Mittwoch, 20. September 2017

Noch ist Zucchinizeit: Tagliatelle "Gärtnerin"

Bevor endgütlig der Kürbis in der Küche Einzug hält, kommt nochmals ein leckeren Zucchini-Rezept. Gelernt habe ich bei diesem Rezept, dass man die dünnen Gemüsestreifen "Julienne" nennt. Um die Zucchini-Julienne herzustellen schneidet man die Enden der Zucchini ab. Die Früchte werden der Länge nach in etwa 5 cm lange und etwa 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten. Dann 3 oder 4 Zucchinischeiben aufeinanderlegen und diese in möglichst dünne Streifen schneiden. Das Nudelgericht ist besonders kalorienarm (kein Käse und keine Sahne) und schmeckt fruchtig aromatisch.


Tagliatelle "Gärtnerin"

für 4 Portionen

1 Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
400 g Zucchini
1 EL Olivenöl
500 g passierte Tomaten
6 Zweige Thymian
Pfeffer 
Salz
400 g Tagliatelle 

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen. Zwiebel in dünne Scheiben schneiden, Knoblauch hacken. Zuchcini putzen, waschen und wie oben beschrieben Julienne herstellen.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin kurz andünsten, Knoblauch sowie Zucchinistreifen zu fügen und ebenfalls kurz mitdünsten. Die passierten Tomaten dazugießen. Mit den abgezupften Blättchen von 4 Zweigen Thymian, Pfeffer und Salz würzen.

Die Pfanne mit dem Deckel verschließen und die Tomaten-Zucchini-Sauce etwa 5 Minuten bei schwacher Hitze garen. Die Zucchini sollen noch Biss haben.

Inzwischen die Tagliatelle in reichlich kochendem Salzwasser garen. In ein Sieb abgießen, gut abtropfen lassen und auf die Teller verteilen. Die Sauce gleichmäßig über die Nudeln löffeln. Mit den restlichen Thymianzweigen garnieren und sofort servieren.
 

Samstag, 16. September 2017

Total simpel und saftig: Quarkkuchen

Das Rezept für diesen Quarkkuchen stammt aus Donna Hay's Buch "Modern Classics süß", welches schon seit einigen Jahren in meinem Koch- und Backbuchregal steht. Das Buch habe ich einmal genau studiert, wobei ich mir viele Rezepte gemerkt habe. Auch dieses hier - vor Jahren habe ich den Quarkkuchen einmal zubereitet. Und dann ewig nicht mehr ... neulich fiel er mir ein, da ich meinen Gästen einen Rührkuchen zum Frühstück servieren wollte und noch Quark daheim hatte.

Ich habe den Kuchen mit deutlich weniger Zucker als im Originalrezept zubereitet (Donna Hay's Rezepte sind mir generell zu süß, auch wenn es ja nicht um Rezepte US-amerikanischen handelt, wo das normal ist, sondern australischen Ursprungs). Eine Auflaufform von 18x25 cm habe ich verwendet. Und ich finde das Ergebnis echt super. Im Nu zubereitet und der Kuchen ist eben nicht trocken, sondern schön saftig. Ein wenig wie Käsekuchen, aber nicht richtig, da es keinen extra Teig für den Boden gibt sondern einfach ein Teig gemacht wird.
Backen mit Quark und Buttermilch finde ich generell immer besser, da habe ich in der letzten Zeit einige tolle Rezepte ausprobiert.


Quarkkuchen

250 g Butter
230 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
6 Eier
200 g Quark
400 g Mehl
1,5 TL Backpulver

Die Butter einige Minuten  vor Backbeginn aus dem Kühlschrank holen. Den Ofen auf 160°C (Ober- und Unterhitze vorheizen).
Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Rührgerät schaumig schlagen. Nach und nach die Eier und den Quark hinzufügen. Dann das Mehl und Backpulver unterrühren. Alles in eine Form geben (meine Auflaufform war 18 x 25 cm groß), ich habe sie unten mit Backpapier ausgelegt und an den Seiten eingefettet) und ca. 1 Stunde backen.

Samstag, 9. September 2017

Wie man sich durch Rezepte verewigen kann: am Beispiel von Gougère de Bourgogne - ein pikanter Käsewindbeutel

Eine schöne Sache ist es schon immer, Koch- oder Kuchenrezepte weiterzugeben bzw. zu bekommen.
Meist steckt eine Einladung, ein Fest oder ein Geburtstag im Kollegenkreis dahinter. Mit diesen Rezepten (die man meist erbittet und manchmal werden diese Schätze nicht an jeden weitergegeben)  ist eben eine Situation oder eine Person festgehalten. Besonders kostbar ist so ein Rezept, wenn die betreffende Person nicht mehr lebt. Man kann sich also in Rezepten verewigen.

In diesem Fall ist es Helmut, der sich bei mir durch ein besonderes Rezept verewigt hat. Wir haben vor vielen Jahren zusammen im Volkshochschulkurs Französisch gelernt. Als der Kurs mangels Teilnehmern nicht mehr zustande kam und nur noch der harte Kern der Gruppe übrig war, hat uns Helmut  mitsamt dem Französischlehrer in seinem privaten Wohnzimmer aufgenommen. Da Helmut immer mit seiner Familie auf dem Campingplatz inmitten von Franzosen Urlaub gemacht hat, um den französischen Lebensstil kennenzulernen und seine Französischkenntnisse zu erweitern, hat er dieses köstliche Rezept kennengelernt. Und jedes Mal wenn ich diese köstliche Gougère zubereite, ist mir Helmut nahe. Seine Herzlichkeit und Begeisterung leben weiter...
Ich muss gestehen, daß sich im Zeitalter des PC in dieser Richtung viel verändert hat, was ja auch schön ist. Was damals die handgeschriebenen oder mit Schreibmaschine getippten Rezepte waren, ist jetzt ein Link oder Blog. Ich sehe das positive - es ist alles so viel unkomplizierter!

Für diese Gougère de Bourogne wird ein salziger Brandteig zubereitet. Sie schmeckt pikant, ist mit einem Windbeutel aus Käse zu vergleichen.


Gougère de Bourgogne

für eine Springform mit 24 cm Durchmesser 

300 ml Wasser 
100 g Butter
1 Teelöffel Salz
200 g Mehl
5 Eier
120 g Gruyère
weißer Pfeffer
1 Eigelb

Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, die Butter in den Topf geben und mit Salz würzen. Wenn alles zusammen kocht, den Topf von der Platte nehmen. Das Mehl auf ein Mal in den Topf geben und sehr schnell verrühren. Wenn der Teig trocken ist, nimmt man den Topf von der Platte und füllt den Teig in eine Schüssel um. 

Nun rührt man die Eier nacheinander dazu.

Den Gruyère reiben und 100 g davon unter den Teig mischen. Mit weißem Pfeffer würzen und nun den Teig in einer gefettete Kuchenform gleichmäßig verteilen. 

Mit Eigelb bestreichen und dann mit dem restlichen Käse bestreuen.

Bei 200° C im Backofen 35-45 Minuten backen.

Dieses Rezept passt super für eine Abendeinladung bei einem Glas französischem Rotwein.

Donnerstag, 31. August 2017

Die beste Aprikosenkonfitüre ever

Vor ein paar Wochen bekam ich von einer ehemaligen Nachbarin, die an mich und den durch die Gäste großen Marmeladenbedarf dachte, ein Rezept für eine Aprikosenkonfitüre. Diese kommt angeblich sehr gut an. Es war eine Kopie aus der "Essen&Trinken 2015" eines Artikels mit der Überschrift "Sonne im Glas". Hach, davon kann man ja heute eher träumen... der Sommer scheint vorbei. Aber durch Einnachen kann man sich ja wirklich einen Teil des Sommers und der Sonne konservieren, das ist toll.

In dem Artikel der E&T wird Bachmeier's Marillenkonfitüre als Aprikosenkonfitüre abgewandelt. Als ich den Artikel las, war ich etwas erstaunt. Man soll die Aprikosen in einen Bräter geben und im Ofen backen? Konfitüre in Gläser füllen, mit Schnaps beträufeln und dann anzünden? Da steht wirklich anzünden, nicht mal flambieren oder so...  etwas erstaunt rief ich die Dame an, die mir den Artikel zukommen lies. Sie klärte mich auf, dass sie die Konfitüre auf herkömmliche Art mache: Obst kleinschneiden und mit Zucker und Gewürzen aufkochen. Das hab ich dann so gemacht. Ergebnis: die Konfitüre kommt bei Gästen und mir sehr gut an. Ich meine, den Schnaps herauszuschmecken, aber auch die Gewürze, vor allem die Zitrone und Vanille.


Aprikosenkonfitüre

2 kg Aprikosen
1 kg Gelierzucker
Schale von 1 Bio-Zitrone und Saft von 1/2 Zitrone
2 Zimtstangen
Mark von 3 Vanilleschoten (ich habe 1 TL Vanillepulver genommen)
20 ml Abprikosenschnaps

Die Aprikosen waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Schale der Zitrone abreiben und den Saft auspressen.
Aprikosenstücke, Zucker, Gewürze und Schnaps in einen großen Topf geben. Alles aufkochen und 4 Minuten unter Rühren kochen lassen, dann in mit heißem Wasser ausgeschwenkte Marmeladengläser abfüllen. 

Mittwoch, 23. August 2017

Zucchini als neues Geschmackserlebnis: marokkanischer Zucchinisalat nach Barbara


Also die Zucchini wachsen weiter im Gemüsegarten. Ausbeute: mindestens eine täglich. Ich selbst habe noch lange nicht genug von ihnen, aber etwas Abwechslung bei der Zubereitung ist mir sehr willkommen. Daher bin ich sofort auf Barbara's marokkanisch angehauchten Zucchinisalat angesprungen. Der ist mit Knoblauch und vielen Gewürzen. Und bei den Kräutern die Anleitung "praktisch ein Mal durch den Garten pflücken" finde ich auch sehr reizvoll, da ich die sich so prächtig entwickelnden Kräuter in meinem Gemüsegarten viel zu wenig nutze. Für den Salat pflückte ich aber eine Ladung Basilikum, Schnittlauch, Estragon, Minze und Thymian. Fazit: der Salat mach Zucchini zu einem richtig neuen Geschmackserlebnis. Top!! Danke für die willkommene Inspiration Barbara (mal abgesehen davon machen deine Bilder, Rezepte und Berichte Lust, nach Marokko zu reisen). Hier geht's zum Rezept.