Mittwoch, 29. April 2020

Gerösteter Spargel mit Tahin-Zitronen-Soße

 
Letzten Samstag hab ich mich entschlossen, unseren Hofladen in Zeiten von Corona zu unterstützen und den Wochenendeinkauf dort gemacht. Neben vielen anderen Sachen habe ich Spargel aus Freiburg eingekauft. Normalerweise gibt es bei uns regionalen Spargel aus Tettnang vom Bauernmarkt, der sehr lecker ist.
Ich war über den Geschmack und die Qualtität des Freiburger Spargels (ist ja auch noch regional) dann sehr überrascht. Er war sehr saftig und schmackhaft. Sehr spannend, wie Spargel aus unterschiedlichen Anbaugebieten schmeckt.

Meine Lieblingsaufgabe ist es nicht: Spargel schälen. Nicht einmal wegen der Arbeit - mehr wegen dem Ergebnis. Ich bemühe mich immer, es ordentlich zu machen, aber beim Essen findet man immer noch Fäden. Das hält mich aber nicht davon ab, die Spargelzeit zu genießen und viele Varianten auszuprobieren.

Der Spargel auf dem Backblech gewürzt und mariniert in Olivenöl

Das Rezept des gerösteten Spargels findet man hier
Ich habe 1 kg Spargel aus Mittagessen für 2 Personen verwendet und das doppelte der Tahin-Zitronen-Soße aus dem Rezept.

 

Den vorbereiteten Spargel habe ich in den kalten Backofen geschoben und diesen auf 
40 Minuten vor der Mahlzeit bei 200 °C programmiert. Das hat hervorragend geklappt. Der Spargel war an den Spitzen schön braun und ich musste nur noch kurz die Pinienkerne rösten und die Petersilie klein hacken.

Dieses Rezept werde ich definitiv wiederholen und vielleicht gibt es dann auch noch ein
Foto mit der leckeren Tahin-Zitronen-Soße.

Montag, 27. April 2020

Rhabarberkuchen mit Sauerrahmguss

Rhabarberzeit! Backzeit! Wie beim Mohnkuchen habe ich schon zwei tolle Rezepte für Rhabarberkuchen: den Rhabarber-Baiser-Kuchen (ebenfalls ein Familienrezept) und den Rhabarber-Pudding-Kuchen. Aber:

Mein Freund mag eigentlich keinen Rhabarber: viel zu sauer. Eine Ausnahme gibt es  den Rhabarberkuchen seiner Mutter. Letztes Jahr habe ich ein Stück von diesem Kuchen probiert. Genau war er mir nicht mehr in Erinnerung, aber er war lecker, und anders als meine Rhabarberkuchenrezepte. 
In der Hoffnung, dass mein Freund mitbacken und mitessen würde, schlug ich vor:
»Lass dir von deiner Mutter doch mal das Rhabarberkuchenrezept geben.«
»Das wir nicht so einfach, sie hat kein genaues Rezept.«

Die besten Bäcker brauchen kein Rezept, sie arbeiten nach Gefühl. Das ist beachtlich, jedoch nicht so einfach, wenn man eine Sache nachmachen will, und kein genaues Gefühl hat.

Per Telefon hat sie und das Rezept dann durchgegeben. Ungefähr. 
»Du weißt nicht zufällig, wie lange zu den bäckst?«
»Nö. Bis er halt gut ist.«

Wir haben die Zutaten und Vorgehensweise mitgeschrieben. Ich war voller Hoffnung, dass wir das so  schaffen. 
Zuerst der Mürbeteig. Ich glaube, noch nie hat jemand so liebevoll eine Form mit Teig ausgekleidet wie mein Freund. Dann den Rhabarber schälen, mit Zucker übergießen und warten.
Die Form mit Teig und Rhabarber in den Ofen geben. Bis der Teig halt fertig ist.
Und dann den leckeren Guss mit Sauerrrahm und Haselnüssen drüber ... und fertig backen. Bis der Kuchen schön braun ist.
Es hat geklappt! Wir hatten den leckersten Rhabarberkuchen. Und den stolzesten Kuchenbäcker.


Da der Kuchen so gut geworden ist, und auch wie im Original, habe ich das Rezept gleich brav aufgeschrieben. Jetzt können wir ihn wieder machen. Und ihr auch. Ich kann es euch empfehlen! Der Kuchen ist schön saftig, und der Boden schön knusprig. Diese Art Guss kannte ich auf Rhabarberkuchen noch nicht - passt sehr gut. 

Der Kuchen schmeckt auch kühlschrankkalt vorzüglich.


Rhaberberkuchen mit Mürbeteig und Sauerrahmguss

für eine Springform mit 24 cm Durchmesser

Zutaten für den Mürbeteig:
250 g Mehl
140 g Butter, kalt
70 g Zucker
1 Ei

Zutaten für die Füllung:
800 g Rhabarber (vor dem Schälen, ohne Blätter)
100 g Zucker

Zutaten für den Guss:
3 Eier
120 g Zucker
75 g gemahlene Haselnüsse
200 g Sauerrahm

Die Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben. Die Butter in Stücke schneiden. Alles zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Diesen bis zur Weiterverarbeitung im Kühlschrank aufbewahren.

Den Rhabarber waschen, schälen und ca. 1 cm lange Stücke schneiden. Die Rhabarberstücke in ein Sieb geben, mit dem Zucker bestreuen und 45 Minuten ziehen lassen. Den Saft abschütten.

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen und ausrollen. Eine Springform auskleiden und dabei einen ca. 3 cm hohen Rand ziehen. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Den abgetropften Rhabarber in die Form geben und gleichmäßig verteilen. Den Kuchen ca. 35 Minuten im Ofen backen.

Währenddessen den Guss herstellen: Die Eier trennen. Das Eiweiß steif schlagen und beiseite stellen. Das Eigelb mit dem Zucker, den Haselnüssen und dem Sauerrahm verrühren. Zuletzt das Eiweiß unterheben.

Den Kuchen aus dem Ofen holen und den Guss auf dem Rhabarber verteilen (der Guss geht über den Teigrand hinaus). Den Kuchen circa 25 Minuten fertigbacken, bis die Oberfläche goldbraun ist.


Dienstag, 21. April 2020

Dann backe ich eben ohne Hefe: es gibt Mohnkuchen!

Warum gibt gerade Hefe-Lieferengpässe? Leider habe ich darüber noch keinen Zeitungsbericht gelesen. Und ich würde doch so gerne mal wieder Brot und Brötchen und Pizzateig machen ... vor drei Wochen habe ich hier zum letzten Mal einen Hefewürfel gesehen. Na ja, jetzt bekommen wir auch mal mit, wie es ist, wenn nicht immer alles verfügbar ist. Alles andere gibt es ja. Lasst uns Kuchen backen!

Eigentlich habe ich schon zwei Rezepte für Mohnkuchen, die ich liebe: den Mohn-Pudding-Kuchen und den Mohn-Quarkkuchen mit Zwetschgen. Bewährtes ist schön, aber man braucht dennoch nicht  eingefahren werden. Hier bestätigt sich das einmal wieder. Ich bin sehr froh, dass ich Tina's Rezept ausprobiert habe.


Der Mohnkuchen ist wirklich erst einmal: saftig. Und es ist ganz viel Mohn drin. Ein leckerer Zuckerguss obendrauf. Ich habe drei Viertel mit Rumrosinen gemacht .... sooo lecker! Und eines ohne, das war laut dem Rosinenverschmäher auch sehr lecker.

Eigentlich habe ich das Rezept ja abgespeichert, weil Semmelbrösel in den Teig kommen. Ich hab doch so oft Brötchenreste. Irgendwie ist es ironisch: aus Mehl Brötchen backen. Aus Brötchen Semmelbröselmehl machen. Damit backen. Aber egal, für mich ist es eine tolle Verwertung von Semmelbröseln. Und einfach ein Kuchen, den ich wieder backen will!