Montag, 16. Oktober 2017

Brotresteverwertung vom Feinsten: Brioche-Apfel-Auflauf


Da ich zum Frühstück immer mindestens dunkles Brot sowie helle Brötchen serviere, und die Präferenzen der Gäste doch sehr unterschiedlich sind, habe ich immer sehr viele Brotreste. Vor allem Brötchen, denn die kann man ja nicht mehrere Tage hintereinander servieren. Wenn ich über meine Reise jammere, bekomme ich immer Tipps zur Verwertung. Mindestens 10 Leute meinten, sie könnten mir den ultimativen Tipp geben mit dem Spruch: "mach Semmelknödel". Als hätte ich bei dem ganzen Stress mit einer vollen Lodge nichts besseres zu tun, als Semmelknödel zu machen.... jedenfalls habe ich den Tipp jetzt so oft bekommen, dass mir mindestens für die nächsten 3 Jahre die Lust am Semmelknödelmachen vergangen ist. Nein, ich mache keine Semmelknödel. Aus trotz. Eventuell danach mal, wenn ich in der Zwischenzeit nicht noch fünfzig Mal darauf aufmerksam gemacht werde, dass man aus altem Brot Semmelknödel machen kann.

Nun gut, jetzt komme ich zum Thema. Wenn ein paar mehr Leute zum Frühstücken kommen, dann backe ich gerne zusätzlich zwei Hefezöpfe (mit und ohne Rosinen). Davon bleibt eigentlich nie viel übrig. So auch letztes Wochenende nicht. Aber die drei Scheiben, die noch da waren, habe ich zu einem süßen Auflauf verwertet. Darauf hatte ich nämlich großen Appetit.


Bei meinen Recherchen stieß ich schnell auf einen Apfel-Brioche-Auflauf, den auch Juliane gebacken hat. Mit Rosinen und Vanillesauce...bingo. Den gab's dann auch bei mir. Nur halt mit Hefezopf anstatt Brioche. Die Rosinen habe ich vorher kurz in Rum eingeweicht.


Bei der Vanillesauce habe ich auch noch einen Rest (eine Tüte Saucenpulver) aufgebraucht. Allerdings ist die selbstgemachte Crème Anglaise, die ich normalerweise immer mache, einfach um Welten besser. Es lohnt sich, die Sauce selbst herzustellen.

Freitag, 13. Oktober 2017

Broccoli-Mais-Auflauf: viel Würze - wenig Fett

Viel Würze, aber wenig Fett - der saftige Auflauf erfüllt die Wünsche gesundheitsbewusster Feinschmecker, zu denen ich mich auch zähle. Und gerade ist eine etwas gesundheitsbewusstere Phase als normal ;-) Diesen Auflauf kann man - wie alle Aufläufe - gut vorbereiten. Bekanntlich ist das für mich mittags wichtig, daher ein weiteres Rezept dieser Kategorie (es bloggt mal wieder die Mama von Sarah). Wir fanden die Kombi Broccoli-Mais sehr lecker. Reste können aufgewärmt werden und schmecken sogar am 2. Tag noch nicht trocken.



 Broccoli-Mais-Auflauf

für 4 Portionen

500 g Broccoli
1 Dose Zuckermais (425 g)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150 Emmentaler
3 Eier
200 g Hüttenkäse
2 EL Mehl
200 ml Milch
ein wenig Salz
weißer Pfeffer

Den Ofen auf 180° C vorheizen

Den Broccoli in Röschen teilen und in reichlich Salzwasser etwa 3 Minuten sprudelnd kochen lassen, mit kaltem Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen. 

Dann den Mais auf einem Sieb abgießen und ebenfalls gut abtropfen lassen Die Zwiebel schälen und vierteln. Den Knoblauch ebenfalls schälen. Den Emmentaler grob reiben. 

Die Eier, den Hüttenkäse, die Zwiebelviertel, den Knoblauch und das Mehl am besten mit dem Zauberstab pürieren, dabei die Milch langsam zugeben.

In einer Schüssel den Broccoli, den Mais und den geriebenen Käse vermischen und in einer flachen Gratinform gleichmäßig verteilen. Die Eier-Milch-Mischung darübergießen.

Den Auflauf in den heißen Ofen schieben und etwa 40 Minuten backen, bis er oben schön gebräunt ist.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Zum Beispiel zum Frühstück: Quark-Grieß-Muffins


Eine ganz tolle Sache daran, Frühstück für Gäste zu machen, besteht darin, dass ich so viel Neues ausprobieren kann. Ich selbst behalte mir auch immer einen kleinen Teil auf der Seite (man muss ja wissen, was man serviert), aber es lohnt sich einfach zu backen, und ich stehe - in diesem Fall - nicht mit 12 Muffins alleine da sondern kann am nächsten Tag gleich wieder backen. Ich habe auch schon sehr viele Dinge wiederholt, aber wie das als Blogger halt so ist, hat man auch immer Lust, Neues auszuprobieren.

Zum Frühstück serviere ich gerne selbstgemachte Brötchen oder süßes Gebäck. Eben keine zu mächtigen Dinge wie Sahnetorten. Muffins machen sich auch gut. In diesem Fall fiel meine Wahl nach der Durchsicht des Kühlschranks (Quark ist noch da) spontan auf Quark (bzw. Topfen auf Österreichisch)- Grieß - Muffins. Die Zubereitung hat was von Grießbrei machen und Quark unterrühren. Und anschließend noch backen. Schmeckt auch nach Grießbrei, selbst wenn die Muffins gekühlt sind. Und das passt meiner Meinung nach zum Frühstück. Meine Gäste haben die Muffins auch alle verputzt (bis auf den einen, den ich mir reserviert hatte).


Nach diesem Rezept von den Küchengöttern bzw. aus dem Muffin-Büchlein von G&U. Ich habe Weichweizengrieß genommen, das hat der Sache keinen Abbruch getan. Die eine Hälfte habe ich ohne Rosinen gebacken, und die andere Hälfte mit Rumrosinen. Ich bevorzuge die Rosinenvariante. Am liebsten gekühlt und mit Puderzucker bestäubt. Leider sind die Muffins ein wenig eingefallen nach dem Backen. Ist halt so, wenn man sie nicht ganz behutsam abkühlen lässt.
Ich hab kleine Muffinförmchen verwendet anstatt die Mulden im Blech einzufetten. Die Förmchen waren allerdings ein wenig zu klein, beim nächsten Mal werde ich mich genau an das Rezept halten.


Samstag, 7. Oktober 2017

Tönt sommerlich, ist aber nicht nur für heiße Sonnentage: Zitronen-Quark-Creme

Vor Kurzem durfte ich mich in der  Rezeptkartensammlung einer Kollegin "tummeln".
Da ich Rezepte mit Zutaten, die man sowieso immer vorrätig hat bzw. manchmal aufbrauchen muss sehr gerne mag, habe ich diese Rezeptkarte mit dem herrlich erfrischenden Zitronen-Quark-Creme ausgesucht und auch sofort ausprobiert. Meinem Besuch gestern Abend hat sie geschmeckt.
Allerdings sind die 4 Portionen so groß ausgefallen, daß uns jeweils 1 Nachtisch für 2 Personen gereicht hat und wir nach "Freundinnenart Kuchen zu essen" immer zu zweit aus einem Förmchen gelöffelt haben.



Für den hohen Rand (nur weil es schön aussieht) müssen die Portionsförmchen oder die Schüssel außen mit Papiermanschetten umwickelt werden. Die Enden mit Klebestreifen befestigen. Ich muss gestehen, dass das schon ein Gefummel ist. Wer das nicht mag, kann die Creme einfach in Förmchen oder eine große Form füllen.

meine vorbereiteten Portionsförmchen
  Zitronen-Quark-Creme

Zutaten für 4 große oder 8 kleine Portionen

5 Blatt weiße Gelatine
3 unbehandelte Zitronen
6 EL Zucker
750 g Sahnequark
150 g Joghurt

Die Gelatineblätter in reichlich kaltem Wasser mindestens 5 Minuten einweichen.

Die Zitronen unter heißem Wasser gründlich waschen, abtrocknen und die Schalen von 2 Zitronen abreiben. Mit der dritten Zitrone Zesten herstellen und zum Verzieren beiseite stellen. Zwei Zitronen und die Hälfte der dritten Zitrone auspressen.

In einer großen Schüssel den Zitronensaft und die abgeriebene Schale mit dem Zucker verrühren, bis er sich ganz aufgelöst hat. Den Quark und den Joghurt dazu geben. Alles gründlich verrühren. 

Eine hohe Souffléform oder Portionsförmchen wie oben beschrieben vorbereiten. 
Die Gelatineblütter gut ausdrücken und einem kleinen Topf bei geringer Hitze auflösen.
Etwas abkühlen lassen, dann erst 1-2 EL Quarkmasse in die Gelatine rühren und anschließend die Geliermasse in die Quarkcreme rühren.

Die Creme in die Portionsförmchen bzw. die Form füllen. Mit den Zitronenzesten verzieren. Mindestens 3-4 Stunden im Kühlschrank gelieren lassen.

Nun vorsichtig die Papiermanschetten entfernen.
  
 

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Steckrüben-Lauch-Gratin - und: weitere Steckrüben-Rezepte gesucht!

Dieses Jahr habe ich wieder Setzlinge für Steckrüben bzw. "Kohlraben", wie man hier sagt, bekommen. Diese haben sich prächtig entwickelt, sodass ich nun eine reiche Ernte habe. Da ich noch gar nicht so viele Rezepte mit dem Wurzelgemüse in meinem Repertoire habe, war mir danach, etwas Neues auszuprobieren: ein Gratin. Ich fand, dass alle Zutaten miteinander harmoniert haben, die Steckrüben mit dem Lauch, Thymian und Gorgonzola. Allerdings wird dies nicht mein Lieblingsgratin werde, ich bevorzuge definitiv ein klassisches Kartoffelgratin oder meinen Steckrübeneintopf. Woran liegt das? Ich weiß es nicht, vielleicht sind mir die Scheiben von den Steckrüben zu dick (und ich hab sie wohl noch dicker als 1/2 cm geschnitten).

Habt ihr noch gute Ideen für die Verarbeitung von Steckrüben auf Lager? Die Hälfte meiner Ernte weilt nämlich noch im Garten.


Das Rezept habe ich hierher, von den Küchengöttern.