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Sonntag, 15. Februar 2026

Süßkartoffel-Orangen-Dipp - ein fruchtiger leichter Dipp

Ich bekomme von 2 Kräuterfrauen wunderbare Adventskalender per mail und komme fast nicht nach, die tollen Rezepte auszuprobieren (jetzt ist es doch Februar geworden).  Eines davon ist dieser fruchtig frisch und lecker  schmeckende Aufstrich.

Die Orangen haben jetzt in der Winterzeit so ein tolles Aroma, das bei dieser Mischung wunderbar zur Geltung kommt. Neben dem frisch ausgepressten Orangensaft kommt auch der Abrieb der Bio-Orange, geräuchertes Paprikapulver und rosa Pfeffer in die Mischung.

Der Dipp passt gut zu einem Gemüseteller, als Aufstrich auf dem Frühstücksbrot, als Vorspeise oder einfach zu einem geselligen Essen. 

Süßkartoffel-Orangen-Dipp


1 große Süßkartoffel
1 unbehandelte Orange (Saft und Abrieb)
2 EL Olivenöl
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
1/2 TL rosa Pfefferkörner
Salz

Die Süßkartoffel schälen, in Stücke schneiden. In einen Topf geben, etwas Wasser hineinfüllen  kochen, bis die Süßkartoffelstücke gar sind, dann abgießen.

Süßkartoffel und Orangensaft mit dem Stabmixer pürieren.

Das Olivenöl, das geräucherte Paprikapulver, rosa Pfeffer und Orangenabrieb untermischen.

Mit Salz abschmecken und kalt servieren. 

Noch eine Anmerkung zu den rosa Pfefferbeeren:
Rosa Pfeffer ist kein echter Pfeffer. Die Beeren sind die Früchte des brasilianischen Pfefferbaums. Die Pflanze gehört zur Familie der Sumachgewächse und wird auch Weihnachtsbeere genannt. Sie schmecken mild-aromatisch, etwas harzig und sind weniger scharf als echter Pfeffer. Das Gewürz wird aufgrund seines einzigartigen Aromas und seiner dekorativen Farbe in vielfältigen Gerichten und sogar Getränken verwendet, von herzhaft bis süß.

Donnerstag, 12. März 2020

Piri-Piri-Sauce - mehr aus der portugiesischen Küche

Piri-Piri-Sauce ist in Portugal und seinen früheren Kolonien, den Kapverden, Brasilien, Angola, Mosambik und Goa enorm beliebt. Aber auch in Großbritannien, den USA, Australien, Südafrika und Simbabwe. Hat man da nicht sofort Lust zu verreisen? Aber so spontan geht das ja nicht. Ich muss auch ehrlich gestehen, wegen der Coronaviren habe ich momentan keine Lust auf Reisen und speziell auf große Flughäfen. Deshalb habe ich selbst Piri-Piri-Sauce gemacht und verreise einfach im kulinarischen Sinn. Die Sauce ist sehr vielseitig verwendbar. Wir haben sie bis jetzt die zu einem Reisgericht und zu Empanadas gegessen. 
Die Piri-Piri-Sauce schmeckt fruchtig und scharf und ist natürlich sehr knoblauchlastig.
Aber die Schärfe und den Knoblauchgehalt hat man ja selbst in der Hand. Toll finde ich, daß die Basis wertvolles Olivenöl und die frischen Zutaten sind.


Piri-Piri-Sauce 

4 Knoblauchzehen
4 EL Weißweinessig 
2 große mittelscharfe rote Chilischoten, entkernt
2 kleine scharfe Chilischoten (Malagueta, Piri Piri oder Bird's-Eye), entkernt
6 EL Olivenöl
2 rote Paprikaschoten, halbiert und entkernt
1 TL Salz
1 TL frisch gepressten Zitronensaft
1 TL scharfes Piri-Piri-Pulver (nach Belieben)
2 EL Whisky

In einem Mixer alle Zutaten grob pürieren. Abschmecken und prüfen, ob die Mischung mehr Schärfe haben soll und eventeull noch 1 oder 2 Chilischoten zufügen.
 Die Sauce glatt pürieren.

Montag, 4. März 2019

Zu 100% vegetarisch: Auberginen-Kaviar

Ich liebe es, in internationalen Geschäften zu stöbern. Dazu gehören auch der Asia-Laden oder der türkische Supermarkt in meiner Heimatstadt - noch toller sind allerdings Geschäfte im Ausland.
Bei meinem letzten Elsass-Aufenthalt entdeckte ich in einem Intermarché ein "caviar d'aubergines". Gekauft habe ich ihn nicht. Aber während des Aufenthalts kaufte ich mir auch ein Gemüsekochbuch auf französisch (ja, in Buchläden stöbere ich auch gerne ...). Und darin war ein Rezept für Auberginen-Kaviar. Das Rezept habe ich dann zum letzten französischen Abend in meiner Lodge ausprobiert. Und der "Kaviar" kam soo gut an. Ein ganz toller, würziger Brotaufstrich zu frischem Baguette.
Er war auch erstaunlich schnell gemacht, da sich das Fruchtfleisch der gegrillten Auberginen sehr leicht entnehmen lässt. Eine ganz große Nachkochempfehlung!

Woher der Name kommt, frage ich mich immer noch ... weder inhaltlich noch optisch sehe ich Parallelen zu richtigem Kaviar. Vielleicht weil der Aufstrich auch gut zu Kaviar passt? Oder für die Leute, die sich keinen Richtigen Kaviar leisten können? Hat jemand einen anderen Tipp oder weiß etwas?


Auberginen-Kaviar

1 kg Auberginen
2 Knoblauchzehen
150 ml Olivenöl
Saft von 1 Zitrone
3 Schalotten
Salz
Pfeffer

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Wenn er heiß ist, die Auberginen waschen und 30 Minuten mitsamt Schale im Ofen backen. Die Auberginen ab und zu drehen. Dann mit heißem Wasser abschrecken, längs durchschneiden und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausholen. Das geht nach dem Backen recht einfach. Die Knoblauchzehen fein hacken und in 50 ml Olivenöl ca. 5 Minuten in einer Pfanne anbraten. Die Knoblauchzehen mit dem Öl aus der Pfanne und dem restlichen Öl zu den Auberginen geben. Alles fein pürieren. Die Schalotten sehr fein hacken und untermischen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.

Dienstag, 27. November 2018

Quitten-Chutney - Ernten-Verarbeiten-Genießen

Nachdem ich bei Freunden im Garten selbst Quitten ernten durfte (mit einem Apfelpflücker) und ich meine Begeisterung nicht zügeln konnte, hatte ich letztendlich mehrere Gefäße voll Quitten geerntet. Über die aufwändige Bearbeitung und Verwertung habe ich mir zu diesem Zeitpunkt keine Gedanken gemacht. Mit männlicher Hilfe war das aber auch zu meistern.

Es ist ziemlich gemütlich, wenn man miteinander schnippelt, Radio hört, seinen Gedanken nachhängt und und sich ab und zu was zu erzählen hat. Allerdings sollte keine Zeitnot herrschen. Wir haben das Quitten-Projekt am Sonntag Nachmittag und an einem weiteren Abend angepackt.  Es sind  2 verschiedene Chutneys entstanden und den Großteil der Quitten haben wir entsaftet und herrliches Quitten-Gelee zubereitet. Auch als kleine persönliche Weihnachtsgeschenke sind die Produkte durchaus brauchbar.



Ein Chutney-Rezept schmeckt uns besonders gut (schon bei den Zutaten läuft mir das Wasser im Mund zusammen) und ich möchte es heute auf diesem Weg empfehlen. Das Rezept findet man hier. Ich habe nur 175 g Rohrzucker und rote Pfefferkörner verwendet.

Samstag, 29. April 2017

Das "Großprojekt Hummus" und die Kunst der Zubereitung

Puh ... man könnte fast sagen, ich hätte einen Meilenstein erreicht. Denn lange hat's gedauert, bis ich nun ein Rezept für Hummus vorweisen kann, mit dem ich zufrieden bin. Vor einigen Jahren hab ich ein paar Mal Hummus gemacht, aber mir entweder nicht genau die Zutaten aufgeschrieben oder ich war nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis. So blieb immer das Gefühl, dass ich kein ordentliches Rezept habe. Etwas frustriert habe ich das "Projekt Hummus" in den letzten beiden Jahren dann ganz auf die Seite gelegt.

Nun habe ich einen neuen Anlauf gestartet, da ich wirklich mal wieder Hummus essen wollte zu meinem Ofengemüse. Mir scheint es fast, als wäre es eine hohe Kunst, Hummus selbst zu machen. So mein Urteil nach der Durchsicht einiger Rezepte. Denn in den meisten vermisse ich die genauen Angaben. Sprich, man sollte es im Gefühl haben, wie die Konsistenz sein sollte. Ob noch Flüssigkeit hinzu kommt etc. Und natürlich das Abschmecken.

Nun habe ich mir mein Rezept in Anlehnung an dieses hier und Carla's Version gebastelt und bin mit dem Ergebnis der letzten Hummus-Zubereitung wirklich zufrieden. Die Zutaten habe ich möglichst genau abgemessen. Aber wie gesagt, ein Gefühl für den richtigen Hummus bei der Zubereitung ist unabdingbar ;-) 

Meine Tipps noch zusammengefasst:
  • Die Masse zieht nach der Zubereitung noch Flüssigkeit, also darf sie direkt nach der Herstellung nicht zu trocken sein, da sie das eh noch wird. Man läuft sonst Gefahr, harten Hummus zu servieren (das habe ich auch schon geschafft bzw. wurde mir solcher Hummus auch schon serviert).
  • Mit Zitronensaft anfangs sparsam sein, lieber nachher noch was hinzufügen
  • Um meinen Mixer nicht allzu sehr an seine Grenzen zu bringen, füge ich gleich zu Beginn etwas Wasser hinzu, ich meine, das hilft
  • Dieses Mal habe ich Kichererbsen aus der Dose verwendet. Ich will es aber bald mit selbst eingeweichten versuchen, dann gebe ich Rückmeldung über die Mengenverhältnisse, wenn ich's geschafft habe
  • Man kann die Flüssigkeit der Kichererbsen oder Wasser nehmen, um die Masse flüssiger zu machen. Geht beides, also keine Panik, wenn ihr das Wasser schon weggeschüttet habt. 

Hummus

480 g Kichererbsen
2 EL Tahini (40 g)
2 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
Optional: 1 Chilischote, rot und entkernt
1,5 EL Kreuzkümmel
1 EL Curry
1 EL Paprikapulver (edelsüß)
Saft von 1 Zitrone (50ml)
Salz (bei mir 2 TL bzw. 7g)
Pfeffer
100 ml Wasser (Flüssigkeit von den Kichererbsen oder einfach so)
Optional: Koriander zur Deko (Petersilie geht auch)

Den Knoblauch schälen und klein schneiden. Die Chilischote waschen, entkernen und ebenfalls in Stücke schneiden. Die Kichererbsen mit dem Tahini, Olivenöl, Knoblauch, Chili, den Gewürzen (Curry, Kreuzkümmel und Paprikapulver, Salz, Pfeffer) sowie je zunächst der Hälfte der Flüssigkeiten (also 25 ml Zitronensaft und 50 ml Wasser) in einen Mixer geben und alles pürieren. 

Je nach Konsistenz mehr Wasser und nach Geschmack auch Zitronensaft hinzugeben (bei mir waren die 100 ml Wasser nötig, es kann auch noch mehr sein). Abschmecken und evtl nachwürzen.

Den Hummus im Kühlschrank gerne für ein paar Stunden ziehen lassen. 

Mit frischem Koriander oder Petersilie bestreut servieren.

Sonntag, 16. April 2017

Ein schneller Frischkäse-Dipp zu Gemüsesticks oder Crackern


Erst Mal frohe Ostern euch allen!

In letzer Zeit ging's bei mir so rund, dass ich nicht groß neue Rezepte ausprobiert habe. Anstatt dessen hab ich viele Hefezöpfe für meine Gäste gebacken, wie auch heute für das Osterfrühstück. Und ich selbst wurde mit einigen Osterhasen und -eiern aus Schokolade beschenkt, total süß. 

So stammt dieser Dipp aus meinem Archiv ... vor einigen Wochen hab ich ihn mal gemacht und vor ein paar weniger Wochen den Artikel vorbereitet. Das Rezept hingegen kenne ich schon ewig, ein Familienrezept quasi, das von meiner Tante zu meiner Mama kam und dann zu mir.

Den Dipp finde ich toll als schnelles Abendessen (5 Zutaten bzw. 3 ohne Gewürze und 2 Sätze Rezeptbeschreibung) zusammen mit Gemüsestiften. Ist aber auch für Parties als Beilage geeignet.



Frischkäse-Dipp

200 g Frischkäse
200 g saure Sahne
2 Frühlingszwiebeln
Salz
Pfeffer

Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden. Diese mit dem Frischkäse und der Sauren Sahne vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen.


Donnerstag, 27. August 2015

Broccomole

Für Dipps mit Gemüse, die auch als Brotaufstrich umfunktioniert werden können, bin ich ja immer zu haben. Angefangen bei Hummus, über Guacamole und viele weitere, die ich schon ausprobiert habe. Natürlich klang da die "Broccomole" mit Broccoli als Alternative zur Guacamole mit Avocado sehr spannend für mich und wurde auch bald ausprobiert, nachdem ich bei Michaela von Herzelieb davon gelesen und ein appetitanregendes Bild gesehen hatte.


Tolle Sache, kann ich da nur sagen. Der Broccoli muss zwar im Voraus gewaschen und geteilt werden, aber davon abgesehen ist der Dipp schnell zusammengemixt. Die Chilischote fand ich essentiell und der Zitronensaft hat sich auch gut gemacht. Bei mir gab's die Broccomole zu Brot, aber auch zu Gemüse, und die letzte Portion habe ich mir unter meine Pasta gemischt, was mich stark an den von mir so geliebten, lauwarmen Orzo-Salat mit Broccolipesto erinnert hat. War alles sehr lecker. Auf jeden Fall ein vielseitig einsetzbares Rezept und somit eine Nachmachempfehlung für die Gemüsefraktion unter euch!


Samstag, 31. Mai 2014

Ofengemüse mit Zitronen-Ingwer-Dipp

Gemüse - am liebsten bunt und oft und viel - dieses Statement aus meinem Munde ist ja nichts Neues. Sehr gerne mache ich auch klassisches Ofengemüse. Also einfach Gemüse schnibbeln, mit etwas Öl vermengen und würzen und dann im Ofen backen ... das wird dann so schön aromatisch, wie das eben nur der Ofen kann.

Ofengemüse ist wie gesagt auch nichts Neues. Aber dafür gibt's einen tollen Dipp zu zeigen, den ich bei Birgonia gefunden habe: einen Ingwer-Zitronen-Joghurt-Dipp. Darauf bin ich natürlich sofort angesprungen, als ich davon gelesen habe, da ich ein grosser Fan der Ingwer-Zitronen-Kombination bin. Allem voran im Tee. Aber auch vom Dipp bin ich absolut begeistert, der schmeckt so richtig schön frisch zum Ofengemüse. Ich habe noch frischen Thymian hinzugegeben. Was das Gemüse angeht, habe ich Süßkartoffeln & Topinambur genommen, die durch die süße Note auch schön mit dem süß-sauren Dipp harmonieren. Und Zucchini und Auberginen gab's auch noch. Damit bin ich etwas von Birgonia's Vorlage abgewichen, wo Kürbis, Kartoffeln und Apfel verwendet werden. Spätestens im Herbst werde ich den Dipp auch mal mit "Originalgemüse" probieren, was wirklich lecker klingt. Aber ich bin mir sicher, dass er zu sämtlichem (saisonalem) Gemüse schmeckt.

Freitag, 21. Februar 2014

Brunch-Dipp Nr. III: Möhren-Ananas-Frischkäse mit Curry


Und nun stelle ich auch noch den dritten im Bunde vor, den es zum Brunch gab: Bei diesem Brotaufstrich/Dipp bildet Frischkäse die Basis. Nachgemacht habe ich das Rezept aber wegen der Curry-Ananas-Kombination, die für meinen Geschmack absolut treffsicher ist. Der frische Ingwer ergänzt die bereits exotisch anmutende Geschmacksvielfalt. Und Karottenraspel sorgen für die frische Gemüsenote. Das Rezept gibt's auch bei den Küchengöttern. Wer auf die Curry-Ananas-Mischung steht, dem sei das Nachmachen empfohlen!

Donnerstag, 20. Februar 2014

Brunch-Dipps Nr. I & II: Erbsen-Minz-Mus und Ziegenkäse-Dipp

Wie im letzten Beitrag angekündigt, habe ich zu meinem Brunch drei verschiedene Dipps serviert.
Nummer I, welche auch gut als Brotaufstrich mit Büffelmozzarella gegessen werden kann, sowie als Pesto zu Nudeln, ist das bereits verbloggte Erbsen-Minz-Mus.


Zudem hab ich ganz spontan einen Dipp aus Ziegenkäse, Hüttenkäse und getrockneten Tomaten zubereitet. Das Ganze wird mit Knoblauch (ich hab Pulver genommen, damit es etwas dezenter wird), Zitronensaft und Thymian gewürzt und mit Honig leicht gesüßt. Das Rezept gibt's bei den Küchengöttern. Als ich die Zutatenliste las, dachte ich mir schon, die klingt so lecker, da kann gar nicht mehr schief gehen. Dem war dann auch so. Das Rezept merke ich mir auf jeden Fall als Bereicherung für so ziemlich jedes Buffet.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Gebackener Artischocken-Spinat-Dipp

Ein warmer Dipp, mit Gemüse und viel Käse, wie toll klingt das denn? Dachte ich mir, als ich zum ersten Mal vom Hot Spinach and Artichoque Dip gelesen habe.

Ähnlich wie Kale Chips oder Pumpkin Oatmeal, scheint dieser Dipp auf US-amerikanischen Blogs zu den Klassikern zu gehören. Ich hab das Rezept ursprünglich auf dem Blog Closet Cooking entdeckt. Da ich aber keine Mayonnaise verwenden wollte, habe ich einfach etwas mehr Sauerrahm unter die Zutaten gemischt. Zudem habe ich mit etwas Paprikapulver und Cayennepfeffer gewürzt und den Dipp mit etwas Extra-Käse überbacken.

Auch eine Art, sich im Winter mit Essen aufzuwärmen (zugegeben, vor einer Woche, als ich den Dipp zubereitet habe, war das noch ein Argument. Bei frühlingshaften 15° plus wie im Moment eher weniger ;-)). Zwar nicht unbedingt die allergesündeste Variante im Vergleich zu einer Gemüsesuppe, darf aber auch mal sein, finde ich. Schmeckt übrigens wirklich toll, klingt nicht nur so. Geschmolzener Käse (hier in Form von Mozzarella und Parmesan) ist bei mir ja immer ein Hit. Die Artischocken sorgen für einen leicht säuerlichen Geschmack, ohne zu dominant zu sein, der Spinat ist etwas neutraler.


Gebackener Artischocken-Spinat-Dipp

für 2 Portionen

250 g frischer Spinat
100 g Artisckocken (1/2 Dose)
100 g Sauerrahm
50 g Frischkäse
50 g Mozzarella
50 g Parmesan
1/2 Knoblauchzehe
1/2 TL Paprikapulver
1 Prise Cayennepfeffer (nach Belieben)
Salz
Pfeffer

Den Ofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) Den Spinat waschen, die groben Stiele entfernen und anschliessend 1 Minute in kochendem Wasser blanchieren. Etwas abkühlen lassen und dann sehr gründlich das Wasser ausdrücken. Den Spinat hacken. Die Artischocken in sehr kleine Würfel schneiden. Den Mozzarella ebenfalls würfeln, den Parmesan reiben. Die Knoblauchzehe ganz fein hacken. In einer Schüssel Spinat, Artischocken, Frischköse, Mozzarella, die Hälfte des Parmesans und den Knoblauch gut vermengen. Mit dem Paprivapulver unnd Cayennepfeffer würzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse in eine Auflaufform oder mehrere kleine Souffléeförmchen geben. Alles für 20-30 Minuten überbacken, bis der Inhalt heiss und der Käse goldbraun ist.

Den Dipp warm mit Tortillachips / Crackern etc. zusammen servieren.


Dienstag, 1. Oktober 2013

Variabel einsetzbar: Feigensenf

Feigensenf ist mir ein Begriff, seit ich per Zufall mal ein sehr leckeres Sandwich mit Parmesan, Rucola und eben Feigensenf gegessen habe. Wieder zufällig bin ich etwas später auf ein Rezept für Feigensenf in einem Buch zu Chutneys & Co. gestossen. Das habe ich mir gleich aus dem Buch kopiert. Das Timing des Nachmachens habe ich aber nicht dem Zufall überlassen, sondern ganz bewusst mitten in die Saison gelegt. Sprich, jetzt ist Zeit dafür.


Da es sich um ein Buch des G&U-Verlags handelte, ist das Rezept auch bei den Küchengöttern zu finden: Voilà. Hinein kommen als Zutaten neben einer Menge frischer Feigen und grobkörnigem Senf (bei mir der originale Dijon-Senf, anderen mag ich nicht) auch noch Portwein und Sherryessig. Das wird auf- und eingekocht und es entsteht folglich eine Kombination aus süß und sauer. Und eine Zimtnote rundet den Geschmack ab und gibt noch einen herbstlich/winterlichen Touch, wie ich finde.


Meine erste Begegnung mit Feigensenf hatte ich wie gesagt, als ich ihn als Verfeinerungselement in einem Sandwich aß. Aber richtig gut schmeckt der eben auch zusammen mit Käse, insbesondere Ziegenkäse. Und ein Glas Rotwein passt auch noch dazu. Genauso wie Salat, den es bei mir ebenfalls gab. Er ist auf jeden Fall variabel einsetzbar, um zum Titel zurückzukommen.




Donnerstag, 9. Mai 2013

Rote Beete-Hüttenkäse-Brotaufstrich

Hüttenkäse ist einfach super: Eiweissreich, fettarm und er steht anderen Käsesorten im Geschmack nichts nach. Dadurch dass er relativ neutral schmeckt, lässt er sich auch prima in Kombination mit anderen Lebensmitteln zu einem gesunden Brotaufstrich mixen. So gibt es bei mir neuerdings Hüttenkäse mit allem Möglichen: Avocado, Sprossen oder Rote Beete. Und manchmal auch auf Knäckebrot (siehe Bild).

Die roten Beete machen sich aufgrund der Farbe besonders schön. Der beste Beweis dafür, dass es nicht immer fettige Wurst/Käse oder Marmelade auf's Brot sein muss - die Möglichkeiten reichen viieeel weiter.


Rote Beete-Hüttenkäse-Brotaufstrich

1 kleine rote Beete 
200 g Hüttenkäse
evtl. 1 EL frische, gehackte Kräuter (Petersilie oder Schnittlauch)
Salz 
Pfeffer

Die rote Beete waschen, schälen und raspeln. Zusammen mit dem Hüttenkäse und den Kräutern verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Samstag, 6. April 2013

Tartines mit Mozzarella und Erbsen-Minze-Mus

Bei meinen letzten beiden Beiträgen ging es zufälligerweise auch um Rezepte aus einer (vergangenen) Ausgabe der "Living at Home". Beim den im Titel genannten Tartines schließe ich an diese Inspirationsquelle an. Wenn ich die Zeitschrift durchblättere, finde ich mehrere Rezepte sehr ansprechend und meistens ist eine Idee dabei, die mir so gut gefällt, dass ich sie bald ausprobieren möchte.*  So verhält es sich auch mit den "Tartines mit Mozzarella und Erbsen-Minze-Mus" aus der Ausgabe des Vormonates. Das Rezept gibt's auch hier.


Tartine ist ja ein französischer Begriff für ein offenes Sandwich, das mit allerlei schönen Zutaten nach Wahl belegt werden kann. In diesem Fall bilden bei mir getoastete, dunkle Brotscheiben die Grundlage, die dann mit dem Mus und Käse belegt und mit Minze, Zitrone, frisch gemahlenem Pfeffer und Fleur de Sel dekoriert werden. Sieht schon mal hübsch aus.

Und was den Geschmack angeht, gilt bei Büffelmozzarella bei mir die gleiche Aussage, die ich neulich schon in Bezug auf Ziegenkäse gemacht habe: "Aber hey, was kann denn nicht schmecken, wenn Ziegenkäse Teil eines Gerichts ist?". Denn ich liebe die meisten Käsesorten, aber ganz besonders diese beiden Kandidaten. Und das Erbsenpesto, frisch durch die Minze und die Zitrone ist unbestritten eine sehr elegante Grundlage für Büffelmozzarella.



* Nicht falsch verstehen: Ich will nicht gezielt Werbung für die Zeitschrift machen (und ich schreibe hier nach wie vor absolut unabhängig von irgendwelchen Sponsoren ausschließlich über meine persönliche Meinung). 

Sonntag, 6. November 2011

Guacamole, Salsa Cruda und Sour Cream

Ich bin ein riesen Fan von mexikanischem Essen. Seit ich mexikanisches Essen kennen gelernt habe, will ich auch unbedingt mal nach Mexiko reisen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass mich das ganze Land faszinieren würde. Nun gut, auch wenn Mexiko ziemlich weit oben auf meiner Reiseliste ist, so ist das im Moment als arbeitender Mensch leider nicht möglich (erst mal kein Urlaub, an diese geringe Flexibilität im Verlgeich zur Studienzeit muss ich mich erst noch schweren Herzens gewöhnen...). Deshalb begnüge ich mich mal mit mexikanischem Essen, das mich bereits fasziniert hat. Los geht's mit den Dipps, allen voran die bekannte Guacamole und die anderen Dipps - egal ob mit Quesadillas, Nachos oder Burritos. 

Ich hatte mal einen mexikanischen Mitbewohner, dem ich ein Mal genau zugeschaut habe, während er Guacamole und die scharfe Tomatensauce an meinem Geburtstag für mich zubereitet hat. Ich hatte mir fest vorgenommen, sofort im Anschluss alle Zutaten und die Zubereitungsart aufzuschreiben - das ist leider nie passiert ... So im Groben habe ich mir die Zutaten aber gemerkt, und auch, dass er zuerst die Tomaten zusammen mit dem Knoblauch in einer Pfanne von allen Seiten angebraten hat, sodass sie sich leichter schälen lassen. Alles Weitere habe ich weiter unten notiert - die Mengen reichen für mind. 4 Personen, würde ich sagen, je nachdem, was sonst noch serviert wird.   



Guacamole


2  reife Avocados
1 grüne Chilischote
1  Zwiebel (oder 2 Schalotten)
1  Fleischtomate
2 EL Limettensaft
Salz
Pfeffer

Das Avocadofleisch mit einer Gabel zerdrücken. Die Chili und de Zwiebel waschen und in sehr kleine Stücke hacken. Die Tomate häuten, entkernen (s. Beschreibung der Salsa Cruda) und in kleine Stücke schneiden. Den Limettensaft hinzufügen und würzen. Alle Zutaten gut vermischen (wenn die Avocado noch nicht ganz weich ist, kann auch alles püriert werden, muss meiner Meinung nach aber nicht sein). Tipp: Wenn nicht sofort serviert wird, den Avocadokern zur Guacamole geben, sodass die Guacamole sich nicht verfärbt.


Salsa Cruda


500 g Fleischtomaten
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote, rot (oder 2 Schalotten)
1 Zwiebel
etwas frischer Koriander
2 EL Limettensaft
1 Prise Zucker  
Salz
Pfeffer

Die Tomaten waschen und mit einer Knoblauchzehe zusammen in einer Pfanne mit allen Seiten anbraten, ca. 5-10 Minuten. Dann die Tomaten häuten, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Knoblauchzehe, Chilischote, Zwiebel und den Koriander fein hacken und mit der Hälfte der Tomaten in den Mixer geben. Nun die restlichen Tomatenstücke zur Sauce geben, mit dem Limettensaft, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.


Sour Cream


250 g Quark
200 g saurer Halbrahm
½ Zwiebel
1 EL weißer Balsamicoessig
Schnittlauch
1 Prise Zucker
Salz
Pfeffer

Zwiebel und Schnittlauch fein hacken, dann alle Zutaten mischen und gut verrühren. 

Montag, 29. August 2011

Zurück aus dem Urlaub mit einem Rezept für Tsatsiki


Der Titel lässt schon eindeutig zuordnen, wo ich meine Ferien verbracht habe. In Griechenland, genauer gesagt auf Kreta. Dort habe ich mit einer Freundin eine sehr schöne und erholsame Woche verbracht. Eigentlich immer wenn ich in den letzten Jahren unterwegs war, habe ich versucht überall so viel wie möglich zu erleben, anzuschauen und mitzunehmen. Das war auch immer sehr interessant, aber auch anstrengend. Dieses Mal haben wir ganz einfach eine Pauschalreise gebucht, mit viel Zeit am Strand und im Meer (und einem individuellen Touch durch zwei Ausflugstage).



Das Essen war auch inklusive, wobei wir es in unserem Hotel sehr gut erwischt hatten. Der Vorspeisenteller ist bei mir abends immer am größten ausgefallen, voll geladen mit schwarzen und grünen Oliven, Tomatensalat, mariniertem Feta, gefüllten Weinblättern mit Reis und natürlich Tsatsiki. Bei Buffets habe ich nach einem Durchgang für normalerweise immer ein riesen Durcheinander auf meinem Teller, weil ich doch das meiste probieren muss. Mein Teller war dieses Mal besonders am ersten Abend etwas überladen, am nächsten Abend bin ich dann einfach zwei Mal zum Buffet gegangen, hatte aber beide Male auf dem Rückweg mehr Oliven und Tsatsiki als warme Hauptspeisen dabei. Es sah immerhin nicht so verfressen aus. 



Heute habe ich mir nochmal ein Stück Griechenland ist Haus geholt und gleich Tsatsiki gemacht, da ich auf Kreta die Inhalte sämtlicher Tsatsiki-Gewürzmischungen durchgelesen habe, wie auch die Rezepte auf den Verpackungen. Dort war meist nur Knoblauch, Dill, Salz und Pfeffer zu finden. Und lediglich Joghurt als Milchprodukt. Gurke als Gemüse und das war's auch schon. Mit frischen Gewürzen und Kräutern von hier, anstatt einer Gewürzmischung, habe ich den Dipp zubereitet. Es schmeckte ziemlich authentisch.


Tsatsiki

500 g Joghurt (lieber nicht fettarm)
ca. 300 g Gurke
2 Knoblauchzehen (oder mehr)
frischer Dill
2 TL Öl
Salz
Pfeffer

Die Gurke waschen, evtl. die Schale entfernen und hobeln. Das Wasser leicht ausdrücken und die Gurkenraspel mit dem Joghurt verrühren. Die Knoblauchzehen pressen oder ganz klein schneiden. Den Dill nicht allzu fein hacken. Beide Zutaten zum Joghurt geben. Das Öl ebenfalls untermischen, mit Salz und Pfeffer gut würzen.

Montag, 23. Mai 2011

Gemüserösti


Nach so vielen "süßen" Posts mal wieder ein salziger. Die Rezepte aus der "Living at Home" vom Mai haben es mir echt angetan. Das Gemüserösti mit Dillcreme und Forelle habe ich etwas abgewandelt. Für die Rösti habe ich die gleiche Menge Gemüse genommen, allerdings drei Esslöffel Stärke und viel mehr Öl zum Anbraten. Und ich glaube das haben die Redakteure der Living at Home, bzw. der Food Stylist für das Foto in er Zeitschrift auch gemacht, um so ein leckeres  Bild zu bekommen ... Der Einfachheit halber habe ich auch 12 Miniröstis (ist Röstis der Plural oder sind das immer noch Rösti?) gebacken, anstatt 2 große. Diese sind in der Pfanne einfacher zu wenden. 
Anstatt Forelle habe ich Räucherlachs dazu serviert. Und als Dipp habe ich 100 g Sauerrahm mit 100 g Joghurt vermischt, frischen Schnittlauch dazugeschnibbelt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. 

Da das Waschen und hobeln vom Gemüse doch etwas Zeit kostet (Nudeln sind schneller abgekocht), fällt das Gericht bei mir nicht in die Kategorie superschnelles Abendessen. Aber gemüsig-lecker, und soo groß ist der Aufwand auch wieder nicht.

Sonntag, 13. Februar 2011

Partypost Nr. 1: Essen salzig


Nach zwei Tagen Vorbereitung war's am Freitag Abend endlich so weit und die Feier bei mir daheim ging los. Als Gastgeber will man eigentlich ja nicht mehr, als glückliche Partygäste, die sich wohl fühlen, miteinander kommunizieren, essen und trinken ...
Natürlich wird kein Gast sagen, dass die Feier langweilig und das Essen schlecht war. Ich habe aber wirklich das Gefühl, dass es meinen Gästen am Freitag wirklich gefallen hat und es nicht einfach nur so gesagt wurde. Und in Bezug auf das Buffet ist es ja der beste Beweis, dass es schmeckt, wenn kräftig zugegriffen wird. Das war der Fall, ich habe nur wenige Reste :-)

Ich habe versucht, das Buffet so zu gestalten, dass alle auf ihre Kosten kommen: Vegetarier, Männer die viel und gerne Fleisch essen, ixh habe Frisches und Gekochtes serviert, Salziges und Süßes.

Was die salzigen Speisen angeht, habe ich mich letztendlich für meinen Kartoffelauflauf entschieden (doppelte Menge), weil ich auch etwas Warmes servieren wollte. Dann gab es noch Hackbällchen mit Sauce, Tomaten-Blätterteig-Ecken, einen bunten Salat und einen Nudelsalat, Pizzaschnecken und Brot. Im Detail:

Pizzaschnecken


Das beste gleich zuerst. Beim Gehen hat mich ein Gast gefragt, ob er noch eins von den "geilen Dingern" mitnehmen kann, gemeint waren die Pizzaschnecken. Das Rezept von meiner Mama hat sich bewährt:

für den Teig:
500 g Mehl
1 Eigelb
½ Tl Salz
½ Würfe Hefe (mit 1EL Zucker glatt rühren)
70 g Butter
ca. 250 ml lauwarme Milch

für die Füllung:
1 große Zwiebel 
etwas Öl 
250 g Salami
250 g Gouda (gerieben)
2 Tomaten
1 Eiweiß
Salz
Kräuter nach Belieben

zum Bestreichen:
etwas Mitlch

Die ersten sieben Zutaten zu einem Hefeteig verarbeiten. Dabei die Milch etwas erwärmen, den Zucker und die Hefe in die lauwarme Milch einrühren und dann mit den restlichen Zutaten verkneten. Den Hefeteig ca. 30 Minuten gehen lassen.
Die Zwiebel waschen, in kleine Würfel schneiden und in Öl andünsten. Die Salami und die Tomaten ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Alle Zutaten für die Füllung vermengen und würzen.
Den Teig nach der Gehzeit zu einem Rechteck ausrollen. Die Füllung darauf verteilen. Das Rechteck von der Längsseite her aufrollen. Anschließend einige Scheiben (ca. 3-4 cm) abschneiden und auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche legen. Mit etwas Milch bestreichen (ich habe diesmal kein Ei mehr gehabt und nur Milch genommen, und fand die Farbe eigentlich sehr schön. Eigelb alleine finde ich wird schnell zu dunkel). Bei 180°C 30-40 Minuten backen (ich hatte die zwei Bleche auf einmal im Ofen und das hat dann 40 Minuten gedauert, am besten nach 20 Minuten schon kontrollieren, wie der Käse und der Teig aussehen).

Teufelssauce


Da ich normalerweise für mich nicht mit Hackfleisch koche, sind die Hackbällchen nicht besonders vorzeigbar geworden (damit sie auch ja durch werden, habe ich die spontan flach gedrückt und dadurch sind sie eher formlos geworden, mal abgesehen von den viel zu großen Zwiebel- und Brotstücken darin). Also werde ich diese nicht bloggen, und das das nächste Mal anders angehen. Aber alles halb so schlimm, sie wurden ja trotzdem gegessen. Ein paar andere Dinge nun aber im Detail: Die Soße zu den Fleischbällchen war nämlich ganz lecker. Leider habe ich keinen Mixer, also sind die Zutaten nicht so klein wie eigentlich nötig.

Die Zutaten, die verrrührt werden sollen, sind wie folgt:

1 Zwiebel
2 EL Zitronensaft
3 EL Öl
5 EL Tomatenketchup
1 Glas eingelegte Tomatenpaprika (Füllmenge 620 g)
1 Bund Schnittlauch
1 Bund Petersilie
Tabasco
schwarzer Pfeffer 

Blätterteig-Tomaten-Quadrate


Das Rezept habe ich bei Chefkoch entdeckt, ich habe nur keinen Knoblauch verwendet, da ich den Gästen nicht einfach so rohen Knoblauch auftischen wollte. Geschnacklich wäre der Knoblauch sicher gut gewesen. Die Ecken sahen wunderschön am Buffet aus.

 
  
Nudelsalat mit grünem Pesto


Zu guter Letzt noch ein bewährter Nudelsalat mit Oliven, Mozzarella Tomaten und Pesto, auf den ich vor Jahren auch bei Chefkoch gestoßen bin, als ich nach einer Variante ohne Mayonnaise o.ä. gesucht habe. Der Salat ist auch sehr gut angekommen, ich habe allerdings nur die Hälfte des Rezeptes gemacht und frisches Basilikum untergemischt.

Samstag, 5. Februar 2011

Über die arabische Welt - kulinarisch und politisch

Taboulé, Hummus und Fladenbrot

Ich verfolge im Moment sehr gespannt die Entwicklungen im arabischen Raum, was unter anderem in Tunesien und Ägypten vor sich geht. Einerseits bin ich berührt, wie viele Menschen in den letzten Tagen in Ägypten auf die Straße gegangen sind, um für mehr politische Freiheit zu demonstrieren, und dabei ihr Leben in Gefahr gebracht haben, manche sogar geopfert. Vor all diesen Leuten ziehe ich meinen Hut. Ich frage mich dann, ob ich das gleiche getan hätte, wenn in meinem Heimatland die selben Zustände herrschen würden. Ich weiß es nicht. Es kann sein, aber ich würde es nie behaupten, so lange ich es nicht getan habe.
Und andererseits bin ich auch besorgt, denn es ist offen, wie es in diesen Ländern weiter geht, und ob es gelingt, dass langsam aber sicher demokratische Strukturen etabliert werden. Wenn nicht, würde sich die Lage dort eventuell verschlimmern, wenn sich nämlich extreme politische Kräfte an der Macht durchsetzen.
Wie sich die Dinge entwickeln, werden erst die nächsten Jahre zeigen, während das Thema wohl bald wieder aus den Medien verschwunden sein wird.


Nun aber zum kulinarischen Teil: Schon lange steht Taboulé auf meiner Kochliste. Genau das wurde nun zubereitet. Und zwar habe ich mich an ein Rezept von Chefkoch gehalten, mit Bulgur, Pfefferminze, Petersilie, Zitrone, Zwiebelstücken und Tomaten. Die Zutatenliste stimmt mit einigen anderen Rezepten überein, die ich durchgesehen habe. In meiner Rezeptquelle wird behauptet, Taboulé sei ursprünglich ein libanesicher Salat. Das habe ich ebenfalls in anderen Quellen gelesen, also glaube ich es mal, will hier aber auch nichts Falsches sagen (ich bin immer für Kritik oder Anmerkungen offen). Aber das ist mit Rezepten ja oft so eine Sache, dass das Ursprungsrecht von mehreren Seiten beansprucht wird...ist ja auch nicht immer so wichtig. Taboulé jedenfalls hat sich auf den ganzen arabischen Raum ausgebreitet.
Als Beilage habe ich noch Hummus zubereitet, und zwar nach Vorlage dieses Rezeptes von Chefkoch, das Rezept stammt von einem Syrer, wie dort steht. Was das Brot angeht, fiel die Wahl auf das (ägyptische) Fladenbrot, von der gleichen besagten Kochseite.

Es ist ewig her, seit ich zuletzt Taboulé gegessen habe, das war mal wieder sehr gut. Wegen der Zitrone richtig frisch, und rohe Zwiebeln und Knoblauch mag ich auch total gerne, traue mich wegen meiner Mitmenschen nur fast nie, das zu essen. Aber heute sollte es mal okay gewesen sein.