Mittwoch, 31. Juli 2013

Durch einen netten Zufall entdeckt: Melonen-Gurken-Salat

Das wohl schönste Kochbuch, das mir aus der Bibliothek je untergekommen ist, nennt sich die "Salatwerkstatt" von Claus Meyer (als ich den Apfel-Topinambur-Salat mit Roquefortdressing nachgemacht habe, schwärmte ich bereits davon). In dem Buch gibt es in der Rubrik "Sommerrezepte" auch eines für einen Melonen-Gurken-Salat mit Meerrettich und Dill. Da ich mir aus Wassermelonen nicht viel mache und Honigmelonen bisher auch wenig Beachtung geschenkt habe, hätte ich das besagte Rezept wohl nicht weiter beachtet - wäre mir da nicht direkt aus dem Buch ein kleiner Zettel in die Hände gefallen, auf welchem in schöner Handschrift fein säuberlich alle Hauptzutaten des Salates notiert waren. Wie ihr vielleicht bereits wisst, bin ich mit meiner Präferenz für auf Papier gedruckte Worte gegenüber Texten in elektronischer Form auf diesem Gebiet konservativ eingestellt (sonst hier nachzulesen). Tja, und was nun handgeschriebene Karten, Briefe, Notizen oder schlichtweg Worte auf Papier in jeglicher Form angeht, so lassen diese mein Herz ja regelrecht höher schlagen. Wenig verwunderlich, dass es nun diese persönliche Notiz war, die mich neugierig auf den Salat gemacht hat. Wir lassen mal außer Acht, dass sie nicht an mich persönlich gerichtet war, aber sie war liebevoll von Hand geschrieben. Jemand hatte also den Plan, diesen Salat zuzubereiten. Und vielleicht hat er ihn ja auch gemacht. Ich hoffe es jedenfalls für diese Person. Genauso wie ich hoffe, dass die im Buch vergessene Notiz sie nicht davon abgehalten hat ...

Das Zettelchen, welches ich monatelang aufgehoben habe (das Kochbuch hatte ich nämlich letzten Herbst aus der öffentlichen Bibliothek ausgeliehen), wollte ich eigentlich mitfotografieren für diesen Blogbeitrag. Aber seit einer Woche kann ich es nicht mehr finden ... na ja, (s)einen Zweck hat es immerhin erfüllt: ich bin in den Genuss eines neues Geschmackserlebnisses in Form eines wunderbar besonderen Salates gekommen. Das Rezept zeichnet sich in für den Autor gewohnter Manier durch fein aufeinander abgestimmte, saisonale Zutaten aus.


Zunächst war es aber an der Zeit, mich etwas über Melonen schlau zu machen, da in das Originalrezept zwei Galia-Melonen und eine Honigmelone kommen. Die Galia-Melone, die auch in Supermärkten am populärsten zu sein scheint, ist einfach zu identifizieren. Die Schale ist netzartig und gelb gefärbt und sie ist innen grün:

Galia-Melone

Der Begriff "Honigmelone" im Rezept lässt mehr Spielraum (zu der Gattung gehört die Galia-Melone doch auch, oder?). So habe ich mich entschieden, als zweite Melonensorte eine Cantaloupe zu nehmen. Passt auch farblich sehr schön. Die Schale der Cantaloupe ist etwas dunkler (beige) gefärbt, zudem ist sie von der Form her länglicher und innen orange:

Cantaloupe

Und nun zum Salatrezept: Neben den Melonen kommen noch Gurken dazu (in Verbindung mit Gurken ist bei mir ausnahmsweise auch Dill erlaubt). Und das Dressing wird aus Meerrettich, Gurkensaft, Zitronensaft etwas Öl und Zucker hergestellt. Unter folgendem Link ist das Rezept bereits mit der Hälfte der Menge aufgeschrieben, so wie ich es auch nachgemacht habe.


Claus Meyer empfiehlt zum Salat entweder Fisch (Dorsch) oder Hähnchen. Hier gab's den Salat zunächst pur, auch wenn Fisch und Weißwein in Verbindung mit dem Salat bereits auf dem Speiseplan stehen.

Montag, 29. Juli 2013

Neues Infofeld: die "Headline"

Auch wenn man als Blogger regelmässig Neues liefern sollte, bei mir gibt es parallel bereits zubereitete Speisen auch ein zweites oder drittes Mal. Und wenn die Tageszeit gerade passt und die Kamera zur Hand ist, dann aktualisiere ich auch mal die Bilder von einem bereits verbloggten Gericht (besonders um so manche fotografische Anfangssünde auszubügeln ;-)). Ich habe mir gedacht, dass ich für so einen Fall oben rechts auf meinem Blog ein kleines Feld anbringe, wo ich darauf hinweisen kann, wenn's ein neues Bildchen gibt. Zudem bietet mir das die Möglichkeit, auf für sehr lecker befundene, aber bereits verbloggte Gerichte, erneut aufmerksam zu machen. Und für die ein oder andere Küchenanschaffung werde ich die Funktion auch nutzen. Sprich für alles, worüber ich euch gern informieren möchte, ein neuer Blogpost aber etwas zu weit gegriffen wäre.

Die aktuelle Botschaft ist: Esst Jamie Oliver's Lemon Linguine! Ich liebe das Rezept. Die Pasta war die Tage noch besser, als ich sie in Erinnerung hatte. Sommer pur.


Das ist die Erneuerungsidee, die sich am schnellten hat umsetzen lassen. Gedanken zum Layout meines Blogs mache ich mir, genauso zur "Über mich"-Seite, aber die Erneuerung davon wird noch geraume Zeit brauchen ....

Samstag, 27. Juli 2013

Zum Salzen von Auberginen - allgemein und am Fallbeispiel "Parmigiana di melanzane"

Neulich habe ich einen Klassiker der italienischen Küche, "Parmigiana di melanzane", zubereitet. Einen Auflauf, bei dem Auberginen eine Hauptrolle spielen. Darauf meldete sich Sabine mit einem hilfreichen Kommentar zu Wort. Solche Tipps finde ich generell super, denn sollte meine Motivation zum Bloggen ein Mal nicht mehr so hoch wie im Moment sein, ich werde definitiv sagen können, dass ich dadurch eine Menge Ratschläge in Bezug auf Kochtechniken bekommen habe und meine bescheidenen Kochfähigkeiten erheblich verbessern konnte. Also erst mal Danke an Sabine und all die anderen erfahrenen Köche!

Nun zurück zu den Auberginen. Sabine machte zwei Anmerkungen: 

"Damit das Gericht noch ein wenig leichter wird, kannst Du die Auberginenscheiben ganz einfach nur im Backofen auf Backpapier backen. Vorher mit etwas Öl bepinseln, salzen, pfeffern, das wars. Und dieses Bitterstoffe entziehen stammt aus früheren Zeiten, zu denen es noch bittere Auberginen gab. Heute kannst Du Dir diesen Arbeitsgang einfach schenken."


1. Zum Backen der Auberginenscheiben anstatt dem Braten:
Scheint mir sinnvoll, Backen ist wirklich die fettärmere Methode, und das mache ich sonst auch mit Auberginen. Und der Ofen muss für den Auflauf ja sowieso an. Mein ursprüngliches Rezept ist bereits angepasst.

2. Die große Frage: Muss man Auberginen vorher salzen, damit die Bitterstoffe entzogen werden?
Seit von ein paar Jahren zwei "Köche meines Vertrauens" im Bekanntenkreis beim gemeinsamen Kochen die Auberginen gesalzen haben, damit ihnen die Bitterstoffe entzogen werden, habe ich diesen Arbeitsschritt automatisch übernommen und nicht mehr hinterfragt - bis zu Sabine's Kommentar. Nicht weil ich ihr nicht glaube, aber weil ich mir noch ein paar weitere Meinungen einholen wollte, habe ich den Aspekt im Hüttenhilfe-Forum thematisiert. Und die Antworten lassen sich in einem Satz zusammenfassen: Auberginen sind heutzutage in der Tat nicht mehr bitter, aber die Köche des Forums salzen ihre Auberginen, damit ihnen Wasser entzogen wird. Dadurch sollen sie sich nicht so mit Öl vollsaugen und weniger matschig sein. Zumindest wurde das in Bezug auf's Braten gesagt. Und gilt das beim Backen auch? Das wollte ich dann noch genau wissen und hab es in der Praxis getestet. Bei mir gab's nun die Probe auf's Exempel: Ich habe den besagten Auflauf erneut zubereitet, die Hälfte der Auberginenscheiben vorher gesalzen, die andere Hälfte nicht und dann alles zusammen gebacken. Ergebnis: Die vorher gesalzenen Auberginen wurde merklich Wasser entzogen, sie waren nach dem Backen eindeutig knuspriger und gar nicht matschig.Der Arbeitsschritt lohnt sich. (Bitter waren übrigens auch die Auberginen, die ich vorher nicht gesalzen habe, nicht ;-))

Dann wäre das Thema erst mal abgehakt und ich bin zufrieden. Danke nochmal an alle!

Donnerstag, 25. Juli 2013

Mein Quinoa-Jahr 2013: Juli-Rezept

Nach ein paar warmen Hauptgerichten, Frühstücksideen und Riegeln ist ein Salatrezept mit Quinoa längst überfällig. Nun ist es für das Juli-Rezept meines Projektes mit Quinoa aber soweit: Ich habe nämlich auf die Beerenzeit gewartet, damit der sommerliche Quinoa-Salat auch saisonal passend ist. Inspiriert hat mich dafür ein Salat, den ich während meines diesjährigen Englandaufenhaltes in der Food Abteilung bei Marks & Spencer mitgenommen und mit großem Genuss verzehrt habe. Die Zutatenliste habe ich mir im Anschluss von der Verpackung abgeschrieben und den Salat anhand meines Aufschriebes nun nachgebastelt.


In den Salat kommen neben dem Quinoa einige verschiedene Zutaten, angefangen bei frischem Obst und Gemüse, über Trockenfrüchte zu Nüssen und Hülsenfrüchten. Aus diesem Grund habe ich die Rezeptmenge auch auf 4 Portionen hochgerechnet, da es sich sonst kaum lohnt, alle Zutaten anzuschaffen. Aber meiner Grundregel für Salate entsprechend, kann man auch in diesem Fall die Zutaten Pi mal Daumen zusammenmischen, ohne Gefahr zu laufen, eine gewünschte Konsistenz völlig aus dem Gleichgewicht zu bringen (im Gegensatz zu einem fein ausgearbeiteten Kuchenrezept). Oder man lässt einfach die ein oder andere Zutat weg, wenn man sie gerade nicht da hat. Solange es nicht das Quinoa ist ;-) 



Sommerlicher Quinoa-Salat

für 4 Portionen 

für den Salat:
160 g Quinoa (ungekocht)
1 Mango
125 g Heidelbeeren
200 g Gurke
40 g Rucola
100 g Kichererbsen (bereits gekocht)
50 g Sprossen
50 g Rosinen
50 g getrocknete Cranberries
50 g Kürbiskerne

für das Dressing:
4 El Öl (bei mir Sesamöl)
4 EL Zitronensaft
2 EL Ahornsirup
2 TL Dijonsenf
Salz
Pfeffer

Die Quinoakörner wie hier beschrieben gar kochen.
Während dessen die Mango waschen, schälen und das Fruchtflesich in Würfel schneiden. Die Heidelbeeren waschen. Die Gurke waschen, nach belieben schälen und in Stücke schneiden. Den Rucola waschen. Die restlichen Zutaten abwiegen und alles in eine Schüssel geben. Das Quinoa nach dem Kochen abkühlen lassen und zu den anderen Zutaten geben.
Für das Dressing Öl, Zitronensaft, Ahornsirup und Dijonsenf gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und im Anschluss mit den restlichen Salatzutaten gut vermengen. Den Salat vor dem Servieren evtl. noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Sonntag, 21. Juli 2013

Pasta mit Ricotta und frischen Kräutern

Wenn ich Pasta frei Schnauze koche, mache ich immer wieder den gleichen Fehler: am Ende sind viel zu viele Zutaten in der Sauce, die nicht wirklich zusammenpassen. Irgendwo im Unterbewusstsein ist wohl immer noch dieser Reflex aus dem Anfang der Studienzeit zurückgeblieben, wo es standardmäßig "Pasta mit alles" gab (alles, sich im Kühlschrank noch auftreiben ließ). Und so passiert es mir eben jetzt auch noch, dass ich die Sauce mit zu vielen Zutaten "verfeinere", dass sie am Schluss einfach einem willkürlichem Mix aus allem Möglichem gleicht, nachdem ich folgende Gedanken hatte: etwas frische Zucchini ist noch im Kühlschrank, die halbe Paprika auch, oh ja Oliven hab ich auch noch, warum denn nicht mal ein paar Nüsse verwenden, Chili kommt immer reichlich rein wenn ich koche, die Petersilie muss weg, und Parmesan kommt sowieso oben drauf, und der Feta-Rest am besten auch noch  ....

Dabei sind doch die Pastausaucen mit einer ausgewählten Zutatenliste, die sich an einer Hand abzählen lässt, die Favoriten meiner Pastasauenklassiker geworden. Ich liebe die Penne All´Arrabbiata, sie sich durch pure Tomatensauce mit Chili auszeichnen. Oder von den Fettuccine Alfredo, deren Sauce lediglich aus Butter, Sahne und Parmesan besteht, war ich auch schwer beeindruckt. Und andere Leute schwören auf die Spaghetti Aglio e Olio - nur mit Öl und Knoblauch. Bei den oben genannten Rezepten ist neben qualitativ hochwertigen Zutaten noch eine bestimmte Zubereitungsart Erfolgsgeheimnis: die Tomatensauce lange genug kochen lassen (Arrabbiata), bzw. Sahne, Butter und Parmesan im Wasserbad schaumig schlagen (Alfredo) oder den Knoblauch langsam im Öl garen, sodass dieses den Knoblauchgeschmack annimmt (Aglio e Olio).



Beim hier vorgestellten Rezept gilt es nicht mal eine bestimmte Vorgehensweise zu beachten, genauer gesagt muss nicht mal eine Sauce gekocht werden. Man koche nur die Nudeln und nehme ein wenig Ricotta (gerne selbstgemacht), ein paar ausgewählte frischer Kräuter und ein paar Oliven, vermenge und würze das Ganze. Und heraus kommt DIE Sommerpasta 2013. Sehr einfach, was aber wie oben erläutert meiner Meinung nach speziell bei Pastasaucen vorteilhaft ist. Dazu frisch und leicht und hübsch. Inspiriert wurde ich hierbei in Donna Hay's "modern classics".


Pasta mit Ricotta und frischen Kräutern

pro Portion

100 g Pasta (am besten kurze wie Penne, Rigatoni etc.)
frische Kräuter nach Belieben (Petersilie, Basilikum, Schnittlauch)
75 g Ricotta
ein paar Oliven
1 TL Zitronensaft
frisch gemahlener Pfeffer
Fleur de Sel (oder normales Salz)

Die Pasta in Salzwasser gar kochen. Die Kräuter in der Zwischenzeit klein schneiden.
Die fertigen Nudeln abgießen und je 3/4 der Kräuter und des Ricottas untermengen, den Zitronensaft ebenfalls. Die Pasta auf einen Teller geben, die Oliven darauf verteilen und mit dem Rest der Kräuter und dem Ricotta garnieren. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und Fleur de Sel würzen.