Mittwoch, 22. Mai 2013

Quesadillas mit Ziegenkäse und Garnelen & ein weiterer Versuch der Maistortillaherstellung

Vor einer Weile gab's hier mal wieder Quesadillas und im Anschluss daran gibt es nun zwei Dinge zu berichten:

Starten wird mit einer wahnsinnig leckeren Füllung aus Garnelen, Ziegenkäse, Chiliflocken, Cheddar (bei mir) und Sauerrahm. Diese Auflistung klingt gut, oder? Ich habe die Inspiration durch den Blog eat, live, run bekommen. Dort gibt es auch genaue Mengenangaben, man kann die Zutaten aber auch Pi mal Daumen zusammenwürfeln, solange man die einzelne Quesadilla nicht total überlädt ;-) Meine Zubereitungsmethode von Quesadillas findet ihr hier.

Zweitens, und das ist etwas komplzierter: Das Update zu den Tortillas aus Maismehl. Im Rahmen von Enchiladas (ein weiteres geniales mexikanisches Essen) habe ich bereits selbst Maistortillas hergestellt, und zwar aus einem Teil Maismehl (Maizena, wie man es auch hierzulande im Supermarkt bekommt) und drei Teilen normalem Weizenmehl und Wasser. Das hat immer problemlos geklappt. Berichtet habe ich hier darüber. Neugierig war ich dennoch, einnmal Maistortillas nach original mexikanischer Art mit dem entsprechenden Maismehl zuzubereiten, vor allem nachdem mir Evi unter meinen damaligen Post einen Link zum Thema auf ihrem Blog geschickt hat. Masa Harina, das mexikanische Maismehl habe ich im lokalen Spezialitätenladen erstanden. Bei der Zubereitung bin ich so verfahren wie Evi, also Wasser und Maismehl im gleichen Volumenverhältnis mit etwas Salz vermischt und dann daraus Kugeln geformt, diese zu Tortillas ausgerollt und gebacken. Nur muss ich im Ergebnis sagen, dass ich die Tortillas zwar geschmacklich echt lecker fand, aber die Herstellung doch eine ziemlich langwierige Fummelei zwischen Plastikfolien und Melhklumpen war. Die Aktion war mir zu aufwändig, als dass ich Tortillas aus Maismehl auf die richtig mexikanische Art regelmäßig selbst machen würde. Leichter würde es bestimmt mit einer Tortillapresse gehen. Allerdings lohnt sich Anschaffung eines solchen Gerätes für meinen momentanen Bedarf nicht (eventuell bringe ich aus einem Mexikobesuch irgendwann in der Zukunft ja eine Tortillapresse mit, dann berichte ich darüber).
Also das Fazit: Ich werde die Tortillas entweder wie gewohnt herstellen, ohne das originale Mehl, oder gleich ganz faul Fertigtortillas aus Maismehl kaufen. Es sei denn, irgendwer hat mir einen vielversprechend klingenden Tipp, wie die  Herstellung ganz einfach funktioniert ...

Quesadillas mit selbstgemachten Tortillafladen aus Masa Harina

Und zu den Quesadillas wurde selbstverständlich Guacamole und Salsa Cruda serviert:

Guacamole

Sonntag, 19. Mai 2013

Frohe Pfingsten mit Spargelsalat

So ein Marktbesuch ist doch immer gut für die Stimmung: Nicht nur dass mein Kleinausflug auf den Marktplatz gestern bei tiefblauem Himmel und strahlendem Sonnenschein stattfand (für positive Wetterüberraschungen sind wir schon zu haben, oder?) und Stände mit bunten Blumen und Pflanzen zum Gärtnern das Marktbild dominiert haben. Am Ende meiner Tour war mir auch bestimmt zwanzig Mal "frohe Pfingsten" gewünscht worden, sodass dem jetzt ja nichts mehr im Wege stehen kann.


Und Spargel ist auf dem Markt natürlich auch ein großes Thema. Gestern haben endlich die meisten Stände schweizer Spargel im Sortiment gehabt, woraus ich schließe, dass die Saison nun auch hier angekommen ist. Nachdem ich die diese mit Spargel mit Kratzede und weißer Sauce von Gourmande eingeweiht habe, einem Essen, das ich letztes Jahr zu einem meiner Lieblingsgerichte auserkoren habe, wurde gleich noch ein Salat mit gebratenem Spargel zubereitet. Und mit Tomaten, Nüsslisalat, Zwiebeln und gutem Jamón Ibérico ... 

Die Anregung dafür habe ich bei Barbara bekommen, hier ist das Rezept. Sie bezeichnet den Spargel liebevoll als das "weiße Gold" - den Ausdruck kannte ich bisher nur in Bezug auf Baumwolle, die weißen Stangen dürfen diesen Titel aber meiner Meinung nach auf jeden Fall tragen ;-)


Zwei für mich neue Dinge an diesem Salat: Zunächst wird der Spargel mit Curry gewürzt. Darauf wäre ich nie gekommen, finde es aber auch absolut lecker (deshalb hat ist Spargel auf meinem Bild auch eher curryfarben als weiss ;-)). Und dann wird der Spargel angebraten. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, Spargel jemals gebraten zu haben - bei mir gab es ihn bisher nur gebacken und im Normalfall wird er in Wasser gekocht/gedünstet. Aber gerade wenn man kleinere Portionen für einen Salat zubereitet, finde ich das Braten eine schnelle Möglichkeit, den Spargel bissfest zu bekommen.

Schaut mal bei Barbara vorbei, dort gibt es noch ein paar interessante Infos zu unserem geliebten Gemüse! 

Donnerstag, 16. Mai 2013

Auf Pudding folgt Pudding

Beim Kochen des Vanillepuddings mit Rhabarberkompott kam mir wieder in den Sinn, dass ich schon ewig ausprobieren wollte, ob Schokoladenpudding auch so einfach herzustellen ist wie "echter" Vanillepudding. Jetzt wo ich es ausprobiert haben, kann ich bestätigen, dass es so ist. Es reichen auch hier vier Zutaten aus, nämlich Milch, Zucker, Speisestärke und anstatt einer Vanilleschote eben Schokolade.


Im Voraus war ich mir nicht ganz sicher, ob man die Schokolade einfach mit der Milch zusammen zum Kochen bringen kann, ohne dass sie anbrennt. Die Bedenken sind nun aber ausgelöscht: Ich habe lediglich darauf geachtet, die Milch anfangs nicht gleich auf höchster Temperatur zu erwärmen, sondern langsam, bis die Schokolade geschmolzen ist. Sonst ändert sich an der Zubereitung eigentlich nichts. Und der Geschmack ist eben schokoladig anstatt vanillig ... hat beides was.



Schokopudding

500 ml Milch
40 g Speisestärke
40 g Zucker
50 g Schokolade

Speisestärke dem Zucker und dann mit 5 EL der 500 ml Milch so lange verrühren, bis eine "klumpenlose" Masse entsteht.  Die Schokolade hacken. Die gehackte Schokolade zusammen mit dem Rest der Milch in einen Topf geben und - bis die Schokolade geschmolzen ist - zunächst langsam erwärmen. Danach kann die Herdtemperatur erhöht werden, sodass die Milch zum Kochen kommt. Sobald dies der Fall ist, die Mischung aus Speisestärke, Zucker und Milch unter ständigem Rühren in den Topf geben. Kurz aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen. Den Pudding in ein oder mehrere Schälchen füllen. Warm oder kalt servieren.

Sonntag, 12. Mai 2013

Vanillepudding mit Mango-Rhabarber-Kompott

Fast ein Jahr ist es her, seit ich zuletzt Rhabarber gegessen habe (letzte Saison eben). Da kann man fast vergessen, wie gut Rhabarber schmeckt ;-) Zumindest war das mein Gedanke, nachdem ich eine Portion davon verzehrt habe:


Für einen so säuerlichen Genossen wie den Rhabarber eignet sich die Verarbeitung zu Kompott bestens. Weit darüber hinaus erstreckt sich mein Erfahrungsschatz auch noch nicht ... aus diesem Grund habe ich diese Saison auch zunächt auf ein bewährtes Rezept zurückgegriffen, nämlich das Rhabarberkompott mit Mango und Rosmarin, das ich vor zwei Jahren in der Living at Home entdeckt habe (das Originalrezept ist hier zu finden). Die süße Mango passt nach wie vor sooo gut zum Rhabarber und der intensive Rosmaringeschmack hat mich gleich gedanklich nach Südfrankreich im Sommer versetzt. 


Kombiniert habe ich das Kompott dieses Jahr mit klassischem Vanillepudding, sodass hübsche kleine Dessertportionen entstehen. Für diese Kombination habe ich beide Rezepte etwas abgewandelt, da nun zwei süße Dinge aufeinander treffen. So habe ich die Zuckermengen je etwas reduziert und die Mengen so angepasst, dass das Verhältnis Pudding/Kompott passt. Aber wenn man sich schon die Mühe macht, kann man natürlich auch gleich die doppelte Menge an Kompott kochen und die verbleibende Hälfte mit Quark, Joghurt oder Eis essen.


Vanillepudding mit Mango-Rhabarber-Kompott

für 6 Portionen

Pudding:

500 ml Milch
1 Vanilleschote
40 g Speisestärke
40 g Zucker

Speisestärke dem Zucker und dann mit 5 EL der 500 ml Milch so lange verrühren, bis eine "klumpenlose" Masse entsteht. Den Rest der Milch in einem Topf erwärmen. Die Vanilleschote auskratzen und das Mark sowie die Schote in den Topf mit der Milch geben. Die Schote wieder entfernen, bevor die Milch kocht. Sobald sie kocht, die Stärkemischung unter ständigem Rühren in den Topf geben. Kurz aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen. Sechs Schälchen mit der Puddingmasse bis zur Hälfte füllen und abkühlen lassen.

Kompott:
250 g Rhabarber
1/2 Mango
1 Zweig Rosmarin
40 g Zucker
1 TL Speisestärke

Den Rhabarber waschen, schälen und die Enden abschneiden. Die Stangen schräg in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Rosmarinnadeln fein hacken. Den Rhabarber, Rosmarin und Zucker zusammen mit 100 ml Wasser in einen Topf geben, aufkochen und 5 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen (bei geschlossenem Topfdeckel). Während dessen die Mango waschen, schälen und würfeln. Die Stärke mit ein wenig Wasser glatt rühren und zum Kompott geben. Alles nochmal kurz aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen, die Mangostücke unterrühren und das Kompott abkühlen lassen.

Wenn sowohl der Pudding als auch das Kompott abgekühlt sind, je circa zwei Esslöffel des Kompotts auf den mit Pudding gefüllten Schälchen verteilen.

Gerne möchte ich mit diesem Beitrag am Rhabarber-Event vom Küchenplausch teilnehmen.
Schaut doch mal hier vorbei für weitere Informationen und Inspirationen mit Rhabarber (auch über Kompott hinaus ;-)):

Donnerstag, 9. Mai 2013

Rote Beete-Hüttenkäse-Brotaufstrich

Hüttenkäse ist einfach super: Eiweissreich, fettarm und er steht anderen Käsesorten im Geschmack nichts nach. Dadurch dass er relativ neutral schmeckt, lässt er sich auch prima in Kombination mit anderen Lebensmitteln zu einem gesunden Brotaufstrich mixen. So gibt es bei mir neuerdings Hüttenkäse mit allem Möglichen: Avocado, Sprossen oder Rote Beete. Und manchmal auch auf Knäckebrot (siehe Bild).

Die roten Beete machen sich aufgrund der Farbe besonders schön. Der beste Beweis dafür, dass es nicht immer fettige Wurst/Käse oder Marmelade auf's Brot sein muss - die Möglichkeiten reichen viieeel weiter.


Rote Beete-Hüttenkäse-Brotaufstrich

1 kleine rote Beete 
200 g Hüttenkäse
evtl. 1 EL frische, gehackte Kräuter (Petersilie oder Schnittlauch)
Salz 
Pfeffer

Die rote Beete waschen, schälen und raspeln. Zusammen mit dem Hüttenkäse und den Kräutern verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.