Eigentlich müsste die Überschrift heute "Im Beerenglück" heißen. Meine Leidenschaft zu Wildkräutern hat sich ganz automatisch auch auf die herrlichen Beeren, die im Herbst wachsen, ausgeweitet. Unglaublich was die Natur bietet. Ganz neu habe ich die Kornelkirsche entdeckt. Die Vogelbeere hat ja fast bei allen Menschen den Ruft giftig zu sein. Teilweise stimmt das ja auch, aber wenn man die vollständig reifen Früchte erhitzt, bauen sich die giftigen Inhaltsstoffe ab. Die Früchte müssen komplett von den Stielen entfernt und auch die Kerne müssen herausgelöst werden. Die leckeren Kirschpflaumen und Wildpflaumen findet man sehr reichlich in der Natur. Total schön finde ich, dass die Früchte keine Würmer enthalten und fest und appetitlich an den Zweigen hängen. Hagebutten, Holunderbeeren und nicht zuletzt die Schlehen kannte ich schon, aber beim Reifegrad und bei der Verarbeitung konnte ich noch mein Wissen erweitern.
Apfel-Hagebutten-Kuchen
Zutaten für den Teig:
350 g Mehl
120 g Zucker
1 Prise Salz
200 g Butter
1 Ei
Zutaten für den Belag:
900 g Äpfel
90 ml. trockener Weißwein (alternativ Apfelsaft)
2-3 EL Zucker
1-2 Zimtstangen
1 Sternanis
1/2 TL Nelkenwurzpulver (alternativ: 3 Gewürznelken)
150 g Hagebuttenmarmelade
Saft von 1/2 Zitrone
Aus Mehl, Zucker, Salz, Butter und Ei einen Mürbeteig zubereiten.
30 Minuten kaltstellen.
Die Äpfel schälen und in feine Spalten schneiden oder hobeln. 75 g davon mit Wein, Zucker und den Gewürzen (Gewürze am besten in einen Teebeutel geben) in einem Topf aufkochen und weich dünsten.
Die Gewürze entfernen und die Hagebutten-Marmelade einrühren. Mit den übrigen Apfelspalten und dem Zitronensaft mischen und komplett abkühlen lassen.
Die Springform mit der Hälfte des Teiges auskleiden, dabei einen kleinen Rand formen.
Die Apfelmasse darauf verteilen und den Kuchen im vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen.
Dann den restlichen Teig mit einer groben Käsereibe darüber reiben und den Kuchen in etwa 30 Minuten goldbraun fertigbacken.



