Samstag, 8. März 2014

Das Tibits und das Kochbuch (gekochtes Rezept: Dal mit Spinat)

In Zürich gibt es das älteste offizielle vegetarische Restaurant der Welt, das heute noch familiengeführt ist: das Hiltl. Das Tibits ist der etwas modernere und eher legere Ableger des Hiltls, wo man sich an einem riesigen vegetarischen Buffet bedienen (und im Gegensatz zum Hiltl nicht à la Carte bestellen) kann. Und das Tibits ist seit jeher mein Lieblingsrestaurant in Zürich. Ich war dort schon mindestens 30 Mal essen und damit um ein Vielfaches öfter als in jedem anderen lokalen Restaurant. Lustigerweise haben mir sämtliche Bekannte vor Ort immer vorgeschlagen, im Tibits was Essen zu gehen. Und ich nehme sowieso alle meine Besucher mit ins Tibits. Das vielfältige Buffet ist wirklich der Hammer, eine Sache sieht besser aus als die andere, sodass man fast nicht anders kann als sich von allen angebotenen Speisen zumindest eine Mini-Probierportion auf den Teller zu laden.


So, vom Tibits gibt's mittlerweile auch ein Kochbuch, welches ich zum Geburtstag bekommen habe. Zusammen mit den passenden Heftmarkern. Und mit diesen habe ich bereits das halbe Buch zugeklebt, da die meisten Rezepte des Buches meinen Geschmack treffen (o Wunder, nach den obigen Worten ;-)).
Das erste Rezept, welches ich aus dem Buch gekocht habe ist das warme Dal mit Blattspinat. Gleich ein absoluter Renner, um das Ergebnis vorwegzunehmen ;-) Grundzutat für das Dal sind rote Linsen, verfeinert wird mit Kokosmilch und gewürzt mit Garam Masala. Indische Geschmacksnote eben ... da ich keine Gewürzmischung für Garam Masala vorrätig hatte, habe ich mich erst mal schlau gemacht, aus welchen einzelnen Gewürzen diese in der Regel besteht. Zu meiner Freude habe ich festgestellt, dass die meisten Gewürze doch bei mir zu finden sind. Also habe ich mehr oder weniger eine Prise vom gesamten Gewürzregal-Repertoire in das Dal gegeben, angefangen bei Nelken und Zimt, über Kümmel, Koriander, Kardamon und Ingwer (hier zum Beispiel ist eine Anleitung für eine Gewürzmischung zum Selbermachen). Und Cayennepfeffer hab ich auch noch hinzugefügt.
Das alles macht das Dal zu einem wahren Geschmackserlebnis. Sehr interessant und für meinen Gaumen ausgefallen, aber zugleich so harmonisch, dass es überraschend vertraut schmeckt. Und der Spinat gefällt mir auch, er ist ja nicht so dominant im Geschmack, wirkt sich aber optisch noch sehr positiv aus, da er in diesem Fall im Gegensatz zu einer Linsensuppe ja nicht püriert wird.

Update vom 17.04.2014: Allgemein empfohlener Wein zu Dal: Riesling. Diesmal gab's ihn dazu - sehr fein.


Das Rezept ist auf Englisch auch hier verlinkt. Falls jemand eine Übersetzung auf Deutsch wünscht, lasst es mich wissen.

 

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