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Sonntag, 9. Mai 2021

Dattel-Dip - auf die Dattel gekommen

Ich habe in einem der vorhergehenden Blogbeiträge erwähnt, daß in dem Gebäude, in dem mein Arbeitsplatz sich jetzt befindet, ein türkischer Supermarkt untergebracht ist. Neben herrlichem Gemüse und Obst gibt es immer frische Kräuter (türkische Petersilie, Koriander, Dill und Pfefferminze). Da sich dieser Laden zu einem begehrten Ort für mich entwickelt hat, habe ich ein neues Highlight entdeckt.

Angefangen hat der Dattel-Trip schon vor ein paar Wochen als ich meinen Sohn mit Familie in einer schönen bayerischen Stadt besucht habe. Dort habe ich entdeckt, daß sogar jetzt in dieser Corona-Zeit ein kleiner Dattelladen eröffnet hat. Die sehr nette Inhaberin habe ich gefragt, wo sie herkommt: da hat sie zurückgefragt - ich oder die Datteln - hat sie mir erzählt, daß sie aus Syrien und die Datteln aus Saudi-Arabien kommen. Sie hat uns von allen frischen Datteln Tüten abgepackt, liebevoll beschriftet und wir konnten aufgrund eines Prospektes die Datteln zuordnen und abends eine richtige Dattelprobe mit Tee machen.

Jetzt war mein Interesse an Datteln geweckt. Zuhause haben wir festgestellt, daß manche der frischen Datteln so lecker und karamellig schmecken, daß sie sogar das Stück Schokolade zum Cappuccino ersetzen können.

Jetzt zurück zu meinem türkischen Supermarkt. Da mein Auge für Datteln jetzt geöffnet ist, habe ich die vielen Datteln im türkischen Laden beachtet. Auf meine Nachfrage, welche die Inhaberin empfehlen kann, hat sie nur geantwortet, ich soll mich durchprobieren. Es kommen die nächsten Wochen riesige Mengen an unterschiedlichen Datteln wegen des Ramadan.

 

Während des Ramadans fasten Muslime weltweit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Dabei verzichten sie neben Nahrung und Flüssigkeit auch auf das Rauchen und Kaugummis. Nach Sonnenuntergang wird im Kreise der Familie oder mit Freunden das Fasten gebrochen. Dabei isst man traditionellerweise eine Dattel, wie der Prophet Mohammed es bereits tat. Nach muslimischen Glauben ist es Tradition, Datteln zu essen. Datteln nennt man auch „Brot der Wüste“, da die Palmen vorzugsweise in trockenen, heißen Gegenden wachsen und die Dattel – wie Brot, ein Grundnahrungsmittel darstellt. 

Der Ramadan war mir durchaus bekannt, aber das Fastenbrechen mit Datteln nicht. Daher die große Auswahl an getrockneten und frischen Früchten in "meinem" türkischen Supermarkt. Die Datteln kommen aus Tunesien, Algerien, Palästina und Saudi-Arabien.



Nun der Datteldip: Die süßen Datteln, dazu Knoblauch und kräftige Gewürze machen diesen Dip superlecker. Durch Schmand und Frischkäse kommt wahrlich die sahnige Frische dazu.

Mit Brot und Wein eine Köstlichkeit!!

Dattel-Curry-Dip

100 g saftige Datteln
200 g Schmand 
200 g Frischkäse
1 Knoblauchzehe
1 TL Harissa
1 TL Currypulver
Salz
Pfeffer

Petersilie und Dill zum Bestreuen
3-4 Datteln zum Verzieren

Die Datteln und den Knoblauch kleinschneiden.  
Mit dem Schmand und Frischkäse verrühren.

Mit Harissa, Currypulver, Salz und Pfeffer würzen und abschmecken.

Kühlen und etwa 2 Stunden durchziehen lassen.
 

Mittwoch, 29. April 2020

Gerösteter Spargel mit Tahin-Zitronen-Soße

 
Letzten Samstag hab ich mich entschlossen, unseren Hofladen in Zeiten von Corona zu unterstützen und den Wochenendeinkauf dort gemacht. Neben vielen anderen Sachen habe ich Spargel aus Freiburg eingekauft. Normalerweise gibt es bei uns regionalen Spargel aus Tettnang vom Bauernmarkt, der sehr lecker ist.
Ich war über den Geschmack und die Qualtität des Freiburger Spargels (ist ja auch noch regional) dann sehr überrascht. Er war sehr saftig und schmackhaft. Sehr spannend, wie Spargel aus unterschiedlichen Anbaugebieten schmeckt.

Meine Lieblingsaufgabe ist es nicht: Spargel schälen. Nicht einmal wegen der Arbeit - mehr wegen dem Ergebnis. Ich bemühe mich immer, es ordentlich zu machen, aber beim Essen findet man immer noch Fäden. Das hält mich aber nicht davon ab, die Spargelzeit zu genießen und viele Varianten auszuprobieren.

Der Spargel auf dem Backblech gewürzt und mariniert in Olivenöl

Das Rezept des gerösteten Spargels findet man hier. 
Ich habe 1 kg Spargel aus Mittagessen für 2 Personen verwendet und das doppelte der Tahin-Zitronen-Soße aus dem Rezept.

 

Den vorbereiteten Spargel habe ich in den kalten Backofen geschoben und diesen auf 
40 Minuten vor der Mahlzeit bei 200 °C programmiert. Das hat hervorragend geklappt. Der Spargel war an den Spitzen schön braun und ich musste nur noch kurz die Pinienkerne rösten und die Petersilie klein hacken.

Dieses Rezept werde ich definitiv wiederholen und vielleicht gibt es dann auch noch ein
Foto mit der leckeren Tahin-Zitronen-Soße.

Mittwoch, 26. Februar 2020

Spaghetti mit Schwarzwurzeln und Petersilienöl


Beim Wochenendeinkauf auf dem Gemüsemarkt sind mir vor Kurzem "überall" die Schwarzwurzeln aufgefallen. Wie das so ist, kann man manche Dinge tausend Mal sehen, aber man beachtet sie nicht. Aber ich habe sie ins Visier genommen und auf einmal gibt es überall Schwarzwurzeln. Man bezeichnet die Schwarzwurzel auch als Winterspargel, doch dieser Name wird der feinen Knolle nicht gerecht: unter der schwarzen Hülle verbirgt sich eine weiße Wurzel, die leicht nussig und wesentlich würziger im Geschmack ist als Spargel. Die Angst vor dem aufwändigen Schälen mit Handschuhen hat mir der Biobauer auf dem Markt gleich genommen. Seine Vorgehensweise: Die Stange senkrecht unter leicht fließendem Wasser halten und runterschälen. Das hat prima geklappt und ich habe auch keine verfärbten Finger bekommen.

Die Schwarzwurzelsahnesauce bevor sie unter die Spaghetti gemischt wurde

Das Rezept für dieses Gericht findet man hier. Es ist bereits ein ähnliches Rezept auf diesem Blog. Was aber sehr besonders bei diesem Rezept ist, ist das Petersilienöl. Eigentlich ganz einfach: die glatte Petersilie wird mit Olivenöl im Mixer zu einer cremigen Masse gerührt. Ich habe die Petersilie grob gelassen und mit dem Zauberstab und Olivenöl klein gemacht.Wie man auf dem Bild sieht, ist die Masse bei mir nicht cremig, aber herrlich grün und schmeckt phantastisch.

Das war also mein Debüt in Sachen Schwarzwurzel. Aber es ist garantiert nicht das letzte Mal, daß ich was mit dieser Wurzel zubereite. Die Enrtezeit geht noch bis April. Mal sehen, was ich zustande bekomme.

Montag, 21. Oktober 2019

Kürbis-Rosenkohl-Gratin - ein saisonales Highlight

Wir nehmen bei jedem Wochenend-Einkauf mindestens einen Kürbis mit. Dieses Mal wieder einen Hokkaido. Und Rosenkohl - da denke  immer an die kalten Finger, die ich hatte, als ich mit meiner Mama im eigenen Garten die Röschen geerntet habe. Meistens war das bei uns mitten im Winter. Die Röschen waren unten am Stunk richtig groß und oben an der Pflanze wuchsen nur noch ganz kleine Knospen. 


Nun aber zurück zur Verwendung unseres Rosenkohls vom Markt. Das Rezept für dieses Kürbis-Rosenkohl-Gratin habe ich seit langem in meinem vegetarischen Kochbuch markiert. Der Rosenkohl tut dem eher süßlichen Geschmack des Kürbisses gut und macht das Gratin etwas erdiger. Die Petersilie-Nuss-Käsemischung obendrauf rundet das Gratin geschmacklich sehr lecker ab. Mit Salat serviert ist es ein sehr bekömmliches Essen das satt und zufrieden macht.


Kürbis-Rosenkohl-Gratin

für 2 Portionen

600 g Kürbis
500 g Rosenkohl
1 Bund Frühlingszwiebeln
Salz
Pfeffer
Paprikapulver
200 g Crème fraiche
200 ml Milch
1 Bund Petersilie
50 g Walnusskerne
50 g frisch geriebener Bergkäse
1 EL Butter 

Den Kürbis entkernen und grob raspeln. Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Den Rosenkohl putzen, in feine Scheiben schneiden.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Kürbis, Zwiebeln und Rosenkohl mit Salz, Pfeffer und Paprika in einer hitzebeständigen Form mischen.

Crème fraiche mit der Milch verrühren und über das Gemüse gießen. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und mit den Nüssen hacken. Mit dem Käse mischen und auf dem Gratin verteilen. Mit Butterflöckchen belegen und im Ofen etwa 45 Minuten backen.

Samstag, 10. August 2019

Garten-Kräuterbutter

Auch wenn in meinem Gemüsegarten nicht alle Kräuter, die dort wachsen sollen, auch schön wachsen (Basilikum und Petersilie werden von den Schnecken einfach zu gerne gemocht), so gibt es doch ein paar Sorten, die sich ganz toll entwickeln (Schnittlauch gibt es in meinem Garten an jeder Ecke und der Salbei wächst jeden Sommer zu einem Busch heran). Um die Kräuter zu verwenden, kam mir die Idee, meinen Gästen abends zur Suppe neben Brot noch eine Kräuterbutter zu servieren. Da ich selbst außer Bärlauchbutter noch nie Kräuterbutter hergestellt habe, nutzte ich die Gelegenheit, meiner Kollegin über die Schulter zu schauen. Weil sie sehr gut kochen kann, fragte ich sie, ob sie einmal Kräuterbutter machen würde. Da wir an jenem Morgen gerade Leerlauf hatten, da die Gäste noch in ihren Zimmern waren und diese noch nicht gereinigt werden konnte, war das der ideale Moment.

Meine Kollegin kam mit Schnittlauch, Salbei, Thymian und Borretschblüten aus dem Gemüsegarten zurück (natürlich kann man auch andere Gartenkräuter verwenden). Sie hat die Kräuter zusammen mit Zwiebel und Knoblauch püriert, wodurch die Butter eine sehr schöne Farbe bekommt. Wider Erwarten hat sie auch nur ganz dezent nach Knoblauch und Zwiebeln geschmeckt (also wirklich so, dass man sie den Gästen ohne Vorwarnung vorsetzen kann). Und wichtig ist auch, dass nur wenig Salz und Pfeffer verwendet wurde, sodass der Kräutergeschmack nicht übertönt wurde. Ja, und was die Deko angeht, habe ich auch wieder was gelernt: es sind die ganz kleinen Dinge, die doch einen großen Unterschied machen! Die Butterschälchen sahen so hübsch aus. Zum Glück habe ich mir das Rezept gleich aufgeschrieben.


Garten-Kräuterbutter

200 g weiche Butter
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Kräuter aus dem Garten (bei mir Schnittlauch, Salbei, Thymian und Borretschblüten)
wenig Salz und Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch schälen und grob hacken. Die Kräuter waschen und grob hacken. Zwiebel, Knoblauch und Kräuter im Mixer pürieren. Zusammen mit der Butter in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät verrühren. Mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen.

Dienstag, 21. Mai 2019

Ein gesunde Variante des Burgers: mit Linsen und Grünkern


    
An dieses Rezept bin ich wieder ganz zufällig gekommen, als ich im Herbst ein Säckchen von den bei uns berühmten Höri-Bülle-Zwiebeln gekauft habe.
Der Anbau der Höri-Bülle ist auf die Halbinsel Höri begrenzt. Diese liegt am westlichen Ende des Bodensees zwischen dem deutschen Radolfzell und dem schweizerischen Stein am Rhein.

Ich hatte mir vorgenommen, etwas Besonderes mit diesen aromatischen milden Zwiebeln zu machen.  Letztendlich habe ich  die Zwiebeln für den normalen Bedarf verbraucht, aber das Rezept der Höri-Bülle-Verpackung ist in meinem Rezeptevorrat gelandet und jetzt erst habe ich es geschafft, das Rezept allerdings mit einer normalen Zwiebel auszuprobieren. Ich bin überzeugt, in diesem Fall schmälert es den Erfolg dieses Rezepts nicht.

noch nicht angebraten

für 12 Burger

200 g gekochte Alblinsen
50 g gekochter Grünkern
50 g Karotte, geraspelt
100 g Pastinake, geraspelt
50 g geriebener Bergkäse
2 Eier
2 EL Tomatenmark
2 EL Senf
Salz
schwarzer Pfeffer
2-3 EL gehackte Kräuter (Schnittlauch, Thymian, Petersilie)
50 g Vollkornbrösel
20 g Haferflocken
1 EL Sesamsamen, hell
1 Knoblauchzehe
1 mittelgroße Höri-Bülle-Zwiebel

Zwiebel und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Die Pastinake und Karotte raspeln. Allen in einer Pfanne mit etwas Öl 5-6 Minuten unter Rühren braten. Die gekochten Linsen mit dem gekochten Grünkern mit einem Pürierstab oder im Mixer grob pürieren. Das gebratene Gemüse mit dem Linsenpüree in einer Schüssel mischen. Gehackte Kräuter, Eier, Senf, Tomatenmark, Sesam, Haferflocken, Semmelbrösel und geriebenen Käse zugeben. Alles gründlich vermischen, Mit Salz und Pfeffer würzen.

Aus der Linsenmasse 12 Küchlein formen. In einer beschichteten Pfanne auf jeder Seite 6-8 Minuten in Öl goldgelb braten.

Bei uns gab es die Burger an zwei darauffolgenden Tagen zum Mittagessen.
Den ersten Tag mit Salat und Dipp, den zweiten Tag mit Gemüse und Quinoa.
Variante 1 knackig und frisch war unser Favorit!!

Die Burger sind gut zu machen. Die Masse hält schön zusammen und die Zutaten ergeben einen harmonischen würzigen Geschmack. Sie sind auch nicht trocken und haben uns sehr gut geschmeckt.

Die Burger in einem Dinkelvollkornbrötchen mit Salatblatt, Gurken- und Tomatenscheiben
und etwas Dipp kann sich auch sehr gut vorstellen.

Mittagessen Tag 1

Mittagessen Tag 2

Sonntag, 24. Februar 2019

Kreuzkümmel-Karotten, Sesam-Erbsen und Quinoa


Ich durfte diesen Sommer eine Woche in Lissabon verbringen. Die Zeit war wunderschön und gerne erinnere ich mich auch an die gute portugiesische Küche. Die folgenden Rezepte habe ich aus meinem Lissabon-Kochbuch nachgekocht.

Die Karotten sind geschmacklich durch den Kreuzkümmel  und durch den schrägen Schnitt für's Auge was Besonderes. Der nussige Geschmack des gerösteten Sesams passt sehr gut zu den Erbsen. Beide Gemüse sind auch wintertauglich, schön zu kombinieren und schnell zubereitet. Bei uns gab es Quinoa dazu.

Kreuzkümmel-Karotten (4 Portionen)

1 TL Kreuzkümmelsamen
3 EL Olivenöl
4 große Karotten, schräg in 5 mm dicke Scheiben geschnitten 
1 Knoblauchzehe, gehackt
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 

Die Kreuzkümmelsamen mit einem scharfen Messer zerkleinern. Eine Pfanne erhitzen, die Kreuzkümmelsamen hineingeben und etwa 1 Minute rösten, bis sie duften. Dann Olivenöl, 3 EL Wasser, Möhren und Knoblauch zufügen, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Temperatur reduzieren und die Möhren unter häufigem Rühren bissfest garen (bei mir etwa 15 Minuten). Vor dem Servieren noch einmal abschmecken. 


Sesam-Erbsen (4 Portionen)

400 g Erbsen (TK oder frisch)
Salz
1 EL Sesamsamen
2 EL Olivenöl 
 schwarzer Pfeffer
getrocknete Chiliflocken nach Geschmack
2 EL fein gehackte Petersilie

Die Erbsen in einen Topf mit kochendem Salzwasser geben. TK-Erbsen nur einmal kurz aufkochen, frische Erbsen ein paar Minuten kochen.
Parallel in einer trockenen Pfanne die Sesamsamen 1-2 Minuten goldfarben rösten, dabei die Pfanne immer wieder rütteln.
Die Erbsen abgießen und mit dem Olivenöl und dem Sesamsamen mischen.
Mit Salz und Pfeffer und evtl. mit Chiliflocken abschmecken und mit Petersilie bestreuen.


Donnerstag, 8. November 2018

Kartoffelsuppe mit Champignons - ist lecker und wärmt


Jetzt wird es doch kühler und die Lust auf herbstliche Kost ist auch angekommen.
Wir hatten Besuch und ich wußte noch nicht, ob überhaupt jemand was essen will, wann und wieviele Personen. Da ist ein Eintopf oder eine Suppe einfach klasse.
Das Essen ist schnell warmgemacht, Baguette oder Bauernbrot dazu, und man kann als Gastgeber alles entspannt auf sich zukommen lassen.
Das besondere an der Suppe ist auf jeden Fall der Kümmel. Ich habe gemahlenen Kümmel verwendet. Das fanden wir sehr schmackhaft.


Kartoffelsuppe mit Champignons

für 4 Portionen

850 g Kartoffeln
300 g Champignons
100 g Karotten
250 g Lauch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL + 1 EL Butter
1 TL Majoran
knapp 1 TL Kümmel
800 ml Gemüsebrühe
200 g Sahne
Salz
Pfeffer
frische, gehackte Petersilie

Das Gemüse waschen, schälen und in Stücke schneiden. Die Hälfte der Pilze beiseite legen. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. In einem Topf die Butter erhitzen, dann die Zwiebelstücke 2 Minuten darin anbraten. Nun das restliche Gemüse hinzufügen und alles ein paar Minuten weiter braten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen. Alles ein Mal aufkochen und dann bei geschlossenem Topfdeckel und mittlerer Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen. 
Die andere Hälfte der Pilze mit 1 EL Butter anbraten.
Nun die Sahne hinzugeben und die Suppe pürieren. Mit Salz, Pfeffer und den Gewürzen abschmecken. Die Suppe mit der Petersilie und den angebratenen Champignons bestreut servieren.

Samstag, 22. September 2018

Es geht weiter mit der Brotresteverwertung: Griechischer Brotsalat

Die Resteverwertung des Brots vom Frühstück ist hier ja immer ein großes Thema. Auch eines, das ich mit vielen Gästen und Freunden diskutiere. Den Tipp mit den Semmelknödeln habe ich ja zu oft bekommen und daher bin ich auf diese nicht mehr so gut zu sprechen. Als eine Freundin allerdings von Panzanella, einem italienischen Brotsalat erzählte, stieß das bei mir auf mehr Anklang. Habe ich bisher noch nicht ausprobiert, kommt aber noch. Eine Weile später schickte sie mir ein Rezept für einen griechischen Brotsalat. So ähnlich, allerdings noch mit Feta und Oliven. Als ich einmal ebenso Reste hiervon sowie von Kapern hatte, gab es den Salat. Brotreste habe ich ja sowieso immer. Fazit: es lohnt sich, das alte Brot aufzutoasten und mit Öl zu beträufeln - schmeckt für einen Salat genauso gut wie frisches Brot - oder sogar besser.


Das Rezept steht übrigens hier.

Samstag, 28. April 2018

Eckige Semmelknödel - auch nicht schlecht

Da es in unserer Familie immer wieder um Semmelknödel geht - meine Tochter hat oft Brötchenreste, hadert aber mit der Arbeit - habe ich nochmals eine andere Version ausprobiert. Ich war anfangs skeptisch, ob der Semmelknödelauflauf nicht trocken wird. War aber gar nicht der Fall. Er war lecker und saftig. In Scheiben geschnitten sieht er appetitlich und schön aus.  Das ist wirklich eine tolle Möglichkeit "Semmelknödel"  für viele Personen zuzubereiten.

der Auflauf wird vor dem Backen mit flüssiger Butter bestrichen
 Zutaten für 6 Portionen:

450 g Knödelbrot
400 ml Milch
2 Zwiebeln
2 EL Öl
5 Eier
Salz
Muskat
weißer Pfeffer
etwa 50 g Butter
3 EL feingehackte Petersilie (bei mir war es Bärlauch)

Das Knödelbrot in eine große Schüssel geben. Die Milch mit den Eiern verquirlen, würzen und über dem Knödelbrot verteilen. Ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen, würfeln und in einer Pfanne in heißem Öl goldgelb braten. Nun die Zwiebelwürfel und die Petersilie ebenfalls  zum Knödelbrot geben.
Alles zu einem gleichmäßigen nicht zu festen Teig verarbeiten. Die Butter schmilzen.

Der Teig wird in eine rechteckige, gefettete Auflaufform (etwa 17 x 26 cm) gegeben, die Oberfläche gut mit flüssiger Butter bepinselt und dann 60 Minuten im Ofen gebacken.
Ich habe die Form die ersten 50 Minuten mit Alufolie abgedeckt.

Dieser Ofensemmelauflauf wird in der Form zu Tisch gebracht und dann in Scheiben geschnitten.

Freitag, 30. März 2018

Radieschen-Apfel-Aufstrich

Das Schöne an vielen Zeitschriften im Vergleich zu Tages- oder Wochenzeitungen ist, dass ein Großteil des Inhalts nicht wirklich veraltet. Deshalb werfe ich auch die alten Ausgaben der Runner's World nicht weg und habe einen Stapel Landlust-Zeitschriften einer Bekannten im letzten Jahr gerne angenommen. Diese liegen nun für die Gäste der Lodge im Hause aus, aber auch ich selbst habe neulich zwei Frühlingsausgaben durchblättert. Und ich bin prompt auf ein Rezept für einen Brotaufstrich gestoßen, das mich angesprochen hat: ein einfacher Aufstrich mit Apfel, Radieschen und Frischkäse. Man muss nur das Obst und Gemüse raspeln und dann alle Zutaten vermengen. Also nichts einweichen, anbraten etc. Und heraus kommt ein frischer Aufstrich, der erste, willkommene Frühlingsgefühle hervorruft (hier im Schwarzwald sind wir ja etwas hinterher, was deshalb umso wichtiger ist). Unten mein leicht abgewandeltes Rezept.


Radieschen-Apfel-Aufstrich

1 Bund Radieschen
1 Apfel
1 EL Zitronensaft
200 g Frischkäse
50 g Naturjoghurt
2 EL gehackte Petersilie
Salz 
Pfeffer
Chiliflocken (nach Belieben)

Die Radieschen und den Apfel waschen und fein Raspeln. Über die Apfelraspel direkt den Zitronensaft geben. Alles mit den restlichen Zutaten vermischen und nach Geschmack würzen.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Gefüllter Kürbis aus dem Ofen

Zugegen, meine verbleibenden Kürbisrezepte sind eher herbstlich als adventlich. Zu Beginn der Saison habe ich so viel mit Kürbis zubereitet, dass ich erst einmal genug hatte. Aber vor 2 Wochen ging's dann nochmal los ... durch das kalte Wetter gab es ganz viele Suppen in allen Variationen (auch klassisch, dieses Rezept ist noch überfällig). Aber ich habe auch ein altes, neues Rezept ausprobiert. Einen gefüllten Ofenkürbis habe ich vor Jahren mal gemacht, was mich dann aber nicht vom Hocker gehauen hat. Ich glaube aber, der Kürbis selbst war schuld, der war einfach nicht schmackhaft. Sehr schade. Denn beim jüngsten Versuch war ich begeistert, vom aromatischen Kürbis aus dem Ofen und von der leckeren Füllung, die ich vegetarisiert habe. Beides hat auch super zusammengepasst. Ofenkürbis in dieser Form (sprich nicht nur gebackene Kürbisscheiben) gibt es bei mir spätestens nächstes Jahr sicher wieder. Auch das Aushöhlen und erneute Befüllen des Kürbisses hatte ich mir aufwendiger vorgestellt, als es letztendlich war.


Dabei habe ich mich für ein Chefkoch-Rezept entschieden. Selbstverständlich habe ich das Hackfleisch ausgetauscht. Und zwar durch 100g Bulgur, welchen ich gekocht und dann der Füllungsmasse beigefügt habe. Zudem habe ich etwas mehr Tomatenmark und Crème fraîche bzw. Schmand, weil ich den noch da hatte, verwendet. Den Käse habe ich kurz bevor ich alles vom Herd genommen und den Kürbis befüllt habe, einfach ebenfalls untergemengt. Ich habe den Kürbis übrigens etwas länger vorgegart als im Rezept angegeben, und das hat ihm nicht geschadet, wie ich finde.


Donnerstag, 20. Juli 2017

Pesto mit Ricotta und Walnüssen (Pesto alla siciliana)

Nach ganz vielen Beiträgen zum Backen kommt nun nach langer Zeit mal wieder ein Koch-Beitrag. Dass ich so wenig Neues zum Thema Kochen zu sagen habe, liegt daran, dass ich gerade vor allem Bewährtes für mehrere Leute koche. Neulich habe ich aber mal wieder was ausprobiert. Besser gesagt nachgemacht. Nachdem ich einmal "Pesto alla siciliana", sprich mit Walnüssen und Ricotta aus dem Glas probiert hatte, was wirklich gut geschmeckt hat, kam in gewohnter Blogger-Manier natürlich sofort der Gedanke auf "das kann man doch auch ganz selber machen". Nach ein wenig Recherche habe ich ein Rezept wie folgt abgewandelt.

Das wirklich einzige Manko an dem Pesto ist: die Farbe... die ist einfach nicht so fotogen. Da hilft nur Petersilie zum Garnieren. Und ein Tomatensalat in einer farbenfrohen Schüssel dazu.


Pesto alla siciliana

für 4 Portionen

100 g Walnüsse
200 g Ricotta
ein paar Stängel frische Petersilie
40 g Pecorino
4 EL Walnussöl
50 g Tomatenmark
frisch gemahlener, weißer Pfeffer
Salz
Chiliflocken nach Belieben

Die Walnüsse mit dem Mixer mahlen. dann die anderen Zutaten hinzufügen und alles pürieren. 

Mit der entsprechenden Menge an Pasta und evtl etwas Nudelwasser vermengen. Mit Petersilie garniert servieren.

Dienstag, 26. Januar 2016

Rote-Beete-Suppe

In meinem neuen Kochbuch steht, dass die knallrote Farbe diese Suppe hervorragend auf jeden weihnachtlich geschmückten Tisch passt. Das stimmt. Aber Weihnachten ist vorbei und wichtiger ist, daß Rote Beete jetzt auch im Januar noch Saison haben und voller Vitamine und Mineralien stecken.
Diese Suppe hat einen leicht erdigen, süßen Geschmack. Ich mag auch den dezenten Geschmack von Meerrettich in dieser Suppe. Die Deko aus Walnüssen, Petersilie und  Crème fraîche macht die Suppe neben der roten Grundfarbe zu einem richtigen Hingucker.

Un was mir zu Roten Beeten als erstes einfällt: Als Kind mochte ich rote Beete ja überhaupt nicht, aber unsere Kinder konnte man wegen dem "roten Pippi" nach dem Verzehr sehr für dieses Gemüse begeistern.


Rote-Beete-Suppe

für 4 Portionen

500 g rote Beete
300 g Kartoffeln
4 Schalotten 
25 g Butter
1 EL Rapsöl
150 ml trockener Weißwein
ca. 850 ml Gemüsebrühe
2 TL Meerrettich (Glas)
Salz, Pfeffer
etwas Zitronensaft
120 g Crème fraîche
5 Zweige Petersilie
12 Walnusskerne

Rote Beete und Kartoffeln schälen und würfeln. Schalotten ebenfalls schälen und fein hacken. Butter und Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotten darin einige Minuten anschwitzen. Rote Beete und Kartoffeln zugeben und ebenfalls kurz anschwitzen.
Dann mit Weißwein ablöschen und etwas einkochen lassen. 750 ml Brühe zugeben und das Gemüse ca. 25 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.
Die Suppe anschließend mit einem Pürierstab fein mixen. Ist sie zu dickflüssig, die restliche Brühe unterrühren.
Die Suppe mit Meerrettich, Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen.
Auf Teller verteilen und mit Crème fraîche, Petersilie und Walnüssen garnieren.

Sonntag, 17. Januar 2016

Mal wieder mit der Tajine-Form gekocht - und mit Kürbis


Letzte Woche habe ich mal wieder mit meiner Tajine-Form gekocht. Und zwar eine Tajine mit Butternut-Kürbis zu Chili-Dattel-Couscous, welche ich bei Juliane diesen Oktober gesichtet habe. Da ich des Kürbisessens aber noch nicht müde bin diesen Winter (ich wollte erst dieses Jahr schreiben, aber wir haben ja schon 2016...), gab es sie eben etwas später. Das Rezept habe ich im Oktober noch gar nicht so genau gelesen, da ich von allen Komponanten den Namens schon total angetan war. Nun habe ich festgestellt, dass das Originalrezept auf Englisch gar nicht in einer Tajine zubereitet wird. Ich hab's einfach gemacht und alles sanft gegart. Da ich noch viel Bulgur daheim hatte, habe ich diesen anstatt Couscous gekocht. Fazit: Sehr fein. Die lange Gewürzliste gibt dem Gericht einen richtig besonderen Geschmack. Der dezente Butternut-Kürbis passt als Gemüse ideal. Und die süß-sauer-scharfe Bulgurbeilage rundet dieses Geschmackserlebnis toll ab.

Sonntag, 10. Januar 2016

Saisonale Gemüseküche: Steckrübeneintopf

Heute gibt's mal wieder ein ganz typisches Gericht für meinen Blog. Und zwar eines mit vieeel buntem, saisonalem Gemüse. Steckrüben, Karotten, Kartoffeln und Lauch gehören in diesen wärmenden Eintopf. Die Gemüseschnibbelarbeit hat am längsten gedauert, ging aber auch relativ schnell. Zu diesem Rezept kam ich, da ich eine Steckrübe gekauft habe und nicht genau wusste, wie ich sie verarbeiten soll. Da habe ich einige Eintöpfe mit ihr gefunden und mir auf Basis von verschiedenen Rezepten mein eigenes, natürlich vegetarisches, gebastelt. Nach dem Motto "mit viel Gemüse und ein paar Gewürzen kann man nicht so viel falsch machen". Voilà:


Steckrübeneintopf

für 4-6 Portionen

1 kg Kartoffeln (festkochend)
1 kg Steckrüben
400 g Möhren
200 g Lauch
3 EL Öl
1,5 l Gemüsebrühe
4 Lorbeerblätter
je eine gute Prise Muskat, Kreuzkümmel und Kurkuma
100 ml Sahne (normale oder Hafersahne geht auch super)
Salz und Pfeffer
frische Petersilie

Die Kartoffeln, Rüben und Karotten waschen, schälen und in Würfel schneiden. Den Lauch in Ringe schneiden und waschen. Die Petersilie waschen und fein hacken.
In einer Pfanne das Öl erhitzen und das Gemüse darin 5 Minuten anbraten. Anschließend die Gemüsebrühe und die Lorbeerblätter hinzufügen. Alles ein Mal aufkochen und dann weitere 20 Minuten bei mittlerer Temperatur und geschlossenem Topfdeckel köcheln lassen. Die Sahne hinzugeben und alles heiß werden lassen. Mit den Gewürzen und Salz und Pfeffer abschmecken. Die Lorbeerblätter vor dem Servieren entfernen und mit der Petersilie garniert servieren.


Samstag, 21. November 2015

Zucchini-Quinoa-Auflauf

das Gemüse wird in Olivenöl gedünstet

Der Auflauf schmeckt ähnlich wie Omelett, die Zucchini machen es fruchtig,
die Peperoni deftig und der schwarze Sesam mit dem Quinoa bringt die nussige Note.


Schwarzer Sesam ist die Urform des Sesams. Im Geschmack ist er kräftiger und aromatischer als weißer Sesam. Schwarzer Sesam galt schon in der Antike als kostbares Lebensmittel für den Aufbau von Knochen und Knorpel sowie zur Straffung des Gewebes und Stärkung. Genuss und Gesundheit pur!

 Zucchini-Quinoa-Auflauf

Zutaten für 4 Personen 

4 EL Olivenöl
2 kleine Zwiebeln
2 kleine rote Peperoni
2 kleine Zucchini
160 g gekochter Quinoa
6 Eier
2 EL gehackte Petersilie
Salz
Pfeffer
schwarze Sesamsamen

Peperoni halbieren, Stielansatz, Kerne und weiße Rippen entfernen. Schnotenhälften in Streifen schneiden. Zucchini in feine Scheiben schneiden. Das Gemüse im Olivenöl 5 Minuten dünsten.

Eier verquirlen, mit Kräutern, Pfeffer und Salz kräftig würzen. Quinoa und Gemüse unterrühren. Die Masse in eine eingefettete Gratinform füllen und mit Sesamsamen bestreuen.

Gratin im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad C 30 Minuten backen.


Wir sind nur zu zweit, trotzdem habe aber den Zucchini-Quinoa-Auflauf für 4 Personen gemacht und den Rest am Folgetag nochmals im Backofen erwärmt. Er ist dann schön fest geworden und man konnte ihn in schöne Scheiben schneiden. Dazu ein saftiger Salat und ein weiteres Mittagessen ist fertig.

Sonntag, 6. September 2015

Gemüseteller mit (wichtig): leckerer Sauce

Dieser Gemüseteller ist ein schönes Rezept für das Abendessen oder als Vorspeise. Das Gemüse kann natürlich variiert werden, aber bei mir muss immer Blumenkohl dabei sein, weil die Sauce speziell dazu so gut passt. Wichtig sind der frische Dill und die Petersilie.



Gemüseteller

für 2 Portionen

300 g Blumenkohl
1  Gurke
4 Tomaten
2  Karotten

Den Blumenkohl in Röschen zerteilen und in Salzwasser bißfest garen.
Die Tomaten und Gurken kleinschneiden und die Karotten mit dem Gemüsehobel zerkleinern.
Das Gemüse auf einem Teller anrichten und die Soße dazu reichen.
   


Sauce

50 g Joghurt
50 g Sahne
1/2 TL mittelscharfer Senf
2 EL Zitronensaft
2 EL Mayonnaise
1 EL Dill und Petersilie, frisch gehackt
Meersalz

Den Joghurt mit der Sahne cremig schlagen. Den Senf, die Mayonnaise, den Zitronensaft und die Kräuter vermischen und mit Salz abschmecken.