Dienstag, 15. Mai 2018

Warmer Spargelsalat mit knackigen Radieschen



Eine Kollegin hat letzte Woche von einem leckeren Spargelsalat geschwärmt und mir während der Arbeit erzählt, wie sie ihn zubereitet. Ich habe es nach Ihrer Anleitung versucht und der Salat war sehr lecker. Der Kontrast der knackigen Radieschen zum zarten Spargel, dazu die cremigen Eier. Das ist schon ein Geschmackserlebnis. Dazu mein frischer Knoblauchschnittlauch aus dem Kräuterbeet, den ich viel lieber verwende als den klassischen Schnittlauch. Er ist länglich, breit und schmeckt  nach Knoblauch.
  
Knoblauchschnittlauch

Warmer Spargelsalat mit Ei und Radieschen

für 2 Portionen als Hauptmahlzeit oder 4 Portionen als Vorspeise

Zutaten für den Salat:
750 g grüner Spargel
1 Bund Radieschen
6 Eier
Schnittlauch

Zutaten für die Salatsoße:
Salz
schwarzer Pfeffer
1 TL Senf
Balsamico
Olivenöl

Spargel putzen, unteres Drittel schälen und die Stangen etwa dritteln. Einen Topf mit Wasser aufsetzen und 1/2 TL Salz und 1 EL Zucker hineingeben. Wenn das Wasser kocht, den Spargel einlegen und in etwa 5-7 Minuten bissfest garen. Das Wasser abgießen, aber den Spargel im heißen Topf lassen, damit er nicht ganz abkühlt.

In der Zwischenzeit die Eier hart kochen.

Die Salatsoße zubereiten und einen Teil über den gekochten Spargel träufeln,
damit sie durchziehen kann.

Die Radieschen waschen und in Scheiben schneiden.

 Die Eier pellen und halbieren. 4 Eier grob hacken.

Jetzt die Zutaten auf den Tellern anrichten. Zuerst habe ich den Spargel verteilt, dann die Radieschen, die Eier, die restliche Salatsoße und den Schnittlauch. Mit den Eierhälften garnieren.

Als leichtes Mittagessen mit Baguette

Samstag, 12. Mai 2018

Die Premiere mit der Tonkabohne: im Schoko-Walnuss-Guglhupf

Der Auslöser für diesen Kuchen war, dass ich zu Weihnachten eine kleine Dose mit Tonkabohnen geschenkt bekommen habe. Als Verfeinerung für Desserts oder Süßes waren mir die Bohnen bereits ein Begriff, ohne dass ich sie jemals probiert geschweige denn, selbst damit gebacken hätte.

Letzte Woche kam dann für einen Kuchen die erste Tonkabohne zum Einsatz. Beim Backen ließ ich meinen Besuch auch an der Bohne riechen. Dieser war richtig gut und roch etwas Marzipanartiges heraus. Dass Tonkabohnen nach Amaretto riechen, stand sogar auf der Verpackung. Und dass sie aus Brasilien kommen. Ich roch eher ein Vanillearoma heraus, und seit ich das mit dem Amaretto gelesen habe, auch diesen.

So, nun zum Kuchen. Für diesen habe ich eine Bohne mit der Reibe (die gleiche wie für Muskat) fein gerieben. Und dann habe ich Tina's Walnuss-Guglhupf mit Tonkabohne gebacken. Ich habe dem Rezept noch 100 g Raspelschokolade hinzugefügt. Mir war nach Schokolade, aber nicht nach dem Extra-Arbeitsschritt der Kuchenglasur.


Und was kam dabei heraus? Zunächst muss ich sagen, dass viele Gäste den Kuchen wirklich sehr gelobt haben. Schön saftig und nicht zu süß. Backen mit Buttermilch finde ich immer besser ... da werden die Kuchen eigentlich nie trocken. Und die Tonkabohne? Die war jetzt nicht so dominant, aber wenn man es weiß, kann man vielleicht ein wenig Marzipan oder Vanille riechen. Dieser Kuchen wird auf jeden Fall wieder gemacht, mit Tonkabohne, ich habe ja noch genug.

Donnerstag, 10. Mai 2018

Die Frühlingsvariante des Steckrübeneintopfs: einfach ein Gemüseeeintopf

Gerade bin ich am Sortieren meiner Fotos und Rezepte für den Blog - in letzter Zeit haben sich so einige Rezepte zum Verbloggen angesammelt, nur bin ich noch nicht dazu gekommen, es zu tun. Nun habe ich den Überblick. Und da es nun nach so vielen wunderschönen Frühlingstagen heute wieder kälter und regnerisch ist (das ist keine Beschwerde, im Gegenteil, hoffentlich regnet es mehr, die Natur hat es dringend nötig) ... finde ich es äußerst passend, mit einen wärmenden Gemüseeintopf zu starten.

Und zwar handelt es sich um die Frühlingsvariante meines Steckrübeneintopfs. Anstatt den namensgebenden Steckrüben habe ich in einer ersten Variante einfach Kohlrabi genommen. Und danach alles einmal mit Broccoli gekocht - mein Favorit. Das Gemüse ist relativ variabel einsetzbar. Kartoffeln und Karotten finde ich aber eine schöne Grundlage, die würde ich nicht ganz weglassen.
Die Sahne im Originalrezept habe ich durch Kokosmilch ersetzt, denn die kommt immer gut an.
Der Eintopf ist auch für viele Leute ein dankbares Rezept. Und eben auch für kältere Frühlingstage sehr passend.


Gemüseeintopf

für 4-6 Portionen

1,2 kg Kartoffeln (festkochend)
800 kg Karotten
400 g Broccoli
200 g Lauch
3 EL Öl
1,2 l Gemüsebrühe
4 Lorbeerblätter
je eine gute Prise Muskat, Kreuzkümmel und Kurkuma
400 ml Kokosmilch
Salz und Pfeffer
frische Petersilie

Die Kartoffeln und Karotten waschen, schälen und in Würfel schneiden. Den Broccoli waschen und in feine Röschen teilen. Den Lauch in Ringe schneiden und waschen. Die Petersilie waschen und fein hacken.
In einer Pfanne das Öl erhitzen und das Gemüse darin 5 Minuten anbraten. Anschließend die Gemüsebrühe und die Lorbeerblätter hinzufügen. Alles ein Mal aufkochen und dann weitere 20 Minuten bei mittlerer Temperatur und geschlossenem Topfdeckel köcheln lassen. Die Kokosmilch hinzugeben und alles heiß werden lassen. Mit den Gewürzen und Salz und Pfeffer abschmecken. Die Lorbeerblätter vor dem Servieren entfernen und mit der Petersilie garniert servieren.

Sonntag, 6. Mai 2018

Garten trifft Wald - Rhabarbergelee mit Waldmeister

Es ist so wunderbar, was der Frühling hervorzaubert und was die Natur alles bietet. Nach Genuss unseres geliebten Bärlauchpestos, dem frischen Schnittlauch aus dem Kräuterbeet und dem ersten Spargel, geht es schon weiter mit Rhabarber. Willkommen kulinarischer Frühling - wie schön, dass es die verschiedenen Jahreszeiten gibt. 


vorbereitetes Glas mit Waldmeister - fast zu schade zum Gelee einfüllen
Waldmeister wächst in schattigen Orten in Laub- und Mischwäldern. Es war keine Problem welchen im Wald zu finden. Man kann aber auch Waldmeister beim Gärtner im Topf kaufen. Waldmeister soll übrigens beruhigend und krampflösend wirken.


wenn kein Glas mehr voll wird, fülle ich den Rest immer in kleine Schälchen zu sofort probieren

 Rhabarbergelee mit Waldmeister

Zutaten: 

1,5 kg frischer Rhabarber
1 Hand voll Waldmeister
500 g Gelierzucker 2:1
1 Limette

Rhabarber putzen, abspülen, in etwa 2 cm lange Stücke schneiden und mit 600 ml Wasser aufkochen. Bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten kochen lassen

Den Fruchtbrei in ein mit einem angefeuchteten Tuch ausgelegtes Sieb geben, abtropfen und abkühlen lassen. Etwas ausdrücken (der Saft wird anschließend benötigt, den also nicht weggießen).

Waldmeister abspülen, sehr gut trocken schütteln und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Die Blätter in heiß ausgespülte Schraubgläser verteilen.

900 ml vom abgetropften Rhabarbersaft abmessen und zusammen mit dem Gelierzucker und dem ausgepressten Saft der Limette in einem großen Topf verrühren. Unter Rühren langsam aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Auf einem flachen Teller eine Gelierprobe machen. Bleibt das Gelee flüssig, noch weitere 3 Minuten kochen und die Probe wiederholen.

Das fertige Gelee sofort randvoll in die Gläser füllen. Die Gläser sofort verschließen und für 5 Minuten auf den Deckel stellen. Währen des Abkühlens die Gläser zwischendurch erneut auf den Kopf drehen, damit sich die Blätter im Gelee gleichmäßig verteilen. 

Mir ist es leider nur bei einem Glas gelungen, daß man den Waldmeister schön sieht.
In den anderen Gläsern ist er zusammengesackt.

Ausbeute vom doppelten Rezept

Das Gelee hat eine sehr ansprechende Farbe und einen sehr feinen leckeren Geschmack. Wir haben damit auch schon eine Nachspeise mit Naturjoghurt, Chiasamen und Kürbiskernen gesüsst

Mittwoch, 2. Mai 2018

Löwenzahn-Gelee - ein Teil des Blütenmeers eingefangen


Vor ein paar Wochen, als es wirklich noch Winter bei uns war, las ich in einer Zeitung eines Bioladens ein Rezept für Löwenzahn-Gelee. Jetzt nachdem der Frühling so schnell Einzug gehalten hat, habe ich mit einer Nachbarin aufgemacht und auf einer herrlichen Wiese (in der Hoffnung, daß dort keine Hunde spazieren geführt werden und dass nicht frisch gedüngt wurde) Löwenzahnblüten gesammelt. Schon das war ein Erlebnis, sich wie ein Kind mitten in dem Blütenmeer zu bewegen. Zuhause angekommen habe ich mich sofort daran gemacht, die gelben Blütenblätter vom "Grün" des Löwenzahns zu entfernen. Da ich noch einen Termin hatte, musste ich die Arbeit liegen lassen. Als ich heimkam, war ich erst enttäuscht, dass sich die Blüten geschlossen haben und dachte, daß es jetzt viel schwierig werden würde, ab die zarten Blütenblätter zu kommen. Aber es war viel angenehmer. Man muss nur mit einem Messer die Spitze abschneiden und kann dann die Blütenblätter sehr gut herauslösen.


Das Rezept meines Löwenzahn-Gelee's findet man unter Löwenzahn-Gelee hier. Das Gelee schmeckt ganz leicht bitter. Es ist nicht sehr intensiv, aber definitiv was Besonderes.

Die ausgelösten Blütenblätter