Sonntag, 28. Dezember 2014

Best of 2014

Mittlerweile ist es Tradition, das Jahr an dieser Stelle in Form eines Jahresrückblicks kulinarisch Revue passieren zu lassen. In gewohnter Manier:


Das Geschmackshighlight:
Eindeutig der Avocado-Schoko-Pudding. Ich erinnere mich noch daran, als ich ihn das erste Mal probiert habe. Urteil: Der beste Pudding ever. Auch wenn es kein Pudding im herkömmlichen Sinne ist. Mit Avocado, roh und vegan. Mich hat er aber so begeistert, dass er auch das Dessert des Jahres wurde und ich ihn so ziemlich jedem Gast vorgesetzt habe, der bei mir zum Essen da war.


Die kulinarische Neuentdeckung:
Nicht dass ich Avoados zu Beginn des Jahres nicht schon gekannt hätte, aber im Laufe dieses Jahres habe ich noch ganz viele neue Seiten dieser tollen Frucht kennen gelernt, weshalb die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten der Avocado für mich die größte Neuentdeckung des Jahres darstellen: Neben dem eben gelobten Pudding gab's auch Kuchen und Salatdressing. Und in Form von Brotaufstrich und -füllung sowie Guacamole liebe ich sie sowieso.

Am meisten wiederholt:
Da ich den Avocado-Schoko-Pudding bereits genannt habe und unter dieser Überschrift auch gerne eine richtige Hauptspeise nenne, kommen hier die Reisnudeln mit Mandel-Curry-Sauce nach meiner Yoga-Muße Tara Stiles zum Zuge. Die Reisnudeln (mit denen ich zuvor noch nie selbst gekocht hatte) in Verbindung mit einer Sauce aus Kokosmilch, Mandelbutter, Curry und Paprika haben es mir wirklich angetan, sodass es dieses vegane Pastagericht im vergangenen Jahr öfters als irgendein anderes Hauptgericht gab bei mir.

Die grösste Sauerei in der Küche:
Diese kann eindeutig mit dem Erwerb der Ravioli-Klappform und der Eigenherstellung dieser Pastasorte in Verbindung gebracht werden. Richtig rund ging's vor allem beim Kochen der Basilikum-Ziegenkäse-Ravioli, da neben dem Pastateig und der Füllung auch noch eine Gemüse-Sahne-Sauce gemacht werden muss. Ein Aufwand, der sich aber gelohnt hat - das steht außer Frage.

Grösste Überraschung:
Dass es so einfach geht, wirklich gut schmeckende Schokolade selbst herzustellen, hat mich in Erstaunen versetzt. Hier geht's den Blogbeitrag. Vegan und zuckerfrei ist sie obendrein. Somit gesünder als gekaufte Schokolade und man weiss ganz genau, was drin ist. Dank sei Attila Hildmann und Carla, die das Nachmachen durch ihre eigenen Versuche beschleunigt hat.

Grösste Enttäuschung (kein "best of" ich weiss, sondern ein "worst of"):
Es mag am direkten Vergleich mit der eben beschriebenen, dunklen Schokolade gelegen haben, aber von der selbstgemachten, weißen Schokolade war ich enttäuscht. Nicht, dass sie irgendwie ungenießbar oder schlecht war, aber eben im Vergleich mit gekaufter (guter) weißer Schokolade und vor allem mit der selbstgemachten dunklen. Aber in richtige Schokolade gehört ja eh Kakaopulver. Und die passende Lebensweisheit: Direkte Vergleiche machen unglücklich und hohe Erwartungen können nur enttäuscht werden :-)

Das schönste Foto:
Die Entscheidung fiel mir schwer zwischen dem sommerlichen Tomatensalat und dem Cheesecake. Aber die süßen Versuchungen sind schwer zu toppen (auch direkt nach den Weihnachtsfeiertagen sage ich das noch), daher:


Das schlimmste Foto:
Auch wenn ich bei der Auswahl der Bilder im Vergleich zu vor ein paar Jahren sehr viel pingeliger geworden bin und die Qualität der publizierten Bilder besser geworden ist, nicht alle Bilder sind wirklich toll. Und so manches immer noch schlimm, wie dieses hier. Ich hoffe, dass das Bild nicht so kontraproduktiv aufgenommen wurde, dass ich das eigentliche Ziel nicht verfehlt habe, Werbung für die tollen Wintergemüsesorten Chicorée und Maronen zu machen.

Hat die meisten Nerven gekostet:
Es gibt da so ein paar Kandidaten wie der Pizzateig und Kartoffelgratin, bei denen ich "mein" perfektes Rezept noch nicht ausfindig machen konnte, obwohl ich mich auch im Jahr 2014 mehrfach daran versucht habe.

Der grösste Lerneffekt:
Viel mitgenommen habe ich bei meinem Experiment,
Schokomuffins in vier verschiedenen Teigkombinationen zu backen. Welche Variante im Direktvergleich am besten abgeschnitten hat, könnt ihr hier nachlesen.


Am beliebtesten bei anderen:
Die beliebtesten im Jahr 2014 veröffentlichten Rezepte bei euch sind:
Salat mit Süßkartoffeln und Kichererbsen 

Zudem habe ich dieses Jahr zwei Kulinarische Rätsel mit Gewinnspiel hier aufgeschaltet, was großen Spaß gemacht hat. An ein paar wenigen Blogevents habe ich auch teilgenommen, immerhin. Ich hoffe, daran in 2015 anschließen zu können. Zu meinen Vorhaben für das kommende Jahr werde ich in einem separaten Beitrag berichten. Dieser Rückblick ist ja schon lange genug. Ausblick folgt also. 

Sonntag, 21. Dezember 2014

Lebkuchen: -herzen, -sterne-, -engel, -bäume

Die Weihnachtsstimmung und Backlaune hält an in meinem Hause, weshalb ich auch dieses Wochenende fleißig gebacken und Geschenke verpackt habe. Darunter unter anderem Plätzchentüten mit Lebkuchen. Da ich von der letztwöchigen Backaktion noch einiges an Margarine im Kühlschrank hatte, war ich auf der Suche nach einem Rezept mit Verwendung dafür und bin anstatt beim klassischen Ausstechplätzchenteig bei Donna Hay's Lebkuchenteig gelandet. Der besteht anstatt weißen Zucker aus braunem Zucker sowie Zuckerrübensirup (bei mir Ahornsirup). Das sorgt für einen wunderbar karamelligen Geschmack. Zudem wird an Gewürzen viel Ingwer verwendet. Deshalb heißen die Plätzchen im Original auch "Gingerbread Men". Da ich in meiner reichhaltigen Ausstechformen-Sammlung so ziemlich alles AUSSER Männchen finden konnte, gab's bei mir eben Engel, Sterne, Tannenbäume und Herzen.


Zunächst erschien mir der Teig relativ klebrig, das Ausrollen und Ausstechen hat mit ein wenig Mehl aber bestens geklappt. Eigentlch wollte ich die Plätzchen ja so richtig schön mit filiganen Mustern verzieren (ungefähr wie hier), was ich dann aber in Ermangelung eines Spritzbeutels, sowie genug Feinmotorik und Geduld bald aufgegeben habe. Das wird wohl ein Projekt für das nächste Jahr werden, denn der Teig ist echt gut.


Das Rezept unten ist meine Abwandlung von Donna Hay's Rezept aus dem Backbuch "Modern Classics Süß".


Lebkuchen

Zutaten für den Teig:
125  weiche Margarine (oder Butter)
80 g Rohrzucker
190 g Ahornsirup
340 g Mehl
2 TL gemahlener Ingwer
1 TL Lebkuchengewürz
1 Prise Salz
1 TL Natron

Zutaten für die Glasur:
Puderzucker
Zitronensaft

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Die restlichen Zutaten für den Teig hinzugeben und alles gut verrühren. Den Teig in Frischhaltefolie eingewickelt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Anschließend auf einer bemehlten Arbeitsfläche 3-4mm dick ausrollen. Die gewünschten Plätzchenformen ausstechen. Alles bei 180°C (Ober- und Unterhitze) ca. 8-10 Minuten backen (evtl. auch etwas kürzer, je nach Dicke der Plätzchen). Die Plätzchen nach Belieben mit einer Glasur aus Puderzucker und Zitronensaft dekorieren.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Marzipan-Cranberry-Stückchen

Trotz des üblichen Vorweihnachtsstresses und sonstigen Bürden (viel los bei der Arbeit, Umzugsvorbereitungen) bin ich gerade so richtig in Backlaune und nehme mir sehr gerne Zeit zum Plätzchen backen. Und ich freu mich auch richtig, dass ich auch heute gebacken habe. Denn ...


Dazu kam es heute insbesondere, da ich zur Teilnahme an der Challenge "Green Christmas mit Alpro" eingeladen wurde. Dies geht mit einem eigens kreierten, rein pflanzlichen Weihnachtsrezept einher. Da vegan backen bei mir bekanntlich bereits ein Thema ist (sofern nicht bekannt: hier entlang), konnte ich es nicht lassen, die Herausforderung anzunehmen, und ein veganes Plätzchenrezept zu backen. Trotz einer etwas knappen Deadline, die nämlich morgen ist. Aber nach dem heutigen Backen meine ich, dass ich mir ein präsentables Rezept zurechtgelegt habe in der letzten Woche.


Und zwar habe ich mir in Anlehung an die klassischen Quarkstollen bzw. Konfekte meine eigene Version gebastelt. Mit meiner Lieblingstrockenfrucht, den Cranberries. Dazu ein intensiver Mandelgeschmack, zuallererst durch viel Marzipan, aber auch durch den Alpro-Mandeldrink (von dem ausgehend ich ja auf das Rezept gekommen bin) und etwas gemahlene Mandeln. Bei dem Rezept (im Gegensatz zum bereits ausprobierten Kuchen) fehlt das Ei überhaupt nicht und dank einer rein pflanzlichen Margarine bleibt alles vegan. Eine dezente Kardamom-Note sollte auch noch drin sein, die sehr gut zum Zitronenaroma passt. Dekoriert habe ich die kleinen Plätzchen mit einer Zitronenglasur. Die Herstellung hat mich übrigens stark an die von den Ricotta-Gnocchi erinnert, nur das der Teig etwas besser zu handhaben ist.


Marzipan-Cranberry-Stückchen

75 g Margarine
50 g Zucker
250 g Mehl
1 Messerspitze Salz
10 g Hefe
1/2 TL Kardamom
50 g gemahlene Mandeln
Schale von 1/2 Bio-Zitrone (der Saft wird für die Glasur benötigt)
100 g Marzipan
150 g Cranberries
Puderzucker
Saft von 1/2 Zitrone

Die Margarine und Mandelmilch mit dem Zucker zusammen bei sehr niedriger Temperatur in einem Topf erwärmen, bis die Margarine geschmolzen und die Flüssigkeit lauwarm ist (nicht wärmer, das tut der Hefe nicht mehr gut). Die Hefe einrühren. In einer Schüssel Mehl, Salz ud Kardamom vermischen. Die trockenen Zutaten zusammen mit der flüssigen Mischung zu einem glatten Hefeteig verkneten. Diesen anschließend mit einem Geschirrtuch abgedeckt 45 Minuten an einer warmen Stelle gehen lassen.
Die Zitronenschale abreiben und das Marzipan in Stücke schneiden. Den Ofen nach der Gehzeit des Teiges auf 175°C (Ober- und Unterhitze vorheizen). Nun noch die gemahlenen Mandeln, die Zitronenschale, das Marzipan und die Cranberries unter den Teig mischen und gut durchkneten. Je ca. 1/6 des Teiges nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer 2-3 cm dicken Rolle formen. Diese dann mit einem Messer in ungefähr 6 Stücke schneiden. Die Teigstücke auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech platzieren (mit etwas Abstand, da die Plätzchen beim Backen aufgehen). Alles für 15-20 Minuten backen (bei mir genau 17 Minuten).
Wenn die Konfektstückchen ausgekühlt sind, kann noch etwas Glasur aus Puderzucker und Zitronensaft mit einem Löffel über jedes Plätzchen gegeben werden.

Montag, 8. Dezember 2014

Weihnachtsbäckerei 2014 zum Ersten: Spitzbuben für die Kollegen

Das beste Mittel, um in Weihnachtsstimmung zu kommen ist für mich immer noch das Backen von Plätzchen, während ich mich mit Weihnachtsliedern auf voller Lautstärke zudröhne. Weihnachtsmarktbesuche und Schneewanderungen sind natürlich auch nicht schlecht, wobei ich ersteres auch bereits durchführen konnte. Plätzchen backen  war am vergangenen Sonntag aber auf jeden Fall fest eingeplant.


Bei der Rezeptauswahl ging ich nach den folgenden Kriterien vor:
1. was Neues  bzw. schon lang nicht mehr Gebackes
2. was im Ofen Gebackenes (wo die vorgemerkten Punschwürfel rausfielen, die man gar nicht Backen musste) ... das auch schön duftet
3. was "Ausgestochenes", also Plätzchen im Klassischen Sinne.

Dabei erinnerte ich mich, dass ich doch noch ein Rezept für Spitzbuben in meinem Studenten-WG-Kochbuch habe, dass ich auch seit der WG-Zeit nicht mehr gebacken habe. Die Spitzbuben waren eine sehr gute Wahl. Ganz einfach sind sie ja nicht in der Herstellung, denn das Ausstechen der Kreise mit Loch in der Mitte erfordert doch ein Wenig Feinmotorik und Geduld (hatte ich etwas unterschätzt). Aber auch wenn es effizientere Kekssorten zum Backen gibt, wenn man mit Muße an die Sache herangeht, macht das Ganze Spaß und im Ergebnis wird man mit wunderhübschen Plätzchen belohnt. Und lecker sind sie auch, wie mir all meine Kollegen heute bestätigt haben (ich hab die Plätzchendose neben meinem Schreibtisch bei der Arbeit aufgestellt und so viel Lob von allen Probierenden bekommen, dass es mir wie beim Zupfkuchen schon wieder fast unangenehm war ;-)).


Spitzbuben

250 g Butter
150 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
350 g Mehl
125 g Mandeln
100 g Himbeergelee (oder Johannisbeergelee)
etwas Puderzucker

Die (bereits zimmerwarme) Butter mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Mehl und Mandeln hinzufügen und alles zu einem homogenen Teig verkneten (mit den Knethaken vom Rührgerät oder von Hand). Den Teig für ca. 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.

Anschließend den Teig ausrollen (nicht zu dünn, ca. 3mm dick). Die gewünschte Plätzchenform ausstechen (je ein Mal für den Boden und für den oberen Teil mit Loch in der Mitte).

Die Plätzchen bei 180°C (Ober- und Unterhitze) für 10 Minuten backen. Anschließend vollständig auskühlen lassen.

Dann das Himbeergelee in einem Topf erhitzen. Währenddessen die oberen Teile der Plätzchen mit Puderzucker betreuen. Je 1 TL Gelee auf ein Bodenstück geben und ein "Oberteil" darauf setzen.

Samstag, 6. Dezember 2014

Nochmal eine Porridge-Idee ... mit Amaranth

Porridge schätze ich ja bekanntlich als wärmendes Frühstück zur kalten Jahreszeit. Egal ob klassisch mit Haferflocken (im Form von Zutatenkombinationen, die wiederum als mehr oder weniger klassisch angesehen werden können), mit Quinoa, oder seit Neuestem auch mit dem Quinoa ähnelnden Pseudogetreide Amaranth. Geschmacklich würde ich Amaranth wie Quinoa beschreiben, äußerlich als Quinoakörner im Miniformat.

Auf die Amaranth-Porridge-Idee bin ich beim Blättern in einem von Attila Hildmann's Kochbüchern gestoßen. Dort wird es mit veganer Milch (bei mir Sojamilch) zubereitet, mit Reissirup gesüßt (bei mir Ahornsirup), mit Beeren serviert (bei mir mit saisonaleren Birnenstücke) und mit Mandelmus verfeinert (das hab ich mich zur Abwechslung mal genau an die Vorlage gehalten). Das Rezept steht auch hier. Für die Zubereitung braucht man etwas mehr Geduld als bei Porridge mit Haferflocken oder Quinoa, aber es lohnt sich durchaus, das mal zu versuchen. Diese Art der Abwechslung ist mir immer sehr willkommen.


Ach ja, und da bereits Adventszeit ist habe ich unter Nutzung eines Großteils des Inhalts meines Gewürzregals selbst Lebkuchengewürz hergestellt und das Porridge großzügig damit gewürzt. Ein kulinarischer Vorgeschmack auf Weihnachten also, bevor ich dieses Wochenende mit dem Plätzchenbacken loslege.

Samstag, 29. November 2014

Mango-Limetten-Dressing

Ich recycle zugegebenenmaßen derzeit das ein oder andere alte Rezept von meinem Blog und mache einen neuen Beitrag daraus. Das liegt daran, dass ich selbst gerne in meiner persönlichen, durch das Bloggen entstandenen Rezeptesammlung stöbere und so auf Dinge stoße, von denen ich beim ersten Ausprobieren sehr begeistert war und die es ewig nicht gab. So verhielt es sich auch mit folgendem Kichererbsensalat vom Blog my new roots. Den habe ich mir diese Woche als Mittagessen für's Büro vorbereitet. Der Clou bei diesem Salat, daran habe ich mich beim Stöbern sofort wieder erinnert, war das Dressing aus Mangofleisch und mit Limettensaft. Dieses eignet sich auch für alle fruchtigen Salate, egal ob mit oder ohne Kichererbsen. Warum nicht auch beim Salatdressing kreativ werden (siehe auch das neulich entdeckte Avocadodressing) und durch Obst für eine extraportion Vitamine im Dressing neben dem eigentlichen Salatinhalt sorgen?


Mango-Limetten-Dressing

für 2 große Portionen

1 Mango
Saft von 1 Limette
1 EL Olivenöl
Salz 
Pfeffer
1 Prise Cayennepfeffer

Die Mango waschen, schälen und das Fleisch würfeln. Die Mangostücke mit dem Limettensaft und Öl pürieren. Das Dressing mit Salz und (Cayenne-)pfeffer abschmecken.

Mittwoch, 26. November 2014

Neues Wintergemüse entdeckt: Chicorée und Maroni

Zuallererst bitte ich euch, das Foto bei Nacht in der Küche zu entschuldigen. Das Gericht ist so abgelichtet wirklich keine Augenweige. Aber immerhin, damit habe ich für den diesjährigen Jahresrückblick auch schon einen Favoriten die Kategorie"hässlichste Foto" ;-)

Nun aber zum neu entdeckten Wintergemüse: das Foto ist also der beste Beweis, dass ich die Maroni mit Chicorée und Orangen zu einer sehr passenden Zeit gegessen habe. Abends als leichtes, gemüsebasiertes Abendessen und in der Chicorée- und Maroni-Saison. Nachdem mir eine Freundin neulich ein paar eigen gesammelte Maroni überlassen hat und die beim Backen so lecker geduftet haben, dass ich sie sofort und pur gegessen habe, bin ich gleich auf das nächste Rezept mit Esskastanien angesprungen, das mir unter gekommen ist: dieses habe ich beim Blättern im GU-Büchlein "Wintergemüse" entdeckt. Bei den Küchengöttern ist es aber auch hier zu finden.

Die süßlichen Maroni und Orangen harmonieren wunderbar mit dem leicht bitteren Chicorée. Der gebratene Chicorée schmeckt sehr aromatisch, wobei die Butter sicher hilft. Un der Weißwein verfeinert den Geschmack zudem, und der Thymian passt auch exzellent. Also alles bestens in dieser Form des puren Wintergemüses.


Wo wir beim auf diesem Blog beliebten Thema Gemüse sind ... neulich wurde ich von der Bloggerin Lisa angeschrieben, die mir ihren Veggie-Guide vorgestellt hat. Und zwar handelt es sich bei dem Online-Guide um einen Restaurantführer für vegetarische und vegane Adressen in bestimmten Großstädten. Es gibt ihn bereits für London, Berlin und Paris. Finde ich eine super Idee. Abgesehen davon setze ich mich ja gerne für die Ausweitung des Angebots an vegetarischer Küche ein (was meiner Meinung ja der Normalfall sein sollte und Fleisch die Ausnahme ... der gesellschaftliche Konsens sieht aber anders aus).  Deshalb will ich euch den Veggie-Guide nicht vorenthalten:
Hier entlang, bitte, für den vegetarischen und veganen Gourmet-Reiseführer!
Veganer und vegetarischer Gourmet-Reiseführe
Veganer und vegetarischer Gourmet-Reiseführer
Für meine nächste Reise in eine der Großstädte (Berlin, nehme ich an ..) werde ich den Reiseführer auf jeden Fall nutzen. Und liebe Lisa, solltet ihr mal Tipps für Zürich suchen, so gebe ich da gerne meinen Input!

Montag, 24. November 2014

Ein heißer Tipp: Ziegenkäse gratinieren

Geschmolzener Käse, insbesondere Ziegenkäse, würde ich als eines meiner Spezialgebiete bezeichnen (zum richtigen Braten eines Steaks ist es ja nie gekommen und wird es auch nicht mehr ;-)). Deshalb wird der vor Urzeiten hier verlinkte Salat auch nach wie vor dem Prädikat Lieblingssalat gererecht. Sehr diplomatisch habe ich ihn damals als "einen" Lieblingssalat betitelt, sodass ich auch noch für andere Salate schwärmen kann. Der besagte Salat beinhaltet neben Avocado, Birnen und Rosinen eben auch überbackenen Ziegenkäse.


Bisher hatte ich beim Überbacken immer das Problem, dass mir der Käse zerschmolzen ist und der Transport vom Backblech auf das Teller fast nicht ohne Verluste möglich war. In einem Restaurant habe ich aber mal gesehen, dass der Käse einfach auf einer Apfelscheibe serviert (und ich nehme an, davor auch überbacken) wurde. Klasse Sache, hab ich letzte Woche ausprobiert. Je eine Scheibe Ziegenkäse von der Rolle auf ein Stück Birne. Und in den Ofen damit. Und ohne Probleme auf den Teller. Super Sache. Wollte ich mal mitteilen .... vielleicht ist der ein oder andere noch nicht darauf gekommen (oder handelt es sich hier um einen allgemein bekannten Tipp und ich bin als eine der Letzten darauf gekommen?). Natürlich geht das auch auf einer Scheibe Brot.

Samstag, 22. November 2014

Der letzte Kürbis-Post für diese Saison: Pasta mit Kürbissauce

Noch ein letzter Beitrag zum Thema Kürbis sei mir erlaubt dieses Jahr. Und für alle, die Kürbis nicht so gerne mögen wie ich: ich versichere, das ist wirklich der letzte Post in dieser Saison ;-)

Ein Rezept für Pasta mit einer Kürbissauce fehlte mir aber bisher noch in meiner Rezeptesammlung. Also wirklich nichts Komplizierter, einfach eine leckere Sauce aus Kürbis sollte es sein. Bei meinen Recherchen bin ich auf folgendes Rezept bei chefkoch gestoßen. Der Weißwein als Zutat hat mir gefallen (und beim Nachkochen fand ich das Aroma auch sehr passend), zudem ein wenig Parmesan und der Thymian. Und durch Crème fraîche wird die Sauce auch so richtig schön sähmig. Vom Kürbisfleisch habe ich übrigens 2/3 püriert und 1/3 in Stücken gelassen. Zum Rezept kann ich nur sagen: Treffer, damit habe ich meine Kürbissauce zur Pasta. Damit wäre das Thema abgehakt. Und ich freu mich einfach auf die nächste Kürbissaison, während ich jetzt andere Wintergemüsesorten auf den Speiseplan setze.

Samstag, 15. November 2014

Vegan backen?

Vegane Ernährung finde ich ja ein sehr interessantes Thema. Zunächst von der theoretischen Seite her, in Bezug auf die Stichworte Nachhaltigkeit, Tierethik .Ein paar Praxisversuche für vegane Wochen habe ich auch schon gestartet, allerdings immer maximal eine Woche durchgehalten. Zu kurz, um daraus Schlüsse zu ziehen, ob sich diese Ernährungsweise positiv auf mein Wohlbefinden und steigernd auf meine sportlichen Leistungen auswirkt (negativ bisher nicht). Jedenfalls habe ich aktuell (umtriebige Lebensphase) keinen Nerv für ein erneutes Experiment, und dann kommt auch schon die Weihnachtszeit - was so viel heisst, dass der Test vegane Ernährung für mindestens zwei Wochen am Stück wohl ein Vorsatz für's neue Jahr werden wird.


Während meiner letzten veganen Woche habe ich jedoch einen ersten Backversuch gestartet. Da ich gelesen habe, dass Bananen wunderbar als Bindemittel fungieren und Eier im Kuchen daher überhaupt nicht nötig seien, gab es Bananenkuchen. Mit vielen Schokostreuseln. Und zwar diesen da
vom Blog buntes veganes Leben. Der Kuchen war sehr lecker, und das fand auch mein Besuch. Allerdings waren wir uns auch einig, dass die Konsistenz sich doch von einem "normalen" Rührkuchen mit Eiern im Teig unterscheidet. Der Kuchen war nämlich sehr fest, während nicht-vegane Kuchen einen sehr viel "fluffigeren" Teig haben können.

Deshalb interessiert mich nun:  Was sind eure Erfahrungen zum Thema vegan backen?

Mittwoch, 12. November 2014

Kürbissuppe alternativ

Da Kürbis an sich ja schon sehr aromatisch schmeckt macht er auch in einer Kürbissuppe schon was her, die lediglich aus Kürbis sowie etwas Sahne und Gemüsebrühe besteht. Genauer gesagt kommt der Geschmack so sehr intensiv durch, weshalb ich lange Zeit nicht mit verschiedenen Varianten von Kürbissuppen experimentiert habe. Diesen Herbst habe ich bei einer Einladung bei meinen Nachbarn aber eine sehr leckere mediterrane Kürbissuppe vorgesetzt bekommen, die so gut war, dass ich sie daheim gleich öfter nachgemacht habe. Und das Rezept will ich euch auch nicht vorenthalten: hier lang. Dadurch dass der Kürbis zusammen mit Tomaten und Rosmarin im Ofen vorgebacken wird, bekommt man durch den Duft des gebackenen Gemüses einen sehr guten Vorgeschmack auf das Suppenerlebnis. Und die Oliven und der Parmesan als Garnitur ergänzen die fertige Suppe sehr schön.


So macht sich die Suppe als Vorspeise wie auch als Hauptspeise mit Salat und Brot äußerst gut.

Samstag, 8. November 2014

Klassiker: russischer Zupfkuchen


Im Rahmen einer Spendenaktion bei der Arbeit konnten sich die Mitarbeiter dazu bereit erklären, einen Kuchen zu backen (Ziel: jeden Tag im November einen Kuchen). Ehrensache, dass ich da mitmache, da ich ja auch sonst keine Gelegenheit auslasse, einen Kuchen zu backen. Und da ich sofort zugesagt habe, wurde ich auch gleich am übernächsten Tag als Bäckerin eingeteilt. Ich habe mich für einen russischen Zupfkuchen entschieden. Der ist nämlich einer meiner absoluten Lieblingskuchen. Schmeckt immer schön saftig und ist schnell zubereitet. Und ich finde ihn interessanter und hübscher als normalen Käsekuchen mit Quark.(amerikanischer Cheesecake ist nochmal was anderes...). Das Rezept ist eines meiner Standardrezepte für Kuchen, mehrfach erprobt. Ich habe es von chefkoch. Ich verwende lediglich 50g weniger normalen Zucker. Dafür aber 2 Päckchen Vanillezucker. Und anstatt dem Vanille-Puddingpulver nehme ich 40g Stärke.


Jetzt habe ich diesen Kuchen schon so oft gebacken, und immer noch kein würdiges Bild machen können (das Problem war in diesem Fall nicht die saisonal bedingte frühe Dunkelheit, die jedem Blogger ein Dorn im Auge ist. Nein, vielmehr wurde es am vergangenen Mittwoch gar nicht richtig hell...). Dennoch ist es Zeit, diesem Kuchen einen echten Beitrag zu widmen. Und das wäre hiermit getan.


Für den Kuchen habe ich bei der Arbeit einige Komplimente eingesammelt. War mir schon fast unangenehm. Lecker ist er ja wirklich, aber ich schiebe die Begeisterung auch ein wenig darauf, dass ich den richtigen Zeitpunkt erwischt habe, da ich die erste Kuchenbäckerin war. Wahrscheinlich wird die Begeisterung der Belegschaft über den täglichen Kuchen Ende November ein wenig geschrumpft sein ;-)


Sonntag, 2. November 2014

Topinambur und Knollensellerie verwertet: im Gratin

 

 In einer Zeitschrift habe ich ein herbstliches Rezept für ein Gratin mit Gemüse entdeckt. Besonders gefallen hat mir daran das Gemüsepüree aus Topinambur und Knollensellerie, welches die Basis bildet. Das sind nämlich Gemüsesorten, die ich nicht so oft verwende, weil ich nicht gerade viele Rezepte für sie parat habe. Und das ist schade, vor allem, was den Topinambur angeht, welcher sehr gesund (u,a, eisenreich) ist. Zusammen mit ein paar Pilzen und mit einer würzigen Käsesorte überbacken ist das Ergebnis ein richtig leckeres, saisonal herbstliches Gratin. Und (oh wunder ... der Kürbisliebhaber glaubt es kaum), das geht sogar auch ohne Kürbis ;-)



Gratin mit Herbstgemüse

für 2 Personen

300 g Topinambur
300 g Knollensellerie
200 g Champignons
1 Zwiebel
2 EL Butter (plus etwas für die Form)
100 ml Milch
10 Salbeiblätter
Cayennepfeffer
Muskat
Salz
Pfeffer
30 g würziger Käse (z.B. Alpkäse, Gruyère)

Topinambur und Sellerie waschen, schälen und in Stücke schneiden. In einem Topf etwas Wasser zum Kochen bringen und das Gemüse 20 Minuten darin garen. Das Wasser anschliessend abgiessen. Die Milch erwärmen. Milch, 1 EL Butter (die 1. Hälfte der benötigten Gesamtmenge) und die Gemüsestücke pürieren, mit Muskat, Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer würzen. Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die Champignons zeitgleich waschen und längs in Scheiben schneiden. Die Zwiebel waschen, schälen und fein hacken. In einer Pfanne 1 EL Butter (die 2. Hälfte) erhitzen, und die Zwiebel 2 Minuten darin anbraten. Die Pilze und den Salbei hinzufügen und für weitere 3 Minuten scharf anbraten, leicht pfeffern und salzen. Den Käse reiben.

In eine gefettete Auflaufform zunächst die Hälfte des Gemüsepürees geben, dann die Pilze und nun die zweite Hälfte des Gemüsepürees. Mit dem Käse bestreuen und alles im Ofen ca. 15 Minuten backen.


Sonntag, 26. Oktober 2014

Vollkornpenne mit Herbstgemüse-Sahne-Sauce

Jedes Jahr auf's Neue kommt es auf diesem Blog im Herbst zu solch einer Flut an Kürbisrezepten, dass kürbisfreie Rezepte zur Ausnahme werden. Das ist jetzt das dritte Rezept in Folge, und bei mir steht auch schon der nächste Kürbis zum Ausprobieren von weiteren Rezepten bereit. Tut mir leid, wenn ein Leser keinen Kürbis mag. Ich kopensiere das zudem, indem ich Kürbismengen für 2 Leute esse ;-)


Neulich gab's eine Variante der Vollkornpenne mit Gemüse-Sahne-Sauce. Das Rezept habe ich ja aus einem veganen Kochbuch, und mir haben neben der Verwendung von Hefeflocken, deren Geschmack ich echt super finde, auch das Kochen der Sauce mit Weisswein überzeugt, sowie der dekorative Effekt der Lavendelblüten. Mit Variante der Penne meine ich, dass ich das Gemüse variiert habe und 200 g Champignons, 400 g Kürbiswürfel und 1 gelbe Paprika in Streifen verwendet habe. Auch sehr lecker, wenn man Kürbis mag. Sonst bleibt alles gleich wie im oben verlinkten Grundrezept.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Was sich hinter KaKoKü verbirgt

Auf diesen Brotaufstrich bin ich beim Durchblättern von einem von Attila Hildmann's Kochbüchern gestoßen. Der Titel klingt doch mal anders, oder? Bei mir hat's ne Weile gedauert, bis der Groschen gefallen ist, wie es zu dem Rezepttitel kommt. Aber lest euch mal die Zutatenliste durch, dann sollte es eigentlich klar werden, woher das KaKoKü rührt.


Ein feiner saisonaler Brotaufstrich, den ich in einem Abwasch mit dem gebackenen Butternut-Kürbis zubereitet habe. Für den Brotaufstrich habe ich allerdings einen Hokkaido-Kürbis genommen. Im direkten Vergleich muss ich sagen, dass der beim Backen viel knuspriger wird (da weniger wässrig), weshalb er mein Favorit bleibt. Unten mein marginal abgewandeltes Rezept.


KaKoKü

250 g Kürbisfleisch (Nettogewicht)
250 g Karotten (Nettogewicht)
1 El Olivenöl
20 g Kokosflocken
1/2 TL Kardamom
1 EL Leinöl
Fleur de Sel

Kürbis in kleine Stücke schneiden, die Karotten ebenfalls in dünne Ringe schneiden. Das Gemüse mit dem Öl vermengen und bei 180°C (Ober- und Unterhitze) für 20-25 Minuten im Ofen backen. Danach etwas auskühlen lassen. Mit einem Messer grob zerhacken, Kokosflocken, Kardamom und Leinöl unter die Masse mengen und mit dem Salz würzen.

Freitag, 17. Oktober 2014

Butternut-Kürbis mit Rosinen-Quinoa und Chili-Mandeln nachgemacht

Als ich noch Studentin war, da war an daheim vor dem Schreibtisch verbrachten Lerntagen das Kochen das Highlight des Tages. Ich erinnere mich wieder sehr genau daran, da ich nun auch wieder ein wenig am Lernen bin. Heute war so ein Lerntag (zumindest bis 16 Uhr), an dem ich mich mittags bekocht habe. Das Essen in diesem Fall sollte natürlich gesund sein und nicht so schwer, dass man auch am Nachmittag noch gut denken kann. Und zu lange dauern sollte das Kochen auch nicht, denn das würde dann schon wieder in die Kategorie Ablenkung vom Lernen fallen ;-) Wie schwer es ist, sich für ein paar Stunden an den Schreibtisch zu setzen und sich nicht ablenken zu lassen, das merke ich gerade auch wieder, aber das ist ein anderes Thema.


Auf dem Speiseplan stand heute Mittag ein Gericht mit nicht gerade selten auf diesem Blog auftauchenden Zutaten: Kürbis und Quinoa. Und wenn man den Titel des Gerichtes ganz liest, ist eigentlich schon alles verraten: Butternut-Kürbis mit Rosinen-Quinoa und Chili-Mandeln. Zumindest zu den Zutaten. Der Geschmack ist vortrefflich. Herbstlich. Süßlich durch den Kürbis, die Rosinen und etwas Ahornsirup. Und Quinoa ist ja bekanntlich sehr vielseitig einsetzbar - hier sorgt es zusammen mit den Mandeln für eine sehr passende nussige Note.


Das Rezept gibt's auf BeVegt, meine Anlaufstelle für sämtliche Laufthemen mit leckeren veganen Gerichten, weshalb ich die Seite auch nicht zum ersten Mal verlinke.


Und dass es sich so richtig lohnt, den Backofen anzuschmeißen, habe ich zusammen mit dem Butternut-Kürbis gleich noch einen Hokkaido-Kürbis für ein anderes Gericht sowie für Kürbispüree für Kürbis-Porridge mitgebacken. Mehr dazu im nächsten Beitrag. 

Samstag, 11. Oktober 2014

Farbenfroh: gemischter Salat mit Avocadodressing

Ich esse oft Salat. Ich esse oft Avocados. Ich esse Avocadostücke oft als Beigabe im Salat. Ich habe aber auch schon Salat mit Avocadosauce nebendran gegessen. Auf die Idee, die Avocado ganz offiziell als Salatdressing zu deklarieren, bin ich aber nie gekommen. Darauf musste ich erst auf Petronella Petersilie's Blog aufmerksam gemacht werden.


Für das Dressing habe ich einfach eine Avocado zusammen mit dem Saft einer halben Zitrone püriert und mit Salz und Pfeffer gewürzt. In dieser Form werden die gesunden Fette der Avocado mit der Säure der Zitrone kombiniert - die perfekten Substitute für Öl und Essig also. Erst hatte ich mir überlegt, noch ein wenig Balsamico, Sahne oder Senf hinzuzufügen. Dann habe ich es aber gelassen, da das Dressing bereits so fein und so natürlich lecker geschmeckt hat. Ich habe zum Schluss nur noch eine ganz fein gewürfelte Schalotte und etwas gehackte Petersilie unter das Dressing gemischt. Kann man alternativ aber auch einfach über den Salatteller streuen.

Die ganze Avocado hat bei mir für 2 Portionen (=grosse Salatteller, die auch satt machen) gereicht.


Eine ganz, ganz tolle Idee! Vielen Dank für die Inspiration, Petra!

Dienstag, 7. Oktober 2014

Dauerbrenner: der spanische Apfelkuchen


Durch die Apfelbäume, derzeit voll und schwer durch eine Vielzahl an gereiften Äpfeln, von denen jeder einzelne eine Pracht ist (zum Beispiel im Bodenseegebiet wie in den Bildern unten), wurde ich daran erinnert, mein Lieblingsobst zu einem meiner Lieblingskuchen zu verbacken: dem spanischen Apfelkuchen. Vorgestellt habe ich das Rezept hier schon zu Beginn meiner Zeit als Bloggerin - da es zu diesem Zeitpunkt aber nur ca. fünf Mal angeklickt wurde, präsentiere ich es heute einfach nochmals. Was genau spanisch an dem Kuchen ist, habe ich immer noch nicht rausgefunden. Aber als Rührkuchen mit dezenten Gewürzen, saftig durch viel Apflstücke, ist und bleibt es einer meiner Favoriten.


Spanischer Apfelkuchen

für eine Springform mit 24 cm Durchmesser

ca. 700 g Äpfel
3 El Rum
2 EL Zucker 
200 g Zucker
200 g Butter
4 Eier
200 g Mehl
1 TL Backpulver
125 g gemahlene Mandeln
1 Päckchen Vanillezucker
2 EL Kakao
1 TL Zimt
Saft einer halben Zitrone
ca. 70 g Puderzucker oder mehr
1 Hand voll Mandelstifte

Die Äpfel waschen, schälen und in feine Stücke schneiden. Die Apfelstückchen mit dem Rum und 2 EL Zucker vermischen und ziehen lassen. 45 Minuten später kann mit der Herstellung des Teiges begonnen werden. Zunächst den Backofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. In einer Schüssel Butter und Zucker gut verrühren. Die Eier hinzufügen und alles schaumig rühren. Das Mehl und das Backpulver im Anschluss einsieben, alles zu einem Teig vermengen. In einem letzten Schritt die gemahlenen Mandeln, den Vanillezucker, den Kakao und das Zimt hinzufügen, nochmal alles gut rühren. Die Äpfel dazumischen und dann den Teig in eine gefettete Springform geben. Den Kuchen ca. eine Stunde backen. Wenn der Kuchen abgekühlt ist, aus dem Zitronensaft und Puderzucker eine dickflüssige Glasur herstellen und auf dem Kuchen verteilen. Gleich im Anschluss die Mandelstifte darüber streuen.


Man kann den Kuchen übrigens auch in einer kleinen Springform mit 20 cm Durchmesser backen, dann mit der Hälfte der Zutaten.


Montag, 29. September 2014

Ähtiopisches Linsengericht

Jetzt bin ich schon so lange am Bloggen (über 3 Jahre), dass sich meine Lebenssituation und entsprechend auch die Bedürfnisse in Bezug auf Essen im Laufe der Zeit öfters geändert haben. Und das spiegelt sich natürlich auch in meinem Speiseplan wider, worüber auch die hier verbloggten Rezepte Einiges aussagen. Es ist insbesondere für mich selbst interessant, wenn ich in der Historie meines Blogs stöbere und was ich so gekocht habe (von manch einem Rezept wäre ich heute auch nicht mehr so begeistert wie damals, wie zum Beispiel die Spaghetti Camemberto). Als ich mit meinem Blog begann, schrieb ich gerade meine Diplomarbeit, ich war also viel zu Hause, und habe für mich selbst gekocht, zum Teil auch relativ praktisch und einfach. Zum Einstieg ins Berufsleben hab ich mittags meist Auswärts gegessen und hatte abends keinen grossen Hunger mehr. So wurde das Kochen am Wochenende zu einem Highlight, und entsprechend zelebriert (in Form von ausgiebigen Kochsessions, bei denen es eben auch mal was Aufwändigeres wie Quinoa-Burger oder selbstgemachte Ravioli gab). Nach dem Wechsel der Arbeitsstelle habe ich zwar weniger in Restaurants gegessen, wurde aber über die firmeninterne Cafeteria versorgt. Zu diesem Zeitpunkt begann ich auch, viel (Ausdauer-)sport zu treiben, was sich auch in einer veränderten Ernährungsweise zeigte: sie wurde kurz gesagt gesünder (und die Portionen grösser). Essen wurde auf einmal zu einem wichtigen Mittel, dem Körper Treibstoff für die sportliche Leistung zu geben. Und ich habe auch begonnen, mir auch im Alltag ab und zu eine Ladung Kohlenhydrate nach einem abendlichen Training zuzubereiten und zu geniessen. Nun habe ich mich neulich entschieden, mich wieder ganz selbst zu bekochen, da ich so auf meine Bedürfnisse der sportlergerechten, vegetarischen Ernährung noch besser eingehen kann. Sprich, ich koche mir oft Hülsenfrüchte und Körner, die ich mit Gemüse zu einem Salat verarbeite und zur Arbeit mitnehme. Internationale Küche wird dabei immer noch gerne ausprobiert - zum Beispiel in der folgenden Form:


Ähtiopisches Linsengericht

für 2 Personen

130 g rote Linsen
300 ml Gemüsebrühe
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 grüne Paprika
2 EL Tomatenmark
Cayennepfeffer nach Belieben
1/2 TL gemahlener Ingwer
Salz
Pfeffer

Die Linsen mit der Gemüsebrühe in einem Topf aufkochen lassen, dann die Hitze zurückschalten und 5 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen (alles bei geschlossenem Topfdeckel). Zwiebel waschen, schälen und in feine Stücke hacken. Die Knoblauchzehe ebenso. Paprika waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Alles zu den Linsen geben und mitkochen, bis die Linsen gar sind (ca. weitere 10 Minuten). Tomatenmark und die Gewürze hinzugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Dazu passt sehr gut Joghurt und/oder Fladenbrot.

Das Rezept ist abgewandelt nach einer Version aus dem Kochbuch "Vegetarisch aus aller Welt."
Wer ganz original würzen will, sollte nach "Berbere", einer äthiopischen Gewürzmischung, Ausschau halten.

Samstag, 27. September 2014

Tajine mit Kartoffeln, Tomaten und Berberitzen


Rechts oben auf dieser Seite in der Headline habe ich meine neueste Anschaffung in Bezug auf das Kochen ja bereits präsentiert: ein vegetarisches Kochbuch für die Tajine. Durchgeblättert und die Bilder bewundert habe ich es bereits mehrer Male, und die Seiten mit besonders interessanten Gerichte zum Nachkochen habe ich auch mit kleinen Zettelchen versehen.
Beim ersten nachgekochten Gericht handelt es sich um die Tajine mit Kartoffeln, Tomaten, Kurkuma und Berberitzen. Dem liegt die Tatsache zugrunde, dass noch Kartoffeln von dem letzten Tajine-Gericht übrig waren, genauso wie eine halbe konfierte Zitrone. Zudem bin ich im Spezialitätenladen, als ich Kakaobutter besorgt habe, zufällig darauf aufmerksam geworden, dass dort auch Berberitzen verkauft werden. Die kleinen, säuerlich-süssen Beeren kenne ich bisher nur aus der iranischen Küche. Dort wird der typische Reis mit Safran oft auch mit Berberitzen zubereitet. Diese Tajine haben sie aber ebenfalls sehr gut ergänzt. Zusammen mit dem Kurkuma geben sie dem Gericht einen sehr orientalischen Touch.


Tajine mit Kartoffeln, Tomaten und Berberitzen

für 4 Personen
750 g Kartoffeln
500 g Tomaten
3 Schalotten
1/2 konfierte Zitrone (alternativ am Ende mit Zitrronensaft abschmecken)
2 EL Olivenöl
1 TL Kurkuma
2 EL Tomatenmark
25 g Berberitzen
40 g Mandelstifte
Salz
Pfeffer

Die Tajine (inkl. Deckel) 10 Minuten vor Kochbeginn wässern,
Die Kartoffeln waschen, schälen und in Mundgerechte Stücke schneiden (ich habe sie längs halbiert und quer geviertelt). Die Tomaten waschen und ebenfalls in Stücke schneiden. Die Schalotten waschen, schälen und fein hacken, Die konfierte Zitrone auch noch fein würfeln. 
Das Öl in der Tajine erhitzen, die Zwiebeln darin glasig dünsten, während dessen mit dem Kurkuma bestreuen. Nun Die Kartoffel- und Zitronenstücke, Tomatenmark, Berberitzen und Mandelstifte hinzufügen, alles umrühren. Mit 300 ml Wasser ablöschen. Den Deckel aufsetzen und die Dampfsperre mit Wasser füllen. Alles 15 Minuten garen. Dann die Tomaten (und evtl. noch etwas Wasser) zufügen, dabbei nicht mehr umrühren, sodass die Tomaten oben liegen. Alles für weitere 20-30 Minuten garen (nach 20 Minuten überprüfen, ob noch genug Wasser in der Tajine ist und ob die Kartoffeln schon durch sind - im Originalrezept ist die Garzeit etwas kürzer, also einfach überprüfen). Mit Salz und Pfeffer würzen.

Donnerstag, 25. September 2014

Amaranth-Dinkel-Brötchen

Wie ihr bereits wisst (oder hier nachlesen könnt), durchbreche ich ab und an gerne meine Routine im Tagesablauf, um Abwechslung zu bekommen und nicht in Gewohnheiten einzurosten.
Am vergangenen Sonntag sah das konkret so aus, dass ich so lange geschlafen habe wie ich konnte und der Morgen nicht von einem langen Lauf oder einer Laufveranstaltung dominiert war. Das habe ich mal gebraucht und es tat richtig gut. Zudem habe ich mit einer anderen Routine gebrochen: Normalerweise frühstücke ich ja ziemlich direkt nach dem Aufstehen zusammen mit der obligatorischen Tasse Kaffee. Frische Brötchen vor dem Frühstück holen oder backen ist die Ausnahme. Die die Regel bestätigt: ich habe nämlich letzten Sonntag vor dem Frühstück Amaranth-Dinkel-Brötchen gebacken. Also erst Körner abkochen und (Hefe-)teig machen und gehen lassen (dazwischen war sogar ein kleiner, ungeplanter Regenerationslauf drin ... ein gewisser Suchtfaktor lässt sich nicht leugnen ;-)), Brötchen formen und nochmal gehen lassen, dazwischen ein wenig aufräumen. Und gegen 10 Uhr gab es dann herrlichen Brotduft in der Wohnung und das langersehnte Frühstück mit Kaffee und frischen Brötchen, das ich durch das Durchbrechen der Routine (und die Wartezeit und das Hungergefühl nach dem Sport) ganz besonders genossen habe.


Zu den Brötchen: Amaranth-Dinkel-Brötchen. Das hiess erst mal Amaranth-Premiere. Endlich, nachdem mich die liebe Kulinarikus auf das Korn hingewiesen hat, als es um das Thema Eisen ging. Mich erinnert gekochtes Amaranth vom Aussehen her sehr an Quinoa, nur etwas filigraner. Mini-Quinoa-Perlen praktisch. Und vom Geschmack her ist es auch nicht allzu weit entfernt davon.
Die Brötchen hat das Amaranth schön knusprig gemacht und damit aufgepeppt. Und auch sonst hat das Dinkelmehl super geschmeckt, der Teig gar nicht nach Hefe. Und schön aufgegangen sind die Brötchen auch. Wirklich ein tolles Rezept, welches mit einem Klick zu erreichen ist: Klick.


A propos morgens frische Brötchen backen: eine elegante Variante ist natürlich, den Teig schon über Nacht gehen zu lassen, wodurch die Backzeit praktisch auf die Zeit der Brötchen im Ofen reduziert wird (z.B. die schweizer Bürli).