Posts mit dem Label Hirse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hirse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 24. Juni 2021

Kurkuma-Hirse zum Frühstück

Auch wenn Brot und Brötchen wohl mein liebstes Frühstück bleiben, so wechsle ich sehr gerne ab. Birchermüsli gibt es bei mir seit Jahren regelmäßig. Oder Porridge. Oder irgendwelche "Körner" wie Quinoa. Oder eben auch Hirse. Seit letztem Jahr wieder verstärkt. Darauf gebracht hat mich mein Bruder. Der Clou: In die gekochte Hirse wird gesundes Kurkumapulver eingerührt. 

Was an frischem Obst da ist, gehört dann auch mitangerichtet. Gerne füge ich noch einen Löffel Sojajoghurt hinzu. Zum Süßen etwas Ahornsirup ... und evtl. noch ein paar Nüsse zum Garnieren. Fertig ist die Frühstücksabwechslung.


Ein wirkliches Rezept gibt es gar nicht. Ca. 60 g Hirse nach Packungsanweisung kochen. Ich tue die Hirse in einen Topf, gebe gut die doppelte Menge an Wasser dazu, lasse alles einmal aufkochen, dann 20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln (ab und zu schauen, dass auch noch genug Wasser da ist). Und wenn ich nicht schon halb verhungert bin, dann lasse ich die Hirse ausquellen. 

Kurkumapulver unterrühren, die Hirse in eine Schale füllen und mit den Toppings nach Wahl garnieren.

Mittwoch, 28. August 2019

Eine würdige Verwendung für die eigenen Kohlrabi: Gefüllte Kohlrabi mit Karottensauce

Gefülltes Gemüse gibt es bei mir selten, da mir diese Zubereitungsart in der Regel einfach zu umständlich ist. Das Rezept aus dem Schrot&Korn-Kochbuch (aus dem ich bekanntlich viel koche) für gefüllte Kohlrabi mit Karottensauce, habe ich hingegen schon seit Jahren mit einem "To-Do-Marker" versehen. Immer wieder habe ich es gesehen, sogar die Zutaten eingekauft, die Kochaktion letztendlich aber nie angepackt. 

Letztes Wochenende wurde das Rezept dann endlich, endlich ausprobiert. In meinem Gemüsegarten wurden dieses Jahr Kohlrabi angebaut, allerdings habe ich mir wenig Hoffnung gemacht, schmackhaftes Gemüse zu ernten. Ich war mir fast sicher, dass sie holzig schmecken würden bzw. von den Schnecken löchrig gefressen worden sind. Nach der Ernte dann die Überraschung ... die Knollen sind noch gut. Also hatte das eigene Gartengemüse auch eine würdige Verwendung verdient ... da lag das Rezept mit den gefüllten Kohlrabi nahe. 


Die Zubereitung war etwas aufwendig, ja. Die Kohlrabi müssen ja gekocht und ausgehöhlt werden, um in den nächsten Schritten befüllt und gebacken zu werden. Die Riesen-Kohlrabis aus meinem Garten waren dafür sicher nicht prädestiniert (die wurden ca. 1 Stunde gekocht), aber auch das Aushöhlen ging letztendlich, ich habe einfach ein Loch durch die Mitte geschnitten, wie beim Entkernen eines Apfels. Das Rezept eignet sich auf jeden Fall für eine Kochaktion zu zweit, da wirklich zwei Leute parallel arbeiten können.

Wir haben Bulgur anstatt Hirse verwendet, ich denke, dass man so ziemlich jedes Korn verwenden kann. Der würzige Gouda passt super zum milden Gemüse. Und edel aussehen tut das Ergebnis aus. Sprich, der Aufwand hat sich definitiv gelohnt!

Donnerstag, 7. Juli 2016

Wieder ein Auflauf: gesund mit Hirse und Quark

Vor vielen Jahren hat unsere Tageszeitung im Frühling (wenn alle Leute abnehmen wollen) Rezepte für eine 3-Wochen-Kur auf Basis von täglich 1000 Kalorien angeboten. Man konnte eine Rezeptsammlung in Form eines kleinen Buches bestellen. Von großen Abnehmerfolgen kann ich zwar nicht berichten, auch wenn 1000 Kalorien nicht viel sind. Ich hab mich wohl nicht für alle Mahlzeiten an die Vorgaben aus dem Buch gehalten ;-) Das Kochen neuer Rezepte aus dem Buch hat mir damals aber Spaß gemacht. Das Buch hat sich entzwischen aufgelöst, aber einige dieser Rezepte bereichern unseren Speiseplan immer noch. Eines davon ist dieser Hirseauflauf.

Hirseauflauf serviert mit Waldheidelbeeren

Hirseauflauf

Zutaten für 4 Portionen

200 g Hirse 
500 ml Wasser
etwas Zimt
5 Eier
2 gehäufte EL brauner Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
500 g Magerquark
Zitronenschale
etwas Butter für die Form

Die Hirse mit dem Wasser und Zimt aufkochen, dann ca. 15 Min. bei geringer Hitze quellen lassen bis die Flüssigkeit aufgesogen ist.
Die Eier trennen, Eigelb mit Quark und Zucker schaumig rühren, die abgeriebene Zitronenschale zugeben. Das Eiweiß steifschlagen.
Nun die Hirse portionsweise unter die Quarkmasse rühren und anschließend den Eischnee unterheben.
In eine leicht gefettete Auflaufform geben und ca. 45 Minuten bei 175° C im vorgeheizten Backofen backen bis der Auflauf eine schöne braune Farbe hat.

Zu dem Auflauf schmeckt saftiges Kompott z.B. aus Heidelbeeren oder Kirschen. 

Anmerkung: Rosinen, die man zugeben kann, habe ich verschwiegen, da ich sie nicht mag.

Dienstag, 28. April 2015

Die erste Kocherfahrung nach dem Jakobsweg: Spartaner-Hirse

Die Zeit als Pilgerin bedeutete für mich auch, bewusst offline zu leben und so gut wie frei von Medieneinflüssen. Ich habe meine Mails nur selten abgerufen, eigentlich nie Nachrichten geschaut, und auch nicht in anderen Blogs gelesen. Zurück von der Reise habe ich große Lust, wieder selbst zu kochen, zum einen, da ich mich nicht immer ideal ernähren konnte in Spanien und selbst bestimmen will, was auf meinen Teller kommt, zum anderen, da es mir einfach Spaß macht.
Als die Frage konkreter wurde, was ich denn nun als erstes koche, fiel mir erst mal gar nichts ein, ich hab mich richtig "rezepteleer" gefühlt. Das ist sehr erstaunlich, da ich mich in den letzten Jahren durch die Lektüre von anderen Blogs eigentlich konstant "überinspiriert" gefühlt habe, was neue Rezepte angeht. Also hat mich das Pilgern auch in dieser Hinsicht irgendwie gereinigt, von zu vielen Ideen, was ich denn noch alles sofort nachkochen muss oder soll .... denn müssen tue ich in der Hinsicht ja gar nichts. Und ich bin mir sicher, die Inspirationen kommen in gesundem Maße langsam wieder.


Das erste und zunächst einzige Rezept aus meiner Nachkochliste, an das ich mich erinnern konnte, war die Spartaner-Hirse aus einem von Attila Hildmann's Kochbüchern. Das Rezept von ihm scheint relativ bekannt, es ist mir davor mehrfach in Zeitschriften untergekommen, und auch im Internet oft veröffentlicht, wie zum Beispiel hier. Portionsgräße im Originalrezept: Sportlerportionen!


Hirse, viel Gemüse, und ein paar kreative, nährstoffreiche Extras in Form von Sprossen und Haselnüssen (bei mir angebraten). Gesundes Essen, eine alternative Kohlenhydratquelle zu Brot und Pasta .... genau das, wonach mir der Sinn ist. Das Rezept hält auch was es verspricht, schmeckt echt und ehrlich, ja spartanisch im nicht-negativen Sinne. Könnte auch ein Pilgeressen sein. Schwer in der Zubereitung ist es nicht, allerdings muss man etwas aufpassen, dass das Ergebnis nicht zu matschig wird, da am Ende das Gemüse unter die gegarte Hirse gerührt wird. Und das kann eben auch etwas zu breiig werden, insbesondere wenn Gemüse und Hirse einzeln eher etwas zu lang gekocht wurden. Ich hatte erst etwas Bedenken, das Endergebnis auf dem Teller fand ich dann bei mir aber doch wieder in Ordnung.Und das Fazit: Kochen kann so großen Spaß machen!

Samstag, 24. Januar 2015

Wintergemüse-Serie Teil VI: Sellerie-Karotten-Puffer

Den Abschluss der sechsteiligen Rezeptstrecke bildet die KNOLLENSELLERIE. Ein Rezept hatte ich zu Beginn noch nicht in petto - und oft eingekauft und verkocht habe ich sie bisher auch nicht. Das mag auch ein wenig am Aussehen liegen. Besonders hübsch ist die sehr wurzelig aussehende Wurzelknolle ja nicht (passend dazu: der Artikel: Ugly Foods You Should Be Eating). So habe ich auch mit der Rezeptauswahl am längsten verbracht. Habe mich schließlich aber für Puffer/Bratlinge/Taler oder wie auch immer genannt entschieden.

Und weil ich großes Glück hatte, hat die liebe Krisi von Excuse me but it's my life just zu dem Zeitpunkt, an dem ich mich genauer mit dem Pufferrezept auseinandersetzen wollte, einen Beitrag zu Zucchini-Hirse-Puffern geliefert. Perfektes timing, so habe ich gleich ihr Rezept hergenommen und leicht abgewandelt, und eben mit anderem Gemüse (Sellerie und Karotten). Und das ist so gut geworden, dass ich damit mein Rezept gefunden hatte. Vielen Dank, Krisi!

Ich war ja im Allgemeinen zunächst etwas skeptisch, ob die Herstellung solcher Bratlinge ohne Ei erfolgreich würde. Es ging dann aber sehr gut nur mit Mehl, also braucht es Eier nicht zwangsweise für solche Bratlingsgeschichten, was ich beruhigend finde. Die erste Ladung Puffer, die ich geformt habe, waren relativ groß. Das fand ich dann schon eine kleine Herausforderung, sie in der Pfanne zu wenden ohne sie zu zerbrechen. In der zweiten Ladung habe ich kleinere Puffer geformt, das ging bedeutend einfacher (siehe Rezept unten) und das würde ich daher empfehlen. Dazu gab's bei mir saisonalen Feldsalat mit Avocadodressing.


Sellerie-Karotten-Puffer

für 16 kleine Puffer

100 g Hirse (ungekocht)
150 g Knollensellerie (Nettogewicht nach dem Schälen)
150 g Karotten (Nettogewicht nach dem Schälen)
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
2 EL Mehl (evtl. etwas mehr)
1/4 TL gemahlener Koriander
Salz
Pfeffer
2 EL Olivenöl zum Herausbacken

Die Hirse nach Packungsanweisung kochen und etwas abkühlen lassen. In der Zwischnezeit die Schalotte und Knoblauchzehe fein hacken, die Sellerie und Karotten raspeln. Das Gemüse mit der Hirse, dem Mehl und den Gewürzen vermengen und die Masse abschmecken.

In einer Pfanne das Öl erhitzen. Aus der Masse ca. 16 kleine Taler formen und diese bei mittlerer bis hoher Herdtemperatur je ein paar Minuten von jeder Seite herausbacken.