Sonntag, 16. Juni 2013

Ich bin Flexitarier

Als ich heute zum ersten Mal die Zeitschrift "Fit for Life" aufschlug, ein Schweizer Magazin zum Thema Ausdauersport, erweckte gleich das Vorwort des Chefredakteurs mein Interesse: Er kam nämlich auf den Begriff des "Flexitariers" zu sprechen.

Flexitarier: mit dieser Wortschöpfung sind Menschen gemeint, die nicht gänzlich auf Fleisch verzichten mögen, aber dessen Verzehr einschränken, Massentierhaltung ablehnen und sich Gedanken machen über die Herkunft und Produktion des Fleisches.


Den Ausdruck kannte ich bisher noch gar nicht. Zugegeben - die Definition ist sehr schwammig. So bleibt es dem Flexitarier selbst überlassen, seine Regeln für den eingeschränkten, bewussten Fleischkonsum aufzustellen. Das kann natürlich viel heißen, aber ich finde mich in dieser Gruppe dennoch eindeutig wieder. Allein schon, dass man sich Gedanken zum Konsum von tierischen Lebensmitteln macht, ist ein erster Schritt. Und das mit dem bewussten Essen von Fleisch verbunden mit einem Augenmerk auf die Qualität und Herkunft sind dabei zwei grundlegende Punkte, weshalb ich nun gerne behaupte: Ich bin Flexitarier.

Der Konsum von Fleisch war bei mir eigentlich noch nie ein großes Thema, da ich schlichtweg kein großer Fan davon bin. So gehe ich nun mal lieber zur Käsetheke oder klappere den Gemüsestand ab. Und aus purer Gewohnheit landet Fleisch normalerweise nicht in meinem Einkaufskorb. Ich esse aber geschätzt ein Mal alle zwei Wochen ein Stück Fleisch oder Fisch. Und mittlerweile natürlich am liebsten selbst gekocht, wenn ich auch weiss, wo es herkommt (entweder kaufe ich im Supermarkt (nicht Discounter) ein Stück Schweizer Bio-Fleisch oder Fisch mit MCS-Siegel. Oder besser auf dem Markt, da gibt es einen ganz unscheinbaren Rindfleischstand, der mir vertrauenswürdig scheint. Und demnächst werde ich mir mal einen Hofladen ansehen, der nicht weit weg von meiner Wohnung liegt und hauseigenes Fleisch verkauft).
Vor allem seit meiner Sport-Ernährungsberatung, bei der ich darauf hingewiesen wurde, dass es in Punkto Proteine (-->Muskelaufbau) und andere Nährstoffe, v.a. Eisen, nicht schaden könnte, ab und zu mal ein Stück Fleisch oder Fisch zu essen, werde ich daran auch festhalten. Vielleicht nicht die empfohlenen 2-3 Mal pro Woche, aber circa ein Mal schon. So viel zum Programm hier: Ab und zu wird es Fisch oder Fleisch geben, und ich will mich auch mit der ordentlichen Zubereitung beschäftigen. Aber Programmschwerpunkt bleibt vegetarisch. 

Kommentare:

  1. Ich glaub dann bin ich auch einer. Am Anfang war das schon ganz schön schwer, als mein Freund so oft Fleisch gegessen hat. Zum Glück hat er(!) sich aber an mich (!) angepasst:)

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    1. na da hast du deinen Freund gut erzogen ;-)

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  2. Ich finde das eine gute Mischung. Wenn ich für mich allein koche, ist das eigentlich immer vegetarisch (gewohnheitsmäßig, weil ich nicht sooo gern Fleisch esse), wenn mein Freund und ich zusammen kochen, dann gibt es häufiger Fleisch oder Fisch (so ca. 1-2x pro Woche, aber häufiger Fisch als Fleisch). Das passt für mich sehr gut so :-)

    LG Kirsten

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    1. Das glaube ich dir, das klingt auch für mich nach einem sinnvollen Kompromiss.

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