Donnerstag, 30. Juli 2015

Gemüse wird nie langweilig: Champignon-Zucchini-Auflauf

Wieder ein leckerer Auflauf, den man sogar nach Rezept in den kalten Backofen schieben kann. Meist ist es vorgesehen, dass der Auflauf in den vorgeheizten Backofen geschoben werden soll.
Bei mir ist das im Alltag nicht möglich, deshalb muss ich manchmal kleine Qualtitätseinbußen hinnehmen.
Ich habe Gemüse wie im Rezept beschrieben verwendet. Aber sicher schmeckt er auch mit anderem Gemüse. Ich denke an Auberginen, Bohnen, Erbsen, Brokkoli oder Blumenkohl. Den Knoblauch habe ich reduziert, damit die Kollegen nach der Mittagspause nicht allzusehr strapaziert werden.
Der Auflauf schmeckt omelettartig und ist ein leckeres leichtes Sommeressen. Als Beilage passt grüner Salat sehr gut dazu.

Der Auflauf vor dem Backen

Der Auflauf nach dem Backen.

Champignon-Zucchini-Auflauf

600 g Zucchini
300 g Champignons
1 EL Butter
250 g rote Paprikaschoten 
frisches Basilikum
4 Eier
150 g Crème fraîche 
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
geriebene Muskatnuss
2 abgezogene Knoblauchzehen
100 g geriebener Gouda

Die Zucchini waschen, abtrocknen, die Enden abschneiden und längs in 1/2 cm dicke Streifen schneiden. Die Champignons putzen, mit Küchenpapier abreiben und in dicke Scheiben schneiden.
Die Butter in einer Pfanne zerlassen. Zucchini und Champignons nacheinander kurz anbraten und am Schluss etwas zerdrücktem Knoblauch mitbraten. Leicht salzen und pfeffern.
Die Paprikaschoten halbieren, entstielen, entkernen, waschen und in dünne Steifen schneiden.Dann die Paprikastreifen in kochendem Salzwasser blanchieren und abtropfen lassen. Jetzt das vorbereitete Gemüse abwechselnd in eine gefettete Auflaufform schichten (ich habe ihn in zwei kleine Formen aufgeteilt).
Die Basilikumblätter abspülen, trocken tupfen, in feine Streifen schneiden und mit den Eiern, der Milch und der Crème fraîche verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß und etwas zerdrücktem Knoblauch würzen. Die Eiermilch über den Auflauf gießen und den geriebenen Gouda darüberstreuen.  Die Form in den kalten Backofen schieben und bei 180°C etwa 40 Minuten backen.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Schnittlauch-Ziegenfrischkäse-Bällchen auf Apfel-Kohl-Salat

Wie lässt man ein Gericht exquisiter klingen? Indem man die Worte "auf" und "an" benutzt anstelle von "mit" und "und". Der umfassende Titel meiner heutigen Kreation klingt auch trotz dieses Hilfsmittels etwas sprerrig und lang: "Schnittlauch-Ziegenfrischkäse-Bällchen auf Apfel-Kohl-Salat". So ist aber einiges gesagt.

Ausschlaggebend für diesen Salat war Tanja (Liebe und Kochen) mit ihrem Blogevent mit dem schönen Titel “Sommerabend – Erfrischendes und Leckeres mit Blüten und Kräutern”. Als ich diesen las, musste ich in Bezug auf die Kräuter sofort an den vielen Schnittlauch in meinem Gemüsegarten denken. Und dann wiederum daran, dass ich schon ganz lang mal solche hübschen Frischkäsebällchen ausprobieren wollte, die in Schnittlauch gewälzt werden können. Ursprünglich war mal ein Linsensalat dazu angedacht. Aber gut, ich wohne jetzt ja auf dem Land und kann nicht mal so eben einkaufen fahren wegen ein paar Linsen, da hilft man sich mit dem, was daheim ist. Und das liebend gerne, wenn man von allen Seiten reich mit frischen Lebensmitteln beschenkt wird. Wie mit Gemüse aus dem Krautgarten vom Bruder. Darunter befand dich noch ein Spitzkohl. Eine süßliche Note zum Ziegenfrischkäse fand ich auch sehr passend, daher hab ich noch einen Apfel und Melone in den Salat gegeben.


Die Bällchen stellt man am besten kurz und schmerzlos her, da es eine leicht klebrige und auch nicht gerade stabile Angelegenheit ist. Aber wirklich machbar! Erst den Schnittlauch (oder die Grundlage zum darin Wälzen) vorbereiten, dann den Käse (nicht vorher aus dem Kühlschrank holen) verrühren und würzen und mit Teelöffeln und / oder den Fingern mehr oder weniger runde Bällchen formen. Diese kurz im Schnittlauch wälzen, bis sie damit bedeckt sind und vorsichtig auf den servierfertigen Teller hieven.


Der Salat war absolut lecker und hat auch an einem eher regnerischen Tag für Sommerstimmung und einen herrlichen Genuss gesorgt. Daher reiche ich ihn als Beitrag zu Tanja's Event ein:



Schnittlauch-Ziegenfrischkäse-Bällchen auf Apfel-Kohl-Salat

für 2 Portionen

für den Salat:
300 g Spitzkohl
1 Apfel
1/2 Galiamelone (kann auch weggelassen werden)
Zitronensaft

für das Dressing:
2 EL Olivenöl
2 EL Balsamico (heller eignet sich sehr gut, anderer geht aber auch)
1-2 TL Dijon-Senf
2 TL Ahornsirup
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

für die Frischkäsebällchen:

Schnittlauch (schon einige Stängel / ein Bund)
150 g Ziegenfrischkäse
100 g Frischkäse
Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel

Vom Spitzkohl die äußeren Blätter entfernen, den Kohl längs halbieren, den Strunk herausschneiden. Dann in hauchdünne Scheiben schneiden und diese waschen. Den Apfel waschen, in dünne Stücke schneiden, diese mit Zitronensaft beträufeln. Die Melone ebenfalls in Stücke schneiden. 

Die Zutaten für das Dressing zusammenrühren und mit dem Kohl und Obst vermengen, sodass alles ein wenig durchziehen kann. 

Den Schnittlauch waschen, trocknen und in ganz feine Ringe schneiden. Diese auf ein Teller geben.
Nun den (Ziegen-)frischkäse aus dem Kühlschrank holen, verrühren und mit Salz, Pfeffer sowie einer Prise Kreuzkümmel abschmecken. Aus der Frischkäsemasse mit Hilfe von Teelöffeln / den Fingern Bälle formen und diese im Schnittlauch wälzen. Es ergibt ca. 8-10 Bällchen für 2 Portionen.

Den Salat auf Tellern anrichten und die Bällchen darauf verteilen. Dazu passt zum Beispiel Vollkornbrot.

Sonntag, 26. Juli 2015

Bananenbrot mit Johannisbeeren

Am Ende von meinem Garten befindet sich ein abgegrenzter Bereich, wo ein kleines Gemüsegärtchen angelegt ist. Diese Tatsache begeistert mich natürlich. Dennoch ist mir direkt beim Einzug vor ungefähr 2 Monaten klar geworden, dass es illusorisch ist, dass ich mich mit dem Gärtnern noch in dieser Saison beschäftige. Derzeit bewirtschaftet eine Dame aus der Nachbarschaft den Garten, ihr habe ich auch gleich gesagt, dass sie damit für den Rest des Jahres gerne weiter machen kann. Als ich sie vor Kurzem traf, meinte sie aber, ich könne ruhig die Träuble ernten. Also bin ich umgehend zum ersten Mal bewusst in die Beete gestiegen und habe die roten Johannisbeeren vom Strauch gepflückt. Die Ernte ergab sogar ein ordentliches Schälchen. Die zweite und dritte Ernte waren sogar noch ergiebiger mit je einer großen Schüssel. Was für ein Vergnügen!


Als Krisi direkt nach meiner ersten Johannisbeerernte ein Rezept für ein gesundes Bananenbrot mit Johannisbeeren gepostet hat, war mir klar, was ich mit den "Träuble" machen würde. Denn Bananenbrot wollte ich schon lang in irgendeiner Form mal machen. Dinkelmehl und Ahornsirup als Zutaten neben dem Obst klangen für mich auch gut.

Mein erster Versuch war nicht so richtig erfolgreich. Das lag daran, dass ich es mit den "nassen" Zutaten ein wenig zu gut gemeint habe: ich habe drei eher große Bananen verwendet und auch die Milch und den Ahornsirup eher Pi mal Daumen abgemessen. Und die Johannisbeeren hab ich auch großzügig untergemengt. Das Ergebnis war ein in der Mitte etwas zu matschiges Brot. Aaaaaber ... geschmacklich hat es mich bereits überzeugt (ich hatte es auch bald aufgegessen ;-)). Und so eine etwas lapidare Vorgehensweise beim Abmessen der Zutaten für kleine Backwaren ist nicht gut, das weiß ich eigentlich auch, weshalb ich mir das nicht optimale Ergebnis selbst zuzuschreiben hatte. Also habe ich im Anschluss gleich nochmal gebacken und es hat alles sehr gut funktioniert. Mir zwei großen Bananen und 100 ml Ahornsirup. Und gut 60 Minuten Backzeit. Meine adaptierbare Kastenform habe ich auf 22 cm Länge ausgezogen.


Ihr kennt mich vielleicht schon so gut, dass euch die folgende Anmerkung nicht verwundert: So ein Brot ist gut als Snack in einer Pause vom Renovieren. Ich esse es aber auch sehr gerne mit zusätzlich Butter und Marmelade zum Frühstück ;-)

Sonntag, 19. Juli 2015

Kindergartenerinnerungen: Berges und Kräuterbutter

Bei Festen, zu denen jeder was mitbringt ohne dass geplant wird, entstehen meistens die schönsten Buffets. Ich habe Erinnerungen an ein wunderbares Kindergartenfest (Feste zu Kindergartenzeiten meiner Kinder wohlgemerkt, nicht an meine eigene Kindergartenzeit), bei dem eine unglaubliche Vielfalt an kulinarischen Köstlichkeiten zusammengekommen ist. Eine holländische Freundin hatte damals Berges (ein Brot, das mit Kartoffeln gebacken wird) und Kräuterbutter mitgebracht. Ich fand es soooo köstlich und sie hat mir das Rezept verraten. Ich habe es mittlerweile sehr, sehr oft zu vielen Gelegenheiten gebacken (meine Kinder sind seit vielen Jahren aus dem Kindergartenalter hinaus, und solange ist dieses besondere Rezept schon Teil meiner Sammlung) und finde das Brot mit der würzigen Kräuterbutter immer noch gleich lecker wie früher. Und nun verrate ich euch das Rezept:


 Berges 

400 g Pellkartoffeln (vom Vortag)
1 kg Mehl
1 Würfel Hefe
30 g Salz
500 ml Milch
3 EL Öl
Mohn zum Bestreuen 

Am Vortag die Kartoffeln kochen, schälen und durch die Spätzlepresse drücken.
Dann am Backtag alle Zutaten vermischen und gut kneten. Den Teig in eine Schüssel füllen und mit einer Folie abdecken. Wenn der Teig sich etwa verdoppelt hat, füllt man ihn in die Backform.
Die Menge reicht für zwei normale oder eine große Stollenform.
Wenn der Teig nochmals gegangen ist und die Form richtig ausfüllt, bestreicht man ihn mit Wasser und streut Mohn auf den Teig.
Dann geht es ab in den Backofen. Ich habe meinen Berges bei 200°C in den Backofen geschoben und die Hitze auf 170°C reduziert, nachdem er etwas Farbe angenommen hat.
Die Backzeit beträgt eine gute Stunde. Bei der großen Form verlängert sich die Backzeit um etwa 20 Minuten.



Nur für dieses Rezept habe ich französischen Estragon in meinem Kräuterbeet.


Kräuterbutter

250 g Butter
1 TL getrockneter Thymian (oder frischer, dann ruhig mehr davon - gilt auch für die andere Kräuter)
1 TL getrockneterMajoran
1 TL Maggi Aroma
2 TL Worcestershiresauce
Saft von 1 Zitrone (abschmecken)
1 EL edelsüßes Paparikapulver 
2 EL Tomatenketchup
1 TL Senf
1/2 TL Salz
1/2 TL schwarzer Pfeffer
2 EL getrockneter Estragon
1 TL getrockneter Oregano
2 EL Schnittlauch
2 durchgepresste Knoblauchzehen 

Alle Zutaten zusammenrühren und kühlen.

Montag, 13. Juli 2015

Was kann schöner rot sein als reife Beeren im Sommer

Rote Grütze - dies ist ein wunderbar erfrischender Nachtisch, der schnell zubereitet ist. Man kann frische oder tiefgekühlte Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, rote Johannisbeeren, Heidelbeeren und vor allem auch Kirschen für die rote Grütze verwenden. Ganz egal. Man kann nach diesem Rezept auch eine reine Sauerkirschgrütze zubereiten - in diesem Fall ist aber die Verwendung von etwas mehr Zucker ratsam. Ich habe heute je zur Hälfte Johannisbeeren und Himbeeren verwendet. 

Wir essen die rote Grütze im Sommer gerne mit Joghurt oder Buttermilch. Im Winter zu einem festlichen Essen gibt es Vanilleeis dazu.


Rote Grütze

600 g rote Früchte
125 ml Orangensaft
50 g Zucker
etwas abgeriebene Zitronenschale
40 g Speisestärke oder 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
125 ml Rotwein

Frische Früchte in kaltem Wasser waschen, gut abtropfen lassen und putzen. Kirschen entsteinen. Große Früchte etwas zerkleinern.
Den Orangensaft mit dem Zucker und der abgeriebenen Zitronenschale in einen Topf füllen und zum Kochen bringen. Die Speisestärke im Rotwein auflösen.
Die angerührte Speisestärke in den kochenden Orangensaft rühren und alles bei schwacher Hitze eine Minute einköcheln lassen.
Die abgetropften Früchte oder gefrorenen Beeren in die kochende Flüssigkeit geben, erwärmen und ein Mal aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen. Die Grütze entweder in eine große Schüssel füllen oder in Schälchen portionieren und mindestens vier Stunden in den Kühlschrank stellen.