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Mittwoch, 8. Juni 2016

Der beste Spinat(salat), den ich je gegessen habe


Mit dem Titel habe ich nicht übertrieben. Ich habe wirklich noch nie so guten Spinat gegessen, und das hat einen einfachen Grund: die Blätter habe ich aus meinem eigenen Gemüsegarten geerntet. Und damit handelt es sich um die erste selbst gesäte Ernte aus meinem Gärtchen überhaupt. Das hat was! der Wunsch nach einem eigenen Garten kam bei mir ja schleichend über die letzten Jahre (hier habe ich 2011 den Wunsch geäußert, dann kam 2014 die erste Balkonkohlrabi). Und nun bin ich am Gärtnern. Ich seh das alles zwar locker, ist auch kein Drama, wenn nicht alles was wird, aber das Ernten des Spinats war definitiv schon ein Highlight, an dem ich mich freue. Das Mittagessen an sich aber auch. Das Rezept für den kreierten Salat finde ich nämlich auch gut. Ich hab mich an Anlehnung an den Salat mit Spinat, Radieschen, Apfel und Cheddar mal allen ähnlichen Zutaten daheim bedient und den Salat mit frisch gebackenen Brot vom Biohof aus dem Nachbarort sehr genossen.


Salat mit Spinat, Radieschen, Apfel und Cheddar

für 2 normale Portionen oder 4 Vorspeiseportionen

für den Salat:
2 Hände voll frischer, junger Spinat
2 Birnen
1 Frühlingszwiebel
50 g Cheddar
1 Hand voll Pekannusshälften

für das Dressing:
2 EL Öl
1 EL Balsamico di Modena
1 TL Dijon-Senf
1 TL Ahornsirup
frisch gemahlener Pfeffer
Salz

Die Spinatblätter gut waschen und trocknen. Die Birne und Frühlingszwiebel waschen und in dünne Scheiben bzw. Streifen schneiden. Den Käse ebenfalls kleinschneiden. Alle Zutaten für den Salat in eine Schüssel geben. Die Zutaten für das Dressing verrühren und anschließend Salat und Dressing gut vermischen.

Mittwoch, 9. April 2014

(Dörr-)bohnensalat

Kennt ihr Dörrbohnen? Ich frage, da ich mit Dörrbohnen erst in der Schweiz in Berührung gekommen bin und meine mich zu erinnern, irgendwo aufgeschnappt zu haben, dass es sich dabei in der Tat um ein typisch Schweizerisches Produkt handelt. A propos, das erinnert mich wiederum an einen Blogartikel über Schweizer Produkte, den ich auf Anregung von Gourmande bald schreiben will. Ich peile an, das über die Osterfeiertage zu realisieren, Gourmande!


Jedenfalls gibt es hier im gängigen Supermarkt getrocknete, also haltbar gemachte Bohnen zum Verzehr ausserhalb der Saison zu kaufen (Alternative zum Einfrieren oder Konservieren in Dosen). Zugegeben, so ästhetisch sehen die ausgedörrten Bohnen nicht aus, dass ich sie ohne vorherige Kostprobe gekauft hätte. Aber zum Glück gibt es ja das Tibits, wo ich einen köstlichen Dörrbohnensalat gegessen habe.

Der Salat war so gut, dass ich mich auf Grundlage des Kochbuchs vom Tibits an die Eigenherstellung des Salates gemacht habe. Die Dörrbohnen schmecken eingeweicht und dann gekocht fast so gut wie frische Bohnen, allerdings ohne zu intensiven Eigengeschmack. Folglich spielt das Dressing für den Salat eine Schlüsselrolle. Mit in Öl gedünsteten Zwiebeln und Knoblauch verfeinert, mit Nüssen und frischem Koriander ergänzt, mit gutem Balsamico und Zitronensaft gesäuert, mit Cayennepfeffer, Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer pikant gewürzt kommt dann ein äusserst schmackhafter Salat als Ergebnis heraus. Natürlich kann man das Dressing auch für frische, bereits gekochte Bohnen verwenden, dann wird aus dem Dörrbohnensalat eben ein würziger Bohnensalat. Ich finde, er hat die schöne Eigenschaft, dass, je länger er zieht, desto besser wird er. Man kann ihn also ruhig eine Weile im Kühlschrank aufbewahren.


(Dörr-)bohnensalat

für 2 grosse oder 4 kleine Portionen

100 g Dörrbohnen (entspricht 400 g frischen Bohnen)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
75ml Gemüsebrühe
2 EL weisser Balsamicoessig
1 EL Zitronensaft
40 g Pekannüsse
2 EL frischer Koriander
1 Prise Cayennepfeffer
frisch gemahlenes Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer

Die Bohnen 2 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen. Dann einen Topf mit Wasser und einer Prise Salz zum Kochen bringen und die Bohnen darin ca. 20 Minuten gar kochen.
Währen dessen die Zwiebel und Knoblauchzehe waschen, schälen und beides fein hacken. In einer Pfanne das Öl erhitzen, zunächst die Zwiebel 2 Minuten darin anbraten, dann den Knoblauch hinzufügen und für ca. weitere 5 Minuten dünsten. Mit der Gemüsebrühe aufgiessen, einmal zum Kochen bringen und die Pfanne vom Herd nehmen.
Die Nüsse grob hacken. Den Korianer waschen und fein hacken.
Die Bohnen  abgiessen, sobald sie gar sind und mit kaltem Wasser abschrecken. Mit der Gemüsebrühe, dem Essig, Zitronensaft, den Nüssen und dem Koriander vermengen und den Salat mit Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren mindestens 20 Minuten ziehen lassen.

Donnerstag, 12. September 2013

Kürbis-Porridge (syn: Pumpkin-Oatmeal; Melonenfrucht-Haferbrei)

Bleiben wir nach dem gelungenen Auftakt der Kürbissaison doch gleich beim Thema. Kürbis ist ja äußerst vielseitig einsetzbar und auch frühstücksgeeignet.

Während der Sommerhitze habe ich mich ja morgens nicht in die Küche gestellt, um mir mein Porridge zu kochen, um dann wiederum im Anschluss heißen Haferbrei zu essen und den Tag schon mal gut durchgeschwitzt vom Frühstück zu beginnen. Anstatt dessen gab's viel Birchermüsli. Aber jetzt im September, wo's früh morgens auf einen Schlag sehr viel frischer geworden ist, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Ein wärmendes Frühstück ist kann ein sehr wohltuender Start in den Tag sein. So hat das auf vielen US-amerikanischen Food Blogs präsente Pumpkin-Oatmeal umgehend auf mich gewirkt und ich musste es gleich nachmachen. Das war sehr gut so, denn so kann ich die Kürbissaison noch noch so richtig ausnutzen. Übersetzt habe ich das "Pumpkin Oatmeal" einfach mal mit Kürbis-Porridge. Der englische Ausdruck Porridge wird ja hierzulande auch verwendet, bzw. verstanden. Und Haferbrei klingt in meinen Ohren einfach nicht besonders appetitlich, weshalb ich auch in Zukunft dem Begriff Porridge treu bleiben werde. Auch wenn überall vom gleichen gesprochen wird.


Das Rezept in der Form unten bzw. ganz ähnlich ist wie gesagt auf mindestens jedem zweiten US-amerikanischen Food Blog zu finden. Also einfach Milch, Haferflocken und Kürbispüree in einen Topf geben und einköcheln lassen. Und das ganze noch schön herbstlich würzen, entweder mit "pumpkin spice" oder mit Zimt, Ingwer, Nelken, Kardamon. Rosinen sind hier keine Pflicht und können einfach weggelassen werden, aber ich mag sie sehr gerne. Süßen kann man am besten mit Ahornsirup und ein paar Nüsse sind auch immer gesund - Pekannüsse zum Beispiel machen sich hervorragend. So viel zu meinem Grundrezept - weitere Extras sind natürlich immer erlaubt. 

Kürbispüree: Früher habe ich Kürbis in einem Topf mit etwas Wasser weichgekocht, allerdings ist mir das Ergebnis immer etwas zu wässrig gewesen. Mittlerweile backe ich den Kürbis lieber im Ofen bei ca. 200°C für ca. 30 Minuten und schäle ihn dann (entweder ganz oder in Scheiben, das geht beides).


Kürbis-Porridge 

100 g Kürbispüree
35 g Haferflocken
200 ml Milch
50 ml Wasser
1 EL Ahornsirup
je 1 Prise Salz, Zimt, Nelken, Kardamon & Ingwer
optional:15 g Rosinen 
10 g Pekannüsse

Alle Zutaten bis auf die Nüsse in einen Topf geben, aufkochen und bei mittlerer bis geringer Hitze für ca. 7 Minuten einköcheln lassen. Mit den zerteilten Nüssen garnieren.

Mittwoch, 13. März 2013

Happy-heart-macaroons für Luna

Für eine lange Zugfahrt habe ich mir letzte Woche unter anderem die britische Ausgabe der Runner's World gekauft. Diese war eine sehr gute Lektüre, um die Zugfahrt zu überbrücken und noch mehr Motivation zum Laufen zu gewinnen. Und zum Backen. Denn in der Zeitschrift gibt es ein Rezept namens "Happy-heart-maracoons" (wohl für das Läuferherz), das mir selbstverständlich nicht entgangen ist.


Die Makronen sind relativ schnell nachgebacken, da nicht viele Zutaten benötigt werden: Kokosraspeln, Pekannüsse, Sonnenblumenkerne, getrocknete Aprikosen und Eiweiss.

Die Pekannüsse habe ich durch Mandeln ersetzt, da mein Vorratsschrank diese noch zu bieten hatte. Und nachdem ich bei Laura mit Schokolade überzogene Makronen gesehen habe, entschied ich mich auch für ein wenig Schokolade zur Verzierung. Und meine letzte Änderung: Von komplett zuckerfreiem Gebäck bin ich kein Fan, also habe ich etwas Zucker hinzugefügt. Daraus ergibt sich dann dieses Rezept:

Makronen

für 15 Stück

2 Eiweiss
175 g Kokosraspeln
50 g Mandeln, geschält (oder schon gehackt und geschält)
50 g Sonnenblumenkerne
25 g getrocknete Aprikosen
25 g Zucker
25 g Schokolade

Alle Zutaten bis auf die Schokolade in einer Küchenmaschine zerkleinern. Aus der Masse mit den Handballen ca.15 gleichmässige Kugeln formen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C für 15 Minuten backen. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die abgekühlten Macaroons mit der geschmolzenen Schokolade verzieren.


Als ich das Rezept erblickte, habe ich sofort an Luna und ihr Blogevent "getrennte Wege" gedacht. Im Rahmen des Events sucht sie nach Rezepten mit einem unausgeglichenen Verhältnis von Eiweiss zu Eigelb. Das finde ich eine super Idee, denn bei dem Thema bin ich auch für neue Anregungen offen. Und nicht umsonst habe ich in der Tagwolke am rechten Rand meines Blogs vor einiger Zeit schon eine separate Eiweiss- und Eigelbkategorie erstellt, nachdem es bei mir eines Wochenendes Tatar und als Komplementär Amarettini gab. Mit den oben vorgestellten Kokosmakronen als klassisches Eiweissgebäck in nicht ganz klassischer Form, reiche ich also meinen Beitrag zu Luna's Blogevent ein:

Donnerstag, 8. November 2012

Apfel-Topinambur-Salat mit Roquefortdressing

Wie gesagt, Pastinake, Topinambur & Co sind total IN. Und nachdem mir letzte Woche auf dem Markt der Verkäufer von Federkohl und Topinambur ganz stolz mitgeteilt hat, dass auch der Topinambur Eigenanbau ist, schmeckt er umso mehr (das mit dem Eigenbau würde ich eigentlich erwarten, wenn ich auf dem Markt saisonales Gemüse kaufe, aber da er es so stolz gesagt hat, fand ich es einfach nur nett). Den Anstoss für die Kombination Topinambur und Apfel hat mir das Buch Salatwerkstatt von Claus Meyer gegeben, ein wirklich schönes Buch mit sehr einfallsreichen und modernen Rezepten, und ganz wichtig, tollen Bildern. Ansonsten hat meine Version nicht mehr so viel mit dem Original zu tun, daher gleich mein Rezept weiter unten. Ich finde das Dressing mit Blauschimmelkäse sehr passend zu dem süßlichen Gemüse und Obst.


 Apfel-Topinambur-Salat mit Roquefortdressing

für 1 Portion

200 g Topinambur
1 Apfel 
1 EL Zitronensaft
15 g Roquefort (alternativ anderer Blauschimmelkäse)
25 g Sauerrahm
2 TL weisser Balsamicoessig
Pfeffer
Salz
2 TL frischer, gehackter Schnittlauch
4 Pekannusshälften

Den Topinambur waschen, schälen und hobeln bzw. in hauchdünne Scheiben schneiden. Den Apfel ebenfalls waschen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Das Gemüse auf einem Teller anrichten und anschließend mit dem Zitronensaft beträufeln, damit es sich nicht verfärbt, während das Dressing zubereitet wird.
Für das Käsedressing den Roquefort, den Sauerrahm, den Essig und die Hälfte des Schnittlauches gut verrühren, bis eine homogene Sauce entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing über dem Salat verteilen. Die Pekannüsse hacken und zusammen mit dem Rest des Schnittlauches über den Salatteller geben.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Salat mit gebackenen Süßkartoffeln

Neben der Kürbiszeit ist auch Süßkartoffelzeit - darauf haben ein paar Blogger hingewiesen, und diese eindrücklichen Hinweise in Form von leckeren Rezepten sind an mir nicht spurlos vorbeigegangen, wie man an diesem Beitrag erkennen kann. Süßkartoffeln werden in aller Munde als sehr vitamin- und nährstoffreich, also als äußerst gesund, angepriesen. Und dazu schmecken sie auch noch so schön süß.
Aus diesen Gründen gab´s bei mir auch einen Salat mit Süßkartoffelwürfeln, die ich im Ofen gebacken habe. Und dazu passt Ziegenkäse auch wunderbar. Ein paar Nüsse. Und dann noch Spinat, um den "Salat" im Namen zu rechtfertigen.


Salat mit gebackenen Süßkartoffeln

für 2 Portionen

für den Salat:
400 g Süßkartoffeln
1 EL Öl
Salz, Pfeffer
Chiliflocken
150 g frischer Blattspinat
1 rote Zwiebel
20 g Pekannüsse
60 g Ziegenfrischkäse
für das Dressing:
2 EL Olivenöl
1 EL Balsamico, dunkel 
1 TL Dijon-Senf  
Salz
Pfeffer

Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen, Die Süßkartoffeln waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Würfel mit dem Öl, sowie den Gewürzen (Salz, Pfeffer und nach Belieben Chiliflocken) vermengen. Die gewürzten Süßkartoffelwürfel auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech verteilen und die Kartoffeln ca. 20-25 Minuten backen, bis sie weich, aber nicht matschig sind.
In der Zwischenzeit den Spinat waschen und gut abtopfen lassen. Die Zwiebel fein hacken, die Nüsse längs halbieren und den Ziegenkäse zerbröseln.
Die Zutaten für das Dressing verrühren und mit den Zutaten für den Salat vermengen. Diesen auf zwei Tellern anrichten und die Süßkartoffelwürfel darauf verteilen.


Und dieser herbstliche Salat ist auch mein Beitrag zu Sarah's Blogevent:

Herbst in der Küche

Sonntag, 29. Juli 2012

Chiles en nogada - gefüllte Pfefferschoten in Walnusssauce

Jetzt wird's mal wieder literarirsch-kulinarisch: Im letzten Jahr ist habe ich auf der Suche nach einer spanischen Lektüre durch Zufall das Büchlein "Como agua para chocolate" (auf Deutsch: Bittersüsse Schokolade) von Laura Esquivel entdeckt. Es ist in einem Satz eine ganz amüsante  Liebesgeschichte, in der die Protagonistin Tita ihre Gefühle und Leidenschaft auch "verkocht".

Und ein paar Rezepte (für jeden Monat des Jahres eines) werden auch vorgestellt. Als ich das Buch gelesen hatte, habe ich mich gefragt, ob die Rezepte reine Fantasie der Autorin sind, oder ob es sich vielleicht wirklich um mexikanische Gerichte handelt, die man ja auch nachkochen könnte. Also habe ich einfach mal bei der Google-Bilder-Suche das Dezemberrezept, die "chiles en nogada" (auf deutsch in etwa: gefüllte Pfefferschoten in Walnusssauce) eingegeben. Und über das Resultat war ich wirklich überrascht. Nein, durch die vielen vorhandenen Bilder scheint das Gericht nicht nur zu existieren. Es ist sogar populär und wird mitunter als DAS Nationalgericht Mexikos bezeichnet, da die Farben grün (Pfefferschoten), weiss (Nuss-Sauce) und rot (Granatapfelkerne) die Farben der mexikanischen Flagge vereinen. Mein Wissen über die mexikanische Küche ging bis dato nicht weit über Tacos, Enchiladas, Quesadillas & Co. hinaus. 


Eine ausgiebige Kochsession während meines Urlaubs wollte ich noch durchführen. Also höchste Zeit für einen Versuch der "chiles en nogada". Die erste Zutat der Liste sind chiles poblanos. Um diese zu bekommen, bin ich in einen mexikanischen Spezialitätenladen hier in Zürich gegangen, wo ich zu meiner Freude gleich mit "buenos días" begrüsst wurde und ein paar Sätze spanisch sprechen konnten. Und fündig geworden bin ich auch noch, was die chiles angeht (s. unterstes Bild). Zu meinen anderen Einkäufen später mehr.


Das Rezept aus dem Buch (jedenfalls meiner Reclam-Version) gibt es hier auf Spanisch. Und auf folgender Seite ist auch eine deutsche Übersetzung, die bis auf ein paar kleine Unterschiede mit meinem spanischen Originaltext übereinstimmt. Für den ersten Versuch habe ich dieses Rezept benutzt, auch wenn ich mir durchaus vorstellen kann, in Zukunft mal eine vegetarische Version zuzubereiten.

Zur Zubereitung ausgehend vom deutschen Rezept: Ich habe ungefähr 1/8 des Rezeptes zubereitet, also statt 25 nur 3 Chilischoten und statt 8 nur einen Granatapfel genommen. Den Parmesan kann ich in meinem spanischen Rezept nirgends finden und habe ihn deshalb weggelassen. Und anstatt crème fraîche übersetzte ich das Original mit Frischkäse.
"Acitrón" kann mit Zitronat übersetzt werden, aber ich glaube, dass es sich hierbei um kandierte Kaktusblätter handelt. Da ich Zitronat nicht mag und beim Mexikaner nach den vergessen habe, nach den Kakturblättern zu fragen, habe ich es weggelassen und anstatt dessen ein paar getrocknete Pfirsiche verwendet.

chiles poblanos

Zum Geschmack: Zunächst habe ich mich bei der Zubereitung gewundert, wo denn die Schärfe ist. Da ich die"chiles poblanos" durch ihre Form mit ganz normalen Paprika assoziiert habe, bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass diese ja leicht scharf sein könnten. Das waren sie dann aber doch, also alles im Rahmen für ein mexikanisches Gericht (alternativ kann man natürlich Spitzpaprika verwenden  anstatt den chiles poblanos, die haben immerhin die gleiche Form).

Das Resultat: Wirklich mal was anderes, aber auch wirklich lecker. Die Füllung ist schön würzig und fruchtig, die Sauce schön frisch und nussig und die Chilis sind schön scharf. Mir war nur die Füllung etwas zu nussig, aber es kann auch sein, dass das Mengenverhältnis etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist in meiner Version, da ich die Mengenangaben einfach mal grob geachtelt habe.

Und jetzt würde ich mich gern in den nächsten Flieger nach Mexiko setzen und in einem Restaurant die "chiles en nogada" testen. Wer kommt mit? ,-)

Freitag, 6. Juli 2012

Ein neues Müslirezept mit Pekannüssen und Cranberries

Erstmal: Viele Grüsse aus Irland! Ich toure nämlich im Moment durch die grüne Insel (hab ja schon angedeutet, dass ich verreise). Bin absolut begeistert von allem: Zuallererst von der Natur und der schönen Landschaft (die Wiesen sind wirklich so grün wie auf allen Bildern!), dem Meer, den Häusern und nicht zuletzt von der freundlichen und lebenslustigen Art der Iren selbst (und ein paar Touris ebenfalls).

Und da ich ja aus meinem Urlaub erholt zurückkommen will, ist heute nach ganz viel Sightseeing, Reisen im Bus, Wander- und Pubtouren ein gemütlicher Abend  in meinem Bed & Breakfast angesagt.  Beim Ansehen der Bilder auf meinem Computer bin ich dann über die folgenden Müsli-Bilder gestolpert (bzw. Granola um bei der Rezeptbezeichung im Original zu bleiben). Es ist schon eine gute Weile vergangen, seitdem ich die Bilder aufgenommen habe. Und da ich sie auf meinem anderen Rechner als sonst (dem mobilen Netbook, das mit mir in Irland ist) gespeichert habe, sind sie bis jetzt in Vergessenheit geraten. Von dem Granola ist mittlerweile auch gar nichts mehr übrig ;-) In jeden Fall ist es das Rezept aber wert, dass ich auch im Nachhinein darüber berichte.



Man könnte ja meinen, dass hier nichts mehrfach gemacht wird. Na klar, will ich auch neue Inhalte für den Blog produzieren und werde dafür von allen Seiten inspiriert. Aber ganz so schlimm ist es dann auch wieder nicht, ein paar Sachen hab ich dieses Jahr auch schon zum wiederholten Mal gemacht, wirklich.  

Wenn es aber doch so grandios viele verschiedene Versionen von Granola gibt, von denen mir auch die meisten schmecken, warum nicht ein wenig variieren? Nach Dani's Schoko-Variante gab's beim letzten Mal eben ein fruchtiges Granola mit getrockneten Cranberries. Und Pekannüssen.Das Ausprobieren von neuen Rezepten nenne ich daher auch gerne Abwechslung ;-).


Die Kombination habe ich auf diversen Seiten gesehen, und unten mein Resultat daraus notiert. Im Ergebnis war das zweite Selbstgemachte Müsli genauso lecker wie das erste. Schön fruchtig eben, nicht zu süss und Pekannüsse mag ich sowieso total gern.


Granola mit Pekannüssen und Cranberries

225 g grobkernige Haferflocken
100 g Pekannüsse
150 g Cranberries
40 g Sesam
40 g Kürbiskerne
80 ml Ahornsirup
70 ml geschmacksneutrales Öl
1/4 TL Salz
1/2 TL Zimt

Den Backofen auf 160°C vorheizen. Alle trockenen Zutaten (bis auf die Cranberries) abwiegen und vermengen. Den Ahornsirup und das Öl sowie die Gewürze hinzufügen und gut umrühren. Die Mischung auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und im Ofen ca. 30 Minuten backen. Nach 15 Minuten etwas "umrühren" und die Cranberries untermengen, sodass das Müsli gleichmäßig knusprig gebacken wird.