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Freitag, 21. Januar 2022

Kürbis-Zwiebel-Kuchen à la Ken

Wie gesagt, es folgen weitere Rezepte aus meinem Lieblings-Youtube-Kanal.
Heute gibt es Zwiebel-Kürbis-Kuchen. 


Die Kürbissaison ist ja eigentlich vorbei. Meine Augen scannen aber immer noch auf dem Markt die Angebote ab. "Ja ist gibt noch einen Hokkaido". Ich kann mich fast nicht sattessen.
Vor allem bei diesen Rezepten.

Ich habe bereits ein tolles Rezept für Zwiebelkuchen von meiner Tochter auf diesem Blog, der jeden Herbst gebacken und geliebt wird. Aber jetzt kommt ein Lieblingszwiebel-Kürbis-Kuchen dazu.
Ken nennt ihn Godfather of Zwiebel-Kürbis-Kuchen. Auch er wird mit Quark-Öl-Teig zubereitet. Jetzt relativ lange geknetet. Man merkt den Unterschied. Der Teig schmeckt krosser und leckerer!!
Den Kuchen habe ich genau wie Ken gemacht, nur den Kürbis habe ich geraspelt, habe Schmand verwendet und wie im Video gezeigt etwas Chili zugefügt.
  

Das Rezept findet man  hier.

Sonntag, 7. Februar 2021

Würzige Spinatpfannkuchen - mit Winterspinat ein Gedicht

Auch in meinem Kochbuch "VEGETARISCH" von GU sind sehr viele Post-it's.
Dieses Spinatpfannkuchenrezept mache ich jetzt schon das 2. Mal. Der 1. Versuch hat mich noch nicht zufrieden gestellt.
Da ich Dinkelvollkornmehl verwende, war der Teig das erste Mal richtig klumpig. Als gestandene Hausfrau würde man nicht denken, daß Pfannkuchen eine Herausforderung sind.
Ich hatte erwartet, daß er wie im Sommer mit Zucchini, auch mit Spinat flüssiger wird.
Das hat aber nicht funktioniert - zusammenhängende Teig-Spinat-Klumpen waren das Ergebnis.
Dieses Mal habe ich nicht wie im Rezept angegeben Sahne verwendet, sondern wie üblich Milch. Die acht Pfannkuchen der Rezeptangabe habe ich nicht herausbekommen. Bei mir sind es nur sechs Stück geworden und dementsprechend auch etwas dick. 


Diese Pfannkuchen schmecken würzig und lecker. Die Spinatmenge ist ja nicht gering. Das macht sie auch so besonders. Dass ich gerade jetzt auf dieses Rezept gekommen bin, hat auch mit dem tollen Spinat zu tun, den es derzeit auf dem Wochenmarkt gibt. Nicht wie im Frühjahr zarte Blättchen, sondern richtig fette Blätter -  als kräftige Pflanzen zusammenhängend. Es hat richtig Spaß gemacht ihn zu verwerten. Und Kostproben sind auch gleich in den Mund gewandert.

 




Würzige Spinatpfannkuchen

für 4 Portionen

300 g Dinkelvollkornmehl
4 Eier
Salz
etwa 300 ml Milch
4 EL Sonnenblumenkerne
750 g Blattspinat
100 g getrocknete in Öl eingelegte Tomaten
150 g jungen Ziegenkäse
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen 
Olivenöl
Pfeffer

Mehl, Eier, Milch und Salz verrühren und den Teig 30 Minuten quellen lassen. Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.

Spinat waschen, putzen und tropfnass in eine Pfanne geben, zugedeckt bei starker Hitze 1-2 Minuten zusammenfallen lassen. Ich habe es mit der halben Spinatmenge nacheinander in 2 Schritten gemacht.
Spinat in einem Sieb abtropfen lassen und gut ausdrücken. 
 
Getrocknete Tomaten abtropfen lassen und in feine Streifen, Käse in Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und feinhacken.

In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Spinat dazugeben, 2 Minuten mitdünsten, salzen und pfeffern. Alles unter den Pfannkuchenteig rühren.

In einer Pfanne je 1-2 TL Öl erhitzen, nacheinander 6-8 Pfannkuchen backen. Tomaten, Käse und Sonnenblumenkerne darauf verteilen, zusammenklappen und servieren.

Donnerstag, 3. September 2020

Gebackene Feigen - Feigen und Ziegenfrischkäse, eine perfekte Vorspeise

 

Zu meinem vorletzten runden Geburtstag (vor gut 10 Jahren) haben mir meine Kollegen einen Feigenbaum geschenkt. Es ist ein bayerischer Feigenbaum, der auch in unsren Gefilden gedeihen kann. Nach einem kalten Winter vor ein paar Jahren war ich schon richtig traurig -  ich dachte er ist erfroren. Aber aus einem verbliebenen winziger Sprößling ist wieder ein richtiger Feigenbaum entstanden. (Bei Sprößling muss ich immer an Ribbeck auf Ribbeck im Havelland denken) In der Zwischenzeit genießen wir schon seit mehreren Jahren im Juli/August unsere eigenen Feigen.

Und das Rezept, das mir die Kollegen damals dazu geschenkt haben, hatte ich immer noch in meiner besagten Hülle, in der ich Rezepte sammle und irgendwann einmal in die Praxis umsetze.

Dieses Jahr nach 11 Jahren habe ich drangedacht und das Rezept der gebackenen Feigen endlich gemacht. Und sie waren köstlich!!! Ich kann nur empfehlen, es mit schönen reifen Feigen nachzumachen. Außerdem - es kann auch ein leckerer Nachtisch sein.

Die Handschrift meiner Kollegin kenne ich noch............Danke Moni!!

 Und das ist das "Originalrezept":

 Gebackene Feigen mit Ziegenfrischkäse


Da das Rezept nicht so gut zu lesen ist, hier nochmal (ich backe es ohne Alufolie): 

für 16 Portionen:
 
16 reife Feigen
80 g brauner Zucker
60 g halbierte Walnüsse
80 Butter in Flöckchen
160 g Ziegenfrischkäse 
Butter für die Form 
 
Die Feigen waschen, trocknen und die Stielansätze entfernen. Die Feigenkreuzweise einschneiden, sodass sie wie geöffnete Blüten aussehen, am Boden aber noch zusammenhängen.
 
 
 
Anschließend senkrecht in eine ausgebutterte Auflaufform setzen und mit je 5 g braunem Zucker bestreuen. Die Walnusshälften und die Butterflocken in der Form verteilen. Die Feigen im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen.
 
 
 
In der Zwischenzeit den Ziegenkäse in 16 gleiche Portionen aufteilen. Die Alufolie von der Form entfernen, die Ziegenkäseportionen einzeln in jede Feigenmitte geben und unter dem Backofengrill 3-4 Minuten gratinieren.
 
Die Feigen portionsweise auf Tellern anrichten, mit den Walnusshälften garnieren und mit dem entstandenen Sirup aus der Form beträufeln.
 
Sofort servieren! 

Sonntag, 6. Oktober 2019

Pfannkuchentorte mit Mangold - der 2. Versuch

Wie erwähnt ist es der zweite Versuch die Pfannkuchentorte. Beim ersten Versuch war die Geschichte mit der Füllung etwas nass. Im Rezept war mehr Mangold und noch zusätzlich Gemüsebrühe vorgesehen. Nun haben wir die Zutaten wie unten beschreiben verwendet. Da ich mit gebrochenem Fuss noch etwas gehandicapt am Herd war, hat mir ein Mann geholfen und er hat sage und schreibe das erste Mal in seinem Leben Pfannkuchen gebacken. Dass er bei unserem zweiten Versuch der Torte gleich wieder dabei war zeigt, dass das Pfannkuchen backen Spaß macht.

Die Pfannkuchentorte schmeckt delikat, der Mangold ein bisschen wie rote Beete - die Tomaten machen die Füllung fruchtig, der Käse sämig, die Peperoncini peppen auf und die Eier binden die Gemüsemasse gut. Alles in allem eine tolle Kombination von leckeren Sachen.


 Pfannkuchentorte mit Mangold

200 g Weizenvollkornmehl
etwa 300 ml Milch
5 Eier
Salz
1 kg Mangold
2 Tomaten
2 kleine getrocknete Peperoncino
1 Zwiebel
 2 TL gekörnte Gemüsebrühe
Olivenöl
Pfeffer
150 g Ziegenkäse
100 g Bergkäse
Öl zum Braten

Mehl mit der Hälfte der Milch glatt rühren. Mit der übrigen Milch, Salz und 2 Eiern 
verrühren. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und aus dem Teig 4-5 (bei uns waren es mehr) Pfannkuchen backen.

Mangold waschen, Stiele entfernen und evtl. anderweitig verwenden.  Die Blätter in etwa fingerbreite Streifen schneiden. Tomaten waschen und würfeln. Die Peperoncini kleinhacken. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln.

Olivenöl erhitzen. Die Zwiebel darin glasig werden lassen. Mangold zugeben und 2 Min. mitdünsten. Tomaten und Peperoncini unterrühren. Alles 5 Min. köcheln lassen, salzen, pfeffern und abkühlen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Form mit Backpapier auslegen. 3 Eier unter das Gemüse mischen.

Pfannkuchen, Füllung und den zerbröselten Käse abwechselnd in die Form schichten, dabei mit Pfannkuchen beginnen und mit Gemüse enden. Mit dem geriebenen Bergkäse bestreuen und im Ofen 40-50 Minuten goldbraun backen.


Sonntag, 31. Juli 2016

Gekocht aus dem Schrot&Korn-Kochbuch: Spinat-Pfannkuchen


Nachdem ich das Kochbuch "Schwäbisch vegetarisch" rezensiert habe, fragte mich der Ulmer-Verlag, ob ich nicht an einem Rezensionsexemplar von einem der beiden neuen Kochbücher interessiert wäre. Als ich die Beschreibung des Schrot&Korn-Kochbuchs mit den beliebtesten Rezepten des Bio-Magazins las, war ich sofort angetan. Vegetaraische, gemüselastige Küche - möglichst regional und saisonal, da konnte ich nicht nein sagen und ließ mir ein Exemplar des Buches zuschicken. Als es ankam, war ich begeistert. Die Rezepte des Kochbuchs sind wie mein Tibits-Kochbuch nach Jahreszeiten geordnet, und ein Gemüserezept klingt besser als das andere. Die Einleitungsseiten der Autoren sind sehr sympathisch geschrieben und decken sich total mit meinem Mindset. Das Kochbuch anzusehen und daraus zu kochen und zu genießen macht richtig gute Laune. 


So habe ich auch schon fleißig aus dem Kochbuch gekocht. Als erstes passenderweise mit meinem Spinat aus dem Garten (auf dem Bild vorne rechts zu sehen). Es gab Spinat-Pfannkuchen. Pfannkuchen finde ich immer etwas aufwändig (zumindest im Vergleich zu Pasta ins Wasser schmeißen und parallel dazu eine Reste-Sauce machen), aber dafür eben was Besonderes. So auch bei diesem Rezept. Und das Karottengemüse und der Ziegenkäse darin bzw. dazu haben einfach klasse geschmeckt.


Das Rezept hab ich ausnahmsweise abfotografiert:



Das schöne Kochbuch wurde mit vielen Nachmach-Zetteln versehen (nur für Frühjahr und Sommer, die Herbst- und Wintersections habe ich noch gar nicht so detailliert angesehen, damit ich mich noch darauf freuen kann, wenn Saison ist):

Den Zucchini-Feta-Kuchen aus dem Buch werde ich bald vorstellen. Und das werde ich als nächstes aus dem Kochbuch kochen:


Anmerkung: meine Begeisterung ist echt, das Kochbuch trifft einfach total meinen Geschmack, als vegetarische Gemüsetante ;-) Ich habe vom Verlag nur das Exemplar des Kochbuchs bekommen.

Montag, 11. April 2016

Frühlingsgefühle: Omelette mit Bärlauch und Ziegenkäse

Als ich noch in der Schweiz gewohnt habe, wuchs der Bärlauch im April in den Wäldern nahe Zürich praktisch überall ... das konnte man nicht nur sehen, sondern auch riechen. Und damit verbinde ich sehr schöne, frühlingshafte Läufe an der Natur. Hier im Schwarzwald wächst er wohl eher nicht, der Bärlauch, zumindest habe ich bisher keinen in der Natur gesehen. Dafür aber im Supermarkt und ihn kurzerhand mitgenommen.

Da ich am Wochenende zusätzlich 10 Bio-Eier aus dem Ort erhalten habe und vorige Woche auf einem Kurztrip ein leckeres Omelett mit Bärlauch gegessen habe ... ratet mal, was es bei mir heute gab? Omelett. Morgen übrigens auch. Allerdings ohne den Bärlauch und Ziegenkäse wie heute, da beides aufgebraucht ist. Leider, denn die Kombination war äußerst lecker.


Omelette mit Bärlauch und Ziegenkäse

für 1 Portion

3 Eier
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
1 EL Öl
5 g Butter
ein paar Blätter Bärlauch
30 g Ziegenkäse

Die Eier mit dem Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben und mit einer Gabel verquirlen. In einer Pfanne Öl und Butter erhitzen. Den Bärlauch waschen und hacken, den Ziegenkäse in Würfel schneiden oder brechen, was auch immer besser geht.

Sobald die Butter geschmolzen ist, die Herdtemperatur reduzieren (das Omelett sollte bei mittlerer bis niedriger Hitze gebraten werden). Die Eiermischung in die Pfanne füllen. Nach einer Minute den Bärlauch und Käse darüberstreuen. Das Omelett 5-10 Minuten fertigbacken, bis die Eiermasse gestockt ist (aber bei nicht zu großer Hitze, sodass das Omelett unten nicht anbrennt). Das Omelett übereinanderklappen und servieren.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Schnittlauch-Ziegenfrischkäse-Bällchen auf Apfel-Kohl-Salat

Wie lässt man ein Gericht exquisiter klingen? Indem man die Worte "auf" und "an" benutzt anstelle von "mit" und "und". Der umfassende Titel meiner heutigen Kreation klingt auch trotz dieses Hilfsmittels etwas sprerrig und lang: "Schnittlauch-Ziegenfrischkäse-Bällchen auf Apfel-Kohl-Salat". So ist aber einiges gesagt.

Ausschlaggebend für diesen Salat war Tanja (Liebe und Kochen) mit ihrem Blogevent mit dem schönen Titel “Sommerabend – Erfrischendes und Leckeres mit Blüten und Kräutern”. Als ich diesen las, musste ich in Bezug auf die Kräuter sofort an den vielen Schnittlauch in meinem Gemüsegarten denken. Und dann wiederum daran, dass ich schon ganz lang mal solche hübschen Frischkäsebällchen ausprobieren wollte, die in Schnittlauch gewälzt werden können. Ursprünglich war mal ein Linsensalat dazu angedacht. Aber gut, ich wohne jetzt ja auf dem Land und kann nicht mal so eben einkaufen fahren wegen ein paar Linsen, da hilft man sich mit dem, was daheim ist. Und das liebend gerne, wenn man von allen Seiten reich mit frischen Lebensmitteln beschenkt wird. Wie mit Gemüse aus dem Krautgarten vom Bruder. Darunter befand dich noch ein Spitzkohl. Eine süßliche Note zum Ziegenfrischkäse fand ich auch sehr passend, daher hab ich noch einen Apfel und Melone in den Salat gegeben.


Die Bällchen stellt man am besten kurz und schmerzlos her, da es eine leicht klebrige und auch nicht gerade stabile Angelegenheit ist. Aber wirklich machbar! Erst den Schnittlauch (oder die Grundlage zum darin Wälzen) vorbereiten, dann den Käse (nicht vorher aus dem Kühlschrank holen) verrühren und würzen und mit Teelöffeln und / oder den Fingern mehr oder weniger runde Bällchen formen. Diese kurz im Schnittlauch wälzen, bis sie damit bedeckt sind und vorsichtig auf den servierfertigen Teller hieven.


Der Salat war absolut lecker und hat auch an einem eher regnerischen Tag für Sommerstimmung und einen herrlichen Genuss gesorgt. Daher reiche ich ihn als Beitrag zu Tanja's Event ein:



Schnittlauch-Ziegenfrischkäse-Bällchen auf Apfel-Kohl-Salat

für 2 Portionen

für den Salat:
300 g Spitzkohl
1 Apfel
1/2 Galiamelone (kann auch weggelassen werden)
Zitronensaft

für das Dressing:
2 EL Olivenöl
2 EL Balsamico (heller eignet sich sehr gut, anderer geht aber auch)
1-2 TL Dijon-Senf
2 TL Ahornsirup
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

für die Frischkäsebällchen:

Schnittlauch (schon einige Stängel / ein Bund)
150 g Ziegenfrischkäse
100 g Frischkäse
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel

Vom Spitzkohl die äußeren Blätter entfernen, den Kohl längs halbieren, den Strunk herausschneiden. Dann in hauchdünne Scheiben schneiden und diese waschen. Den Apfel waschen, in dünne Stücke schneiden, diese mit Zitronensaft beträufeln. Die Melone ebenfalls in Stücke schneiden. 

Die Zutaten für das Dressing zusammenrühren und mit dem Kohl und Obst vermengen, sodass alles ein wenig durchziehen kann. 

Den Schnittlauch waschen, trocknen und in ganz feine Ringe schneiden. Diese auf ein Teller geben.
Nun den (Ziegen-)frischkäse aus dem Kühlschrank holen, verrühren und mit Salz, Pfeffer sowie einer Prise Kreuzkümmel abschmecken. Aus der Frischkäsemasse mit Hilfe von Teelöffeln / den Fingern Bälle formen und diese im Schnittlauch wälzen. Es ergibt ca. 8-10 Bällchen für 2 Portionen.

Den Salat auf Tellern anrichten und die Bällchen darauf verteilen. Dazu passt zum Beispiel Vollkornbrot.

Samstag, 23. August 2014

Basilikum-Ziegenkäse-Ravioli mit Zucchinisauce

Basilikum - das Wort ist altgriechischen Ursprungs und heißt "König". Daran erkennt man, welche Bedeutung die Griechen der Pflanze schon vor langer Zeit beigemessen haben, wenn sie sie als Königskraut betitelt haben. So ist Basil (auf Englisch) übrigens auch ein Name, und zahlreiche Charaktere in Literatur und Film tragen diesen in Anspielung auf die Bedeutung, wie zum Beispiel Basil Hallward, eine Figur aus Oscar Wilde's Buch "Das Bildnis des Dorian Gray" (The picture of Dorian Gray) (übrigens eines meiner Lieblingsbücher).
Zurück zu den essbaren Basilikumblättern, die für mich mit ihrem süßlich, ganz leicht herben Geschmack im Sommer als Verfeinerung zahlreicher Salate und anderer Speisen nicht fehlen dürfen, und daher auch im Kräuterkästchen auf dem Küchenfenster zu finden sind. Ravioli kann man mit ihnen auch füllen. In der "Living at home" bin ich auf ein Rezept mit einer vegetarischen Füllung aus Ziegenkäse, Pinienkernen, getrockneten Tomaten und eben Basilikum gestossen, die mich sofort angesprochen hat. Dazu wird eine Käse-Sahne-Sauce mit viel Zucchini serviert. Und da ich ja neulich Sommerurlaub daheim (auch in der Küche) verbracht habe, war das die Gelegenheit, mal wieder eine Session für selbstgemachte Ravioli zu starten. Ein ganz besonderer Genuss - wie immer bei einer solch ausgiebigen Kochaktion.


Zum Rezept will ich noch anmerken, dass ich den Ravioliteig nach meinem mittlerweile bewährten Rezept hergestellt habe, also unter Verwendung weniger Eier. Und für die Füllung habe ich etwas mehr Ziegenfrischkäse (150g), aber dafür weniger Pinienkerne (25g) verwendet. Sonst habe ich mich an die Anleitung gehalten.


Das Timing ist bei diesem Rezept nicht so ganz einfach, ich hab es als Herausforderung empfunden, die Ravioli zeitgleich mit der Sauce auf den Tisch zu bringen. Am besten bereitet man den Ravioliteig vor. Dann bereitet man die Füllung vor. Als Nächstes stellt man die Zutaten für die Sauce bereit. Dann macht man die Ravioli. Im Idealfall, wenn man zu zweit ist, kann sich eine Person um die Zubereitung der Sauce kümmern, während die andere die Ravioli fertig zubereitet und kocht. Ist man alleine, so würde ich erst die Ravioli formen und dann beiseite stellen. Dann mit der Sauce beginnen und Wasser für die Ravioli aufsetzen. Und die Ravioli aber erst kochen, wenn die Sauce fast fertig ist, da diese nur wenige Minuten im Wasser sieden müssen. Logistisch gesehen gar nicht so einfach ... aber machbar. Und es lohnt sich.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Brunch-Dipps Nr. I & II: Erbsen-Minz-Mus und Ziegenkäse-Dipp

Wie im letzten Beitrag angekündigt, habe ich zu meinem Brunch drei verschiedene Dipps serviert.
Nummer I, welche auch gut als Brotaufstrich mit Büffelmozzarella gegessen werden kann, sowie als Pesto zu Nudeln, ist das bereits verbloggte Erbsen-Minz-Mus.


Zudem hab ich ganz spontan einen Dipp aus Ziegenkäse, Hüttenkäse und getrockneten Tomaten zubereitet. Das Ganze wird mit Knoblauch (ich hab Pulver genommen, damit es etwas dezenter wird), Zitronensaft und Thymian gewürzt und mit Honig leicht gesüßt. Das Rezept gibt's bei den Küchengöttern. Als ich die Zutatenliste las, dachte ich mir schon, die klingt so lecker, da kann gar nicht mehr schief gehen. Dem war dann auch so. Das Rezept merke ich mir auf jeden Fall als Bereicherung für so ziemlich jedes Buffet.

Sonntag, 9. Februar 2014

Handarbeit: Zitronen-Ziegenfrischkäse-Ravioli

Pasta koche ich wie ja so ziemlich jeder sehr gerne. Irgendwann begann ich mich auf für selbstgemachte Pasta zu interessieren. Eine Sorte stach dabei besonders heraus, da sie auf einigen Blogs mit besonders viel Liebe zum Detail zubereitet und präsentiert wird: Ravioli.
Dank Steph's kompetenter Beratung kam ich sehr zügig in den Besitz einer eigenen Ravioli-Klappform aus Metall, nachdem ich die Frage nach einer geeigneten Form im Hüttenhilfe-Forum gestellt hatte. Mit dem Einweihen von neuen Küchengeräten geht es in der Regel ja ziemlich schnell, dabei ist die Ravioliform keine Ausnahme. Voilà:


Als erstes Rezept habe ich mir die Zitronen-Ziegenfrischkäse-Ravioli nach Ottolenghi ausgesucht.
Geschmack: Wie es sich für Ottolenghi-Rezepte gehört, sehr exquisit. Es werden Gewürze und Kräuter verwendet, die nicht zu meinem Standardrepertoire gehören und somit für ein besonderes Geschmackserlebnis sorgen. Angefangen beim Kurkuma im Teig, über Estragon und rosa Pfeffer als Deko. Vom Ergebnis war ich begeistert, die Ravioli haben durch die Zitrone und den Estragon (der mich an eine Mischung aus Minze, Zitrone und Anis erinnert) sehr frisch geschmeckt, durch den Ziegenkäse und den rosa Pfeffer leicht süsslich. Und Kurkuma gibt dem ganzen die exotische Note. Anstatt einer Sauce werden die Ravioli mit etwas Öl serviert, wozu mein frisch erworbenes (und als sehr gesund geltendes) Leinöl gedient hat, welches bevorzugt unverarbeitet verspeist werden soll.


So, und nun auch noch zur Zubereitung der Ravioli. Um die Quintessenz einmal vorwegzunehmen: Übung macht den Meister (wobei mir die anderen Raviolirezepte, die ich bei meinen Recherchen  vorgemerkt habe, sicher weiterhelfen werden). Der Teig war zwar schnell hergestellt, allerdings hatte ich etwas Mühe damit, gleichmässige Ravioli zu formen: Der Teig hat sich nach dem Ausstechen aus der Form etwas zusammengezogen, ich war mir auch nicht ganz sicher, wie dünn ich ihn ausrollen sollte und wie viel Füllung hineingegeben werden kann. Nichtsdestotrotz, für den ersten Versuch bin ich mit dem Ergebnis sehr glücklich.

Donnerstag, 21. November 2013

Salat mit Extra: Kürbiskern-Krokant

Es gibt mal wieder das übliche Programm: Salat, Kürbis, Ziegenkäse ... alles wohlbekannte Begriffe, die in meinen Blogbeiträgen regelmässig fallen. An diesem Salat gibt es aber ein Extra, dass ich euch nicht vorenthalten will: Kürbiskern-Krokant. Also in geschmolzenem Zucker karamellisierte Kürbiskerne. Und wenn die Masse abgekühlt ist, kann man sie ganz einfach zu Krokant zerhacken. Im Rezept wird das Krokant noch mit Kreuzkümmel gewürzt, was mir zusagt, nachdem ich den Geschmack des Gewürzes erst neulich entdeckt habe. Zusammen mit Kürbisfleisch, einem Dressing aus Kürbiskernöl ist das Kürbis-Trio eine schöne Grundlage für einen herbstlichen Salat. Zum Beispiel wie hier mit Feldsalat und Ziegenkäse.

Und noch eine Anmerkung zum Kürbis an sich. Der wird hier gehobelt und dann eine Minute in Wasser blanchiert. Meiner Meinung nach ein guter Kompromiss. So haben die Kürbisstücke noch genug Biss, um als Salat durchzugehen. Allerdings bin ich kein allzu großer Fan von rohem Kürbis, das ist also eine sehr praktische Alternative.


Das Rezept stammt aus der aktuellen Ausgabe einer der Zeitschriften, die ich nur im Wartezimmer beim Arzt oder im Flugzeug lese, also wenn sie kostenlos zur Verfügung stehen ;-)

Sonntag, 17. November 2013

Power-Brötchenbelag mit Mandelmus, Birnenscheiben und Ziegenkäse

In einer etwas älteren Ausgabe der Runner's World habe ich einen Artikel zu Power-Sandwiches entdeckt. Dazu gab's ein paar Rezepte, von denen ich mir gleich zwei gemerkt  habe.

Beim ersten davon kommt das Mandelmus zum Einsatz (auch so ein angeblich sehr gesundes Produkt ;-)), welches neulich zum ersten Mal in mein Einkaufskorb wanderte.
Ich weiss nicht, ob es die Kombination des Mandelmuses mit Vanille, Zimt oder Honig ist, die das Ganze so genial schmecken lässt. Vielleicht ist es auch die Mischung aller Zutaten zusammen. Auf die Sandwichgrundlage aus dem aromatisierten Mandelmus kommt dann noch frisches Obst in Form von Birnenscheiben und Trockenobst in Form von Aprikosen. Und Ziegenkäse bereichert jedes Essen.
Das Ergebnis sieht zudem noch hübsch und besonders aus.


Brötchenbelag mit Mandelmus, Birnenscheiben und Ziegenkäse

für 1 Brötchen bzw. 2 Scheiben Brot/Vollkorntoast

1 EL Mandelmus
1 TL Honig
1 TL Zimt
1 TL Vanillezucker
1/2 Birne
40 g Ziegenkäse
4 getrocknete Aprikosen

Das Mandelms mit dem Honig, Zimt und Vanillezucker verrühren und auf den Brötchenhälften verstreichen. Die Birne waschen, vierteln und längs in dünne Streifen schneiden und anschließend die Brötchen damit belegen. DieAprikosen in kleine Stücke schneiden, den Ziegenkäse zerbröseln  und am Schluss beides obendrauf verteilen. 

Sonntag, 3. November 2013

Kürbis-Ziegenkäse-Quiche

Es wird mal wieder Zeit für ein Rezept mit Kürbis, die Saison ist ja schließlich immer noch in vollem Gange (und die letzte 5 Rezepte habe ich das Wort nicht mal erwähnt..). Kürbis und Ziegenkäse stellen ja eine sehr harmonische Kombination dar. Bei mir gab's die Verbindung von Ziegenkäse und Kürbis bereits in Salat sowie in Form einer Pizza. Obwohl sie schon lange auf dem Plan stand, war eine Quiche bisher noch ausstehend. Das sollte sich dieses Wochenende ändern. Mit dem Ergebnis, dass die Kombination auch in diesem Arrangement eine treffsichere Wahl ist. Geschmacklich, und, wie es sich für eine Quiche gehört, auch optisch.

Bei meiner Version habe ich mich bewusst für eine relativ pure Variante entschieden, sodass der Geschmack der beiden Hauptzutaten gut durchkommt. Deshalb habe ich keine Zwiebeln, keinen Knoblauch und auch sonst ausser Salz und Pfeffer kaum Gewürze verwendet. Dafür viel Kürbisfleisch, am besten mit etwas Kürbiskernöl gebacken. Und Ziegenkäse sowohl als Frischkäse als auch in fester Form. Nachdem ich neulich den Geschmack von Thymian entdeckt habe, durfte dieser als Ergänzung auch noch dazu.

Damit der Kürbis auch sicher gar wird, habe ich mich entschieden, ihn ihm Ofen ein paar Minuten vorzubacken, anstatt ihn in einer Pfanne zu braten. Diesem Vorgegen liegen praktische Argumente zu Grunde, nämlich dass der Ofen für das Backen der Quiche ja eh erhitzt werden muss und der Kürbis gebacken werden kann, solange der Mürbeteig im Kühlschrank ruht.


Die Mengenangaben unten beziehen sich auf eine Form mit 28 cm Durchmesser, das ergibt 4-6 Portionen. Für eine kleine Quiche kann man die Hälfte der Mengenangaben in einer Form mit 20 cm Durchmesser zubereiten.


Kürbis-Ziegenkäse-Quiche

für eine Form mit 28 cm Durchmesser

Zutaten für den Mürbeteig:
200 g Mehl (ich habe zu 3/4 Weissmehl und zu 1/4 Vollkornmehl genommen)
100 g Butter, kalt
60 ml kaltes Wasser
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
500 g Kürbisfleisch (z.B. die Sorte Hokkaido; Nettogewicht nach dem Schälen)
1 EL Öl (am besten Kürbiskernöl)

Zutaten für den Guss:
150 g Ziegenfrischkäse
150 ml Milch
2 Eier
1 EL Ahornsirup
ein paar Zweige frischer Thymian, gehackt
1 TL Chiliflocken (optional)
Salz
Pfeffer

Zutaten für den Belag:
150 g Ziegenkäse

Aus Mehl, Butter, Wasser und Salz einen Mürbeteig kneten und anschließend für ca. 1 Stunde im Kühlschrank in einer Frischhaltefolie verpackt kalt stellen.

Den Ofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Kürbis waschen, zerlegen, entkernen, schälen und dann 500 g abwiegen. Nun das Kürbisfleisch klein schneiden, in Würfel mit nicht mehr als 1-1,5 cm Seitenlänge. Die Kürbiswürfel mit dem Öl vermengen, mit Salz und Pfeffer leicht würzen. Anschließend auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und im Ofen 20 Minuten vorbacken. 

Die Zutaten für den Guss zu einer homogenen Masse verrühren, mit Salz und Pfeffer gut würzen. 
Den Ziegenkäse für den Belag in Stücke bröseln bzw. schneiden.

Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen, ausrollen und in der Form verteilen. Ca. ein Drittel des Teiges für den Rand aufsparen. Den Teig dafür längs ausrollen, Streifen mit 2-3 cm Höhe ausschneiden und den Rand der Form damit auskleiden. Mit einer Gabel den Boden mehrmals einstechen.

Die Kürbiswürfel gleichmäßig auf dem Quicheboden verteilen. Danach den Guss darübergiessen. Am Schluss den zerbröselten Ziegenkäse auf der Quiche verteilen. Alles im Ofen ca. 30-35 Minuten backen (immer noch bei 200°C).

Freitag, 25. Oktober 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: Oktober-Rezept

Es ist Quinoa-Zeit - zum vor-vor-letzten Mal im Rahmen meines Projektes.

Eigentlich sind vegetarische Substitute für Fleischprodukte für mich kein großes Thema. Denn ich bin ja kein Vegetarier und könnte auch die nicht-vegetarische Variante eines Gerichtes essen, wenn ich denn wollte. Die Wahl meines Quinoa-Rezeptes für Oktober fiel dennoch auf ein eben beschriebenen Produkt: Burger - mit Quinoa als vegetarisches Substitut für Hackfleisch. Die Idee finde ich äußerst kreativ. Leckere Bilder von Quinoa-Burgern hatte ich in letzter Zeit ein paar gesehen (Pinterest und Bloglovin sei dank). Und nachdem ich dann folgendes Rezept für einen Burger bei Love & Olive Oil entdeckt hatte, war ich absolut gewillt, Burger selbst herzustellen.

Burger-Brötchen werden auf Englisch ja "buns" genannt und die Füllung liebevoll "patties" (gibt's dafür einen anderen deutschen Begriff?). Neben dem "patties" aus Quinoa bin ich von dem Ziegenfrischkäse, dem frischen Gemüse und den eingelegten Zwiebeln als Bestandteile des Burgers absolut angetan. Nicht vorrangig, weil es gesund, sondern weil es lecker klingt.


Das übersetzte Rezept ist unten zu finden. Ich habe mich beim Kochen genau an das Originalrezept gehalten und war wirklich glücklich, dass die "patties" sich gut haben braten lassen, ohne auseinander zu fallen. Einziger Tipp: die Zutaten vorher gut verrühren, und wenn man die "patties" formt, die Füllung fest zusammendrücken. So sollte auch das Anbraten ohne anschließendes Zerbröseln gelingen.


Wenn ich nun behaupte, dass das der beste Burger ist, denn ich je gegessen habe, muss ich die Aussage dadurch relativieren, dass ich mich nicht daran erinnern kann, wann ich meinen letzten Burger gegessen habe. Was ich mit dieser Aussage aber festhalten will, ist, dass diese Burger vortrefflich geschmeckt haben. Von A bis Z. Für die selbstgemachten Brötchen nach Maja's Rezept habe ich bereits voll des Lobes berichtet. Die "patties" waren schmackhaft, leicht käsig, gemüsig und nussig durch das Quinoa - und trotzdem leicht. Die eingelegten Zwiebeln geben noch ein gewisses Extra. Und zu trocken ist der Burger keinesfalls gewesen, durch die Tomaten und den Rucola, und natürlich den Ziegenfrischkäse. Der Aufwand für die Herstellung hat sich sowas von gelohnt.


Quinoa-Burger

für die Burger-Buns:
siehe hier. Die unten angegebenen Mengen sind für 6 Burger(brötchen) gedacht

für die eingelegten Zwiebelringe:
1 rote Zwiebel
50 ml Apfelessig
100 ml lauwarmes Wasser
1/2 EL Zucker
1 Prise Salz

für die Burger-patties:
130 g rotes Quinoa (ungekocht)
100 g Karotte
40 g Parmesan
10 g Schnittlauch
3 Knoblauchzehen (hab ich weggelassen)
120 g Semmelbrösel
2 Eier
1/2 TL Salz
1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
Öl zum Braten

Extras:
Ziegenfrischkäse
Tomaten
Rucola

Für die eingelegten Zwiebelringe die Zwiebel waschen, schneiden und in Ringe schneiden. Essig, Wasser, Salz und Zucker in eine Schüssel geben und die Zwiebelringe hineinlegen. Für mindestens 30 Minuten marinieren lassen (bei mir 3 Stunden im Kühlschrank).

Die Quinoakörner wie hier beschrieben gar kochen, danach abkühlen lassen. Die Karotte waschen und fein raspeln. Den Käse ebenfalls raspeln. Den Schnittlauch waschen und fein hacken. Den Knoblauch fein hacken. Anschließend die Karotten- und Käsehobel, den Schnittlauch, Knoblauch und die Semmelbrösel mit den Eiern vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Am Ende das Quinoa unterrühren und die Masse 10 Minuten ruhen lassen. Dann 6 runde Burger daraus formen (diese gut zusammendrücken). Je drei Stück auf einmal in einer Pfanne mit erhitztem Öl braten, 3-5 Minuten von jeder Seite bei mittlerer Temperatur.

Die Bürgerbrötchen halbieren, mit Ziegenkäse bestreichen, dann die "Quinoa-patties" daraufsetzen. Mit den Zwiebelringen, Rucola und Tomatenscheiben garnieren.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Herbstsalat 2013: Pfifferlingssalat mit Ziegenkäse

Saisonale Salate werden hier bekanntliche groß geschrieben. So kann ich's nicht lassen, jedes Jahr mindestens einen neuen Herbstsalat zu kredenzen. Hiermit stelle ich nun einen weiteren Herbstsalat vor, den "Herbstsalat 2013" also. In diesem Jahr spielt ausnahmsweise nicht der Kürbis die Hauptrolle, anstelle dessen gibt es Pfifferlinge bzw. sind mir diese besser als Eierschwammerl oder Eierschwämmli bekannt. Inspiriert dazu haben mich Ramona mit ihrem "gemischten Salat mit gebratenen Pfifferlingen" sowie Arne mit seiner Interpretation, dem "bunten Salat mit gebratenen Pfifferlingen". Mein Ergebnis sieht ähnlich aus: Blattsalate (eine Mischung aus Kopfsalat und Feldsalat vom Markt), Karotte, Radicchio, und natürlich die gebratenen Pfifferlinge mit Thymian, nachdem ich das Gewürz entdeckt habe. Dazu gab's bei mir noch eine mediterran-süßliche Note: gegrillten Ziegenfrischkäse mit Honig und nochmal Thymian. Ziegenfrischkäse ist im Geschmack ja nicht zu dominant, sodass man nicht Gefahr läuft, dass das Pilzaroma vollständig übertönt wird. Im Gegenteil, beides mit Thymian serviert verbindet sich zu einer harmonischen Kombination.


Salat mit gebratenen Pfifferlingen und Ziegenkäse

2 Hände voll Blattsalate
einige Radicchio-Blätter
1 Karotte
1/2 EL Öl
100 g Pfifferlinge
ein paar Zweige Thymian
50 g Ziegenkäse
1 TL Honig
1 Portion Salatdressing

Den Ofen auf Grillstufe vorheizen.Die Blattsalate und den Radiccio gründlich waschen und kleinschneiden. Die Karotte waschen, schälen und reiben. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Pfifferlinge darin scharf anbraten. Diese im Anschluss mit Salz und Pfeffer würzen und etwas Thymian untermengen. Den Ziegenkäse mit dem Honig beträufeln und einem Thymianzweig belegen, dann im Ofen auf der obersten Schiene für ca. 5 Minuten gratinieren. 
Das Salatdressing nach Anleitung herstellen, mit den Blattsalaten, Radicchio und Karotten vermischen. Alles auf einem großen Teller anrichten. Die Pfifferlinge und den gebackenen Ziegenkäse (vorsichtig) darauf verteilen

Mittwoch, 4. September 2013

Gemüsestrudel mit Ziegenkäse

Wenn ich an Strudel denke, kommen mir zunächst sämtliche süße Varianten in den Sinn: Apfelstrudel, Quarkstrudel, Mohnstrudel (und alles bitte in Vanillesauce getränkt ;-)). Aber auch ein Gemüsestrudel ist was ganz Feines. In der einfachen Version kann man schlichtweg etwas Gemüse nach Wahl, eventuell vorher kurz angebraten, in einen fertigen Blätterteig einrollen und dann im Ofen backen. In dieser Form habe ich den Gemüsestrudel auch kennen und lieben gelernt. Aber eine andere, etwas aufwändigere Version schwebt mir auch schon seit Längerem vor. Diese habe ich mir für den diesjährigen Sommerurlaub aufgehoben und hier ist nun das Ergebnis: Strudel mit klassisch mediterranem Ofengemüse und selbstgemachtem Studelteig. Das ganze habe ich noch mit mildem Ziegenfrischkäse verfeinert, da ich keinen Käse hinzugeben wollte, der das Aroma des gebackenen Sommergemüses unterminiert. Und frische Kräuter, bzw. ein bestimmtes frisches Kraut, welches ich in meiner Küche sehr sparsam einsetze, ist in diesem Fall sehr passend: Thymian. 

Fazit: Ein weiteres gemüselastiges, sommerlich-aromatisches und vegetarisches Hauptgericht, das einfach herrlich geschmeckt hat.

Den Gemüsestrudel in der einfachen Form für das vielbeschäftigte Volk (Berufstätigkeit, Haushalt, Familie, Organisation des Lebens allgemein ...), zudem sich die meisten von uns zählen können, werde ich auch noch vorstellen. Denn auch bei mir nähert sich langsam aber sicher die Zeit der langen Arbeitstage, ergo werde ich dann keinen halben Tag mehr haben, um ausgiebig Strudel zu backen. Aber für die Phasen im Leben mit etwas mehr freier Zeit und Muße, die hoffentlich auch jeder ab und zu hat, sei das Rezept unten empfohlen.


Gemüsestrudel mit Ziegenkäse

200 g Paprika - bei mir 1/2 gelbe und 1/2 rote (ca. 1 Stück)
200 g Aubergine (ca. 1 kleine)
200 g Zucchini (ca. 1 Stück)
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico-Essig
Salz
Pfeffer
100 g Ziegenfrischkäse
1 EL frische Thymianblättchen

1/2 Portion Strudelteig

1 El Öl zum Bestreichen
Thymianzweige zum Gernieren

Den Backofen auf 220°C vorheizen, das Gemüse waschen, (bei den Paprika noch die Kerne entfernen) und dann alles in 1-2 cm große Stücke schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch ebenfalls waschen und fein hacken. Alles zusammen in eine Schüssel geben, mit 1 EL Öl und 1 EL Balsamico-Essig vermengen und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Das Gemüse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im Ofen für 20 Minuten backen. Nach dem Backen für mindestens 10 Minuten abkühlen lassen, im Anschluss den Thymian und den Ziegenkäse unterrühren.

In der Zwischenzeit kann sehr gut der Strudelteig vorbereitet werden, siehe hier (für die oben angegebenen Mengenangaben wird die Hälfte der Mengen im Teigrezept benötigt ).

Wenn der Strudelteig ausgerollt ist (bei mir ca. 35 x 45 cm), die Füllung gleichmäßig darauf verteilen. Dabei an den Längsseiten 3 cm frei lassen und an den Enden 5 cm. Nun kann der Strudel längs aufgerollt werden, durch Anheben des Geschirrtuchs. Im Anschluss die Enden einrollen und unter den Strudel schieben. Danach kann der Strudel durch eine weitere Drehung auf ein mit Backpapier ausgerolltes Blech vom Geschirrtuch abgerollt werden. Noch mit etwas Olivenöl bepinseln und dann im Ofen für 25-30 Minuten backen (dabei den Strudel nach 20 Minuten im Auge behalten, dass er nicht zu dunkel wird). 

Mittwoch, 22. Mai 2013

Quesadillas mit Ziegenkäse und Garnelen & ein weiterer Versuch der Maistortillaherstellung

Vor einer Weile gab's hier mal wieder Quesadillas und im Anschluss daran gibt es nun zwei Dinge zu berichten:

Starten wird mit einer wahnsinnig leckeren Füllung aus Garnelen, Ziegenkäse, Chiliflocken, Cheddar (bei mir) und Sauerrahm. Diese Auflistung klingt gut, oder? Ich habe die Inspiration durch den Blog eat, live, run bekommen. Dort gibt es auch genaue Mengenangaben, man kann die Zutaten aber auch Pi mal Daumen zusammenwürfeln, solange man die einzelne Quesadilla nicht total überlädt ;-) Meine Zubereitungsmethode von Quesadillas findet ihr hier.

Zweitens, und das ist etwas komplizierter: Das Update zu den Tortillas aus Maismehl. Im Rahmen von Enchiladas (ein weiteres geniales mexikanisches Essen) habe ich bereits selbst Maistortillas hergestellt, und zwar aus einem Teil Maismehl (Maizena, wie man es auch hierzulande im Supermarkt bekommt) und drei Teilen normalem Weizenmehl und Wasser. Das hat immer problemlos geklappt. Berichtet habe ich hier darüber. Neugierig war ich dennoch, einnmal Maistortillas nach original mexikanischer Art mit dem entsprechenden Maismehl zuzubereiten, vor allem nachdem mir Evi unter meinen damaligen Post einen Link zum Thema auf ihrem Blog geschickt hat. Masa Harina, das mexikanische Maismehl habe ich im lokalen Spezialitätenladen erstanden. Bei der Zubereitung bin ich so verfahren wie Evi, also Wasser und Maismehl im gleichen Volumenverhältnis mit etwas Salz vermischt und dann daraus Kugeln geformt, diese zu Tortillas ausgerollt und gebacken. Nur muss ich im Ergebnis sagen, dass ich die Tortillas zwar geschmacklich echt lecker fand, aber die Herstellung doch eine ziemlich langwierige Fummelei zwischen Plastikfolien und Mehlklumpen war. Die Aktion war mir zu aufwändig, als dass ich Tortillas aus Maismehl auf die richtig mexikanische Art regelmäßig selbst machen würde. Leichter würde es bestimmt mit einer Tortillapresse gehen. Allerdings lohnt sich Anschaffung eines solchen Gerätes für meinen momentanen Bedarf nicht (eventuell bringe ich aus einem Mexikobesuch irgendwann in der Zukunft ja eine Tortillapresse mit, dann berichte ich darüber).
Also das Fazit: Ich werde die Tortillas entweder wie gewohnt herstellen, ohne das originale Mehl, oder gleich ganz faul Fertigtortillas aus Maismehl kaufen. Es sei denn, irgendwer hat mir einen vielversprechend klingenden Tipp, wie die  Herstellung ganz einfach funktioniert ...

Quesadillas mit selbstgemachten Tortillafladen aus Masa Harina

Und zu den Quesadillas wurde selbstverständlich Guacamole und Salsa Cruda serviert:

Guacamole