Mittwoch, 23. Oktober 2013

Burger-Brötchen

In weiser Voraussicht, weil es bei mir durchaus auch bald Burger geben könnte, habe ich mir Maja's Rezept für "Burger Buns" im August direkt vorgemerkt. Zwischendurch wurde es von Maria nachgemacht - mit anschließender Begeisterung, wie hier zu lesen ist.

Gibt es ein besseres Qualitätssiegel als ein Rezept, das von Maja erprobt und veröffentlicht, und von Maria weiterempfohlen wurde? Nein. Wenig verwunderlich, dass die Zubereitung auch bei mir ein Erfolg war und ich dankenswerterweise schon nach dem ersten Versuch "mein" Standardrezept für Burger-Brötchen gefunden habe. Perfekt - mehr gibt's dazu gar nicht zu sagen.


Was es dann am Freitag für ein Rezept mit Quinoa gibt, lässt sich erahnen, oder?

Sonntag, 20. Oktober 2013

K(i)s(i)r

Im Restaurant gegessen, für äußerst lecker befunden und gleich auf die Nachkochliste gesetzt: die Rede ist von Kisir, einem türkischen Bulgursalat mit Tomaten, Gurken und frischen Kräutern. Der Salat ist auch über die Grenzen der Türkei und des Mittelmeerraumes hinaus relativ bekannt, also ist es nicht verwunderlich, dass es im Internet sehr viele verschiedene Rezepte gibt. Diese unterscheiden sich meist aber nur marginal. In ein paar Ausführungen wird Salça verwendet, das türkische Pendant zu Tomatenmark. Zudem ist des Öfteren von Nar ekşisi bzw. Granatapfelsirup die Rede. Da ich mir nicht ganz sicher war, wie essentiell diese Zutaten für Kisir sind und ob ein Besuch im türkischen Supermarkt nötig ist, um mir Salça und Nar ekşisi zu besorgen, habe ich im Voraus mal bei einer Schweizer Freundin mit türkischen Wurzeln angefragt. Diese hat mir allerdings bestätigt, dass sie Kisir mit normalem Tomatenmark zubereitet und auch ohne Granatapfelsirup. Dies scheint also durchaus legitim zu sein, woraufhin ich ebenso verfahren bin. Und als allererstes habe ich gelernt, dass man Kisir so ausspricht, dass man das i fast nicht hört. Also eher Ksr als wie von mir ursprünglich gesagt Kiisiir. Der Salat ist so lecker, dass er "per se" perfekt gegessen werden kann - ohne als Beilage degradiert zu werden. Passen tut er aber auch als Beilage zu Fleisch etc.


Kisir

für 2 Portionen (Portionen zum Sattessen, oder 4 Beilagenportionen)

120 g Bulgur
1/2 Gurke
1 Frühlingszwiebel
200 g Tomaten
1/2 Bund Petersilie (10g)
etwas frische Minze (5g)
Saft von 1/2 Zitrone
2 EL Tomatenmark
1 EL Olivenöl
1 TL Paprikapulver
Salz
Pfeffer

Den Bulgur mit 250 ml Wasser aufkochen und bei geringer Hitze und geschlossenem Topfdeckel gar kochen (ca. 10 Minuten). Danach abkühlen lassen. Gurke waschen, schälen, längs vierteln und dann quer in dünne Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebel waschen und in dünne Ringe schneiden. Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und fein würfeln (ich habe die ca. die Hälfte des Fruchtfleisches entfernt, damit die Angelegenheit nicht zu nass und matschig wird). Die Kräuter waschen und sehr fein hacken. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zusammen mit den restlichen Zutaten gut vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Mittwoch, 16. Oktober 2013

Herbstsalat 2013: Pfifferlingssalat mit Ziegenkäse

Saisonale Salate werden hier bekanntliche groß geschrieben. So kann ich's nicht lassen, jedes Jahr mindestens einen neuen Herbstsalat zu kredenzen. Hiermit stelle ich nun einen weiteren Herbstsalat vor, den "Herbstsalat 2013" also. In diesem Jahr spielt ausnahmsweise nicht der Kürbis die Hauptrolle, anstelle dessen gibt es Pfifferlinge bzw. sind mir diese besser als Eierschwammerl oder Eierschwämmli bekannt. Inspiriert dazu haben mich Ramona mit ihrem "gemischten Salat mit gebratenen Pfifferlingen" sowie Arne mit seiner Interpretation, dem "bunten Salat mit gebratenen Pfifferlingen". Mein Ergebnis sieht ähnlich aus: Blattsalate (eine Mischung aus Kopfsalat und Feldsalat vom Markt), Karotte, Radicchio, und natürlich die gebratenen Pfifferlinge mit Thymian, nachdem ich das Gewürz entdeckt habe. Dazu gab's bei mir noch eine mediterran-süßliche Note: gegrillten Ziegenfrischkäse mit Honig und nochmal Thymian. Ziegenfrischkäse ist im Geschmack ja nicht zu dominant, sodass man nicht Gefahr läuft, dass das Pilzaroma vollständig übertönt wird. Im Gegenteil, beides mit Thymian serviert verbindet sich zu einer harmonischen Kombination.


Salat mit gebratenen Pfifferlingen und Ziegenkäse

2 Hände voll Blattsalate
einige Radicchio-Blätter
1 Karotte
1/2 EL Öl
100 g Pfifferlinge
ein paar Zweige Thymian
50 g Ziegenkäse
1 TL Honig
1 Portion Salatdressing

Den Ofen auf Grillstufe vorheizen.Die Blattsalate und den Radiccio gründlich waschen und kleinschneiden. Die Karotte waschen, schälen und reiben. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Pfifferlinge darin scharf anbraten. Diese im Anschluss mit Salz und Pfeffer würzen und etwas Thymian untermengen. Den Ziegenkäse mit dem Honig beträufeln und einem Thymianzweig belegen, dann im Ofen auf der obersten Schiene für ca. 5 Minuten gratinieren. 
Das Salatdressing nach Anleitung herstellen, mit den Blattsalaten, Radicchio und Karotten vermischen. Alles auf einem großen Teller anrichten. Die Pfifferlinge und den gebackenen Ziegenkäse (vorsichtig) darauf verteilen

Samstag, 12. Oktober 2013

Kürbis-Apfel-Crumble

Auf Sabine's Blog heißt es: Die Seelenfutter-Zeit ist da! Und damit spricht sie mir aus der Seele ... ja, das schöne an der kalten Jahreszeit ist: je ungemütlicher es draußen ist, umso schöner ist es, ins Warme nach Drinnen zu kommen und es sich dort so richtig gemütlich zu machen.

Fangen wir doch mal mit dem dazu passenden Essen an, welches den Gemütlichkeitsfaktor enorm in die Höhe treiben kann. Bei dem Begriff "Soul Food" denke ich an einen schönen Teller mit Pasta, einen herzhaften Eintopf oder eine cremige Suppe. Und was die süße Seite angeht, so gibt es ein Schlagwort namens Crumble, welches ich mit Seelenfutter verbinde.

Zu Sabine's Blogevent steuere ich ein Crumble bei. Dazu habe ich mir überlegt, mein Lieblingsobst mit meinem Lieblingsgemüse zu kombinieren, also ein Kürbis-Apfel-Crumble. Das ist 100% saisonal und da Kürbis eine süßliche Geschmacksnote hat, macht er sich meiner Meinung nach in dieser Süßspeise sehr gut. Wie es sich für ein Crumble gehört, ein paar knusprige Streusel mit Zimt oben drauf. Der Verzehr mit Vanillesauce wird ebenfalls wärmstens empfohlen. Das schmeckt dann schlichtweg seelenwärmend.


 Kürbis-Apfel-Crumble

300 g Äpfel
300 g Kürbis
4 getrocknete Datteln
50 g Butter
50 g Mehl
50 g brauner Zucker
35 g Haferflocken
1 Prise Salz
1/2 EL Zimt

Den Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. 
Die Äpfel waschen und in feine Stücke schneiden. Den Kürbis schälen und ebenfalls klein schneiden, in Würfel mit nicht mehr als 1,5 cm Seitenlänge. Zum Schluss noch die Datteln zerkleinern. Apfel-, Kürbis- und Dattelstücke vermengen und in eine Auflaufform geben  (meine Form misst 17 x 24 cm). 
Die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Herdtemperatur schmelzen lassen. Die geschmolzene Butter in einer Schüssel mit dem Mehl, dem Zucker, den Haferflocken, dem Salz und Zimt gut verrühren (das geht auch mit dem Kochlöffel sehr gut, ist kein Rührgerät nötig). Die Streusel über dem Obst/Gemüse verteilen. Alles im Ofen ca. 30 Minuten backen, bis der Kürbis durchgebacken und die Streusel schön kross (aber noch nicht schwarz) sind.
Dazu passt sehr gut (selbstgemachte) Vanillesauce.


Sabine fragt weiter nach unseren Gute-Laune-Maßnahmen für die kalte Jahreszeit. Der Klassiker, sich mit einer guten Lektüre auf dem Sofa unter einer Wolldecke zu verkriechen, gehört für mich auch dazu. Die Lektüre ist sehr variabel, im Moment sieht es so aus, dass ich mich mit der Emanzipation der Frau befasse ;-)


Gegen kalte Füße werden zudem Oma's Wollsocken hervorgeholt:


Und das Erfolgsrezept gegen kalte Hände ist die Umklammerung einer Tasse Tee:


Noch mehr Seelenfutter gefällig? Hier lang:

Dienstag, 8. Oktober 2013

Zeit für Salbeiverwertung: Nudeln mit Salbeibutter

Seit diesem Sommer besitze ich ein Kräuterkästchen, welches meine Küchenfensterbank ziert. Das mit dem selbst Säen und Ziehen der Pflänzchen ging leider auf Anhieb gründlich daneben. Dafür haben sich aber die auf dem Markt gekauften und von mir selbst eingesetzten Pflanzen bestens entwickelt. Mittlerweile weiß ich auch, was ich beim Säen falsch gemacht habe - eigentlich so ziemlich alles. Nächstes Jahr wird auf Grundlage dieser Einsicht einfach ein nächster Versuch gestartet. Und wenn man bedenkt, wie viel Freude mir mein kleines Kräuterkästchen in diesem Sommer bereitet hat, kann ich mir die Begeisterung von Hobbygärtnern beim Ernten einer Tomate oder Erdbeere sehr gut vorstellen.


Meine beschauliche Kräuterauswahl besteht aus einem Basilikum-, Petersilie, Rosmarin- und Salbeipflänzchen. Während die drei ersten Kandidaten regelmäßig abgepflückt wurden, so hatte ich den Salbei bis dato links liegen gelassen. So quasi vor dem ersten Frost wollte ich das mal ändern, aus Angst, dass die Pflanze ohne jegliche Nutzung plötzlich erfriert.

Mein Repertoire an Rezepten mit Salbei beschränkt sich auf auf Saltimbocca alla Romana und Gnocchi mit Salbeibutter. Da kam mir das Rezept aus Donna Hay's Kochbuch für Fettuccine mit Salbeibutter gerade recht, denn irgendwie war ich was die Butter angeht ganz auf Gnocchi fixiert. Aber das geht auch wunderbar mir anderen Teigwaren. An diesem Beispiel bestätigt sich mal wieder, dass Einfaches so gut sein kann. Wenn man in diesem Fall den Salbei in der Butter röstet, sodass diese den Geschmack annimmt, die Butter fein bräunen lässt, mit den Nudeln vermengt und etwas frischem Parmesan bestreut, ist das einfach nur lecker. Das kurze Rezept ist unten.

Hat mir noch jemand eine (kreative) Verwendungsmöglichkeit für Salbei?


Nudeln mit Salbeibutter

pro Portion

100 g Tagliatelle oder andere Nudeln
25 g Butter
8 Salbeiblätter
frisch gemahlener Pfeffer
Salz
25 g Parmesan

Die Nudeln gar kochen. Sobald die Nudeln in das kochende Wasser gegeben wurden, in einer Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze die Butter zerlassen. Dann die Salbeiblätter hinzugeben und in der Butter rösten. Die Sauce von der Pfanne nehmen, wenn die Butter zu bräunen beginnt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Nudeln vermengen. Mit geriebenem Parmesan bestreut servieren.