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Samstag, 19. April 2025

Im Kräuterglück: Bärlauchsuppe

Der Schweizer Kräuter-Pfarrer Johann Künzle  sagte: "Wohl kein anderes Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Darm und Blut wie Bärlauch". Das dürfen wir uns zu Herzen nehmen. Der Bärlauch ist ja auch wirklich genial. Man kann alle Teile des Bärlauchs in jedem Stadium essen. Erst kommen die Blätter, bald bilden sich auch die Knospen, die herrlichen weißen Sternblüten, die knackigen Früchte und sogar die Zwiebel wäre essbar. Wobei wir ja den Bärlauch nicht ausrotten wollen.

Vorsichtig müssen wir beim Ernten sein, denn es gibt durchaus giftige Verwechslungspartner. Also nur ernten, wenn ihr absolut sicher seid, dass es sich um den Bärlauch handelt. Auf alle Bestimmungsmerkmale achten:

  • die Blätter sind auf der Vorderseite glänzend, auf der Unterseite matt
  • aus der Zwiebel wachsen mehrere einzelne, lang gestielte Blätter
  • die Blätter haben eine starke Mittelrippe auf der Blattunterseite die beim Knicken kracht

Bärlauchsuppe

für 4 Portionen

150 g Bärlauch
2 Zwiebeln
1 Möhre
1 Stück Sellerie
1 Stange Lauch 
2 Kartoffeln
2 Knoblauchzehen
600 ml Gemüsebrühe
200 ml Weißwein trocken
250 ml Sahne
1 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Die Zwiebeln und den Knoblauch fein würfeln. Erst die Zwiebeln im Olivenöl goldbraun andünsten und später den Knoblauch bei schwacher Hitze kurz mitdünsten.

Das Suppengemüse und die Kartoffeln ebenfalls würfeln und dazugeben.
Mit der Gemüsebrühe und dem Wein ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind.

Einige schöne Bärlauchblätter und wenn vorhanden auch Bärlauchknospen zurücklegen. Restlichen Bärlauch mit dem Messer grob zerkleinern.

Die Sahne steif schlagen.
Den Bärlauch und die Hälfte der Schlagsahne in die Suppe geben und mit dem Pürierstab kräftig aufschlagen. Anschließen mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken.

Die Suppe auf den Tellern verteilen, einen Sahnetupfer in die Mitte geben, jeweils eines von den zurückgelegten Bärlauchblättern verzieren und sofort servieren.

Sonntag, 1. Juli 2018

Bergkäsetarte mit Schalotten - es duftet und schmeckt

Diese herrliche Quiche habe ich zusammen mit meinem erwachsenen Sohn zubereitet. Ich finde es schön, daß die jungen Leute die Freiheit haben, wenn Besuch kommt (in diesem Fall nur Familie) nicht alles fertig vorbereitet zu haben. Wir hatten uns länger nicht mehr gesehen und so konnten wir während des Kochens ungezwungen Neuigkeiten austauschen und das Wiedersehen genießen.

Spannend ist dieses Rezept allemal. Schon den richtigen Zeitpunkt zum Ablöschen des geschmelzten hellbraunen Zuckers mit Balsamico ist eine kleine Herausforderung. 
Im Rezept wird beschrieben, daß die Schalotten bei niedriger Temperatur köcheln sollen.
Wir hatten die Temperatur wohl am Anfang etwas zu niedrig gewählt, dass der Balsamico nicht richtig eingekocht ist und mussten auch kein Wasser zugeben. Ich denke, es sollte auch kein Deckel verwendet werden. Ansonsten hat alles geklappt, wie im Rezept beschrieben.

Und es duftet während der Zubereitung....... schon das ist ein Genuss. 
Geschmeckt hat uns die Quiche auch super gut. Die delikaten Schalotten machen die Quiche sehr lecker und besonders. Und ein Glas Rotwein ist fast Pflicht.


 Das Rezept findet man hier.
 
Die Schalotten im Balsamicobad

Erst beim Veröffentlichen ist mir aufgefallen, daß im Rezept von Tarte gesprochen wird.

So habe ich gleich recherchiert, was der Unterschied ist.
Die Tarte ist ein herzhafter Kuchen, der ursprünglich aus der französischen Küche stammt und in der Regel völlig ohne Salz oder Zucker hergestellt wird. Füllt man die Tarte mit einem Gemisch aus Eiern und Milch, bezeichnet man Sie als Quiche. Also können wir unseren herzhaften Kuchen als Quiche bezeichnen.

 

Dienstag, 3. April 2018

Nachgegeben: es gab Bärlauch-Semmelknödel mit Champignonsauce


Dadurch, dass ich meinen Gästen beim Frühstücksbuffet immer weiße Brötchen wie Vollkornbrot anbiete (und das nicht abgezählt, sondern reichlich), sodass jeder die freie Wahl hat, sammeln sich bei mir ständig viele Brotreste an. Aus diesem Grund bekam ich im Laufe des letzten Jahres bestimmt über 10 Mal den Tipp: mach doch Semmelknödel. Irgendwann war ich genervt von diesem tollen Ratschlag... als hätte ich an einem stressigen Tag bei einem vollen Haus nichts Besseres zu tun, als mich in die Küche stellen und Semmelknödel zu machen, nur um keine Weißbrotreste wegzuschmeißen.

Lange habe ich mich folglich geweigert, Semmelknödel herzustellen. Auch in meiner Zeit vor dem Pensionsbetrieb kam ich nie auf die Idee, dies zu tun. Genauso wenig kann ich mich erinnern, wann ich zuletzt Semmelknödel irgendwo anders gegessen habe. Nun gut, letzte Woche gab ich nach. Wie fast immer lagerten bei mir Brotreste. Und da ich meinem Besuch vor einer gemeinsamen Kochaktion immer gerne die Wahl zwischen 2-3 verschiedenen Gerichten lasse, kaufte ich einmal Sahne und Pilze ein. Davon ausgehend, dass es Nudeln mit Pilz-Sahne-Sauce geben würde, ließ ich meinem Besuch dennoch die Wahl und erwähnte Semmelknödel. Woraufhin dieser erwiderte: Au ja!

Also gut, so kam es zur Semmelknödelpremiere. In der Herstellung sind Knödel ja ein wenig aufwendig, und vor allem schwingt bei mir immer diese leicht Angst mit, der Knödelteig könnte gar nichts werden und die Knödel spätestens beim Kochen zerfallen ... Aber: es kam alles gut. Die Knödel waren wirklich lecker und zusammen mit der Champignonsauce ein richtiges Festessen. Wir haben Bärlauch in die Knödel getan, da ich keine Petersilie daheim hatte und damit es noch exklusiver klingt ;-) Auf jeden Fall eine gute Möglichkeit in der Barlauch-Saison. Die Minze auf dem ersten Bild dient übrigens nur zu Dekozwecken - bei dem Zufügen hiervon anstatt Petersilie wäre ich vorsichtiger. Das Rezept ist basierend auf dem Kochbuch Schwäbisch vegetarisch: Über 50 gscheide Rezepte von Gaisburger Marsch bis Maultaschen*angepasst.



Bärlauch-Semmelknödel mit Champignonsauce

für 4 Portionen

Zutaten für die Knödel:
225 ml Milch
350 g altbackene Brötchen
1 Zwiebel
2 EL Öl
1 Bund Bärlauch
3 Eier
Salz
Pfeffer

Zutaten für die Sauce:
600 g Champignons
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Butter
1 EL Mehl
300 g Sahne
150 ml Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
Muskat

Die Milch erhitzen. Die Brötchen würfeln und mit der heißen Milch übergießen. Alles ca. 20 Minuten quellen lassen.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel schälen, sehr fein würfeln und im Öl glasig dünsten. Den Bärlauch waschen und fein hacken. 

Die Zutaten zu einem Knödelteig vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Aus der Teigmasse 6-8 Knödel formen. Diese vorsichtig in das siedende Wasser geben und 15 Minuten darin ziehen lassen.

Für die Sauce die Pilze waschen und in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Die Butter in einer Pfanne erhitzen, und zuerst die Zwiebeln für 2 Minuten anbraten. Den Knoblauch hinzufügen und 2 weitere Minuten unter Rühren auf dem Herd lassen. Nun die Pilze dazugeben und alles nochmal 6 Minuten weiterbraten. Mit dem Mehl bestäuben, umrühren und anschwitzen lassen. Nun die Sahne und Gemüsebrühe hinzufügen und die Sauce ein paar Minuten einköcheln lassen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen.



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Sonntag, 18. Juni 2017

Schneller Erdbeer-Joghurt-Nachtisch


Für ein Fest am vergangenen Freitag habe ich endlich mal wieder kochen und backen dürfen ... das habe ich in den letzten Wochen vermisst. Als Hauptgericht gab es unter anderem eine große Portion Kartoffelgratin, das kann ich jetzt auch mit der dreifachen Menge für viele Leute zubereiten. Als Nachtisch schwebte mir etwas mit Erdbeeren vor. Aus Effizienzgründen habe ich mich dann gegen die Bisquitrolle entschieden und von einem Dessertrezept aus einer Zeitschrift mit Erdbeeren und Joghurt inspirieren lassen. Das ging wirklich recht einfach und schnell. Aber es war sehr lecker, und hat nach Nachtisch, aber auch nach vielen frischen Erdbeeren geschmeckt. Und der Nachtisch wurde von den Gäste gelobt. Voilà das Rezept für die Kreation:


Erdbeer-Joghurt-Nachtisch

Zutaten für 8 Portionen

1 kg Erdbeeren
200 ml Sahne
600 g Joghurt
50 ml Ahornsirup
1 EL Zucker
1 EL Zitronensaft
Zesten von 1/2 Zitrone
Zitronenmelisse zum Garnieren

Die Erdbeeren waschen, putzen, trocknen und in dünne Scheiben schneiden.
Die Sahne steif schlagen (am besten mit 1 Prise Zucker) und dann mit dem Joghurt, Ahornsirup, Zucker, Zitronensaft und -zesten vermengen. Die Hälfte der Erdbeeren untermengen.
Die Masse ain 8-10 Schälchen oder Gläser verteilen. Die restlichen Erdbeerstücke darüber streuen und je mit einem Blatt Zitronenmelisse garnieren.