Sonntag, 22. Januar 2017

Winter-Wohlfühl-Salat mit roten Beten, Avocado und Sprossen

Als ich im Dezember wieder ein Mal dran dachte, selbst Sprossen zu ziehen, berichtete Elisabeth passenderweise zeitgleich über einen Salat mit Sprossen, roten Beten, Avocado und Pinienkernen. Alle Zutaten bis auf die Pinienkerne hatte ich da, so habe ich den Salat ganz spontan nachgemacht, aber einfach mit Walnüssen anstatt Pinienkernen.


Schaut am besten gleich bei Elisabeth vorbei für das Rezept. Die Zutaten für den Salat habe ich zwar schon alle genannt (bis auf das Dressing, welches ganz ähnlich wie mein Standard-Dressing ist), aber dort findet ihr auch noch ein paar schönere Bilder. Ich habe den Salat nämlich an einem Tag fotografiert, an dem es gar nicht richtig hell wurde. Dafür haben wir jetzt Winter inklusive schönem Wetter. Also passend für einen Winter-Wohlfühlsalat, der seinen Namen verdient!

Freitag, 13. Januar 2017

Mini-Pancakes mit Ricotta und Zitrone


Auf einer Seite mit einer Zusammenstellung von schönen Frühstücksrezepten (bei der der Fokus nicht auf den Rezepten sondern vielmehr auf den professionellen Bildern lag), die ich im letzten Jahr irgendwann bewunderte, lachten mich Lemon-Ricotta-Pancake-Bilder an. Die Rezepteseite habe ich mir gar nicht abgespeichert, aber die Lemon-Ricotta-Pancakes zumindest in meinem Kopf.

Nach einer Weile habe ich nun man nach dem Begriff gesucht und verschiedene Rezepte im Internet durchforstet. Und mein eigenes Rezept in deutschen Maßeinheiten (diese Art von Pancakes scheint in den USA gängig zu sein) gebastelt.

Also der Ricotta zusammen mit der Buttermilch macht die Pancakes so richtig schön locker. Und der Zitronengeschmack hat auch was. Solche Mini-Pancakes sehen halt süß aus, deshalb bevorzuge ich Sie gegenüber den großen. Diesmal habe ich Zwetschgenkompott auf eingefrorenen Zwetschgen gemacht. Aber ich könnte sie mir im Sommer auch wirklich super mit dem Klassiker Ahornsirup serviert vorstellen, und ein paar frischen Beeren.



Mini-Pancakes mit Ricotta und Zitrone

für 1 Portion zum richtig Sattessen

1 Ei
ganz wenig Salz
100 ml Buttermilch
die Zesten von 1/2 Zitrone
15 g Zucker
60 g Mehl
1/2 TL Backpulver
65 g Ricotta
1 EL Butter

Das Ei trennen. Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen. Das Eigelb mit der Buttermilch, den Zitronenzesten und dem Zucker verrühren. Dann Mehl und Backpulver einrühren. Im nächsten Schritt den Ricotta unterrühren. Als letztes das Eiweiß vorsichtig unter die Teigmasse rühren oder heben.
In einer Pfanne die Butter erhitzen, jeweils gehäufte Esslöffelportionen in die Pfanne geben (bei mir ergab das 8 Pancakes in 2 Durchgängen) und die kleinen Pfannkuchen von beiden Seiten goldbraun backen. Bei mir hat das ungefähr 2 Minuten pro Seite gedauert.
Mit Kompott, frischem Obst und/oder Ahornsirup servieren.


Samstag, 7. Januar 2017

Familienrezept: "Saurer Käs"


Dieses Familienrezept ist insofern besonders, da es nicht von meiner Mama verbloggt wurde, sondern da es von meinem Papa stammt. Dieser hilft mir ja gerade fleißig beim Renovieren. Und alle meine Helfer will ich ja gut umsorgen, dazu gehört auch, dass ich sie nach ihren Essenswünschen frage. Vergangenen Sommer hatte mein Papa die Idee, mal "Sauren Käs" zu machen, wie er ihn von früher kennt. Zu Jugendzeiten meiner Eltern gab es in der Molkerei normalerweise nur Romadur und Emmentaler zu kaufen... und heutzutage können wir im Supermarkt zwischen hunderten Käsesorten aus aller Welt probieren. Da hat sich viel getan. Bei der vielen Auswahl kam ich auch noch nie auf die Idee, Romadur zu probieren. Aber eine neue Käsesorte im Rahmen des "Sauren Käses" zu versuchen, darauf lies ich mich sehr gerne ein. So saßen wir abends ausnahmsweise zusammen in der Küche und haben am Käse geschabt und Zwiebelringe geschnitten. Und verantwortlich für das Dressing war ausnahmsweise nicht ich, ich hab nur die Mengen an Öl, Essig und Wasser versucht zu notieren, die mein Papa Esslöffelweise zusammenmischte. Die Tage gab es den Käse bei uns wieder, daher verblogge ich das Rezept auch gleich.

Früher hätte man mich ja mit so einem Käse und vor allem mit den rohen Zwiebeln jagen können .... heutzutage liebe ich solch vegetarische Hausmannskost. Am besten schmeckt mir der Käse mit einer Brezel und einem Bier. Dieses Familienrezept werde ich definitiv weiter machen.


"Saurer Käs"

pro Portion

1 Romadur (125 g)
1/2 Zwiebel
2 EL Öl
2 EL Essig
2 EL Wasser
Pfeffer 
ca. 1/3 TL Salz
1 Prise Zucker

Vom Romadur mit dem Messer die Rotschmiere gründlich abschaben. 
Den Käse in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden.
Die Zwiebel waschen, schälen und in feine Ringe schneiden.
Die restlichen Zutaten verrühren.
Die Käsescheiben auf ein Teller legen, die Zwiebelringe darüber verteilen und als letztes die Marinade darübergießen.
Dazu passen sehr gut Brezeln (oder anderes Brot dazu servieren). Und Bier, auch alkoholfreies.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Best of 2016

Und auch 2016 ist schon fast wieder vorbei. Und ich schreibe meinen 6. Blog-Jahresrückblick! Krass, sag ich nur. Also eigentlich bin ich ja gut beschäftigt, auch mit dem Schreiben von meinem anderen Blog, aber ganz einfach: auch dieser Blog bereitet mir mit allem drum und dran noch so viel Freude, dass ich gerne hier weiterschreibe. Es gibt so unglaublich viele tolle Zutaten und Rezepte, sodass der Stoff einfach nie auszugehen scheint. Zwar habe ich dieses Jahr viel gekocht, da ich in meinem Haus viele Helfer und Besucher hatte, die versorgt werden wollen, aber eben viel mehr Praktisches und Bewährtes als Neues. Dennoch hatte ich genug zu berichten, sodass die Seite hier nie ganz eingeschlafen ist. Und meine Mama hat uns ja netterweise auch mit dem ein oder anderen Rezept sowie frischem Wind aus einer anderen Generation an Köchinnen versorgt. Und danke allen Lesern für das Lesen und Wahrnehmen und die Kommentare.

Hier mein altbekannter, persönlicher kulinarischer Jahresrückblick:


Das Geschmackshighlight:
Den herzhaften Kuchen (eine Premiere) mit Zucchini und Feta habe ich so richtig überraschend gut in Erinnerung - es war aber auch ein perfekter Sommerabend auf der Terrasse nach einem anstrengenden Arbeitstag, was auch zu der Erinnerung beitragen mag. Aber das Rezept ist auf jeden Fall klasse, Zucchini und Feta harmonieren toll.

Die kulinarische Neuentdeckung:
Kartoffeln. Ja, bekannt waren sie mir natürlich. Aber neu entdeckt habe ich sie durch zahlreiche Gerichte - auch Klassiker. So habe ich ein Rezept für richtig schwäbischen Kartoffelsalat gefunden, Kartoffelgratin gemacht, Ofenkartoffeln mit Balsamico kreiert, und auch noch so einige andere Dinge mit Kartoffeln in der Nebenrolle zubereitet... die Ernte aus meinem Garten war zwar nicht so berauschend, aber nächstes Jahr wird ein neues Versuch des Kartoffelanbaus gestartet. So fein, dieses regionale Gemüse, das man das ganze Jahr lagern kann...

Am meisten wiederholt:
Den Steckrübeneintopf habe ich zum Jahresanfang und gegen Ende wirklich oft gemacht, auch für Besuch.


Die grösste Sauerei in der Küche:
Das war heute, der 20. Dezember, an dem ich auch diesen Blogbeitrag verfasse. Zunächst gab es Gnocchi Tricolore zum Mittagessen - ein Vorhaben, das ich schon seit Jahren hatte. Es waren mal wieder sämtliche Küchengeräte, auch teils mehrfach, im Einsatz. Aber so richtig von Sauerei konnte man erst abends sprechen, als ich nochmal eine Ladung Kürbis-Apfel-Marmelade gekocht habe. Für Weihnachten zum Verschenken und so, und für mich. Marmelade kochen ist schon eine klebrige Angelegenheit... Jedenfalls war der Topf mit dem dreifachen Rezept so voll, dass beim Einkochen ziemlich viel rausgespritzt ist. Nicht so lustig, aber ich hab jetzt wieder alles sauber geputzt.

Grösste Enttäuschung (kein "best of" ich weiss, sondern ein "worst of"):
Etwas, das ich gar nicht verbloggt habe. One-Pot-Pasta war ja in aller Munde. Ich dachte mir, das könnte auch mal was für mich sein. Wenn ich ein Abendessen für viele Leute koche und dabei nur einen Topf brauche - was will man mehr? Leider fand ich das Ergebnis nicht so toll und edel - die Nudeln fand ich nicht aromatischer durch das Kochen in der Sauce, nur matschiger. Und chicker ist es auch, die Soße nebenbei zu kochen. Und man hat sie besser im Überblick. Ich bleibe bei der One-Pan-One-Pot-Pasta! Und spüle brav meine Pfanne.

Das schönste Foto:

Also die Pizza mit Ei hat's mir angetan:


Und der Butternut:


Das schlimmste Foto:
Also Eintöpfe und Suppen sind ja nicht fotogen ... und dieses Linsen-Mangold-Curry auch nicht. Aber ein etwas besseres Bild hätte es trotzdem verdient, damit wird dies zum schlechtesten Bild, das von mir hochgeladen wurde.

Hat die meisten Nerven gekostet:

Kartoffelgratin hat mich über die Jahre einige Nerven gekostet. 2016 habe ich endlich ein Rezept für mich gefunden! Hierbei handelt es sich um einen wahren Meilenstein, dass ich jetzt weiß, wie ich Kartoffelgratin zubereite. Der Klassiker war mir lange Zeit ein Dorn im Auge. Denn ich war auf der Suche nach einem Rezept und wollte das Gericht kochen können, aber nach zwei nicht gerade geglückten Versuchen (ein Mal wurden die Kartoffeln einfach nicht gar und beim anderen Mal war meine Auflaufform viel zu klein für den ganzen Inhalt) war ich ein wenig frustriert. So viele offene Fragen: wie schneide ich die Kartoffeln fein, Milch oder Sahne, welche Mengenverhältnisse, die Milch und Sahne vorher erhitzen oder nicht, Kartoffeln schichten oder einfach durcheinander in die Form geben, welcher Käse, wie lange backen ... nun freue ich mich an einem Rezept für diesen feinen Klassiker.



Der grösste Lerneffekt:
Der grösste Lerneffekt bestand wohl im Üben von "wie verwerte ich mein Gartengemüse zum richtigen Zeitpunkt in der Küche." Dabei habe ich so manche bittere Erfahrung gemacht, als ich z.B. die Johannisbeeren ein paar Tage zu lang habe am Strauch hängen lassen, da ich den Kuchen erst am Wochenende machen wollte. Hätte ich sie mal früher gepflückt und gelagert ... am Wochenende waren sie schon abgefallen. Oder bei der Mangold-Verwertung musste ich richtig einfallsreich werden. Die Ernte war nämlich äußerst ergiebig. Also eigentlich hat der Gemüsegarten monatelang den Speiseplan diktiert - und die Freude daran hat definitiv überwogen!

Am beliebtesten bei anderen:

Jetzt komm ich mal noch auf was Süßes zu sprechen zum Schluss - wird auch Zeit ;-). Also an den am meisten aufgerufenen Rezepten hat sich wenig getan (siehe rechte Seitenleiste). Aber im Dezember hat dann der Quarkstollen auf Pinterest die Runde gemacht und wurde weiter und weiter gepinnt.


2017 plane ich bald wieder ein kulinarisches Rätsel (welches ich aber noch entwerfen muss). Und sonst plane ich die Eröffnung meines Betriebes. Wenn der Blog mal leidet, habt Verständnis. Aber wie gesagt, ich sehr gerade kein großes Risiko, dass die Sache ganz einschläft. Ich bin hochmotiviert, neue Dinge auszuprobieren. Euch einen guten Start ins neue Jahr in ein paar Tagen!

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Ein Festessen: Gnocchi tricolore

So, jetzt meld ich mich doch nochmal vor Weihnachten, da diese Woche am Montag noch mal eine große und durchaus erwähnenswerte Kochaktion bei mir stattgefunden hat. Ich liebe ja Gnocchi (in vegetarischer Form eine meiner absoluten Lieblingsspeisen) und dreifarbige Gnocchi will ich wirklich schon seit JAHREN einmal selbst zubereiten. Einfarbige habe ich schon öfter selbst gemacht (und noch öfter fertig gekauft ;-) ). Und vor fast zwei Jahren sah ich bei Claudia von Kulinarikus ein Rezept für Gnocchi Tricolore - mit Spinat und Tomatenmark für die Farbe. Das gefiel mir. Wurde abgespeichert. Und im Hinterkopf behalten.


Und nun nach fast zwei Jahren noch nachgemacht. So als Weihnachtseinstimmung ein Festessen für die Woche quasi. Ich habe gleich vier Portionen zubereitet und die Gnocchi nur mit Parmesan und Basilikum bestreut gegessen, mit Tomatensauce und mit Sahnesauce. An vier Tagen. Und ich hab mich jedes Mal wirklich drauf gefreut. Das spricht für die Klößchen. Oder meine Gnocchi-Liebe.

Gnocchi sind halt aufwendig zu machen. Aber es lohnt sich doch, finde ich. Dummerweise hatte ich nicht mehr genug Mehl im Haus, sodass ich etwas Grieß anstatt Mehl verwenden musste. Etwas mehr, als gewollt, aber es ging dann trotzdem gut. Das Rezept habe ich oben ja schon verlinkt.

Und am Blogevent der Tomateninsel namens "Wir kochen uns durch das Alphabet" nehme ich auch teil, da passenderweise diesen Monat der Buchstabe G dran ist:

Wir kochen uns durch das Alphabet - G

Frohe Weihnachten habe ich ja schon gewünscht ;-)