine eigentlichen Kochpläne angeht, aber nichts lieber als das - it frischem, regionalen Bio-Gemüse kann man mich glücklich machen. Zuletzt hab ich in meinem eigenen Garten noch zwei Zwetschgenbäume entdeckt. Erst dachte ich, die Früchte wären alle wurmig und würden diese Saison auch nicht mehr reifen (hier im Schwarzwald ist die Natur durch die Höhenlage etwas später dran), aber das Pflücken am Sonntag hat mich eines besseren belehrt. Ich hatte zur Krönung dieser Saison auch noch Zwetschgen aus dem Garten :-). Ein paar wurden so genascht, den Rest habe ich in eine Crumble verarbeitet. Da nicht mehr sooo viele übrig waren, hab ich noch einen Apfel mitreingeschnibbelt - man kann das Crumble aber auch nurmit Zwetschgen machen.Die Streusel hab ich nur mit Haferflocken gemacht, da ich noch einige rumstehen habe, die auch mal gegessen werden wollen. Hat super geklappt, es ist nicht mal Weizenmehl nötig für Streusel. Zimt und ein wenig Nelkenaroma hab ich noch dazugegeben, das duftet traumhaft ... Als Beilage gab's bei mir ein Mix aus Sahne und Quark, aber Vanillesauce ist natürlich auch eine sehr gute Option. Pur das Crumble essen geht auch ... es wird schön saftig durch die Zwetschgen. So ein Crumble sorgt definitiv für Gemütlichkeit, wenn's nach so einem hammermäßigen Sommer endlich mal draußen regnet. Unserer Natur hätte ich es schon lange mal gegönnt.


Zwetschgen-Apfel-Crumble mit Haferflockenstreuseln

für 1 große Portion oder 2 Dessertportionen

150 g Zwetschgen
1 kleiner Apfel (150 g)
25 g Butter
30 g Haferflocken
15 g Rohrzucker
1 Prise Zimt
1 Messerspitze gemahlene Nelken

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Zwetschgen waschen und entsteinen, dann halbieren. Den Apfel waschen, entkernen und in feine Stücke shcneiden. Aus der kalten Butter, den Haferflocken, dem Zucker und den Gewürzen Streusel formen. Das Obst in eine Auflaufform geben.  Die Streusel über dem Obstverteilen. Alles ca. 15-20 Minuten im Ofen backen. 


Sonntag, 11. Januar 2015

Um die Karotte erweitert

Birchermüsli eine Mahlzeit ist, mit der ich mindestens zwei Mal pro Woche in den Tag starte. Dieses Frühstück gibt mir Energie und schmeckt (auch wenn es rein optisch betrachtet schöneres Essen gibt). Bei all der Routine bin ich immer gerne für kleine Abwandlungen oder Erweiterungen zu haben. So kam mir Marion's Beitrag zu den overnight-oats-carrot-cake-style vor wenigen Tagen genau recht, worüber sie auf ihrem Blog aufgegabelt berichtet. Praktisch so was Ähnliches wie mein Birchermüsli (ohne Hafer- und Weizenkleie, aber die sind bei mir zufälligerweise auch wirklich gerade zur Neige gegangen), aber mit dem wichtigsten Unterschied, dass eine Karotte ins Müsli geraspelt wird. Für jeden, der Karottenkuchen isst, sollte das aber nicht allzu schräg klingen.


Und das Müsli erinnert wirklich an Karottenkuchen, mehr als ich gedacht hätte! Die Gewürze Zimt und Vanille (bei mir 1 EL Eiweisspulver mit Vanillegeschmack) finde ich hierbei essentiell.
Noch eine Anmerkung zum Rezept: Den Apfel habe ich wie die Karotte gleich bei der Zubereitung ins Müsli geraspelt und nicht hinterher, da das Einweichen der Haferflocken im Apfelsaft ein Grundgedanke des Herrn Bircher war. Wann immer ich noch eine Karotte im Kühlschrank haben werde und mein Birchermüsli zubereite, wird diese ab jetzt reingeraspelt. Ich kann Marion nur zustimmen, very, very lecker. Danke für den Tipp!

Montag, 5. Januar 2015

Süßkartoffeln mit Rosinen und Zimt

Da ich bereits fleißig in der Planung der Rezepte für die angekündigte Wintergemüse-Serie stecke, dazu aber noch nichts liefern kann, gibt's heute ein Archiv-Rezept. Die Süßkartoffeln mit Rosinen und Zimt habe ich damals (ich glaube so Ende November, daher auch Archiv-Rezept) in meiner Tajine gegart, inspiriert aus einem Kochbuch für diese Form. Man kann die Süßkartoffeln alternativ aber sicher auch in einem normalen Kochtopf garen. Und das sollte man tun, wenn man sich von der süßlichen Kombination angesprochen fühlt. Sicher ist man nicht jedermann, da es einige Kandidaten gibt, die keine Rosinen mögen und alles auch etwas exotisch klingt. Aber für die anderen könnte der Mut zu dieser Kombi belohnt werden. Bei mir gab's einen Salat mit Grünkohl dazu, wie auf dem Bild zu erkennen ist:


Süßkartoffeln mit Rosinen und Zimt

für 3-4 Portionen

1,2 kg Süßkartoffeln
1 Frühlingszwiebel
2 EL Olivenöl
75 g Rosinen
1,5 TL Zimt
Salz
Pfeffer
ca. 300 ml Wasser, evtl mehr

Die Süßkartoffeln waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Frühlingszwiebel waschen und in Ringe schneiden.
Wird eine Tajine verwendet, diese 10 Minuten vor Kochbeginn (inklusive Deckel) wässern. Das Öl in der Tajine verteilen, die Herdplatte erhitzen. Die Kartoffelstücke kurz darin braten, dann die anderen Zutaten darüberschichten und mit dem Wasser ablöschen. Nach 20 Minuten Garzeit den Inhalt ein Mal umrühren und für weitere 15-20 Minuten garen. Am Schluss nochmals mit den Gewürzen abschmecken.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Früchte-Dinkel-Brötchen

Bei uns gibt's bei der Arbeit das Angebot, morgens in der Cafeteria zu frühstücken. Zu der Auswahl im Brotkorb zählt auch eine Sorte an Brötchen mit Trockenfrüchten, Nüssen, dunklem Mehl und Zimt. Meine Lieblingssorte (frühstücken tue ich ja normalerweise daheim, aber für eine Zwischenmahlzeit, wenn sich ein starkes Hungergefühl bemerkbar macht, schnappe ich mir ab und zu so ein Brötchen). Nun habe ich auch ein Mal versucht, sie daheim nachzubasteln - mit den oben genannten Zutaten, die ich in den Originalen identifizieren konnte. Das Resultat ist ähnlich und auf jeden Fall lecker. Ich habe für den Hefeteig Dinkelmehl verwendet und als Trockenfrüchte Aprikosen, Feigen und Cranberries. Die Trockenfruchtauswahl lässt sich jedoch beliebig variieren. Obwohl ich sagen muss, dass mir die getrockneten Feigen besonders gut schmecken, die würde ich nicht weglassen.


Früchte-Dinkel-Brötchen

für 12 Stück

300 ml lauwarmes Wasser
1/2 Würfel Hefe (21g)
1 Prise Salz
500 g Dinkelmehl
50 g Rohrzucker
1 TL Zimt
2 EL Leinsamen
100 g getrocknete Aprikosen
50 g getrocknete Feigen
100 g getrocknete Cranberries
50 g ganze Haselnüsse

Die Hefe in das lauwarme Wasser einbröseln und dann dann rühren, bis sie sich aufgelöst hat. Eine Prise Salz hinzufügen. Die Mischung kurz ruhen lassen.
Mehl, Zucker, Zimt und Leinsamen in einer großen Schüssel vermischen.
Die Aprikosen hacken (nicht zu groß, aber auch nicht zu klein, ich habe sie ungefähr gezehntelt). Die Feigen ebenfalls hacken.
Die Trockenfrüchte und die Wasser-Hefe-Mischung zur Mehlmischung geben und alles zu einem Hefeteig verrühren. Den Teig abgedeckt 1 Stunde ruhen lassen.
Dann den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Haselnüsse grob hacken. Den Teig gut durchkneten und in 12 Stücke teilen (geht am besten mit bemehlten Händen). Die Stücke zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die gehackten Haselnüsse auf den Teigkugeln verteilen.
Die Brötchen ca. 20-25 Minuten im Ofen backen.

Samstag, 12. Oktober 2013

Kürbis-Apfel-Crumble

Auf Sabine's Blog heißt es: Die Seelenfutter-Zeit ist da! Und damit spricht sie mir aus der Seele ... ja, das schöne an der kalten Jahreszeit ist: je ungemütlicher es draußen ist, umso schöner ist es, ins Warme nach Drinnen zu kommen und es sich dort so richtig gemütlich zu machen.

Fangen wir doch mal mit dem dazu passenden Essen an, welches den Gemütlichkeitsfaktor enorm in die Höhe treiben kann. Bei dem Begriff "Soul Food" denke ich an einen schönen Teller mit Pasta, einen herzhaften Eintopf oder eine cremige Suppe. Und was die süße Seite angeht, so gibt es ein Schlagwort namens Crumble, welches ich mit Seelenfutter verbinde.

Zu Sabine's Blogevent steuere ich ein Crumble bei. Dazu habe ich mir überlegt, mein Lieblingsobst mit meinem Lieblingsgemüse zu kombinieren, also ein Kürbis-Apfel-Crumble. Das ist 100% saisonal und da Kürbis eine süßliche Geschmacksnote hat, macht er sich meiner Meinung nach in dieser Süßspeise sehr gut. Wie es sich für ein Crumble gehört, ein paar knusprige Streusel mit Zimt oben drauf. Der Verzehr mit Vanillesauce wird ebenfalls wärmstens empfohlen. Das schmeckt dann schlichtweg seelenwärmend.


 Kürbis-Apfel-Crumble

300 g Äpfel
300 g Kürbis
4 getrocknete Datteln
50 g Butter
50 g Mehl
50 g brauner Zucker
35 g Haferflocken
1 Prise Salz
1/2 EL Zimt

Den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. 
Die Äpfel waschen und in feine Stücke schneiden. Den Kürbis schälen und ebenfalls klein schneiden, in Würfel mit nicht mehr als 1,5 cm Seitenlänge. Zum Schluss noch die Datteln zerkleinern. Apfel-, Kürbis- und Dattelstücke vermengen und in eine Auflaufform geben  (meine Form misst 17 x 24 cm). 
Die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Herdtemperatur schmelzen lassen. Die geschmolzene Butter in einer Schüssel mit dem Mehl, dem Zucker, den Haferflocken, dem Salz und Zimt gut verrühren (das geht auch mit dem Kochlöffel sehr gut, ist kein Rührgerät nötig). Die Streusel über dem Obst/Gemüse verteilen. Alles im Ofen ca. 30 Minuten backen, bis der Kürbis durchgebacken und die Streusel schön kross (aber noch nicht schwarz) sind.
Dazu passt sehr gut (selbstgemachte) Vanillesauce.


Sabine fragt weiter nach unseren Gute-Laune-Maßnahmen für die kalte Jahreszeit. Der Klassiker, sich mit einer guten Lektüre auf dem Sofa unter einer Wolldecke zu verkriechen, gehört für mich auch dazu. Die Lektüre ist sehr variabel, im Moment sieht es so aus, dass ich mich mit der Emanzipation der Frau befasse ;-)


Gegen kalte Füße werden zudem Oma's Wollsocken hervorgeholt:


Und das Erfolgsrezept gegen kalte Hände ist die Umklammerung einer Tasse Tee:


Noch mehr Seelenfutter gefällig? Hier lang:

Donnerstag, 12. September 2013

Kürbis-Porridge (syn: Pumpkin-Oatmeal; Melonenfrucht-Haferbrei)

Bleiben wir nach dem gelungenen Auftakt der Kürbissaison doch gleich beim Thema. Kürbis ist ja äußerst vielseitig einsetzbar und auch frühstücksgeeignet.

Während der Sommerhitze habe ich mich ja morgens nicht in die Küche gestellt, um mir mein Porridge zu kochen, um dann wiederum im Anschluss heißen Haferbrei zu essen und den Tag schon mal gut durchgeschwitzt vom Frühstück zu beginnen. Anstatt dessen gab's viel Birchermüsli. Aber jetzt im September, wo's früh morgens auf einen Schlag sehr viel frischer geworden ist, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Ein wärmendes Frühstück ist kann ein sehr wohltuender Start in den Tag sein. So hat das auf vielen US-amerikanischen Food Blogs präsente Pumpkin-Oatmeal umgehend auf mich gewirkt und ich musste es gleich nachmachen. Das war sehr gut so, denn so kann ich die Kürbissaison noch noch so richtig ausnutzen. Übersetzt habe ich das "Pumpkin Oatmeal" einfach mal mit Kürbis-Porridge. Der englische Ausdruck Porridge wird ja hierzulande auch verwendet, bzw. verstanden. Und Haferbrei klingt in meinen Ohren einfach nicht besonders appetitlich, weshalb ich auch in Zukunft dem Begriff Porridge treu bleiben werde. Auch wenn überall vom gleichen gesprochen wird.


Das Rezept in der Form unten bzw. ganz ähnlich ist wie gesagt auf mindestens jedem zweiten US-amerikanischen Food Blog zu finden. Also einfach Milch, Haferflocken und Kürbispüree in einen Topf geben und einköcheln lassen. Und das ganze noch schön herbstlich würzen, entweder mit "pumpkin spice" oder mit Zimt, Ingwer, Nelken, Kardamon. Rosinen sind hier keine Pflicht und können einfach weggelassen werden, aber ich mag sie sehr gerne. Süßen kann man am besten mit Ahornsirup und ein paar Nüsse sind auch immer gesund - Pekannüsse zum Beispiel machen sich hervorragend. So viel zu meinem Grundrezept - weitere Extras sind natürlich immer erlaubt. 

Kürbispüree: Früher habe ich Kürbis in einem Topf mit etwas Wasser weichgekocht, allerdings ist mir das Ergebnis immer etwas zu wässrig gewesen. Mittlerweile backe ich den Kürbis lieber im Ofen bei ca. 200°C für ca. 30 Minuten und schäle ihn dann (entweder ganz oder in Scheiben, das geht beides).


Kürbis-Porridge 

100 g Kürbispüree
35 g Haferflocken
200 ml Milch
50 ml Wasser
1 EL Ahornsirup
je 1 Prise Salz, Zimt, Nelken, Kardamon & Ingwer
optional:15 g Rosinen 
10 g Pekannüsse

Alle Zutaten bis auf die Nüsse in einen Topf geben, aufkochen und bei mittlerer bis geringer Hitze für ca. 7 Minuten einköcheln lassen. Mit den zerteilten Nüssen garnieren.

Dienstag, 1. Januar 2013

Hallo 2013 - ich will Kontinuität

Hallo 2013 und hallo ihr da draussen - seid ihr gut in das neue Jahr gestartet? Ich hatte ja meine besten und schlimmsten Parties an Silvester. Dieses Jahr nicht - da war's ganz gemütlich und schön. Nach meinem kulinarischen Jahresrückblick folgt nun ein Jahresausblick. Sowohl kulinarisch als auch etwas darüber hinaus.

Ich fange mal mit dem "darüber hinaus" an: 2012 war für mich, wie dir Jahre zuvor, ein relativ bewegtes Jahr. Meine Umzüge innerhalb der letzten Jahre können nicht mehr an einer Hand abgezählt werden, ich habe viel erlebt, viel Neues angefangen, gesehen und gelernt ... und 2012 stand nach meinem Berufsstart schon der erste Jobwechsel an. Ein Wechsel, der ungelogen alles zum Besseren verändert hat, denn ich bin mit meinem Leben im Moment einfach nur glücklich. Für 2013 wünsche ich mir daher, dass alles erst mal so weiter geht wie bisher. Ich würde gerne am Ende der nächsten zwölf Monate noch den selben Job haben (mit zwölf Monaten mehr Berufserfahrung ;-)), will meine neu entdeckte Joggingleidenschaft intensiv weiter verfolgen und will weiter Russisch lernen, auch eine Sache, mit der ich neu begonnen habe. Lediglich bei Laufrouten in der nächsten Umgebung sowie bei Kochrezepten und ein paar Gemüsesorten freue ich mich auf einige Bereicherungen! Kurz gesagt wünsche ich mir also Kontinuität für 2013 - natürlich ohne stehen zu bleiben, bei stetigem Fortschritt meiner Fähigkeiten im Beruf und in meinen neuen Interessengebieten. In diesem Sinne lasse ich das neue Jahr aber ganz gelassen auf mich zukommen und schaue, was es bringt - es geht im Leben ja schliesslich nicht immer ganz nach dem Motto "wünsch dir was" zu...

Was meinen Blog angeht, so gibt es auch ein paar neue und alte Pläne. Ich bin kurz davor, das Projekt der Pastasaucenklassiker nach knapp zwei Jahren fertig zu stellen. Und da 2013 von der UN zum internationalen Jahr der Quinoa erklärt wurde, schwebt mir auch ein neues Projekt vor. Zu beidem werde ich nähere Informationen in den kommenden Tagen veröffentlichen. Abgesehen von diesen "Projekten" wird die nächste Zeit wohl schwerpunktmässig gesund und sehr ausgewogen gekocht werden, als gute Basis für den Sport. Zwischen Quinoa und der gesunden Sportlernährung sollte es auch Berührungspunkte geben, also eine Motivation mehr, damit zu kochen und backen.


Im Sinne der Kontinuität gibt es heute zunächst wieder ein Mal einen meiner absoluten Lieblingssalate. Und was das Ausprobieren angeht, so wurde meine Rezeptesammlung um ein weiteres Dessert bereichert. Es kam wieder zu so einem klassischen Fall, bei dem ein Rezept danach schreit, gemacht zu werden: Ich hatte noch Mascarpone übrig, die ich verwerten wollte, und bin auf der Suche nach einem anderen Rezept im Kochbuch Teufelsküche ganz zufällig auf eine Kreation mit Mascarpone, Zartbitterschokolade und Pistazien gestossen. Alles bei mir daheim vorhanden. Wenn das keine Aufforderung zum Nachmachen ist... weiter unten also meine leicht abgewandelte Form, denn ich habe etwas Joghurt hinzugefügt.

Das genannte Kochbuch habe ich übrigens im Februar beim touche-à-tout-Blogevent gewonnen. Vielen Dank nochmals! Daraus gekocht hatte ich schon, jetzt habe ich auch zum Beweis endlich mal ein Rezept verbloggt.


Mascarpone-Schokoladen-Dessert

für 4 Portionen

100 g Zartbitterschokolade
120 g Mascarpone
120 g Naturjoghurt
1 TL Zimt
2 EL Ahornsirup
4 EL gehackte Pistazien

Die Schokolade auf sehr niedriger Temperatur in einem Topf (oder alternativ im Wasserbad) schmelzen. Mascarpone, Joghurt, Zimt und Ahornsirup verrühren und auf 4 Dessertschälchen verteilen. Die flüssige Schokolade darüber giessen und die gehackten Pistazien darüber streuen.