Sonntag, 8. Juli 2018

Aus dem Gemüsegarten: Giersch-Pesto

Da dieses Jahr alle frisch eingepflanzten Zucchini-, Kürbis- und Salatsetzlinge im Nu von den Schnecken abgefressen wurde, wird die Ernte nicht gerade ergiebig sein. Vielleicht überlebt eine zweite Runde an Setzlingen und bringt auch vor dem Wintereinbruch noch Ernte ... mal sehen. Aus diesem Grund scherze ich schon, dass wenn schon der Rest nichts wird, so habe ich zumindestens eine reiche Ernte an Giersch. Das Unkraut bzw. essbare Wildkraut, wie ich gelernt habe, lässt sich ganz schwer entfernen. Und so lebe ich nun mit ihm. Genauer gesagt nutze ich es einfach. Aus der Not wurde quasi eine Tugend gemacht.

Mittlerweile nenne ich sogar ein Giersch-Kochbuch mein Eigen. Es gibt noch so viel mit Giersch auszuprobieren, sollte die Gemüsegartenernte auf diesen beschränkt bleiben. Das ist sehr beruhigend.
Angefangen habe ich mit frischem Giersch-Tee. Und mittlerweile habe ich auch schon zwei Mal Pesto mit Giersch gemacht. Richtig gewürzt ein Genuss. Und wie ich finde, kommt der Geschmack des Giersches dem der Petersilie im Pesto recht nahe. Und da er reichlich vorhanden ist, kann er auch reichlich eingesetzt werden.

Und wenn ihr keinen Garten habt: Giersch wächst übrigens auf sämtlichen Wiesen, ist wirklich nicht zu übersehen, wenn man einmal darauf achtet. Der kann auch von da gepflückt werden. Das wurde mir auf einer Wildkräuterwanderung neulich ebenfalls bestätigt.


Giersch-Pesto

für 4 Portionen

50 g Giersch
100 g Hartkäse (bei mir ein kräftiger Bergkäse)
3 Knoblauchzehen
100 g Walnüsse
120 ml Rapsöl
Salz
Pfeffer

Den Giersch waschen und trocknen, die groben Stiele entfernen. Die Walnüsse mit dem Mixer mahlen. Dann die anderen Zutaten hinzufügen und alles pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gegebenenfalls etwas mehr Öl hinzufügen.
Mit der entsprechenden Menge an Pasta und evtl etwas Nudelwasser vermengen. Etwas mehr geriebenen Hartkäse zum Garnieren extra servieren.

so wuchert der Giersch in meinem Gemüsegarten


Gierschblätter von oben

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