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Samstag, 27. September 2025

Im Kräuterglück: Energie-Bällchen mit Brennnesselsamen


Brennnesselsamen sind echte Kraftpakete. Sie werden tradituonell zur Stärkung im Genesungsprozess, nach schweren Krankheiten oder zur Aktivierung der Lebenskräfte eingesetzt. Und richtig toll ist, dass sie so vielseitig in der Ernährung eingesetzt werden können. Egal ob zum Brotbacken, in Salaten, Smoothies, Joghurt oder übers Müsli, sie bereichern deftige und süße Speisen. Gesammelt werden sie in der Zeit von Juni - Oktober je nach Standort. Getrocknet kann man sie als Vorrat am besten lichtgeschützt aufbewahren.

wertvoller Wintervorrat


Informationen zum Sammeln von Brennnesselsamen:
Die Brennnessel ist eine zweihäusige Pflanze. Das bedeutet, dass die männlichen und weiblichen Pflanzen getrennt voneinander wachsen. Auf den nachfolgenden Fotos sieht man den Unterschied der Pflanzen im  idealen Stadium der Samenernte. Die männlichen Pflanzen bilden keine Samen, die werden nicht gesammelt. Von der weibliche Pflanze sammelt man die hängende kantigen Samenstände (man sagt auch Nüsschen). Diese sollten noch nicht braun sein. Zuerst schaue ich, ob sich keine Tiere (Läuse oder Schmetterlingsraupen) an den Pflanzen befinden. Dann streife mit einem Gummihandschuh den Brennnesselstängel von unten nach oben ab und tue alles in einen Stoffbeutel. Zuhause werden dann die Blätter von den Samen getrennt. Die Samen werden auf einem Backblech im Schatten getrocknet. Wenn sie richtig trocken sind (rascheln) streiche ich sie durch ein Sieb. Übrig sind dann nur noch die feinen Rispenstängel und die Samen können in ein Glas abgefüllt werden. Die gesammelten Blätter, die schön und nicht angeknabbert sind, werden ebenfalls getrocknet und entweder für Tee verwendet oder pulverisiert. Das Pulver kann dann im Winter z.B. Smoothies oder Suppen aufwerten.
In den Brennnesselsamen sind folgende wertvolle Inhaltsstoffe enthalten:

30% Eiweiß, 30% ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E, Vitamin C und Vitamin A, B-Vitamine, Mineralstoffe (Eisen, Calcium, Magnesium, Kieselsäure) und viel Chlorophyll.

Die Kombination der verschiedenen Inhaltsstoffe macht die Samen zu einem wahren Superfood. Als wertvolle Eiweißquelle sind die Samen besonders interessant für Sportler und Menschen, die sich vegan ernähren. Darüber hinaus schmecken die Samen der Brennnessel wirklich gut. 



Energiebällchen mit Brennnesselsamen


für 20 Stück 

4 EL Brennnesselsamen
25 g Sonnenblumenkerne
50 g Nüsse nach Wahl
75 g getrocknete Datteln oder andere Trockenfrüchte
1 EL weißes Mandelmus
1 EL ungesüßtes Kakaopulver
evtl. etwas Wasser

Die Hälfte der Brennnesselsamen bei mäßiger Hitze anrösten und abkühlen lassen.

Alle anderen Zutaten mit einem Pürierstab zu einer homogenen Masse verarbeiten.

Die Brennnesselsamen dazugeben, verkneten und zu kleinen Bällchen (je 10g) formen.

In den restlichen Brennnesselsamen wälzen und bei Zimmertemperatur trocknen.


Espresso und Energie-Bällchen - doppelter Energieschub

Samstag, 12. April 2025

Wieder entdeckt: Reissalat

 


Eigentlich gibt's bei uns immer ein Thai-Curry, wenn ich Reis koche. Und ich koche eigentlich immer sehr großzügig Reis, sodass etwas übrig bleibt. Mit dem Rest mache ich manchmal einen veganes Eiersalat-Pendant. Beim letzten Curry ist so viel Reis übrig geblieben, dass meine Mama spontan meinte: Mach doch Reis-Salat. Da gestern ein sehr warmer Tag war, hat das als Abendessen sehr gut gepasst.

Ich habe mich an eine Rezept erinnert, das ich vor (!) 14 Jahren verbloggt habe: Der Wildreissalat. Mit Karotten, Frühlingszwiebeln, Rosinen und Walnüssen. Ich habe nur anstatt Wildreis normalen Reis verwendet und anstatt Walnüssen Sonnenblumenkerne. Es war sehr lecker!

Und man sieht: Auch wenn es manchmal sehr, sehr lange dauert, bis man ein Rezept wieder zubereitet, es ist doch hilfreich, es verbloggt zu haben 😀 

Dienstag, 23. April 2024

Im Kräuterglück: Dinkelkekse mit Wildkräutern

Man kann sich den Wildkräutern auf verschiedenen Wegen nähern. Dieses Mal dürfen sie meine Dinkelkekse bereichern. Es ist erst Mitte Februar und die Natur schenkt uns schon wieder eine tolle Auswahl an wunderschönen und wohlschmeckenden Kräutern. Erkennt ihr sie?

Die Kekse sind wahres Soulfoud. Man schmeckt die Butter und den Honig raus, der Vollkorndinkel liefert die Ballaststoffe und Körner und Kräuter machen die Kekse schön und gesund.





Dinkelvollkornkekse

Zutaten für ca. 20 Stück

350 g Dinkelvollkornmehl
100 g Honig
200 g Butter
1 TL Backpulver
frische Kräuter 
2 EL Leinsamen 
2 EL Sonnenblumenkerne

Alle Zutaten außer den frischen Kräutern und den Leinsamen und Sonnenblumenkernen zu einem geschmeidigen Mürbeteig verkneten und in Folie gewickelt im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig zu einer Rolle formen (Durchmesser etwa 4 cm) und immer eine Scheibe von 1 cm Dicke runterschneiden. Ein Blättchen der Wildkräuter drauflegen, mit Leinsamen und Sonnenblumenkernen bestreuen und mit dem Nudelholz vorsichtig darüberrollen und dabei die Kräuter und Samen in den Teig drücken. Dann erst mit einem Glas runde Kreise ausstechen.
Aus den Teigresten am Schluss Kugeln formen, etwas mit dem Nudelholz flachrollen und ebenso mit den Kräutern verfahren.

Auf ein Backblech mit Backpapier oder geeignete Alternative legen. 

Je nach Dicke etwa 10 Minuten bei 180 Grad C backen.

Auskühlen lassen und genießen!!

Gut getrocknet sind die Kekse mehrere Wochen lang haltbar, wenn sie in einer Keksdose vor Feuchtigkeit geschützt aufbewahrt werden.
 

Donnerstag, 15. Dezember 2022

Kürbis-Möhren-Auflauf mit Sonnenblumenkernen oder »Kürbisauflauf Inge«


Die Hofladen-Besitzerin hat neulich die letzten Kürbisse der Saison an die Kunden verschenkt. Das ließ ich mir nicht entgehen und nahm ungeplant einen Muskat-Kürbis mit. Dazu fiel mit ein Rezept ein, das mir meine Nachbarin Inge vor zwei Jahren oder so gab, als ich selbst eine üppige Kürbisernte im Gemüsegarten hatte.

Bei Inge war vor Kurzem das Adventskranzbinden in der Scheune. Beim Binden erzählte mir eine Frau aus dem Ort, dass Sie Rezepte nach dem Namen desjenigen benennt, von dem sie es bekommen hat. Also »Apfelkuchen Anna«, oder »Gurkensalat Sabine«. Der folgende Auflauf wird bei mir der »Kürbisauflauf Inge«. Mit vollem Namen heißt er Kürbis-Möhren-Auflauf mit Sonnenblumenkernen. 

Auf dem Rezept, das mir Inge geschickt hat, steht die handschriftliche Anmerkung »lecker«. Und das meinte auch mein Mann: »Nicht nur, kann man essen, sondern wirklich lecker, der Auflauf.« 

Ja, das ist er. Mit viel leckerem Herbstgemüse, Kürbiskernen für Biss und würzigem Käse. Wir machen ihn nächstes Jahr wieder, hoffentlich mit Gartenkürbissen.


Kürbisauflauf-Möhren-Auflauf mit Sonnenblumenkernen oder

für 4 Portionen (eine Auflaufform mit 18 x 25 cm)

2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
250 g Karotten
300 g Lauch
800 g Muskatkürbis (Nettogewicht nach dem Schälen und ohne Kerne)
3 EL Sonnenblumenöl
100 g Sonnenblumenkerne
Salz
Pfeffer
Gemüsebrühpulver
1/2 TL gem. Ingwer
150 g Cheddar (oder Gouda)
4 Eier 
200 g Sahne

Zwiebeln und Knoblauch schälen und feinhacken. Den Lauch waschen und in Ringe schneiden. Die Karotten waschen und in Ringe schneiden.
Den Kürbis schälen, entkernen und das Fruchtfleisch würfeln.

Den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen und die Auflaufform mit 1 EL Öl einfetten.

In einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch ca. 3 Minuten darin anbraten. Die Karotten dazugeben und alles bei mittlerer Hitze und geschlossenem Topfdeckel ca. 5 Minuten braten. Lauch und Kürbis dazugeben, alles umrühren und 5 weitere Minuten dünsten.

Das Gemüse mit Gemüsebrühpulver, Salz, Pfeffer und Ingwer würzen. Nochmal 5 Minuten unter gelegentlichem Umrühren weitergaren. Die Hälfte der Sonnenblumenkerne untermischen

Den Käse reiben. Die Eier mit der Sahne und 100 g des Käses verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen.
Das Gemüse in die Auflaufform geben, die Eier-Käse-Sahne darübergießen und mit den restlichen Sonnenblumenkernen und dem Käse bestreuen.

Den Auflauf auf der mittleren Schiene 15-20 Minuten backen.

Dienstag, 25. Mai 2021

Frühlingssalat mit Lupinen (oder: die Neuentdeckung der Lupinenkerne)

Wenn ich meinen Bruder und seine Familie besuche, werde ich essenstechnisch immer inspiriert (im Moment sehr zur gesunden und veganen Küche). Beim letzten Besuch gab er mir Lupinenkerne mit. Ein in Deutschland angebautes Produkt (ich bekam diese hier), zudem erhalten Lupinenkerne unglaublich viel Eiweiß. Zwei schlagkräftige Vorteile.

Die rohen Lupinenkerne muss man einige Stunden in Wasser einweichen und dann 1-2 Stunden kochen, ähnlich wie Kichererbsen. In diese Kategorie würde ich sie auch einordnen. Sie schmecken ähnlich, ein wenig nussiger. 

Die gekochten Lupinenkerne sind bei mir dann in einem Salat gelandet. Der Frühlingssalat mit Lupinen kam wie gerufen. Er war sehr lecker. Und ich hab wieder mal etwas Neues entdeckt.

Dienstag, 23. Juli 2019

Alles kann zu Pesto werden, auch Schnittlauch: Ein Rezept für Schnittlauch-Pesto

Mittlerweile habe ich schon ziemlich viele Kräuter- und Gemüsesorten einmal zu Pesto verarbeitet: Giersch, Paprika, Karotten, Avocado, Spargel, und natürlich auch klassisch Basilikum. Das Grundrezept ist einfach. Etwas Käse, Nüsse, Öl und Gewürze dazu und alles vermixen. Das Ergebnis ist immer äußerst lecker - auch wenn das Zerkleinern des schönen Gemüses manchmal fast weh tut. Pesto verwende ich nicht nur als Nudelsauce, sondern auch als Brotaufstrich oder Dipp oder zur Garnitur.

In meinem Gemüsegarten gibt es immer Unmengen an Schnittlauch. Für was kann man den in großen Mengen nutzen? Pesto zum Beispiel.

Dieses Pesto ist auch für Leute interessant, die keinen Knoblauch mögen oder essen wollen. Durch den Schnittlauch erhält das Pesto eine gewisse Schärfe, allerdings sehr viel weniger krass als durch rohen Knoblauch.


Schnittlauch-Pesto

60 g Schnittlauch
35 g Sonnenblumenkerne
75 g Pecorino
75 ml Rapsöl
Salz
Pfeffer

Den Schnittlauch waschen, die strohigen Enden abzupfen und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Die Sonnenblumenkerne ohne Öl in einer Pfanne anrösten. Den Pecorino reiben. Dann alle Zutaten mit dem Mixer pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dienstag, 4. Februar 2014

Ein Quinoa-Salat mit einem langen Namen

Dieser Salat stammt aus einer Rezepteserie der britischen Runner's World im letzten Jahr, im rahmen derer Rezepte mit alternativen Kohlenhydratquellen (also in der Läufersprache keine Pasta) von einem Sternekoch vorgestellt wurden. Das mit Quinoa wollte ich ausprobieren. Wörtlich den Salat mit roter Beete, Broccoli, Quinoa, Granatapfelkernen, Sonnenblumen- & Kürbiskernen (diesen langen Namen das Rezept auf der Webseite wirklich).

Zunächst fand ich es ja schon ein bisschen komisch, dass bei einer Serie über Kohlenhydrate dann 50 g gekochtes Quinoa auf 4 Portionen kommen. Das sind dann sicher nicht mehr viele Kohlenhydrate pro Person. Also hab ich die Menge an Quinoa mindestens vervierfacht. Als Salatbasis habe ich Radicchio und Spinat verwendet.



Bei dieser Kombination werden alle Geschmackssinne (salzig, süß, sauer und bitter) aktiviert. Schlecht fand ich das nicht, wenn auch den Salat in der Form nicht gerade überragend (den Raddicchio bzw. den bitteren Teil hätte es meiner Meinung nicht gebraucht). Meine zuvor zubereiteten Quinoa-Salate stehen eindeutig höher im Kurs (siehe hier für eine sommerliches und hier für ein asiatisch angehauchtes Rezept).

Mittwoch, 13. März 2013

Happy-heart-macaroons für Luna

Für eine lange Zugfahrt habe ich mir letzte Woche unter anderem die britische Ausgabe der Runner's World gekauft. Diese war eine sehr gute Lektüre, um die Zugfahrt zu überbrücken und noch mehr Motivation zum Laufen zu gewinnen. Und zum Backen. Denn in der Zeitschrift gibt es ein Rezept namens "Happy-heart-maracoons" (wohl für das Läuferherz), das mir selbstverständlich nicht entgangen ist.


Die Makronen sind relativ schnell nachgebacken, da nicht viele Zutaten benötigt werden: Kokosraspeln, Pekannüsse, Sonnenblumenkerne, getrocknete Aprikosen und Eiweiss.

Die Pekannüsse habe ich durch Mandeln ersetzt, da mein Vorratsschrank diese noch zu bieten hatte. Und nachdem ich bei Laura mit Schokolade überzogene Makronen gesehen habe, entschied ich mich auch für ein wenig Schokolade zur Verzierung. Und meine letzte Änderung: Von komplett zuckerfreiem Gebäck bin ich kein Fan, also habe ich etwas Zucker hinzugefügt. Daraus ergibt sich dann dieses Rezept:

Makronen

für 15 Stück

2 Eiweiss
175 g Kokosraspeln
50 g Mandeln, geschält (oder schon gehackt und geschält)
50 g Sonnenblumenkerne
25 g getrocknete Aprikosen
25 g Zucker
25 g Schokolade

Alle Zutaten bis auf die Schokolade in einer Küchenmaschine zerkleinern. Aus der Masse mit den Handballen ca.15 gleichmässige Kugeln formen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C für 15 Minuten backen. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die abgekühlten Macaroons mit der geschmolzenen Schokolade verzieren.


Als ich das Rezept erblickte, habe ich sofort an Luna und ihr Blogevent "getrennte Wege" gedacht. Im Rahmen des Events sucht sie nach Rezepten mit einem unausgeglichenen Verhältnis von Eiweiss zu Eigelb. Das finde ich eine super Idee, denn bei dem Thema bin ich auch für neue Anregungen offen. Und nicht umsonst habe ich in der Tagwolke am rechten Rand meines Blogs vor einiger Zeit schon eine separate Eiweiss- und Eigelbkategorie erstellt, nachdem es bei mir eines Wochenendes Tatar und als Komplementär Amarettini gab. Mit den oben vorgestellten Kokosmakronen als klassisches Eiweissgebäck in nicht ganz klassischer Form, reiche ich also meinen Beitrag zu Luna's Blogevent ein: