Posts mit dem Label Brotaufstrich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Brotaufstrich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 15. Februar 2026

Süßkartoffel-Orangen-Dipp - ein fruchtiger leichter Dipp

Ich bekomme von 2 Kräuterfrauen wunderbare Adventskalender per mail und komme fast nicht nach, die tollen Rezepte auszuprobieren (jetzt ist es doch Februar geworden).  Eines davon ist dieser fruchtig frisch und lecker  schmeckende Aufstrich.

Die Orangen haben jetzt in der Winterzeit so ein tolles Aroma, das bei dieser Mischung wunderbar zur Geltung kommt. Neben dem frisch ausgepressten Orangensaft kommt auch der Abrieb der Bio-Orange, geräuchertes Paprikapulver und rosa Pfeffer in die Mischung.

Der Dipp passt gut zu einem Gemüseteller, als Aufstrich auf dem Frühstücksbrot, als Vorspeise oder einfach zu einem geselligen Essen. 

Süßkartoffel-Orangen-Dipp


1 große Süßkartoffel
1 unbehandelte Orange (Saft und Abrieb)
2 EL Olivenöl
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
1/2 TL rosa Pfefferkörner
Salz

Die Süßkartoffel schälen, in Stücke schneiden. In einen Topf geben, etwas Wasser hineinfüllen  kochen, bis die Süßkartoffelstücke gar sind, dann abgießen.

Süßkartoffel und Orangensaft mit dem Stabmixer pürieren.

Das Olivenöl, das geräucherte Paprikapulver, rosa Pfeffer und Orangenabrieb untermischen.

Mit Salz abschmecken und kalt servieren. 

Noch eine Anmerkung zu den rosa Pfefferbeeren:
Rosa Pfeffer ist kein echter Pfeffer. Die Beeren sind die Früchte des brasilianischen Pfefferbaums. Die Pflanze gehört zur Familie der Sumachgewächse und wird auch Weihnachtsbeere genannt. Sie schmecken mild-aromatisch, etwas harzig und sind weniger scharf als echter Pfeffer. Das Gewürz wird aufgrund seines einzigartigen Aromas und seiner dekorativen Farbe in vielfältigen Gerichten und sogar Getränken verwendet, von herzhaft bis süß.

Freitag, 25. April 2025

Im Kräuterglück: Löwenzahn-Zitronen-Marmelade

Schon viele Jahre stelle ich im Frühling Löwenzahn-Gelee her. Es gehört schon dazu und das Sammeln auf der Wiese ist bereits ein Erlebnis. Ich muss zugeben, etwas mühsam ist es, die gelben Blütenblätter vom Grün der Blüte zu trennen. Eine abendfüllende Arbeit, aber es lohnt sich. Im letzten Jahr habe ich das erste Mal Löwenzahn-Zitronen-Marmelade hergestellt und auch die ist der Renner bei der Familie und den Gästen der Black Forest Lodge.

Löwenzahn-Zitronen-Marmelade

                            500 g aufgeblühte Löwenzahnblüten (ergibt ca. 280 g Blütenblätter) 
2 Liter Wasser
Orangensaft (ca. 700 ml)
4 EL Biozitronensaft
4 Biozitronen
3 Päckchen Gelierzucker 1:2

Löwenzahnblüten sammeln, auf einem Backblech oder Tablett ausbreiten, damit die kleinen schwarzen Käfer in die Freiheit entfliehen können.
 Währenddessen schließen sich die Blüten. Nun drückt man die Blütenblätter zusammen, schneidet mit dem Messer am unteren Teil der Blüte den Boden ab und wenn man es gut erwischt, kann man das Grün wie ein kleines Mäntelchen abziehen.
Die Blüten nicht waschen, da sonst die aromagebenden Pollen verloren gehen würden.

Ausgezupfte Löwenzahnblüten in einen großen Topf geben, Zitronensaft und 2 Liter kaltes Wasser hinzufügen und 60 Minuten ziehen lassen.

Die Zitronen heiß abwaschen, achteln und ebenfalls in den Topf geben, aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen.

12 Stunden ziehen lassen. Die Masse abwiegen und mit Orangensaft auffüllen, damit ein Gesamtgewicht von 3000 g erreicht ist.

Einen Teil (ca. 10%) der Blütenblätter entnehmen.
Den Rest der Masse fein pürieren und dann die entnommenen Blütenblätter wieder dazu geben.
So kann man bei der fertigen Marmelade die Blütenstruktur erkennen.

Den Gelierzucker einrühren und unter Rühren aufkochen lassen und 4 Minuten (oder nach Angabe auf der Packung des Gelierzuckers) sprudelnd kochen lassen.

In heiß ausgespülte Gläser füllen und sofort verschließen. 

Donnerstag, 13. Juni 2024

Im Kräuterglück: Maiwipfel-Zitronen-Butter

Nur in schattigen Lagen kann man jetzt noch junge Maiwipfel von den Fichtentrieben sammeln, denn so langsam werden die jungen Triebe erwachsen und groß und dementsprechend nicht mehr so zart. Es ist ja auch schon Juni. Ich hatte die Tage Kolleginnen eingeladen und zu meiner gewohnten Kräuterbutter siehe Link, die alle lieben, diese neue Butter-Variante ausprobiert. Die Reaktionen waren sehr verschieden von "zu waldig" bis "interessant" und "sehr lecker und erfrischend".
Es ist natürlich ein ganz besonderer Geschmack, wenn man sozusagen den Wald im Mund hat. In den jungen Triebspitzen der Fichten ja auch ätherische Öle, Harze, Tannine und viel Vitamin C.

Ich möchte auch nochmals darauf hinweisen, dass man unbedingt darauf achten muss, nicht die giftige Eibe zu verwenden. Deshalb bitte vor der Ernte genau informieren!!


Maiwipfel-Zitronen-Butter

ca. 2 Hände voll frischer Fichtenspitzen
1 Biozitrone
250 g Butter - alternativ Margarine (vegan)
1 TL Fleur de Sel

Die Butter sollte Zimmertemperatur haben. Die Zitrone gut waschen und abtrocknen. Die Schale fein reiben und gemeinsam mit den Maiwipfeln mit einem Pürierstab vermengen. Alternativ mit einem Messer sehr klein schneiden. (Das habe ich gemacht und trotzdem noch mit dem Pürierstab bearbeitet).
Nach Belieben salzen. Schmeckt gut auf Brot, zu Spargelgerichten oder Kartoffeln.

Donnerstag, 6. Juni 2024

Veganer "Eier-Salat" - oder Reis, der ein bisschen wie Ei schmeckt

Ja, wie nenne ich dieses Rezept? Im Original heißt es "Ei-Aufstrich". Ich finde eher, es ist eine Art "veganer Eier-Salat". Aber eigentlich klingt das alles irreführend ... ich entscheide mich für "Reis, der ein bisschen wie Ei schmeckt".

Immer wenn wir ein Curry machen, und das passiert oft, dann koche ich Reis im Reiskocher. Und immer ist Reis übrig, wenn das Curry gegessen ist. Zur Verwertung vom Reis habe ich ein Rezept aus dem veganen Thermomix-Kochbuch "TierfreiSchnauze" (ich mag das Kochbuch sehr). Meine leichte Abwandlung findet sich unten. Ich muss auch gleich vorausschicken, dass das folgende Rezept ein Thermomix-Rezept ist. Man bräuchte alternativ einen Mixer, mit dem man etwas grob pürieren kann ... bitte nicht zu Brei. Aber ich bin so begeistert von dem Rezept und brauche es in meinem Archiv, deshalb kommt es auf den Blog. Mittlerweile vor allem mein persönliches Rezept-Archiv!

Also der Aufstrich, oder die Beilage oder was auch immer, schmeckt total lecker und auch wirklich ein bisschen wie Ei durch das Rauchsalz


Reis, der ein bisschen wie Ei schmeckt

300 g gekochter Reis
2 Frühlingszwiebeln (bei mir auch Zwiebelgrün und Schnittlauch)
2 EL frische Petersilie
1 TL Zitronensaft
1 TL Meerrettich (frisch oder aus dem Glas)
2 EL Senf
1/2 TL Rauchsalz
1/2 TL Paprikapulver 
30 g Olivenöl
Salz, Pfeffer

Alles für 10 Sekunden auf Stufe 6 zerkleinern (sorry für alle, die keinen Thermomix haben).

Sonntag, 3. März 2024

Im Kräuterglück: Meerrettich Dip

Auf Empfehlung unserem Biobauern Herrn S., meine grünen Salate mit Meerrettich aufzupeppen, habe ich vor längerer Zeit eine Meerrettichwurzel gekauft und ins Wasser gestellt. Aber das ist  immer wieder in Vergessenheit geraten. Der Meerrettich hat Blätter getrieben, Wurzeln haben sich gebildet und eigentlich wollte ich ihn ins Beet setzen. Dann bin ich an dieses Rezept geraten. Gerieben hatte die Wurzel genau die vorgeschriebenen 5 Esslöffel Meerrettich gegeben. Besser hätte ich ihn nicht verwerten können. Der Dip schmeckt so lecker. Man kann fast nicht aufhören zu essen!

Meerrettich-Dip

200 Gramm geschälte Rote Beete, gegart
100 g Walnüsse
5 EL frisch geriebener Meerrettich
Saft von einer Zitrone (evtl. etwas weniger)
2 EL Olivenöl
weißer Pfeffer
Salz

Walnüsse im Wasser für ca. 30 Minuten einweichen lassen.
 Frische Rote Beete mit der Schale weich garen. Anschließend schälen und ca. 200 g davon für den Aufstrich abwiegen. 
Alternativ vorgekochte Beete verwenden.
Den Meerrettich schälen und mit einer Reibe fein reiben.
Saft von der Zitrone auspressen.
Die Walnüsse abgießen.
Die eingeweichten Walnüsse, Rote Beete, Zitronensaft (evtl. erst mal nicht den ganzen Saft), Olivenöl sowie Salz und Pfeffer in einem Mixer oder einem Pürierstab fein mixen.
Anschließend den Meerrettich unterrühren. Abschmecken-

Dieser Dip schmeckt hervorragend auf Brot, als Dip für eine Rohkostplatte, zum Verfeinern von Saucen.

Im Kühlschrank ist er für ca. 2 Wochen haltbar. 

Noch ein Diskurs zum Meerrettich:
Der Meerrettich gehört zu der Familie der Kreuzblütler. Er hat bakterien- pilz- und virenhemmende Eigenschaften. Darüber hinaus wirkt der Meerrettich gegen Entzündungen, gegen freie Radikale, fördert die Durchblutung und stärkt das Immunsystem.

Dienstag, 6. Juni 2023

Im Kräuterglück: Wildkräutersenf mit Fichtensprossen


Ich bin tatsächlich im Kräuterglück in diesem Frühjahr. Kräuter liebe ich ja schon immer. Da ich jetzt eine Ausbildung als Kräuterpädagogin begonnen habe, bin ich schon deshalb ganz motiviert, in diesem Frühjahr möglichst viele heimische Wildkräuter kennenzulernen. Ein gewisser Druck kommt bei mir auf, was ich zuerst tun soll. Wildkräuter sammeln solange sie noch zart sind, die Pflanzen ganz genau betrachten und bestimmen, neue Pflanzen kennenlernen, Blüten und Blätter zum Trocknen sammeln, Pflanzen für mein Herbarium pressen, neue Rezepte ausprobieren und, und, und ... Es macht großen Spaß.

Achtung: Ich möchte auch nochmals darauf hinweisen, dass man unbedingt darauf achten muss, nicht die giftige Eibe zu verwenden. Deshalb bitte vor der Ernte genau informieren!!


Das folgende Rezept ist aus dem schönen Buch "Wildkräuter" von Martina Merz. Diese ersten Fichtensprossen die ich verwendet habe, stammen tatsächlich aus dem richtigen Wald im Schwarzwald. Aber ich habe eine Quelle ganz in der Nähe bei mir Zuhause ausfindig gemacht!!
Die jungen Fichtentriebe kann man Ende Mai/Anfang Juni ernten solange sie noch hellgrün und ganz zart sind. Sie schmecken zitronig erfrischend und haben einen leicht harzigen Geschmack. Dabei sind sie auch noch gesund, weil sie viel Vitamin C, Mineralstoffe, ätherische Öle und Harze enthalten.

Wildkräutersenf mit Fichtensprossen

für ein kleines Glas

2 EL  zarte Fichtensprossen
1 TL Apfelessig
4 EL guten körnigen Senf
2 EL flüssigen Honig (z.B. Akazienhonig)

Die Fichtensprossen sehr fein hacken.
Alles vermischen und in ein Glas füllen.
Diesen Wildkräutersenf ein paar Tage, mindestens aber über Nacht ziehen lassen.

Samstag, 22. April 2023

Bärlauch-Curry-Butter

Das Wetter ist im Moment so wechselhaft und eher kühl. Der Bärlauch lässt sich davon nicht beeindrucken. Es wächst und duftet nach Knoblauch und leuchtet so herrlich frühlingsgrün.

Der Clou: die Kombination von Bärlauch mit Curry ist unkonventionell, aber sehr lecker. 

Diese Bärlauch-Curry-Butter schmeckt sehr gutauf Knäckebrot, Baguette oder geröstetem Vollkornbrot. Auch zu Pellkartoffeln passt sie sehr gut!!


Anmerkungen für den, der selbst pflückt: Vorsicht beim Ernten - die häufigsten Verwechslungspartner sind die Herbstzeitlose und das Maiglöckchen. Aber auch der Aronstab, der zwar anders aussieht, aber auch in dieser Zeit wächst. Deshalb vor der Ernte genau über die Pflanze informieren (der Geruchstest reicht nicht aus, denn hast du einmal den Bärlauch-Geruch an den Fingern, so riecht fälschlicherweise für Dich auch jede andere Pflanze danach). Auch nicht mit der Schere ernten, sondern die Blätter einzeln pflücken und jedes davon genau kontrollieren. Und noch was zum Fuchsbandwurm - es ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen, dass man sich bei Bärlauch aus der freien Natur mit dem Fuchsbandwurm infiziert. Jeder muss selbst wissen, ob der das Risiko eingehen will oder nicht. Pflücken und essen ist immer auf eigene Gefahr.

Bärlauch-Curry-Butter

100 g Butter oder vegane Alternative
50 g Bärlauch (frisch)
Salz
1 TL Curry
1 Spritzer Zitronensaft

Bärlauch sehr fein zerkleinern.
Die weiche Butter mit den restlichen Zutaten vermengen.

Dienstag, 1. November 2022

Hagebuttenmarmelade - frisch und gratis aus der Natur

Es war schon lange mein Traum, eigene Hagebuttenmarmelade zu machen. Ich habe immer neidisch in die Gärten geschaut in denen tolle Hagebutten hingen. In der Natur habe ich immer nur Sträucher mit wenigen Früchten gesehen. Aber im Schwarzwald als ich meine Tochter besucht habe, da ist es wahr geworden. Bei einem Spaziergang mit unserem Enkelkind habe ich in freier Natur diesen tollen Strauch entdeckt und geerntet, geerntet ...



Ich wusste noch nicht, was es für eine Arbeit macht und musste auch erst mal recherchieren, wie ich die Marmelade zubereiten möchte.

Der  hohe Vitamin-Gehalt der Hagebutten ist beeindruckend. Außerdem besitzen sie Antioxidantien und weitere wertvolle Inhaltsstoffe, die unseren Körper vor Krankheiten schützen können. 
Die Meinungen gehen,  was die Herstellung von Hagebuttenmarmelade betrifft,  sehr auseinander. Die einen sprechen von kleinen Härchen, die im Hals kratzen, die anderen stört es nicht. Jedenfalls hat meine Marmelade eine tolle Farbe, ein tolles Aroma und keine Härchen, die stören. Sie ist cremig geworden und lässt sich gut streichen. Ich kann mir die Marmelade auch sehr gut zum Füllen von Pfannkuchen und zum Süßen von Müsli vorstellen. Vielleicht probiere ich im nächsten Jahr mal eine andere Variante aus, bei der die Kerne (Härchen) vor dem Kochen entfernt werden und die dann nicht durch ein Sieb gestrichen werden muss und etwas gröber bleibt. Außerdem möchte ich eine Variante ohne Gelierzucker testen. 


Hagebuttenmarmelade

750 g Hagebutten
750 g Wasser
Saft von 1 Orange
Saft von 2 Zitronen
500 g Gelierzucker 2 : 1

Die Hagebutten waschen, von den Stielen befreien und die  schwarzen Käppchen und unschönen Stellen entfernen.
Die Früchte mit einem Messer grob zerkleinern.

Zerkleinerte Früchte und Wasser aufkochen und 90 Minuten bei leichter Hitze köcheln lassen. 

Anschließend mit dem Kochwasser pürieren. Ich habe es mit dem Zauberstab gemacht.
Die Masse durch ein Sieb (evtl. flotte Lotte) streichen, dabei immer wieder Wasser zugeben, damit das Durchpassieren besser geht. 

Das ergibt eine leicht geleeartige Masse. 
Dann den Orangen- und Zitronensaft dazugeben .

Mit Gelierzucker 1:2 nach Anweisung fertigkochen.



Donnerstag, 13. Oktober 2022

So simpel und so gut: Avocado-Aufstrich

Oft sind die einfachen Dinge die besten. Bei Nahrungsmitteln ist es ja sowieso sympathisch, wenn diese ohne eine ewig lange Zutatenliste mit Konservierungsstoffen auskommen.

Manchmal braucht es nicht viel. In diesem Fall braucht es keine lange Zutatenliste. Nur vier Dinge: eine Avocado, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer. Daraus kann man einen wunderbaren Avocado-Aufstrich kreieren. Durch das Pürieren wird er so richtig schön cremig, daher mag ich ihn als Brotaufstrich oder Dip noch lieber als in Stücke geschnittene Avocado.


Avocado-Aufstrich

1 Avocado
1 TL Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Das Avocadofleisch mit einem Löffel aus der Schale holen, in Stücke schneiden und in einen Mixer geben. Zitronensaft, Salz und Pfeffer hinzugeben und alles pürieren. Nochmal mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Dienstag, 9. August 2022

Avocado-Kimchi-Brotaufstrich

Für dieses Gericht habe ich das erste Mal Kimchi (gesprochen: Kimtschi) im Bioladen eingekauft.

Kimchi hat seine Wurzeln in Korea und es handelt sich um fermentiertes Gemüse ähnlich unserem Sauerkraut. In Korea wird es hauptsächlich mit Chinakohl hergestellt. Es kann auch aus Rettich, Frühlingszwiebeln oder Gurken gemacht werden. Ich bin sehr  überrascht über den leckeren Geschmack. Es hat eine angenehme Schärfe, wenig Säure und und eine salzige Würze. Man kann es einfach so aus dem Glas löffeln und bin gerade dabei herauszufinden, wie Kimchi die Essenszubereitung bereichern kann.

Kimchi ist wertvoll für die Gesundheit, denn es enthält lebenswichtige Mineralstoffe, Vitamine, Probiotika und Enzyme. Für den Darm und das Immunsystem sehr zu empfehlen.

Ich habe das Rezept von meiner aktuellen Lieblings-Rezeptquelle, von "Ken Kocht" (nichts Neues für den regelmäßigen Leser ;-) )

Der folgende Aufstrich ist schnell zubereitet und ein besonderes Geschmackserlebnis!

Der Aufstrich auf meinem selbstgebackenen Wurzelbrot

 Zutaten:

1 Avocado
halbe Mango
2 EL Kimchi (oder nach Belieben mehr)
 
Zubereitung:
 
Die Avocado aufschneiden, den Kern rausdrücken und das Fruchtfleisch in eine Schüssel löffeln.
Kimchi dazugeben.
Die Mango schälen und das Fruchtfleisch auch mit Hilfe eines Schälers in Streifen dazugeben.
Vermischen und schmecken lassen.
 
 

Montag, 29. März 2021

Bärlauch-Hummus - frisch und fruchtig

Das erste richtige Frühlingsrezept. Dieses Jahr mit Bärlauch. Ich habe wieder festgestellt, daß mich sattes saftiges Frühlingsgrün sogar noch mehr in den Bann zieht als bunte Frühlingsblumen.

 

 Vor wenigen Wochen haben wir eine Wanderung gemacht und der Anblick der großen Fläche Bärlauch hat mich so angesprochen, daß ich dieses Bild in meiner Seele abgespeichert habe und es fast nicht erwarten konnte, neue Bärlauch-Rezepte auszuprobieren.

Mein Biobauer auf dem Markt teilt meine Begeisterung und hat mich heute Morgen darauf aufmerksam gemacht, daß Bärlauch eine der wenigen Pflanzen sei, die Schwermetalle im Körper, vor allem auch im Gehirn abbauen kann (die Info einer Heilpraktikerin).

Jedenfalls hat Bärlauch eine Menge positiver Auswirkungen auf die Gesundheit: Linderung von Verdauungsbeschwerden, Blähungen abmildern und ein erhöhter Cholesterinspiegel kann gesenkt werden.

Wenn man dieses Wildkraut sowieso liebt, sind das willkommene positive Aspekte, die man gerne hört.

Apropos Bärlauch auf dem Markt einkaufen: Den Bärlauch im Wald selbst zu ernten, würde mir sehr viel mehr Spaß machen und die Pflanze von Maiglöckchen oder anderen Pflanzen zu unterscheiden traue ich mir zu. Aber seit ich eine Person kennengelernt habe, die sich den Fuchsbandwurm eingehandelt hat, habe ich mich dagegen entschieden ihn in freier Natur zu pflücken.

Das Goethezitat auf meiner Frühlingsdeko (ein Namenstagsgruß einer Freundin) passt in diesem Fall nicht perfekt, ich finde es trotzdem schön.

Was der Frühling nicht sät
kann der Sommer nicht reifen
der Herbst nicht ernten
der Winter nicht genießen.

Johann Wolfgang von Goethe
 
 

 Das Rezept für diesen Bärlauch-Hummus habe ich bei Pinterest entdeckt. Man findet es hier


Der Bärlauch-Hummus schmeckt frisch, fruchtig und lecker und natürlich nach Knoblauch.
"Man könnte sich reinsetzen...........".
Meine Kolleginnen haben gesagt, er schmeckt nach Knoblauch aber nach Genuss von Bärlauch riecht man das selbst nicht. Ob das stimmt?

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Süßkartoffelaufstrich mit Topping


Süßkartoffeln habe ich noch gar nicht so lange entdeckt. Gekannt schon, aber sie haben mich nicht angesprochen. Auf dem Bauernhof groß geworden - die eigenen Kartoffeln geerntet -  da ist man einfach erst mal treu. Außerdem hat mich schon das "süß" im Namen gestört.
Das hat sich geändert und ich bin jetzt auch für Süßkartoffeln zu haben. Dieser Aufstrich ist ähnlich wie Hummus, aber etwas leichter und fluffiger. Das Topping "crunchy und süß" macht den delikaten Aufstrich wirklich besonders. 

Süßkartoffelaufstrich mit Topping


für 4 Portionen

300 g Süßkartoffeln
225 g weiße Bohnen (Dose)
1 TL Tahini
2 EL Olivenöl
1/2 Knoblauchzehe
Saft einer halben Zitrone
1/2  TL geräuchertes Paprikapulver
Salz
Pfeffer
25 g gehackte Mandeln
25 g gehackte Walnüsse
30 g brauner Zucker

Die Süßkartoffeln schälen, in grobe Würfel schneiden und weich kochen. Dann abschütten und auskühlen lassen. Bohnen in ein Sieb geben und abspülen.

Alle Zutaten pürieren und mit den Gewürzen abschmecken.

Für das Topping die Mandeln und Walnüsse mit Zucker in einer beschicheten Pfanne anrösten und karamellisieren lassen, bis der Zucker geschmolzen ist.
Alles auf Backpapier auskühlen lassen und etwas zerstoßen.

Aufstrich in einer Schüssel anrichten und das Topping darüberstreuen.

Sonntag, 2. August 2020

Schokoscones und Sauerkirschmarmelade - Virtuell verreisen wenn es nicht anders möglich ist


Sauerkirschmarmelade zu kochen ist schon länger in meinem Hinterkopf.
Als ich mittwochs auf dem Wochenmarkt vorbeischlenderte, hat es wunderbare Sauerkirschen gegeben. Auf Nachfrage wie lange noch, habe ich die Antwort bekommen, am Samstag gibt es die letzten in dieser Saison. Und tatsächlich habe ich diesen Samstag herrlich reife, teilweise schon geplatzte aber wunderschöne Sauerkirschen erstanden.
Bei der Recherche, was ich für Marmelade machen möchte, bin ich gleichzeitig auf das Rezept der Schokoscones gestoßen. 
Ich muss gestehen, daß mir die runden hellen Scones, die auch auf diesem blog hier zu finden sind, einen Tick besser schmecken, aber lecker sind die Schokoscones auf jeden Fall auch. Ich werde sie nochmals backen, vielleicht mit etwas höherer Hitze und nicht so lange drin lassen, so daß sie eventuell etwas saftiger sind.
So bin ich heute auch noch zu einer virtuellen Reise gekommen. Die Erinnerungen gingen zurück nach Howth, einem kleinen Fischerdorf bei Dublin. Am ersten Urlaubstag unserer einwöchigen Rundreise durch den Süden haben wir nach eine Klippenwanderung in einem kuscheligen Teeroom superleckere Scones, in diesem Fall mit Clotted Cream und Schwarztee genossen.



Die Reise war so schön. Ich möchte noch ein paar Eindrücke einfügen:

Sicht von der Klippe

So herrliche Begonien im Beet habe ich vorher noch nie gesehen

 typisch irisches Grün

Genug der Schwärmerei. Jetzt wird geschafft:

 toll saftige und reife Sauerkirschen

 

Ich habe zwei verschiedene Sauerkirsch-Marmeladen gemacht:
Die Marmelade mit Marzipan ist süßer trotz Gelierzucker 1 : 3.
Die Marmelade mit Chili ist ein klein wenig pfiffig am Gaumen.
Man könnte die Menge an Chili's erhöhen, wenn man es richtig scharf mag. 

Sauerkirschmarmelade mit Marzipan

1350 g Sauerkirschen (fertig gerichtet)
150 g Marzipanmasse
8 Tropfen Bittermandelöl
1 Päckchen Gelierzucker (500 g) 1:3

Die Sauerkirschen entsteinen und im Mixer grob zerkleinern.
Die Marzipanmasse in kleine Stücke schneiden.
Sauerkirschen mit Marzipan, Bittermandelöl und dem Gelierzucker gut vermischen und erhitzen. Gut rühren, daß sich der Marzipan auflöst.
Nach Anweisung auf der Gelierzuckerpackung aufkochen.
Gelierprobe machen. 

Sauerkirschmarmelade mit Chili

1 kg Sauerkirschen
2-3 kleine getrocknete Peperoni
2 P. Vanillezucker (Bourbon)
Saft von 1/2 Zitrone
500 g Gelierzucker 1:2

Die Sauerkirschen entsteinen und im Mixer grob zerkleinern.
Die getrockneten Peperoni in der Hand zerreiben und mit dem Vanillezucker und dem Zitronensaft zu den Kirschen geben.
Den Gelierzucker ebenfalls dazugeben, alles gut umrühren und nach Packungsangabe aufkochen.

Schoko Scones auf die „leichte“ Art

Das Rezept der Scones findet man hier.
Die dreieckigen Scones haben mir Spaß gemacht zuzubereiten.
Den Teig habe ich wie im Rezept beschreiben auf einem Backpapier als Kreis geformt und mit einem scharfen Messer in 8 Teile geteilt. Nach dem Backen gleich nochmals nachgeschnitten.
Wir haben die Schokoscones mit Mascarpone und der frischen Sauerkirsch-Chili-Marmalade genossen. Wie sagt man: "das hat was"


Samstag, 8. Februar 2020

Besser spät als nie: Paprika-Frischkäse - ein einfacher und leckerer Brotaufstrich


Wo wir gerade bei Paprika sind ... Mir ist ein Rezept mit Paprika eingefallen, welches ich schon seit Monaten verbloggen will. Es mangelt mir in der Tat nicht an Rezepten, sondern viel mehr daran, über diese auf dem Blog zu schreiben.

Nun gut, besser spät als nie. Diesen leckeren Aufstrich habe ich bereits öfter für meine Gäste zum Abendessen zubereitet. Als "Extra" neben einer Suppe und frischem Brot. Und quasi als Sicherheit für mich, dass wenn jemand die Suppe nicht schmeckt, derjenige sich trotzdem auf leckere Art satt essen kann.

Die Zutatenliste ist übersichtlich: Frischkäse, Paprika, Ajvar und Schnittlauch. Das Ergebnis ist erstaunlich lecker. Für tolle Brotaufstriche braucht es eigentlich nie viele Zutaten, sondern einfach die richtigen. Das ist ein weiteres Beispiel. Hier geht's zum Rezept.

Samstag, 10. August 2019

Garten-Kräuterbutter

Auch wenn in meinem Gemüsegarten nicht alle Kräuter, die dort wachsen sollen, auch schön wachsen (Basilikum und Petersilie werden von den Schnecken einfach zu gerne gemocht), so gibt es doch ein paar Sorten, die sich ganz toll entwickeln (Schnittlauch gibt es in meinem Garten an jeder Ecke und der Salbei wächst jeden Sommer zu einem Busch heran). Um die Kräuter zu verwenden, kam mir die Idee, meinen Gästen abends zur Suppe neben Brot noch eine Kräuterbutter zu servieren. Da ich selbst außer Bärlauchbutter noch nie Kräuterbutter hergestellt habe, nutzte ich die Gelegenheit, meiner Kollegin über die Schulter zu schauen. Weil sie sehr gut kochen kann, fragte ich sie, ob sie einmal Kräuterbutter machen würde. Da wir an jenem Morgen gerade Leerlauf hatten, da die Gäste noch in ihren Zimmern waren und diese noch nicht gereinigt werden konnte, war das der ideale Moment.

Meine Kollegin kam mit Schnittlauch, Salbei, Thymian und Borretschblüten aus dem Gemüsegarten zurück (natürlich kann man auch andere Gartenkräuter verwenden). Sie hat die Kräuter zusammen mit Zwiebel und Knoblauch püriert, wodurch die Butter eine sehr schöne Farbe bekommt. Wider Erwarten hat sie auch nur ganz dezent nach Knoblauch und Zwiebeln geschmeckt (also wirklich so, dass man sie den Gästen ohne Vorwarnung vorsetzen kann). Und wichtig ist auch, dass nur wenig Salz und Pfeffer verwendet wurde, sodass der Kräutergeschmack nicht übertönt wurde. Ja, und was die Deko angeht, habe ich auch wieder was gelernt: es sind die ganz kleinen Dinge, die doch einen großen Unterschied machen! Die Butterschälchen sahen so hübsch aus. Zum Glück habe ich mir das Rezept gleich aufgeschrieben.


Garten-Kräuterbutter

200 g weiche Butter
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Kräuter aus dem Garten (bei mir Schnittlauch, Salbei, Thymian und Borretschblüten)
wenig Salz und Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch schälen und grob hacken. Die Kräuter waschen und grob hacken. Zwiebel, Knoblauch und Kräuter im Mixer pürieren. Zusammen mit der Butter in eine Schüssel geben und mit dem Rührgerät verrühren. Mit ein wenig Salz und Pfeffer würzen.

Donnerstag, 16. August 2018

Saison für Feigen: Feigen-Orangen-Marmelade


Zu unserem Lieblingskind im Garten hat sich im Laufe der Jahre unsere bayerische Feige entwickelt. Schon der Anblick der schönen Blätter tut gut. Auch die Früchte sehen total niedlich aus, wenn sie noch ganz klein sind. Normalerweise ernten wir die reifen Früchte peu à peu als Nachtisch, zum Frühstücksporridge oder einfach zum Gleichessen. Einen Tag vor dem Urlaub ist uns klar geworden, daß wir die Ausbeute von sage und schreibe 26 Feigen anders verwerten müssen.

So haben wir uns entschieden, diese Feigen-Orangen-Marmelade zu machen. Sie ist grade richtig geliert, hat eine wunderbare goldene Farbe und die bitteren Orangenzesten machen sie besonders.
Statt des Vanillezuckers würde ich das nächste Mal lieber 2 Vanilleschoten verwenden, da die Marmelade mit dem Gelierzucker süß genug ist.


Feigen-Orangen-Marmelade

1500 g Feigen
etwa 3 kg Bio-Orangen
 Schale von 5 Bioorangen
3 Päckchen Gelierzucker à 500 g (2:1)
Mark von 2 Vanilleschoten

Die Feigen waschen, den grünen Stiel und das Samengehäuse entfernen und klein schneiden.

Die Bioorangen ebenfalls waschen und von 5 Orangen die Schalen mit einem Zestenreißer abschaben. Dann die Orangen auspressen, Saft und Fruchtfleisch sammeln bis 1500 g zusammen sind.

Die zerkleinerten Feigen, die Orangenmasse mit Zesten und den Gelierzucker in einen großen Topf geben. Langsam erhitzen, zum Kochen bringen und nach Anweisung auf der Gelierzuckerpackung, bei mir 4 Minuten, sprudelnd kochen lassen.

Die heiße Masse in vorbereitete Gläser abfüllen und sofort verschließen.



Montag, 16. Juli 2018

Eine spitzenmäßige Kombination: Jostabeer-Marmelade mit Mango

Dieser Blog hier wird noch zu einem richtigen Marmeladenblog ... das hätte ich vor ein paar Jahren auch noch nicht gedacht, dass ich mal so viel Marmelade mache. In meinem Fall ist es sicherlich die Nachfrage, die den Herstellungsprozess triggert. Die Frühstücksgäste in meiner Pension mögen die selbstgemachten Dinge einfach besonders, und dazu gehört zum Frühstück eben auch Marmelade. Gerne in neuen Frucht- oder Gewürzkombinationen. So wird hier fleißig Marmelade hergestellt. Meine Mama hat diese Saison ja schon Löwenzahngelee und Rhabarbergelee zubereitet. Und ich habe neben viel Rhabarbermarmelade und Johannisbeermarmelade mit Banane und Rum mit den geschenkten Jostabeeren eine Jostabeer-Mango-Marmelade gemacht. Ich bin begeistert vom Ergebnis - aber ich liebe den Geschmack von Mangos in jeder Form.

Es ist ein wenig Aufwand, die Stiele der Jostabeeren abzupflücken, ja. Aber dafür habe ich es mir mit den Mangos einfach gemacht und ein Kilo fertiges Mangopüree gekauft. Also zugegebenermaßen nur halb selbstgemacht. Natürlich kann man sich alternativ auch sein eigenes Mangopüree aus frischen Mangos herstellen.


Jostabeer-Mango-Marmelade

1 kg Jostabeeren
1 kg Mangopüree
1 kg Gelierzucker (2:1)

Die Stiele der Jostabeeren abzupfen. Danach die Beeren waschen. Die Beeren mit dem Mangopüree und Zucker in einen großen Topf geben. Alles aufkochen und 4 Minuten unter Rühren kochen lassen, dann in mit heißem Wasser ausgeschwenkte Marmeladengläser abfüllen. 
Anmerkung: Ich habe die Marmeladenmasse im Topf noch ein wenig püriert, da die Beeren nicht alle zerfallen sind.

Samstag, 14. Juli 2018

Camemburger mit selbstgemachtem Jostabeer-Johannisbeer-Chutney

Diese Woche bekam ich von einer netten Nachbarin Jostabeeren geschenkt. Jostabeeren sind eine Kreuzung aus Johannisbeeren und Stachelbeeren, die wie große, schwarze Johannisbeeren aussehen. Kannte ich nicht, bis mir das eine andere, nette Nachbarin voriges Jahr erklärt hatte.

Diese Saison bringen die Fruchtbäume und -sträucher hier jedenfalls eine reiche Ernte. So bekam ich auch eine große Schüssel voll Jostabeeren. Premiere! Über die Marmelade berichte ich kommende Woche noch - ich fange lieber mit dem Besonderen an. Bei Barbara gibt es gerade auch viele (ich glaube sogar ganz eigene) Jostabeeren. Und als ich so auf ihrem Blog stöberte, geriet ich zu einem Chutney-Rezept. Ich liebe Chutneys wegen der süß-sauer-salzig-Kombination, und habe ewig keines mehr gemacht. Also machte ich Chutney, nach Barbara's Rezept. Nur mit ein wenig mehr Zucker bzw. Ahornsirup und ich habe zur Hälfte rote Johannisbeeren verwendet. Von diesen habe ich nämlich genügend in meinem eigenen Garten.


Tja, und Camemburger klingt halt auch verlockend. Deshalb gab es bei mir heute gebackenen Camembert mit dem Chutney. Ein geniales Geschmackserlebnis. Danke, für die Anregung, Barbara! Das Chutney ist eine ganz besondere, und tolle Idee.

Sonntag, 6. Mai 2018

Garten trifft Wald - Rhabarbergelee mit Waldmeister

Es ist so wunderbar, was der Frühling hervorzaubert und was die Natur alles bietet. Nach Genuss unseres geliebten Bärlauchpestos, dem frischen Schnittlauch aus dem Kräuterbeet und dem ersten Spargel, geht es schon weiter mit Rhabarber. Willkommen kulinarischer Frühling - wie schön, dass es die verschiedenen Jahreszeiten gibt. 


vorbereitetes Glas mit Waldmeister - fast zu schade zum Gelee einfüllen
Waldmeister wächst in schattigen Orten in Laub- und Mischwäldern. Es war keine Problem welchen im Wald zu finden. Man kann aber auch Waldmeister beim Gärtner im Topf kaufen. Waldmeister soll übrigens beruhigend und krampflösend wirken.


wenn kein Glas mehr voll wird, fülle ich den Rest immer in kleine Schälchen zu sofort probieren

 Rhabarbergelee mit Waldmeister

Zutaten: 

1,5 kg frischer Rhabarber
1 Hand voll Waldmeister
500 g Gelierzucker 2:1
1 Limette

Rhabarber putzen, abspülen, in etwa 2 cm lange Stücke schneiden und mit 600 ml Wasser aufkochen. Bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten kochen lassen

Den Fruchtbrei in ein mit einem angefeuchteten Tuch ausgelegtes Sieb geben, abtropfen und abkühlen lassen. Etwas ausdrücken (der Saft wird anschließend benötigt, den also nicht weggießen).

Waldmeister abspülen, sehr gut trocken schütteln und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Die Blätter in heiß ausgespülte Schraubgläser verteilen.

900 ml vom abgetropften Rhabarbersaft abmessen und zusammen mit dem Gelierzucker und dem ausgepressten Saft der Limette in einem großen Topf verrühren. Unter Rühren langsam aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Auf einem flachen Teller eine Gelierprobe machen. Bleibt das Gelee flüssig, noch weitere 3 Minuten kochen und die Probe wiederholen.

Das fertige Gelee sofort randvoll in die Gläser füllen. Die Gläser sofort verschließen und für 5 Minuten auf den Deckel stellen. Währen des Abkühlens die Gläser zwischendurch erneut auf den Kopf drehen, damit sich die Blätter im Gelee gleichmäßig verteilen. 

Mir ist es leider nur bei einem Glas gelungen, daß man den Waldmeister schön sieht.
In den anderen Gläsern ist er zusammengesackt.

Ausbeute vom doppelten Rezept

Das Gelee hat eine sehr ansprechende Farbe und einen sehr feinen leckeren Geschmack. Wir haben damit auch schon eine Nachspeise mit Naturjoghurt, Chiasamen und Kürbiskernen gesüsst