Dienstag, 15. April 2014

Auf's Brot oder nicht: Curry-Eier-Salat

Ich antizipiere jetzt mal, dass nach Ostern der ein oder andere hier - anders als ich - ein paar hartgekochte Eier übrig hat. Und dafür präsentiere ich eine Verwendungsmöglichkeit: einen Curry-Eier-Salat.

Ein derartiger "Salat" mit Curry und Rosinen scheint ein Klassiker zu sein und stand bei mir schon lange auf der Nachmachliste. Gibt's oft auch mit Hühnerfleisch, wie in meinem ursprünglich gemerkten Rezept. Das Fleisch ist jetzt bei mir den hartgekochten Eiern gewichen.


Das Rezept hierfür habe ich aus einem Artikel aus der Runner's World, in dem Sandwich-Ideen vorgestellt werden: Strategien für ein gesünderes Sandwich. Anstatt wie im Original einen Bagel habe ich als Grundlage für mein Sandwich ein Burger-Brötchen genommen. Und da das Rezept aus einer Läuferzeitschrift stammt, wo doch die Avocado ein Läufer-Superfood ist (im Ranking sicher unter den Top 10 dieser Kategorie), wundert es mich nicht, dass noch mit Avocadoscheiben garniert wird ;-) Und warum das alles so gesund ist, kann man auch dem obigen Linkfolgend nachlesen.

Die Kombination aus Curry und Rosinen im Salat fand ich super (süß-salzig eben). Allerdings bin ich nicht der grösste Fan von hartgekochten Eiern, deshalb fand ich den Curry-Eier-Salat als Ganzes nur mittelmässig. Der Brotbelag aus dem gleichen Artikel der Runner's World mit mit Mandelmus, Birnenscheiben und Ziegenkäse war noch viel mehr nach meinem Geschmack.

Samstag, 12. April 2014

Avocado-Schoko-Pudding mit Wow-Effekt

Nun gibt's mal wieder ein Rezept mit Experimentcharakter. Der Name Avocado-Schoko-Pudding lässt das schon erahnen. Aber spätestens als ich die Auflistung der Zutaten für den rohen, veganen Avocado-Schoko-Pudding zum ersten Mal las, dachte ich: "Da wäre ich nieee selbst darauf gekommen, die Zutaten zu mischen." Nämlich: Avocado, Kokosöl, Ahornsirup, Kakaopulver, Balsamico, Sojasauce und Salz. Aber bekanntlich finde ich das Ausprobieren solcher Kombinationen extrem spannend. In diesem Fall ist das nachmachen auch ziemlich simpel, da die Zutaten nur püriert werden müssen. Und nach der Kostprobe sag ich nur: " Ich hätte nie gedacht, dass ich davon soooo begeistert bin. Einfach nur genial lecker!"


Das Rezept habe ich auf dem Jogblog aufgegabelt. Julia hat dort auch die Videoanleitung von Laura Miller auf youtube verlinkt. Ist sympathisch und dauert nur zwei Minuten, finde ich daher sehenswert:


Kokosöl habe ich übrigens extra für die Puddingaktion gekauft (bin im Reformhaus fündig geworden). Was den Balsamico angeht, habe ich meine Feigen-Variante genommen, die durch die Süße gut gepasst hat. Durch den hohen Fettanteil ist der Pudding nicht nur schmackhaft, sondern auch ziemlich sättigend. Aber es sind gesunde Fette drin ... und das Nachmachen ist wie gesagt wirklich simpel. Also kann ich die Schlussworte von Julia's Blogbeitrag nur weitergeben: Traut euch! 

Mittwoch, 9. April 2014

(Dörr-)bohnensalat

Kennt ihr Dörrbohnen? Ich frage, da ich mit Dörrbohnen erst in der Schweiz in Berührung gekommen bin und meine mich zu erinnern, irgendwo aufgeschnappt zu haben, dass es sich dabei in der Tat um ein typisch Schweizerisches Produkt handelt. A propos, das erinnert mich wiederum an einen Blogartikel über Schweizer Produkte, den ich auf Anregung von Gourmande bald schreiben will. Ich peile an, das über die Osterfeiertage zu realisieren, Gourmande!


Jedenfalls gibt es hier im gängigen Supermarkt getrocknete, also haltbar gemachte Bohnen zum Verzehr ausserhalb der Saison zu kaufen (Alternative zum Einfrieren oder Konservieren in Dosen). Zugegeben, so ästhetisch sehen die ausgedörrten Bohnen nicht aus, dass ich sie ohne vorherige Kostprobe gekauft hätte. Aber zum Glück gibt es ja das Tibits, wo ich einen köstlichen Dörrbohnensalat gegessen habe.

Der Salat war so gut, dass ich mich auf Grundlage des Kochbuchs vom Tibits an die Eigenherstellung des Salates gemacht habe. Die Dörrbohnen schmecken eingeweicht und dann gekocht fast so gut wie frische Bohnen, allerdings ohne zu intensiven Eigengeschmack. Folglich spielt das Dressing für den Salat eine Schlüsselrolle. Mit in Öl gedünsteten Zwiebeln und Knoblauch verfeinert, mit Nüssen und frischem Koriander ergänzt, mit gutem Balsamico und Zitronensaft gesäuert, mit Cayennepfeffer, Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer pikant gewürzt kommt dann ein äusserst schmackhafter Salat als Ergebnis heraus. Natürlich kann man das Dressing auch für frische, bereits gekochte Bohnen verwenden, dann wird aus dem Dörrbohnensalat eben ein würziger Bohnensalat. Ich finde, er hat die schöne Eigenschaft, dass, je länger er zieht, desto besser wird er. Man kann ihn also ruhig eine Weile im Kühlschrank aufbewahren.


(Dörr-)bohnensalat

für 2 grosse oder 4 kleine Portionen

100 g Dörrbohnen (entspricht 400 g frischen Bohnen)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
75ml Gemüsebrühe
2 EL weisser Balsamicoessig
1 EL Zitronensaft
40 g Pekannüsse
2 EL frischer Koriander
1 Prise Cayennepfeffer
frisch gemahlenes Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer

Die Bohnen 2 Stunden in lauwarmem Wasser einweichen. Dann einen Topf mit Wasser und einer Prise Salz zum Kochen bringen und die Bohnen darin ca. 20 Minuten gar kochen.
Währen dessen die Zwiebel und Knoblauchzehe waschen, schälen und beides fein hacken. In einer Pfanne das Öl erhitzen, zunächst die Zwiebel 2 Minuten darin anbraten, dann den Knoblauch hinzufügen und für ca. weitere 5 Minuten dünsten. Mit der Gemüsebrühe aufgiessen, einmal zum Kochen bringen und die Pfanne vom Herd nehmen.
Die Nüsse grob hacken. Den Korianer waschen und fein hacken.
Die Bohnen  abgiessen, sobald sie gar sind und mit kaltem Wasser abschrecken. Mit der Gemüsebrühe, dem Essig, Zitronensaft, den Nüssen und dem Koriander vermengen und den Salat mit Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren mindestens 20 Minuten ziehen lassen.

Sonntag, 6. April 2014

Ein großes Essen an einem großartigen Tag: Bärlauch-Schmarrn

Nun werde ich ein wenig ausschweifen, bevor ich die Brücke zum Essen schlage. Wer nichts vom Laufen auf meinem Food Blog lesen will, bitte nicht wegklicken, sondern direkt zum Rezept scrollen - denn das solltet ihr euch nicht entgehen lassen ;-)

Heute war der Zürich-Marathon, und der erste Strassenmarathon, den ich gefinished habe. Hinter mir liegt eine Trainingsphase, in der ich in meiner sehr emotionalen Beziehung mit dem Laufsport auch zum ersten Mal Tiefen erlebt und Zweifel gehegt habe. Der Trainingsplan wurde geschmissen und das Zeitziel aufgehoben, die Vorbereitungsrennen für den Marathon waren mehr Qual als alles andere, vor den Alltagslauf wurde in den letzten Wochen eher ein "ich muss" gesetzt als ein "ich darf" - wie es sich gehört (mal abgesehen vom Laufen auf Mallorca). Und so wirklich 100% fit hatte ich mich die Wochen vor dem Marathon auch nicht mehr gefühlt. Aber heute an der Startlinie war auf ein Mal alles vergessen und ich hatte seit Langem endlich mal wieder so richtig viel Spass beim Laufen. Und wie das nach einer Herausforderung so ist, die Freude und die Erleichterung wenn es geschafft ist, sind unbezahlbar. Eine körperliche Herausforderung gemeistert zu haben, zum Beispiel in Form eines Laufwettkampfes, hat mir noch einmal Glücksgefühle auf einer neuen, bisher unbekannten Ebene beschert. Auch wenn der Spass bei der Sache an sich zentral ist und es nicht in einer reinen Qual enden darf, so sind Herausforderungen, eben auch mit kurzfristigen Unannehmlichkeiten, Ungewissheiten, und dem sich aus der "Komfortzone" herausbewegen unumgänglich für solche Glücksgefühle.


Gutes Essen verbuche ich daher in der Regel viel mehr als Alltagsfreude als ein Glückszustand, der sich nach dem Erreichen eines (sportlichen) Ziel einstellt, auf das man sich lange vorbereitet hat. Aber wenn es schon eines unserer Grundbedürfnisse ist, täglich mehrmals zu essen, dann doch auch geniessen, wenn es möglich ist. Keine neue Rede ... und das beste ist ja, dass sich die Freuden körperlicher Aktivität und kulinarische Genüsse perfekt ergänzen. Je mehr man sich bewegt, desto mehr kann man essen ohne zuzunehmen.


So habe ich mir heute erst Mal ein gutes Essen gekocht. Wieder mit Bärlauch, da ich die Saison in den letzten beiden Jahren gefühlt verpasst habe, fange ich dieses Jahr früher an.

Juliane vom Blog Schöner Tag noch! ist für mich mittlerweile die Bärlauchexpertin. Sie hat im letzten Jahr eine sehr schöne Zusammenstellung mit Rezepten gemacht, wo ich ihre Ziegenkäse-Bärlauch-Penne entdeckt habe. Den Bärlauch-Schmarrn mit Schafskäse habe ich mir zwar auch letztes Jahr schon gemerkt, aber auf diese Saison aufgehoben.

Und der war diese Saison (=heute und evtl. bald wieder) so richtig lecker. Ich mag ja Kaiserschmarrn auch richtig gerne, bin aber dennoch nicht der allergrösste Fan von süßen Hauptspeisen, so sagt mir ein würziger Schmarrn natürlich sehr zu. Und das ist diese Variante durch den Bärlauch und Feta. Trotzdem leicht süßlich durch die Rosinen und den rosa Pfeffer (und durch den Pfeffer auch optisch sehr hübsch). Hervorzuheben ist aber auch noch das Dinkelmehl, das ja gesünder sein soll als Weissmehl und welches ich daher viel zu selten einsetze. Das war aber der perfekte Ausschlaggeber für weiteren Einsatz dieser Mehlsorte.

Donnerstag, 3. April 2014

Mallorca & Mandelkuchen



Wie bereits aus vorherigen Beiträgen herauszulesen war, durfte ich Anfang März eine Woche auf Mallorca verbringen. Um das zu tun, was man um diese Zeit dort so macht und worauf die Hotels an der Nordostküste alle ausgerichtet sind: Sport. Fahrrad fahren und Laufen genauer gesagt. Ich hatte den Eindruck, die Insel gehört den Rennradlern, die Spezies war mit Abstand am häufigsten und oft in grossen Gruppen anzutreffen. Das hat aber auch seinen Grund. Die traumhafte und so abwechslungsreiche Landschaft (Zitronen- und Orangenbäume, Mandelbäume, Olivenbäume, Gemüsefelder, grüne Wiesen, Pinienwälder, Strand & gigantische Meerausblicke) lässt sich nun Mal optimal mit dem Rad erkunden. Deshalb habe auch ich mich seit langer Zeit wieder auf ein Rad (kein Rennrad) geschwungen. Zum Glück ist Radfahren eine der Tätigkeiten, die man wirklich nicht verlernt, wenn man sie ein Mal gelernt hat. Aber der ein oder andere Lauf und Spaziergang am Strand waren ebenso drin. Ein paar Eindrücke der Trauminsel gibt's weiter unten (und ich nenne Mallorca trotz der Kritikpunkte der Massen an Deutschen und des Pauschaltourismus im grossen Stil so ... die Landschaft spricht für sich und erklärt, warum auch der ein oder andere Promi seine Luxusvilla dort bezieht).

 

Nun zum Kulinarischen. Ich habe ja während meiner Studienzeit ein paar Monate in Barcelona gelebt. Aus Nostalgiegründen esse ich gerne ab und zu Tapas. Aber ich muss sagen, dass ich während meiner Zeit in Spanien vor allem die mexikanische Küche lieben gelernt habe und in kulinarischer Hinsicht nicht allzu viel vermisse. Aber den bekannten Mandelkuchen wollte ich auf Mallorca unbedingt probieren - was ich auch getan und sehr genossen habe. Das geschah wohl hautsächlich in der Voraussicht, dass ich den dann aus Nostalgiegründen im Anschluss daheim nachbacken und in Erinnerungen schwelgen werde. Diese Voraussicht hat sich ziemlich schnell bewahrheitet: den Mandelkuchen habe ich bereits nachgemacht, mit original mallorquinischen Mandeln, die im Holzofen geröstet wurden und wirklich die aromatischsten Mandeln waren die ich je gegessen habe. Für den Kuchen habe ich sie gemahlen.




Als Rezeptgrundlage hat das GU-Buch der kleinen Kuchen gedient (das Rezept ist auch bei den Küchengöttern zu finden). Für den Kuchen werden lediglich Mandeln, Zucker, Eier, Zitronenschalen und Zimt benötigt - die Zutatenliste erinnert mich an Amarettini. Die Konsistenz des Kuchens ist allerdings eindeutig saftiger. Bei mir ist der Kuchen trotz längerer Backzeit als im Rezept angeben (30 Minuten anstatt 20-25 Minuten) innen noch grenzwertig weich gewesen, am Rand war er aber gut. Beim Vergleich mit ein paar anderen Rezepten bin ich allerdings zu dem Schluss gekommen, dass der mallorquinische "Gato de Almendras" oft genau gleich wie im GU-Buch beschrieben und auch mit den gleichen Zutaten hergestellt wird.