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Montag, 28. Oktober 2024

Kohlrabi-Karotten-Kartoffel-Eintopf

 In meinem Gemüsegarten gab es dieses Jahr auch Kohlrabis. Die letzten guten Stücke dieses Jahres sind, zusammen mit Karotten aus dem Garten, in einen leckeren Eintopf gewandert. Und mit Kartoffeln (nicht aus dem eigenen Anbau, aber regional und saisonal :-)).

Ich liebe ja wärmende Eintöpfe in der kalten Jahreszeit und bei uns gibt es viele Variationen mit Gemüse. Nicht fehlen darf meistens die Kartoffeln, alles andere ist variabel.

Diese bunte Variante mit Gemüsewürfeln und Frischkäse hat mir so gut geschmeckt. Nichts weltbewegend Neues, aber immer wieder einfach nur lecker, so ein wärmendes Essen.


Das Rezept für den Eintopf gibt es hier.

Dienstag, 25. Mai 2021

Frühlingssalat mit Lupinen (oder: die Neuentdeckung der Lupinenkerne)

Wenn ich meinen Bruder und seine Familie besuche, werde ich essenstechnisch immer inspiriert (im Moment sehr zur gesunden und veganen Küche). Beim letzten Besuch gab er mir Lupinenkerne mit. Ein in Deutschland angebautes Produkt (ich bekam diese hier), zudem erhalten Lupinenkerne unglaublich viel Eiweiß. Zwei schlagkräftige Vorteile.

Die rohen Lupinenkerne muss man einige Stunden in Wasser einweichen und dann 1-2 Stunden kochen, ähnlich wie Kichererbsen. In diese Kategorie würde ich sie auch einordnen. Sie schmecken ähnlich, ein wenig nussiger. 

Die gekochten Lupinenkerne sind bei mir dann in einem Salat gelandet. Der Frühlingssalat mit Lupinen kam wie gerufen. Er war sehr lecker. Und ich hab wieder mal etwas Neues entdeckt.

Mittwoch, 28. August 2019

Eine würdige Verwendung für die eigenen Kohlrabi: Gefüllte Kohlrabi mit Karottensauce

Gefülltes Gemüse gibt es bei mir selten, da mir diese Zubereitungsart in der Regel einfach zu umständlich ist. Das Rezept aus dem Schrot&Korn-Kochbuch (aus dem ich bekanntlich viel koche) für gefüllte Kohlrabi mit Karottensauce, habe ich hingegen schon seit Jahren mit einem "To-Do-Marker" versehen. Immer wieder habe ich es gesehen, sogar die Zutaten eingekauft, die Kochaktion letztendlich aber nie angepackt. 

Letztes Wochenende wurde das Rezept dann endlich, endlich ausprobiert. In meinem Gemüsegarten wurden dieses Jahr Kohlrabi angebaut, allerdings habe ich mir wenig Hoffnung gemacht, schmackhaftes Gemüse zu ernten. Ich war mir fast sicher, dass sie holzig schmecken würden bzw. von den Schnecken löchrig gefressen worden sind. Nach der Ernte dann die Überraschung ... die Knollen sind noch gut. Also hatte das eigene Gartengemüse auch eine würdige Verwendung verdient ... da lag das Rezept mit den gefüllten Kohlrabi nahe. 


Die Zubereitung war etwas aufwendig, ja. Die Kohlrabi müssen ja gekocht und ausgehöhlt werden, um in den nächsten Schritten befüllt und gebacken zu werden. Die Riesen-Kohlrabis aus meinem Garten waren dafür sicher nicht prädestiniert (die wurden ca. 1 Stunde gekocht), aber auch das Aushöhlen ging letztendlich, ich habe einfach ein Loch durch die Mitte geschnitten, wie beim Entkernen eines Apfels. Das Rezept eignet sich auf jeden Fall für eine Kochaktion zu zweit, da wirklich zwei Leute parallel arbeiten können.

Wir haben Bulgur anstatt Hirse verwendet, ich denke, dass man so ziemlich jedes Korn verwenden kann. Der würzige Gouda passt super zum milden Gemüse. Und edel aussehen tut das Ergebnis aus. Sprich, der Aufwand hat sich definitiv gelohnt!

Montag, 25. Juli 2016

Nach dem "Schnitzel" nun die "Sticks": knusprige Kohlrabisticks

Es ist ja schon eine gute Weile her, seit ich dieses Gericht zubereitet habe. Für mein letztes Kohlrabischnitzel hatte ich mehr als genug Kohlrabis eingekauft (3 Stück genau gesagt, dabei habe ich nur 1 Stück gebraucht). Und da mir dies mit dem Panieren auch geschmeckt hat, habe ich eine verbleibende Kohlrabis zu Sticks etwas Ähnlichem verarbeitet, nachdem ich bei Ramona zur gleichen Zeit inspiriert wurde. Nochmal das Gleiche macht man als Food Blogger einfach nicht ;-) Beziehungsweise selten.


Das Rezept gibt's auf Ramona's neuem Blog becoming green. Bei mir gab's einen Joghurt-Quark mit Gurken zum Dippen dazu. Sehr fein, die Sticks sind außen schön knusprig und innen schön weich geworden (obwohl ich sie nicht vorgegart habe). Und eben wieder mal was ganz Neues, was sich zum Ausprobieren lohnt.

Montag, 4. Juli 2016

Kohrabischnitzel de Luxe

Als ich neulich richtigen, schwäbischen Kartoffelsalat gemacht habe, hinterließ Kirsten einen Kommentar für mich zum Thema Kohlrabischnitzel:

"Da fällt mir ein... ich hatte letztens die Kohlrabischnitzel, die du ja auch nachgekocht hast, noch mal etwas geschmacklich erweitert. Hab statt einer dickeren dünne Kohlrabischeiben genommen, eine Scheibe mit Ajvar bestrichen, eine Scheibe Käse drauf, dann die zweite Kohlrabischeibe drauf und normal paniert und gebraten. War super-lecker und würzig - vielleicht ja auch ne Variante für dich? :-)"

Das klang natürlich interessant für mich. Als ich das letzte Mal Kartoffelsalat gemacht habe, gab es diesen bei mir am zweiten Tag zusammen mit den gefüllten Kohlrabischnitzeln. Ich war zunächst etwas skeptisch, dass mir die gefüllten Schnitzel auseinander fallen würden ... auf dem Gebiet "Schnitzel", egal ob vegetarisch oder nicht, bin ich ja auch alles andere als eine Expertin. In der Praxis hat es dann mit ein wenig Konzentration super geklappt, unten ist das Beweisfoto.

Lecker waren die Schnitzel und eine willkommene Abwechslung, denn ohne deine Anregung hätte ich das nicht gemacht. Danke für den tollen Tipp, Kirsten!


Kohlrabischnitzel

für 2 Portionen

1 Kohlrabi (groß)
Salz
2 EL Mehl
1 Ei 
2 EL Sahne
Paniermehl
3 EL Öl zum Braten
2 EL Ajvar
2 Scheiben (ca. 50 g) Käse (bei mir dünn geschnittener Gruyère)

Für die Kohlrabischnitzel Kohlrabi schälen und den Kohlrabi in 4 dünne Scheiben schneiden. Salzwasser zum Kochen bringen und die Scheiben darin ca. 2 - 3 Minuten bissfest garen. 

Die Kohlrabischeiben aus dem Wasser nehmen und mit Küchenpapier etwas trocken tupfen (sie sollten aber noch ein kleines bisschen feucht sein). Zwei der Kohlrabischeiben mit Ajvar bestreichen, dann je die Hälfte des Käses darauf verteilen und mit einer zweiten Scheibe bedecken.

Mehl und Semmelbrösel jeweils in einen tiefen Teller geben. In einen dritten tiefen Teller das Ei und die Sahne geben und beides verquirlen. Die Schnitzel vorsichtig erst in Mehl wenden, dann durch die Eier-Sahne ziehen und anschließend in den Semmelbröseln wenden 

In einer großen Pfanne Öl erhitzen. Kohlrabischnitzel darin schwimmend bei mittlerer Hitze von jeder Seite 3 - 4 Minuten braten, bis sie goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und zusammen mit einem Salat und / oder Dipp servieren.

Samstag, 31. Oktober 2015

Mal was anderes: Kohlrabischnitzel

Ich ernähre mich ja seit fast zwei Jahren vegetarisch. Das Resumée kann ich kurz halten: ich vermisse Fleisch überhaupt nicht - und im Gegenteil, ich genieße es, dass ich nun noch mehr mit Gemüse kochen kann, was ich einfach viel lieber mag. Sämtliche vegetarische Fleischersatzprodukte haben mich daher auch nie gereizt und ich wäre jetzt nie drauf gekommen, mir vegetarische Wurst zu kaufen (einzige Ausnahme: Grillen am 1. Mai). So wäre ich selbst auch nicht auf die Idee gekommen, mir ein Gemüseschnitzel zuzubereiten. Als mir mein Bruder aber mal davon erzählte, dass er (als (!) Nichtvegetarier) Kohlrabischnitzel gemacht habe, und die super geworden seien, habe ich mir das als Idee aber im Hinterkopf behalten.

Nun gut, Kirsten vom Food Blog Sugar and Spice hat eigentlich seit Jahren oft gleiche Ideen wie ich oder liefert mir genau dann ein Rezept, wenn ich was bestimmtes im Hinterkopf habe. Lustigerweise ist das gegenseitig, da sie letzte Woche mein jüngst verbloggtes Quinoa-Müsli nachgemacht hat. Jedenfalls hat die liebe Kirsten dann vor nicht langer Zeit ein Rezept für, 3 Mal dürft ihr raten, jaaa Kohlrabischnitzel verbloggt. Ich hab's dann mal nachgemacht auf dieses Zeichen hin. Ich war ja noch nie Schnitzelexpertin und hab mit Panieren eigentlich keine Erfahrung, daher waren die Zubereitung und das Essen mal "was anderes" für mich.


Geschmeckt hat's mir super. Ich persönlich würde ja nicht unbedingt zum Nachmachen animiert, wenn man mir sagen würde, dass es ähnlich wie ein richtiges Schnitzel schmeckt. Aber ein bisschen tut es das schon. Nur viel besser, weil sich innen eben leckeres Gemüse verbirgt (ohne dass man Gefahr läuft, auf irgendwelche Knochen oder Sehnen zu beißen)... und so schön saftig :-)

Also, auch bzw. besonders an die Nichtvegetarier: Probiert's mal aus!


Das Nachmachen von Kirsten's Rezept hat bestens geklappt. Ich hab nur die Sahne weggelassen, weil ich keine daheim hatte. Dazu gab's bei mir gebratene Champignons und einen Chicorée-Rucola-Salat.

Freitag, 15. August 2014

Von der Balkonernte zum Kohlrabi-Karotten-Gemüse

Ich hatte es ja schon ein paar Mal beiläufig erwähnt, dass ich dieses Jahr auf meinem Balkon in Töpfen ein wenig Gemüse und Salat angepflanzt habe. So habe ich ein paar Mal ein paar Salatblätter pflücken können und diese Woche auch stolz wie Oskar eine richtig schöne, grosse, lindgrüne Kohlrabi ernten dürfen!
Der Vollständigkeit halbe soll erwähnt sein, dass das Experiment der Balkonpflanzen nicht 100%-ig von Erfolg gekrönt war, die zweite Kohlrabi ist leider immer noch winzig und der Blumenkohl wurde auch nichts. Aber dennoch hat mir der eigene Gemüseanbau im Kleinformat sehr viel Freude bereitet, es ist sehr nett, auf dem Balkon etwas wachsen zu sehen und dann natürlich auch zu ernten.

Für die Kohlrabi habe ich mir natürlich gut überlegt, wie ich sie weiterverarbeite, und mich dann für ein fein klingendes Kohlrabi-Karotten-Gemüse entschieden. Das Rezept  habe ich mir mal aus einem Gemüsekochbuch kopiert. In das Gemüse kommen noch Estragon und Frühlingszwiebel, gewürzt wird mit Senf, und Crème fraîche macht die Sache schön cremig. Ich fand das Gemüse so sehr, sehr fein. Die Kohlrabi hat natürlich wesentlich dazu beigetragen, war aber nicht der einzige Grund ;-)

gegen die Dunkelheit angekämpft ... es wird wieder früher dunkel

Kohlrabi-Karotten-Gemüse

für 2 normale Portionen oder 4 Beilageportionen

2 Kohlrabi (je ca. 300 g)
500 g Karotten
2 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 EL Butter 
3 EL frisch gehackter Estragon
120 g Crème fraîche
1 EL Dijon-Senf
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer

Die Kohlrabi und Karotten schälen und in Stifte schneiden. Die Frühlingszwiebel waschen und in Ringe schneiden. Die Knoblauchzehe ebenfalls schälen und fein hacken.
Die Butter in einem Topf schmelzen. Den Knoblauch und die Frühlingszwiebel für eine Minute darin anbraten, dann die Kohlrabi- und Karottenschnitze hinzugeben und für zwei weitere Minuten unter Rühren anbraten. Dann 100 ml Wasser hinzufügen und alles bei zugedecktem Topfdeckel für ca. 7 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Nun den Topfdeckel entfernen, Estragon, Crème fraîce und Senf hinzufügen und alles ca. 3 Minten einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken.

das war die Balkonkohlrabi

Sonntag, 30. März 2014

Quinoa mit Saisongemüse an Bärlauchsauce

Dass dieses Jahr bereits so viel früher als im letzten Jahr Bärlauchsaison ist, liegt nach dem milden Winter nahe. Trotzdem konnte ich es kaum glauben, als ich vor ein paar Wochen die ersten Rezepte mit Bärlauch auf anderen Blogs erblickte. Nun konnte ich mich aber selbst überzeugen: die Wälder sind bereits voll davon (ich habe heute im Wald sogar Leute beim Bärlauchpflücken entdeckt) - und auf dem Markt habe ich gestern selbst die ersten Blätter der Saison erworben.

Den Bärlauch habe ich zu einem Gericht verarbeitet, das ich neulich in unserer Cafeteria in der Mittagspause gegessen und nachzubasteln versucht habe. Betiteln würde ich es mit Quinoa mit Saisongemüse an Bärlauchsauce. Beim Gemüse habe ich gestern auf dem Markt einfach je ein wenig von den Sorten mitgenommen, die das Schild "Eigenanbau" oder "hiesig" trugen. Das waren dann Karotten, Rosenkohl, Pastinaken und Kohlrabi. Die Gemüseauswahl lässt in dem Fall aber einige Variationen zu. Dem Bärlauch kommt allerdings eine Schlüsselrolle zu, daher würde ich raten, die Sauce auch mit Bärlauch zuzubereiten ;-) Die Sauce nach diesem Rezept ist bewusst relativ flüssig gehalten (also in ihrer Konsistenz viel weniger dickflüssig als Béchamelsauce). Sie sorgt dafür, dass das Quinoa und Gemüse zusammen nicht zu trocken schmecken und gibt allem einen würzigen Geschmack. Mit gesunder Frühlingsküche habe ich diese Jahreszeit an diesem Wochenende also sehr gerne in Empfang genommen, wie man sieht:


Quinoa mit Saisongemüse an Bärlauchsauce

für  2 Portionen

500 g saisonales Gemüse (bei mir 1 Kohlrabi, 1 Karotte, 1 Pastinake, 7 Rosenkohlknollen)
100 g schwarzes Quinoa
1 Zwiebel
40 g Bärlauch
1 EL Butter
1 EL Mehl
200 ml Gemüsebrühe
100 g Sahne
1 Prise Muskat
Salz 
Pfeffer

Das Gemüse waschen, schälen und in 1-2 cm große Würfel schneiden (den Rosenkohl habe ich nur halbiert). Das Gemüse in einem Topf mit Salzwasser bissfest dünsten (bei mir hat das 7 Minuten gedauert) - anschließend das Wasser abgießen und das Gemüse falls nötig mit zugedecktem Topfdeckel warmhalten.
Das Quinoa während dessen wie hier beschrieben kochen.
Zur selben Zeit die Sauce zubereiten: Die Zwiebel waschen, schälen und fein hacken. Den Bärlauch waschen und bis auf 3 Blätter zum Garnieren grob hacken. In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Zwiebel darin für ein paar Minuten glasig dünsten. Den Bärlauch hinzufügen und für 1 Minute mitdünsten. Mit dem Mehl bestäuben, etwas rühren, dann mit der Gemüsebrühe und Sahne aufgießen. Alles ein Mal aufkochen lassen und anschließend für ca. 5 Minuten einkochen lassen. Den Pfanneninhalt zu einer Sauce pürieren (vorher in ein hitzebeständiges, höheres Gefäß füllen) und dann mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. 
Gemüse, Quinoa und Sauce zusammen mit ein paar in Streifen geschnittenen Bärlauchblättern garniert servieren.