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Freitag, 14. Januar 2022

Quark-Körner-Brötchen

Beim Schreiben des Jahresrückblicks ist mir aufgefallen, dass die Quark-Körner-Brötchen noch gar nicht auf dem Blog sind. Überfällig. Lange habe ich im vergangenen Jahr am Rezept gefeilt: ich wollte die Brötchen eines Bäckers aus der Umgebung nachbacken. Das jetzige Ergebnis kommt in die Nähe. 

Gäste von mir waren so begeistert, dass sie das Rezept wollten. Das hat mich sehr gefreut. Ich finde die Brötchen auch sehr lecker. Saftig durch den Quark, nicht mit viel Hefe gebacken, sondern mit etwas Sauerteig. Und es sind ganz viel Körner drin.

Man kann die Brötchen tagsüber backen oder mit Übernachtgare, sodass man sie am nächsten Morgen nur rausbacken muss (siehe Rezept).


Quark-Körner-Brötchen

Quellstück:
20g Sesam
20g Leinsamen
20g Sonnenblumenkerne
20 g Mohn
60g Wasser (40°C)

Alle Zutaten vermengen und mind. 3 h quellen lassen

Teig:
200g Weizenmehl Type 550
200g Dinkelvollkornmehl
10 g Salz
5 g Honig
40 g Sauerteig
80 g Magerquark
8 g Hefe
200 g lauwarmes Wasser (26-28°C)

30 g gehackte Walnüsse
Mohn und Sesam zum Bestreuen

Alle Zutaten bis auf die Walnüsse zu einem glatten Teig verkneten und mind. 3 h gehen lassen.

Dann das Quellstück und den Teig und die Walnüsse vermengen. Ca. 5 Minuten mit dem Rührgerät oder der Küchenmaschine rühren.

Den Teig zu einer länglichen Rolle formen (ca. 50 cm) und auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen. Die Rolle etwas flach drücken. Dann 8-9 Teiglinge abstechen.

Den Ofen auf 230°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Ein Teller mit Wasser und ein Teller mit einer Mohn-Sesam-Mischung bereitstellen. Die Teiglinge zunächst von einer Seite kurz ins Wasser legen und dann in der Mohn-Sesam-Mischung wälzen. Mit der Mohn-Sesam-Seite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Ca. 10 Minuten gehen lassen und dann für 20-25 Minuten im Ofen auf mittlerer Schiene zu goldbraunen Brötchen backen. Gerne mit Wasserdampf.

Man kann die Brötchen auch mit Übernachtgare herstellen. Hierfür das Quellstück und den Teig ebenfalls 3 Stunden separat quellen lassen. Dann zu einem Teig mischen und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Morgen die Brötchen formen und backen.

Freitag, 24. September 2021

Mohn-Cheesecake - eine wahnsinnig leckere Kombination

Ich liebe Käsekuchen und ich liebe Mohn. Sehr lange ist es her, dass ich einmal einen Mohn-Käsekuchen gebacken habe. Ich erinnere mich noch, dass ich das sehr viel Aufwand für so einen kleinen Kuchen fand.

Nun habe ich ein Rezept für einen Mohn-Cheesecake (alles mit viel Frischkäse nenne ich Cheesecake, da der in den USA meist verwendet wird). Das finde ich praktischer und sogar noch leckerer. 

Meine Gäste waren ebenfalls sehr begeistert von diesem Kuchen. Der hat Potential, ein neuer Klassiker in meinem Repertoire zu werden! Das Rezept ist inspiriert von den Küchengöttern, ich habe jedoch einiges abgeändert, siehe Rezept unten.

Gibt es hier noch weitere Käsekuchenfans? Ich habe das Gefühl, dass ich dieses Jahr mehr Käsekuchen (in allen Variationen) als andere Kuchen gebacken habe.

Mohn-Cheesecake

für eine Springform mit 24-26 cm Durchmesser

Zutaten für den Mürbteig:
250 g Mehl
125 g Butter, kalt und in Stücken50 g Zucker
60 ml kaltes Wasser
1 Prise Salz

Zutaten für die Füllung:
4 Eier
1 Pck. Vanillezucker
100 g Zucker
500 g Frischkäse
500 g Magerquark
1 Pck. Vanillepuddingpulver
100 g gem. Mohn

Aus Mehl, Butter, Zucker, Wasser und Salz einen Mürbeteig kneten und anschließend für einige Minuten im Kühlschrank in einer Frischhaltefolie verpackt stellen.

Den Ofen auf 180° (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Form auskleiden

Für die Füllung Eier, Vanillezucker und Zucker verquirlen. Frischkäse, Quark und Puddingpulver unterrühren. Die Masse halbieren und unter die eine Hälfte den Mohn rühren.

Die Form mit dem Mürbeteig auskleiden, einen ca. 3 cm hohen Rand ziehen. Die Füllungen abwechselnd in die Form füllen, sodass ein Muster entsteht. Den Kuchen im Backofen 60 Min. backen.

Sonntag, 14. Februar 2021

Financier-Eiweißverwertung zum Zweiten: Mit Mohn und Pistazien

Letzte Woche haben wir Eierlilör gemacht. Bald werde ich darüber berichten. Nun erst einmal zur Eiweißverwertung. Bei der Eierlikörherstellungen fielen 4 Eiweiß als Rest an (ja, der Eierlikör erhält seinen eierlikörfarbenen Farbton wirklich durch Eigelb, mit Sahne gemixt). 

Nachdem das Eiweiß drei Tage im Kühlschrank gelagert war, hatte ich plötzlich die Eingebung, dass ich ja etwas damit backen könnte. Mir fielen Financiers ein. Und ein vorgemerktes Rezept: Pistazien-Financiers mit Mohn und brauner Butter. 

Das Rezept von La Tartine Gourmande hatte ich mir bei Christina von feines Gemüse abgespeichert. Beim Backen wir zunächst die Butter gebräunt, bevor man sie zum Teig gibt. Das habe ich ehrlich gesagt beim Essen nicht  sonderlich gemerkt - kann aber auch daran gelegen haben, dass ich vegane Butter verwendet habe. Den Pistaziengeschmack fand ich sehr lecker (original werden Financiers mit Mandeln gemacht). Und Mohn sowieso. 

Verwundert habe ich eben das Bild mit dem Financier bearbeitet. Das gibt's doch schon mal? Ja, das Bild sieht genau gleich aus wie das vom Schokoladen-Financier. Der hat jedoch etwas anders geschmeckt. Jedoch bevorzuge ich keine der beiden Varianten, beide lecker. Und Financiers sind eine tolle Eiweiß-Verwertung. Bevorzuge ich persönlich den Kokosmakronen.

Dienstag, 21. April 2020

Dann backe ich eben ohne Hefe: es gibt Mohnkuchen!

Warum gibt gerade Hefe-Lieferengpässe? Leider habe ich darüber noch keinen Zeitungsbericht gelesen. Und ich würde doch so gerne mal wieder Brot und Brötchen und Pizzateig machen ... vor drei Wochen habe ich hier zum letzten Mal einen Hefewürfel gesehen. Na ja, jetzt bekommen wir auch mal mit, wie es ist, wenn nicht immer alles verfügbar ist. Alles andere gibt es ja. Lasst uns Kuchen backen!

Eigentlich habe ich schon zwei Rezepte für Mohnkuchen, die ich liebe: den Mohn-Pudding-Kuchen und den Mohn-Quarkkuchen mit Zwetschgen. Bewährtes ist schön, aber man braucht dennoch nicht  eingefahren werden. Hier bestätigt sich das einmal wieder. Ich bin sehr froh, dass ich Tina's Rezept ausprobiert habe.


Der Mohnkuchen ist wirklich erst einmal: saftig. Und es ist ganz viel Mohn drin. Ein leckerer Zuckerguss obendrauf. Ich habe drei Viertel mit Rumrosinen gemacht .... sooo lecker! Und eines ohne, das war laut dem Rosinenverschmäher auch sehr lecker.

Eigentlich habe ich das Rezept ja abgespeichert, weil Semmelbrösel in den Teig kommen. Ich hab doch so oft Brötchenreste. Irgendwie ist es ironisch: aus Mehl Brötchen backen. Aus Brötchen Semmelbröselmehl machen. Damit backen. Aber egal, für mich ist es eine tolle Verwertung von Semmelbröseln. Und einfach ein Kuchen, den ich wieder backen will!

Samstag, 12. August 2017

Schnecken aus Quark-Öl-Teig: mit 3 verschiedenen Füllungen

Quark-Öl-Teig mache ich sehr gerne, da er sehr problemlos zu machen ist. Er kann für alle Rezepte verwendet werden, die sonst mit Hefeteig gemacht werden. Das Gebäck hält lange frisch und kann
auch gut eingefroren werden. Heute wird er von mir für verschiedene Schnecken verwendet.
Gleich jetzt am Anfang möchte ich hinzufügen, dass uns die Schnecken richtig gut zu einer Tasse britischem Schwarztee mit Milch - zubereitet mit ein paar Blättern marokkanischer Minze - super gut
geschmeckt haben. Das mit der Minze ist bei uns gerade der neueste Trend ;-)



Schnecken aus Quark-Öl-Teig

für je 12 Teilchen oder 1 Kuchen

Zutaten für den Quark-Öl-Teig 

300 g Mehl
1 Beutel Backpulver
150 g trockener Magerquark
6 EL Öl
6 EL Milch
4 EL Zucker
1 Beutel Vanillezucker
Mehl zum Ausformen 

 

Füllungen:

1. Füllung: 
1 Päckchen Vanillepudding nach Anweisung mit der Hälfte der üblichen Milch herstellen.         
2. Füllung:  
4 EL Dosenmilch (zuerst bepinseln)
4 EL Zucker 
8 EL gehackte Haselnüsse oder Mandeln
1 Päckchen Vanillezucker
   3. Füllung:
fertige Mohnmischung

Zuerst gebe ich das Mehl in eine Schüssel, siebe das Backpulver dazu und vermische es.
Dann gebe ich nacheinander die übrigen Zutaten hinzu. Nun verwende ich das Rührfix
und knete die Zutaten ca. 1 Minute mit den Knethaken. 
Danach knete ich ihn noch kurz von Hand durch.
Der Backofen kann zwischendrin mal vorgeheizt werden (200°C).
Nun rolle ich den Teig zu einem Rechteck von etwa 30 x 26 cm aus.  
Die Füllung gleichmäßig darauf verteilen. (Den Pudding für die Füllung gut abkühlen lassen).
Jetzt den Teig von der schmalen Seite her aufrollen. Dann mit einem scharfen Messer in gut 2 cm breite Scheiben schneiden. Flach nebeneinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und die herausgefallene Füllung daraufstreuen.

20-25 Min. schön braun backen.

Für jede Füllung muss eine Teigmenge hergestellt werden!

Sonntag, 5. März 2017

Eine bekannte Kombination in neuer Form: Mohn-Marzipan-Pudding

Die Mohn-Marzipan-Kombination finde ich ja äußerst reizvoll. Ungefähr mit der Tomaten-Mozzarella-Kombi auf eine Stufe zu stellen. Ich mag die Joghurt-Sorte, habe aber auch schon Plätzchen oder Muffins in dieser Art gebacken. Und warum es nicht mal mit Pudding versuchen? Die Idee habe ich schon ganz lange im Hinterkopf. Und immer, wenn ich Mohn oder Marzipan sehe, erinnere ich mich daran. Nun hat es endlich mal geklappt. Äußerst lecker im Ergebnis, kann ich nur sagen. Hat was, was Besonderes. Vor allem warm mag ich diesen Pudding (gilt aber auch allgemein).


Mohn-Marzipan-Pudding

80 g Marzipan
30 g Mohn (ungemahlen)
500 ml Milch
40 g Speisestärke
40 g Zucker

Das Marzipan in Stücke schneiden. Speisestärke dem Zucker und dann mit 5 EL der 500 ml Milch so lange verrühren, bis eine "klumpenlose" Masse entsteht. Den Rest der Milch zusammen mit dem Marzipan und dem Mohn in einem Topf erwärmen. Sobald die Milch kocht, die Mischung aus Speisestärke, Zucker und Milch unter ständigem Rühren in den Topf geben. Den Pudding in ein oder mehrere Schälchen füllen, sobald der Topfinhalt Blasen wirft. Warm oder kalt servieren.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Mohn-Marzipan-Monde

Plätzchen backe ich dieses Jahr jede Sorte einzeln, wenn das so weiter geht, eine nach der anderen. Weil die Walnussküsschen letzte Woche schon komplett verteilt waren (und wenn ich ehrlich bin auch selbst gegessen, und dieser Anteil ist nicht so ganz zu vernachlässigen) und ich auch Lust hatte, meine Weihnachtsstimmung durch Backen zu heben, habe ich Mohn-Marzipan-Monde gebacken.


Dafür habe ich das Rezept für meine Marzipan-Kekse hergenommen, den Mohn hinzugefügt und Monde ausgestochen. Die Backform habe ich in der Sammlung der Vorbesitzerin meines Hauses gefunden. Denn ich hatte zwar schon eine Mond-Backform, aber keine solche (ohne Mondgesicht und nett klein). Dann habe ich noch mit ein wenig Schokolade verziert.


Mohn-Marzipan-Monde

200 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln
50 g Zucker
125 g Marzipan
100 g Butter, kalt
1 Ei
1 Prise Salz
25 g Mohn

75 g Kuvertüre

Aus den oben genannten Zutaten einen Mürbeteig herstellen: die noch kalte Butter in Stücke schneiden, das Marzipan auch, die Zutaten abwiegen und alles zusammen rasch zu einem Teig verkneten. Den fertigen Teig in einer Frischhaltefolie einwickeln und im Kühlschrank eine Stunde kalt stellen.


Den Ofen auf 180°C vorheizen. Den Teig anschliessend aus dem Kühlschrank holen und ausrollen - nicht zu dünn, ruhig einige mm dick. Plätzchen ausstechen. Die Teigreste wieder verkneten und ausrollen und weiter ausstechen ... bis der Teig aufgebraucht ist. Die Plätzchen im Ofen für 9 Minuten backen (evtl. auch noch etwas kürzer oder länger, je nachdem wie dünn der Teig ausgerollt wurde und wie groß die Plätzchen sind). 

Sonntag, 15. November 2015

Ein Spitzenduo: Schokolade und Mohn

Da ich am vergangenen Freitag einen Apfelkuchen für eine gemeinnützige Veranstaltung gebacken habe, aber gleichzeitig mein Papa kam, um mir in meinem Haus beim Renovieren zu helfen, wollte ich für ihn bzw. für uns auch noch einen kleinen Kuchen backen. Man sieht, ich lasse keine Gelegenheit aus, neue Kuchenrezepte zu probieren, denn ich bezeichne Kuchen backen immer noch als ein sehr schönes Hobby. So langsam habe ich auch ca. 50% der Rezepte aus dem GU-Buch "kleine Kuchen" gebacken. Für 2-3 Leute ist das einfach eine schöne Größe, wenn man am Wochenende was Süßes, Selbstgebackenes zum Kaffee haben will.


Und die Serie mit den Mohnkuchen geht weiter. Dies ist der Dritte in Folge. Ich hatte ja bereits Mohn mit Obst und Quark im Kuchen verarbeitet, sowie Mohn mit Pudding als Kuchenfüllung. Von beiden Kuchen war ich wirklich begeistert, sodass ich nicht gedacht hätte, dass ein einfacher Rührkuchen mit Mohn, auch wenn er Schoko-Mohn-Torte heißt, gegen die ersten beiden Kreationen ankommt. Falsch gedacht, denn Schokolade und Mohn harmonieren einfach unglaublich gut. Die Füllung des Kuchens ist wirklich schön saftig und die Glasur aus Schokolade ist auch wichtiger Bestandteil des Kuchens. Ich habe für die Glasur rezeptgetreu Butter, Sahne und Puderzucker mit der Schokolade geschmolzen. Diese ließ sich dann toll verarbeiten und sah schön aus, das merke ich mir ebenfalls. Aber das Kuchenrezept als Gesamtes ebenso - es sollte durchgekommen sein, dass ich sowohl Mohn als auch Schokolade liebe und einen Mohn-Schoko-Kuchen erst recht. Anders als im Originalrezept habe ich Vollmilch- anstatt Zartbitterschokolade verwendet. Ist sicher beides gut.

Donnerstag, 12. November 2015

Auflauf mit Süßkartoffeln und allerlei anderen Zutaten


Ein orangefarbenes Gericht im Herbst ohne Kürbis (und auch ohne Orangen) - sowas ist ungewöhnlich für diesen Blog. In diesem Auflauf sind in der Tat "nur" Süßkartoffeln und Karotten zu finden. Zugegeben, soooo weit weg sind beide Gemüsesorten geschmacklich nicht vom Kürbis. Sicher ein Grund, warum mir dieser Auflauf auch sehr gut geschmeckt hat.


Aufmerksam wurde ich auf die interessante Kombination bei Inga. Sie nennt das Rezept Süßkartoffelauflauf in Mandel-Mohn-Soße. Interessant schreibe ich, weil zu den bereits genannten noch allerlei andere Zutaten reinkommen: Karotten, Feta, Sonnenblumenkerne, Rosinen und Ingwer. Das bekommt nach meiner Definition schon Experimentcharakter. Und für sowas bin ich manchmal sehr offen :-)


Meine Offenheit wurde auch diesmal belohnt, denn mir hat's super geschmeckt. Einfach mal anders, vor allem mit dem Mohn und den Rosinen im süß-salzigen Auflauf. Dazu gab's einen frischen Feldsalat, wie von Inga geraten. Ich habe übrigens statt Mandelmilch 300 ml Wasser und einen guten Teelöffel Mandelmusverwendet, da ich nur letzteres daheimhatte. Und Kürbiskerne gab's statt Sonnenblumenkernen, da ich diese ein wenig lieber mag.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Der nächste Mohnkuchen: Mürbeteig mit Mohn-Pudding-Füllung und Streuseln

So, und es hat wirklich nicht lange gedauert, bis ich nach dem Mohn-Quarkkuchen mit Zwetschgen und Zimtstreuseln den nächsten Mohnkuchen gebacken habe. Bei dem Zwetschgenkuchen habe ich entdeckt, dass ich mit meinem Zauberstab wirklich Mohn mahlen und somit auch Mohngebäck zubereiten kann. Juhu! So viel mir beim nächsten Anlass, Kuchen zu backen, auch sofort ein Rezept ein, welches ich bereits vor Jahren entdeckt hatte, aber eben wegen dem fehlenden, gemahlenen Mohn nie zubereiten konnte (in diesem Rezept steht zwar nicht explizit gemahlener Mohn drin, in den meisten anderen aber schon. Und mir ist es lieber, gemahlenen Mohn zu verwenden, da ich mehrfach gelesen habe, dass man von ungemahlenem high werden kann. Und das ist jetzt nicht meine Absicht;-)).


Vergangene Woche habe ich nun einen Mohn-Pudding-Kuchen nach einem Chefkoch-Rezept gebacken. Er besteht aus einem Mürbteigboden, einer Füllung aus Mohn und Pudding und Streuseln aus dem Teig für den Boden. Was das Rezept angeht, so habe ich anstatt dem Vanillepudding 80 g Stärke genommen und das Mark einer Vanilleschote, sonst bin ich wie im verlinkten Rezept verfahren.


Und er schmeckt einfach so richtig saftig und lecker nach Mohn absolut mein Fall! Den gibt's sicher wieder. In meinem absoluten Traumkuchen wären vielleicht noch Rumrosinen, aber sonst gibt's wirklich nichts zu meckern. Sowas werde ich mal ausprobieren, wenn ich für mich alleine backe, da doch einige Leute, die ich kenne, keine Rosinen mögen.

Donnerstag, 24. September 2015

Mohn-Quarkkuchen mit Zwetschgen und Zimtstreuseln

Nun leite ich mal wieder mit der Standard-Begründung für's Backen ein: ich hatte diese Woche Besuch zum Kaffee und Kuchen geladen, sogar an zwei Nachmittagen. Und fast genauso wie über die Besucher hab ich mich auf's Kuchen backen gefreut.


Die Wahl fiel auf einen saisonalen Obstkuchen. Mir fiel ein schon länger vorgemerktes Rezept für ihren Mohn-Quarkkuchen mit Zwetschgen und Zimtstreuseln ein. Jup, da ist alles drin, angefangen bei den Zwetschgen über den Mohn zum Quark für einen Käsekuchen-Touch und leckere Streusel mit Zimt. Und alles harmoniert toll zusammen! Ein klasse Kuchen für den Herbst. 

Ich habe mehrere Rezepte verglichen und unten kommt meine Version. Für einen kleinen Kuchen in einer Form mit 20 cm Durchmesser kann man einfach die Zutatenmenge halbieren und die Backzeit und 15-20 Minuten reduzieren.

Ich hab ja zum ersten Mal mit meinem geliebten Küchengerät, dem Zauberstab, Mohn gemahlen. Ich frag mich, warum ich das nicht schon früher gemacht habe, denn vor ich im Besitz dieses Gerätes war, war das "Mohn-Nicht-Mahlen-Können" immer ein Grund zum jammern, da ich ja auch keinen richtigen Mohnkuchen backen konnte. Nun bin ich ganz wild darauf, bald weitere Mohnkuchen auszuprobieren, da ich sämtliche Arten davon wirklich liebe. Nun ist auch klar, was der nächste Besuch vorgesetzt bekommt ;-)


Mohn-Quarkkuchen mit Zwetschgen und Zimtstreuseln

für eine Form mit 24-26 cm Durchmesser

Zutaten für den Teig:
100 g Butter
200 g Dinkelmehl (oder normales Weizenmehl)
50 g Zucker
1 Prise Salz
ca. 50 ml kaltes Wasser

Zutaten für die Füllung:
500 g Quark
160 g gemahlener Mohn
40 g Speisestärke
2 Eier
100 g Zucker
100 brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker

Zutaten für den Belag:
600 g Zwetschgen

Zutaten für die Streusel:
80 g Butter
2 TL Zimt
120 g Mehl
60 g Zucker


Für den Mürbeteig die kalte Butter in Stücke schneiden. Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und zu einem Mürbeteig verkneten. Den Teig kurz in den Kühlschrank stellen.

Während dessen die Zwetschgen waschen, abtrocknen, halbieren und entsteinen. 
Die Zutaten für die Füllung verrühren. Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze vorheizen). 

Nun den Teig aus dem Kühlschrank holen. Den Boden einer Springform damit auslegen (das Einfetten der Form ist nicht nötig). Die Füllung daraufgießen und dann die Zwetschgen darauf verteilen. 

Nun die Butter für die Streusel auf niedriger Temperatur schmelzen. Wenn die Butter flüssig, aber nicht mehr zu heiß ist, das Zimt dazugeben und mit den restlichen Streuselzutaten mit den Knethaken des Rührgeräts verrühren. 

Nun alles ca. 60 Minuten im Ofen backen. Den Kuchen abkühlen lassen und evtl. vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.



Dieses Rezept ist in meinem Kochbuch "Die besten Rezepte aus der Black Forest Lodge - Internationale vegetarische Küche im Schwarzwald" enthalten. Mehr Infos zum Buch und zur Bestellung gibt es hier.

Sonntag, 19. Juli 2015

Kindergartenerinnerungen: Berges und Kräuterbutter

Bei Festen, zu denen jeder was mitbringt ohne dass geplant wird, entstehen meistens die schönsten Buffets. Ich habe Erinnerungen an ein wunderbares Kindergartenfest (Feste zu Kindergartenzeiten meiner Kinder wohlgemerkt, nicht an meine eigene Kindergartenzeit), bei dem eine unglaubliche Vielfalt an kulinarischen Köstlichkeiten zusammengekommen ist. Eine holländische Freundin hatte damals Berges (ein Brot, das mit Kartoffeln gebacken wird) und Kräuterbutter mitgebracht. Ich fand es soooo köstlich und sie hat mir das Rezept verraten. Ich habe es mittlerweile sehr, sehr oft zu vielen Gelegenheiten gebacken (meine Kinder sind seit vielen Jahren aus dem Kindergartenalter hinaus, und solange ist dieses besondere Rezept schon Teil meiner Sammlung) und finde das Brot mit der würzigen Kräuterbutter immer noch gleich lecker wie früher. Und nun verrate ich euch das Rezept:


 Berges 

400 g Pellkartoffeln (vom Vortag)
1 kg Mehl
1 Würfel Hefe
30 g Salz
500 ml Milch
3 EL Öl
Mohn zum Bestreuen 

Am Vortag die Kartoffeln kochen, schälen und durch die Spätzlepresse drücken.
Dann am Backtag alle Zutaten vermischen und gut kneten. Den Teig in eine Schüssel füllen und mit einer Folie abdecken. Wenn der Teig sich etwa verdoppelt hat, füllt man ihn in die Backform.
Die Menge reicht für zwei normale oder eine große Stollenform.
Wenn der Teig nochmals gegangen ist und die Form richtig ausfüllt, bestreicht man ihn mit Wasser und streut Mohn auf den Teig.
Dann geht es ab in den Backofen. Ich habe meinen Berges bei 200°C in den Backofen geschoben und die Hitze auf 170°C reduziert, nachdem er etwas Farbe angenommen hat.
Die Backzeit beträgt eine gute Stunde. Bei der großen Form verlängert sich die Backzeit um etwa 20 Minuten.



Nur für dieses Rezept habe ich französischen Estragon in meinem Kräuterbeet.


Kräuterbutter

250 g Butter
1 TL getrockneter Thymian (oder frischer, dann ruhig mehr davon - gilt auch für die andere Kräuter)
1 TL getrockneterMajoran
1 TL Maggi Aroma
2 TL Worcestershiresauce
Saft von 1 Zitrone (abschmecken)
1 EL edelsüßes Paparikapulver 
2 EL Tomatenketchup
1 TL Senf
1/2 TL Salz
1/2 TL schwarzer Pfeffer
2 EL (getrockneter) Estragon
1 TL (getrockneter) Oregano
2 EL Schnittlauch
2 durchgepresste oder klein geschnittene Knoblauchzehen 

Alle Zutaten zusammenrühren und kühlen.

Montag, 11. August 2014

Backzeit: Zitronen-Mohn-Kuchen

Nach ein paar turbulenten Wochen ist diese Woche URLAUB bei mir angesagt. Heimurlaub. Zeit für Sport, Freunde, Bücher und ...zum Backen. Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich den Backvorgang eines richtigen Kuchens in aller Gemütlichkeit in meiner Küche heute mal wieder so richtig genossen. Und wenn man nach dem Backen noch Freunde zum Kuchenverzehr zu sich nach Hause einlädt bzw. sich bei Freunden mit selbst gebackenem Kuchen einlädt, dann sind zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die wertvolle Urlaubszeit will wohl genutzt sein ;-)


Die Zitronen-Mohn-Kombination habe ich schon länger lieb gewonnen, genauer gesagt, seit ich zum ersten Mal die Zitronen-Mohn-Muffins gebacken habe. Folglich überzeugt sie mich auch in diesem Kuchen. Durch den Saft von zwei ganzen Zitronen plus der Schale von einer schmeckt er wirklich frisch zitronig. Der Teig ist sehr saftig, aber trotzdem sehr locker, man geht mit diesem Rezept also keinen Kompromiss ein. Wird deshalb als ein klasse Rezept abgestempelt.

Da mir die Menge der Zutaten für einen Rührkuchen im Vergleich zu anderen Rezepten eher wenig vorkam, habe ich meine flexible Kastenform auf 24 cm Länge zurechtgeschoben. Das war perfekt so (mit einer 30 cm langen Form wäre der Kuchen eventuell zu flach).


Das Rezept habe ich aus dem Kleinen Kuriositätenladen. Mittlerweile wurde es aber so oft nachgemacht, dass es auch auf sämtlichen anderen Blogs zu finden ist.

Montag, 4. August 2014

Keine leere Menge: Karotten-Zucchini-Rohkost

Letzte Woche hab ich mich in der Theorie und Praxis ein wenig mit dem Thema Rohkost auseinander gesetzte. Ich nenne es Rohkost und nicht Salat, da ich die beiden ausgewählten Gemüsesorten gehobelt und wirklich alle Zutaten roh verwendet habe - also kein Vordünsten, Braten, keine Verwendung von bereits verarbeiten Lebensmitteln. Rohkost ist zwar immer Salat, aber nicht jeder Salat ist Rohkost. Und dieses Statement lässt bei mir Erinnerungen an die Mengenlehre im Matheunterricht aufblühen: Rohkost als echte Teilmenge von Salat .. aber zurück zum Thema:
Durch diese Verarbeitungsform sollen ja am meisten Nährstoffe in den Lebensmitteln erhalten bleiben (weshalb eine Strömung ganz in dieser Hinsicht radikaler Menschen sich ja komplett roh ernährt). Das Gemüse habe ich zudem fein gehobelt, so wird es bekömmlicher. Wichtig ist, das Gemüse auch direkt vor dem Verzehr zu verarbeiten und dann nicht ewig stehen zu lassen, anscheinend gehen dabei auch wieder Nährstoffe verloren. Diese Aussage habe ich jedenfalls auch gelesen. Das Schöne am Verzehr von purem Gemüse ist, wie ich bestimmt schon oft angemerkt habe, dass es so viele Nährstoffe aber doch wenig Kalorien hat. Also keine leere Menge in der Salatschüssel, um beim Vokabular der mathematischen Mengenlehre zu bleiben ;-)
Und sonst bleibt nur noch zu sagen: gut kauen ...


Karotten-Zucchini-Rohkost

für 1 Portion

Rohkost:
150 g Karotten (2 normal große Karotten)
150 g Zucchini

Dressing:
1/2 EL Mohn
1 EL frische Petersilie, gehackt
1 EL Öl (z.B. Leinöl)
1 EL dunkler Balsamico
1 TL Dijon-Senf
1 TL Ahornsirup
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Das Gemüse waschen. Die Karotten schälen. Karotten und Zucchini hobeln. 
Die Zutaten für das Dressing gut verrühren. Anschliessend das Dressing mit dem Gemüse vermischen.

Dienstag, 7. Mai 2013

Knäckebrot

Das ist das Ergebnis eines spontanen Einfalls, dass ich doch mal wieder Knäckebrot essen könnte. Da in den Teig keine Hefe kommt, bzw. die Herstellung nicht mit langen Gehzeiten etc. verbunden ist, dachte ich mir, dass das Backen doch auch nicht so schwer sein und schnell mal gemacht werden kann. Was sich bewahrheitet hast. Zusammengestesllt habe ich "mein" Rezept nach etwas Recherche aus einer Kombination von diesem und jenem Rezept. Herausgekommen ist ein sehr gesundes und vollwertiges (aber nicht zu hartes) Knäckebrot mit Kürbiskernen, Mohn, Sesam, Haferflocken und Vollkornmehl. Eine schöne Abwechslung zu Brot, Cracker, Reiswaffeln etc.


Knäckebrot

120 g Vollkornmehl
120 g grobe Haferflocken
100 g Kürbiskerne
50 g Sesam
2 EL Mohn
1/2 TL Salz
250 ml Wasser
2 EL Öl

Zunächst den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Hälfte der Kürbiskerne und alle anderen Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Löffel zu einem Teig vermischen. Die Teigmasse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und zu einem Rechteck (bei mir 28 x 38 cm) glatt streichen. Mit den restlichen Kürbiskernen bestreuen und anschließend das Backblech in den Ofen schieben. Nach 15 Minuten das Blech kurz aus dem Ofen nehmen und das Knäckebrot bereits in Stücke "vorschneiden". Danach für weitere 30 Minuten (oder etwas länger) fertig backen. 

Freitag, 19. April 2013

Mohn-Käse-Kuchen

Obwohl ich - wie viele Bekannte von mir - wirklich über Mohnkuchen schwärmen kann, ist das Backen von solchen bisher immer an gemahlenem Mohn gescheitert. Auch wenn man nach Meinung von einigen Leuten anscheinend für eine Mohnfüllung ungemahlene Körner verwenden kann (nachdem man sie vorher in etwas Milch gekocht hat), so habe ich bisher darauf gewartet, gemahlenen Mohn zu bekommen. Ein Reformhaus, das Mohn mahlt, habe ich in der Umgebung bisher nicht ausfindig machen können. Und an eine Mohnmahlmaschine bin ich auch noch nicht hingelaufen. So verging einige Zeit ...


Bis ich aber den Tipp bekommen habe, dass man Mohn auch mit einem Mixer mahlen kann. Nun habe ich einen Versuch gestartet und 120 g Mohn mit meinem Pürierstab gemahlen. Nach etwas Anstrengung war im Ergebnis dann gut die Hälfte des Mohns gemahlen. Blieb nur das etwas ungute Gefühl, dass ich meinen Pürierstab mit dem Mixen von sämtlichen Smoothies, Suppen, Pestos und eben auch dem Mohn konstant überfordere. Das Mohnmahlen ist also ein Grund mehr, dass ich mir bald einen ordentlichen Mixer zulege, dann versuche ich es nochmal.

Der halb gemahlene Mohn hat für die Füllung meines Mohn-Käsekuchens aber absolut ausgereicht. Der Kuchen mit Mürbeteig, Mohnfüllung und ober einer Käsekuchenschicht aus Quark war richtig lecker. Käsekuchen sind ja eh was Gutes, Mohnkuchen auch, sprich in der Kombination kann auch nur was Leckeres herauskommen. Und der nächste Mohnkuchen steht auf dem Plan, sobald ich mit dem Mohnmahl-Problem einen Schritt weiter gekommen bin.

Das Rezept ist, wie bereits einige von mir nachgemachte süße, kleine Kuchen, (mit einer Form für 20cm Durchmesser) aus dem gleichnamigen GU-Buch oder hier nachzulesen. 

Sonntag, 4. November 2012

Birnen-Ingwer-Muffins

In den vergangenen Tagen war mein Aktivitätsindex besonders hoch (und eurer übrigens auch, danke für die Besuche und Kommentare auf meinem Blog!). Das lag daran, dass ich eine Woche Urlaub hatte und eher untypisch für mich nicht verreist war. Da ich mich momentan aber permanent überfordert mit meinen Hobbys, der Pflege meiner sozialen Kontakte und meinem Haushalt fühle, kam mir die Urlaubswoche gerade recht, um alledem etwas intensiver als sonst nachzugehen. Auch dem Kochen und Backen, ja ich konnte sogar etwas "vorkochen". Vorkochen im Sinne von "ich hab jetzt ein paar Rezepte auf Lager für stressigere Zeiten". Zu essen für die nächsten Tage habe ich aber auch reichlich, da mein Kühlschrank ziemlich voll ist mit allerlei Lebensmitteln, die ich für meine Kocherei gebraucht habe und von denen noch was übrig ist ;-)


Und diese Woche bekommt nun auch einen gebührenden Abschluss mit Muffins, mit saftigen Birnen und frischem Ingwer. Inspiriert wurde ich von diesem ginger spiced pear bread. Da ich aber keine kleine Kastenform besitze, gab's eben Muffins. Ich habe zudem noch etwas Mohn sowie etwas Kakao für die schokoladige Note hinzugefügt. Der Teig ist vom Grundrezept aus meinem Muffinbuch abgeleitet, somit konnte in der Zubereitung nicht viel schief gehen.




Birnen-Ingwer-Muffins

für 12 Stück 


1 Birne (200 g)
40 g Ingwer
100 g Butter
2 Eier
80 g Rohrzucker
40 g Ahornsirup
200 g Joghurt (3,8% Fettanteil)
250 g Mehl
2 geh. TL Backpulver
2 EL Mohn
2 EL Kakaopulver

Die Butter vor Backbeginn aus dem Kühlschrank holen und weich werden lassen. 

Ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Birne waschen und in sehr kleine Stücke schneiden. Den Ingwer waschen, schälen und sehr fein hacken oder hobeln. 

Eier und Butter schaumig schlagen. Den Rohrzucker und den Ahornsirup einrühren. Anschliessend den Joghurt hinzufügen. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und einsieben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Dann den Mohn, das Kakaopulver und den Ingwer einrühren. Am Ende die Birnenstücke unterheben.

Den Teig auf die Förmchen verteilen und alles ca. 20-25 Minuten (bei mir 25) backen.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Blaubeer-Buchweizen-Gugelhupf


Und Backen mit Blaubeeren auf ein Neues. Nach der Tarte, den Törtchen und den Muffins nun ein Gugelhupf. Klassische Rührkuchen sind ja nach wie vor meine heimlichen Favoriten, die habe ich als Kind schon bei jedem Kuchenbuffet den Sahnetorten gegenüber bevorzugt. Das Rezept für den Blaubeer-Buchweizen-Gugelhupf habe ich in einer Zeitschrift entdeckt. Darauf aufmerksam geworden bin ich vor allem durch das Buchweizenmehl, welches ich vorher noch nie benutzt habe (und welches jedoch in meinen Küchenschränken verweilt, weil ich seit Ewigkeiten galettes bretonnes machen will). Die verschiedenen Mehlsorten machen diesen Kuchen sehr interessant, zusammen mit den Beeren, dem Mohn und dem Zitronengeschmack. Ich finde ihn sehr empfehlenswert und hab ihn auch schon die letzten 5 Tage gefrühstückt (immer nur ein Stück).

Ich habe ein paar kleine Änderungen zum Originalrezept vorgenommen: 
2-3 EL Mohn anstatt 100 g reichen meiner Meinung auch aus, ist ja kein Mohnkuchen. Die Schale einer halben Zitrone reicht auch, ist ja kein Zitronenkuchen ;-) Und ich habe 70 g weißen Zucker durch weissen ersetzt, weil ich gar keinen anderen mehr daheim hatte. Fand die Mischung aber gut.


Blaubeer-Buchweizen-Gugelhupf


250 g Heidelbeeren
300 g Butter
150 g Zucker
70 g brauner Zucker
Schale von einer halben Zitrone
1 Prise Salz
5 Eier
3 EL Mohnsamen
250 g Weizenmehl
150 g Buchweizenmehl
100 g Speisestärke
1 Pck. Backpulver
Puderzucker zum Bestreuen

Die Butter ca. 30 Minuten vor Backbeginn aus dem Ofen nehmen, damit sie weiche werden kann.
Die Beeren waschen und vorsichtig mit einem Geschirrtuch trockentupfen.

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Butter, Zucker und braunen Zucker schaumig schlagen. Die Zitrone waschen und die Schale raspeln. Die Zitronenzesten und das Salz zum Teig geben. Die Eier nacheinander unter Rühren hinzufügen. Dann Mohn, Mehl, Speisestärke und das Backpulver unterrühren. Am Schluss die Heidelbeeren unterheben.

Eine Gugelhupfform fetten, den Teig hineingeben. Den Kuchen auf der untersten Schiene ca. 75 Minuten backen. Dann aus dem Ofen nehmen, erkalten lassen und auf einen Teller stürzen. Mit Puderzucker bestäubt servieren.

Samstag, 14. April 2012

Mohn-Quark-Kartoffel Quiche



In einem Anflug von Kreativität hab ich mir diese Woche zunächst mal wieder eine Quiche in den Sinn gekommen, und anschliessend die Kombination aus einem Mohn-Mürbeteig und einer Füllung aus Kartoffeln und Quark. Das musste dann gleich gestern zum Abend essen ausprobiert werden. Wurde auch für gut befunden (Quiche eben), und besonders der Mohn im Teig sieht zudem schön aus. Und Quark in der Füllung mag ich auch, schmeckt schön leicht und frisch und es gibt keinen Käsegeschmack, der das Aroma der anderen Zutaten überschattet.


 Mohn-Quark-Kartoffel Quiche

für eine Form mit 20 cm Durchmesser

100 g Mehl
50 g Butter, kalt
30 ml kaltes Wasser
1 Prise Salz
1 El Mohn
1 grosse Kartoffel (250 g)
1/2 Zwiebel 
2 TL Öl
frische Petersilie
1 Ei
100 g Quark
Salz
Pfeffer

Aus Mehl, Butter, Wasser, Salz un Mohn einen Mürbteig kneten und im Kühlscharnk mindestens 30 Minuten kalt stellen. Während dessen die Kartoffel schälen und reiben. Die Zwiebel waschen und klein schneiden. In einer Pfanne 1 TL Öl erhitzen. Die Kartoffelraspel gut ausdrücken, sodass das Wassser entweicht. Dann die Kartoffel in der Pfane ca. 5 Minuten anbraten. Anschliessend die Zwiebel hinzufügen und 3 Minuten weiterbraten. Die Füllung etwas abkühlen lassen und dann die gehackte Petersilie untermengen. Das Ei und den Quark verrühren und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Nun den Teig ausrollen und die Quicheform damit auslegen, mit einer Gabel mehrmals den Boden einstecken. Dann die Kartoffelfüllung und die Quark-Ei-Masse darauf verteilen. Die Quiche 20-25 Minuten bei 200°C im vorgeheizten Ofen backen.


Samstag, 4. Februar 2012

Nachts in der Küche


Nach dieser Woche musste ich mich gestern erst mal abregen und langsam zur Ruhe kommen. Und zwar am besten durch backen. Dabei fiel die Entscheidung auf Bagels. Und bis ich dann mit allen Schritten (Teig machen, gehen lassen, Bagels formen, gehen lassen, in Wasser kochen, backen und Küchen aufräumen) fertig war, war es auf ein Mal ziemlich spät...


Nachdem ich auch beim Pumpkin-Pie auf USA kulinarisch fündig geworden bin, habe ich auch das Rezept für Bagels der Seite benutzt( was eine gute Entscheidung war). Ich habe nur frische Hefe anstatt trockener genommen, und die Bagels vor dem Backen noch mit Sesam und Mohn bestreut.
Auf der Seite gibt es auch eine Seite mit dem Tital was ist ein Bagel?, die ich mir auch durchgelesen habe. Dass Bagels aus der jüdischen Küche stammen, wusste ich davor nicht.